08.05.2011 - 18:30 Uhr

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Die Elektronische. Diesmal mit Robag Wruhm, M.A.N.D.Y., Housemeister, Ricardo Villalobos und vielen mehr!

Text: friedemann-karig

Friedemann Karig sichtet für uns wieder minimalen Techno, maximale Disco und noch mehr geilen BummBumm.

Robag Wruhme - Thora Vukk  
 
 
 Der Jenaer Robag Wruhme alias Gabor Schablitzki alias Ralf Oksen, bisher vornehmlich bekannt für seinen Part bei den Wighnomy Brothers und den großartigen Labels Freude am Tanzen und dessen Tochter Musik Krause, ist momentan der absolute Liebling vieler Techno-Kenner. Kein Wunder bei episch großartigen Tracks wie „Prognosen Bomm“, welches dahinfließt wie ein mittelgroßer Fluss im Hochsommer, träge und satt und bezaubernd schön. Passend dazu die Zwischenspiele mit den Namen „Brücke Eins“ bis „Brücke Fünf“, die sich ähnlich dem heiteren „Pnom Global“ entspannen wie ein kühler 43er mit Milch. Mit „Thora Vukk“ zeigt also wieder einmal ein Deutscher, was elektronische Musik kann, wenn man kann. Das Album gibt´s als Stream und bei Beatportal verrät er, welche Platte seine erste war. Da kommt Ihr nicht drauf. Der Titeltrack (inoffizielles Video): 

 
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Georg Neufeld - Die neue Feldordnung

 
Die harten Fakten: Georg Neufeld ist gebürtiger Schweizer und Techno-Prooduzent, vornehmlich in den Spielarten Tech House und Deep House. Er mischt in seinen Produktionen depressive Stimmungen und lässigen Funk („Meteor“). Oder baut ein Riff aus „Hotel California“ ein („Morgen danach“). Dazwischen lässt er eine Frauenstimme die Geschichte des Hot Dogs und dessen Besonderheiten erklären („Do not use Ketchup!“). Mäandert er ausnahmsweise ohne Struktur durch düstere Soundlandschaften, nennt er das Ergebnis konsequenterweise „Der Tod“. Nebenher spielt er so gekonnt mit Stereoklängen, dass ich wiederholt denke, meine Boxen wären futsch. Fazit: Ein sehr guter Release, den man bei seinem Label Broque kostenlos laden kann!    

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M.A.N.D.Y. - Body Language Vol. 10  

Die Reihe aus dem Haus Get Physical ist inzwischen fast legendär, und die zehnte Folge, wie die ersten beiden von den Labelmitbetreibern Philipp Jung und Patrick Bodmer aka M.A.N.D.Y. gemischt, zeigt warum: Vom leichtfüßigen Anfang mit meinen Lieblingen Brandt Brauer Frick und Extrawelt über Temposteigerung bei „Der Wallach“ von DJ Koze hin zu einem veritablen kleinen After-Hour-Hit wie „Fatand 50“ (Rocco Cajne) reihen sich 21 Tracks harmonisch hintereinander. Ohne eine einzige Schwachstelle, dafür mit schönem Spannungsbogen.  
Der exklusive Track „Home“ von M.A.N.D.Y. selbst:


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  Housemeister - Music is Awesome


  Heißer Scheiss von Boys Noize Records. Mit zunehmendem Alter kann ich mir solche Musik nicht mehr antun, aber mit 21 wäre ich sicher tierisch drauf abgeschwoft (oder wie wir das damals nannten).  



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Joash - Don´t´fear it, fight it
 
 
 
 Eine wunderbare Melange aus instrumentaler, manchmal fast orchestraler und elektronischer Musik schafft Joash. Streicher, Bläser und Percussion machen die „Orchestral Version“ mancher Tracks voluminös, wo die abgespeckte Versionen schon mit guten Ideen glänzen konnten. Es fließen Breakbeats, Jazz-Rhythmen und Vierviertelei ineinander und übereinander her, es dürfen Violinen verspielt und Synthesizer voll retro klingen. Hier kann man einige Stücke hören.  

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BNJMN - Plastic World
 

Es ist dies wahrlich der Monat der schwer zu greifenden, experimentellen Alben. Denn was BNJMN abliefert, ist ein Wühltisch der Genres, eine hyperaktive Brautschau heiratsfähiger Ideen, ein wahres Sammelsurium. Das spottet jeder Beschreibung und Hörgewohnheit. Manch einer mag es daher Lärm nennen, ich könnte es ihm nicht verdenken, kann ich mich noch nicht endgültig entscheiden, ob das nun verrückt oder genial ist. Also überlasse ich Eurem Urteil das vielleicht zugänglichste Stück „Ocean Spray“: 

http://youtu.be/F9OUdNV4g3M
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The Walton Hoax - Chemical Burn


 Ein schönes, kleines Video zu tiefem Elektro-Pop zwischendurch. 



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Ricardo Villalobos & Max Loderbauer - Re:ECM


 Re:ECM ist ein hochambitioniertes Projekt von zwei verbundenen Musikern, die sich nichts Geringeres als die Neubearbeitungen des ECM-Kataloges vorgenommen haben. Das oft legendär genannte Klassik- und Jazz-Label ruft bei Kennern und gewieften Musikjournalisten einen Anbetungsreflex hervor, wie es nur lang zurückliegende Meisterwerke können. Mir Banausen waren die Originale weitgehend unbekannt, aber dennoch oder vielleicht gerade deswegen hat mich die Doppel-CD total umgehauen. Wie organisch die großen Melodien und Song-Fragmente umgekrempelt werden, ist schlicht grandios. Villalobos himself erklärt die Faszination dieses Ansatzes mit der Komplementierung gewisser Frequenzlücken, welche elektronische Musik per se lässt und „natürliche“ Musik füllen kann. Und erfindet für seinen Sound das Wort „ambientös“. Theorie hin, Nerderei her: Die Stücke klingen super. Wie das alles zustande kam und warum und so weiter, sieht man hier:  



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 Hauschka - Salon Des Amateurs

 

Volker Bertelmann hat nach eigener Aussage schon alles gemacht, auch „echten Techno“ bei Kompakt und viele Experimente am Piano. Sein Alias  Hauschka verbindet diese beiden Pole: ausgefeilte Klimpereien durch polyphone Vergnügungsparks treffen auf Techno-Rhythmik und dezente elektronische Soundspiele. Solche Musik taugt vortrefflich für den Mittelfrühling oder das Vorspiel zu verkopft-ambitionierten Sex. „Salon des Amateurs“ heisst übrigens eine kleine Venue in des Künstlers Heimat Düsseldorf, wo man feiern und trinken kann. Nach ihr ist das Album offensichtlich benannt - das nur so als Locationtipp zwischendurch.  Ein längeres Interview zum neuen Album mit ein wenig Musik und das hervorragende „Girls“:


 
http://youtu.be/veUBULW-fkI

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Nause - Made Of


 Zum Abschluss der vermeintliche Electro-House Festivalhit dieses Sommers. Logischerweise aus Schweden und nicht wirklich meins. 





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6 Kommentare

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mary_and_max
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Mag ich Mag ich nicht

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09.05.2011 - 09:50 Uhr
mary_and_max

boah jetzt erst registriert! hauschka ist wunderbar...schon live gesehen....meine sister nannte es filmmusik..ich nenne es klaviervirtuose!

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Mag ich Mag ich nicht

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09.05.2011 - 09:58 Uhr
mary_and_max

"made of" mag ich!

cuthbert
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Mag ich Mag ich nicht

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09.05.2011 - 12:49 Uhr
cuthbert

thx den robag hinweis...
man denkt ja nicht jeden tag dran zu suchen.

sabine_lampert
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Mag ich Mag ich nicht

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10.05.2011 - 10:06 Uhr
sabine_lampert

Housemeister gefällt!

BananenBill
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Mag ich Mag ich nicht

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10.05.2011 - 12:55 Uhr
BananenBill

Klingt irgendwie bei vielen nach "Wir wollen die gute alte Rave-Zeit zurück und deswegen versuchen wir mal, die Musik von damals nachzubasteln". Progressiv ist anders. (Spannend und interessant oder gar gut sowieso. Aber das ist ja Geschmackssache).

_squeek
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Mag ich Mag ich nicht

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10.05.2011 - 15:51 Uhr
_squeek

M.A.N.D.Y !
Renaissance The Mix Collection ist ein wunderbares album*
Kenny Larkin-Gimme und
Peter Kruder-After the Dawn
sind willkommen


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ist jetzt-Mitarbeiter und hat diesen Beitrag verfasst.