08.03.2011 - 16:40 Uhr

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WUT

Text: komber

Ich habe eine Wut im Bauch und darf sie nicht rauslassen.
Danke für deinen Job, den ich nun habe weil du mir meinen, den anderen, deinen neuen, weggenommen hast. Und meinen nun, den hast du gar nicht wollen, ihn trotzdem in deiner Panik an dich gerissen, ihn besetzt und deine Liebe war was anderes. Deine Paniken kann ich nicht mehr ertragen. Diese zerstörerischen Züge, die mich schlecht fühlen lassen, weil ich noch ein anderes Leben führe. Nenne meines spießig, nenn es eng, nenn es abhängig, aber nenn es bitte auch glücklich.
Ich habe meinen Platz gefunden, ein Stück weit zumindest, aber du, du irrst und panikst und nervst nur noch.
Einmal möchte ich besser sein als du, aber dann erfahre ich, wir sehen uns zur Preisverleihung. Einmal möchte ich beweisen, dass mein Weg auch funktioniert, aber wem will ich das beweisen? Mir selbst weil ich manchmal ein stückweit wie du sein will? Oder weil ich es hasse, dass man mit dieser gespielten Unschuld, mit dieser scheinbaren Unsicherheit, diesem Bravohaschen und dem 24Stundenstress Erfolg hat?
Ich bin wütend. Aber ich bin gut! Ich bin glücklich und ich habe so oder so meinen Job. Dich und die scheinheilige Freundschaft schick ich zum Teufel. Für mein Leben hab ich lang genug gekämpft, mein Erfolg war auch tränenbegossen und meine Ideen sind auch nicht nur Träume.
Ich habe den Kampf gewonnen- aber den Kampf in mir muss ich vergessen.


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