Ich möchte mir einen alten Bulli kaufen – worauf muss ich achten?
Abitur, Führerschein, 18. Geburtstag: Ich träumte von einem eigenen Auto. Eines bei dem man die hintere Sitzreihe zu einer Liegefläche umbauen konnte, eines, mit dem ich Surf-Bretter, Umzugskartons und auseinander geschraubte Segelboote transportieren und in dem ich notfalls auch ein paar Wochen wohnen konnte.Heute heißen die größten Märkte für gebrauchte Autos mobile.de und autoscout24.de. Auf beiden Portalen sind etwa eine Million Autos eingestellt. Ich nahm damals zum Autokauf meine Eltern mit - sie hatten mehr Erfahrung mit Fahrzeugen als ich. Rainer Hauck, Verkehrsberater beim Verkehrsclub Deutschland (VCD), empfiehlt außerdem die Fahrt zu einem Prüfzentrum. Dort wird das Auto für etwa 50 Euro unter anderem auf Schäden an Karosserie und Bremsen überprüft. Neben dem Privatkauf kann man günstige Autos natürlich auch bei einem Gebrauchtwagenhändler kaufen. Die bessere Rechtsstellung bei einem Händler macht den Kauf allerdings meist auch teurer. Die Seite autobudget.de ermittelt für einen VW Bus Caravelle - ein ähnliches Auto habe ich mir damals gekauft - in mittelmäßigem Zustand einen Preis von etwa 2850 Euro bei Privatkauf und fast 1000 Euro mehr beim Händler. „Egal, wo man ein Auto kauft – auf jeden Fall braucht man einen Kaufvertrag", sagt Rainer Hauck.
Hauck rät, sich vor dem Autokauf genau zu überlegen, welches Fahrzeug man wirklich braucht und ob es überhaupt ein eigenes Auto sein muss. „Die meisten Menschen fahren überdimensionierte Autos", sagt er und empfiehlt eine realistische Kostenrechnung anzustellen, bevor man Geld auf den Tisch legt. Selbst bei gebrauchten Autos, bei denen der Wertverlust gering ausfalle, müsse man mit Kosten von 30-40 Cent pro Kilometer rechnen.
Vom VCD kann man sich kostenlos eine Autoumweltliste zuschicken lassen, auf der spritsparende und klimafreundliche Wagen zu finden sind. Aus ökologischen Gründen solle man besser darauf verzichten ein Dieselfahrzeug ohne Rußfilter oder ein unter "Euro 3" ausgezeichnetes Auto kaufen, so Hauck.
Die Jahre mit dem Bus waren aufregend. Als mein Studium im Herbst beginnen sollte, hatte ich noch immer kein WG-Zimmer gefunden. Aber ich hatte ja den Bus. Erst nach dem ersten Nachtfrost zog ich aus den Blechwänden in richtiges Haus. In den Semesterferien wollte ich mit meiner Freundin ans Nordkap fahren - wegen einem Motorschaden verbrachten wir statt dessen eine Woche auf einem Campingplatz in Dänemark.
Eigentlich war an dem Auto immer etwas kaputt. Obwohl einige meiner Freunde mit Unverständnis auf das ständige Reparieren und Rumtüfteln reagierten - für mich war jedes Motorstottern eine Herausforderung. Ich hatte das Schwitzen unter dem Motor beim Kauf mit eingeplant. Als ich den Bus ein paar Jahre später und mit 150. 000 Kilometern mehr wieder verkaufen musste, trennte ich mich von einem alten Kumpel. Das Auto war zu groß, zu teuer und schluckte zu viel Sprit. Aber ich war über die Jahre an ihm gewachsen.
Anke Lübbert, 31 Jahre hat für diesen Text Oliver, 33 protokolliert, der seinen Bus schon vor sechs Jahren wieder verkauft hat.
1. Unbedingt auf einen Kaufvertrag bestehen – geprüfte Standard-Kaufverträge kann man im Internet herunterladen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass das Kleingedruckte genau studiert wird. Nicht sofort unterschreiben, der Vertrag sollte auch mit nach Hause genommen werden dürfen um in Ruhe darüber nachdenken zu können.
2. Bei Dieselmotoren auf Rußfilter, bei allen anderen Fahrzeugen auf Euro 3 Auszeichnung achten.
3. Das Fahrzeug so klein dimensioniert wie möglich wählen.
4. Eine realistische Kostenrechnung zugrunde legen, mindestens mit 30 Cent pro Kilometer rechnen.
5. Das Auto der Wahl von einem Prüfzentrum durchchecken lassen.
Und noch ein Tipp: man sollte einen guten und günstigen Schrauber zur Hand haben, weil alles selbst machen geht nicht. Und man sollte das "daran ist nochwas zu tun" auch nicht zu gering einschätzen.
nachteil: braucht gemisch, also immer ne kleine öldose dabei. dafür bekommt man überall in osteuropa ersatzteile (polnische werkstätten kennen sich super damit aus udn freuen sich mal wieder sowas zu sehen, die hatten einen baugleiches transporter!). aber er macht für sein alter und die touren für die er benutzt wird sowieso wenige probleme, und finnische dorfpolizisten wollen auch mal ne runde mitfahren :-D
fährt halt nicht ganz so schnell der gute, aber mit T1/T2 hält er locker mit. mit allen neueren bussen halt nicht mehr...
also eine gute alternative, wenn man einen schönen alten rundlichen bus sucht...
.... eine Tatsache.. die man nicht oft genug erwähnen kann...
Verkauft haben wir ihn auch aus dem Grund, dass er einfach zu teuer war auf die Dauer. Keinen Rußfilter, keine Feinstaubplakette. Aber eigentlich hatten wir vor dem Kauf auch gesagt wir wollten den Bus nur für eine Reise von 2 Monaten. Wir hatten ihn dann aber wie gesagt für 3 Jahre. Es besteht natürlich ganz akut die Gefahr, dass man sich in seinen Bus verliebt, und in die Art zu reisen auch.
Nun wollen wir uns wieder einen Bus kaufen. Aber einen jüngeren und außerdem die anderen Autos, die wir haben, abschaffen. Und mittlerweile können wir uns das auch eher leisten.
Fazit: Auf jeden Fall einen Bus kaufen, aber dann auch coole Reisen machen, die man so NUR mit einem Bus machen kann.
desweiteren steht im artikel nichts über typische roststellen, woran man einen kranken motor erkennt usw. hier mal die beste kaufberatung die ich kenne:
http://www.fivebanger.de/kaufberatung_vw...
wer nach sorgfältigem studium dieser beratung immer noch nen bulli will, sollte a) 10.000eu investieren, wenn er nicht selbst schrauben kann, b) 3-5000 wenn er selbst schrauben kann und weiß worauf er sich einlässt oder c) bei geringerem budget erst gar nicht anfangen zu träumen.
der einzig sichere weg einen bulli zu kaufen ist übrigens von einem bekannten, von dem man weiß, dass er sein auto gut gepflegt hat.
ach ja: vorsicht bei 5-stelligen Tachos. der vom verkäufer angegebene kilometerstand stimmt garantiert nie. 50.000km bei nem 20 Jahre alten auto? ja klar. realistisch sind 200.000 und mehr.
euro3 schafft übrigens kein bullimotor, die benziner maximal euro1, die schlucken aber auch 12l/100km. die diesel sind sparsamer, aber ohne rußpartikelfilter (kann nachgerüstet werden, kostet aber) und dementsprechend teuer in der kfz-steuer (600eu/jahr)














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17.08.2011 - 14:59 Uhr
mint4000
Leiht Euch einfach so ein Ding, wenn Ihr es wirklich braucht. Hand aufs Herz. Man fährt damit so oder so nur 5 Mal am Wochenende im Sommer an die See. Ein Wochenende so ein Gefährt zu mieten kostet vielleicht 300 €. Ergibt 1500 € im Jahr. Ohne Sorgen etc. Also mindestens 6 Jahre kann ich schon mal mieten. Und wenn ich in einem Jahr nur 2-3 Mal fahre oder gar nicht, sogar noch länger.
Zum Thema Bulli, allerdings für Neuwagenkäufer habe ich vor ein paar Monaten schon mal was geschrieben, wenn auch mit anderer Zielrichtung (http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzei...).