"Wir wollen die Entkriminalisierung"
Noch bis zum 26. Januar gibt es die Möglichkeit, eine Online-Petition zur Entkriminalisierung von Cannabis zu unterzeichnen. Was genau das bedeutet, erklärt Georg Wurth vom Deutschen Hanfverband.
Worum geht es in der Petition?Wir wollen, dass Cannabis zwar nicht legalisiert, aber zumindest die Konsumenten entkriminalisiert werden.
Was genau ist der Unterschied zwischen Legalisierung und Entkriminalisierung?
Bei der Legalisierung geht es um die komplette Freigabe des Marktes: Vom Anbau über den Transport bis hin zum Verkauf. Selbst in den Niederlanden ist Cannabis nicht legal, sondern nur geduldet. Die Regelung dort bezieht sich nur auf den Einzelhandel in den Coffeeshops, nicht aber auf Produktion und Großhandel Die Entkriminalisierung bezieht sich auf die Konsumenten, sie sollen weniger oder gar nicht mehr bestraft werden, wenn sie kleine Mengen zum Eigenverbrauch besitzen.
Wie soll das konkret aussehen?
Die Strafverfolgung soll gemindert werden. Zum Beispiel fordern wir, dass der Begriff „geringe Menge“ für alle Bundesländer vereinheitlicht wird und die Menge auf 30 Gramm heraufgesetzt wird.
30 Gramm – ist das nicht sehr viel?
Ne, das ist nicht besonders viel. Gerade weil es keine legale Versorgung gibt, legen sich die Leute gerne mal einen Vorrat an. Viele kaufen einmal im Jahr ein und da ist die Menge natürlich höher. Natürlich gibt es auch Leute, die einfach sehr viel konsumieren. Aber die brauchen höchstens Hilfe und keine Strafverfolgung. Wir möchten auch, dass der Eigenanbau entkriminalisiert wird. Wenn jemand zwei Hanfpflanzen auf dem Balkon stehen hat, kann man ihm doch keine kriminelle Energie unterstellen! Auch an der Art der Strafverfolgung muss sich etwas ändern. Wir kriegen oft haarsträubende Berichte, von Menschen, die wie Schwerverbrecher behandelt wurden.

Zum Beispiel?
Da wird jemand auf der Straße durchsucht, weil er „nach Kiffer aussieht“. Die Polizei findet ein Gramm Gras. Es folgt eine Hausdurchsuchung, eine ED-Behandlung, Fingerabdrücke werden genommen, Fotos gemacht – die Leute werden wie Schwerverbrecher behandelt. Und das bei mehreren Millionen Cannabis-Konsumenten in Deutschland und zwölf Millionen, die zumindest schon einmal Erfahrungen mit Cannabis gemacht haben!
In der Petition ist auch von einem THC-Grenzwert im Straßenverkehr die Rede. Cannabis-Schnelltests wie beim Alkohol gibt es aber noch nicht, oder?
Nein, wahrscheinlich muss man weiter auf Bluttests zurückgreifen. Aber auch hier geht es um die Entkriminalisierung. Gerade in Bayern verlieren Leute den Führerschein, bloß weil sie irgendwann einmal gekifft haben und noch unwirksame Restmengen im Blut haben.
Es heißt, es könne im Straßenverkehr zu so genannten „Flashbacks“ kommen...
Das ist Blödsinn, dafür gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis. Der Führerscheinentzug ist eher eine Ersatzstrafe, nachdem 1994 beschlossen wurde, kleinere Mengen nicht mehr zu bestrafen. Mir geht es ausdrücklich nicht darum, dass die Leute bekifft fahren dürfen. Aber die jetzige Regelung hat nichts mit Verkehrssicherheit zu tun, sondern ist pure Diskriminierung von Hanffreunden.

Die Petition ist seit Mitte Dezember online. Noch bis zum 26. Januar kann man unterzeichnen. Gibt es einen besonderen Grund, weshalb ihr sie gerade jetzt online gestellt habt?
Letzten Sommer haben wir eine Emnid-Umfrage in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: 54 Prozent der Bundesbürger sind für eine liberalere Regelung. Eigentlich sollte die Petition schon im Oktober online gehen. Aber es gab Probleme, da es in dieser Legislaturperiode schon eine Petition zum Thema Cannabis gab. In der ging es allerdings um Legalisierung, nicht um Entkriminalisierung.
Wann ist die Petition denn erfolgreich? Und wie geht es dann weiter?
Das ist sehr schwammig. Auf Bundesebene gibt es in Deutschland noch immer kaum Instrumente der direkten Demokratie. Was Online-Petitionen betrifft, gibt es das Kriterium „50000 Unterschriften in drei Wochen“ – aber das schafft kaum eine Petition. In erster Linie ist das Verfahren dazu da, Impulse für eine Diskussion zu geben. Wichtig ist für uns, dass sich die Parteien endlich damit auseinandersetzen. Denn bis auf die CDU gibt es in jeder Partei eine Mehrheit für eine liberalere Gesetzgebung.
In Kalifornien ist vor einigen Monaten das Referendum knapp gescheitert...
Wenn das durchgegangen wäre, wäre das eine Revolution gewesen und eine der größten Impulse seit Jahrzehnten. Aber auch so war ein guter Impuls. Und nichtsdestotrotz ist Kalifornien ein Leuchtturm, was die Cannabis-Gesetzgebung angeht: Cannabis als Medizin spielt dort eine Riesenrolle. Kurz vor Ende seiner Amtszeit hat Schwarzenegger zudem ein Gesetz zur Entkriminalisierung unterzeichnet.
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Laut Studien muss eine genetische Veranlagung vorliegen, es führt nur bei einen geringen Teil zu einer Psychose (1%). Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum wir jetzt die restlichen 99% der Konsumenten kriminalisieren müssen?
Außerdem was ändert sich denn am Thema Psychosen überhaupt, wenn wir es bei einem Verbot belassen? Führt legales Gras schneller zu einer Psychose als illegales Gras? Ich denke dass ist nicht der Fall.
Ich komme nun zu den Gründen, warum ich diese Petition unterzeichnet habe.
01 - Die Nachfrage auf dem Schwarzmarkt würde fallen.
Nach einer Entkriminalisierung würde kein Konsument mehr beim Dealer seine Ware kaufen. Die Qualität ist auf dem Schwarzmarkt schlechter, außerdem besteht die Gefahr von Streckmitteln wie Brix, Zucker, Vogelsand, Glas, oder sogar Blei. Der Kurs auf dem Schwarzmarkt beträgt momentan 5€ - 10€ (1g), in Spanien bei einem Cannabis Social Club beträgt der Kurs (1g) 3 € - 4 €.
Es gibt zwei Preise, weil die Menschen die medizinisch auf Cannabis angewiesen sind, einen günstigeren Kurs erhalten sollen. Die Kosten werden ausschließlich von den Mitgliedern finanziert.
Die Kurse wären für den Schwarzmarkt gar nicht mehr tragbar!
Ein Dealer müsste diesen Kurs unterbieten können, warum sonst sollte ich überhaupt auf alle meine Vorteile verzichten und bei ihn meine Ware kaufen?
Ein Dealer müsste für 2 € - 3€ dass Cannabis einkaufen und für unter 3 € - 4 € verkaufen. Eine Gewinnspanne wäre kaum vorhanden, das Risiko würde sich also gar nicht mehr rentieren. Außerdem würde trotzdem keiner beim Dealer kaufen für ein paar Cent ersparnis aufs Gramm gerechnet.
02 - Besserer Jugendschutz durch Aufklärung und geordneter Agbabe.
An Cannabis gelangen Jugendliche Heutzutage schneller, als an Alkohol. In fast jeder Klasse ist ein Dealer oder Konsument, der an einen Dealer vermitteln kann. Wer Heutzutage Cannabis rauchen möchte, der raucht es auch!
Um unsere jüngeren Mitbürger besser zu schützen, müssen wir entkriminalisieren. Die Anzahl an Konsumenten wird nicht steigen, dass erkennt jeder recht deutlich an den Zahlen aus den Niederlande.
Warum sollten denn auch mehr Konsumenten entstehen? Es ist ja danach nicht überall zu erwerben, sondern nur in staatlich kontrollierten Betrieben. Ohne Personalausweis erhällt dort niemand etwas. Ein Betrieb würde niemals seine Lizenz aufs Spiel setzen und an einen jugendlichen verkaufen, ein Dealer hat aber keine Lizenz.
Dem Dealer ist es doch egal an wen er seine Ware verkauft, hauptsache es wird Geld draus und dass so schnell wie möglich. Sowas wie Verantwortungsbewustsein haben die wenigsten Menschen auf dem Schwarzmarkt.
Außerdem kommt erneut die Gefahr der Streckmittel hinzu und die schlechte Qualität der Ware.
Auch der Kontakt zu härteren Drogen wird durch das Verbot erheblich erleichtert. Die Kids sind auf der Suche nach etwas Gras und finden nebenbei beim Dealer auch noch Speed, XTC, Kokain, Crack, Heroin, usw. Ein staatlich kontrollierter Betrieb würde ausschließlich Marihuana verkaufen und keine anderen Substanzen.
Es fehlt in Deutschland auch ganz stark an Aufklärung über dieses Thema. Ich rede hier nicht über die übertriebenen und vollkommen an der Realität vorbeigeführten Beispiele aus dem aktuellen Schulprogrammen. Hier wird Cannabis mit Heroin, Crack und anderen harten Substanzen auf eine Stufe gestellt. Bei Alkohol hingegen wird teilweise stark untertrieben.
Wir brauchen eine realitätsgetreue Aufklärung über diese Substanzen, dass ist der beste Schutz überhaupt. Durch "böse Geschichten" und "Halbwissen" verunsichern wir nur die jungen Leute und verlieren anschließend dass Vertrauen.
03 - Steuern
Durch eine Steuer auf Marihuana, würde Deutschland nach Schätzungen, pro Jahr 2,5 Milliarden Euro erwirtschaften. Dieses Geld landet momentan ausschließlich auf dem Schwarzmarkt
Kriminelle Organisationen verdienen im Jahr mehrere Milliarden Euro durch den Handel mit Cannabis und wir sehen abei zu und unterstützen es sozusagen auch noch.
Jetzt könnten wir anfangen darüber zu diskutieren, ob die Gesundheitskasse dann nicht mehr belastet wäre. Von diesen 2,5 Milliarden also nicht mehr viel übrig bleibt und wir unter Umständen sogar draufzahlen.
Dass ist aber völlig am Thema vorbei, die Gesundheitskassen werden bereits jetzt mit Ausirkungen belastet. Es kifft bereits jeder, der kiffen möchte. Der Unterschied besteht nur darin, dass wir momentan nicht die 2,5 Milliarden einnehmen und trotzdem zahlen.
Hinzu kommt erneut ein höheres gesundheitliches Risiko durch Streckmittel.
04 - Justizkosten werden gesenkt.
Wo wir schonmal beim Geld wären.
Jährlich werden 100.000 Strafanzeigen gegen Cannabis "Konsumenten" gestellt, die anschließend oft fallengelassen werden.
Sowas ist Steuergeldverschwendung und hällt die Justiz nur von der richtigen Arbeit ab, der Verfolgung von Dealern.
05 - Cannabis für medizinische Zwecke.
Cannabis ist keine Wunderpflanze! Es heilt kein Krebs, Aids, oder andere Krankheiten. Es lindert aber die Schmerzen, hilft bei der Muskelentspannung, regt den Appetit an, uvm.
Wer darauf angewiesen ist, kann fast nie die Auflagen erfüllen.
Aus einen Artikel der TAZ entnahm ich folgendes:
"Israe hat 8 Millionen Einwohner und 5.000 Cannabis Patienten.
Deutschland hat 80 Millionen Einwohner und 50 Cannabis Patienten."
Die Relation zueinander ist riesig.
Selbst wer eine Genehmigung erhällt und die Auflagen erfüllen kann, muss auf importiertes Cannabis zurückgreifen. Dass importierte Cannabis würde für eine Behandlung monatlich 850 € - 1000 € betragen. Die Krankenkassen kommen dafür natürlich nicht auf.
Der hohe Preis kommt auch dadurch zustande, dass es importiert werden muss. Außerdem wird dass THC meistens aus Nutzhanf extrahiert, die Methoden sind dabei aufwendiger und es entstehen höhere Kosten. Nutzhanf enthällt 0,3 % THC und normaler Hanf durchschnittlich 15%. Die Substanz aus den Blüten soll außerdem effektiver sein.
06 - Eine neue Industrie entsteht.
Die Lizenzen um mit Nutzhanf ein Unternehmen zu betreiben, sind kaum zu erhalten. Durch eine Entkriminalisierung würden neue Wirtschaftszweige entstehen.
Es entstehen nicht nur neue Firmen, sondern auch viele neue Arbeitsplätze. Hier steckt sehr hohes Potenzial für unsere Wirtschaft.
Aus Hanf lassen sich viele Produkte herstellen, Textilien, Plastik, Ethanol, Papier, Hanfpartikelplatten. Selbst Häuser können mit Hanf gebaut werden, durch eine Mischung aus Kalkzement entsteht ein festeres Material als Zement und es wiegt nur 1/6 davon.
Die Produktpalette ist gewaltig.
07 - Globale Erwärmung und Umweltschutz.
Ich halte Umweltschutz für ein wichtiges Thema, wir sollten versuchen diesen Planeten für unsere Nachkommen aufzubewahren.
Die Baumwollfelder benötigen viele Chemikalien. Hanf braucht kaum Chemikalien, manchmal kommt Hanf komplett ohne Chemiekalien aus.
Durch die Papierherstellung werden jedes Jahr mehrere milliarden Tonnen an Bäume abgeholzt. Bäume benötigen mehrere hundert Jahre um zu wachsen. Außerdem ist Holz generell schlecht geeignet für die Papierproduktion, es kann nur durch Chemie und hoher Energie zu Papier produziert werden.
Hanf ist durch seine Eigenschaften viel besser für die Papierproduktion geeignet. Hanf wächst in 90 - 120 Tagen und kann leichter zu Papier verarbeitet werden als Holz. Außerdem soll die Papierqualität viel besser sein, als bei herkömmlichen Papier.
Wir könnten vielen Bäumen dadurch dass Leben retten.
Alles was aus Holzfasern hergestellt werden kann, kann auch aus Hanf hergestellt werden. Es wäre also auch eine sehr gute Alternative in der Holzproduktion, Massivbau, usw.
08 - Diskriminierung im Straßenverkehr.
Im Straßenverkehr ist mit Drogen nicht zu spaßen. Aus diesem Grund bin ich für harte Strafen, falls Menschen unter Rausch fahren und damit dass Leben dritter gefährden.
Trotzdem benötigen wir einen wissenschaftlichen Grenzwert der belegen kann, ob jemand unter Rausch steht.
Bei Cannabis braucht dass THC länger um im Körper abzubauen, eine berauschende Wirkung ist aber schon lange nicht mehr vorhanden. Der Zustand hällt meistens für 6 - 8 Stunden an und ist spätestens am nächsten Tag komplett verflogen.
Die Abbauprodukte sind aber leider immer noch im Körper und werden bei einer anschließenden Kontrolle festgestellt. Es kann Wochen dauern, bis alles abgebaut wurde, obwohl nicht erneut konsumiert wurde.
Dass gleiche Vorgehen gegen Alkohol wäre eine Kontrolle der Leberwerte. Wenn die Polizei die Leberwerte kontrolliert und anhand dieser Werte entscheidet, ob der Führerschein einbehalten wird oder nicht, dann hätten viele Menschen in Deutschland keine Fahrberechtigung mehr.
Fazit:
Wer genau über dieses Thema nachdenkt und wirklich aktuelle Studien mit einbezieht, wird normalerweise erkennen, dass eine Prohibition absolut nichts bringt und die Probleme nur verstärkt.
Wir haben nun seit Jahrzehnten nichts an der Drogenpolitik geändert, fortschritte gab es aber bisher nicht, was sollte sich also in den nächsten Jahren daran ändern?
Die Alkoholprohibition aus den USA waren doch ein gutes Beispiel, ein neuer Schwarzmarkt entstand, der Alkohol wurde gestreckt, es starben mehr Menschen als vor der Prohibition.
Die Gelder gingen dem Staat verloren und landeten beim organisierten Verbrechen. Der Staat war zudem gezwungen, viel Geld gegen den Alkoholschmuggel zu investieren.
Prohibitionen haben also im Endeffekt nur Nachteile, die Vorteile haben ausschließlich die Kriminellen.
Nord3l sagte:
Ein liberaler Umgang würde der Gesellschaft mehr helfen, als die aktuelle Kriminalisierung der Konsumenten. Das Thema "Psychosen" taucht irgendwie immer häufiger auf, ich kann irgendwie nicht nachvollziehen was daran jetzt gegen die Entkriminalisierung spricht?
Laut Studien muss eine genetische Veranlagung vorliegen, es führt nur bei einen geringen Teil zu einer Psychose (1%). Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum wir jetzt die restlichen 99% der Konsumenten kriminalisieren müssen?
Außerdem was ändert sich denn am Thema Psychosen überhaupt, wenn wir es bei einem Verbot belassen? Führt legales Gras schneller zu einer Psychose als illegales Gras? Ich denke dass ist nicht der Fall.
Ich komme nun zu den Gründen, warum ich diese Petition unterzeichnet habe.
01 - Die Nachfrage auf dem Schwarzmarkt würde fallen.
Nach einer Entkriminalisierung würde kein Konsument mehr beim Dealer seine Ware kaufen. Die Qualität ist auf dem Schwarzmarkt schlechter, außerdem besteht die Gefahr von Streckmitteln wie Brix, Zucker, Vogelsand, Glas, oder sogar Blei. Der Kurs auf dem Schwarzmarkt beträgt momentan 5€ - 10€ (1g), in Spanien bei einem Cannabis Social Club beträgt der Kurs (1g) 3 € - 4 €.
Es gibt zwei Preise, weil die Menschen die medizinisch auf Cannabis angewiesen sind, einen günstigeren Kurs erhalten sollen. Die Kosten werden ausschließlich von den Mitgliedern finanziert.
Die Kurse wären für den Schwarzmarkt gar nicht mehr tragbar!
Ein Dealer müsste diesen Kurs unterbieten können, warum sonst sollte ich überhaupt auf alle meine Vorteile verzichten und bei ihn meine Ware kaufen?
Ein Dealer müsste für 2 € - 3€ dass Cannabis einkaufen und für unter 3 € - 4 € verkaufen. Eine Gewinnspanne wäre kaum vorhanden, das Risiko würde sich also gar nicht mehr rentieren. Außerdem würde trotzdem keiner beim Dealer kaufen für ein paar Cent ersparnis aufs Gramm gerechnet.
02 - Besserer Jugendschutz durch Aufklärung und geordneter Agbabe.
An Cannabis gelangen Jugendliche Heutzutage schneller, als an Alkohol. In fast jeder Klasse ist ein Dealer oder Konsument, der an einen Dealer vermitteln kann. Wer Heutzutage Cannabis rauchen möchte, der raucht es auch!
Um unsere jüngeren Mitbürger besser zu schützen, müssen wir entkriminalisieren. Die Anzahl an Konsumenten wird nicht steigen, dass erkennt jeder recht deutlich an den Zahlen aus den Niederlande.
Warum sollten denn auch mehr Konsumenten entstehen? Es ist ja danach nicht überall zu erwerben, sondern nur in staatlich kontrollierten Betrieben. Ohne Personalausweis erhällt dort niemand etwas. Ein Betrieb würde niemals seine Lizenz aufs Spiel setzen und an einen jugendlichen verkaufen, ein Dealer hat aber keine Lizenz.
Dem Dealer ist es doch egal an wen er seine Ware verkauft, hauptsache es wird Geld draus und dass so schnell wie möglich. Sowas wie Verantwortungsbewustsein haben die wenigsten Menschen auf dem Schwarzmarkt.
Außerdem kommt erneut die Gefahr der Streckmittel hinzu und die schlechte Qualität der Ware.
Auch der Kontakt zu härteren Drogen wird durch das Verbot erheblich erleichtert. Die Kids sind auf der Suche nach etwas Gras und finden nebenbei beim Dealer auch noch Speed, XTC, Kokain, Crack, Heroin, usw. Ein staatlich kontrollierter Betrieb würde ausschließlich Marihuana verkaufen und keine anderen Substanzen.
Es fehlt in Deutschland auch ganz stark an Aufklärung über dieses Thema. Ich rede hier nicht über die übertriebenen und vollkommen an der Realität vorbeigeführten Beispiele aus dem aktuellen Schulprogrammen. Hier wird Cannabis mit Heroin, Crack und anderen harten Substanzen auf eine Stufe gestellt. Bei Alkohol hingegen wird teilweise stark untertrieben.
Wir brauchen eine realitätsgetreue Aufklärung über diese Substanzen, dass ist der beste Schutz überhaupt. Durch "böse Geschichten" und "Halbwissen" verunsichern wir nur die jungen Leute und verlieren anschließend dass Vertrauen.
03 - Steuern
Durch eine Steuer auf Marihuana, würde Deutschland nach Schätzungen, pro Jahr 2,5 Milliarden Euro erwirtschaften. Dieses Geld landet momentan ausschließlich auf dem Schwarzmarkt
Kriminelle Organisationen verdienen im Jahr mehrere Milliarden Euro durch den Handel mit Cannabis und wir sehen abei zu und unterstützen es sozusagen auch noch.
Jetzt könnten wir anfangen darüber zu diskutieren, ob die Gesundheitskasse dann nicht mehr belastet wäre. Von diesen 2,5 Milliarden also nicht mehr viel übrig bleibt und wir unter Umständen sogar draufzahlen.
Dass ist aber völlig am Thema vorbei, die Gesundheitskassen werden bereits jetzt mit Ausirkungen belastet. Es kifft bereits jeder, der kiffen möchte. Der Unterschied besteht nur darin, dass wir momentan nicht die 2,5 Milliarden einnehmen und trotzdem zahlen.
Hinzu kommt erneut ein höheres gesundheitliches Risiko durch Streckmittel.
04 - Justizkosten werden gesenkt.
Wo wir schonmal beim Geld wären.
Jährlich werden 100.000 Strafanzeigen gegen Cannabis "Konsumenten" gestellt, die anschließend oft fallengelassen werden.
Sowas ist Steuergeldverschwendung und hällt die Justiz nur von der richtigen Arbeit ab, der Verfolgung von Dealern.
05 - Cannabis für medizinische Zwecke.
Cannabis ist keine Wunderpflanze! Es heilt kein Krebs, Aids, oder andere Krankheiten. Es lindert aber die Schmerzen, hilft bei der Muskelentspannung, regt den Appetit an, uvm.
Wer darauf angewiesen ist, kann fast nie die Auflagen erfüllen.
Aus einen Artikel der TAZ entnahm ich folgendes:
"Israe hat 8 Millionen Einwohner und 5.000 Cannabis Patienten.
Deutschland hat 80 Millionen Einwohner und 50 Cannabis Patienten."
Die Relation zueinander ist riesig.
Selbst wer eine Genehmigung erhällt und die Auflagen erfüllen kann, muss auf importiertes Cannabis zurückgreifen. Dass importierte Cannabis würde für eine Behandlung monatlich 850 € - 1000 € betragen. Die Krankenkassen kommen dafür natürlich nicht auf.
Der hohe Preis kommt auch dadurch zustande, dass es importiert werden muss. Außerdem wird dass THC meistens aus Nutzhanf extrahiert, die Methoden sind dabei aufwendiger und es entstehen höhere Kosten. Nutzhanf enthällt 0,3 % THC und normaler Hanf durchschnittlich 15%. Die Substanz aus den Blüten soll außerdem effektiver sein.
06 - Eine neue Industrie entsteht.
Die Lizenzen um mit Nutzhanf ein Unternehmen zu betreiben, sind kaum zu erhalten. Durch eine Entkriminalisierung würden neue Wirtschaftszweige entstehen.
Es entstehen nicht nur neue Firmen, sondern auch viele neue Arbeitsplätze. Hier steckt sehr hohes Potenzial für unsere Wirtschaft.
Aus Hanf lassen sich viele Produkte herstellen, Textilien, Plastik, Ethanol, Papier, Hanfpartikelplatten. Selbst Häuser können mit Hanf gebaut werden, durch eine Mischung aus Kalkzement entsteht ein festeres Material als Zement und es wiegt nur 1/6 davon.
Die Produktpalette ist gewaltig.
07 - Globale Erwärmung und Umweltschutz.
Ich halte Umweltschutz für ein wichtiges Thema, wir sollten versuchen diesen Planeten für unsere Nachkommen aufzubewahren.
Die Baumwollfelder benötigen viele Chemikalien. Hanf braucht kaum Chemikalien, manchmal kommt Hanf komplett ohne Chemiekalien aus.
Durch die Papierherstellung werden jedes Jahr mehrere milliarden Tonnen an Bäume abgeholzt. Bäume benötigen mehrere hundert Jahre um zu wachsen. Außerdem ist Holz generell schlecht geeignet für die Papierproduktion, es kann nur durch Chemie und hoher Energie zu Papier produziert werden.
Hanf ist durch seine Eigenschaften viel besser für die Papierproduktion geeignet. Hanf wächst in 90 - 120 Tagen und kann leichter zu Papier verarbeitet werden als Holz. Außerdem soll die Papierqualität viel besser sein, als bei herkömmlichen Papier.
Wir könnten vielen Bäumen dadurch dass Leben retten.
Alles was aus Holzfasern hergestellt werden kann, kann auch aus Hanf hergestellt werden. Es wäre also auch eine sehr gute Alternative in der Holzproduktion, Massivbau, usw.
08 - Diskriminierung im Straßenverkehr.
Im Straßenverkehr ist mit Drogen nicht zu spaßen. Aus diesem Grund bin ich für harte Strafen, falls Menschen unter Rausch fahren und damit dass Leben dritter gefährden.
Trotzdem benötigen wir einen wissenschaftlichen Grenzwert der belegen kann, ob jemand unter Rausch steht.
Bei Cannabis braucht dass THC länger um im Körper abzubauen, eine berauschende Wirkung ist aber schon lange nicht mehr vorhanden. Der Zustand hällt meistens für 6 - 8 Stunden an und ist spätestens am nächsten Tag komplett verflogen.
Die Abbauprodukte sind aber leider immer noch im Körper und werden bei einer anschließenden Kontrolle festgestellt. Es kann Wochen dauern, bis alles abgebaut wurde, obwohl nicht erneut konsumiert wurde.
Dass gleiche Vorgehen gegen Alkohol wäre eine Kontrolle der Leberwerte. Wenn die Polizei die Leberwerte kontrolliert und anhand dieser Werte entscheidet, ob der Führerschein einbehalten wird oder nicht, dann hätten viele Menschen in Deutschland keine Fahrberechtigung mehr.
Fazit:
Wer genau über dieses Thema nachdenkt und wirklich aktuelle Studien mit einbezieht, wird normalerweise erkennen, dass eine Prohibition absolut nichts bringt und die Probleme nur verstärkt.
Wir haben nun seit Jahrzehnten nichts an der Drogenpolitik geändert, fortschritte gab es aber bisher nicht, was sollte sich also in den nächsten Jahren daran ändern?
Die Alkoholprohibition aus den USA waren doch ein gutes Beispiel, ein neuer Schwarzmarkt entstand, der Alkohol wurde gestreckt, es starben mehr Menschen als vor der Prohibition.
Die Gelder gingen dem Staat verloren und landeten beim organisierten Verbrechen. Der Staat war zudem gezwungen, viel Geld gegen den Alkoholschmuggel zu investieren.
Prohibitionen haben also im Endeffekt nur Nachteile, die Vorteile haben ausschließlich die Kriminellen.
Bei dem Cart00n hat es aber ganz schön gebunden, nicht?
Während im Staa(R)t nur Puppen erlaubt waren, und die Hobbytüftler leider nur zu Catonze Opening was auf die Reihen bekamen, wurden die Operette so richtig angehimmelt. Und sind auch alle schön blohndlockig geblieben und die torten geklohnt...
22.01.2011 - 00:28 Uhr
looqpool
der Naturspielzeug(R???)echte hat mich als winzling ohne zu wollen gekratzt... war doch kein Suppenwurz...
22.01.2011 - 00:28 Uhr
looqpool
der Naturspielzeug(R???)echte hat mich als winzling ohne zu wollen gekratzt... war doch kein Suppenwurz...
22.01.2011 - 00:28 Uhr
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20.01.2011 - 16:07 Uhr
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