Deichkind liefern den Soundtrack zur Digitalisierung
Mit ihrem Song "Illegale Fans" positionieren sich Deichkind zum Thema Download und Filesharing
Angestrichen:Dieses Lied ist leider nicht verfügbar in ihrem Land.
Unsere Antwort kennt ihr sicher: sie heißt Widerstand
Wo steht das denn?
In dem neuen Deichkind-Song "Illegale Fans". Damit bewerben die norddeutschen Krawall-Musiker ihr neues Album, das Befehl von ganz unten heißt und Anfang Februar erscheint. Hauptpersonen des Lieds sind Menschen, die nach einem Konzert die Band um ein Autogramm bitten - auf einer gebrannten CD.
"Illegale Fans" ist ein Song übers Downloaden und Filesharen und die beste Werbung, die Deichkind machen kann. Wer die Band auf Facebook mit einem Gefällt mir versieht, bekommt im Gegenzug den Song geschenkt. "Free MP3 zocken" heißt das in der Sprache der "Illegalen Fans".
Denen widmen Deichkind das Lied, das sich auf erstaunlich druckvolle Art mit der Frage befasst, wie Bands mit der Digitalisierung ihrer Musik umgehen. Deichkind stellen sich auf Seite der illegalen, radikalen, digitalen Anhänger, "die eure Strategie mit jedem Mausklick zerbröseln". Wie schon vor kurzem Jan Delay scheren Deichkind damit aus der Strategie der Musikindustrie aus, die digitalen Fans für illegalen Download juristisch zu verfolgen. Sie stellen das Interesse dieser "Illegalen Fans" in den Mittelpunkt: Mit dem oben zitierten Bezug auf das so genannte Geoblocking positionieren sie sich in der Gema/YouTube-Debatte und kommen zu dem Schluss:
Ihr sagt ,wir sind kriminell', doch wir sind nur die User
Im Knast saugen wir weiter, Copyrights sind was für Loser
Erstaunlich ist, dass diese Überzeichnung eher zu einer Sensibilierung für das Problem führt. Wer zum dritten oder vierten Mal den Clip ansieht, der mit Überwachungskamera-Bildern von Einbrüchen und Diebstählen illustriert ist, erkennt eine zweite Ebene in diesem vordergründigen Soundtrack für Downloader. Hier geht es nicht darum, blind das illegale Filesharing zu feiern. Hier geht es eher darum, eine Gegenposition zur ständigen Rede vom Raubkopierer zu vertonen. Insofern schaffen Deichkind tatsächlich eine sehr zeitgemäße akustische Begleitung der Frage, wie die digitale Kopie Musik und Pop verändern. Vermutlich erreichen sie damit recht viele illegale Fans, die dann auch für das Album bezahlen.
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Die Gema-Probleme von Youtube gehen mir mittlerweile richtig auf die Nerven. V.a. wenn man vom Künstler selber im Newsletter einen Link zu dem Video findet und dann kann man es nicht anschauen. Ansonsten hab ich mich ja schon mal zur Abmahnungsthematik ausführlich geäußert.
Von den Spenden/Werbeeinnahmen wird dann so ein Autobombenterrorist bezahlt der dann mal was anderes tun kann als nur Unschuldige in den Tod zu reißen.
(Liebe PC Leute: Diese Idee ist natürlich NICHT ganz ernst gemeint)
Alternativ könnte man ja jedes Mal wenn ein Video doch in meinem Land verfügbar ist ein kleines Feuerwerk abbrennen "Glück gehabt, dieses Video ist ausnahmsweise in Deinem Land verfügbar. Könnte nächste Woche aber schon wieder ganz anders aussehen, Ihre Gema")
Toll finde ich auch dass sich der Hinweis noch nicht mal ganz sicher ist ob die Gema die Rechte überhaupt hat ("es könnte sein aber wirklich wissen tut das sowieso niemand - aber auch egal wir blocken das mal prophylaktisch")
29.12.2011 - 22:16 Uhr
soylentyellow








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27.12.2011 - 22:15 Uhr
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