"The Chronicles of Rickroll" - der Film zum Meme
Was passiert, wenn man sechs Internet-Berühmtheiten in einen Spielfilm steckt? Andrew Fischer will mit einer "epischen Komödie" mindestens als das alte Hollywood-System revolutionieren.

Im Meme findet der eh schon reichlich verklausulierte Internet-Humor seinen Nerd-Höhepunkt. Zu dessen Ehren gibt es unter anderem Meme-Festivals, Meme-Wikis, und ganze Meme-Sammlungen. Da war es im Grunde nur noch eine Frage der Zeit, bis ein geschäftstüchtiger Mensch mit Internet-Zugang auf die Idee kam, aus einigen der erfolgreichsten Internet-Memes der letzten Zeit einen Spielfilm zu basteln, immer darauf vertrauend, dass sich die Millionen Youtube-Klicks der einzelnen Stars multiplizieren und an der Kinokasse abholen lassen können.
Der 26-jährige Produzent Andrew Fischer hat für den geplanten Spielfilm „The Chronicles of Rick Roll“ ein paar der bekanntesten Internet-Celebrities verpflichtet, in seinem Spielfilmdebüt als Darsteller aufzutreten. Bislang ist von dem Film im Trailer noch nicht viel zu sehen, außer einer Kampfszene, in der unter anderem Antoine Dodson und der Double Rainbow-Man Bear Vasquez in Verkleidung zu sehen sind. Fischer ist zuversichtlich, dass sein Plan, die Internet-Berühmtheiten in einem neuen Zusammenhang auf eine weitere Bekanntheits-Stufe zu hieven: „Wir wollen die Bekanntheit, die diese Leute außerhalb der Film-Industrie Hollywoods haben, nutzen, um etwas zu produzieren, was möglicherweise das Castingsystem Hollywoods für immer ändert.“ Wovon genau die "epische Komödie" handeln soll, das lässt Fischer momentan auf einer Facebook-Fanseite entscheiden.
Es wäre ihm ja fast zu wünschen, doch diese Idee wird sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als Rohrkrepierer entpuppen: So ein Internet-Meme ist ein zeitlich stark begrenztes Phänomen. Was gerade eben noch eine kleine, aber hochaktive Netzgemeinde amüsierte, wird spätestens dann fad, wenn das Thema von den Mainstream-Medien aufgegriffen und zu Tode geritten wird. Und so richtig unangenehm wird es, sobald die meist unabsichtlichen Helden solcher Memes ihre plötzlich gewonnene Bekanntheit nutzen, um sich als Medien-Figuren zu etablieren. Da hilft dann auch kein Crowdsourcing nach Film-Ideen mehr.
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Und dass dieses Wort zu deutsch nicht "Meme", sondern "Mem" heißt und wissenschaftstheoretischen Ursprungs ist, tja das...
das hätte man zumindest mal zwischendurch recherchieren können
*klugscheißmodus aus
http://tinyurl.com/4vvsh23








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28.02.2011 - 20:51 Uhr
natural_born_chiller