27.10.2011 - 08:00 Uhr

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Wie werden sie später von uns reden?

Text: peter-wagner - Foto: dapd

Manchmal sitzt man da und fragt sich: Bedeutet die Zeit, in der wir leben wirklich soviel, wie wir denken?



Es geht ja gar nicht anders, man muss sich wichtig nehmen, sonst wäre das Leben ja ein Abklatsch, etwas nur halb Wertvolles. Wenn im Fernsehen vom wärmsten Tag seit jemals die Rede ist, wenn eine Jahrhundertflut oder eine Weltneuheit oder eine vollkommen neue Entwicklung verkündet wird, dann immer auch, weil man sich selbst adeln will. Man will irgendwie in eine Zeit gehören, die was erfunden hat, in der sich was getan hat. Ein recht normaler Effekt, vermutlich. Der Mensch soll sich ja ernst nehmen. Aber gehen wir mal ein paar Jahre voraus und schauen zurück. Sagen wir, es ist das Jahr 2111 und hundert Jahre sind vergangen. An der Humboldt Universität in Berlin kann man vielleicht immer noch studieren. Vielleicht sogar Geschichte. Ich versuche mir ein Seminar in diesem Jahr vorzustellen, in dem es um die Zeit um 2011 herum geht. Wie wird sie wohl genannt werden? Wird sie bedeutsam gewesen sein, von wegen Rettungsschirm, Eurozone, Gaddafi und Fukushima? Oder werden sie das bis dahin (und das ist wahrscheinlich): vergessen haben? Wie werden sie später von uns reden? Ist es überhaupt wichtig, sich in die Geschichtsbücher gelebt zu haben?


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alcofribas
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Mag ich Mag ich nicht

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27.10.2011 - 08:06 Uhr
alcofribas

Für die künftigen Historiker wird die Jetztzeit vielleicht nur in ihren dann historischen Auswirkungen interessant sein. Wer Gaddhafi war oder Mubarak wird keiner mehr wissen.

afrirali
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Mag ich Mag ich nicht

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27.10.2011 - 08:08 Uhr
afrirali

erstaunlich, wie sehr die meinung von führung (merkel: schwerste krise europas seit dem 2. weltkrieg) und dem plebs (wird man in 100 jahren vergessen haben) auseinander gehen.

ich vermute, merkel hat recht.

alcofribas
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27.10.2011 - 08:13 Uhr
alcofribas

afrirali sagte:
erstaunlich, wie sehr die meinung von führung (merkel: schwerste krise europas seit dem 2. weltkrieg) und dem plebs (wird man in 100 jahren vergessen haben) auseinander gehen.ich vermute, merkel hat recht.


Na dann liegts an den Historikern, das Bild geradezurücken. Aber die kommen ja erst danach dran. Was aktuell passiert, kann man doch in seiner Dimension erst in der Rückschau / Zusammenschau einschätzen.

FrolleinMila
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1

27.10.2011 - 08:15 Uhr
FrolleinMila

Man wird von uns als die Generation reden, die bei Sales-Aktionen von schwedischen Klamottenketten randalieren und ganze Ladenlokale zerstören..oder auch als die ersten Menschen die es wichtig fanden, ihren Mitmenschen per Twitter die Farbe und Konsistenz des Stuhls mitzuteilen.

Guten Morgen

alcofribas
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27.10.2011 - 08:17 Uhr
alcofribas

Ich bin alles, aber keine Generation.

FrolleinMila
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1

27.10.2011 - 08:23 Uhr
FrolleinMila

alcofribas sagte:
Ich bin alles, aber keine Generation.


jaja..ich weiß

drolli
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27.10.2011 - 08:48 Uhr
drolli

Naja, so auf lange sicht wird wohl die zeit um 1970-1980 als anfang des mikroprozessors und des arpanet vermerkt werden. Die heutige zeit wird was uns angeht als zeitalter der schlechten und sinnlosen photos bezeichnet werden.

anagramm
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27.10.2011 - 08:50 Uhr
anagramm

god cannot change history, historians can.

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27.10.2011 - 08:51 Uhr
anagramm

drolli sagte:
Naja, so auf lange sicht wird wohl die zeit um 1970-1980 als anfang des mikroprozessors und des arpanet vermerkt werden. Die heutige zeit wird was uns angeht als zeitalter der schlechten und sinnlosen photos bezeichnet werden.

unwahrscheinlich. niemand druckt mehr photos aus und wenn sind die qualitäten so schlecht, dass sie nur ein paar jahre halten. man wird vermutlich über fotofunde jubeln, wie über das auffinden eines nicht zurück gegebenen buches aus der bibliothek in alexandria.

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27.10.2011 - 08:52 Uhr
anagramm

das thema deprimiert mich.

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peter-wagner unbekannt

peter-wagner

ist jetzt-Mitarbeiter und hat diesen Beitrag verfasst.


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