Der Innsbrucker Klettersteig und eine Highline über der Wolfsschlucht
09.10.2010:Wer Lust auf diesen Klettersteig hat, sollte möglichst früh losstarten, denn mit der Bahn lässt sich der Großteil wohl lieber gemütlich nach oben karren, statt sich um 03.30 Uhr vom Wecker aus dem Bett schmeißen zu lassen und kurz vor 05.30 Uhr loszustarten. Der Vorteil des frühen Aufstehens ist der kostenlose Parkplatz. Wer zur Hungerburg fährt, sollte sich hüten auf dem Parkplatz dort zu parken.
Gebühren: 6 Euro am Tag!!!
Der Tag war noch nicht erwacht, doch die Dämmerung lies sich schon erahnen und der Blick zurück auf Innsbruck...

einfach atemberaubend.
Man kann direkt unter der Bahn bis zur Seegrubalm laufen. Allerdings befindet man sich großteils auf einem Mountainbike-Downhill-Trail. Wer da runter fährt hat meines Erachtens wirklich nicht mehr alle Tassen im Schrank, aber kultig auf jeden Fall und für die echten Kracks eine geniale Herausforderung.
Übrigens lässt sich dieser Klettersteig auch sehr gut mit dem MTB verbinden. Bis zur Seegrubalm geht nämlich auch ein sehr gut ausgebauter Forstweg.
Langsam wurde es immer heller und die Stirnlampe konnte wieder im Rucksack verschwinden,

die ersten Strahlen der Sonne färbten den Horizont in ein intensives rot.

und schließlich kam sie hinter den Bergen hervor und fing langsam an, die kalten Glieder zu wärmen.

Der Einstieg zum Klettersteig ist von der Gipfelstation gut beschildert und ich musste mich ernsthaft fragen, ob die dort angegebenen 3,5 Stunden für den ersten Teil tatsächlich ernst gemeint waren.

Doch im Grund ja auch egal, denn ich war hier immer noch völlig allein und hatte ja den ganzen Tag Zeit und ging ich mein Tempo einfach weiter und genoss das Klettern über den Dächern Innsbrucks...

erster Gipfel

zweiter Gipfel

Seufzerbrücke

dritter Gipfel

das wilde Karwendel

über den Dächern

schöne Stimmung

kurze Pause
Nachdem der erste Teil geschafft ist, kann man sich entweder entscheiden und wieder zur Seegrube absteigen, oder man nimmt den spektakuläreren zweiten Teil auch noch mit. Falls es jemanden interessieren sollte...ohne große Hektik bin ich den ersten Teil in 1,5 Stunden gegangen. Die angegebenen 3,5 Stunden gelten wohl zur Hochzeit, wenn es sich staut:)
Für den zweiten Teil werden 1,5 Stunden vorausgesagt. Ein Lächeln lag mir wieder auf den Lippen...mal schaun wie schnell es wirklich geht...

wilde Felsformationen

Spitze Türme, kleine Löcher und als stille Begleiter Gämsen links und rechts

der letzte Gipfel. Von da an geht es nur noch nach unten

der Blick zurück.
Und wieder war die Zeitangabe für die absoluten Langsamgeher. Wieder ohne Stress gings in genau ner halben Stunde über diese Passagen :)
Der Abstieg zurück zur Hungerburg durch die bunten und vermoosten Wälder...der Herbst könnte nicht schöner sein.


Ein Bekannter hatte mir gemailt, dass er in Neubeuern die Highline spannen wird...konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, doch keine zwei Schritte konnte ich freihändig gehen. Überlasse ich mal lieber den Könnern und werde noch ein wenig üben. Schon erstaunlich, was der Kopf ausmacht. Hier noch ein paar Impressionen von ihm und seiner Tocher...




- Der Seewand-Klettersteig 11.10.2010
- Ferrata delle Trincee 04.10.2010
- Klettersteig Isidor |und warum Werbung keine Grenzen kennt| 05.10.2009
- Klettersteig Schustergangl 01.10.2009
- Der Dachstein |eine Naturkletterhalle| und des Winters erster Gruß 17.09.2009
Alle Kommentare anzeigen
huui und wie ich sehe biste in ungeheuren lüften unterwegs. respekt.
auf ner slackline bin ich diesen sommer auch mehrmals balanciert... aber dann noch von so ner kulisse von überragender natur umgeben zu sein...echt schöööön :-)
Alle Kommentare anzeigen








0
19.10.2010 - 13:02 Uhr
emmy44
und wow, von gibt es auch noch einen dazu!