16.07.2011 - 17:32 Uhr

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Behindertenorganisationen gegen Inklusion

Text: MichMuell1

Was kostet es, einen Sehbehinderten nicht in die Regelschule zu schicken? Rund 40.000 Euro. So viel kostete vor einigen Jahren der Besuch der Blindenstudienanstalt in Marburg, kurz Blista.
Die Blista gibt sich modern und integrativ, ist aber das komplette Gegenteil. Ein Sozialwissenschaftler bezeichnete sie einmal als totale Instituion. Eine Organisation, die von außen hermetisch abgeschlossen ist.
Wir wollen Inklusion, unsere behinderten Kinder sollen mit den nicht-behinderten Kindern auf eine Schule gehen. Wie sollen sie einmal in der sehenden Welt zurecht kommen, wenn sie 8 Jahre in diesem Ghetto aus Schule und Internat verbringen?
Eine Organisation päppelt sich selbst
Der Blista liegt vor allem eines am Herzen: Die Blista. Ein Apparat von 800 Menschen wird für rund 250 Schüler aufrecht erhalten. 800 Angestellte für 250 Schüler. Jeder SChüler könnte seinen eigenen Arschabputzer haben. Was die Leute den ganzen Tag treiben, weiß keiner so genau.
Das Rundum-Sorglos-Paket
Wofür die Blista alles Geld ausgibt, mögen Sie fragen. Nun, es gibt ein eigenes Schwimmbad, es gab einmal einen Reitstall, ein Haufen teurer Grundstücke in bester Lage in der Innenstadt.
Integration light
Die Blista hat ein Problem: es gibt zu wenige blinde Schüler. Deswegen nehmen sie praktisch alles auf, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Sehbehinderung ist ein weites Feld. Aber jemand, der von einer meterweit entfernten Tafel ablesen oder die Nummern am Bus ablesen kann, wäre an einer Regelschule besser aufgehoben. Aber die Blista muss ihren teuren Apparat aufrecht erhalten, das ist ihr einziges Ziel.
Unter Inklusion versteht die Blista übrigens, ein paar Schüler ein paar Stunden die Woche an andere Schulen zu schicken. Ein teurer Spaß weil ein Zivi diese Schüler zu den Schulen und wieder zurückkutschiert.
Verstehen sie mich nicht falsch - es gibt verinzelt sehr engagierte Lehrer und Pädagogen an der Schule. Allerdings ist die Einrichtung an sich heute ein größerer Inklusionsblockierer als es irgendeine Partei sein könnte. Sie müssen gegen Inklusion sein, weil das ihr Geschäftsmodell gefährdet.
Und soll ich ihnen noch was verraten? Die Blista hat ein miseralbes Bildungsniveau. Aus dem Studienang meines Sohnes haben 20 ein Studium aufgenommen, weil die Blista ihnen die Qualifikation dazu bescheinigte. 15 davon haben das Studium abgebrochen. Die Blista ist eine Art Riesenzuckerwatte, die sich um einen legt und einem sagt, dass man alles ohne Anstrengung erreichen kann.


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