Let's never speak of 2011 again

Ich liebe dich. Immer noch.
Ich werde es dir heute Nacht nicht noch einmal sagen. Und ich werden auch im neuen Jahr schweigen. Ich werde überhaupt ruhig sein. Ich will mich nicht in ein Leben drängen, dass mit Frauen zugemüllt ist. Nicht mal als Freund. Dabei sind wir uns so nah wie man es sonst nur in kitschigen Filmen von Seelenverwandten sagt.
"Ich liebe dich", hab' ich dir genau zweimal gesagt. Immer zum Schluss. Du hast nur schwermütig genickt. Du hast nie etwas gesagt, wenn dann immer nur: "Nein".
Ich liebe dich dennoch. Aber ich muss jetzt gehen, auch wenn es melodramatisch klingt. Womöglich fällt es nicht einmal auf. Wahrscheinlich höre ich schneller von dir als mir lieb ist. Schneller als meine Wunden heilen. Schneller, als dass du deinen möglichen Verlust bermerken würdest.
Ich reibe mich an dir auf. Unter meinen kühlen Schale ersticke ich fast, so elend geht es mir. Und du ahnst nichts davon. Aber ich will nicht mehr wütend oder ängstlich sein. Mittlerweile habe ich Angst davor dich zu hören oder zu sehen, aber auch dich nicht mehr zu hören und zu sehen. Es ist grotesk. Ich bin mittlerweile jemand, den ich nicht mehr lieben kann - so fremd bin ich mir.
"Mach's gut", habe ich mal nebenbei zum Abschied gesagt und dich damit aus der Fassung gebracht. Es habe so endgültig geklungen. Jetzt sage ich nichts und es bedeutet mehr als die Dutzend wortgewaltigen Mails die wir uns geschickt haben.
Ich liebe dich, mach's gut.

Bildquellen: skintones.tumblr.com (1), ajani.ca/blog/ (2)
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SamAsInSamantha sagte:
Liebe Illusionen, wenn ich das könnte, wäre ich wohl mit dem Jungen auch nen Schritt weiter. Oder halt, vielleicht auch nicht. Freut mich aber, dass du dich wiederfindest.
Ach wo ... man kann manchmal in die Seelen von Fremden schauen. Aber nicht in die eigne und auch nicht in die, in denen man ne Spur von sich erwartet. Das geht immer schief.
...wie wahr!
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02.01.2012 - 01:12 Uhr
IllusionenVonDamals