08.07.2011 - 18:00 Uhr

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Mädchen, habt ihr ständig Angst, dass man euch unter den Rock schaut?

Text: fabian-fuchs - Cover: prokop / photocase.com

Immer zum Wochenende: Jungs fragen Mädchen fragen Jungs. Weil manches kapiert man einfach nicht bei denen.



Ich weiß nicht, geht es euch auch so? Für uns jedenfalls ist der Sommer eine Zeit der Reizüberflutung, noch eher: Der Frühsommer. Wenn man sich erstmal wieder an all die dünnen Kleidchen, die nackten Schultern und Beine gewöhnt hat, geht's schon wieder, aber die ersten warmen Wochen irritiert uns die viele Nacktheit im Straßenbild schon ein bisschen.

Denn wir Jungs sind ja seit den ersten zarten Pupertätsausläufern auf eure nackten Stellen gepolt, wir können zumindest im ersten Reflex nicht anders als Hinsehen, wenn eine beim Pulloverausziehen ein Stücken nackter Flanke zeigt, wenn ein abtauchender U-Boot-Ausschnitt eine Schulter freilegt oder eben Beine, Schenkel, Füße, Bikinioberteile – was immer ihr gewollt oder ungewollt herzeigt, wir gucken erstmal hin, wir müssen, eine Viertelsekunde zumindest, es ist harmlos, aber es ist in uns.

Also: Wir sind sehr aufmerksam in diesen Dingen, aber trotzdem gibt in meiner Erinnerung kein Dutzend Situationen, in denen ich tatsächlich unter einen Rock geblickt hätte, also zufällig und aus Versehen, Tennisspielerinnen ausgenommen. Das macht gar nichts, es wundert mich nur, da die Zahl der in dieser Zeit an mir vorbeiradelnden, spazierenden, hockenden Röcke, Miniröcke, Kassettenkleider, kleiner Schwarzer etc. doch in die Millionen gehen dürfte und schon statistisch die ein oder andere Unachtsamkeit hätte vorfallen müssen. Nun warte ich keineswegs am Fußende der Spanischen Treppe oder lauere unter gläsernen Wendeltreppen aber trotzdem denke ich mir – der blitzende Slip, wie man ihn jeden Tag auf den Celebrity Blogs findet, der kommt doch im echten Leben erstaunlich selten vor, oder?

Jetzt die Frage: Ist das so eine Dauerangst von euch, dass man euch unter den Rock sehen kann und passt ihr deswegen bei jeder Bewegung krampfhaft darauf auf? Ist Rock tragen also ein anstrengende Vermeidungsarbeit und jeder Sessel, jeder Fahrradsattel, jede Bierbank eine komplizierte Sache? Denkt ihr jede Minute daran, das beim nächsten Windstoß oder bei einem zu großen Schritt alles Mögliche entblößt wird? Ist das Leben mit Rock und Sommerkleid eine einzige Flucht vor den Blicken der Männer?


fabian-fuchs

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