Mehr Sex für Piraten!
Hat die Piratenpartei ein Problem mit Frauen? Eine Piratin versucht sich an einer sehr merkwürdigen Antwort
Angestrichen:Der durchschnittliche, männliche Pirat hat in der Vergangenheit meist nur starke Frauen erlebt, wurde verschmäht, unterdrückt, verhöhnt. Der Vorwurf der Frauenfeindlichkeit trifft ihn ins Mark, haben doch die Jahre der Suche nach einem respektvollen Umgang beim Flirten eine hohe Frustration aufstauen lassen.
Wo steht das denn?
In einem Text der Piratin Julia Schramm in der Wochenzeitung Freitag. Die 26-Jährige versucht dabei die bisher unversöhnlichen Welten Nerds und Nerdine zusammenzubringen. So beschreibt sie Feministinen ("Femi-Nerds") als Gegenpol zu den oben eingeführten durchschnittlichen männlichen Piraten-Nerds. Ob diese Konstrastierung tatsächlich hilfreich ist, um eine Antwort auf die Frage zu finden, warum sich die Piratenpartei so schwer tut, welbliche Mitglieder anzulocken, erklärt Schramm nicht. Stattdessen ergeht sie sich in Klischees, deren Eisbergspitze in der Formulierung erklommen wird: "In der Pubertät gemobbt und verprügelt, ausgestoßen und exkludiert trifft der Vorwurf des „Privilegienpenis“ auf blankes Unverständnis."

Verschmäht, unterdrückt, verhöhnt: Piraten des Saarländischen Landesverbands bei ihrem Parteitag Ende Oktober
Wer es trotz lauter Mitleid für die armen Piraten-Opfer fertig bringt, den Text weiterzulesen, schüttelt den Kopf über so viele Stereotypen auf so wenig Platz. Würden diese von RTL und nicht von einer Piratin verbreitet, der Sturm der Entrüstung wäre laut und dreckig.
Denn in Wahrheit gibt Julia Schramms Text allen Frauen, die gegen die gesellschaftliche Unterdrückung kämpfen, den absurden Rat: "Seid auf dem Schulhof nett zu den Nerds, dann sind sie später auf eurer Seite."
Wer so argumentiert, glaubt auch, dass ein Puff-Besuch aus einem Piraten einen Feministen macht.
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Die Welt wäre toller und besser!
eher haben wir ein problem mit dem machotum der (arche)typen, die bis jetzt als sexy gelten, die kommen mit viel zu viel sauereien davon, also besonders auch politiker.
tut gut, wenn frauen (auch unfreiwillig) für hinterfragung der alten klischees hervorrufen.
weichei und nix leisten ist ein gigantischer unterschied.
beides trifft offensichtlich ohnehin für die wenigsten piraten zu.
Es ist so billig, auf alten Klischees herumzureiten, ohne dazu irgendwelche neuen Erkenntnisse beizutragen. Und das nennt sich jetzt Journalismus oder ist irgendwie satirisch gemeint?
Schülerzeitung 2.0
05.11.2011 - 06:57 Uhr
Gargoyle
Der Artikel hat diese reißerische BLÖD-Überschrift und zitiert nur die Statements dieser Piratin, ohne dem Ganzen etwas Entscheidendes hinzuzufügen.
Vielleicht wäre es naheliegend gewesen, der Frau mal in einem Interview auf den Zahn zu fühlen. Aber das hätte natürlich mehr Arbeit gemacht als diese paar Sätzchen hier ...
Also: Schülerzeitung 2.0
Als ob es bei den Piraten kein wichtigeres Thema gebe als ihr Umfang mit den Frauen.
...könnt ihr eigentlich noch belanglosere Themen auftreiben, um diese zu kommentieren?
Ich verstehe nicht, um welches Problem es hier geht, bzw. ob es überhaupt eines gibt. Sind irgendwelche Politiker der Piraten mit chauvinistischen Äußerungen aufgefallen?
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04.11.2011 - 19:11 Uhr
trachtenjankerl