02.12.2011 - 18:30 Uhr

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Jungs, was war an eurer Pubertät so toll?

Text: martina-holzapfl - Foto: kallejipp / photocase.com

Immer zum Wochenende: Jungs fragen Mädchen fragen Jungs. Weil manches versteht man einfach nicht bei denen



Das Wort "Pubertät" klingt ja nicht umsonst nach fleischfarbener, irgendwie wurstiger Beklemmung. Pickel, Körper, Liebesweh, Familienstress sowieso, alles wucherte doof und unkontrolliert vor sich hin, während wir begriffen, dass wir niemals aus unserer Haut herauskonnten. Glücklicherweise sind wir diesem Jammertal heute entwandert. Wir wünschen uns um keinen Preis zurück dorthin. Die Quintessenz all unserer Mädchengespräche über die Pubertät lautet deshalb: Bitte nie wieder.

Ihr hingegen sagt Dinge wie: „Das beste Jahr meines gesamten Lebens war definitiv mein 15. Lebensjahr" oder: „Ich wünschte ich wäre noch mal 13!". Versteht uns nicht falsch: Wir schwelgen auch gern in der Vergangenheit, doch die Zeit zwischen dem 13. und irgendwann um das 20. Lebensjahr sparen wir so gut es geht aus. Wenn wir sie anreißen, dann in einem „Puh! Geschafft"-Unterton, wie man ihn wahrscheinlich nach einer glimpflich ausgegangen Verfolgungsjagd verwenden würde.

War das Großwerden für euch denn nicht auch so anstrengend? Habt ihr keine schrecklichen inneren Kämpfe mit euch, euren Eltern und vor allem im Vergleich mit anderen Gleichaltrigen ausgestanden? Ich dachte bisher, dass es noch viel schlimmer gewesen sein muss, als Junge die Pubertät zu durchleben. Weil doch ein viel größerer Konkurrenzdruck in Sachen Coolness und Sex auf einem lastet und man gleichzeitig viel weniger mit seinen Kumpels über Schwächen und Ängste reden kann – und möchte. Doch wenn ihr von dieser Zeit sprecht, klingt es immer so, als seien diese Jahre damals der ultimative Siedepunkt eures Lebens gewesen, von dem aus nun alles nur kälter, starrer und ungemütlicher werden kann. Warum ist das so? Was war damals so toll, dass ihr es heute vermisst?


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ist jetzt-Mitarbeiterin und hat diesen Beitrag verfasst.