23.06.2011 - 05:34 Uhr

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Das Problem mit Griechenland

Text: Digital_Data

Anscheinend ist ja Griechenland ein Fass ohne Boden, dass auch noch den Euro gefährdet. Wie bekommt man das nur in den Griff ? Wo liegt eigentlich das Problem ?

Nun das ist ganz einfach. Griechenland hat 300 Mrd. Euro Schulden, diese Schulden müssen im Moment durchschnittlich mit 4,68 % verzinst werden, damit fällt alleine eine Zinslast von 14 Mrd. jährlich an. Zinsen, das ist der Gewinn für verliehenes Geld.

Derzeit reden die Politiker ja gerne davon, dass die privaten Investoren freiwillig oder dazu verpflichtet werden, einen Beitrag zu leisten, also auf einen Teil des geliehenen Geldes verzichten sollten. Wie wäre es denn im ersten Schritt einmal, auf einen Teil des Gewinnes, also auf einen Teil der Zinsen zu verzichten. Der Leitzins der EZB liegt derzeit bei 1,25 %.

In Griechenland werden ja auch die Steuern erhöht und damit die Gewinne jeden griechischen Unternehmens und jeder griechischen Privatperson reduziert. Bei den Zinsgebern verschlechtern die Ratingagenturen mal eben die Kreditwürdigkeit, damit erhöhen sich die Zinsen und die Gewinne. Komisch das.

Rechnen wir mal. Der griechische Haushalt setzt sich derzeit so zusammen. 94 Mrd. Euro Einnahmen, 24 Mrd. Neukredit, damit 118 Mrd. Euro Ausgaben getätigt werden können. 14 Mrd. davon sind Zinsen. Nehmen wir mal einen Zins von 1,25 % an, nur so hypothetisch. Das wären 3,75 Mrd. Damit würden sich die Ausgaben auf 108 Mrd. reduzieren und die Neukreditaufnahme auf 14 Mrd.

Das Bruttoninlandsprodukt ist 230 Mrd. 14 Mrd. davon wären eine Neuverschuldung von 6,1 % statt 10,5 % Neuverschuldung vom BIP. Das ist zwar noch nicht gut, aber dann könnte man den Griechen die harten Einschnitte und Sparpakete sicher besser verkaufen und das Sparprogramm würde dann wesentlich besser zünden. Und das hätte man natürlich schon eher machen können, aber so häuft Griechenland jedes Jahr 10 Mrd. Euro mehr Schulden an als notwendig um die Gewinne von privaten Investoren zu gewähren, die gerade mit Steuergeldern vor dem Kollaps geschützt wurden. Und die von diesen Investoren verursachte Rezession wurde durch Konjunkturprogramme und damit durch Kredite mit Zinsgewinnen für diese Investoren korrigiert. Ein perverses System.

Und die Ratingagenturen berücksichtigen natürlich auch nicht, ob nun die EU und der IWF garantieren oder nicht. Oder gibt es eine Rating CCC für hohen Kreditausfall, wenn Griechenland bankrott geht, und ein AAA, wenn die EU und IWF für Griechenland garantieren. Und zahlen in diesem Fall die private Investoren die zu viel verlangten Zinsen für ein Risiko, das es dann nie gegeben hätte, zurück ? Das wäre wohl blauäugig.

Nur mal eines ganz deutlich. Staatliche Finanzierung über private Investoren zu deutlich höheren Zinsen als den Leitzinsen ist nichts anderes als eine versteckte Subvention für die Kreditwirtschaft. Erstes Ziel muss sein, die Zinslast zu reduzieren und hier sind die privaten Investoren absolut in die Pflicht zu nehmen. In so einer Situation die Gewinne der Kreditwirtschaft aus Steuermitteln zu finanzieren ist der blanke Hohn.

Digital_Data



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notan
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Mag ich Mag ich nicht

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24.06.2011 - 02:12 Uhr
notan

wah auf junge... wach auf! soll das essaystischer kompott von googlesearches werden? ey, tickt ihr noch ganz richtig, oder warum dieser gestus des existentielen präsens?

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