Scherben
Lieben ist wie Barfuß gehen.Es fühlt sich nach Sommer an, nach Freiheit.
Die schönen Zeiten der Liebe sind die wenn man seine nackten Füße im warmen Sand des Strands vergräbt durch das Weißwasser des Meeres schlendert oder auf großen, vom Meer glattgespühlten Felsen sicher, barfuß hin und her spaziert.
Man ist sich sicher, dass was man fühlt ist echt.
Doch wenn man weiter geht von den warmen Felsen wieder hinunter an den Steinstrand dann muss man vorsichtig sein dass man nicht falsch tritt oder besser;
in etwas falsches tritt, weil man vor lauter Lieben, lauter Barfußgehen unvorsichtig wird.
Nachts wenn die die Füße in den zertanzten Schuhen nach Freiheit schreien und man dann in Sommernächten verliebt und auf bloßen füßen, die Schuhe in der Hand, über den von der Sonne noch restgewärmten Asphalt rennt dann muss man aufpassen.
Aufpassen vor den Glasscherben des Liebens.
Es gibt die kleinen die man braucht um zu lernen aufpassen die man sich halb lachend halb weinend aus dem Fuß zieht und bei denen man zuhause dann gemeinsam die entstanden Wunden verarztet.
Ähnlich wie Wespenstiche. die Wespen der Liebe die sich dich,deine Füße, zum stechen aussuchen. Doch das vergeht.
Und es gibt die Großen. die Großen Glasscherben des Lebens, die der Liebe, die die dir den Sommerurlaub versauen weil du mit 5 Stichen genäht werden musst am Fuß und deshalb einen Verband trägst die nächsten Wochen. Nichts mehr mit Barfuß.
Diese Wunden entzünden sich und es bleibt ausnahmslos immer eine Narbe zurück.
Sobald man Barfuß geht besteht die Gefahr sich zu verletzen und doch tut man es immer wieder weil es so schön ist.
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12.10.2011 - 23:34 Uhr
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