Vom Wetter
Gestern war ich im Supermarkt.
Ich kaufte vier Apfelsinen.
Alle für mich, meine Familie mag keine Apfelsinen.
Ich nahm keine Tüte.
Und ahnte irgendwie, dass das Konsequenzen haben würde.
„Verrücktes Wetter!“, sprach die Kassiererin,
als die erste Apfelsine übers Band rollte.
„Ja, wirklich.“, antwortete ich freundlich.
„Kann man schlecht schlafen.“, fuhr sie fort,
mit Blick auf die zweite Apfelsine (noch).
„In der Tat.“, murmelte ich.
Bei Apfelsine Nummer drei dann:
(die mit dem Preisschild)
„Ich schlafe überhaupt schlecht, seit mir einmal
ETWAS SCHLIMMES
passiert ist.“
„Oh, Ok.“, erwiderte ich,
und sah sie an.
Ich war nicht überrascht.
Manchmal ist es da.
Dieses Lauern in den Augen,
diese Gier,
dieser Hunger,
dieses Wissen
um ihr Recht,
um ihre MACHT.
Also gab ich ihr,
widerstandslos,
alles, was sie wollte
(was solls)
für diese letzte beschissene Apfelsine.
Was für ein Tausch, dachte ich,
als ich wieder draußen war
und lachte und lachte und lachte
um nicht zu weinen.
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Genau so passiert, keine Metaphern.
Supermarkt, Apfelsinen, Kassiererin.
und wollte doch eigentlich nur ein einziges frisch gebackenes Brötchen haben. Aber dafür war ich zu früh.








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20.01.2012 - 09:26 Uhr
CZY
Manche Menschen erzählen einem unglaublich superprivate Dinge, nach denen man sie ausdrücklich nicht gefragt hat!