Bilder, die nicht vergehen und doch nicht bleiben.
Ich trinke Tee. Eine riesen Tasse Tee und gerade als ich sie ansetze und die rote Flüssigkeit beginnt zu meinem Mund zu fließen, denke ich an dich.
Plötzlich sind da ganz viele Bilder.
Bilder, auf denen du lachst. Bilder, auf denen wir am See sitzen und ich deine Wange küsse. Bilder, auf denen wir vor der Haustür stehen und einfach nicht voneinander loskommen. Bilder, auf denen du meine Hand hältst. Bilder, auf denen wir zusammen den Sonnenuntergang anschauen und du (ganz kitschig) hinter mir stehst und deine Arme um mich legst.
Bilder, auf denen wir heimlich in den Arrestzelle des Museums knutschen. Bilder, auf denen du mir in die Augen siehst und sagst, wie schön ich sei. Bilder, auf denen ich meinen Kopf in deiner Schulter vergrabe. Bilder, auf denen du das Licht ausmachst und deine Brille abnimmst. Bilder, auf denen auch ich lache.
Bilder, auf denen du plötzlich unsicher wirst.
Bilder, auf denen ich alleine warte.
Bilder, auf denen...
Ich nehme einen großen Schluck.
Aber sie gehen nicht.
Ich trinke schneller.
Viele kleine Schlucke.
Mehr.
Ich will die Bilder runterschlucken.
Ich trinke hastig.
Genieße nicht.
Sie sollen verschwinden.
Sofort.
Ich schließe die Augen und kneife sie fest zusammen.
Als ich die ersten Teekrümel schmecke, sind sie verschwunden und meine Gedanken …
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23.08.2011 - 23:34 Uhr
MorbusBahlsen