08.02.2011 - 08:00 Uhr

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Kunststopfer: Kümmerst du dich um deine Sachen?

Text: christina-waechter - Bild: siebensachen / photocase.com

Der Ticker widmet sich einer sehr altmodischen und vom Aussterben bedrohten Kulturtechnik: dem Reparieren und Instandhalten von Kleidern. Bist du ein Stopfer oder ein Wegschmeißer?

Das vergangene Wochenende habe ich damit verbracht, in der Wohnung all die Klamotten zusammenzusammeln, die aufgrund von Verschleißerscheinungen nicht mehr tragbar waren. Darunter waren drei Wollpullover mit Ellenbogen-Löchern, eine Mottenbefallener Strickjacke, zwei Jeans mit Löchern in  den Hosentaschen und an den Knien und zwei Paar selbstgestrickte Socken mit hohlen Sohlen. Die Reparaturarbeiten haben zwei Spielfilmlängen und vier Langspielplatten lang gedauert und waren nicht unanstrengend.


 Früher, als ich klein und die Erwachsenen groß waren, gab es in fast allen Familien einen Korb, in dem sich Kleidungsstücke befanden, die wegen kleiner und größerer Löcher aus der Rotation genommen worden waren und darauf warteten von der  Dame des Hauses mit einer Nähmaschine, Stopf-Ei, Stopfnadel oder anderem sachdienlichem Gerät wieder auf Vordermann gebracht zu werden. Durch verwandtschaftliche Osmose und eine hartnäckige Handarbeitslehrerin lernte ich, wie man Knöpfe wieder annäht, Löcher stopft und Risse näht.
Mittlerweile komme ich mir allerdings recht altmodisch vor, wenn ich mit sichtlich selbst-reparierten Klamotten in die Öffentlichkeit trete. Andererseits glaube ich, dass reparierte Sachen – egal, ob das Häuser, Kleider, Möbel oder Fahrräder sind – vielleicht nicht schöner sind als neue, aber auf jeden Fall eine neue Qualität bekommen, wenn man ihnen ansieht, dass sich jemand um sie kümmert.

 Weißt du noch, wie man Löcher in Socken oder Pullovern stopft? Hast du das nötige Equipment, um deine Lederschuhe zu putzen? Und weißt du auch, wie oft und warum überhaupt man das tun sollte? Kannst du einen losen Knopf annähen? Und tust du es auch? Oder findest du, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis dieser Reperaturarbeiten angesichts der Klamottenpreise schon lange nicht mehr stimmt? Und es fast nichts altmodischeres gibt, als einen Menschen, der Löcher in Kleidungsstücken noch von Hand stopft?  Kann es sein, dass unsere Generation verlernt hat, wie man sich um seine Sachen kümmert?


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Gelegenheitsente
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Mag ich Mag ich nicht

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08.02.2011 - 08:08 Uhr
Gelegenheitsente

Ein Ticker, geboren aus dem Ticker.


Zu einem Thema, zu dem alco sagen würde:
'Was Großmutter noch wußte'

voiceofregret
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Mag ich Mag ich nicht

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08.02.2011 - 08:09 Uhr
voiceofregret

guten morgen!

hängt ganz vom kleidungstück ab... manche sind es eben wert, nachgefärbt oder gestopft zu werden.

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3

08.02.2011 - 08:11 Uhr
voiceofregret

"tickerkommentare bleiben länger frisch, wen man sie regelmäßig mit daumen begrünt."

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08.02.2011 - 08:13 Uhr
voiceofregret

ich hab übrigens zu beginn "kunst-opfer" gelesen.

graziella_diLemma
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08.02.2011 - 08:34 Uhr
graziella_diLemma

ich halte es da wie paris: jede klamotte nur einmal tragen.. is klar..

la_virtu
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08.02.2011 - 08:42 Uhr
la_virtu

Guten Morgen. Die 2-Euro-im-5er-Pack-Socken sind es nicht wert, gestopft zu werden; andere Sachen schon. Allerdings bin ich nicht so begabt, dass man das nachher nicht sehen würde...

JoergAuch
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08.02.2011 - 08:45 Uhr
JoergAuch

voiceofregret sagte:
ich hab übrigens zu beginn "kunst-opfer" gelesen.

Ich auch. Kein Wunder, das Bild illustriert ja auch eher ein Opfer als einen Stopfer.

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08.02.2011 - 08:49 Uhr
JoergAuch

@Thema: Bei uns wird eigentlich noch alles repariert, was geht und Sinn macht.

MsAufziehvogel
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Mag ich Mag ich nicht

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08.02.2011 - 08:53 Uhr
MsAufziehvogel

ich repariere alles. und kann das auch richtig gut.

morgen! :-)

voiceofregret
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Mag ich Mag ich nicht

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08.02.2011 - 08:55 Uhr
voiceofregret

ich wäre ja gern so richtig handwerklich begabt. dann würde ich alles selber machen.

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