18.12.2010 - 12:40 Uhr

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Straßenkunst in Kopenhagen

Text: autopoesie

Wohl nicht ganz zu Unrecht gelten die skandinavischen Hauptstädter als progressiver, liberaler und zugleich individualisierter als die Bewohner ihrer kontinetaleuropäischen Nachbarstaaten. Das zeigt sich nicht nur im Alltag, wo in aller Regel ein betont nachhaltiger und sozial-kompetenter "Life-Style" dominiert, sondern auch im kreativen Umgang mit mehr oder weniger ernst gemeinter Formen von Gesellschaftskritik. Straßenkunst kann als eine dieser Formen angesehen werden, mit der sich (Jugend-)Gruppen direkt und indirekt mit gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten auseinandersetzen, wo immer sich Ihnen eine leere Fläche bietet. Zugleich vermischt sich dieser öffentliche Raum mit Botschaften kommerzieller und anders interessensgeleiteter Gruppierungen, wodurch die Abgrenzung von Kunst, Design und Kommerz zunehmend unklarer wird.

Nicht erst seit "Banksy" wird Straßenküstlern und -künstlerinnen ein hoher Grad an medialer Aufmerksamkeit zuteil, der teils von der etablierten Kunstszene als bedrohlich wahrgenommen, sich teils aber auch in eine lange Tradition von "Happenings" einreiht und daher keine große Besonderheit darstellen sollte. Hier sei unter anderem auf die Dada-Bewegung, Züge des Expressionismus sowie auf die Pop-Art-Strömungen der 60ewr und 70er Jahre verwiesen, auf die das Kunstpublikum zunächst entrüstet, im Laufe der Zeit jedoch zunehmend interessiert reagierte.



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