28.07.2011 - 18:30 Uhr

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Als Koks cool war

Text: philipp-mattheis

Ein neues Buch schildert die Kokain-Sucht Sigmund Freuds. Ein Drogenkartell spielt Tempelritter-Orden. Das und mehr in der neuen Drogenkolumne

Der Attentäter von Oslo war in einer wirren Gedankenwelt gefangen, in der es um Gut und Böse, Fremde und Einheimische, Christen und Moslems ging. Anders Behring Breivik wollte den 1312 aufgelösten Tempelritter-Orden auferstehen lassen, deren Mitglieder gegen „multikulturelle Regimes“ kämpfen sollten. Was sich wie der Mindfuck eines Psychopathen liest, ist in Mexiko Realität. Ein Reporter des arabischen Fernsehsenders Al-Jazeera hat kürzlich über ein mexikanisches Drogenkartell berichtet, deren Mitglieder zumindest bei ihrem Initiationsritual wie die Tempelritter ein rotes Kreuz auf weißen Hintergrund und einen Ritterhelm tragen. Das Kartell soll Drogenabhängige rekrutieren, diese in eigenen Rehabilitationszentren entgiften lassen und anschließend anstellen. Eine Doppelmoral kann man dem Kartell sehr wohl unterstellen – gehört es doch zu den größten Methamphetamin-Schmuggel-Organisationen.  

Daran dass Kokain eine wechselhafte Karriere hinter sich hat, erinnert nicht zuletzt das beliebteste Getränk der Welt. Hartnäckig hält sich das Gerücht, Coca Cola habe in den Anfangsjahren Kokain enthalten – das Unternehmen bestreitet das. Tatsächlich aber war Koks Ende des 19. Jahrhunderts als eine Art Wundermedizin geschätzt. Mariani, ein Franzose, wurde Millionär, weil er mit Kokain versetzten Wein verkaufte. Der berühmteste Kokainist war wohl Sigmund Freud. Der Begründer der Psychoanalyse zog in seiner frühen Schaffensperiode, zwischen 20 und 40, wohl täglich Lines, so dass er häufig mit roter Nase gesehen wurde. Seine erste wissenschaftliche Publikation hieß „Über Coca“. Freud hing fatalerweise dem Irrglauben an, eine Morphinabhängigkeit mit Kokain heilen zu können. All das steht in dem kürzlich auf Englisch erschienenen Buch „An Anatomy of Addiction – Sigmund Freud, William Halsted and the Miracle Drug Cocaine“ von Dr. Howard Markell.  

Einen zweiten Höhepunkt feierte die Droge Mitte der Siebziger in den USA. Im Zuge der gesellschaftlichen Liberalisierung nach 1968 wurde Koks zu einer Art Statussymbol der Oberschicht. Kokain war als Partydroge und gesellschaftliches Schmiermittel beliebt. Ende der Siebziger bedienten die kolumbianischen Kartelle den ständig wachsenden Markt. Aus etwa dieser Zeit stammt wohl auch dieses Poster hier.   Erst später wurde mehr über die desaströsen Wirkungen der Droge bekannt. Heute sind sowohl Preis als auch Reinheitsgrad der Droge stark gesunken. Von einstigen Upper-Class-Image ist nicht mehr viel übrig. In der sehr empfehlenswerten BBC-Dokumentation „The 20 Most Dangerous Drugs“ wird Kokain auf Platz zwei nach Heroin geführt.

Cannabis steht auf dieser Rangliste auf Platz elf. Wie sehr wandelbar, das Image von Drogen ist, zeigen auch diese Bilder.





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Chestity
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Mag ich Mag ich nicht

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28.07.2011 - 18:44 Uhr
Chestity

Den Oslo-Aufhänger hätte man hier prima weglassen können...

transworld
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Mag ich Mag ich nicht

0

28.07.2011 - 18:51 Uhr
transworld

ja, und koks ist immer noch cool

Chestity
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0

28.07.2011 - 19:09 Uhr
Chestity

transworld sagte:
ja, und koks ist immer noch cool


War nie cool und wird s auch nie sein.

transworld
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28.07.2011 - 19:21 Uhr
transworld

weist du das aus eigene erfahrung oder ist das von dem du glaubst das es die richtige meinung ist?

Chestity
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0

28.07.2011 - 19:27 Uhr
Chestity

transworld sagte:
weist du das aus eigene erfahrung oder ist das von dem du glaubst das es die richtige meinung ist?


Drogen gehören zu den Sachen, die man nicht probieren muss um zu wissen das sie weder cool noch irgendwas in der Art sind.

Wer bestimmt denn was eine richtige und was eine falsche Meinung ist?Du etwa?

Ist meine Meinung weil ich bei genug Leuten mitbekommen habe wie so ein Zeug sie verändert und in den Abgrund zieht.

Leute die meinen Drogen wären "cool" tun mir einfach nur Leid.
Abgesehen davon ist es weitaus gesünder sich dem Leben und seinen Problemen zu stellen anstatt vor diesen wegzulaufen.Holen einen eh ein.

transworld
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1

28.07.2011 - 19:42 Uhr
transworld

man muss keine probleme haben um sich ab und an eine kleine line zu goennen (geburtstag, weihnachten, urlaub). man muss davon auch nicht suechtig werden..........aber im prinzip gebe ich dir natuerlich recht, nur ist die welt eben nicht schwarz weiss......

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2

28.07.2011 - 19:47 Uhr
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transworld sagte:
man muss keine probleme haben um sich ab und an eine kleine line zu goennen (geburtstag, weihnachten, urlaub).


du tickst doch nicht richtig.

Dienstmercedes
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0

28.07.2011 - 19:49 Uhr
Dienstmercedes

Chestity sagte:
transworld sagte:
weist du das aus eigene erfahrung oder ist das von dem du glaubst das es die richtige meinung ist?


Drogen gehören zu den Sachen, die man nicht probieren muss um zu wissen das sie weder cool noch irgendwas in der Art sind.

Wer bestimmt denn was eine richtige und was eine falsche Meinung ist?Du etwa?

Ist meine Meinung weil ich bei genug Leuten mitbekommen habe wie so ein Zeug sie verändert und in den Abgrund zieht.

Leute die meinen Drogen wären "cool" tun mir einfach nur Leid.
Abgesehen davon ist es weitaus gesünder sich dem Leben und seinen Problemen zu stellen anstatt vor diesen wegzulaufen.Holen einen eh ein.


Ach Chestity. Du bist niedlich. Ich hab Dich lieb.

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28.07.2011 - 19:49 Uhr
Abheben

Chestity sagte:

Drogen gehören zu den Sachen, die man nicht probieren muss um zu wissen das sie weder cool noch irgendwas in der Art sind.


Ist meine Meinung weil ich bei genug Leuten mitbekommen habe wie so ein Zeug sie verändert und in den Abgrund zieht.

Leute die meinen Drogen wären "cool" tun mir einfach nur Leid.
Abgesehen davon ist es weitaus gesünder sich dem Leben und seinen Problemen zu stellen anstatt vor diesen wegzulaufen.Holen einen eh ein.


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Bulaklak
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28.07.2011 - 19:54 Uhr
Bulaklak

achja, der sigmund, die alte koksnase,

die doku hab ich mir letztens schonmal angesehen, fand ich recht interessant. vor allem die aussage, dass alkohol sicherlich illegal wäre, wenn er "neu" und nicht so kulturell verankert wäre.

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philipp-mattheis

ist jetzt-Mitarbeiter und hat diesen Beitrag verfasst.