Time has changed. Als Mutter das geliebte Mattel Spielzeug in die Ukraine schickte. One for the lovers. And one for the haters. Rewind.
Neulich fuhr ich das Rheintal. Kurz hinter Mainz türmten sich die Felsen auf. Noch eben war der Himmel blau. Die Sonne stand hoch. Kaum im Tal, verdunkelt sich der Himmel. Das Wasser schiebt sich durch das Tal. Boppard seems like a little Horror. Der Wein verliert die ersten Blätter. Ich liebe diese . . .Notiz: Oh, es klingelt jetzt das Telefon
Rumms, da war sie weg. Die Bahnbrechende Idee. Endlich nach Wochen eine Idee, ein Ansatz, ein Gefühl. Schnell zerstört durch das klingeln eines Telefons. Ring, ring. Wie war es noch gerade? Ich hörte ein Lied und mein Körper durch fuhr ein Zittern. Dann hatte ich diese Idee. Es ging um Weinberge im Herbst, dass mich Großstädte mit offenen Drogenszenen doch irgendwie ankotzen, das sich die Zeit gedreht hat, ja und es ging um achtziger Jahre Spielzeug. Things we have forgotten. Time has changed.
Notiz: Los, den Hatern da draußen noch ein paar Anglizismen und schwangere aber bedeutungslose selfmade Metaphern im Rolltreppenstyle reindrücken
Und dann ging es irgendwann um Sandkastenfreunde. Ich weiß nicht wie und wann es kam. Aber es war einer dieser Gedanken. Manche Menschen haben ja die dicksten und dollsten Sandkastenfreunde. Marina oder Stefan. Silvie oder Charlotte. Und immer wieder treffen sie sich. Bis heute schreiben sie sich Postkarten von Gran Canaria und waren nach dem Abitur zusammen drei Monate auf Roadtrip durch die USA. Am Ende wird der eine Taufpate des ersten Kindes und zwischen drin ist noch einer Trauzeuge gewesen. Freundschaft ein Leben lang. Ich kenne so etwas nicht wirklich. Aber, ich bin nicht alleine. Ist mir heute gesagt worden.
I tend to bother onces who stole my life away.
Somit kam ich zur These, dass ich aufgrund der Tatsache, dass ich keine Charlotte, Marina oder einen Stefan habe, sei ich ja wohl dann doch sozial behindert. Aber nein, versicherte man mir. Die eine haben es. Die anderen nicht. Das Talent zur Everlasting Sandkastenfreundschaft.
Notiz: Achtung, voll die Vorlage für die Hater. Jetzt schon mal Erdnüsse parat stellen und warten bis der erste Hater zehn Minuten seines Lebens opfert, um sich einen Account einzurichten, um zu stänkern, dass sich jede Omi schämt
Leider wurde es dann alles sehr schnell sehr traurig. Nicht wegen der Sandkastenfreunde die man nicht hat. Sondern weil Menschen die man schätzt, sich unerwartet aus dem Leben nehmen. Sie gehen, hinterlassen Briefe und rufen am Tag vor dem letzten Tag an. Dann nehmen sie sich aus dem Leben. Und sie lassen uns verwirrt am Ende des Nichts jonglieren. Sie reißen einen mit ohne Lärm hinaus in die Leere. Weil man nicht begreifen kann, nicht will. Weil es so schwer ist. Zu verlieren. Am Ende übrig zu sein. Nichts tun zu können. Getan zu haben. Man weiß es einfach nicht. Another Fail? Man fragt sich viel und antwortet sich nicht. Keine Antwort kann die Leere am Rande des Nichts am Ende eines Tages füllen, wenn sich jemand aus dem Leben nimmt.
Harte Wendung. Von Sandkastenfreundschaften hinüber zu verlorenen Menschen, gebrochenen Herzen. Verlorenen Freunden. Falschen Freunden. Richtig oder Falsch. Links oder rechts. Rauf oder runter. Hop oder Top. It feels like hypnotized. It's feeling inside.
Notiz: Los, noch mehr Anglizismen, damit die Hater einen Ruhepuls von 200 bekommen
Gerne würde ich mal wieder etwas total lustiges Schreiben. Fernab von Wassermassen die sich durch Nebelverhangene Täler wälzen. Weit weg vom absoluten stucked in the middle of the road Gefühl. Steckengeblieben auf dem Weg nach gestern. Steckengeblieben zwischen zwei Träumen. Einem schlechten und einem guten. Wachtraumazustand.
Manchmal ist das Leben einfach seltsam. Verrückt. Am Morgen noch hängt man im Internet rum und sucht altes Spielzeug. Spielzeug aus den achtziger Jahren. In grellen Farben. Fönbar mit Farbwechsel. Man ist kurz davor gewisse Dinge, wie ziemlich Porno ausschauende Hunde mit rosa Kämmohren, aus Großbritannien zu ordern. Nur 30 Euro. Total toll. Ein Stück Kindheit zurück kaufen. Poochie heißt das Teil der Begierde. Es war 1985, ich liebte es wie verrückt. Ich kämmte die Ohren von Poochie bis zum umfallen. Einmal war Poochie sogar mit im Zirkus Roncalli. Später irgendwann, da schickte Mutter den rosa Ohrwahnsinn nach Russland. Oder in die Ukraine. Die hatten doch nix. Die Kinder dort brauchten nach Tschernobyl unbedingt schreckliche Stofftiere mit rosa Ohren zum kämmen. My moods of good old days, are just forgotten. Time has changed.
Am Ende bin ich zerrissen. Langeweile ist Luxus. Ich hänge zwischen gestern und morgen. Am Ende bleibt mir nicht viel im Sinn. Nicht weil ein Telefon klingelt. Einfach nur so. All die guten Gedanken sind einfach so schnell wieder weg. So schnell wie sie da waren. Und das geht mir verdammt noch mal so auf die Nerven. Ich warte auf den Tag, wo die Gedanken sich nicht mehr einfach auf und davon machen. Ich schließe die Augen.
So much hate for the ones we loved.
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und ich mag auch den unterschwelligen "wäwäwäähh" ton :-)
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4
14.10.2010 - 21:18 Uhr
mhmnaja
weil du einfach toll schreibst.
aber wenn da ab jetzt immer so ein halbunterschwelliger ihrblödenspießerhasstmichdochsowiesoalle-wäwäwähh-ton in kursiv mitschwingt,
ist das eher nervig.
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