Ohne dich gibts mich auch nicht.
Wir waren immer zusammen. Jedes Wochenende, meist jeden freien Tag, den ich in der Arbeit hatte. Wir waren zusammen. Wir waren die Besten. Vielleicht sogar mehr. Vielleicht auch nicht. Vielleicht war ich für dich mehr, ich weiß es nicht. Wir teilten eine Leidenschaft. Die Leidenschaft hat uns verbunden und uns getrennt. Während ich zurück zum Start musste, hast du mich überrundet. Bist an mir vorbeigerauscht. Einmal, zweimal. Ich habe den Vorsprung zu dir nicht mehr aufgeholt. Ich hab es nicht geschafft. Ich habe trainiert, gekämpft und doch bin ich nicht weiter gekommen. Umso weiter du gezogen bist, umso mehr gingen wir auseinander. Ich wollte dich einholen, dich stolz machen, das du wieder bei mir bist. Mich an die Hand nimmst. Mich motivierst und ich dich im Gegenzug wieder dauerhaft zum Lachen bringe, wir rumblödeln und einfach nur zusammen sind. Egal ob schweigend oder voller Gelächter. Du hast mich in den Arm genommen. Immer wenn ich ankam. Mich gefragt, wie es mir geht, was ich so mache, ob alles gut läuft, ob ich Sorgen habe. Du hast mich nicht gehen lassen, bevor ich nicht alle deine Fragen ehrlich beantwortet habe. Du hast gesehen wenn es mir schlecht ging, du warst immer bei mir, wenn ich Angst hatte, das ich es nicht packe. Wenn ich mir weh tat, warst du zur Stelle, hast mich aufgemuntert. Selbst als ich vor Schmerzen geweint habe, hast du mich zum Lachen gebracht. Ich hatte das Gefühl, wir waren ein Herz und eine Seele. Wir konnten uns gegenseitig lesen, wie ein Buch. Und dann, ist alles zerbrochen. Nach und nach. Immer weiter sind wir auseinander gebrochen.
Ohne dich ist nicht mehr alles wie vorher. Es wird auch nicht mehr wie vorher, ich habe es versucht. Ein Jahr, zwei Jahre. Es klappt nicht, oft denke ich noch an dich. Wie es dir geht. Was du machst. Ich weiß nicht mal mehr wo du wohnst. Du fehlst mir, dass ist mir wieder grade erst wieder bewusst geworden. Keinen Menschen hatte ich so gerne um mich, wie dich. „Vergiss ihn“ haben sie zu mir gesagt. Vergangenheit ist Vergangenheit. Ich solle in die Zukunft schauen. Wieder die Alte werden ohne dich. Aber wenn die Vergangenheit die Zukunft platt macht und ein déjà-vu zur einer Mischung aus Sehnsucht und du fehlst mir wird, dann verwandelt sich ein Lächeln in Tränen.
Ohne dich bin ich nicht mehr ich.
Ich vermisse dich.
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