Wortschatztruhe: Das Stay-At-Home-Girlfriend
Die Rezession hat einen ganz neuen Typ Frau hervorgebracht: Die unfreiwillige Hausfrau im Hipstergewand. Eine Bloggerin hat nun eine Handlungsanweisung für diese Zielgruppe verfasst.
Die Rezession hat uns viele Dinge beschert: Kleinlaute Banker, den rasanten Aufstieg sozialer Prokrastinations-Netzwerke, und die erstaunliche Renaissance von Großmutter-Beschäftigungen, wie Obst einmachen und Socken stopfen.
Und offensichtlich greift die Rezession auch ganz massiv ins Privatleben der Betroffenen ein – zumindest in den USA, wo die Wirtschaft schon seit Beginn der Krise 2008 nicht mehr richtig auf die Beine kommen mag. So hat die Bloggerin Quiana Stokes das neuartige Phänomen des rezessionsbedingten Stay-at-home-Girlfriend (SAHGF) beschrieben.
Das SAHGF ist Mitte Zwanzig, lebt in einem angesagten Stadtviertel mit seinem Freund zusammen und wurde aufgrund der Rezession aus einem mindestens prestigeträchtigen, allerdings nicht besonders gut bezahlten Job entlassen. Und weil die Rezession weiter wütet, sind alle Versuche, einen neuen Job zu bekommen, einigermaßen vergeblich, weshalb sich das SAHGF plötzlich in einer Rolle wieder findet, von deren Existenz es eigentlich nur noch aus alten Familien-Sagen oder Fernsehserien wie „Mad Men“ wusste: Der Hausfrau.
Und was tut nun so eine junge Dame mit viel Tagesfreizeit und wenig Kapital in seinem Hipsterviertel Silverlake oder Brooklyn? Quiana Stokes hat eine Liste von Überlebenstipps für ihresgleichen erstellt, die dabei helfen soll, den häuslichen Frieden auch in Krisenzeiten so lange wie möglich aufrechtzuerhalten. Dazu gehören so interessante Tipps, wie:
- Stehe morgens mit deinem Freund auf und mach ihm ein Frühstück, nicht dass er denkt, du würdest bis Mittags pennen.
- Gib ihm abends ein Glas Wein oder Whiskey in die Hand, damit ihm die Wartezeit nicht zu lange wird, während du das Abendessen bereitest oder auf den Pizza-Service wartest.
- Da man als Arbeitslose nur ein beschränktes Budget zur Verfügung hat, recherchiert das fleißige SAHGF billige Alternativen zu Friseur-, Kosmetiker- und Waxing-Terminen.
- Und natürlich ist so ein SAHGF quasi moralisch verpflichtet, sich den erotischen Begehren des arbeitenden Freundes freudig hinzugeben.
- Und um all diese Strapazen bei geistiger Gesundheit überstehen zu können, empfielt Stokes ihren Leidensgenossinnen, einmal täglich das Haus zu verlassen – und sich beim preiswerten Lunch mit Freundinnen einen leichten Rausch anzutrinken.
- Aufforderung zum Liegenbleiben 21.05.2012
- Klamotten für das Kleinkaliber 04.05.2012
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(Also zumindest HOFFE ich das.)
Bei Übersetzungen(auch bei denen welche keine word-to-word sind) sollte man darauf achten nicht seine eigene Meinung reinzudrücken.
Und laut OT scheint sie keine Frau zu sein die 12 mal im Monat Migräne hat,sondern Spaß dran hat.Die Formulierung "to keep my man happy"ist da vielleicht nicht so vorteilhaft gewählt,aber es ist scher ncht mit dem Deutschem "Um meinen Mann bei Laune zu halten" zu vergleichen,da sowas in den USA nicht feministisch als "aha,sie ist also seine Sexsklavin " interpretiert wird.
Und dass die Verfasserin im OT sagt,dass sie weiss,dass viele Leute denken werden sie sei einer Gehirnwäsche unterzogen worden,ist ihr klar.Sie versendet ja immer noch ihre Bewerbungen (anscheinend nicht wenige) ,hat vor ihre Karriere wieder afzunehmen sobald sie einen neuen Job angeboten bekommt,sieht aber kein problem damit die Wohnung in Schuss zu halten,zu kochen (was sie sowieso gerne macht,auch schon als sie noch arbeitete) .
Ob der Text eigentlich von nem Mann ist,oder nicht,ist egal denn:Wenn man sich mal durch so komische "99 Dinge die sie über Männer wissen müssen" und so einen Schmarrn blättert,ist der Ton ähnlich,wenn nicht sogar noch bekloppter.
Ich hoffe nur (wenn real) dass dieses SAHGF noch eigene Interessen hat...oder ihr Freund hat nen mutti-Komplex.
... im Hipstergewand
boah, dieser hipsterscheiß geht auf die nerven, auf jetzt.de vergeht mittlerweile kaum ein tag ohne hipster-bashing oder zumindest hipster-erwaehnungen.
nur weil man in brooklyn lebt ist man also gleich hipster, aha. und nur weil man hipster ist, ist man gleich doof und in diese und jene schublade einzuordnen, aha.
zur liste: in welchem jahrhundert leben wir denn?
und: wenn ich kein geld hat, dann geh ich wenn´s hochkommt zum friseur, aber ich geh bestimmt nicht zur kosmetikerin oder zum waxing. und ich treffe mich auch nicht mit freunden zum MITTAGESSEN (ja, es gibt auch ein deutsches wort für "lunch") irgendwo, auch wenn es da günstig ist, sondern treffe mich irgendwo anders.
(p.s. kennt ihr loriot im flugzeug? "... wir bekommen ein lönsch!")
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23.02.2011 - 18:32 Uhr
ach_ja