29.09.2010 - 12:58 Uhr

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Zwischendrin.

Text: oneya

Es kennt jawohl jeder diese Zwischenphasen, zwischen zwei Entscheidungen, zwei Lebensabschnitten, alter und neuer Liebe, zwischendrin statt dabei. Jetzt allerdings die Frage: wie geht man damit am besten um? Es fühl sich an, als verliert man sich selbst. Der Chef der alten Firma mag einen nicht gehen lassen, lobt einen bis zum geht nicht mehr und man selber erwartet sehnlichst den Beginn des lang erhofften Studiums an einer diesen coolen Unis, und man liebt seinen Job doch so sehr. Der langjährige Freund verlässt einen, es schmerzt und doch weiß man insgeheim selber, dass eine neue Richtung in sachen Liebe genau das Richtige ist, man ist ja noch so jung. Dann geht’s schon wieder los, man sucht fast schon zwanghaft nach etwas Neuem, was man an sich binden kann. Und geht seinen besten Freunden ziemlich auf die Nerven, mit undurchsichtigen Chaosgedanken. Dann kommt in einer dieser Zwischenphasen wahrscheinlich noch eine Situation hinzu, wo man von einem guten Freund verarscht wird, die Mutter völlig am Rad dreht und alles in Frage stellt, der Papa seinen Job verliert und man selber, viel Geld in der Tasche, alles ausgibt und sich ärgert. Diese Zeiten sind schlimm, man findet einfach nicht mehr zu sich selbst zurück; steigt noch mal mit dem Ex ins bett, kauft sich Koks, obwohl viel zu teuer, geht nurnoch mit halb soviel Elan zur geliebten Arbeit und könnte einfach bloß noch schreiend durch die welt rennen. Man läuft über und findet seine Mitte nicht. Also nicht, dass man diese jemals für immer finden könnte, aber in dieser Zeit ist es besonders übel. Man will doch bloß wieder klarkommen und es wird täglich schlimmer. Das ist wie: man malt ein Bild, und man ist die weißen Stellen, das nichtgemalte. Oder man trifft sich mit engen Freunden und denkt ständig über unwichtigere Menschen nach, als Ausflucht und aus Langeweile. Und wie jetzt daraus. Seglen gehen, beten, kerzen anzünden, meditieren, Sport treiben, sich zukiffen, bis es nervt, die ganze Wohnung putzen (auch die Fenster), schlafen. Hilft ja alles nix. Ich habe entschieden, der einzige Weg geht nur übers Durchmachen. Und darauf hoffen, dass man die richtigen Menschen zur richtigen Zeit trifft. Und es als die Lösung des Lebens anzusehen, dass man diese Zeiten braucht, um erst wieder auf sich klarzukommen. Das ist wie nach dem Verlassen werden: man sollte sich mit seinen Bedürfnissen auseinandersetzten, denn ohne diese Klarheit wird auch der nächste Partner der komplette Reinfall. Wir wissen doch erst wonnach wie suchen, wenn uns klar wird, wonnach wir nicht suchen. So ist das in diesen Zeiten, man ist von allem genervt, am meißten von sich selbst, aber…


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Crispetti
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Mag ich Mag ich nicht

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29.09.2010 - 15:10 Uhr
Crispetti

aber... es hilft alles nix! Auch nicht Durchmachen, nicht auf lange Sicht. Ich hatte genau diese Situation, ich war das nicht ausgemalte, der weiße Fleck im großen Bild der Welt, wusste nicht wohin, ich wusste gar nichts, fragte mich immer: und jetzt? Und das kam so plötzlich, ohne Grund, ich bin in ein ganz tiefes Loch gefallen..
Und ich bin wieder rausgekrochen.. hat lange gedauert und war auch nicht schön - diese "Selbstfindungsphase"
Du musst dich mit dir selbst auseinandersetzten und dir die Fragen stellen: wo willst DU hin, was willst DU erreichen, er bist DU eigentlich und ehrlich zu dir selbst sein (das ist das Schwierigste daran find ich). Vergiss die Gesellschaft, vergiss was andere von dir wollen und höre nur auf dich selbst!

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