13.04.2011 - 20:43 Uhr

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Großvaters Tod

Text: butcher_boy

Der letzte Satz, den mein Großvater in der Nacht seines Todes zu hören bekam, war voller Zorn und übel riechend: „Du wirst doch sowieso nichts schießen, kümmere dich besser um das beschissene Abflussrohr in meinem Badezimmer!“ Er kam aus dem Mund seiner Tochter, die ein Stockwerk tiefer mit ihrer Katze wohnte, eine Damenboutique führte und manchmal eine unberechenbare Laune hatte. Nachdem sie ihren Vater zuerst übertrieben sanft, dann aufbrausend davon abzuhalten versuchte hatte, in jener Nacht hinaus in den Wald zu fahren, legte sie auf und ließ meinen Großvater mit einem tutenden Telefon im Flur seiner Wohnung stehen. Er schaute kurz zur Decke, wie um ein Stoßgebet los zu werden, legte den Hörer auf den Sekretär und tapste kopfschüttelnd an einem Arrangement alter Fotos vorbei ins Jagdzimmer. Dieses Zimmer kannte er von allen am besten. Er hätte nachts nicht einmal das Licht anknipsen müssen, um etwas zu finden. Über Jahrzehnte hinweg war hier alles beim alten geblieben, nur der Staub wurde regelmäßig bewegt. Über dem Esstisch, wo nur sonn- und feiertags gespeist wurde, schwebte eine Triangle aus ineinander verkeilten Hirschgeweihen. Ein Großteil der Rauhfasertapete war mit ausgestopftem, aus traurigen Knopfaugen starrendem Getier dekoriert: Rebhühner, Eichhörnchen, ein Hase, dessen Löffel für immer im Moment größter Wachsamkeit verharren werden. Mein Großvater öffnete den Jagdschrank, steckte eine Packung Munition in seine Ledertasche, die Uhr ließ gerade ihr Türchen auf- und einen unter Hypnose stehenden Kuckuck herausspringen, einundzwanzig Uhr. In den schwarzen Augen der an den Wänden hängenden Köpfe spiegelte sich die Gestalt meines Großvaters wieder, wie er das Gewehr über seine Schulter hängte, über den Filz seiner Jacke streifte, die faltigen Hände in freudiger Erregung. 

Wenn er Gäste bei sich hatte, man um Rehbraten mit Blaukraut versammelt am Tisch saß, erzählte er stolz Anekdoten von den Nächten auf Pirsch, ungeachtet dem Ausdruck von Ekel in den Gesichtern mancher Gattinnen, die seine Jagdkollegen mitgebracht hatten. Einmal, so erzählte mein Großvater, hätte er in Kanada einen Elch erlegt, einen Elch so groß wie ein Boot. Zu dritt seien sie gewesen, als sie ihn ausweideten. Nachdem er das Tier mit einem Riesenmesser längs des Bauches aufgeschlitzt hatte, konnte er hinein kriechen wie in eine Höhle, während zwei starke Männer die Hälften des Elchs für ihn aufhalten mussten. Das Blut sei wie ein Sturzbach aus dem Tier heraus gebrochen, hätte sie mitgerissen. Und dann banden sie den Elchkopf auf die Kühlerhaube seines Jeeps, damit er auf dem Dorfplatz umher fahren und den Leuten zeigen konnte, was für einen Fang er in ihrem Wald gemacht hatte. „Eine ganze Kühltruhe Elchwurst“ schloss er seine Geschichte immer und blickte wehmütig aus dem Fenster, als könne er Kanada da draußen sehen.

Um Verwechslung zwischen meinem Großvater mütterlicherseits, einem gutherzigen kleinen Mann, und jenem Großvater väterlicherseits, von dem diese Geschichte erzählt, zu vermeiden, erfand ich als Kind die Bezeichnungen Honig-Opa und Alf-Opa. Honig-Opa fand, nachdem er als Biologie-Lehrer nur wenig Beachtung erfahren hatte, seine Erfüllung im Züchten und Erforschen von Bienen, und versendet seinen Honig in die entlegensten Winkel der Stadt. Alf-Opa bekam seinen Titel wegen eines Hundes, einem Deutsch Drahthaar mit borstigem Fell, der meinem Großvater in der Dunkelheit der Wälder assistierte, ihm seinen Geruchs- und Gehörsinn lieh. „Guter Hund“, lobte ihn Großvater täglich, Alfs Nacken kraulend.


Weil Alf zum ersten Wurf jener Rasse gehörte, musste sein Name mit A beginnen. Vielleicht klang Alfred zu menschlich und Adonis zu göttlich, deshalb Alf. Am Tage war sein Hundeleben ereignislos wie das eines Pudels; er lag eingerollt in seinem Körbchen neben dem Sofa, während mein Opa, Kreuzworträtsel lösend, die Beine auf dem Tisch im Wohnzimmer saß. Manchmal teilten sie sich die Couch, die längst den Geruch von feuchtem Hundefell angenommen hatte, sahen sich die Nachrichten an oder Tierdokumentationen im Discovery Channel. Und wenn ein Reh oder Hase, scheu in die Kamera blickend, auf dem Bildschirm erschien, kam es vor, dass Alf aus seinem Halbschlaf erwachte und erregt zu winseln begann. „Guter Hund“, kommentierte sein Herrchen und dachte wohl nicht selten darüber nach, den alten Bauernschrank zu öffnen, in dem sein Gewehr verwahrt wurde. „Morgen, Alf, mein Junge, wartet der Wald auf uns.“ Dies war der magische Satz, mit dem Alf guten Gewissens den Kopf zurück auf die Vorderpfoten legen konnte, wissend, dass er kein gewöhnlicher Sofa-Gassi-Schmuse-Köter war, sondern ein Jagdhund, der die Nacht zum Tag machte, ein Hund, der einen unentbehrlichen Job zu tun hatte.


Irgendwann in der Osterzeit ging Alf in die ewigen Jagdgründe ein, besser gesagt wurde er dazu genötigt, die irdische Welt zu verlassen. Mein Großvater konnte es nicht weiter mit ansehen, wie sein Hund sich immer mühsamer in den Kofferraum des Jeeps hievte, träge durch den Wald streifte, irgendwann nur noch hinkend. Alf, ein Schatten seiner selbst. Und so erschoss er den Hund, während dieser nichtsahnend auf einem Knochen herum biss. In der Nähe eines moosigen Felsen, wo zuvor ein Loch für Alfs sterbliche Reste ausgehoben worden war. Eine lange Freundschaft zwischen Mensch und Tier fand ihr Ende. Der Wind brachte die Bäume zum Schütteln und mein Großvater streichelte dem alten Hund zum letzten Mal das Fell. Er flüsterte ihm Worte des Lobes in die Ohren, schlauer Hund, braver Hund, mein guter alter Alf. Dann setzte er ihm das Jagdgewehr an den Kopf, zwischen die Augen, die sich ganz auf den geschundenen Knochen konzentrierten, drückte den Abzug und ließ die Seele seines Hundes durch das satte Grün der Baumwipfel nach oben schweben.


Die Geschichte von Alfs letztem Ausflug erzählte mir mein Großvater, als ich auf seinem Schoß saß und von einem Jagdstand aus die unter uns liegende Lichtung ausspähte. Das einzige Tier, das ich mit dem Fernglas erkennen konnte, war ein brauner, seinen eigenen Schwanz verfolgender Hund, der mit diesem Spiel sämtliche Tiere des Waldes davon abhielt, sich unserer Lichtung zu nähern. „Hat noch einiges zu lernen, der Schussel“, grummelte mein Großvater und pfiff zweimal auf den Fingern, worauf der Hund in meinem Fernglas erschrocken umkippte, plötzlich stramm wie eine Zinnfigur auf allen Vieren stand, um dann in eine völlig falsche Richtung davon zu jagen.


Nachdem Alf in einem Kartoffelsack verpackt unter die Erde gebracht worden war und mein Großvater die auf drei Tage anberaumte Zeit der Trauer mit dem Durchforsten vergilbter Fotoalben verbracht hatte, wählte er die Nummer eines Hundezüchters aus dem Nachbardorf und machte sich auf, einen neuen Hund zu finden. Das schläfrige Tier auf der Rückbank, dessen Kopf wie ein Seismograph die Unregelmäßigkeiten der Straße nachzeichnete, erhielt nach reiflicher Überlegung den selben Namen wie sein Vorgänger: Alf. Mit ihm schaffte sich mein Großvater einen neuen und gesunden Jagdhund an, mit borstigem Fell in gleicher Farbausführung, und legte dem das Halsband seines vor wenigen Tagen gestorbenen Lieblingshundes um. So war mein Opa – ein liebendes und gleichsam kaltblütiges Herz tickte in seiner Brust, das ruhelose Herz eines wahren Jägers.


Durch seine strenge Dressur wurde Alf der Zweite trotz eines Hörschadens auf dem rechten Ohr zu einem anständigen Jagdhund ausgebildet, der den Geruch eines Hasen noch aus mehreren hundert Metern Entfernung aufschnappen konnte. „Guter Junge, komm schon, schnappen wir ihn!“ Der von den Toten auferstandene Alf trug die um seinen Hals baumelnde Silber-Medaille mit Würde, als er den Fährten zukünftiger Rehbraten hechelnd hinterher schnupperte.


Das Verhältnis zu seinen Hunden war ein inniges, von gegenseitigem Respekt geprägtes Miteinander, wohingegen mein Großvater sich, wenn er seiner Tochter im Treppenhaus begegnete oder ihr am Tisch gegenüber saß, stark zusammen nehmen musste, um ihre gespannte Vater-Tochter-Beziehung nicht endgültig auseinander brechen zu lassen. Es fiel ihm nun mal leichter, den bescheidenen Bedürfnissen eines Hundes – Auslauf, Schlaf und Fressen – entgegen zu kommen, als denen einer neurotischen Frau Mitte Dreißig, die es weder mit Männern noch Frauen zu erfolgreichen Beziehungen gebracht hatte und allmählich zu realisieren begann, dass sie kinderlos den Wechseljahren entgegen rollte, ihre Schlafstörungen und Fressanfälle auch in Zukunft nicht auf eine Besserung der Umstände hoffen ließen und die – nach der Lektüre des Ratgebers „Finde die Wurzel deines Übels“ – ihn, meinen Großvater, für all das verantwortlich machte. Zumindest kann sie kläffen wie ein Hund, sagte er sich manchmal, wenn ihr Fluchen von den Wänden des Treppenhauses hallte.


Er gab sich Mühe, dass seine Ratschläge nie zu aufgedrängt, zu väterlich klangen, er sagte nicht „Probier es doch mal mit Fasten“, sondern erzählte eher beiläufig, während er das Besteck von den Tellern klaubte und diese aufeinander stapelte, von einer „ganz revolutionären Diät“, die sie eben im Fernsehen gebracht hätten. Oftmals lag die Tageszeitung wie achtlos liegengelassen auf dem Tisch, die Seiten mit den Partnerschaftsanzeigen aufgeschlagen.


Jeden Sonntag kochte er für sie, das war ihm wichtig gewesen, obwohl sie sich meist schweigsam gegenüber saßen, er sich fragte, was er falsch gemacht habe in ihrer Kindheit, und sie das Gefühl quälte, seinen Erwartungen nicht zu genügen. Auch am Tisch behielt mein Großvater seine gemusterte Schürze, die einen Dschungel zeigte, an, es war stets der gleiche sonntägliche Ablauf, erst in die Kirche, dann Kochen, es klingelte und seine Tochter kam in Pantoffeln herein, sie aßen gemeinsam, schwiegen oder stichelten etwas in den Wunden des anderen herum, manchmal öffneten sie eine Packung Pralinen, Asbach uralt, und wenn die Kuckucksuhr im Jagdzimmer Drei schlug, schlurfte sie nach unten in ihre Wohnung zurück.


Mein Großvater hatte zwei Kinder, meinen Vater und meine Tante. Außerdem hatte er zwei Frauen. Die erste starb, als ich noch nicht geboren war, ich kenne ihr blasses, rundes Gesicht nur von Bildern. Die zweite, sagt mein Vater, sei eine Hexe gewesen. Sie hätte sich wie eine Spinne in das Leben meines Großvaters geschlichen, ihn umgarnt mit Sahnetorten und einer heuchlerischen Begeisterung für die Jagd. Mein Großvater war keine zwei Jahre Witwer gewesen, dann gab es erneut Hochzeit, vor dem Kirchentor standen die Jäger und bliesen das Horn. Er wollte die Flitterwochen in Kanada verbringen, sie wollte nicht, also wurde ein Hotel auf Teneriffa gebucht. Die Jahre vergingen und bald hatte die Spinne einen Kokon um ihr Opfer gespannt, so dass niemand mehr zu ihm durchdringen konnte. Sie verbat ihm den Kontakt zu meinem Vater, in dem sie ihren größten Feind gefunden zu haben glaubte. Mein Vater hatte sie früh durchschaut, verschmähte die Sahnetorten seiner Stiefmutter, fiel nicht herein auf ihr falsches, übertrieben geschminktes Lachen. Mein Großvater, der einen kanadischen Monsterelch erlegen konnte, war nicht stark genug gewesen, sich dem Drängen seiner Frau zu widersetzen. Über Jahre herrschte Funkstille zwischen ihm und meinem Vater, die Spinne hatte bekommen, was sie wollte. Und sie saugte ihn aus. Er kaufte ihr Nerzmäntel und Schmuck, sie gingen auf Reisen, immer in den Süden, obwohl er die Hitze nicht vertrug. Dann kam die Scheidung. Die Hälfte seines Vermögens ging auf ihr Konto, der Kokon löste sich und meinem Großvater wurde bewusst, was für einen Fehler er begangen hatte.


Ich war zehn, als mein Vater seinem Vater verzieh und ich neben Honig-Opa, den ich damals aus mangelnder Notwendigkeit einfach nur Opa nannte, noch einen zweiten Großvater dazu bekam. Meine Begeisterung darüber war verhalten. Es fühlte sich an, als stünde ich einem Wildfremden gegenüber, als mich mein Großvater eines Tages abholte, mir mit seiner Bärentatze die Hand zerquetschte und einen Ausflug in den Wald vorschlug. Er hatte ein Päckchen dabei, in dem sich ein lumineszierender Kompass und ein Taschenmesser befanden. „Der junge Mann braucht ein Messer!“, sagte er mit tiefer Stimme. Noch ehe ich es selbst richtig betrachten konnte, nahm er es mir aus der Hand und klappte die Arme des Schweizer Messers aus. Mit dem Korkenzieher öffnete er eine unsichtbare Weinflasche in der Luft, schenkte ein und schaute mit hochgezogenen Augenbrauen zu meiner Mutter. „Auch ein Glas?“, fragte er. Dann lachte er herzhaft und suchte mit den Augen nach einer Regung in unseren Gesichtern. Es war der lächerliche Versuch eines Erwachsenen, so zu tun, als wäre nichts gewesen, als wäre das Wetter draußen das einzige, worüber man reden müsse. Mein Vater verhielt sich merkwürdig still und blätterte durch die Tageszeitung. Ich kauerte mich an den Rand des Sofas, neben meine Eltern, und musterte den neuen Großvater, der – im Gegensatz zu Honig-Opa – eine bärenhafte Gestalt war und keine Ruhe ausstrahlte, sondern etwas Wildes. Es kam mir vor, als würde er sich in unserem Haus wie ein Gefangener fühlen. Unentwegt schaute er aus dem Fenster oder zur Tür. „Wir müssen jetzt los“, sagte er bald. Mit wir meinte er mich. Mein Magen rumorte. Es sprachen so viele Gründe dafür, einfach in mein Zimmer zu gehen, Comics zu lesen oder Hausaufgaben zu machen, und so wenige für einen Ausflug in den Wald. Mit einem fremden alten Mann. „Passt auf euch auf, ihr beiden“, mahnte uns meine Mutter und versuchte mit ihrer Alles-Wird-Gut-Miene meinen Widerwillen, den ich in den Wochen zuvor mehrmals täglich zur Sprache gebracht hatte, zu besänftigen.

Ich war ein scheuer Junge, der wenig von sich erzählen wollte. Ich stellte lieber Fragen, wie ein Interviewer, damit die anderen von sich erzählen konnten. Mit meinem Großvater war das einfach, denn wir verbrachten die meiste Zeit im Wald, wo sich meinen Augen eine Unzahl möglicher Fragen bot. Zu jedem Baum, Kraut, Vogelgeräusch, jeder Tierspur und -ausscheidung besaß mein Großvater fundiertes Wissen. Während der Ausflüge im Innern des Waldes, den er stets seinen Wald nannte, kam es deshalb nie zu längerem Schweigen. Außerdem war da noch Alf, dem er ebenfalls Dinge erklärte, hauptsächlich über die Jagd. Ich mochte Alf, sein glänzendes Fell und den treuen Blick, und spürte, dass dieser Hund für meinen Großvater so unentbehrlich war wie seine Lungenflügel – und Alf war ganz auf meinen Großvater, seinen Futterlieferanten und Asylgewährer, angewiesen. Dann war das also eine SYM-BI-O-SE, dachte ich. Ein Bündnis zweier Tierklassen, bei dem beide Seiten profitieren. Symbiose, so wird die Allianz zwischen den Ameisen und den Blattläusen genannt; die starken Ameisen beschützen die Läuse, wofür sie mit Zuckerwasser belohnt werden.


Einmal regnete es, als mein Großvater kam, um mich mitzunehmen. Mein Taschenmesser, das neue Fernglas und die Hundepfeife – meine stetig wachsende Survival-Ausrüstung – lagen im Rucksack bereit. Inzwischen ging ich so gern in den Wald, dass mich der Regen nicht einschüchtern konnte, ich wollte sogar gerade deshalb nach draußen, um ihm zu trotzen. Ich wollte Baumstämme umdrehen, um die Hektik der Asseln und Würmer zu sehen, ich wollte Staudämme aus Kieselsteinen bauen, eine Höhle aufspüren und mich mit Großvater und Alf darin verstecken. Doch mein Großvater, der an diesem Tag blass und krank aussah, wollte nicht in den Wald, sondern in seine Wohnung gehen, um mir etwas zu zeigen, „einen alten Schatz“.


Er hustete stark, als er die Haustüre aufschloss. Drinnen roch es nach Rasierwasser. Er wies mich an, ins Jagdzimmer zu gehen, das mir nie ganz geheuer gewesen ist. Wenn ich bei meinen Eltern davon sprach, nannte ich es das „Gruselkabinett“. Die ausgestopften Tierköpfe schienen mich, den Enkel ihres Mörders, mit vorwurfsvollem Blick zu beäugen. Sie hätten die Zähne gefletscht oder wild mit den Flügeln gefuchtelt, wenn sie gekonnt hätten. Vorsichtig ging ich in das Zimmer, wo eine Leinwand vor den zugezogenen Gardinen aufgebaut war. In der Mitte des Raumes stand ein großer Projektor, daneben ein Tisch mit aufgestapelten Filmrollen. „Setz dich“, sagte mein Großvater. Ich setzte mich auf einen der Stühle, während mein Großvater an dem Projektor hantierte. Alf winselte, als könne er die Vorstellung kaum erwarten. In der Küche machte uns mein Großvater noch zwei Tassen Kakao, die er auf einem Schneidebrett zitternd herein balancierte.


Das Zittern seiner Hände und der schlimmer werdende Husten kamen vom Rauchen. Manchmal rauchte er eine Schachtel am Tag. Sie waren immer in Reichweite versteckt, in der Schublade des Wohnzimmertisches, im Handschuhfach im Auto, im Badezimmerschränkchen. Schon vor seinem ersten Herzinfarkt hatten ihm die Ärzte untersagt, die Tabak-Industrie weiterhin zu unterstützen, seine Arterien seien verkalkt. Doch ein harter Knochen wie Großvater ließ sich von einem Herzstillstand nichts vormachen. Er qualmte weiter wie gehabt und erwiderte die ständigen Vorwürfe seiner Tochter damit, dass der Gesundung seines Herzen ein anständiger Mann an ihrer Seite weitaus besser täte.


Der Raum wurde dunkel und die ersten Bilder bewegten sich auf der Leinwand. Ich sah meinen Großvater mit einer Schachermütze auf dem Kopf, wie er vom Steuer eines am Waldrand stehenden Autos winkte. Es war Herbstzeit, die Blätter orange-rot gefärbt. Dann stieg er aus dem Wagen und klopfte stolz auf das Dach, sagte etwas in Richtung Kamera und grinste breit. Die alte Super8-Kamera konnte keine der Stimmen konservieren, und so hörte ich, als ich in dem zum Kino umgebauten Gruselkabinett saß, nur das Rotieren der Filmrolle und das schwere Schnaufen meines Großvaters, der jetzt hundert Jahre älter aussah als der Mann mit der Schachermütze im Film.


Eine neue Szene tauchte auf, ich erkannte eine Art Tempel im Wald, um den sich viele Menschen versammelt hatten. Die Frauen trugen Tracht, die Männer grüne Westen, Hüte, manche hatten ein Gewehr über die Schulter gehängt. „Jedes Jahr im Frühling feiern wir ein Fest, um die Jagdsaison zu eröffnen“, erklärte mein Großvater. „Das war unser schönstes. Lass mich überlegen, 1974 wenn mich nicht alles täuscht.“ Ich erkannte eine lange Tafel unter dem Dach des Tempels, ein Grammophon und daneben ein aufgespießtes Schwein, das sich über einem Trog voll glühender Kohle drehte. Die Jäger prosteten sich zu, am Boden verknoteten sich ihre Hunde zu einem bunten, sich selbst zerfleischenden Fellwesen. Meinen Großvater sah ich nicht. Vermutlich war er es gewesen, der die Szene filmte.


Eine der Frauen hatte er besonders oft im Visier, sie hatte ein charismatisches Gesicht und Zitronen auf dem Kleid. Und als sie bemerkte, dass sie eben gefilmt und damit für immer auf den kleinen Bildchen des Super8-Streifens gefangen wurde, hielt sie sich eine Hand vor das Gesicht, als ob ihr das Filmen unangenehm wäre. Doch sie verriet sich, indem sie noch schöner lächelte. Die Kamera ging jetzt ganz nahe an die Frau im Zitronenkleid heran, das Bild wackelte, und auch sie sprach etwas, ihre Lippen vertrauten der gläsernen Linse ein Geheimnis an, das ich nur erahnend konnte. Er muss ein Charmeur gewesen sein, mein Großvater. Ich sah kurz zu ihm hinüber und meinte, ein Quäntchen Wehmut in seinem Gesicht zu erkennen. „Wer war diese Frau?“, fragte ich ihn. Mein Opa sagte: „Die Illusion von Vollkommenheit.“


Stunden verschluckten sich, ohne dass ich Notiz davon nahm. Während draußen der Regen wie ein einfallsloser Schlagzeuger auf das Wellblechdach einschlug, gingen mein Großvater, Alf und ich auf eine stumme Zeitreise durch das Deutschland vergangener Tage. Bequeme Touristen waren wir, im Gepäck nichts als heiße Schokolade und Knochen. Der Hund zu meinen Füßen war längst eingeschlafen und obwohl die Wärme und Dunkelheit des Zimmers auch mich ins Traumreich zu rauben versuchten, blieb ich wach und gebannt von den magischen Bildern. Bald spürte ich den Stuhl auf dem ich saß nicht mehr, es existierte nur noch die verschneite Landschaft, die mir die Leinwand zeigte, die leeren Straßen eines kleinen Dorfes, wo Schornsteine um die Wette rauchten. Ein Junge tänzelte vor der Kamera herum, mal fiel er aus dem Bild, dann tauchte er plötzlich wieder auf und schleuderte eine Fontäne Schnee in die Luft. Und als der Junge nach ein paar Minuten näher ins Bild gerückt war, überraschte es mich, dass ich ihn nicht sofort erkannt hatte – der speckige Junge mit Pudelmütze war mein Vater, etwa in dem Alter, in dem ich jetzt war. Seine Gesichtszüge damals waren weicher, das Grinsen verschmitzt, als wollte er im nächsten Moment mit einem Schneeball auf die Kamera feuern. Nur die Augen des Jungen versicherten mir, dass es mein Vater war. Das gleiche paar Augen, das mich zwei Jahrzehnte später würde auf die Welt kommen sehen.


Wieder betrachtete ich das verstaubte Gesicht meines Großvaters von der Seite, suchte eine Regung darin, einen Umbruch der Falten, und fragte mich, was in seinem Leben er wohl am meisten bereute. Als ich ihn kennen lernte, war er ein gutmütiger, etwas kauziger Mann, doch wie war er früher gewesen? Hatte er seine Kinder auch mit in den Wald genommen, ihnen gezeigt, wie man Vogelhäuschen baute und sich auf die Lauer legte, um Rehe zu schießen? War er gerecht gewesen, geduldig, oder ein jähzorniger und selbstsüchtiger Vater? Und wie hatte es sich für ihn angefühlt, seinen Enkel so lange Zeit nicht kennen zu lernen?


Vielleicht wollte er mir mit den alten Filmen zeigen, was für ein Mensch er tatsächlich war. Vielleicht hatte er geglaubt, die Aufnahmen könnten mir all das erzählen, was er in den letzten Jahren nicht konnte. Weil er nicht da gewesen ist. Als würden die Bilder sich wie Puzzelteile zu einem in Gold gegossenen Großvater zusammen setzen, der mir so vertraut und durchschaubar erscheinen würde wie mein Lieblingsstofftier. Als könnten diese Bilder eine zehnjährige Leerstelle ausfüllen.


Fünf Stunden bevor mein Großvater starb, verstopfte ein Büschel Haare den Abfluss der Badewanne seiner Tochter. Es war Freitag Abend, ein zauberhaft klarer Himmel im Frühling. Meine Tante hatte sich den ganzen Tag auf die Zeremonie ihrer Verwandlung vorbereitet. Sie wollte frischen Wind in ihr Leben bringen. Ein Mondkalender hatte ihr zugesteckt, dass dieser von Knospenexplosionen begleitete Maitag dazu geschaffen war, sich von Grund auf zu verändern. Weniger Kuchen, mehr Gemüse. Und noch wichtiger: ein neuer Look. Feminin, erfolgreich, auch etwas lasziv. Im Drogerieladen hatte sie zuerst zu Schwarz gegriffen, was ihr braunes Naturhaar um zwei Farbnuancen verfinstert hätte. Nein, muss sie gedacht haben, das war ihr altes Ich gewesen. Ihre neue, laszivere Seite griff zu Kirschrot.


Ein paar abgestorbene Haarsträhnen schwammen erst fröhlich im Bassin der Badewanne umher, zelebrierten einen Reigen um den lechzenden Gulli, der das Büschel schließlich mit einem feierlichen Rülpsen hinunter würgte – und daran erstickte. Kopfüber hing meine Tante über dem Becken, wusch sich die rot getünchten Haare aus und spürte die Energie eines kommenden Lebenswandels, während der Wasserpegel stieg. Als sie den Hahn abgedreht hatte, sah das Becken aus, als hätte ein Mensch mit geöffneten Pulsadern darin gebadet. Sie fluchte. Wie die Platten zweier Kontinente schoben sich der rechte und linke Lappen ihrer Stirn zu einer gewaltigen Unmutsfalte zusammen. Die kosmische Energie des Mondes war verpufft. Jetzt wohnte nur noch negative Energie, Wut und Selbstmitleid in ihr. Ihr Blick fiel auf die blutige Wanne, den Stapel Herzschmerzromane neben dem Klo, die Quietscheente. „Scheiß Vollmond“, fluchte sie.


Ein Handtuch um den Kopf ging sie zum Telefon. Sie rief ihren Vater an. Dreimal tutete es im vier-sekündigen Akkord, Detonationen kleiner Bomben in einer eisigen Stille. Am Boden entstand eine Pfütze aus rötlichem Wasser, das von ihren nassen Haaren den fülligen Körper nach unten schlich. Das vierte Tuten wurde abgewürgt, die tiefe Stimme meines Großvaters quetschte sich in die Leitung. „Es ist spät, was ist denn passiert?“.
Nichts ist passiert“, log sie. „Hab mich verwählt.“
Du brauchst Hilfe, nicht wahr? Ist dir der Zucker ausgegangen oder die Milch?“ Seine Stimme klang matt, müde, sie hörte ihn husten und sah vor ihrem inneren Auge, wie ihr Vater auf seine Couch fiel und in den stumm geschalteten Fernseher starrte.
Glaubst du, ich rufe dich nur an, wenn ich Probleme habe? Willst du mich etwa schon wieder einen Nutznieser deiner Küchenkünste und schäbigen Unterkunft nennen? Siehst du denn gar nicht, wie ich mich bemühe, Papa? Mich bemühe, damit wir ...“ Es war ein komisches Gefühl, das Wort Papa in den Mund zu nehmen, sie hatte es lange Zeit nicht benutzt. Es schmeckte wie kalt gewordene Pizza, wie gefrorener Pudding, wie – Sie sah ihre beiden Gesichtshälften in den Flügeltüren des Badezimmerspiegels, ihre Augen rollten von links nach rechts, und sie fühlte sich ratlos, wer ihre Wut nun verdient hatte. Sie selbst oder der ganze Weltrest? Machte sie es sich nicht doch zu einfach, die Misere ihrer Laufbahn unentwegt ihrem Vater in die Schuhe zu schieben?
Ich nehme an, du willst sagen, dass ich ein herzloser starrsinniger Sack bin?“, erwiderte mein Großvater. „Aber hatten wir das nicht schon letzte Woche beim Essen?“
Sie fasste sich, zwang sich zu einem Lächeln, das außer ihrem Spiegelbild niemand sehen konnte, und verwand ihre ganze Konzentration darauf, den schrillen Ton ihrer Stimme zu dressieren.
Es tut mir leid, was ich da gesagt habe. Und wenn du willst, mache ich uns morgen Pfannkuchen mit Spinat.“ Sie ließ ihm kurz Zeit, den unerwarteten Rückzug anzunehmen. Dann sagte sie: „Aber ich brauche jetzt deine Hilfe! Die Badewanne ist verstopft, das Wasser fließt nicht ab und ich will jetzt – “
Morgen ist auch noch ein Tag.“
Nein, morgen ist kein Tag mehr!“ Sie zögerte ein Weilchen, dann fügte sie hin zu: „Heute ist Neumond! Und du willst doch immer, dass ich mehr aus mir mache. Du hattest Recht, ich brauche Veränderung … und einen Mann. Und jetzt ist die Zeit endlich da für eine grundlegende Veränderung, für einen neuen Anstrich, verstehst du?“
Er verstand nicht. Er saß nicht, wie sie erwartet hatte, mit einem Kreuzworträtsel vor dem Fernseher, sondern hatte bereits die grüne Jagdweste übergezogen, das Gewehr poliert und Alf in sein gesundes Ohr geflüstert, wie schön und klar die Nacht werden würde. „Es tut mir leid, aber wir sind auf dem Sprung. Alf kann es kaum erwarten, raus zu kommen. Und ich habe das Gefühl, heute Nacht was Großes zu schießen ... Du hast ja Recht, Neumond ist ein gutes Zeichen. Und morgen, da findet sich für uns bestimmt – “
Ich glaub es einfach nicht!“ Ihr Tonfall schüttelte jegliche Unterdrückung ab und sprang wie ein Raubtier gegen die Badezimmerfließen. Ein Echo von Vorwürfen und Flüchen wütete durch das Zimmer und veranlasste das Quietscheentchen dazu, sich kopfüber in den rötlichen Wannensud zu werfen. „Du wirst doch sowieso nichts schießen, kümmere dich besser um das beschissene Abflussrohr in meinem Badezimmer!“, keifte meine Tante, als ihr die Ideen für weitere Vorwürfe ausgegangen waren, und konnte sich gerade noch am Waschbecken festhalten, um nicht auf den nassen Fliesen auszurutschen.


Dann herrschte Stille im ersten und zweiten Stockwerk des Hauses. Mein Großvater und seine Tochter, sie vor der Spiegel, er vor dem Schuhregal im Flur, blieben für wenige Sekunden wie Wachsfiguren stehen, nur Alf gab noch Geräusche von sich, ein ungeduldiges Winseln. Das war der letzte Satz gewesen. Einhundertundacht Buchstaben, sechzehn Wörter, darunter ein Fluchwort, keine Spur von Liebe, Dankbarkeit, Abschied. Jeder geteilte Moment ihrer Geschichte (Geburt, Laufen lernen, Essen lernen, Schreiben lernen, Kindheit, Jugend, erste Liebe, Liebeskummer, Erwachsen werden, fremd werden), jeder Streit, jede Zuwendung, alle Gerichte, die er gekocht, alle Tonkarton-Tierchen, die sie gebastelt hatte, jedes Weihnachts- und Geburtstagsgeschenk, das sie sich irgendwann geschenkt hatten, ein Strudel als Bildern, Düften, Geräuschen, Gefühlen, Berührungen, Geschmäckern, alles mündete schließlich in diese eine Nacht, in diesen letzten Satz.


Natürlich hatte meine Tante nicht geahnt, dass ihr Vater in dieser Nacht zum letzten Mal hinaus in die Abgeschiedenheit fahren würde. Dass er den Jeep am Waldrand abstellen, abschließen und nie wieder öffnen würde. Hätte sie einen Blick in das Horoskop im hinteren Teil der Zeitung geworfen, wäre meine Tante vielleicht über einen bald eintreffenden Todesfall informiert worden und hätte sich von ihrem Vater auf eine andere Weise verabschiedet. Sie hätte „Danke für Alles“ gesagt und ihn ein letztes Mal auf eine Packung Asbach Uralt eingeladen. Den Jäger-Vater, Einzelgänger, alternden Charmeur.


Manche Leute behaupten, mein Großvater sei ein lausiger Jäger gewesen, der selbst humpelnde Wildschweine nicht erwischte. Alle neidisch, schimpfte er. Doch insgeheim wusste mein Großvater, dass seine beste Zeit gewesen und Kanada nur noch Erinnerung war. Die rechte Hand war das Problem, ihr Zittern. Sie zitterte nicht nur, wenn mein Großvater eine Scheibe Brot herunter schnitt, sondern auch auf der Jagd. Wie ein Glühwürmchen flatterte das Fadenkreuz zuletzt durch die Nacht und ließ Rehe und Hasen entkommen. Er muss enttäuscht gewesen sein, als die grüne Wanne im Kofferraum des Jeeps immer seltener das Blut von erlegtem Wild leckte, er im Beisein der Jagdkameraden nicht mehr davon prahlen konnte, was für ein toller Hecht er war. Die Geweihe und ausgestopften Tiere im Jagdzimmer müssen ihm wie verstaubte Pokale einer beendeten Sportlerkarriere vorgekommen sein.


Die Hand wurde geröntgt, die Ärzte nannten es Tremor und sagten meinem Großvater, er müsse dringend das Rauchen sein lassen, am besten auch den Alkoholkonsum. Fahrradfahren und täglich Obst täten ihm gut. Großvaters Motto war jedoch, dass alles gut ist, wie es ist. Und wenn sein Herz nach Zigaretten verlangte, dann waren sie auch gut für sein Herz. Und so versuchte er, das Zittern so gut es ging zu ignorieren, fluchte manchmal still vor sich hin, wenn er etwas verschüttet hatte, und sprach im Kreis der Jäger von einem Fluch, dem er schon noch Herr werden würde.


Doch der Fluch begleitete Großvater mehr als drei Jahre, die grüne Wanne im Kofferraum blieb unbefleckt und Alf hatte beinahe den Duft von geängstigtem Wild vergessen – bis zu jener Nacht im Frühling, als Großvater ein auf der Lichtung stehendes Reh mit nur einem Schuss erlegte. Der Knall ließ ein paar Schleiereulen den Ast wechseln und eine Kröte aus ihrem Schlaf aufschrecken, doch in den Ohren meines Großvaters muss es in diesem Moment das schönste Geräusch der Welt gewesen sein. Und als er mit Riesenschritten auf das tote Tier zuging und Alf vergnügt umher sprang, prallte Großvater plötzlich gegen eine unsichtbare Wand, blieb kurz in der Luft hängen, seine Gliedmaßen spannten sich an, dann fiel er um und war tot. Von weit oben glotzte der Mond einäugig auf die rätselhafte Szenerie: Ein totes Reh, ein toter Jäger und Alf, der unsterbliche Hund.


Ein paar Wanderer fanden ihn bei Sonnenaufgang im Gras liegen. Er wurde von Sanitätern abtransportiert, seine nach Moos und Rasierwasser riechende Weste am Leib, und hatte borstiges Hundehaar unter den Fingernägeln, weil er seinem Jagdhund noch einmal durch das Fell gestreift hatte, nachdem der Schuss gefallen war. Ich glaube, dass mein Großvater sehr zufrieden mit sich war, als er in dieser Nacht wegen eines dritten Herzinfarktes starb.  



picture by Rhiannon Adam, flickr.com



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TextTrulla
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Mag ich Mag ich nicht

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31.03.2011 - 11:08 Uhr
TextTrulla

so einen Großvater hätt ich auch gern gehabt. meiner ist leider noch von seiner "spinne" gefangen... schön erzählt jedenfalls, hab ich gern gelesen.

KaktusM
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Mag ich Mag ich nicht

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31.03.2011 - 12:13 Uhr
KaktusM

vielen Dank für den Text, super geschrieben! Erdacht oder echt?

octopussy
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Mag ich Mag ich nicht

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31.03.2011 - 16:16 Uhr
octopussy

ein schöner Tod für ihn. Den er vielleicht nicht so erlebt hätte, hätte er auf die Ärzte gehört.

butcher_boy
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Mag ich Mag ich nicht

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31.03.2011 - 20:13 Uhr
butcher_boy

Danke! Bei der Länge des Textes hätte ich nicht gedacht, dass ihn überhaupt jemand liest. Der Inhalt ist zum größten Teil wahr. Im Erfinden von Geschichten bin ich leider nicht so gut, deswegen müssen manchmal familiäre/biographische Sachen herhalten. Nochmal: Danke fürs Lesen.

Raschka
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Mag ich Mag ich nicht

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02.04.2011 - 20:21 Uhr
Raschka

Eine gute und traurige Geschichte, um so mehr, weil sie wahr ist. Gefällt mir sehr gut.


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