28.12.2011 - 23:02 Uhr

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Gib mir den Rest.

Text: thefupon_

Geht es mir schlecht,

versuche ich,

meine Situation zu verbessern.

 

Geht es mir gut,

und habe ich nichts, was mir auf der Seele lastet,

so muss ich nichts ändern.

Ich schreibe nicht mehr,

ich zeichne nicht mehr,

ich spiele nicht mehr.

 

Dann,

eines Tages,

wache ich auf.

Ich merke:

All diese Wochen

dachte ich,

ich sei glücklich.

Die ganze Zeit

ließ ich alles beim Alten.

Ich räumte nicht auf

denn es gab Wichtigeres,

zwischenmenschliche Dinge.

Ich entrümpelte nicht

denn ich wollte nichts Verborgenes

Verdrängtes

zum Vorschein bringen.

 

Plötzlich bin ich hellwach

mein Zimmer versetzt mich in Angst und Schrecken

begraben unter Müllbergen

kreuz und quer wild herum fliegen

Noagalflaschen Korken Deckel Tüten halb Aufegessenes halb Gedachtes Problem Verdächtigung Schmutz.

 

Ich versuche Luft zu bekommen

 

doch es wird immer mehr und mehr und wenn ich

 

Eines berühre wird es zu Tausenden.



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