05.09.2010 - 18:30 Uhr

5 179 Über Twitter weiterempfehlen

Mode gegen den Mainstream

Text: annemarie-gassen - Fotos: Maria Dorner

Soll man am Kleidungsstil die sexuelle Orientierung ablesen können? Unsere Autorin erklärt, warum sie als Lesbe erkannt werden möchte

Zunächst war ich fasziniert von dem Look meiner Freundin. Ich mochte ihre coolen Outfits. Lässig getragene Jeans, zu einer Zeit, als ich mich selbst noch in „Skinny“ zwängte. Sie trägt gerne Hemden, nicht allzu tailliert, deren Ärmel sie hochkrempelt und dazu Chucks – bequeme, flache Turnschuhe, als ich nur in High Heels und Ankle Boots herumlief. Und ich liebte ihre Haare, so eine ganz spezielle Kurzhaar-Frisur, wie sie eben nur Lesben tragen. Ich dagegen hatte einen blonden Bob, der mich in seiner Eintönigkeit und Einfallslosigkeit langweilte. Ich war der personifizierte Heterolook. Die Veränderung kam schleichend. Zuerst schnitt ich mir die Haare kurz. Keine tiefen Ausschnitte, keine engen Minikleider und Röcke mehr, die mit typischen Weiblichkeitsbildern in Einklang gebracht werden konnten. Ich wollte Unabhängigkeit in allen Bereichen und allen voran in dem sichtbarsten, nämlich dem meiner Kleidung und Frisur. An die Stelle der feminisierten Kurzhaarfrisur trat ein radikaler Irokesenschnitt. Die Seiten auf drei Millimeter rasiert, das Oberhaar lang und meistens zu einer Tolle gestylt. Die Diskrepanz zwischen meinen Haaren und dem Inhalt meines Kleiderschranks war anfangs verheerend. Mittlerweile trage ich vorwiegend lässige Jeans, Straight, Baggy oder Boyfriend; G-Star avancierte zu meiner Lieblings- marke. Meine Handtaschen habe ich ge- gen Lederarmbänder eingetauscht, High Heels gegen Chucks, in verschiedensten Ausführungen und Farben. Kurzum, jetzt erkennt man meine sexuelle Identität auch an meinem Äuße- ren. Mir ist es sehr wichtig, sowohl von den Heteros als auch von den Lesben als Lesbe erkannt zu werden. Gleichzeitig lege ich viel Wert auf Individualität. In meinem heterosexuellen Umfeld ist das freilich kein Problem, da ich mich durch meinen neuen Look von anderen Frauen vollkommen unterscheide. Aber auch in der lesbischen Community schaffe ich es immer noch, mich trotz Anpassung in einigen Punkten bzusetzen. Mir gefällt der androgyne Look einfach mehr als alles, was ich vorher ausprobiert hatte. Ich habe das Gefühl, mich gefunden zu haben. Der englische Romancier Quentin Crisp sagte einmal: „Stil heißt, genau zu wissen, wer man ist und dazu zu stehen.“ Auf meinen stilistischen Wandel erlebe ich seitens meines heterosexuellen Umfelds zwei extreme Reaktionen. Entweder vollkommene Bewunderung oder aber Diskriminierung. Vollkommene Bewunderung klingt zunächst gar nicht schlecht. Nur leider kommt diese Bewunderung für meinen Stil, wenn sie denn von Männern ausgeht, oft in Verbindung mit penetranten Annäherungsversuchen. Und wehe, wenn ich den Satz „Ich bin lesbisch“ ausspreche. In diesem Moment brennt im männlichen Gehirn die Sicherung durch. Sie verdoppeln – ach was – vervierfachen ihre Anstrengungen und ich kann nur noch die Flucht ergreifen. Dieses schamlose und lächerliche Verhalten hat mehrere Gründe. Erstens geht es um den Reiz des Unerreichbaren. Zweitens entsteht offenbar der Wunsch, mich umzupolen und damit, drittens, die Bedrohung unschädlich zu machen. Denn viele Männer sind immer noch davon überzeugt, das Recht, eine Frau zu begehren, für sich gepachtet zu haben. Außerdem verstehen sie nicht, wie man sie verschmähen und eine Frau vorziehen kann. Das zweite Extrem, Diskriminierung, ist mir erst mit dem neuen Kurzhaarschnitt begegnet. „Ist das ein Mann oder eine Frau“, hörte ich vor kurzem eine männliche Stimme in spöttischem Ton hinter mir herrufen. Ein kurzes Lächeln huschte mir übers Gesicht und der Gedanke „Wow, jetzt bin ich im Homo-Club“ schoss mir durch den Kopf. Einen kleinen Stich versetzt es mir trotzdem. Denn bei allem Zugehörigkeitsgefühl zur lesbischen Gemeinschaft bedeutet dieser Satz doch in erster Linie Ausgrenzung. Manuela Kay, Chefredakteurin des einzigen deutschen Lesbenmagazins L-MAG, sagt: „Lesbisches Selbstbewusstsein äußert sich darin, noch immer ganz offensichtlich lesbisch auszusehen und es auszuhalten, von anderen – gerne auch von Lesben und Schwulen – voller Verachtung als Kampflesbe beschimpft zu werden.“
Unsere Autorin Annemarie Gassen - fotografiert von Maria Dorner. Wollte ich den Diskriminierungen entgehen, müsste ich meine Individualität aufgeben und mich den Aussehensvorstellungen der heterosexuellen Masse anpassen. Laut Manuela Kay ist dies der Grund, warum viele Homosexuelle heute nicht mehr als solche zu erkennen sind. „Anpassung statt Ausgrenzung. Deshalb geht der Trend klar zum ,Heterolook‘, eine Tendenz, die auch in der schwulen Welt zu sehen ist“, so die Chefredakteurin. Lesben werden auch heute noch oft nur dann als Lesben erkannt, wenn sie eher maskulin, also als sogenannte „Butch“ auftreten. Der Grund, warum sich manche Lesben männlich kleiden, hat sich über die Jahrhunderte verändert: Angefangen von einer schlichten Notwendigkeit, um unentdeckt und ungestraft mit einer anderen, feminin gekleideten Frau zusammenleben zu können, passten sich lesbische Paare später, in Ermangelung anderer Modelle, dem heterosexuellen Paar an. In ihrer Erscheinungsweise als männlicher und weiblicher Part, als klassisches Butch/Femme-Paar. Im Feminismus hingegen ging es um das Ausbrechen aus der traditionellen Frauenrolle. Und heute geht es darum, Geschlechtergrenzen bewusst aufzubrechen, mit dem maskulinen Stil zu spielen. Oder wie Manuela Kay sagt: „Vieles, was mit männlich verbunden wird, ist lediglich frei, cool, verspricht mehr Bewegungsfreiheit und passt eben zu Aktivitäten, die ebenfalls als männlich gelten, zum Beispiel Motorradfahren oder Sport.“ Feminine Lesben hingegen werden aufgrund ihres Äußeren oft für heterosexuelle Frauen gehalten. Das führt wiederum dazu, dass der maskuline Stil als lesbischer Stil schlechthin gilt, was nicht den Tatsachen entspricht, denn es gibt und gab schon immer eine Vielzahl lesbischer Erscheinungsformen. Individualität wird auch in lesbischen Social Communitys großgeschrieben. Wenn ich mir zum Beispiel ein Profil bei Lesarion oder in der L-Community (Social Community der L-MAG) anlege, kann ich zwischen Butch, Femme, Tomboy (Wildfang), Girlie, KV (Kesser Vater), Lipstick Lesbe oder Kampflesbe wählen. Und nochmal mindestens genauso viele Adjektive ankreuzen: klassisch, stylisch, modisch/im Trend, sportlich, lässig, alternativ, feminin, maskulin, androgyn. Wer sich gar nicht festlegen möchte, kann auch „individuell“ eingeben. Trotzdem gilt in der breiten Öffentlichkeit, wie auch innerhalb der schwul-lesbischen Community nach wie vor, Lesben seien Modemuffel und liefen immer im maskulinen Einheitslook rum. „An jedem Klischee ist ein Stückchen Wahrheit“, sagt Manuela Kay. „In erster Linie liegt es aber daran, dass Lesben sich im Gegensatz zu Schwulen noch weniger outen. Wären mehr Top-Models, Mode-Designerinnen, und Schauspielerinnen offen statt versteckt lesbisch, würde die Welt staunen, wie mode-affin manche Lesben sind.“ Sucht man nach modischen Vorbildern, gibt es nur wenige, auf die man zurückgreifen kann. Die US-amerikanische DJane Samantha Ronson gehört dazu. Den seit kurzem auch wieder in der Hetero-Mode gefeierten Boyfriend-Look trägt sie schon seit Jahren, gemischt mit ihrer ganz eigenen grungigen Note. Ihre Blazer von Dior Homme zeigen, dass Lesben gern mal in der Männerabteilung einkaufen gehen, um ihren modischen Ansprüchen gerecht zu werden. Sängerin Pink, wenn auch nur bi, ist mit ihrem Look auch ein beliebtes Lesbenvorbild. Jenny Shimizu hat es trotz oder gerade wegen ihres lesbischen Looks in die Liga der Topmodels geschafft. Privat trägt sie hauptsächlich Feinripp- Unterhemden. Sängerin Beth Ditto, die sich selbst als „modeaffine Femme“ bezeichnet, ziert mittlerweile sogar die Cover von Modezeitschriften. Aber auch nicht prominente Lesben legen Wert auf Mode und Marken. Dabei bedienen sie sich vieler Subkulturen, sei es Punk, Bikers, Rockers, Rockabillies, Greasers und natürlich oft aus der Männerabteilung, weil viele nach wie vor gegen das traditionell Weibliche in der Mode rebellieren und sich nicht damit identifizieren – so auch ich. Mode und Identität gehören für mich genauso zusammen wie Mode und Individualität. Der Soziologe Georg Simmel erklärt in seinem Werk „Philosophie der Mode“ von 1905, dass Mode im Spannungsbogen von Sozialisation und Individuation, Abgrenzung und Anpassung entsteht. Lesben vorzuwerfen, sie seien Modemuffel, ist genauso lächerlich, wie zu behaupten, heterosexuelle Frauen seien immer topgestylt. Außerdem sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass eine der bekanntesten und gefeiertsten Stylistinnen unserer Zeit eine Lesbe ist. Die Modedesignerin Patricia Field kleidet seit Jahren die modische Kultfigur Carrie Bradshaw ein und zeichnet für den gesamten Look von Sex and the City verantwortlich. Wenn Field einen Film ausstattet, ist vom Kampflesben-Look nichts zu sehen. Im Gegenteil, sie spielt bei den vier Powerfrauen von „SATC“ mit allen Klischees heterosexueller Weiblichkeit und kreiert einen unverwechselbar individuellen Look. Sie ist die Königin des Cross-Dressing, mixt die unterschiedlichsten Stile, zitiert Modejahrzehnte, übersetzt sie in die heutige Zeit und mischt Subkultur mit Mainstream. Keine Spur vom maskulin-lesbischen Einheitslook. In der Berichterstattung über den Christopher Street Day wird für Interviews dennoch weiterhin nach den schrillen, schwulen Paradiesvögeln als Vorzeige-Homos verlangt, wie Rita Braaz, Pressesprecherin des Münchner CSD, jedes Jahr wieder bedauert. Das Klischee, Schwule seien die ultimativen Trendsetter, wird von den Medien seit jeher popularisiert. Und prominente Schwule stimmen gerne in den Kanon ein, wie Modedesigner Michael Michalsky in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Spiegel. Auch er attestiert Schwulen ein überproportional hohes Trendbewusstsein und propagiert gleich noch seine Vorurteile zum Thema Lesben und Mode. Er fühle sich mit Lesben nicht verbunden, sähe sich nicht an ihrer Seite. Außer dem würden sich Schwule über Lesben wundern, die sich ja gern wie Bauarbeiter, Holzfäller und Heizungsmonteure kleideten. Wie falsch er liegt, habe ich kürzlich wieder bestätigt bekommen, als ich den heterosexuellen Modeblogger Scott Schuman traf. Er war der erste Street-Style Blogger der Welt und sein Blog „The Sartorialist“ ist international bekannt. Aus einer Gruppe von etwa 60 heterosexuellen Studentinnen zog er mich heraus. „Nice Haircut“, sagte er und machte ein Foto von mir für seinen Blog. Dieses Erlebnis lässt mich hoffen, dass die modische Existenz von Lesben langsam anerkannt wird. Jetzt müssen nur noch die Designer wachgerüttelt werden und für Lesben entwerfen. Dann muss keine von uns mehr schlecht sitzende Klamotten in der Männerabteilung kaufen oder Anzüge umschneidern lassen.


Neue Magazin-Texte:
Textoptionen
Mehr Texte von
annemarie-gassen
Mehr Texte zum Label
jetztgedruckt
Text Freunden empfehlen Text drucken Text melden
Der Text gefällt Dir?
Lesenswertpunkt schenken
Fehler gefunden?
Report an Error
Hier bei jetzt.de anmelden,
Texte schreiben und kommentieren.
179 Kommentare

speichern
wollmops
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

05.09.2010 - 18:37 Uhr
wollmops

Sehr interessanter Artikel - und klärt die für mich bis dato auch verwirrende Frage nach dem maskulinen Auftreten vieler Lesben eigentlich abschließend. Danke!

Hunter_S_Thompson
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

7

05.09.2010 - 18:55 Uhr
Hunter_S_Thompson

Sehr interessant. Ich hab da auch gleich mal ne Frage. Ich hatte bisher in meinem Job viele Homosexuelle Kollegen, darunter auch einige Lesben. Dass ihr von Männern nicht angemacht werden wollt is absolut selbstverständlich und muss nicht mehr diskutiert werden. Ich will als Heterokerl ja auch nicht von Männern angemacht werden. Was ich jedoch nicht verstehe ist euer Blick, bzw. der Blick, wie auch du ihn auf dem Titelbild hier auflegst. Soll das sexy sein? Vielleicht sexy für Frauen? Ich meine, guckt wie ihr wollt, aber dieser ganz spezielle Blick an Frauen generell, finde ich, strahtl aus "Ich hasse euch alle und bin an jedem und allem uninteressiert. Ich bin mir selbst Lebensinhalt genugt, also LASS MICH IN RUHE!!" Genau das heißt dieser Blick. Wenn ich den sehe, kann eine Frau auch noch so hetero sein, da ergreif ich die Flucht, weil ich das schlicht unfreundlich finde. Ein komisches, einfaches Wort, aber so sehe ich das. Oder ist das so ein Lesben-Blick, den ich als Kerl gar nicht verstehen kann?

taylorthelatteboy
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

5

05.09.2010 - 18:58 Uhr
taylorthelatteboy

Hochinteressanter Text, hübsches Mädchen, I like.

ein_oxymoron
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

17

05.09.2010 - 18:58 Uhr
ein_oxymoron

ich kann dazu nur sagen, als ich zum ersten mal zu einem treff schwulesbischundsoweiterer studenten kam, musste ich erst mal fragen, ob ich die richtige gruppe erwischt hatte.

aber, was zum rest des texts so gar nicht passt:

Aus einer Gruppe von etwa 60 heterosexuellen Studentinnen [...]

und dass alle ausser dir hetero waren, weisst du woher? ist naemlich sehr unwahrscheinlich.

Annegretel
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

23

05.09.2010 - 19:02 Uhr
Annegretel

Puh, das ist mir alles zu kompliziert und zu sehr Schublade hier, Schublade da - ich hätte gehofft, dass hätten wir hinter uns gebracht.

Sotrax
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

7

05.09.2010 - 19:20 Uhr
Sotrax

haha, ich dachte eigentlich der text soll ne parodie darstellen :D

cosmashiva
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

05.09.2010 - 19:29 Uhr
cosmashiva

Schade um das interessante Thema.

jongedame
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

9

05.09.2010 - 19:31 Uhr
jongedame

Ich stimme @Annegretel zu. Mir ist das auch zu Schublade.
Ich trage Kleider ebenso gerne wie etwas locker sitzendere Jeans aus der Herrenabteilung. Einfach weil es bequem ist und ich bin hetero. Strahl ich jetzt das falsche auf Männer aus?

Ich habe auch viele lesbische Freundinnen, die sich alle sehr individuell kleiden und alle sehr modebewusst sind... von der tussi zum tomboy alles dabei...
Wozu braucht es nun eine "Festlegung"?

wollmops
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-2

05.09.2010 - 19:32 Uhr
wollmops

Annegretel sagte:
Puh, das ist mir alles zu kompliziert und zu sehr Schublade hier, Schublade da - ich hätte gehofft, dass hätten wir hinter uns gebracht.

eh?
"es gibt und gab schon immer eine Vielzahl lesbischer Erscheinungsformen." was ist denn da schubladig dran?

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-2

05.09.2010 - 19:33 Uhr
wollmops

jongedame sagte:
Ich habe auch viele lesbische Freundinnen, die sich alle sehr individuell kleiden und alle sehr modebewusst sind... von der tussi zum tomboy alles dabei...
Wozu braucht es nun eine "Festlegung"?

eben, genau das schreibt sie doch. Daß es eine Million verschiedener Stile gibt. Was für einen Text habt Ihr denn gelesen?

anou
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

05.09.2010 - 19:36 Uhr
anou

echt interessant und richtig gut geschrieben, finde ich.

jongedame
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

05.09.2010 - 19:37 Uhr
jongedame

@wollmops

Ist im Text von einem "Heterolook" die Rede oder nicht? Da wird doch eine Schublade geöffnet...

Terpsichore
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

15

05.09.2010 - 19:57 Uhr
Terpsichore

uiuiui, da empfehle ich der jungen dame dann doch mal ein bißchen judith butler zu lesen. um mal aus dem schubladen-denken rauszukommen.
so viele sätze, die mich aufregen. aber ich beschränke mich mal ein bißchen:
"Jetzt müssen nur noch die Designer wachgerüttelt werden und für Lesben entwerfen. Dann muss keine von uns mehr schlecht sitzende Klamotten in der Männerabteilung kaufen oder Anzüge umschneidern lassen."
für lesben entwerfen? wirklich? wo bleibt denn da der austausch? ich trage auch gerade ein männerhemd. darf ich das denn als hetero-frau?
das problem des feminismus ist gerade das, daß er sich von weiblichen traditionen so partout und ohne widerrede wegbewegen muß. stattdessen sollte sich darauf konzentriert werden, individualität anzuerkennen.
"Wollte ich den Diskriminierungen entgehen, müsste ich meine Individualität aufgeben und mich den Aussehensvorstellungen der heterosexuellen Masse anpassen."
und sich den aussehensvorstellungen der homosexuellen klischees zu ergeben ist super individuell?
kein ding, wenn man sich wohler fühlt in was-auch-immer für einem stil, aber das so pseudo-theoretisch zu begründen ist absurd.
um sich damit wirklich zu beschäftigen, empfehle ich barbara vinken: die mode nach der mode.

wollmops
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-3

05.09.2010 - 20:12 Uhr
wollmops

Terpsichore sagte:
uiuiui, da empfehle ich der jungen dame dann doch mal ein bißchen judith butler zu lesen.

Stimmt, bevor sie erklärt, wieso "sie als Lesbe erkannt werden möchte", sollte sie erstmal ein bißchen Judith Butler lesen.

Mann, wie überheblich kann man eigentlich sein. *kopfschüttel*

mockingbird
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

05.09.2010 - 20:12 Uhr
mockingbird

Terpsichore sagte:

für lesben entwerfen? wirklich? wo bleibt denn da der austausch? ich trage auch gerade ein männerhemd. darf ich das denn als hetero-frau?


wenn ich ein gut sitzendes herrenhemd und nicht ein pyjama artiges zelt tragen will, brauch ich einen anderen schnitt. YSL in den siebziger jahren wäre so eine mode. und die hat nichts von dürfen/ nicht dürfen geschrieben, sondern dass dieses feld von designers noch bearbeiten ist.

Terpsichore
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

4

05.09.2010 - 20:17 Uhr
Terpsichore

mockingbird sagte:
wenn ich ein gut sitzendes herrenhemd und nicht ein pyjama artiges zelt tragen will, brauch ich einen anderen schnitt. YSL in den siebziger jahren wäre so eine mode. und die hat nichts von dürfen/ nicht dürfen geschrieben, sondern dass dieses feld von designers noch bearbeiten ist.


schätzchen, sie sagt: "für lesben entwerfen". da fühl ich mich ausgeschlossen. es gibt auch hetero frauen, die androgyn mögen, das ist kein rein lesbisches feld. so stellt sie es aber dar.
ansonsten kann man auch immer noch bei jil sander einkaufen.
(wobei ich auch gar nicht verstehe, was genau sie will. es gibt doch viele hemden und anzüge für frauen. die sind dann halt tailliert. wenn man nicht tailliert will, soll man halt bei den männern einkaufen gehen. ich mach das auch. und es gibt herrenhemden, die bei frauen gut sitzen. selbst bei h&m.)

mockingbird
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-2

05.09.2010 - 20:19 Uhr
mockingbird

Terpsichore sagte:
mockingbird sagte:
wenn ich ein gut sitzendes herrenhemd und nicht ein pyjama artiges zelt tragen will, brauch ich einen anderen schnitt. YSL in den siebziger jahren wäre so eine mode. und die hat nichts von dürfen/ nicht dürfen geschrieben, sondern dass dieses feld von designers noch bearbeiten ist.


schätzchen, sie sagt: "für lesben entwerfen". da fühl ich mich ausgeschlossen. es gibt auch hetero frauen, die androgyn mögen, das ist kein rein lesbisches feld. so stellt sie es aber dar.
ansonsten kann man auch immer noch bei jil sander einkaufen.
(wobei ich auch gar nicht verstehe, was genau sie will. es gibt doch viele hemden und anzüge für frauen. die sind dann halt tailliert. wenn man nicht tailliert will, soll man halt bei den männern einkaufen gehen. ich mach das auch. und es gibt herrenhemden, die bei frauen gut sitzen. selbst bei h&m.)


aber nur bis b cup. es sei denn, man will unterhalb des busens seinen wocheneinkauf verstecken können.

Terpsichore
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

05.09.2010 - 20:20 Uhr
Terpsichore

wollmops sagte:
Terpsichore sagte:
uiuiui, da empfehle ich der jungen dame dann doch mal ein bißchen judith butler zu lesen.

Stimmt, bevor sie erklärt, wieso "sie als Lesbe erkannt werden möchte", sollte sie erstmal ein bißchen Judith Butler lesen.

Mann, wie überheblich kann man eigentlich sein. *kopfschüttel*


nein, ich schreibe: ich empfehle das zu lesen, um aus dem schubladen-denken rauszukommen.
was eine völlig andere aussage, als das, was du daraus machst.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

05.09.2010 - 20:21 Uhr
Terpsichore

mockingbird sagte:
aber nur bis b cup. es sei denn, man will unterhalb des busens seinen wocheneinkauf verstecken können.


ha, okay, das problem hab ich nicht. aber androgyner style und großer busen paßt auch nicht so recht zusammen, oder? ;)

Bernsteinhexe
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

7

05.09.2010 - 20:27 Uhr
Bernsteinhexe

Hunter_S_Thompson sagte:
Sehr interessant. Ich hab da auch gleich mal ne Frage. [....] Was ich jedoch nicht verstehe ist euer Blick, bzw. der Blick, wie auch du ihn auf dem Titelbild hier auflegst. Soll das sexy sein? Vielleicht sexy für Frauen? Ich meine, guckt wie ihr wollt, aber dieser ganz spezielle Blick an Frauen generell, finde ich, strahtl aus "Ich hasse euch alle und bin an jedem und allem uninteressiert. Ich bin mir selbst Lebensinhalt genugt, also LASS MICH IN RUHE!!" Genau das heißt dieser Blick. Wenn ich den sehe, kann eine Frau auch noch so hetero sein, da ergreif ich die Flucht, weil ich das schlicht unfreundlich finde. Ein komisches, einfaches Wort, aber so sehe ich das. Oder ist das so ein Lesben-Blick, den ich als Kerl gar nicht verstehen kann?


Ich amüsiere mich gerade. Aus meiner Hetera-Sicht ist das der typische leicht herausfordernde Blick, den die meisten jungen Männer auch perfektionieren. Wenn du dich davon nicht angezogen fühlst, heißt das, das Signal "Kein Interesse an Männern" ist bei dir angekommen. Ist doch im Interesse aller.

noplacespecial
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

15

05.09.2010 - 20:46 Uhr
noplacespecial

Mir ist es sehr wichtig, sowohl von den Heteros als auch von den Lesben als Lesbe erkannt zu werden


warum? wird diese frage eigentlich geklärt oder habe ich daran vorbeigelesen.

identität entsteht im leben mancher menschen anscheinend immer noch vordergründig durch das, was die gesellschaft diktiert und nicht durch irgendetwas, was in einem selbst liegt. das passiert jedes mal, wenn das wort 'mode' fällt. ich finde das erschreckend traurig, sich zur geisel von solchen dingen zu machen.

Winterzauber
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

05.09.2010 - 20:56 Uhr
Winterzauber

"Das zweite Extrem, Diskriminierung, ist mir erst mit dem neuen Kurzhaarschnitt begegnet. „Ist das ein Mann oder eine Frau“, hörte ich vor kurzem eine männliche Stimme in spöttischem Ton hinter mir herrufen."

Ja, mei, die Frage ist doch berechtigt. Ich kenn Männer mit größeren Brüsten und längeren Haaren.

sunshineRider
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

05.09.2010 - 21:02 Uhr
sunshineRider

puh...der Text sagt mir, dass das Schubladen denken wohl immer noch nicht vorbei ist....
Armes Deutschland...

nordzucker
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

14

05.09.2010 - 21:03 Uhr
nordzucker

das wird aber schwierig:
durch die mode eindeutig als lesbe erkannt werden, aber dabei nicht in eine schublade landen?

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

05.09.2010 - 21:03 Uhr
nordzucker

r

mariechen20
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

05.09.2010 - 21:07 Uhr
mariechen20

ein_oxymoron sagte:


aber, was zum rest des texts so gar nicht passt:

Aus einer Gruppe von etwa 60 heterosexuellen Studentinnen [...]

und dass alle ausser dir hetero waren, weisst du woher? ist naemlich sehr unwahrscheinlich.


Bei uns auf dem Land sind alle hetero, schon aus Selbsterhaltungstrieb.

eisengrau
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

15

05.09.2010 - 21:19 Uhr
eisengrau

Ich weiß nicht, liegt es daran, dass ich ein Kerl bin oder am Text, aber ich verstehe nicht ganz, was die Autorin ausdrücken will.
Will sie sich abgrenzen oder in irgendwo integriert sein, Mainstream oder Subkultur? Ich meine, G-Star tragen und individuell aussehen, das schließt sich eben aus.
Und darf man ihr nun die sexuelle Ausrichtung ansehen oder nicht? Und wenn man es zu erkennen glaubt, ist das dann Diskriminierung oder Zeichen einer gelungenen Kommunikation? Und was ist nun die Forderung? Mehr und speziellere Lesben-Modelinien? Bin gerade etwas ratlos.

wollmops
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

05.09.2010 - 21:20 Uhr
wollmops

Terpsichore sagte:
wollmops sagte:
Terpsichore sagte:
uiuiui, da empfehle ich der jungen dame dann doch mal ein bißchen judith butler zu lesen.

Stimmt, bevor sie erklärt, wieso "sie als Lesbe erkannt werden möchte", sollte sie erstmal ein bißchen Judith Butler lesen.

Mann, wie überheblich kann man eigentlich sein. *kopfschüttel*


nein, ich schreibe: ich empfehle das zu lesen, um aus dem schubladen-denken rauszukommen.
was eine völlig andere aussage, als das, was du daraus machst.

ich finde aber "uiuiui" und "der jungen Dame" und "dann doch mal" trotzdem überheblich.

Terpsichore
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

05.09.2010 - 21:23 Uhr
Terpsichore

@wollmops: ich finde, aussagen zu verdrehen auch überheblich.
gut, daß wir das geklärt hätten.

wollmops
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-2

05.09.2010 - 21:27 Uhr
wollmops

Ich habe wörtlich zitiert, ich weiß nicht, was daran verdreht sein soll.

Terpsichore
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

05.09.2010 - 21:28 Uhr
Terpsichore

wollmops sagte:
Ich habe wörtlich zitiert, ich weiß nicht, was daran verdreht sein soll.

du hast den nächsten satz, der eindeutig dazu gehörte, weggelassen. das verändert die aussage und ist somit verdreht.

wollmops
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-2

05.09.2010 - 21:33 Uhr
wollmops

@Terpsichore
Gut, das mit dem Schubladendenken ist eine inhaltliche und somit völlig gerechtfertigte Kritik, auch wenn ich sie persönlich nicht teile. Mir ging es beim Stichwort "überheblich" aber nicht um die inhaltliche Kritik, sondern um die obengenannte Formulierung, die sich für mich ziemlich gönnerhaft anhört - und wohl auch so gemeint ist, anders ließe sich kaum erklären, daß Du die Autorin als "junge Dame" apostrophierst.

John_Rebus
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-2

05.09.2010 - 21:37 Uhr
John_Rebus

Winterzauber sagte:
"Das zweite Extrem, Diskriminierung, ist mir erst mit dem neuen Kurzhaarschnitt begegnet. „Ist das ein Mann oder eine Frau“, hörte ich vor kurzem eine männliche Stimme in spöttischem Ton hinter mir herrufen."

Ja, mei, die Frage ist doch berechtigt. Ich kenn Männer mit größeren Brüsten und längeren Haaren.


Und das ist gut so. Da stellt sich die Frage nach der Fuckability erst nicht. Macht's einfacher.

kakaoseele
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

6

05.09.2010 - 21:44 Uhr
kakaoseele

.. erstmal danke für den Artikel.

die Schubladen, die hier einige bedauern, werden wir bei dem Thema glaube ich auch nicht so einfach los. - denn an einem Klischee hängt ja auch immer ein Stückchen Wahrheit und ständig megagenau zu differenzieren, ist eine sprachliche Kunstleistung, die, wenn man sie erbringen würde, jeden Satz zu einem totalen Durcheinander machen würde.

aber eins will ich mal rausgreifen:
"mich den Aussehensvorstellungen der heterosexuellen Masse anpassen. Laut Manuela Kay ist dies der Grund, warum viele Homosexuelle heute nicht mehr als solche zu erkennen sind. 'Anpassung statt Ausgrenzung."...

-> und was, wenn ich als mich teilweise als lesbisch definierende Frau eben einfach dem "lesbischen Look" nicht anpassen möchte?
mir geht's also andersrum - dass ich gar nicht "lesbisch" aussehen möchte, aber gerne als solche erkannt werden würde! was denn dann? Da findet wieder die nächste Ausgrenzung statt! Nämlich aus der lesbischen Szene, die genauso Anpassung zu verlangen scheint, um überhaupt Teil davon sein zu können.

und so ganz allgemein: sind wir ja so und so nicht unbeeinflusst von den Modellen und Skripten, die uns vorgelebt werden. Subversive Performanz braucht immer irgendeinen Ausgangspunkt und irgendeine Richtung, die entweder Einwilligung oder Widerstand aufzeigt. wobei weder einwilligung noch widerstand frei sind von dem, auf was sie sich beziehen.
jetzt weiß ich selbst nicht mehr, warum ich das mal eben so sagen wollte.
macht nichts

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

05.09.2010 - 21:46 Uhr
kakaoseele

achja, jetzt weiß ich's wieder.
wegen des titels "mode gegen den mainstream".

GEGEN den mainstream? oder eben MIT dem mainstream, dem "lesbischen".

lea2
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

05.09.2010 - 22:21 Uhr
lea2

grau, ich bin kein kerl und bin ähnlich ratlos wie du

Gargoyle
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

9

05.09.2010 - 22:34 Uhr
Gargoyle

Du bist schwul, ok. Du bist Lesbe, ok. Du bist hetero, ok. Du bist bi, ok. Alles ok. Ich hab mir noch nie Gedanken drüber gemacht, was ich jetzt anziehen muss, um meine Ausrichtung als Hetero zu unterstreichen. Ich versteh echt die Probleme mancher Leute nicht.

Zeremonienmeister
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

05.09.2010 - 22:39 Uhr
Zeremonienmeister

Gibt es den Artikel auch in der deutschen Version - mit wesentlich weniger Anglizismen?

eisengrau
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

05.09.2010 - 22:44 Uhr
eisengrau

lea2 sagte:
grau, ich bin kein kerl und bin ähnlich ratlos wie du


Da bin ja beruhigt, lea.

jetzt_leser
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

5

05.09.2010 - 22:50 Uhr
jetzt_leser

Ein informativer Artikel, habe viel über die Schubfächer der Lesbenwelt gelernt. Es irritiert mich jedoch, dass Sein (Lesbe) mit Schein (die Klamotten halt) gleichgesetzt wird. Macht die Sache aber sicher einfacher, wenn man in Grossvater's Kategorien denkt - "Mädchen tragen Röcke, Jungs tragen Hosen".

chocolatecat
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

05.09.2010 - 22:52 Uhr
chocolatecat

(mir gefällt die bluse)

Garrett
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

05.09.2010 - 22:55 Uhr
Garrett

"Bin ich Butch oder Femme?" (Bart Simpson)

Terpsichore
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

05.09.2010 - 23:26 Uhr
Terpsichore

wollmops sagte:
@Terpsichore
Gut, das mit dem Schubladendenken ist eine inhaltliche und somit völlig gerechtfertigte Kritik, auch wenn ich sie persönlich nicht teile. Mir ging es beim Stichwort "überheblich" aber nicht um die inhaltliche Kritik, sondern um die obengenannte Formulierung, die sich für mich ziemlich gönnerhaft anhört - und wohl auch so gemeint ist, anders ließe sich kaum erklären, daß Du die Autorin als "junge Dame" apostrophierst.


was heißt denn da gönnerhaft? ja, ich finde es problematisch, einen theoretisch anmutenden text zu schreiben, ohne sich mit der theorie auseinandergesetzt zu haben. da vermischt sie erfahrungsbericht mit wissenschaft, und wie man sieht führt das hier nur zu verwirrung.
und "junge dame" war echt nicht bös gemeint. vielleicht hätt ich lieber "junge lesbe" schreiben sollen?
und, wollmops, in deinem ersten kommentar schreibst du nichts über die formulierungen, die ich benutze, sondern verdrehst mir ganz einfach das wort im munde und findest die von dir verdrehten worte dann überheblich.

keos
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

05.09.2010 - 23:59 Uhr
keos

hm. ich weiss auch nicht so recht, was ich mit dem artikel anfangen soll. vielleicht wären zwei texte besser geweseb: einer über den theoretischen hintergrund, die entwicklung der "lesbischen" mode und die heutigen vorbilder - und einen subjektiven erfahrungsbericht dazu, der gern von dieser autorin seib dürfte, ihre geschichtd ist auf jeden fall spannend.
aber mir ist das hier auch zu sehr klischee - typisch hetero hier, typisch lesbisch da. für mich hat mode und kleidungsstil mit vielem zu tun, und ich - hetero - geniesse es, mich in unterschiedlichen stilen zu kleiden, damit auch rollen zu verkörpern. ich möchte mal jünger, mal älter wirken, mal seriös, mal sportlich, mal sexy, mal indie. aber "heute zieh ich mich heterosexuell an" - darauf bin ich nun wirklich noch nicht gekommen. diese identitätskonstruktion über kleidung ist seltsam, vor allem weil es ja nun mit individualität nicht viel zu tun hat, wenn man der lesben-uniform gerecht werden muss. kommt zudem immer auch noch auf die körperlichen voraussetzungen an, mir würde dieser androgyne stil niemand abnehmen, es sähe komplett lächerlich aus. was macht eine lesbe mit meiner figur? nicht als lesbe erkannt werden, wahrscheinlich, und sich vielleicht darauf zurückbesinnen, dass mode nicht unbedingt mit der sexuellen orientierung verknüpft sein muss.

alces
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 00:14 Uhr
alces

keos sagte:
was macht eine lesbe mit meiner figur?


Hungern, vielleicht. Ich habe das alles nicht verstanden, was aber wohl an mir liegt. Allerdings verspüre ich das Bedürfnis, der Autorin ein Schnitzel zu braten. Ach, was red' ich, zwei Schnitzel. Armes schmales Ding...

Terpsichore
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

06.09.2010 - 00:34 Uhr
Terpsichore

ich mag ihren stil gerne. würde sie aber anhand dessen nicht als lesbe erkennen. dann wären die hälfte aller hipster lesben, wenn man danach gehen würde.

das ist so merkwürdig: sie sagt, wie vielfältig die lesben-welt ist und gleichzeitig hat man aber anscheinend auf eine bestimmte art und weise auszusehen, um als lesbe erkannt zu werden.
ja, wird die frage überhaupt beantwortet? warum sie als lesbe erkannt werden will?
das alles hört sich alles so nach einem identifikations-problem an, das vielleicht eher in ihrer persönlichkeit begründet liegen könnte. irgendwie fand ich das immer schon komisch. sich zu kategorisieren (als "lesbe", "hetero", "bi") heißt immer, sich abzugrenzen. da ist diskriminierung doch vorprogrammiert. (die angst vor dem fremden.) anstatt zu sein, wer man ist, ohne es ständig kontextualisieren zu müssen. eben, wer fragt sich schon: was kann ich anziehen, um hetero-sexuell auszusehen? wenn ich mich androgyn kleide, denke ich auch nicht: ich seh heut so lesbisch aus. das hat damit doch nichts zu tun.

dem_osten_so_nah
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

06.09.2010 - 01:38 Uhr
dem_osten_so_nah

alces sagte:
keos sagte: was macht eine lesbe mit meiner figur? Hungern, vielleicht.

Einen weiblichen Körperbau kann man schlecht weghungern. Bzw. ich will es mir gar nicht vorstellen, brr.

utti
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

4

06.09.2010 - 02:05 Uhr
utti

es ist doch klar, dass heteros sich keine gedanken machen müssen, denn heterosexualität wird doch immer noch als die normalität angesehen. die mehrheit ist ja auch (mehr oder weniger) hetero. ist man es nicht, kommt immer irgendwann der punkt, an dem man sich erklären muss und zu seiner identität stehen muss. daher ist der wunsch verständlich, einen wichtigen teil seiner (sexuellen) identität auch nach außen sichtbar zu machen und auch stolz darauf zu sein.

peergroupverhalten gibts ja nicht nur bei lesben. warum rennen sonst so viele leute mit band t-shirts rum oder behalten ihr festival-armbändchen monatelang an.

Terpsichore
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

06.09.2010 - 02:17 Uhr
Terpsichore

@utti: ich finde das generell zu einfach, sich zu kategorisieren. damit will man eben wieder einer gruppe angehören und sich eine normalität aufbauen. (sagst du ja auch.) und man schließt wieder damit alles, was für einen anders ist, aus. eben das schafft immer mehr diskriminierung, in alle möglichen richtungen. die welt wird dann besser, wenn man anfängt, menschen, ob sie anders sind als man selbst oder die masse oder was weiß ich, zu akzeptieren. und wer könnte da am besten vorreiter sein als menschen, die es kennen, diskriminiert zu werden? stattdessen geschieht das gegenteil. das finde ich schade.

utti
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

5

06.09.2010 - 02:43 Uhr
utti

naja, es geht hier ja nicht um eine gruppe, die z.B. sich mit einer bestimmten musikrichtung identifiziert, sondern um eine minderheit, die bis vor kurzem noch extrem diskriminiert wurde. und da ging es erstmal darum überhaupt sichtbar zu sein und es auszuhalten anzuecken und als abnormal bezeichnet zu werden. dieses ganze "böse kampflesbe" gerede ist ja ein zeichen dafür wie wenig toleranz dafür es bis heute gibt. klar, kann man sagen, dass kategorisierungen die wurzel des problems sind, nur kam diese ausgrenzung ja zuerst von der mehrheitsgesellschaft. ich wüsste nicht, wie eine minderheit sich emanzipieren kann, wenn sie die kategorisierung, die von außen kommt, nicht erstmal annimmt und in stolz umwandelt, also positiv besetzt.

wenn es kein problem mehr ist, wenn ne lesbe ne heterofrau in der u-bahn anflirtet, kann man vielleicht sagen, dass man post-gender (oder so) ist, und kategorien werden unwichtig.

Terpsichore
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

06.09.2010 - 03:10 Uhr
Terpsichore

mit der herleitung hast du natürlich recht. aber wahrscheinlich bin ich da berlin-verwöhnt. hier ist es halt einfach normalität. oder ich empfinde das so.
"angeflirtet" werden sollte man sowieso nicht in der u-bahn, egal von wem. außer es gibt signale, daß man das will. bzw. was genau heißt "anflirten" für dich?

ich finde es zum beispiel beschämend, nicht in eine schwulenbar gelassen zu werden als frau. hetero-männer dürfen da ja auch rein. oder lesben, die partout keine männlichen freunde haben wollen. (ja, hab ich alles schon erlebt... ist hoffentlich nicht die regel, aber es kommt doch noch immer viel zu oft vor.) was soll der schwachsinn? da werden einfach grenzen errichtet, die nichts mehr mit einer andersheit zu tun haben, sondern die fehler, die die mehrheitsgesellschaft zuvor gemacht hat, werden wiederholt.
ach und generell finde ich es einfach ganz komisch, daß man sich zuallererst über seine sexualität definiert. ich erzähl auch nicht jedem auf der straße, ob ich mit männern schlafe oder mit frauen oder mit beiden geschlechtern oder zu dritt oder was auch immer.
(natürlich ist das was anderes, wenn man für seine rechte kämpft, gleichgeschlechtliche ehe etc., aber darum gehts ja in dem text nicht.)

TinoForce
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

9

06.09.2010 - 03:16 Uhr
TinoForce

Sorry aber bei der Homepage musste ich lachen. wie wundervoll. soooooviele möglichkeiten, da weiß man gleich wo man sich total individuell einzuordnen hat.
mir sind menschen am liebsten die einfach kein aufheben um ihre sexualität machen.
jeder wie er mag, klar, aber meine erfahrung ist, dass ich mit in der hinsicht entspannteren leuten besser kann.
achja. und mich schüttelt es immer wieder wenn ich das männerbild so mancher redakteurin durchschimmert. ich kenn genügend lesben die männer mögen und gesittete annäherungsversuche als genau das sehen was sie sind: ein kompliment. dann kommt eben "sorry nich so meine richtung" und dann ist gut. wenn nicht. falsche kreise. idiotentum is ja jetzt nicht geschlechtsabhängig.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 03:16 Uhr
TinoForce

durchschimmern _sehe_ natürlich. verkorkster satz.

Kalef
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 04:44 Uhr
Kalef

utti sagte:
naja, es geht hier ja nicht um eine gruppe, die z.B. sich mit einer bestimmten musikrichtung identifiziert, sondern um eine minderheit, die bis vor kurzem noch extrem diskriminiert wurde. und da ging es erstmal darum überhaupt sichtbar zu sein und es auszuhalten anzuecken und als abnormal bezeichnet zu werden. dieses ganze "böse kampflesbe" gerede ist ja ein zeichen dafür wie wenig toleranz dafür es bis heute gibt. klar, kann man sagen, dass kategorisierungen die wurzel des problems sind, nur kam diese ausgrenzung ja zuerst von der mehrheitsgesellschaft. ich wüsste nicht, wie eine minderheit sich emanzipieren kann, wenn sie die kategorisierung, die von außen kommt, nicht erstmal annimmt und in stolz umwandelt, also positiv besetzt.

wenn es kein problem mehr ist, wenn ne lesbe ne heterofrau in der u-bahn anflirtet, kann man vielleicht sagen, dass man post-gender (oder so) ist, und kategorien werden unwichtig.



Dem kann ich nur zustimmen. Und ich fürchte, deswegen funktioniert auch keos' Argument ("Heut zieh ich mich heterosexuell an") nicht.

Die Fragen, die eisengrau gestellt hat, werden dadurch aber nicht weniger stichhaltig.

Digital_Data
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-5

06.09.2010 - 05:02 Uhr
Digital_Data

Wieso begibt sie sich eigentlich in die Sackgasse und wählt als Flirt-Absage alleine schon: "Ich bin Lesbe !" Wenn das nicht funktioniert, dann sollte man das einfach irgendwann kapieren und einen ganz normalen Korb verteilen. Frauen können das eigentlich ziemlich gut. Passt so etwas in diese Abgrenzung, die einige hier schon angemerkt haben.

Als Lesbe erkennbar sein ? Stellt sich als erstes die Frage für wen ? Für Hetero-Frauen, das ist sicher egal. Für Hetero-Männer, das wird nicht klappen, da das sonst ALLE wissen müssten. Bleibt für Homo-Frauen und am besten natürlich gleich noch, welche Rolle ich in dem besagten Paar dann spielen will.

Bei der Kleidung gibt es durchaus Möglichkeiten. So gibt es z.B. Damen-Hosen die den Bund in der Taille haben und andere bei denen der Bund über die Hüftknochen läuft (siehe 70er Jahre). Da könnte die Mode durchaus Abgrenzungen schaffen. Denn feminine Fraue ziehen letzteres eher nicht an. Ähnliches gibt es bei Schuhen und Blusen. Da muss sich die Szene halt auch etwas bemühen, wenn es denn schon so viele lesbische Designer gibt.

Digital_Data

drip
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

4

06.09.2010 - 08:12 Uhr
drip

jongedame sagte:
Ich stimme @Annegretel zu. Mir ist das auch zu Schublade.
Ich trage Kleider ebenso gerne wie etwas locker sitzendere Jeans aus der Herrenabteilung. Einfach weil es bequem ist und ich bin hetero. Strahl ich jetzt das falsche auf Männer aus?

Ich habe auch viele lesbische Freundinnen, die sich alle sehr individuell kleiden und alle sehr modebewusst sind... von der tussi zum tomboy alles dabei...
Wozu braucht es nun eine "Festlegung"?


ich kenne aus sehr viele auch der szene - und genau so ist es :) man kann es überhaupt nicht verallgemeinern...

cathie
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

06.09.2010 - 08:56 Uhr
cathie

zunächst einmal: danke für den artikel. gerade der erfahrungsbericht ist daran das interessante für mich.


Terpsichore sagte:
@utti: ich finde das generell zu einfach, sich zu kategorisieren. damit will man eben wieder einer gruppe angehören und sich eine normalität aufbauen. (sagst du ja auch.) und man schließt wieder damit alles, was für einen anders ist, aus. eben das schafft immer mehr diskriminierung, in alle möglichen richtungen. die welt wird dann besser, wenn man anfängt, menschen, ob sie anders sind als man selbst oder die masse oder was weiß ich, zu akzeptieren. und wer könnte da am besten vorreiter sein als menschen, die es kennen, diskriminiert zu werden? stattdessen geschieht das gegenteil. das finde ich schade.


da stimme ich dir zu, nur auch menschen, die diskriminierung erleben, haben erstmal nicht das bedürfnis diskriminierung abzuschaffen, sondern zu einer gruppe dazuzugehören, angenommen und akzeptiert zu sein.

natürlich schließen sie dann andere auch wieder aus, aber gerade das gehört eben zur identität dazu, die gibt es eben nur in differenz/ ablehnung zu etwas.

das ziel sollte aber natürlich eigentlich sein, dass jeder dort weggehen kann, anziehen kann, was er möchte und sich die menschen als menschen begegnen und nicht als hetero/homo/mann/frau/....

brunok
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

06.09.2010 - 09:06 Uhr
brunok

Eine Frau ist lesbisch. Ja und? Irgendwie nichts neues, oder?

shafty
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 09:17 Uhr
shafty

habe jetzt eine weile über den artikel nachgedacht. ich war und bin eigentlich genauso ratlos wie eisengrau. aber nach dem letzten post von cathie habe ich gemerkt, dass man den artikel auch ganz anders lesen kann, nämlich als reinen stylefragen artikel. d.h. wenn es statt um eine lesbe ein bericht eines sagen wir mal hip-hoppers wäre, der sich über die style-klischees beschwert und über seine such nach seinem persönlichen hip-hop klamottenstil, der möchte, dass man ihm ansieht welche musik er hört, weil er "reprezented" etc, dann wäre der artikel zwar auch möglich aber doch auch irgendwie langweilig gewesen. aber auch da kann man verschiedene strömungen gegeneinanderstellen, unterschiedliche aussagen von klamotten, vorbilder etc.
erst über die gender- und sexuelle orientierungsschiene kommt da plötzlich kontroverse auf und wird das ein thema das hier heiss diskutiert wird.
ich weiss es nicht, könnte mir aber vorstellen, dass der artikel in einem lesbenforum evtl. ganz anders diskutiert würde.

ThomasCrown
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

4

06.09.2010 - 09:42 Uhr
ThomasCrown

anhand des fotos hätte ich sie jedenfalls nicht als lesbe erkannt.

afrirali
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

6

06.09.2010 - 09:52 Uhr
afrirali

vielleicht sollten menschen, denen es wichtig ist, sofort als irgendetwas identifiziert zu werden (sei es sexuelle orientierung, sei es politische überzeugung) einfach ein schild vor sich her tragen, oder so buttons, wie es sie in polit-szenen gibt, dann ist das geregelt.

mir ist aber auch nie klar geworden, wie man / frau sich so unheimlich viele gedanken um kleidung machen kann.

Gargoyle
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

06.09.2010 - 10:00 Uhr
Gargoyle

Mir ist auch nicht klar, warum man seine sexuelle Orientierung ständig allen Menschen unter die Nase reiben muss. Auf der einen Seite wird gefordert, keine Unterschiede zwischen den Ausrichtungen zu machen - und ich denke, weite Kreise der Bevölkerung tun das mittlerweile auch nicht mehr. Auf der anderen Seite wird dann doch wieder mit der "Andersartigkeit" kokettiert und man gefällt sich irgendwie in diesem "Diskriminierten-Status". Ich finde es ein bisschen wenig, um sich damit als Persönlichkeit zu definieren - so viel anders als bei den Hipstern, die ihre Hose auf dem Flohmarkt in London und ihr Hütchen auf dem Dachboden der Oma gefunden haben, ist das nun auch wieder nicht.

Mellie78
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

4

06.09.2010 - 10:56 Uhr
Mellie78

Trallala, ich hab mehr Röcke als Hosen im Schrank und trag auch keine Männerhemden sondern Frauenblusen - muss ich jetz meine Clubkarte zurückgeben?

Ansonste hat der Gargoyle alles gesagt.

Aporia
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

06.09.2010 - 11:30 Uhr
Aporia

Kesser Vater musste ich jetzt erstmal googeln, hahaha. Wie würden wohl die entsprechenden Kategorien für Heteros lauten?

zabaitzu
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

4

06.09.2010 - 11:35 Uhr
zabaitzu

Meine Freundin trägt auch keine skinny jeans, hat blonde kurze haare und trägt bequeme turnschuhe. Muss ich ich mir jetzt sorgen machen?
Gottseidank hat sie "hetero" mit goldenen buchstaben aufs hirn tättowiert, damit auch jeder sofort erkennen kann, was sie mag und was nicht.

schubladen ole.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 11:35 Uhr
zabaitzu

Meine Freundin trägt auch keine skinny jeans, hat blonde kurze haare und trägt bequeme turnschuhe. Muss ich ich mir jetzt sorgen machen?
Gottseidank hat sie "hetero" mit goldenen buchstaben aufs hirn tättowiert, damit auch jeder sofort erkennen kann, was sie mag und was nicht.

schubladen ole.

JaKamb
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

06.09.2010 - 11:56 Uhr
JaKamb

Es gibt keine Festlegung, es gibt nur wie immer den Klischees entsprechende Stereotypen, die natürlich mehr auffallen und daher auch als 'typisches Bild einer Lesbe/typisches Bild eines Schwulen' empfunden werden. Jedes Jahr nach dem CSD ärgern wir uns über die Auswahl der Bilder...und es wundert mich nicht, daß es manche Heteros erschreckt, denn was da gezeigt wird, sind ja so gut wie nur die Extreme und die Exoten.
Wir wären der Presse ausserordentlich dankbar, wenn man 'uns Homosexuelle' mal in allen Facetten zeigen würde und nicht nur immer Bilder von fetten butchigen Kampflesben und tuckigen Schwulen zeigen würde, denn diese stellen auch bei uns die Minderzahl dar.
Der Witz ist: Den Rest von uns identifiziert ihr nur nicht als lesbisch oder schwul, weil auch wir es optisch nicht zur Schau tragen.
Meine Frau und ich sind beide schlank, gutaussehend und optisch weiblich, keiner würde jemals darauf kommen, daß wir schon seit 7 Jahren glücklich verpartnert sind.

Es würde heterosexuellen vielleicht deutlich leichter fallen, uns als normal zu empfinden, wenn die Medien nicht immer nur die Freakvarianten von uns abbilden würden.

aelskling
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

06.09.2010 - 12:10 Uhr
aelskling

JaKamb sagte:

Meine Frau und ich sind beide schlank, gutaussehend und optisch weiblich, keiner würde jemals darauf kommen, daß wir schon seit 7 Jahren glücklich verpartnert sind.



nein. da würde natürlich KEINER jemals drauf kommen!! wake up - it's 2010!

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 12:11 Uhr
aelskling

JaKamb sagte:

Es würde heterosexuellen vielleicht deutlich leichter fallen, uns als normal zu empfinden, wenn die Medien nicht immer nur die Freakvarianten von uns abbilden würden.


viele dieser 'Freakvarianten' haben alles dafür gegeben, dass du heute so leben kannst wie du lebst.

einige deiner aussagen da oben hätten wohl doch lieber mal noch ne extrarunde durch den kopf gedreht..

chocolatecat
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 12:20 Uhr
chocolatecat

ich vermute mal das mit der sexuellen orientierung unter die nase reiben hat vielleicht auch ganz praktische gründe, oder?

jinxjordan
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 12:21 Uhr
jinxjordan

sind wir wieder im mittelalter, mit kleiderordnung und so?

JaKamb
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

06.09.2010 - 12:26 Uhr
JaKamb

Deine Zitate von mir sind absolut sinnfrei bewertet, denn Du sprichts mir damit indirekt das Recht ab, nicht den Klischees zu entsprechen.
Und was an dem Anliegen falsch ist, daß man auch mal anders dargestellt werden möchte, bleibt mir ein Rästel. Solltest Du dich angesprochen fühlen, würde ich mich mal fragen, wieso Du dann damit ein Problem hast.
Du implizierst also, daß wir 'normaler, also nicht im Sinne der Klischees aussehenden' Leute nix dazu beigetragen haben? Du irrst Dich gewaltig, dadurch daß auch wir im Job offen mit unserer Lebenspartnerschaft umgehen, haben sich doch so einige Heteros hier mir gegenüber gerade deshalb positiv geäussert und mir gesagt, daß sich ihr Bild von Lesben durch uns deutlich verbessert hat, da es schön sei, auch mal einen nicht dem Klischee entsprechenden Menschen zu treffen, von dem es 'nicht gedacht hätte'.

Der Mut, sich als nicht erkennbare Lesbe zu outen ist Dir also gar nix wert? Du meinst, daß nur stereotype Exemplare das getan hätten?
Sei mal bitte nicht so eindimensional und pseudo-erbost, daß auch wir 'nicht-stereotypen' Lesben es wagen, eine Meinung dazu zu haben.

maschinenwinter
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 12:53 Uhr
maschinenwinter

Thema Schublade und die unklaren Grenzen:

Würde ich ihr, wie hier abgelichtet auf der Strasse begegnen, würde ich als durchweg, Hetereo niemals, zumindest aber nicht auf Anhieb, erkennen können und wollen, dass sie aufgrund ihres äußerlichen Erscheinungsbild, ausschließlich bissexuelle Neigungen hat.

Ich werde/wurde oft, als eher teilzeit- modeaffiner von homosexuellen Männern begutachtet, aber nicht angesprochen.

Ich maße mir aus Erfahrung also an, zu behaupten, dass sie eventuell nicht genügend Selbstbewusstsein mit sich führt, auch wenn ich freilich, den Wunsch verstehen kann, sich durch offensichtliche Zugehörigkeit sicher identifizieren zu können.

Terpsichore
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

06.09.2010 - 13:01 Uhr
Terpsichore

@JaKamb: eine frage, und die ist nicht böse gemeint: warum sprichst du immer von "wir" und "ihr"? das fühlt sich so an, als könntest du dich mit allen homosexuellen identifizieren, nur weil sie homosexuell sind. du schaffst damit eine grenze zu allen heterosexuellen, die meines erachtens einen dialog erschwert. ich nehme homosexuelle nicht als andere menschen wahr, aber durch diese abgrenzung vermittelst du, daß "ihr" oder "wir" anders sind. wie soll es da zur normalität werden?

aelskling
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 13:05 Uhr
aelskling

@jakamb findet ja sogar innerhalb der 'Gruppe der Homosexuellen' eine Unterkategorie, die sie werhaft verfechtet: die der femininen frauen! alle anderen sind stereotypen und 'Freaks'

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 13:07 Uhr
aelskling

@jakamb findet ja sogar innerhalb der 'Gruppe der Homosexuellen' eine Unterkategorie, die sie werhaft verfechtet: die der femininen frauen! alle anderen sind stereotypen und 'Freaks'

mockingbird
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

06.09.2010 - 13:13 Uhr
mockingbird

Terpsichore sagte:
ich nehme homosexuelle nicht als andere menschen wahr, aber durch diese abgrenzung vermittelst du, daß "ihr" oder "wir" anders sind. wie soll es da zur normalität werden?


dass du nicht unbedingt repräsentativ für alle heteros bist, kommt dir nicht in den sinn? und dass in diesem falle eine gruppenidentität stärkend wirken kann und das von vielen noch gebraucht wird, um sich überhaupt zu trauen, sich offen zu bekennen? nicht überall ist hip berlin. nicht überall sind es die menschen gewohnt, dass in ihrer umgebung schwule und lesben leben. ich finde es schon ein bisschen seltsam, dass du hier eine junge lesbe derart kritisierst und dir diese kritik von deiner perspektive als aufgeklärte hete herausnimmst. ich finde es völlig akzeptabel, dass identitäten, die sich erst einmal in so etwas grundsätzlichen wie der eigenen sexualität finden müssen kleidung und gruppenrahmen als sicherheitsleine benutzen. ausgerechnet diese gruppen aus der sicherheit der norm zu kritisieren, das sit schon eine interessante geistige volte.

suesswarenabteilung
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

06.09.2010 - 13:18 Uhr
suesswarenabteilung

so ein blödsinn.

aelskling
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-2

06.09.2010 - 13:22 Uhr
aelskling

ich bin der Meinung, dass diese 'junge lesbe' wie du sie so schön nennst, kritisiert werden muss. denn nur so kann sie weiterentwickeln was noch nicht so ausgeprägt zu sein scheint: Toleranz!

mockingbird
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 13:23 Uhr
mockingbird

aelskling sagte:
ich bin der Meinung, dass diese 'junge lesbe' wie du sie so schön nennst, kritisiert werden muss. denn nur so kann sie weiterentwickeln was noch nicht so ausgeprägt zu sein scheint: Toleranz!

und das ist unsere/ deine aufgabe? ihr das beibringen? ich find es immer wieder faszinierend, wie man oftmals diskriminierte minderheiten anklagen kann, intolerant zu sein.

Terpsichore
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

06.09.2010 - 13:24 Uhr
Terpsichore

mockingbird sagte:
dass du nicht unbedingt repräsentativ für alle heteros bist, kommt dir nicht in den sinn? und dass in diesem falle eine gruppenidentität stärkend wirken kann und das von vielen noch gebraucht wird, um sich überhaupt zu trauen, sich offen zu bekennen? nicht überall ist hip berlin. nicht überall sind es die menschen gewohnt, dass in ihrer umgebung schwule und lesben leben. ich finde es schon ein bisschen seltsam, dass du hier eine junge lesbe derart kritisierst und dir diese kritik von deiner perspektive als aufgeklärte hete herausnimmst. ich finde es völlig akzeptabel, dass identitäten, die sich erst einmal in so etwas grundsätzlichen wie der eigenen sexualität finden müssen kleidung und gruppenrahmen als sicherheitsleine benutzen. ausgerechnet diese gruppen aus der sicherheit der norm zu kritisieren, das sit schon eine interessante geistige volte.


sicherlich bin ich nicht repräsentativ für alle heteros. ich würde mich auch nie als hetero bezeichnen. wieso gehst du davon aus, daß ich hetero bin?
was ich kritisiere sind die widersprüche, in die sie sich verstrickt. und das sind dinge, die die welt leider nicht besser machen.
gruppenidentitäten sind eben eine schwierige sache und tragen meiner meinung nach nicht zur aufklärung bei, sondern schaffen grenzen. das schafft mehr probleme als sie aus der welt zu schaffen. zumindest in der art und weise wie das hier und auch von ihr beschrieben wird.

Gargoyle
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

06.09.2010 - 13:26 Uhr
Gargoyle

mockingbird sagte:
ich find es immer wieder faszinierend, wie man oftmals diskriminierte minderheiten anklagen kann, intolerant zu sein.


Und? Ist es so undenkbar, dass auch diskriminierte Minderheiten ihrerseits andere Menschen diskriminieren? Darf man das dann nicht ansprechen?

mockingbird
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

06.09.2010 - 13:29 Uhr
mockingbird

deine vorwürfe mögen dann vielleicht zutreffen, wenn homosexualität in der gesellschaft so normal ist, wie heterosexualität. aber bis vor wenigen jahrzehnten galt homosexualität noch als strafbar und du wirst auch heute genug menschen treffen, die es bedauern, dass es nicht mehr strafbar ist, die es als krank ansehen und der ansicht sind, dass gleichgeschlechtliche paare keine kinder haben dürfen oder heiraten können sollten. ich gestehe dieser gruppe in all ihrer heterogenitt zu, erst einmal eine gruppenidentität zu pflegen, bis die gesellschaftlichen ziele erreicht sind. alleine kämpfen bringt nämlich nicht so viel. das ist wie mit der frauenbewegung.

Terpsichore
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 13:31 Uhr
Terpsichore



(jetzt krieg ich bestimmt schläge...)

Gargoyle
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-3

06.09.2010 - 13:34 Uhr
Gargoyle

mockingbird sagte:
das ist wie mit der frauenbewegung.


Frauen sind grundsätzlich schon mal von vorneherein diskriminiert. Wie auch aktuell am Umgang der Justiz mit den Fällen Benaissa und Kachelmann zu sehen ist.

CptnTrash
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

06.09.2010 - 13:35 Uhr
CptnTrash

Terpsichore sagte:
gruppenidentitäten sind eben eine schwierige sache und tragen meiner meinung nach nicht zur aufklärung bei, sondern schaffen grenzen.


eine art gruppenidentität haben alle homosexuellen. ebenso wie hetterosexuelle. letztere nehmen sie nur nicht so bewusst war, da ihre sexuelle identität von der mehrheit geteilt und akzeptiert wird. homosexuelle erleben diese gruppenidentität stärker und gehen mit ihr oft auch offensiver um. das ist aber wohl aufgrund von schwieriger sexueller selbstfindung und erfahrener diskriminierung (ja, die gibt es. und ja, auch in berlin) nicht verwunderlich.

Terpsichore
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

06.09.2010 - 13:35 Uhr
Terpsichore

wenn man sich selbst als "unnormal" behandelt, wie sollen einen dann andere als "normal" behandeln? bzw. will man das überhaupt? sie sagt ja auch gar nicht, was sie überhaupt will.
und wenn man auf toleranz stoßen will, schafft man das einfach nicht, wenn man sich intolerant benimmt.
es geht in diesem artikel übrigens nicht um gesellschaftliche ziele, sondern um mode...

mockingbird
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 13:36 Uhr
mockingbird

Gargoyle sagte:
mockingbird sagte:
das ist wie mit der frauenbewegung.


Frauen sind grundsätzlich schon mal von vorneherein diskriminiert. Wie auch aktuell am Umgang der Justiz mit den Fällen Benaissa und Kachelmann zu sehen ist.

und dieser kommentar ist hilfreich und relevant weil?

drogenbaron
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

06.09.2010 - 13:36 Uhr
drogenbaron

"Der englische Romancier Quentin Crisp sagte einmal: „Stil heißt, genau zu wissen, wer man ist und dazu zu stehen.“"

Das ist eine dermaßen beliebige Aussage -

Gargoyle
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

06.09.2010 - 13:41 Uhr
Gargoyle

mockingbird sagte:
und dieser kommentar ist hilfreich und relevant weil?


Weil er zeigt, dass Schwarzweißdenken nicht weiterhilft. Frauen sind genausowenig ständig nur Opfer wie Schwule und Lesben überall automatisch immer gleich diskriminiert werden. Und die Forderung nach Toleranz darf eben auch an diskriminierte Minderheiten gestellt werden. Er gilt für alle Menschen gleichermaßen, sonst könnte ich mich ja immer schön auf meinem Außenseiterdasein ausruhen.

mockingbird
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 13:44 Uhr
mockingbird

ich habe auch nie irgendwo geschrieben, dass schwule und lesben immer nur opfer sind. und ich würde den wunsch nach abgrenzung nicht mit diskriminierung gleichsetzen.

JaKamb
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

06.09.2010 - 13:44 Uhr
JaKamb

@aelskling:
Ich spare mir weitere Antworten zu deinem leider etwas sinnfreiem Gehetze, da Du offensichtlich arge Probleme hast, wenn sich jemand fernab der Klischees es wagt, dazu zu äussern. Die schlechten Bewertungen deiner Kommentare sagen genug aus.
Statt nur an Meinungen anderer herumzumäkeln, könntest Du ja mal versuchen, selbst ein sinnvolles Statement abzugeben.


@Terpsichore:
Danke für den Hinweis, war nicht so gemeint und mir nicht bewusst, daß ich das so schreibe. Interessant auch für mich selbst, ich lese mir das unter dem Aspekt nochmal durch.
Ich denke, es könnte daher kommen, daß man doch manchmal nach einem Outing, freiwillig oder nicht, sich hier und da dann doch anders behandelt fühlt danach. Manche sind danach regelrecht entspannter, weil sie es vielleicht schon gedacht haben, andere wiederum nehmen dann eine künstliche Distanz auf, weil sie evtl Berührungsängste damit haben. Ich glaube, daß ich mich da sicher hier und da als 'die Anderen' gefühlt habe, weil man natürlich nicht wahrhaben will, daß es doch noch viele gibt, die damit ein Problem haben.

Meine Theorie ist, daß wir sowieso niemals eine echte Gleichberechtigung aller Menschen haben werden, so wünschenswert das auch wäre, weil der Mensch letzten Endes als Egotier dazu nie in der Lage wäre und zuviele monetäre Interessen dagegen stehen. Leider.

nordzucker
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 13:47 Uhr
nordzucker

also vielleicht ein mainstream modelabel, das zu ueberhoehten preisen hippe-normal-klamotten mit markenbezeichnung verkauft, die dann eine bestimmtes image vertritt?
in der politischen scene ist sowas, mit anderen hintergrund, weit verbreitet. da kann man recht normale aktuelle mode tragen und trotzdem weiss die umgebung bescheid.

mockingbird
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 13:52 Uhr
mockingbird

und der vorwurf der umgekehrten diskriminierung ist etwas albern, denn diskriminierung setzt eine machtposition vorraus. und da hätte ich doch gerne ein paar mehr beispiele für die diskrimierung durch schwule und lesben, als dass ich in deren clubs nicht erwünscht bin.

Terpsichore
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

4

06.09.2010 - 14:08 Uhr
Terpsichore

ach unsinn. in was für ner machtpostion ist denn der typ, der ihr auf der straße hinterruft, ob sie ein mann oder eine frau ist?
es geht auch vor allem mehr um das abschaffen von grenzen. vor allem im kopf. und die werden eben von beiden seiten errichtet. und irgendwer sollte mal anfangen, die abzuschaffen, wenn es besser werden soll.

mockingbird
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

06.09.2010 - 14:14 Uhr
mockingbird

er ist insoweit in der machtposition, dass er sowas rufen kann, ohne sofort und überall dafür den unmut aller übrigen umstehenden zu ernten. es ist ok, sich über frauen lustig zu machen, die nicht weiblich aussehen. es ist ja "nur ein witz". die frau, die sich sowas anhören muss, ist automatisch in der defensive.

Gargoyle
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 14:14 Uhr
Gargoyle

@terpsichore: volle Ladung grün!

afrirali
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 14:17 Uhr
afrirali

Terpsichore sagte:
wenn man sich selbst als "unnormal" behandelt, wie sollen einen dann andere als "normal" behandeln? bzw. will man das überhaupt? sie sagt ja auch gar nicht, was sie überhaupt will.
und wenn man auf toleranz stoßen will, schafft man das einfach nicht, wenn man sich intolerant benimmt.
es geht in diesem artikel übrigens nicht um gesellschaftliche ziele, sondern um mode...


es geht doch, mit verlaub, um beides, und die frage, was die dame gerne anzieht, hat bei ihr anscheinend einen gesellschaftspolitischen aspekt. ich persönlich finde sowas ja einfach anstrengend. ich möchte menschen nicht an ihrer kleidung ihre sexuellen präferenzen ansehen, weil sie mir in 99% der fälle egal sind und ich mit ihnen unabhängig ihrer sexuellen präferenzen interagieren will.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 14:23 Uhr
afrirali

mockingbird sagte:
er ist insoweit in der machtposition, dass er sowas rufen kann, ohne sofort und überall dafür den unmut aller übrigen umstehenden zu ernten. es ist ok, sich über frauen lustig zu machen, die nicht weiblich aussehen. es ist ja "nur ein witz". die frau, die sich sowas anhören muss, ist automatisch in der defensive.


quatsch. es kommt halt drauf an, wo du bist. aber jede wette, in einer unimensa zB würde ein solcher typ eine menge böser blicke und worte abbekommen.

Terpsichore
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

06.09.2010 - 14:23 Uhr
Terpsichore

afrirali sagte:

es geht doch, mit verlaub, um beides, und die frage, was die dame gerne anzieht, hat bei ihr anscheinend einen gesellschaftspolitischen aspekt. ich persönlich finde sowas ja einfach anstrengend. ich möchte menschen nicht an ihrer kleidung ihre sexuellen präferenzen ansehen, weil sie mir in 99% der fälle egal sind und ich mit ihnen unabhängig ihrer sexuellen präferenzen interagieren will.


ich glaube, es geht bei ihr um identitätsbildende aspekte, nicht um gesellschaftspolitische.

joni
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

06.09.2010 - 14:26 Uhr
joni

ist das erst gemeint?

ich dachte, es waere erstrebenswert, dass sexuelle vorlieben egal sind und nicht, dass sie durch den kleidungsstil sofort erkennbar sind.

und wo isn auf den fotos der "radikale iro"??

so wie die autorin auf den fotos sehen doch heutztutage ganz ganz viele maedchen und frauen aus...ohne lesbisch zu sein.

ich bin verwirrt...

Terpsichore
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

06.09.2010 - 14:29 Uhr
Terpsichore

mockingbird sagte:
er ist insoweit in der machtposition, dass er sowas rufen kann, ohne sofort und überall dafür den unmut aller übrigen umstehenden zu ernten. es ist ok, sich über frauen lustig zu machen, die nicht weiblich aussehen. es ist ja "nur ein witz". die frau, die sich sowas anhören muss, ist automatisch in der defensive.


meine güte, dann dreh ich mich halt um und ruf was blödes zurück. dafür werd ich dann auch nicht gesteinigt und habe mindestens genauso viele sympathien auf meiner seite. man muß es doch auch nicht übertreiben. außerdem wette ich mit dir, daß ein solcher kommentar von nem typ (oder auch von ner frau) unmut bei anderen erzeugt. rumpöbeln ist halt rumpöbeln.
anmerken möchte ich noch, daß es in dem beispiel bei ihr gar nicht darum ging, daß sie "diskriminiert" wurde, weil sie lesbisch ist, sondern weil sie kurze haare hat und hemd trägt.

afrirali
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 14:32 Uhr
afrirali

terpsi: sie spricht ja auch von vorbildern, dem eindruck beim csd, etc. da geht es ja schon mehr als um ihre individuelle identität. naja, sie macht ihre identitätssuche halt zu was gesellschaftlichem.

Mellie78
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

06.09.2010 - 14:40 Uhr
Mellie78

Mit Mitte 20 (älter ist sie doch nicht, oder trügt mein blindes Auge??) darf man wohl noch bisschen auf Krawall gebürstet sein, oder?
Als ich so jung war hab ichs auch drauf angelegt dass mir jeder schon an der Nasenspitze ansieht dass ich ne Lesbe bin...mittlerweile hat sich das gegeben. :) Also, lasst sie doch in Hemden rumlaufen wenn sie mag.
Ob sie dann integrierter ist als vorher mit Rock und langen Haaren ist die andere Frage.

synthie_und_roma
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-5

06.09.2010 - 14:42 Uhr
synthie_und_roma

der text ısja en echter stich ıns lesbennest.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-7

06.09.2010 - 14:43 Uhr
synthie_und_roma

ich fınt lesben 'schrill'. oder eha schwule.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-8

06.09.2010 - 14:47 Uhr
synthie_und_roma

sorry aber dıe meısten lesben stylen sich extrem maennlıch und sind leider sehr unsexy. ausnahmen bestaetigen die regel.

joni
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

06.09.2010 - 14:50 Uhr
joni

PS: hum also dafuer, dass sie modejournalismus studiert hat, ist der artikel wirklich ganz schoen stereotypenlastig...

http://www.xing.com/profile/Annemarie_Ga...

titter
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

5

06.09.2010 - 14:54 Uhr
titter

Terpsichore sagte:

meine güte, dann dreh ich mich halt um und ruf was blödes zurück. dafür werd ich dann auch nicht gesteinigt und habe mindestens genauso viele sympathien auf meiner seite.

Probiers doch einfach mal aus, du wirst dich wundern, wie wenig Sympathisanten da sind. Ich entscheide mich inzwischen lieber für Kopf einziehen und schnell weitergehen, wenn ich alleine unterwegs bin. Und ich achte auch drauf, wo ich mit meiner Freundin bin, bevor wir uns als Pärchen zu erkennen geben. Aber vielleicht ist Berlin ja wirklich anders.

Terpsichore
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 14:59 Uhr
Terpsichore

titter sagte:
Probiers doch einfach mal aus, du wirst dich wundern, wie wenig Sympathisanten da sind. Ich entscheide mich inzwischen lieber für Kopf einziehen und schnell weitergehen, wenn ich alleine unterwegs bin. Und ich achte auch drauf, wo ich mit meiner Freundin bin, bevor wir uns als Pärchen zu erkennen geben. Aber vielleicht ist Berlin ja wirklich anders.


ich war mehrfach in der situation. und nicht nur in berlin. wenn man sich kleinmachen will, ist das nicht so schwer, opfer zu sein. in so einer läppischen situation zumindest.

Woistwalter
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

06.09.2010 - 15:10 Uhr
Woistwalter

Anhand der beiden Bilder hätte ich die junge Dame jetzt aber nicht als Lesbe erkannt.

Nur weil sie kurze Haare hat und außerdem flache Schuhe und weiter geschnittene Jeans trägt muss sie doch längst nicht homosexuell sein. Das finde ich in etwa so abwegig wie die Vermutung, dass jeder Mann, der gerne rosafarbene Hemden trägt, schwul sein muss.

chocolatecat
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

5

06.09.2010 - 15:17 Uhr
chocolatecat

schwul nicht, aber schlecht gekleidet.

aelskling
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 15:20 Uhr
aelskling

JaKamb sagte:
@aelskling:
Ich spare mir weitere Antworten zu deinem leider etwas sinnfreiem Gehetze, da Du offensichtlich arge Probleme hast, wenn sich jemand fernab der Klischees es wagt, dazu zu äussern. Die schlechten Bewertungen deiner Kommentare sagen genug aus.


um das hier abzukürzen, denn da gibt es (zumindest von meiner seite aus) keinen konsens:

ich finde es unter aller sau, dass du andere Lesben ihres Äußeren wegen diskriminierst und als Freaks bezeichnest. zumal du es eben besser wissen müsstest.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 15:21 Uhr
aelskling

das ist ne art nestbeschmutzung, die ich schon unter feministinnen nie verstanden habe. so wird das nicht's girls!

donatella1979
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

06.09.2010 - 15:59 Uhr
donatella1979

Dnke für den Satz "Sängerin Pink, wenn auch nur bi, ist mit ihrem Look auch ein beliebtes Lesbenvorbild." Das "nur" bi impliziert recht hübsch, daß man offensichtlich nur als Lesbe ein vollwertiger Mensch ist....und als bi-Frau immerhin ein bißchen auf dem rechten Weg? Wer Toleranz fordert, sollte mal bei sich selbst anfangen mit der Toleranz anderen sexuellen Orientierungen gegenüber. Und, ja, ob's die Autorin glaubt oder nicht: Ich find's als Heterofrau auch anstrengend, von "Kampflesben" beim Tanzen angegraben zu werden - und auch da gibt's welche, die ihre Anstrengungen vervielfachen, wenn man sich sexuell outet ;-)

eisengrau
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-2

06.09.2010 - 16:33 Uhr
eisengrau

donatella1979 sagte:
Dnke für den Satz "Sängerin Pink, wenn auch nur bi, ist mit ihrem Look auch ein beliebtes Lesbenvorbild." Das "nur" bi impliziert recht hübsch, daß man offensichtlich nur als Lesbe ein vollwertiger Mensch ist....und als bi-Frau immerhin ein bißchen auf dem rechten Weg? Wer Toleranz fordert, sollte mal bei sich selbst anfangen mit der Toleranz anderen sexuellen Orientierungen gegenüber. Und, ja, ob's die Autorin glaubt oder nicht: Ich find's als Heterofrau auch anstrengend, von "Kampflesben" beim Tanzen angegraben zu werden - und auch da gibt's welche, die ihre Anstrengungen vervielfachen, wenn man sich sexuell outet ;-)

Frauen sind halt auch nur Männer. ;-)

Ich glaube, "nur bi" heißt in diesem Fall nicht "kein vollwertiger Mensch", sondern eher "nicht ausschließlich lesbisch".

mofarro
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

06.09.2010 - 16:46 Uhr
mofarro

Ich bin ein männlich und hetero und kann euch sagen, dass Frauen mit androgynem Look sehr anziehend sein können! da es hier aber sowohl heteros wie auch lesbische Frauen gibt, die sich gerne so anziehen ist das leider keine Orientierung für uns. Wir werden also auch die lesbischen Tumboy anmachen ... tut mir leid. Programm ist Programm. Sich nur männlich anzuziehen ist also kein Unterscheidungsmerkmal, da weder abstoßend noch eindeutig!

alces
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 16:49 Uhr
alces

Was ist denn "Kampflesbe" für ein unglücklicher Begriff? Und entspricht nicht jeder Mensch irgendeinem Klischee?

la_seduzione
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

06.09.2010 - 17:23 Uhr
la_seduzione

alces sagte:
Was ist denn "Kampflesbe" für ein unglücklicher Begriff? Und entspricht nicht jeder Mensch irgendeinem Klischee?

alces sagte:
Was ist denn "Kampflesbe" für ein unglücklicher Begriff? Und entspricht nicht jeder Mensch irgendeinem Klischee?


Ja, absolut beknackt und diffamierend.

Ich denke nicht, dass jeder Mensch von Grund auf einem Klischee entspricht!
Klischees entstehen m.A. erst, wenn Mensch über Mensch urteilt, einen Begriff definiert/formuliert und der von einer Gesellschaft oder einer Gruppe von Menschen kolportiert wird.

hempeltof
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

06.09.2010 - 17:59 Uhr
hempeltof

Dass man "die Homosexuellen" nicht auf den ersten Blick erkennt, ist auch absolut positiv zu bewerten. Homosexualität ist keine Lebenseinstellung, kein Lebensgefühl, keine politische Meinung und kein Modetrend - es ist eigentlich ziemlich wenig. Und es ist vor allem nicht das Schwarze neben dem Weißen, sondern eine Grauzone, in der jeder und jede sein darf, wenn ihm oder ihr danach ist. Und ich sag das als Mann, der vorwiegend auf Männer steht.
Die "Kategorie der Homosexuellen" gehört abgeschafft, und nicht auch noch zwanghaft in der Mode gefestigt, was letztendlich nicht nur denen Freiheit verschafft, die sich jetzt zu dieser Kategorie zählen, sonder nauch denen, die es nicht tun.

eisengrau
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 18:02 Uhr
eisengrau

alces sagte:
Was ist denn "Kampflesbe" für ein unglücklicher Begriff? Und entspricht nicht jeder Mensch irgendeinem Klischee?


Ach, den gibt's doch schon ewig. Und wenn ich mich an diverse Aktivistinnen in der linksautonomen Szene zurückerinnere und an das Frauen- und Lesbenreferat an der Uni, muss ich sagen: in manchen Fällen passt er aber auch.

mockingbird
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 18:05 Uhr
mockingbird

eisengrau sagte:
alces sagte:
Was ist denn "Kampflesbe" für ein unglücklicher Begriff? Und entspricht nicht jeder Mensch irgendeinem Klischee?


Ach, den gibt's doch schon ewig. Und wenn ich mich an diverse Aktivistinnen in der linksautonomen Szene zurückerinnere und an das Frauen- und Lesbenreferat an der Uni, muss ich sagen: in manchen Fällen passt er aber auch.

hach, die wilden neunziger, als das lesbenreferat im neunten stock tagte und daher die drei fahrstühle als no go area für männer erklärte wurde und die armen informatiker zu fuß in den elften stock hoch mussten.

Herbert_Schwakowiak
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

06.09.2010 - 18:09 Uhr
Herbert_Schwakowiak

Was haltet ihr eigentlich von diesem Florian?

eisengrau
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 18:11 Uhr
eisengrau

la_seduzione sagte:
alces sagte:
Was ist denn "Kampflesbe" für ein unglücklicher Begriff? Und entspricht nicht jeder Mensch irgendeinem Klischee?


Ja, absolut beknackt und diffamierend.

Ich denke nicht, dass jeder Mensch von Grund auf einem Klischee entspricht!
Klischees entstehen m.A. erst, wenn Mensch über Mensch urteilt, einen Begriff definiert/formuliert und der von einer Gesellschaft oder einer Gruppe von Menschen kolportiert wird.


...oder irgendein Merkmal von irgendeiner Bevölkerungsgruppe so augenscheinlich eingesetzt wird, dass man gar nicht anders kann, als mit dem Merkmal diese Gruppe zu assoziieren (z.B. Männerklamotten an lesbischen Frauen, die die Autorin ja offenbar auch schon getragen hat).
Klischees entstehen ja nicht nur aus haltlosen Verleumdungen heraus, sondern auch aus Wiedererkennung.

mockingbird
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 18:14 Uhr
mockingbird

ha!

willhimtell
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

06.09.2010 - 18:16 Uhr
willhimtell

Der Text erscheint mir inkonsistent, da er zwischen Abschaffung und der Anerkennung der Kategorie „lesbisch“ schwankt. Aber genau darin liegt die Essenz des Problems: weil eine Mehrheit implizit Heterosexualität voraussetzt, ist das Outing zwangsläufig vorhanden. Ist es vorhanden, muss damit „gearbeitet“ werden, also etwas Neues daraus gemacht werden, bzw. eine Eigendefinition geschaffen werden, die die Anerkennung der „sozialen Kategorie“ ermöglicht, um sie dann abzuschaffen bzw. gleichzustellen. Kann nichts zugleich sein und nicht sein? Fraglich, ob das ganze tatsächlich ein erkenntnistheoretisches oder eher ein gesellschaftliches Puzzle ist. Regt zum Nachdenken an.

Gargoyle
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 18:23 Uhr
Gargoyle

willhimtell sagte:
Der Text erscheint mir inkonsistent, da er zwischen Abschaffung und der Anerkennung der Kategorie „lesbisch“ schwankt. Aber genau darin liegt die Essenz des Problems: weil eine Mehrheit implizit Heterosexualität voraussetzt, ist das Outing zwangsläufig vorhanden. Ist es vorhanden, muss damit „gearbeitet“ werden, also etwas Neues daraus gemacht werden, bzw. eine Eigendefinition geschaffen werden, die die Anerkennung der „sozialen Kategorie“ ermöglicht, um sie dann abzuschaffen bzw. gleichzustellen. Kann nichts zugleich sein und nicht sein? Fraglich, ob das ganze tatsächlich ein erkenntnistheoretisches oder eher ein gesellschaftliches Puzzle ist. Regt zum Nachdenken an.


Hä? ;-)

eating_animals
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

06.09.2010 - 18:45 Uhr
eating_animals

warum will ich, dass man aufgrund meiner kleidung auf meine sexuelle orientierung schließen kann? gehe ich davon aus, dass es irgendwen juckt, mit wem ich abends unter die decke krieche?

btw, der androgyne look, so habe ich festgestellt, ist auch bei jungen muttis sehr beliebt. mit den hosen und den weiten hemden ist man mit baby einfach besser unterwegs... :D soviel zur aussagekraft des looks. der mainstream hat ihn sich nämlich schon längst einverleibt...

Garrett
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

06.09.2010 - 18:48 Uhr
Garrett

Schon bedauerlich, wenn die sexuelle Ausrichtung die ganze Persönlichkeit ausmacht...

nordzucker
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

06.09.2010 - 20:00 Uhr
nordzucker

mockingbird sagte:
eisengrau sagte:
alces sagte:
Was ist denn "Kampflesbe" für ein unglücklicher Begriff? Und entspricht nicht jeder Mensch irgendeinem Klischee?


Ach, den gibt's doch schon ewig. Und wenn ich mich an diverse Aktivistinnen in der linksautonomen Szene zurückerinnere und an das Frauen- und Lesbenreferat an der Uni, muss ich sagen: in manchen Fällen passt er aber auch.

hach, die wilden neunziger, als das lesbenreferat im neunten stock tagte und daher die drei fahrstühle als no go area für männer erklärte wurde und die armen informatiker zu fuß in den elften stock hoch mussten.


in meiner erinnerung was das groesste feindbild im lesbenrefarat damals allerdings schwule. nicht informatiker.

mockingbird
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 20:26 Uhr
mockingbird

oh ja, es hat jaaaahre gedauert, bis man sich einigen konnte, ob es schwul lesbische oder lesbisch schwule studien heißen sollte.

Macabelle
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

06.09.2010 - 21:10 Uhr
Macabelle

Ich lebe selbst in einer lesbischen Beziehung, heirate demnächst, und lasse mich trotzdem sehr ungern als Lesbe bezeichnen.

Zum einen, weil es gar nicht zutrifft (Männer=toll, nur noch nie verliebt. Hab ich auch nicht vor, denn ich heirate ja bald und möchte "danach" niemand anderen lieben), zum anderen, weil das in den Köpfen vorherrschende Bild einer Lesbe immer noch ein hässliches ist (heisst: Lesbe=hässlich).

Zudem habe ich einen rasierten Kopf, damit würde ich in Gstar ja dem Klischee entsprechen. Das mag ich zum einen nicht, zum anderen fühle ich mich in femininer Kleidung einfach wohler. Damit bin ich für die, die es "wissen wollen", aber trotzdem als Lesbe zu erkennen. Das liegt einfach am Umgang mit anderen Frauen und an dem 1/10sek längeren Blick, den man gern umher wirft.

Auch möchte ich nicht über meine Kleidung oder meine Frisur geoutet werden. Neulich an der Supermarktkasse (da gerade in tatsächlich in Gstar, wenn auch Skinny aus der Damenabteilung) hat mir eine alt 68Lesbe einen Flyer für eine lesbische Veranstaltung in die Hand gedrückt. Mit Programmpunkterklärung in voller Lautstärke. WARUM? Und warum lädt man nicht auch heterosexuell aussehende Frauen dazu ein, und warum nicht einen heterosexuellen Mann, eventuell noch mit Migrantenhintergrund. Das Outing fand ich unverschämt. Auf so was stehe ich nicht.

Und noch eine kleine Anekdote: neulich beim Shoppen habe ich sehr darauf geachtet, dachte ich zumindest, betont weibliche Kleidung auszusuchen. Aus oben genannten Gründen. Meine Freundin, um ihre Meinung gebeten, meinte dann: schönes Lesbenshirt. Hallöchen?

matstef
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

06.09.2010 - 22:08 Uhr
matstef

mir gefällt der "lesben"-look; und nein, das ist kein annäherungsversuch, sondern ernst gemeint. er würde auch freiheitsliebenden heteros gut anstehen. im übrigen finde ich - und da spreche ich aus erfahrung - kann man generell am äußeren nicht die orientierung ablesen und das ist auch gut so.

Sendlinger
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 22:14 Uhr
Sendlinger

möglicherweise ist die autorin noch sehr jung?

air_kaviar
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 23:04 Uhr
air_kaviar

mein gott, was hat man als junge lesbe für kämpfe zu kämpfen.

habe dieses jahr bei der augspurg heymann preisverleihung gearbeitet. und das war echt erfrischend. klar gabs da bilderbuchlesben, aber insgesamt war ich sehr überrascht, wie unterschiedlich die frauen da waren.

das thema erübrigt sich mit den wechseljahren eh: da nehmen auch viele heterofrauen abstand von dezidiert femininen outfits.

fraeuleiningeborg
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

06.09.2010 - 23:37 Uhr
fraeuleiningeborg

Sendlinger sagte:
möglicherweise ist die autorin noch sehr jung?


Zweifellos. Und es ist ja halt mal so, zur Identitätsfindung gehört die sexuelle Identität dazu, und da muss man sich als jemand, der anders ist als die Mehrheit, irgendwann mal zu verhalten. Wenn ihr Weg der ist, sich erstmal abzugrenzen, ist das doch nur normal. Ich versteh da die Kritik nicht, die hier teilweise geäußert wird.

Sendlinger
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

06.09.2010 - 23:46 Uhr
Sendlinger

fraeuleiningeborg sagte:
Sendlinger sagte: möglicherweise ist die autorin noch sehr jung?Zweifellos. Und es ist ja halt mal so, zur Identitätsfindung gehört die sexuelle Identität dazu, und da muss man sich als jemand, der anders ist als die Mehrheit, irgendwann mal zu verhalten. Wenn ihr Weg der ist, sich erstmal abzugrenzen, ist das doch nur normal. Ich versteh da die Kritik nicht, die hier teilweise geäußert wird.

geht mir ähnlich, was ich nur nicht verstehe, warum macht sie ihr ding nicht einfach? es an mode aufzuhängen? ne, das ist mir zu doof.
die lesben in meinem bekanntenkreis haben diese probleme nicht, sind aber auch ein bisschen älter. vielleicht deshalb.
auf die zähne beiß..
nein, ich muss es loswerden, daumt mich dafür, aber männerhemden passen ihr doch ganz gut.

fraeuleiningeborg
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

06.09.2010 - 23:59 Uhr
fraeuleiningeborg

@Sendlinger
Eben, eine Frage des Alters.
Und doe Hemden passen ihr ja wirklich, wenn sie nur nicht so bös gucken würde... :D

TinoForce
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

8

07.09.2010 - 06:06 Uhr
TinoForce

wenn ich dir auch schon oft genug zustimmen konnte d_d; das hier ist mit verlaub ganz einfach quatsch und allein dein problem. wenn du mit homosexualität nich umgehen kannst solltest du dir gedanken machen warum das so ist, dich zu dieser reflexartigen empfindung treibt.

und ja ich kann das ja begrenzt sogar nachvollziehen: wenn ich zwei küssende männer sehe (was ich im übrigen in der öffentlichkeit noch _nie_ gesehen habe) dann denke ich mir auch: "brr", ganz einfach weil sich bei mir nichts regt beim gedanken an bartstoppeln beim küssen.

im gegensatz zu dir gefällt mir das aber überhaupt nicht. dieses empfinden ist mir eigentlich sogar peinlich und so "normal" das für dich auch sein mag, in dem moment find ich mich richtig scheisse.

ganz einfach weil es mich nicht zu interessieren hat und ich so ganz allgemein liebe für ne sehr gute und wünschenswerte institution halte. und sobald dann dieser erste reflex, von welchen instinkten oder prägungen er auch herrühren mag, überwunden ist, kommt man doch als latent liberaler mensch zu dem schluss dass man nicht das recht hat zu urteilen, oder? Ich hoffe, ehrlich.

ich mein es muss doch unstrittig sein, dass homosexuelle die gleichen rechte haben sich zu küssen wie heteropaare.
Mal ganz davon abgesehen, dass das beispiel nicht haltbar ist. beim fkk wird schließlich kein unterschied gemacht: ob schwarz, weiß, groß, oder klein - niemand darf sich öffentlich ausziehen, ob das jetzt schwachsinn oder nicht - geschenkt. auf jeden fall wird nicht unterschieden und das kann man dementsprechend auch beim öffentlichen küssen, welches ja gemeinhin hingenommen wird, auch nicht tun.

wenn ich für alles rücksicht und zurückhaltung einfordern würde, was ich nich kapiere. owh. freiwillig keine volksmusik in sendern mit bildungsauftrag. selbstauferlegtes schreibverbot für 90% aller spon user... aber ich tus nicht weil ich weiß das es quatsch ist.

hoffe geholfen zu haben.

ThomasCrown
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

4

07.09.2010 - 11:23 Uhr
ThomasCrown

Digital_Data sagte:
Und hier denke ich kommen wir an einen Punkt, wo wir neben aller Toleranz darüber reden müssen, dass Minderheiten bzw. Menschen mit anderen Wertvorstellungen, die eben neben dem Mainstream laufen, auch etwas rücksichtsvoller mit dem Ausleben dieser Orientierungen umzugehen haben.


hell, no.

aelskling
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

07.09.2010 - 13:47 Uhr
aelskling

@Digital_Data

ziemlich blöd für dich. dass du so homophob bist.

christina-waechter
Zitieren

07.09.2010 - 13:48 Uhr
christina-waechter

Hallo,

diese Diskussion - so lebhaft sie geführt wurde - ist mit den letzten Kommentaren nach unserer Auffassung aus dem Ruder geraten, weshalb wir uns entschieden haben, Kommentare zu löschen, in denen Zärtlichkeitsbekundungen von Homosexuellen als Belästigung bezeichnet werden und mit an die Wand pinkeln gleichgesetzt wurden.

Von Anfang an ist uns in dieser Diskussion ziemlich übel aufgestoßen, dass Dutzende anonyme angebliche Expertinnen und Experten unserer Autorin erklärt haben, wie sie sich als homosexuelle Frau anzuziehen hat und wie nicht.
Wir haben uns lange in der Redaktion überlegt, wie wir in diesem Fall angemessen reagieren können und haben uns dazu entschieden, nur punktuell einzugreifen und das große Ganze, so unglücklich es sich zum Teil entwickelt hat, so stehen zu lassen.
Grundsätzlich gilt bei diesem Text, wie überall sonst auf jetzt.de, dass jeder Kommentator die AGBs und Netiquette zu beachten hat und darüber hinaus seinen eigenen gesunden Menschenverstand auch gerne eingeschalten lassen kann und soll. Aber das ist ja eigentlich eh klar...

Grüße,

Christina

kaizerin
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

07.09.2010 - 13:50 Uhr
kaizerin

Ich bin genauso angezogen und hab die gleiche Frisur aus wie Annemarie und ich bin NICHT lesbisch!!
Ich finde diesen Artikel ziemlich daneben, denn er erweckt den Eindruck, dass Mode und Style einzig dazu da ist, eine Schublade zu bedienen, in die man gesteckt werden kann. Welch ein Schwachsinn! Es wirkt auf mich, als ob Annemarie auf die Unsicherheit und Kommunikationsprobleme (wie wäre es mit fragen nach der sexuellen Orientierung oder es einfach lassen und schweigend Respekt und Toleranz an den Tag legen?) der Heteros im Umgang mit Schrägen aller Art einsteigt und einen "Leitfaden zum tieferen Verständnis der Welt der Lesben" in ihre Meinung, warum sie als Lesbe (auch das wirkt auf mich ehrlich gesagt wie ein Selbstversuch "1 Tag als Lesbe" - sorry vielmals, falls ich dir damit Unrecht tu, Annemarie!) erkannt werden möchte; gleichzeitig beharrt sie auf ihre Individualität. Das ist nicht glaubwürdig!
Klamotten und Haarschnitte sind nicht dazu da, die sexuelle Orientierung nach außen zu tragen. Sie sollen gefallen und Spaß machen egal ob aus Herren- oder Damenabteilung und mit oder ohne Haarband um die Haare aus dem Gesicht zu halten!

CptnTrash
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

07.09.2010 - 14:18 Uhr
CptnTrash

christina-waechter sagte:
Hallo,diese Diskussion - so lebhaft sie geführt wurde - ist mit den letzten Kommentaren nach unserer Auffassung aus dem Ruder geraten, weshalb wir uns entschieden haben, Kommentare zu löschen, in denen Zärtlichkeitsbekundungen von Homosexuellen als Belästigung bezeichnet werden und mit an die Wand pinkeln gleichgesetzt wurden.


danke.
ich fand den homophoben kommentar (an die wand pinkeln etc.) auch beschämend und zuviel des guten.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

07.09.2010 - 14:24 Uhr
CptnTrash

kaizerin sagte:
Klamotten und Haarschnitte sind nicht dazu da, die sexuelle Orientierung nach außen zu tragen. Sie sollen gefallen und Spaß machen egal ob aus Herren- oder Damenabteilung und mit oder ohne Haarband um die Haare aus dem Gesicht zu halten!


klamotten und haarschnitte haben keine bestimmten daseinsgrund. die einen wollen spaß daran haben, die anderen etwas ausdrücken. und beides halte ich für legitim.

nothingmatters
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

07.09.2010 - 15:38 Uhr
nothingmatters

schöne frau, aber den text möchte ich so nicht unterschreiben.

beim csd sucht man für berichte die schrillen personen, wie bei der loveparade auch, beim fussballspiel die lustig verkleideten fans usw.
das hat nichts mit klischeedenken zu tun, sondern vielmehr mit dem erregen von aufmerksamkeit.

beth ditto wird auch nicht auf dem cover eines magazins sein, weil sie typisch lesbisch oder einfach nur lesbisch ist, sondern weil sie erfolgreich und sehr dick ist.

und warum müssen lesben nach lesbischen modischen vorbildern suchen? ist das nicht auch schon wieder sexistisch?

ich denke den meisten ist es egal welche sexuelle orientierung ein modisches vorbild hat, es geht um den style. bei männern wie bei frauen.

chris_tino
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

07.09.2010 - 16:17 Uhr
chris_tino

... viel Spaß mit zeitgeistigen Randbemerkungen, die dennoch ziemlich altbacken klingen: Eine Person sagt "Lesbe!" und alle geben mal mehr, mal weniger maulig zurück: "Sei doch still, das ist doch total egal/normal/Schublade." Obwohl´s angeblich so normal und egal ist, müssen sich dennoch sehr, sehr viele mit ihren Befindlichkeiten dazu äußern... Gut, dass da eine nicht still war, ob mir ihre Schubladen gefallen oder nicht.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

07.09.2010 - 16:30 Uhr
chris_tino

... we are queer, we are here! Get used to it!! ...

TinoForce
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

07.09.2010 - 17:25 Uhr
TinoForce

Ob löschen jetzt die lösung war wage ich zu bezweifeln. und nebenbei, es mag ja sein, dass viele kommentare aus nachvollziehbaren gründen in der readaktion nicht auf gegenliebe stoßen, aber die müssen eben zugelassen werden.

wenn die gute autorin einen artiekl verfasst bei dem es um _ihre_ modischen vorlieben geht, die sie mit ihrer sexualität begründet. ja was soll dann in den kommentare geschehen? sollen leute nicht sagen dass sie das für schwachsinn halten?, oder es vielleicht gut finden? wie oft werden autoren in dein kommentaren viel heftiger angegagen als hier. muss man eben mit umgehen könn. ganz im gegenteil zu den privatleuten beim klamottenpaar. in der rubrik habe ich noch nie eine autorin eingreifen sehen und sei es nur per beiträgen wie:"bei dieser diskussion hat die readaktion bauchschmerzen".

wollmops
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

07.09.2010 - 17:30 Uhr
wollmops

christina-waechter sagte:
Aber das ist ja eigentlich eh klar...

nein, ist es ganz und gar nicht. Danke, Christina!

ThomasCrown
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

7

08.09.2010 - 09:21 Uhr
ThomasCrown

Digital_Data sagte:
@christina-waechter
@ThomasCrown
@TinoForce

§183a StGB sagt:
Wer öffentlich sexuelle Handlungen vornimmt und dadurch absichtlich oder wissentlich ein Ärgernis erregt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 183 mit Strafe bedroht ist.


Wenn sich aber Männer bewusst provokant mit Zunge küssen, dann fällt dies zumindest für mich unter 183a.


wenn sich männer mit zunge küssen, ist es also bewusst provokant. bei heteropärchen ist das aber kein problem?

Wenn ich aber, auch aufgrund meiner sexuellen Prägung, einen Kuss unter Männern durchweg problematischer empfinde als zwischen Mann und Frau, dann ist das ein absolut identischer Fall, in dem von mir aber eine höhere Toleranz eingefordert wird, weil es sich um eine Minderheit handelt. Sorry, aber mit welcher Berechtigung ?


es gibt in diesem land (und anderswo) eine schöne demokratische errungenschaft, die nennt sich minderheitenschutz. wenn jemand toleranz gegenüber moslems, politisch andersdenkenden, ausländern oder behinderten einfordert, fragst du dann auch nach der berechtigung, weil es sich ja nur um eine minderheit handle und deine toleranz in diesem fall begrenzter sei?

Wenn wir von Personen, damit sie sich der Diskriminierung nicht schuldig machen, beim Umgang mit Minderheiten eine höhere Toleranz einfordern als beim "Mainstream", dann leisten wir der Andersbehandlung sogar Vorschub. Wir müssen diese Gleichbehandlung daher auch im Negativum einfordern.


wer genau fordert denn eine höhere toleranz? die "höhere" toleranz ist ja nur bei leuten wie dir gefordert, die sich küssende männer eklig finden. also bei homophoben. wenn man von ausländerfeindlichen menschen also eine höhere toleranz beim umgang mit türken/italienern/chinesen fordert, leistet man der andersbehandlung dann vorschub? oder fordert man nur in einer demokratie, die auf gleichbehandlung aller bürger aufgebaut ist, selbstverständliches?



Wenn es denn also für einen guten Zweck ist, dann kann ich machen was ich will ? Gerade diese dauernden Tabu-Brüche ohne Rücksicht auf das Empfinden der anderen zeugt selbst von nur wenig Toleranz gegenüber diesen anderen und leistet in unserer Gesellschaft einen Bärendienst, da es zu einer Verrohung und zur Verschiebung von Rücksicht und Werten führt, die so von einer großen Anzahl von Personen nicht akzeptiert werden. Leider merken hier viele nicht, dass man vielleicht in den Medien damit eine gewisse Akzeptanz erreicht, in der breiten Masse aber sehr oft eine verstärkte Abneigung erzeugt. Und ich unterstelle mal, dass die Medien gerade dies bei der Berichterstattung ausnützen. Insofern würde ich den Homosexuellen allgemein einen wesentlich dezenteren Umgang empfehlen, der natürlich im Widerspruch dazu, "ich will als Lesbe erkannt werden", steht.


verrohung der werte also, weil ein paar männer sich küssen. wenn du dir einen lesbenporno anschaust, ist das vermutlich etwas komplett anderes, oder? ach stimmt, das ist aufgrund deiner sexuellen orientierung ja nicht eklig.

und deine lehre daraus, daß angeblich eine breite masse (wie breit darf bzw. muss sie denn sein?) zur verstärkten abneigung tendiert, ist also, daß schwule sich etwas dezenter verhalten sollten? also bitte nicht in der öffentlichkeit küssen, händchenhalten oder gar schlimmeres? hast du sie noch alle?

Im übrigen hat dieses Auftreten im öffentlichen Raum und das Einhalten gewisser moralischer Aspekte nichts damit zu tun, dass natürlich absolut keinerlei Diskriminierung in Bezug auf Arbeitsplatz, Geschäftsleben oder andere Aktivitäten statt zu finden hat. Es geht letzten Endes um die Rücksicht vor anders denkenden und um die Toleranz denen gegenüber, die dies nicht akzeptieren wollen und zwar selbst wenn diese in der Minderheit wären !!

Denn alles andere ist Intoleranz und Diskriminierung dieser anders denkenden.


du verbringst etliche absätze damit, deine homophobie, intoleranz und rückständige weltsicht zu belegen und willst dann von toleranz gegenüber einer minderheit reden? sorry, das recht hast du gerade verwirkt.

Tom_Berlin
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

5

08.09.2010 - 09:29 Uhr
Tom_Berlin

Sehr geehrte Frau Gassen,

als ich in der gedruckten Zeitung die Überschrift las, dachte ich: geht denn das überhaupt?
als ich das Foto sah, dachte ich: attraktive, selbstbewußte Frau
nur ich bin nicht auf den Gedanken, aus dem Foto auf eine sexuelle Orientierung zu schließen.
Nach dem Lesen des Artikels bin ich entäuscht und erschrocken.
Ich habe seit 30 Jahren eine lesbische gute Freundin. Sie lebt und lebte schon zu DDR- Zeiten ihre lesbischen Bedürfnisse aus. Während in den Jahren, so wohl bei Ihr wie auch bei mir, mehrere Beziehungen brachen hält diese Freundschaft.
Grundlage dieser Beziehung ist Akzeptanz, Respekt und gegenseitige Achtung. Als es begann war ich in sie richtig verliebt, hatte eine Beziehung beendet um für sie dazusein ohne von ihren anderen Bedürfnissen zu wissen.
Ich wäre nie auf die Idee gekommen sie "umpolen" (was für ein bösartiger Begriff) zu wollen.
Heute liebe ich sie immer noch, wohl wissend das es eine einseitige Liebe ist. Sie weiß es auch und hat wohl keine Probleme damit. So ist das Leben :-)

"In diesem Moment brennt im männlichen Gehirn die Sicherung durch.. Sie verdoppeln – ach was – vervierfachen ihre Anstrengungen und ich kann nur noch die Flucht ergreifen."
Solche Sprüche sind dumm und falsch. Es ist erschreckend, wenn ein junger Mensch so etwas auch noch aufschreibt. Es ist erschreckend zu lesen, das heute noch die selben Vorurteile wie zu Großmutters Zeiten, unter anderen Vorzeichen, benutzt werden.
Genau wie gleichgeschlechtliche Liebe keine Krankheit ist, knallt dem Mann nicht krankhaft die Sicherung durch.

Ich glaube nicht, das die Mehrzahl der Lesben, Ihre Sexualität über Kleidung definieren oder nach außen demonstrieren wollen, was sie mögen.
Meine Erfahrungen sind andere. Im Umfeld meiner Freundin habe ich beobachtet, das viele Lesben den Spagat zwischen Boots, Jeans und Abendkleid perfekt beherrschen. Aber die meisten wählen ihre Kleidung nach Kriterien wie Anlass, Wohlbefinden und Begleitung.
Was ich nicht feststellen konnte war eine bewußte vordergründige Bekleidungswahl um die Zugehörigkeit zur Lesbenszene nach außen zu zeigen.
(ich war auch sicher nicht immer dabei:-))

Man sollte vielleicht auch mal überlegen, das so explizites Verknüpfen von Bekleidung und sexueller Orientierung auch einen ausgrenzenden Effekt hat. Es besteht dann die Gefahr positive Erfahrungen und Bekanntschaften vor der Sex- Frage zu verpassen.
Anderseits, wer im Umgang mit anderen Menschen rücksichtslos ist, wird sich auch nicht durch einen betont lesbischen Stil abschrecken lassen. Das soll aber nicht bedeuten, daß man seinen Stil nach anderen ausrichtet, sondern man muss wissen, das der eigene Stil von anderen auch verstanden werden muss, sonst wird man Negativerlebnisse haben, die Grunde nur auf einem Miss- oder Nichtverstehen basieren. das verstärkt dann solche Vorurteile wie oben zitiert.

Gruß
TK

mercedes-lauenstein
Zitieren

08.09.2010 - 09:43 Uhr
mercedes-lauenstein

Guten Morgen! Ich habe Digital_Datas Kommentar (auf den sich ThomasCrown hier bezieht) erneut gelöscht, und werde die Diskussio mit ihm per Botschaft fortsetzen. Wir halten es in der Redaktion nach wie vor für eine Belästigung, seine diskriminierende Haltung hier stehen zu lassen. Thomas, wenn ich deinen entgegnenden Kommentar darunter auch löschen soll, damit er nicht so zusammenhangslos da steht, sag mir bitte Bescheid! Danke für das Verständnis allerseits!

chocolatecat
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

4

08.09.2010 - 10:57 Uhr
chocolatecat

ich find zum beispiel männer mit langen haaren voll eklig. da könnten die ruhig rücksicht drauf nehmen! und ne mütze aufsetzen. stumpfzipfelmütze oder so.
maaaan, dd, dir brennt wohl echt der hut, merkst du's eigentlich noch?!!

ThomasCrown
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

08.09.2010 - 11:00 Uhr
ThomasCrown

ich kopier mal meinen gb-eintrag bei mercedes bezüglich löschung hier rein:

ich finde, daß eine auseinandersetzung mit ihm durchaus sinnvoll sein kann und eine löschung nicht unbedingt notwendig wäre. sinnlos rumpöbeln wäre was anderes, aber wer seine intoleranz belegt und diskutieren will, dem kann man entgegentreten. unter den diversen islamdiskussionen gibts da wesentlich mehr beiträge, die zur löschung anlaß gäben, mit den leuten kann man ja sowieso nicht mehr diskutieren. d_d ist einfach der alttägliche homophobe, mit dem sich schwule/lesben vermutlich sowieso jeden zweiten tag auseinandersetzen müssen. ein verweis in der diskussion von euch, daß ihr das beobachtet, aber die löschung erst bei schlimmen beleidigungen vornehmt, wäre vielleicht angebrachter gewesen.

HummelnUntermHintern
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

08.09.2010 - 12:46 Uhr
HummelnUntermHintern

Hab wortwörtlich haargenau den selben Harrschnitt nur in rot. Bin hetero und bisher auch nicht auf andere sexuelle Präferenzen angesprochen worden...

tunichtgut
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

08.09.2010 - 16:40 Uhr
tunichtgut

Sieht für mich so aus, als wäre die Autorin aus der einen angepassten Mode-Schublade ("feminin") in die andere gesprungen ("Lesbe"), in dem sie den Stil ihrer Freundin kopiert hat. Nun fordert sie, die Designer sollten diese Schublade für alle homosexuellen Frauen öffnen - damit sich keine mehr über Individualität Gedanken machen muss? Nur: dann bitte nicht über Schubladendenken beschweren...
War androgyn nicht etwas anderes als weite Jeans und Chucks in allen Farben?
Und was war noch gleich die Antwort auf die Frage, warum sie an der Kleidung als Lesbe erkannt werden will?

naoned
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

09.09.2010 - 11:04 Uhr
naoned

Die Beschreibungen lassen mich irgendwie nach der guten alten Vorher-Nachher-Fotostrecke à la Brigitte gieren.
Und: jeder, der diesen Skinny-Scheiß nicht mehr kauft, kriegt sowieso mal Daumen hoch.

J_Carter
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

09.09.2010 - 13:06 Uhr
J_Carter

Sehr gut geschrieben und interessant, Danke.

eisengrau
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

5

09.09.2010 - 15:02 Uhr
eisengrau

ThomasCrown sagte:
ich kopier mal meinen gb-eintrag bei mercedes bezüglich löschung hier rein:

ich finde, daß eine auseinandersetzung mit ihm durchaus sinnvoll sein kann und eine löschung nicht unbedingt notwendig wäre. sinnlos rumpöbeln wäre was anderes, aber wer seine intoleranz belegt und diskutieren will, dem kann man entgegentreten. unter den diversen islamdiskussionen gibts da wesentlich mehr beiträge, die zur löschung anlaß gäben, mit den leuten kann man ja sowieso nicht mehr diskutieren. d_d ist einfach der alttägliche homophobe, mit dem sich schwule/lesben vermutlich sowieso jeden zweiten tag auseinandersetzen müssen. ein verweis in der diskussion von euch, daß ihr das beobachtet, aber die löschung erst bei schlimmen beleidigungen vornehmt, wäre vielleicht angebrachter gewesen.


So seh ich das auch. Ein Verstoß gegen den guten Ton ist ein Grund für eine Löschung, eine kontroverse Haltung ist zunächst mal nur eine kontroverse Haltung. Und wenn D_D schildert, was er beim Anblick von etwas empfindet, ist das auch nicht gleich eine Beleidigung. (wenngleich die Vergleichsebene wirklich etwas derb war, aber da hätte es eine Rüge auch getan)

Zum Thema selbst: Den Gedanken an einen Zungenkuss unter Männern finde ich jetzt auch nicht so prickelnd, aber man kann ja ebenso wie bei Heteros auch mal diskret wegschauen.

querspieler
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

09.09.2010 - 15:13 Uhr
querspieler

Jetzt schließ ich mir auch mal an, die Existenz von Homophobie ist nun mal eine Tatsache und sie geht nicht dadurch weg, dass man - immerhin ehrliche, wenn auch in der Argumentation total danebenliegende Beiträge - löscht. Möglicherweise wäre es sogar klug, nicht zu den Leuten zu predigen, die eh schon auf der "richtigen" Seite sind, sondern zu versuchen, die mit ins Boot zu holen, die immerhin zu Gesprächen bereit sind. DD hat m.M. kein Recht, für sich Toleranz zu fordern, oder vor dem Anblick küssender Männer verschont zu werden, aber ich halte die generelle Idee der Mäßigung bei der Zurschaustellung von Gefühlen in der Öffentlichkeit, auch im eigenen Interesse, jedenfalls für diskutierenswert. Und den Versuch zu machen, zu verstehen, warum doch einige Männer männliche Homosexualität irgendwie "schwierig" bis "abstossend" finden ist auch nicht verkehrt, man rechtfertigt es damit nicht, ist nur interessant und hilft vielleicht, Vorbehalte abzubauen.
zum Text möcht ich eigentlich nichts sagen, ist wirklich eine persönliche Entscheidung mit der ich nicht viel anfangen kann.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

09.09.2010 - 15:17 Uhr
querspieler

Haha, ich wollte nicht mich mir selber anschließen, sondern TC und eisengrau, also mich anschließen...

mockingbird
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

09.09.2010 - 16:47 Uhr
mockingbird

eisengrau sagte:


Zum Thema selbst: Den Gedanken an einen Zungenkuss unter Männern finde ich jetzt auch nicht so prickelnd, aber man kann ja ebenso wie bei Heteros auch mal diskret wegschauen.

ich finde auch zungenküsse bei heteros in der öffentlichkeit eklig. und würde über ein verbot nachdenken.

Gargoyle
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

09.09.2010 - 16:49 Uhr
Gargoyle

Ohne Verbot ist der Deutsche ohnehin nicht glücklich. Herr Frankenberger, übernehmen Sie!

ThomasCrown
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

09.09.2010 - 16:51 Uhr
ThomasCrown

dabei haben wir das verbot der homosexualität doch gerade erst abgeschafft...

eisengrau
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

09.09.2010 - 16:52 Uhr
eisengrau

mockingbird sagte:
ich finde auch zungenküsse bei heteros in der öffentlichkeit eklig. und würde über ein verbot nachdenken.


Nun, da gibt es zwar weitaus ekligere Sachen, die Menschen in der Öffentlichkeit tun, und die auch nicht unter Strafe stehen, aber wie gesagt: Man kann auch wegschauen.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

09.09.2010 - 16:53 Uhr
eisengrau

ThomasCrown sagte:
dabei haben wir das verbot der homosexualität doch gerade erst abgeschafft...


birdie will ja auch eher die Heterosexualität eindämmen. ;-)

mockingbird
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

09.09.2010 - 16:54 Uhr
mockingbird

nee ich will die im kino schlabbernden teenager abschaffen.

CptnTrash
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

09.09.2010 - 16:55 Uhr
CptnTrash

ich bin auch kein fan davon, beiträge einfach zu löschen. Aber in diesem fall finde ich es gerechtfertigt. was d_d von sich gab war zutiefst homophob. und diskriminierung muss nicht geduldet werden. die redaktion hat ja nicht seinen account gelöscht oder gesagt, dass er sich nicht mehr äußern darf.

wenn thomascrown sagt:“d_d ist einfach der alttägliche homophobe, mit dem sich schwule/lesben vermutlich sowieso jeden zweiten tag auseinandersetzen müssen.“, dann hat er damit recht. nur ist es nicht so, dass da ein gewöhnungseffekt eintritt. es ist jedes mal aufs neue beleidigend. die löschung der beiträge ist ein klares statement dafür, dass minderheiten auf jetzt.de nicht beliebig beleidigt werden können.

@ einsengrau: du schreibst: „Und wenn D_D schildert, was er beim Anblick von etwas empfindet, ist das auch nicht gleich eine Beleidigung. (wenngleich die Vergleichsebene wirklich etwas derb war, aber da hätte es eine Rüge auch getan)“. m.a.n war es nicht nur die derbe darstellung seiner empfindungen. vielmehr leitete d_d hier eine handlungsaufforderung an alle lesben und schwule ab, die für heterosexuelle aber nicht zu gelten hat. im zweiten beitrag hat er auch noch versucht, dass durch einen paragraphen zu untermauern. vergisst dabei aber, dass vor dem gesetz dann doch alle gleich sind….

chocolatecat
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

09.09.2010 - 17:07 Uhr
chocolatecat

mockingbird sagte:
nee ich will die im kino schlabbernden teenager abschaffen.

ich will teenager überhaupt abschaffen!!

Gargoyle
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

09.09.2010 - 17:13 Uhr
Gargoyle

chocolatecat sagte:
mockingbird sagte:
nee ich will die im kino schlabbernden teenager abschaffen.

ich will teenager überhaupt abschaffen!!


Ich möchte Menschen abschaffen, die nach Schweiß oder ungewaschenen Füßen stinken und fettige Haare haben.

Man könnte das aber auch positiv angehen: Ähnlich wie Kondome auf Festivals könnte man auch in der Fußgängerzone kostenloses Deo und Haarshampoo verteilen. ;-)

chocolatecat
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

09.09.2010 - 17:14 Uhr
chocolatecat

ja das ist aber auch schwierig weil es leider so ekelhafte deos gibt, die stinken fast noch schlimmer.

Gargoyle
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

09.09.2010 - 17:18 Uhr
Gargoyle

chocolatecat sagte:
ja das ist aber auch schwierig weil es leider so ekelhafte deos gibt, die stinken fast noch schlimmer.


Für die Auswahl eines geruchsneutralen Deos kann man ja dann eine EU-Kommission einsetzen.

fraeuleiningeborg
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

10.09.2010 - 01:16 Uhr
fraeuleiningeborg

Na ja, ich bin eigentlich auch gegen die Löschung von Beiträgen, vor allem wenn, wie hier, der Widerspruch zuverlässig auf dem Fuße folgt. Andererseits hat sich @Digital_Data gelegentlich schon als dermaßen beratungsresistent erwieden, wenn man ihn darauf hinweist, dass er gerade die Gefühle anderer verletzt (sie die N_Frage), dass es vielleicht wirklich mal eines deutlicheren Zeichens bedurfte. Obwohl ich am Erfolg zweifle.

cosmashiva
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

10.09.2010 - 18:50 Uhr
cosmashiva

Ich bin dafür, dass Thilo Sarrazin gelöscht wird.

muschikaetzchen
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

11.09.2010 - 19:11 Uhr
muschikaetzchen

gestern war ich mit 4 freundinnen und einem jungen mann unterwegs. wir saßen um einen tisch, tranken bier und wein und meine eine freundin fragt mich: "und-wie isset so als einzige heterosexuelle am tisch?" ... bis zu diesem zeitpunkt hatte ich nicht darüber nachgedacht und auch danach fiel mir nicht ein, warum ich darüber nachdenken sollte.. für mich sind es alles menschen, dann freunde..warum sollte ich sie über ihre sexuelle orientierung definieren? ich fands schade, dass sie dachte, ich würde mich da tatsächlich irgendwie anders oder komisch bei fühlen..in dem moment habe ich mich ein wenig ausgegrenzt gefühlt, glaube ich.

davon abgesehen trage ich auch gern sportlich, legére kleidung, immer chuck-ähnliches und bequemes schuhwerk..und wenn mir danach ist (selten) auch mal ein kleid oder nen rock.

die autorin finde ich sehr attraktiv!!
..bin ich jetzt lesbisch?

FriederikeSchlaghecken
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

22.10.2010 - 15:59 Uhr
FriederikeSchlaghecken

Wie um alles in der Welt soll man am Kleider- oder Haarstil die sexuelle Orientierung erkennen? Wenn ich laessige Jeans, t-shirts, weite Hemden und Turnschuhe trage weil's billig und bequem ist (und wenn ich darueberhinaus aus dem gleichen Grund meine Haare ueblicherweise kurz schere), bin ich dann als lesbisch 'markiert'? Drollig. War mir nicht bewusst. Anderen bestimmt auch nicht. Ob nicht hier die Macht der Mode doch etwas ueberschaetzt wird?

Burgunderin
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

30.12.2010 - 11:52 Uhr
Burgunderin

Wow, auf der Welt verhungern Kinder, und wir (ja ich auch gerade) machen uns Gedanken über Klamotten und Lesbischsein... Oh mann (frau)...!

Philo09
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

11.01.2011 - 15:38 Uhr
Philo09

Ich mag den Artikel und verstehe nicht ganz, was ihr euch alle so aufregt...
Es gibt verdammt viele die sich bewusst männlich kleiden, um ihr Lesbisch-sein auszustrahlen...
Bestimmt gibt es hier auch Heten, die sich männlich kleiden, aber diese gehören eher zur Minderheit... oder etwa nicht?


Speichern

Jetzt-Mitglied

annemarie-gassen offline

annemarie-gassen

ist jetzt-Mitarbeiterin und hat diesen Beitrag verfasst.


München/Berlin

Hat Beiträge verfasst zu