Neben den Wolken
Die Sonnestrahlen malen kleine sanfte Punkte ins Gesicht. Ich sitze in meinem kleinen Loch, die Balkontür leicht angelehnt. Der Straßenlärm und das Rauschen der Bäume machen mich müde, während ich auf den Bildschirm starre und deinen Geruch in der Nase habe.Die letzten Tage habe ich wenig gesprochen. Meine Stimmbänder belegt, die Gitarre verstimmt. Die Jeans zerfetzt. Nachts suchten mich seltsame Träume heim und tagsüber ratterte mein Hirn so laut, dass ich Angst hatte, mein Mitbewohner würde mich wegen Lärmbelästigung anzeigen.
Ich sehe dich im Garten liegen. Rote Johannisbeeren, die im Sonnenlicht leuchten. Beobachte dich vom Balkon aus - aus der Entfernung. Von oben herab. Blinzelnd winkst du mir zu. Hälst deine Hand vor's Gesicht. Deine Konturen verschwimmen, deine Stimme vermischt sich mit dem Straßenlärm. Unsichtbare Tränen rollen mir über das Gesicht. Unwillkürlich muss ich schlucken. Da bin nur ich. Da ist kein Platz. Und trotzdem, glaub ich, will ich, dass du bleibst. In der Nähe.
Unnahbar. Vier Seiten einer Nachricht. Und ich höre nur den Sachinhalt. Abgehakt. Ich bin über den Wolken. Daneben. Ich spüre deine Hand, blicke dich an. Meine Augen glitzern. DieTür fällt ins Schloss.
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"tagsüber ratterte mein Hirn so laut, dass ich Angst hatte, mein Mitbewohner würde mich wegen Lärmbelästigung anzeigen. "
"Deine Konturen verschwimmen, deine Stimme vermischt sich mit dem Straßenlärm."
"Vier Seiten einer Nachricht. Und ich höre nur den Sachinhalt."
"Ich bin über den Wolken. Daneben."








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03.06.2011 - 20:03 Uhr
strandurlaub
schön, dass Du wieder schreibst!