Konsumkolumne: Snackwaren für vor dem Fernseher
Text: peter-wagner - und Christina Waechter; Fotos: Autoren
Unser Esstest ist unparteiisch und fies. Heute geht's um knusprig-salzige Sachen. Alte Folgen dieser Reihe gibt's im Label Konsumkolumne.
Name
Bertolli – Pepite – Italian Cheese & Red Onion Flavour
Preis
1,99
So schmeckt's
Cooles Rezept: 99 Prozent Mehl plus 0,5 Prozent „Puderwuder“ (eine eben von den Autoren erfundene thüringische Form von nicht zu süßem Puderzucker) plus 0,5 Prozent Pizzaabkratze (Abgeschabtes von gebackenen Pizzateig-Rändern)
So klingt's
Frunkfrunkfrunk
Das war der ursprüngliche Plan
Ist ja wohl völlig klar: Paolo Giovanni Trappatoni (weder verwandt noch verschwägert) waren diese langen italienischen Aperitifknusperstangen für „Wenn der Koch mal wieder länger braucht“ schon geraume Zeit ein „Dorn“ im Auge gewesen. PGT, wie er spaßeshalber genannt wurde, trachtete, diesem „unhaltbaren“ Zustand ein Ende zu bereiten. Eines Abends kam ihm die „rettende“ Idee: „Es war wie im Fußball. Man muss das große Ganze in seine Einzelteile zerlegen, man muss im Kleinen das Große sehen, man muss es runterbrechen, man muss neben der linken auch die rechte Backe hinhalten, auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt.“ Da hatte Paolo seinen Coelho ganz recht gelesen. Aber soviel Weltengeist bekam dem einfachen Abruzzaner nicht. Das Ergebnis dieser Weiterbildung besteht aus 99 Prozent Mehl plus vielen weiteren Zutaten.
So lebt der Erfinder privat
In einer Steinkemenate am Rande eines momentan nicht aktiven Vulkans in der Sächsischen Schweiz.
Der Film zum Snack
Der Bulle von Tölz
Der Mitgucker zum Film zum Snack
Der langjährige, käsemaukige Lebensabschnittsgefährte, dessen routinierter Pantoffelgeruch bisweilen in die Nähe der „Pepite“ gerät, die deshalb etwas „ungemein“ Tröstliches an sich haben. Heimat ist: wo deine Käsemauken parken.