Abenteuer Leben: Speedminton
Ich finde Spongebob gut. Nicht für meine potentiellen Kinder, nein nein, denen würde ich sowas geistesgestörtes niemals antun. Ich finde seine Einstellung gut. Spongebobs Kampfschrei ist: ICH BIN BEREIT!Ich bin auch bereit. Und zwar für alle möglichen, neuen Dinge; besonders Trendsportarten. Als ich bei der Gartenschau Neu-Ulm Gebietsleiter für den Sport Bereich war durfte ich alle möglichen, abgefahrenen Dinger ausprobieren. Siebenmeilenstiefel und Segway zum Beispiel. Da kam ich auch das erste mal mit Speedminton in Kontakt. Ich hatte aber nie wirklich die Chance, es wirklich auszuprobieren und um ehrlich zu sein hat es mich in diesem Moment auch nicht interessiert. Ich hatte mich in Segway verliebt und damit hatte diese 2 rädrige Wundermaschine meine gesamte Aufmerksamkeit.
In einem meiner Streifzüge durch die Sportgeschäfte meines schönen Städtchens fiel mir dann plötzlich ein Schriftzug auf. Speedminton. Ich dachte: Man spielt es mit Schlägern und das Wort "Speed" ist sowieso immer gut und verspricht heiße Action. Also habe ich ohne zu zögern zum Set gegriffen: 2 Schläger mit einigen Federbällen und Knicklichtern.
Speedminton ist eigentlich wie Badminton. Die Schläger sind geformt wie beim Squash und die Federbälle sind kleiner, dafür im Kopf aber schwerer. Deshalb auch "Speed", denn der schwere Kopf sorgt für nötige Geschwindigkeit und jede Menge Schweißperlen auf der Stirn.
Ich brauche nicht lange um Freiwillige zu finden, die das mit mir spielen. Verrückte kenn ich genug. In dem Fall ist es der Robin.
Wie gesagt ist die Spieldistanz hier größer und deshalb entscheiden wir uns für einen Tennisplatz als Spielfeld.
Nach ein paar vorsichtigen Angaben und weil wir nicht ganz unbegabt sind haben wir den Dreh schnell raus. Eins fällt schon jetzt auf: man muss rennen; und zwar jede Menge. Durch die Breite des Spielfelds kann man seinen Gegner nach allen Regeln der Kunst hin- und herscheuchen. Das versuchen wir jeweils beim anderen und schon bald bilden sich die ersten nassen Flecken auf unseren T-Shirts. Manchmal serviert der Robin Angaben, die man unmöglich kriegen kann. Das macht mich wütend und ich probiere seinen Körper mit ein paar Vorhandschlägen zu treffen. Ohne Erfolg. Leider.
Ich weiß aber, dass seine Rückhand nicht die beste ist und deshalb mag ich sie ganz besonders.
So ballern wir uns den Federball eine Stunde lang um die Ohren und es ist richtig, richtig geil. Klar spielen wir nach Bauernregeln auf einem Tennisplatz. Wen interessierts? Bei Trendsportarten steht doch sowieso der Spaß im Vordergrund. Und den hat man mit Speedminton.
Man kann mit seiner Freundin speeden (Männer, haltet euch wenigstens ein bisschen zurück!) oder mit seinen Kumpels (Da könnt ihr dann richtig Dampf ablassen - wer schmerzhafte Körper- oder Kopftreffer landet bekommt 2 Punkte); man kann es drinnen und draußen auf der Wiese zocken, am See oder im Garten. Außerdem habt ihr durch den pfeifenden Ton des Federballs die Aufmerksamkeit der Menschen um euch herum in der Tasche.
Speedminton ist vor allem eins: geil. Probiert es aus, lassts krachen und teilt eure Gedanken mit mir. Aber bitte nur die, die mit Speedminton zu tun haben.

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09.03.2011 - 21:49 Uhr
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