Stadtspektakel Landshut
Das Stadtspektakel Landshut ist eines der größten Buskers oder eben Street Performance, also Straßenkünstler ;-), Festivals Europas. 160 Künstler aus 21 Nationen, dazu zehntausend Zuschauer, eine historische Altstadt und bestes Wetter ergaben ein fantastisches Erlebnis. Und wir vom Filmclub mit offiziellen Presse-Ausweisen mittendrin. Deshalb hier ein etwas längerer Bericht, auch aus der Perspektive des Filmemachers.
Los ging's am Freitag um 15 Uhr und gleich mit einer Einschränkung. Da wir zum Filmen da waren, gibt's diesmal nicht von allen Acts Fotos, es war eben nicht immer Zeit, die Auswahl ist trotzdem, wie ich denke, ganz ansehnlich. Um 15 Uhr 30 dann die offizielle Eröffnung durch Schirmherr Oberbürgermeister Hans Rampf.

Zunächst war Sichten angesagt. Das heißt wir machten "Sight Seeing" und besichtigten die 15 Außenplätze, sowie die 12 Lokale (mit der Live-Musik) und versuchten die dargebotenen Acts zu besichtigen und jeweils einen Schwerpunkt zu setzen um etwa vier oder fünf Minuten, aus den meist 45 Minuten langen Vorführungen, heraus zu nehmen. Außerdem musste das Einverständnis der Künstler und Lokalitäten eingeholt werden. Doch das war überhaupt kein Problem, wir rannten offene Türen ein. Immer wieder wurden wir gefragt, „könnt ihr das machen“ und „können wir das dann auch haben“. Früh beobachteten wir dann die Celtica Pipes Rock. Eine österreichisch-australische Band, die mit zwei Dudelsäcken instrumentale Rockmusik vom Feinsten präsentierte.

Die Musik dieses Videos konnten wir dann Samstag Abend in der Eisdiele Riviera aufnehmen, bei bester Stimmung.
So waren wir bis etwa Mitternacht mit Sichten beschäftigt, danach wurde ein Plan für die nächsten beiden Tage ausgearbeitet. So ging es gut nach 1 Uhr nach Hause.
Am zweiten Tag ging es um 13 Uhr mit den ersten Vorführungen los.

Nacho Rey aus Argentinien


La Viajerita aus Argentinien

Gattamoleska aus Italien

Stelzentheater Waldwesen aus Deutschland als Walking Act
Dies war ein regelrechter Knochenjob. Da wir nach den Aufführungen mit den Künstlern noch Interviews führten (insgesamt deren 9), kamen wir regelmäßig zur nächsten Aufführung zu spät. Es hatte sich somit um den Künstler bereits ein Kreis mit Zuschauern gebildet. Unsere oberste Direktive ;-) lautet aber, wir stören die Vorführung nicht, weder für den Künstler noch für die Zuschauer.
Also mogelten wir uns durch die Reihen und setzten uns an einem freien Platz am Boden zu den Kindern. Dazu mussten wir auf dem Kopfsteinpflaster vor unseren Kameras knien oder sitzen. Da man die Kamera bekanntlich ruhig halten soll, hieß das auch noch still sitzen, und so schliefen einem regelmäßig die Füße ein. Manchmal benötigte ich zwei Minuten um wieder aufstehen zu können.
Bei den folgenden Aufnahmen filmte ich eigentlich. Ich traue es mich ja kaum sagen, wie die Aufnahmen entstanden. Also die Filmkamera war auf dem Kamerastativ auf niedrigster Höhe, ca ein halber Meter. Drunter baute ich ein kleines Taschenstativ mit Fotokamera auf und stellte Blende, Belichtungszeit, Focus und Zoom manuell fest. Dann drückte ich, wann immer gerade Zeit war blind auf den Auslöser. Naja auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn.
Hier die Feuershow von Firefingers aus Israel:





Das Feuer wird von Lampenöl vom DM-Markt gespeist ;-).
So endete der Samstag um 23:45 mit der besagten Aufnahme der Celtica Pipes Rock. Lediglich eine Stunde Abendpause zwischen 18:30 und 19:30 hatten wir uns gegönnt. Danach mussten noch für den nächsten Tag die Akkus geladen werden und alle Sachen neu sortiert werden. Sonntag ging es schon um 12 Uhr los. Wir mussten das Duo Headless zweimal filmen. Beim ersten Mal spielte eine Musikgruppe so laut, so dass sie die eigene Musik nicht hören konnten. So improvisierten sie auf die Musik der anderen, was auch sehenswert war, aber sie wollten gerne ihr eigenes Stück von uns aufgenommen haben, so rückten wir ein zweites Mal an. Hier seht ihr die beiden Schweizer, die seit drei Jahren zusammen auftreten, beim Warmmachen.





Und hier dann bei ihrer gut sechs Minuten langen, ausdrucksstarken Kür.





Für uns war am Sonntag um 18 Uhr nach der Siegerehrung Feierabend. Erschöpft mit ca. 13 Stunden Material von zwei Kameras, trotz starker Selbstbeschränkung, aber mit tollen Bildern im Kopf. Nun gilt es daraus ein knackiges Video zu machen. Bei durchschnittlichen Ratios von 4:1 oder 5:1 (Rohmaterial zu fertigem Film) könnten wir wohl 2 Stunden machen. Die Kunst wird sein sich auf so ca. 20 Minuten zu beschränken. Das Ergebnis wird sicher hier zu sehen sein.
Digital_Data
- Stadtspektakel Landshut - Der Trailer 10.09.2011
- Stadtspektakel Landshut - Der Film 28.06.2011
- Jugend filmt - Rückblick - mit Filmen ! 06.07.2010
- mein Film 02.11.2008
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22.09.2010 - 08:20 Uhr
Onkelzgraf