01.07.2011 - 18:30 Uhr

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Jungs, wie meint ihr das mit Schnitte, Schnalle und Co?

Text: mira-kleine

Immer zum Wochenende: Jungs fragen Mädchen fragen Jungs. Weil manches kapiert man einfach nicht, bei denen.

Die Mädchenfrage:

 Auf einer Party in Frankfurt habe ich mal mitbekommen, wie einer sagte: „Das ist aber ein Brett.“ Ein junges Mädchen mit kurzem Rock stolzierte in dem Moment an ihm vorbei. Das habe ich zunächst gar nicht verstanden. Heißt das etwa, dass sie wenig Oberweite hat? Ich habe dann herausgefunden, dass dieses Wort in der Gegend ein Kompliment sein soll. Brett steht also für eine attraktive Frau. Aha.  
Andere Situation, ähnliches Beispiel: Vier Jungs in ein Auto gequetscht, die Boxen dröhnen. Sie warten entspannt darauf, dass die Ampel endlich grün wird. Ein blondes Mädchen, Typ Barbie, kommt an die Kreuzung. Der Beifahrer kurbelt hektisch das Fenster runter und brüllt: „Heiße Schnegge!“ Sie lächelt und fährt sich kurz durch ihr Haar. War sie etwa stolz auf diese Anmache? Und falls ja, berechtigt? 

 Die meisten von diesen Bezeichnungen drücken doch vor allem eines aus: Es geht um die Kategorie Mädchen, mit denen ihr gerne Sex haben würdet. Offensichtlich gibt es wohl einen schmalen Grad zwischen machohafter Respektlosigkeit und Ausdruck von sexueller Anziehungskraft oder Bewunderung. Gut, wenn ein Mädchen Bombe ist, ist das relativ klar. Bei Perle wird das Ganze mit der Interpretation schon schwieriger, weil da so eine Hausfrauennote mitschwingt. Auch von seiner Alten zu reden, finden viele Mädels nicht mehr lustig. Wenn mir jemand erzählt, er habe eine neue Keule am Start, muss ich sofort an ein Mannsweib denken. Meint ihr das so? Liegen wir richtig, wenn Bezeichnungen wie Schnalle oder Schnitte kein Indiz dafür sind, dass es sich um die Liebe des Lebens handeln könnte? 

 Auf rein platonischer Ebene sind wir einfach Mädels, eben Kumpelinen, im besten Fall wie eure kleine Schwester.  Und wenn ein Mann – erst recht vor seinen Freunden – im unverheirateten Zustand von seiner Frau spricht, dann heißt es doch: Jetzt ist es ernst. Was hat es zu bedeuten, wenn „Schatz“ bei einem Bier mit den Kumpels eine SMS liest und sagt: „Meine Ische wartet Zuhause auf mich“? Sollen wir uns freuen, wenn uns jemand heißes Gestell nennt? Oder ist es vielleicht müßig, sich über die ganzen Bedeutungen der Wörter Gedanken zu machen, weil ihr selbst es auch nicht macht?  
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