Liebe oder Lieblos?
"Wenn Treue Spaß macht ist es Liebe"- gilt das heute noch?! Sind wir treu weil wir lieben, oder weil wir das als eine Art Beziehungskonvention sehen, die der andere uns erfüllen muss?Kann man lieben obwohl man untreu ist und Sex nur als Spaß sieht?
Ein Freund erzählte mir gestern-und da ist er einer von vielen- dass er seine Freundin betrogen hat, sie aber dennoch über alles liebt und diese Liebe nicht zerstören will, weil es ja vollkommen banal war.
Gibt es ein richtig oder falsch? Und können wir das eigentlich bewerten, ohne zu wissen was hinter verschlossenen Türen vorgeht? Ich glaube, jeder muss es selbst wissen und Sex kann auch nur Sex sein- doch da sollte es ebenfalls Regeln geben, gegen die man nicht verstoßen darf, da sonst das Beziehungs''spiel'' nicht mehr funktioniert. Wir erwarten so oft alles vom anderen, vor allem durch gesellschaftliche Konventionen und Normen gepusht, dass wir vergessen, was eigentlich wesentlich und wichtig ist. Statt Konsequenzen zu ziehen, verbieten wir aus Angst oder Unsicherheit, aus Angst vor den bösen Zungen der anderen und den Ansichten der anderen- aber was wollen denn wir selbst?! Fremdgehen muss ja nicht schlimm sein, solange beide zu Recht kommen und dennoch Ehrlichkeit und Vertrauen herrscht.
Können wir unsere Beziehungen noch zu zweit führen, oder führen wir sie längt mit unserem Partner und der gesamten Gesellschaft, von der wir doch mehr als wir manchmal wollen unterbewusst oder bewusst abhängig machen?
Wir würden wir eine Partnerschaft gestalten, wenn wir wüssten, dass kein anderer darüber spricht und oder uns in sämltlichen Mädelsabenden und Caferunden versucht eine Gehirnwäsche zu erteilen und zu kategorisieren, was falsch und richtig ist?
Ein schwieriger Ansatz.
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06.01.2012 - 17:33 Uhr
himberry