Mode gegen den Mainstream
Soll man am Kleidungsstil die sexuelle Orientierung ablesen können? Unsere Autorin erklärt, warum sie als Lesbe erkannt werden möchte
Zunächst war ich fasziniert von dem Look meiner Freundin. Ich mochte ihre coolen Outfits. Lässig getragene Jeans, zu einer Zeit, als ich mich selbst noch in „Skinny“ zwängte. Sie trägt gerne Hemden, nicht allzu tailliert, deren Ärmel sie hochkrempelt und dazu Chucks – bequeme, flache Turnschuhe, als ich nur in High Heels und Ankle Boots herumlief. Und ich liebte ihre Haare, so eine ganz spezielle Kurzhaar-Frisur, wie sie eben nur Lesben tragen. Ich dagegen hatte einen blonden Bob, der mich in seiner Eintönigkeit und Einfallslosigkeit langweilte. Ich war der personifizierte Heterolook. Die Veränderung kam schleichend. Zuerst schnitt ich mir die Haare kurz. Keine tiefen Ausschnitte, keine engen Minikleider und Röcke mehr, die mit typischen Weiblichkeitsbildern in Einklang gebracht werden konnten. Ich wollte Unabhängigkeit in allen Bereichen und allen voran in dem sichtbarsten, nämlich dem meiner Kleidung und Frisur. An die Stelle der feminisierten Kurzhaarfrisur trat ein radikaler Irokesenschnitt. Die Seiten auf drei Millimeter rasiert, das Oberhaar lang und meistens zu einer Tolle gestylt. Die Diskrepanz zwischen meinen Haaren und dem Inhalt meines Kleiderschranks war anfangs verheerend. Mittlerweile trage ich vorwiegend lässige Jeans, Straight, Baggy oder Boyfriend; G-Star avancierte zu meiner Lieblings- marke. Meine Handtaschen habe ich ge- gen Lederarmbänder eingetauscht, High Heels gegen Chucks, in verschiedensten Ausführungen und Farben. Kurzum, jetzt erkennt man meine sexuelle Identität auch an meinem Äuße- ren. Mir ist es sehr wichtig, sowohl von den Heteros als auch von den Lesben als Lesbe erkannt zu werden. Gleichzeitig lege ich viel Wert auf Individualität. In meinem heterosexuellen Umfeld ist das freilich kein Problem, da ich mich durch meinen neuen Look von anderen Frauen vollkommen unterscheide. Aber auch in der lesbischen Community schaffe ich es immer noch, mich trotz Anpassung in einigen Punkten bzusetzen. Mir gefällt der androgyne Look einfach mehr als alles, was ich vorher ausprobiert hatte. Ich habe das Gefühl, mich gefunden zu haben. Der englische Romancier Quentin Crisp sagte einmal: „Stil heißt, genau zu wissen, wer man ist und dazu zu stehen.“ Auf meinen stilistischen Wandel erlebe ich seitens meines heterosexuellen Umfelds zwei extreme Reaktionen. Entweder vollkommene Bewunderung oder aber Diskriminierung. Vollkommene Bewunderung klingt zunächst gar nicht schlecht. Nur leider kommt diese Bewunderung für meinen Stil, wenn sie denn von Männern ausgeht, oft in Verbindung mit penetranten Annäherungsversuchen. Und wehe, wenn ich den Satz „Ich bin lesbisch“ ausspreche. In diesem Moment brennt im männlichen Gehirn die Sicherung durch. Sie verdoppeln – ach was – vervierfachen ihre Anstrengungen und ich kann nur noch die Flucht ergreifen. Dieses schamlose und lächerliche Verhalten hat mehrere Gründe. Erstens geht es um den Reiz des Unerreichbaren. Zweitens entsteht offenbar der Wunsch, mich umzupolen und damit, drittens, die Bedrohung unschädlich zu machen. Denn viele Männer sind immer noch davon überzeugt, das Recht, eine Frau zu begehren, für sich gepachtet zu haben. Außerdem verstehen sie nicht, wie man sie verschmähen und eine Frau vorziehen kann. Das zweite Extrem, Diskriminierung, ist mir erst mit dem neuen Kurzhaarschnitt begegnet. „Ist das ein Mann oder eine Frau“, hörte ich vor kurzem eine männliche Stimme in spöttischem Ton hinter mir herrufen. Ein kurzes Lächeln huschte mir übers Gesicht und der Gedanke „Wow, jetzt bin ich im Homo-Club“ schoss mir durch den Kopf. Einen kleinen Stich versetzt es mir trotzdem. Denn bei allem Zugehörigkeitsgefühl zur lesbischen Gemeinschaft bedeutet dieser Satz doch in erster Linie Ausgrenzung. Manuela Kay, Chefredakteurin des einzigen deutschen Lesbenmagazins L-MAG, sagt: „Lesbisches Selbstbewusstsein äußert sich darin, noch immer ganz offensichtlich lesbisch auszusehen und es auszuhalten, von anderen – gerne auch von Lesben und Schwulen – voller Verachtung als Kampflesbe beschimpft zu werden.“

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- Was vom Macchiato-Meeting übrig bleibt 13.05.2012
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aber, was zum rest des texts so gar nicht passt:
Aus einer Gruppe von etwa 60 heterosexuellen Studentinnen [...]
und dass alle ausser dir hetero waren, weisst du woher? ist naemlich sehr unwahrscheinlich.
Ich trage Kleider ebenso gerne wie etwas locker sitzendere Jeans aus der Herrenabteilung. Einfach weil es bequem ist und ich bin hetero. Strahl ich jetzt das falsche auf Männer aus?
Ich habe auch viele lesbische Freundinnen, die sich alle sehr individuell kleiden und alle sehr modebewusst sind... von der tussi zum tomboy alles dabei...
Wozu braucht es nun eine "Festlegung"?
Annegretel sagte:
Puh, das ist mir alles zu kompliziert und zu sehr Schublade hier, Schublade da - ich hätte gehofft, dass hätten wir hinter uns gebracht.
eh?
"es gibt und gab schon immer eine Vielzahl lesbischer Erscheinungsformen." was ist denn da schubladig dran?
05.09.2010 - 19:33 Uhr
wollmops
jongedame sagte:
Ich habe auch viele lesbische Freundinnen, die sich alle sehr individuell kleiden und alle sehr modebewusst sind... von der tussi zum tomboy alles dabei...
Wozu braucht es nun eine "Festlegung"?
eben, genau das schreibt sie doch. Daß es eine Million verschiedener Stile gibt. Was für einen Text habt Ihr denn gelesen?
Ist im Text von einem "Heterolook" die Rede oder nicht? Da wird doch eine Schublade geöffnet...
so viele sätze, die mich aufregen. aber ich beschränke mich mal ein bißchen:
"Jetzt müssen nur noch die Designer wachgerüttelt werden und für Lesben entwerfen. Dann muss keine von uns mehr schlecht sitzende Klamotten in der Männerabteilung kaufen oder Anzüge umschneidern lassen."
für lesben entwerfen? wirklich? wo bleibt denn da der austausch? ich trage auch gerade ein männerhemd. darf ich das denn als hetero-frau?
das problem des feminismus ist gerade das, daß er sich von weiblichen traditionen so partout und ohne widerrede wegbewegen muß. stattdessen sollte sich darauf konzentriert werden, individualität anzuerkennen.
"Wollte ich den Diskriminierungen entgehen, müsste ich meine Individualität aufgeben und mich den Aussehensvorstellungen der heterosexuellen Masse anpassen."
und sich den aussehensvorstellungen der homosexuellen klischees zu ergeben ist super individuell?
kein ding, wenn man sich wohler fühlt in was-auch-immer für einem stil, aber das so pseudo-theoretisch zu begründen ist absurd.
um sich damit wirklich zu beschäftigen, empfehle ich barbara vinken: die mode nach der mode.
Terpsichore sagte:
uiuiui, da empfehle ich der jungen dame dann doch mal ein bißchen judith butler zu lesen.
Stimmt, bevor sie erklärt, wieso "sie als Lesbe erkannt werden möchte", sollte sie erstmal ein bißchen Judith Butler lesen.
Mann, wie überheblich kann man eigentlich sein. *kopfschüttel*
Terpsichore sagte:
für lesben entwerfen? wirklich? wo bleibt denn da der austausch? ich trage auch gerade ein männerhemd. darf ich das denn als hetero-frau?
wenn ich ein gut sitzendes herrenhemd und nicht ein pyjama artiges zelt tragen will, brauch ich einen anderen schnitt. YSL in den siebziger jahren wäre so eine mode. und die hat nichts von dürfen/ nicht dürfen geschrieben, sondern dass dieses feld von designers noch bearbeiten ist.
mockingbird sagte:
wenn ich ein gut sitzendes herrenhemd und nicht ein pyjama artiges zelt tragen will, brauch ich einen anderen schnitt. YSL in den siebziger jahren wäre so eine mode. und die hat nichts von dürfen/ nicht dürfen geschrieben, sondern dass dieses feld von designers noch bearbeiten ist.
schätzchen, sie sagt: "für lesben entwerfen". da fühl ich mich ausgeschlossen. es gibt auch hetero frauen, die androgyn mögen, das ist kein rein lesbisches feld. so stellt sie es aber dar.
ansonsten kann man auch immer noch bei jil sander einkaufen.
(wobei ich auch gar nicht verstehe, was genau sie will. es gibt doch viele hemden und anzüge für frauen. die sind dann halt tailliert. wenn man nicht tailliert will, soll man halt bei den männern einkaufen gehen. ich mach das auch. und es gibt herrenhemden, die bei frauen gut sitzen. selbst bei h&m.)
Terpsichore sagte:
mockingbird sagte:
wenn ich ein gut sitzendes herrenhemd und nicht ein pyjama artiges zelt tragen will, brauch ich einen anderen schnitt. YSL in den siebziger jahren wäre so eine mode. und die hat nichts von dürfen/ nicht dürfen geschrieben, sondern dass dieses feld von designers noch bearbeiten ist.
schätzchen, sie sagt: "für lesben entwerfen". da fühl ich mich ausgeschlossen. es gibt auch hetero frauen, die androgyn mögen, das ist kein rein lesbisches feld. so stellt sie es aber dar.
ansonsten kann man auch immer noch bei jil sander einkaufen.
(wobei ich auch gar nicht verstehe, was genau sie will. es gibt doch viele hemden und anzüge für frauen. die sind dann halt tailliert. wenn man nicht tailliert will, soll man halt bei den männern einkaufen gehen. ich mach das auch. und es gibt herrenhemden, die bei frauen gut sitzen. selbst bei h&m.)
aber nur bis b cup. es sei denn, man will unterhalb des busens seinen wocheneinkauf verstecken können.
wollmops sagte:
Terpsichore sagte:
uiuiui, da empfehle ich der jungen dame dann doch mal ein bißchen judith butler zu lesen.
Stimmt, bevor sie erklärt, wieso "sie als Lesbe erkannt werden möchte", sollte sie erstmal ein bißchen Judith Butler lesen.
Mann, wie überheblich kann man eigentlich sein. *kopfschüttel*
nein, ich schreibe: ich empfehle das zu lesen, um aus dem schubladen-denken rauszukommen.
was eine völlig andere aussage, als das, was du daraus machst.
05.09.2010 - 20:21 Uhr
Terpsichore
mockingbird sagte:
aber nur bis b cup. es sei denn, man will unterhalb des busens seinen wocheneinkauf verstecken können.
ha, okay, das problem hab ich nicht. aber androgyner style und großer busen paßt auch nicht so recht zusammen, oder? ;)
Hunter_S_Thompson sagte:
Sehr interessant. Ich hab da auch gleich mal ne Frage. [....] Was ich jedoch nicht verstehe ist euer Blick, bzw. der Blick, wie auch du ihn auf dem Titelbild hier auflegst. Soll das sexy sein? Vielleicht sexy für Frauen? Ich meine, guckt wie ihr wollt, aber dieser ganz spezielle Blick an Frauen generell, finde ich, strahtl aus "Ich hasse euch alle und bin an jedem und allem uninteressiert. Ich bin mir selbst Lebensinhalt genugt, also LASS MICH IN RUHE!!" Genau das heißt dieser Blick. Wenn ich den sehe, kann eine Frau auch noch so hetero sein, da ergreif ich die Flucht, weil ich das schlicht unfreundlich finde. Ein komisches, einfaches Wort, aber so sehe ich das. Oder ist das so ein Lesben-Blick, den ich als Kerl gar nicht verstehen kann?
Ich amüsiere mich gerade. Aus meiner Hetera-Sicht ist das der typische leicht herausfordernde Blick, den die meisten jungen Männer auch perfektionieren. Wenn du dich davon nicht angezogen fühlst, heißt das, das Signal "Kein Interesse an Männern" ist bei dir angekommen. Ist doch im Interesse aller.
Mir ist es sehr wichtig, sowohl von den Heteros als auch von den Lesben als Lesbe erkannt zu werden
warum? wird diese frage eigentlich geklärt oder habe ich daran vorbeigelesen.
identität entsteht im leben mancher menschen anscheinend immer noch vordergründig durch das, was die gesellschaft diktiert und nicht durch irgendetwas, was in einem selbst liegt. das passiert jedes mal, wenn das wort 'mode' fällt. ich finde das erschreckend traurig, sich zur geisel von solchen dingen zu machen.
Ja, mei, die Frage ist doch berechtigt. Ich kenn Männer mit größeren Brüsten und längeren Haaren.
Armes Deutschland...
durch die mode eindeutig als lesbe erkannt werden, aber dabei nicht in eine schublade landen?
05.09.2010 - 21:03 Uhr
nordzucker
ein_oxymoron sagte:
aber, was zum rest des texts so gar nicht passt:
Aus einer Gruppe von etwa 60 heterosexuellen Studentinnen [...]
und dass alle ausser dir hetero waren, weisst du woher? ist naemlich sehr unwahrscheinlich.
Bei uns auf dem Land sind alle hetero, schon aus Selbsterhaltungstrieb.
Will sie sich abgrenzen oder in irgendwo integriert sein, Mainstream oder Subkultur? Ich meine, G-Star tragen und individuell aussehen, das schließt sich eben aus.
Und darf man ihr nun die sexuelle Ausrichtung ansehen oder nicht? Und wenn man es zu erkennen glaubt, ist das dann Diskriminierung oder Zeichen einer gelungenen Kommunikation? Und was ist nun die Forderung? Mehr und speziellere Lesben-Modelinien? Bin gerade etwas ratlos.
Terpsichore sagte:
wollmops sagte:
Terpsichore sagte:
uiuiui, da empfehle ich der jungen dame dann doch mal ein bißchen judith butler zu lesen.
Stimmt, bevor sie erklärt, wieso "sie als Lesbe erkannt werden möchte", sollte sie erstmal ein bißchen Judith Butler lesen.
Mann, wie überheblich kann man eigentlich sein. *kopfschüttel*
nein, ich schreibe: ich empfehle das zu lesen, um aus dem schubladen-denken rauszukommen.
was eine völlig andere aussage, als das, was du daraus machst.
ich finde aber "uiuiui" und "der jungen Dame" und "dann doch mal" trotzdem überheblich.
gut, daß wir das geklärt hätten.
wollmops sagte:
Ich habe wörtlich zitiert, ich weiß nicht, was daran verdreht sein soll.
du hast den nächsten satz, der eindeutig dazu gehörte, weggelassen. das verändert die aussage und ist somit verdreht.
Gut, das mit dem Schubladendenken ist eine inhaltliche und somit völlig gerechtfertigte Kritik, auch wenn ich sie persönlich nicht teile. Mir ging es beim Stichwort "überheblich" aber nicht um die inhaltliche Kritik, sondern um die obengenannte Formulierung, die sich für mich ziemlich gönnerhaft anhört - und wohl auch so gemeint ist, anders ließe sich kaum erklären, daß Du die Autorin als "junge Dame" apostrophierst.
Winterzauber sagte:
"Das zweite Extrem, Diskriminierung, ist mir erst mit dem neuen Kurzhaarschnitt begegnet. „Ist das ein Mann oder eine Frau“, hörte ich vor kurzem eine männliche Stimme in spöttischem Ton hinter mir herrufen."
Ja, mei, die Frage ist doch berechtigt. Ich kenn Männer mit größeren Brüsten und längeren Haaren.
Und das ist gut so. Da stellt sich die Frage nach der Fuckability erst nicht. Macht's einfacher.
die Schubladen, die hier einige bedauern, werden wir bei dem Thema glaube ich auch nicht so einfach los. - denn an einem Klischee hängt ja auch immer ein Stückchen Wahrheit und ständig megagenau zu differenzieren, ist eine sprachliche Kunstleistung, die, wenn man sie erbringen würde, jeden Satz zu einem totalen Durcheinander machen würde.
aber eins will ich mal rausgreifen:
"mich den Aussehensvorstellungen der heterosexuellen Masse anpassen. Laut Manuela Kay ist dies der Grund, warum viele Homosexuelle heute nicht mehr als solche zu erkennen sind. 'Anpassung statt Ausgrenzung."...
-> und was, wenn ich als mich teilweise als lesbisch definierende Frau eben einfach dem "lesbischen Look" nicht anpassen möchte?
mir geht's also andersrum - dass ich gar nicht "lesbisch" aussehen möchte, aber gerne als solche erkannt werden würde! was denn dann? Da findet wieder die nächste Ausgrenzung statt! Nämlich aus der lesbischen Szene, die genauso Anpassung zu verlangen scheint, um überhaupt Teil davon sein zu können.
und so ganz allgemein: sind wir ja so und so nicht unbeeinflusst von den Modellen und Skripten, die uns vorgelebt werden. Subversive Performanz braucht immer irgendeinen Ausgangspunkt und irgendeine Richtung, die entweder Einwilligung oder Widerstand aufzeigt. wobei weder einwilligung noch widerstand frei sind von dem, auf was sie sich beziehen.
jetzt weiß ich selbst nicht mehr, warum ich das mal eben so sagen wollte.
macht nichts
05.09.2010 - 21:46 Uhr
kakaoseele
wegen des titels "mode gegen den mainstream".
GEGEN den mainstream? oder eben MIT dem mainstream, dem "lesbischen".
lea2 sagte:
grau, ich bin kein kerl und bin ähnlich ratlos wie du
Da bin ja beruhigt, lea.
wollmops sagte:
@Terpsichore
Gut, das mit dem Schubladendenken ist eine inhaltliche und somit völlig gerechtfertigte Kritik, auch wenn ich sie persönlich nicht teile. Mir ging es beim Stichwort "überheblich" aber nicht um die inhaltliche Kritik, sondern um die obengenannte Formulierung, die sich für mich ziemlich gönnerhaft anhört - und wohl auch so gemeint ist, anders ließe sich kaum erklären, daß Du die Autorin als "junge Dame" apostrophierst.
was heißt denn da gönnerhaft? ja, ich finde es problematisch, einen theoretisch anmutenden text zu schreiben, ohne sich mit der theorie auseinandergesetzt zu haben. da vermischt sie erfahrungsbericht mit wissenschaft, und wie man sieht führt das hier nur zu verwirrung.
und "junge dame" war echt nicht bös gemeint. vielleicht hätt ich lieber "junge lesbe" schreiben sollen?
und, wollmops, in deinem ersten kommentar schreibst du nichts über die formulierungen, die ich benutze, sondern verdrehst mir ganz einfach das wort im munde und findest die von dir verdrehten worte dann überheblich.
aber mir ist das hier auch zu sehr klischee - typisch hetero hier, typisch lesbisch da. für mich hat mode und kleidungsstil mit vielem zu tun, und ich - hetero - geniesse es, mich in unterschiedlichen stilen zu kleiden, damit auch rollen zu verkörpern. ich möchte mal jünger, mal älter wirken, mal seriös, mal sportlich, mal sexy, mal indie. aber "heute zieh ich mich heterosexuell an" - darauf bin ich nun wirklich noch nicht gekommen. diese identitätskonstruktion über kleidung ist seltsam, vor allem weil es ja nun mit individualität nicht viel zu tun hat, wenn man der lesben-uniform gerecht werden muss. kommt zudem immer auch noch auf die körperlichen voraussetzungen an, mir würde dieser androgyne stil niemand abnehmen, es sähe komplett lächerlich aus. was macht eine lesbe mit meiner figur? nicht als lesbe erkannt werden, wahrscheinlich, und sich vielleicht darauf zurückbesinnen, dass mode nicht unbedingt mit der sexuellen orientierung verknüpft sein muss.
keos sagte:
was macht eine lesbe mit meiner figur?
Hungern, vielleicht. Ich habe das alles nicht verstanden, was aber wohl an mir liegt. Allerdings verspüre ich das Bedürfnis, der Autorin ein Schnitzel zu braten. Ach, was red' ich, zwei Schnitzel. Armes schmales Ding...
das ist so merkwürdig: sie sagt, wie vielfältig die lesben-welt ist und gleichzeitig hat man aber anscheinend auf eine bestimmte art und weise auszusehen, um als lesbe erkannt zu werden.
ja, wird die frage überhaupt beantwortet? warum sie als lesbe erkannt werden will?
das alles hört sich alles so nach einem identifikations-problem an, das vielleicht eher in ihrer persönlichkeit begründet liegen könnte. irgendwie fand ich das immer schon komisch. sich zu kategorisieren (als "lesbe", "hetero", "bi") heißt immer, sich abzugrenzen. da ist diskriminierung doch vorprogrammiert. (die angst vor dem fremden.) anstatt zu sein, wer man ist, ohne es ständig kontextualisieren zu müssen. eben, wer fragt sich schon: was kann ich anziehen, um hetero-sexuell auszusehen? wenn ich mich androgyn kleide, denke ich auch nicht: ich seh heut so lesbisch aus. das hat damit doch nichts zu tun.
alces sagte:
keos sagte: was macht eine lesbe mit meiner figur? Hungern, vielleicht.
Einen weiblichen Körperbau kann man schlecht weghungern. Bzw. ich will es mir gar nicht vorstellen, brr.
peergroupverhalten gibts ja nicht nur bei lesben. warum rennen sonst so viele leute mit band t-shirts rum oder behalten ihr festival-armbändchen monatelang an.
wenn es kein problem mehr ist, wenn ne lesbe ne heterofrau in der u-bahn anflirtet, kann man vielleicht sagen, dass man post-gender (oder so) ist, und kategorien werden unwichtig.
"angeflirtet" werden sollte man sowieso nicht in der u-bahn, egal von wem. außer es gibt signale, daß man das will. bzw. was genau heißt "anflirten" für dich?
ich finde es zum beispiel beschämend, nicht in eine schwulenbar gelassen zu werden als frau. hetero-männer dürfen da ja auch rein. oder lesben, die partout keine männlichen freunde haben wollen. (ja, hab ich alles schon erlebt... ist hoffentlich nicht die regel, aber es kommt doch noch immer viel zu oft vor.) was soll der schwachsinn? da werden einfach grenzen errichtet, die nichts mehr mit einer andersheit zu tun haben, sondern die fehler, die die mehrheitsgesellschaft zuvor gemacht hat, werden wiederholt.
ach und generell finde ich es einfach ganz komisch, daß man sich zuallererst über seine sexualität definiert. ich erzähl auch nicht jedem auf der straße, ob ich mit männern schlafe oder mit frauen oder mit beiden geschlechtern oder zu dritt oder was auch immer.
(natürlich ist das was anderes, wenn man für seine rechte kämpft, gleichgeschlechtliche ehe etc., aber darum gehts ja in dem text nicht.)
mir sind menschen am liebsten die einfach kein aufheben um ihre sexualität machen.
jeder wie er mag, klar, aber meine erfahrung ist, dass ich mit in der hinsicht entspannteren leuten besser kann.
achja. und mich schüttelt es immer wieder wenn ich das männerbild so mancher redakteurin durchschimmert. ich kenn genügend lesben die männer mögen und gesittete annäherungsversuche als genau das sehen was sie sind: ein kompliment. dann kommt eben "sorry nich so meine richtung" und dann ist gut. wenn nicht. falsche kreise. idiotentum is ja jetzt nicht geschlechtsabhängig.
06.09.2010 - 03:16 Uhr
TinoForce
utti sagte:
naja, es geht hier ja nicht um eine gruppe, die z.B. sich mit einer bestimmten musikrichtung identifiziert, sondern um eine minderheit, die bis vor kurzem noch extrem diskriminiert wurde. und da ging es erstmal darum überhaupt sichtbar zu sein und es auszuhalten anzuecken und als abnormal bezeichnet zu werden. dieses ganze "böse kampflesbe" gerede ist ja ein zeichen dafür wie wenig toleranz dafür es bis heute gibt. klar, kann man sagen, dass kategorisierungen die wurzel des problems sind, nur kam diese ausgrenzung ja zuerst von der mehrheitsgesellschaft. ich wüsste nicht, wie eine minderheit sich emanzipieren kann, wenn sie die kategorisierung, die von außen kommt, nicht erstmal annimmt und in stolz umwandelt, also positiv besetzt.
wenn es kein problem mehr ist, wenn ne lesbe ne heterofrau in der u-bahn anflirtet, kann man vielleicht sagen, dass man post-gender (oder so) ist, und kategorien werden unwichtig.
Dem kann ich nur zustimmen. Und ich fürchte, deswegen funktioniert auch keos' Argument ("Heut zieh ich mich heterosexuell an") nicht.
Die Fragen, die eisengrau gestellt hat, werden dadurch aber nicht weniger stichhaltig.
Als Lesbe erkennbar sein ? Stellt sich als erstes die Frage für wen ? Für Hetero-Frauen, das ist sicher egal. Für Hetero-Männer, das wird nicht klappen, da das sonst ALLE wissen müssten. Bleibt für Homo-Frauen und am besten natürlich gleich noch, welche Rolle ich in dem besagten Paar dann spielen will.
Bei der Kleidung gibt es durchaus Möglichkeiten. So gibt es z.B. Damen-Hosen die den Bund in der Taille haben und andere bei denen der Bund über die Hüftknochen läuft (siehe 70er Jahre). Da könnte die Mode durchaus Abgrenzungen schaffen. Denn feminine Fraue ziehen letzteres eher nicht an. Ähnliches gibt es bei Schuhen und Blusen. Da muss sich die Szene halt auch etwas bemühen, wenn es denn schon so viele lesbische Designer gibt.
Digital_Data
jongedame sagte:
Ich stimme @Annegretel zu. Mir ist das auch zu Schublade.
Ich trage Kleider ebenso gerne wie etwas locker sitzendere Jeans aus der Herrenabteilung. Einfach weil es bequem ist und ich bin hetero. Strahl ich jetzt das falsche auf Männer aus?
Ich habe auch viele lesbische Freundinnen, die sich alle sehr individuell kleiden und alle sehr modebewusst sind... von der tussi zum tomboy alles dabei...
Wozu braucht es nun eine "Festlegung"?
ich kenne aus sehr viele auch der szene - und genau so ist es :) man kann es überhaupt nicht verallgemeinern...
Terpsichore sagte:
@utti: ich finde das generell zu einfach, sich zu kategorisieren. damit will man eben wieder einer gruppe angehören und sich eine normalität aufbauen. (sagst du ja auch.) und man schließt wieder damit alles, was für einen anders ist, aus. eben das schafft immer mehr diskriminierung, in alle möglichen richtungen. die welt wird dann besser, wenn man anfängt, menschen, ob sie anders sind als man selbst oder die masse oder was weiß ich, zu akzeptieren. und wer könnte da am besten vorreiter sein als menschen, die es kennen, diskriminiert zu werden? stattdessen geschieht das gegenteil. das finde ich schade.
da stimme ich dir zu, nur auch menschen, die diskriminierung erleben, haben erstmal nicht das bedürfnis diskriminierung abzuschaffen, sondern zu einer gruppe dazuzugehören, angenommen und akzeptiert zu sein.
natürlich schließen sie dann andere auch wieder aus, aber gerade das gehört eben zur identität dazu, die gibt es eben nur in differenz/ ablehnung zu etwas.
das ziel sollte aber natürlich eigentlich sein, dass jeder dort weggehen kann, anziehen kann, was er möchte und sich die menschen als menschen begegnen und nicht als hetero/homo/mann/frau/....
erst über die gender- und sexuelle orientierungsschiene kommt da plötzlich kontroverse auf und wird das ein thema das hier heiss diskutiert wird.
ich weiss es nicht, könnte mir aber vorstellen, dass der artikel in einem lesbenforum evtl. ganz anders diskutiert würde.
mir ist aber auch nie klar geworden, wie man / frau sich so unheimlich viele gedanken um kleidung machen kann.
Ansonste hat der Gargoyle alles gesagt.
Gottseidank hat sie "hetero" mit goldenen buchstaben aufs hirn tättowiert, damit auch jeder sofort erkennen kann, was sie mag und was nicht.
schubladen ole.
06.09.2010 - 11:35 Uhr
zabaitzu
Gottseidank hat sie "hetero" mit goldenen buchstaben aufs hirn tättowiert, damit auch jeder sofort erkennen kann, was sie mag und was nicht.
schubladen ole.
Wir wären der Presse ausserordentlich dankbar, wenn man 'uns Homosexuelle' mal in allen Facetten zeigen würde und nicht nur immer Bilder von fetten butchigen Kampflesben und tuckigen Schwulen zeigen würde, denn diese stellen auch bei uns die Minderzahl dar.
Der Witz ist: Den Rest von uns identifiziert ihr nur nicht als lesbisch oder schwul, weil auch wir es optisch nicht zur Schau tragen.
Meine Frau und ich sind beide schlank, gutaussehend und optisch weiblich, keiner würde jemals darauf kommen, daß wir schon seit 7 Jahren glücklich verpartnert sind.
Es würde heterosexuellen vielleicht deutlich leichter fallen, uns als normal zu empfinden, wenn die Medien nicht immer nur die Freakvarianten von uns abbilden würden.
JaKamb sagte:
Meine Frau und ich sind beide schlank, gutaussehend und optisch weiblich, keiner würde jemals darauf kommen, daß wir schon seit 7 Jahren glücklich verpartnert sind.
nein. da würde natürlich KEINER jemals drauf kommen!! wake up - it's 2010!
06.09.2010 - 12:11 Uhr
aelskling
JaKamb sagte:
Es würde heterosexuellen vielleicht deutlich leichter fallen, uns als normal zu empfinden, wenn die Medien nicht immer nur die Freakvarianten von uns abbilden würden.
viele dieser 'Freakvarianten' haben alles dafür gegeben, dass du heute so leben kannst wie du lebst.
einige deiner aussagen da oben hätten wohl doch lieber mal noch ne extrarunde durch den kopf gedreht..
Und was an dem Anliegen falsch ist, daß man auch mal anders dargestellt werden möchte, bleibt mir ein Rästel. Solltest Du dich angesprochen fühlen, würde ich mich mal fragen, wieso Du dann damit ein Problem hast.
Du implizierst also, daß wir 'normaler, also nicht im Sinne der Klischees aussehenden' Leute nix dazu beigetragen haben? Du irrst Dich gewaltig, dadurch daß auch wir im Job offen mit unserer Lebenspartnerschaft umgehen, haben sich doch so einige Heteros hier mir gegenüber gerade deshalb positiv geäussert und mir gesagt, daß sich ihr Bild von Lesben durch uns deutlich verbessert hat, da es schön sei, auch mal einen nicht dem Klischee entsprechenden Menschen zu treffen, von dem es 'nicht gedacht hätte'.
Der Mut, sich als nicht erkennbare Lesbe zu outen ist Dir also gar nix wert? Du meinst, daß nur stereotype Exemplare das getan hätten?
Sei mal bitte nicht so eindimensional und pseudo-erbost, daß auch wir 'nicht-stereotypen' Lesben es wagen, eine Meinung dazu zu haben.
Würde ich ihr, wie hier abgelichtet auf der Strasse begegnen, würde ich als durchweg, Hetereo niemals, zumindest aber nicht auf Anhieb, erkennen können und wollen, dass sie aufgrund ihres äußerlichen Erscheinungsbild, ausschließlich bissexuelle Neigungen hat.
Ich werde/wurde oft, als eher teilzeit- modeaffiner von homosexuellen Männern begutachtet, aber nicht angesprochen.
Ich maße mir aus Erfahrung also an, zu behaupten, dass sie eventuell nicht genügend Selbstbewusstsein mit sich führt, auch wenn ich freilich, den Wunsch verstehen kann, sich durch offensichtliche Zugehörigkeit sicher identifizieren zu können.
06.09.2010 - 13:07 Uhr
aelskling
Terpsichore sagte:
ich nehme homosexuelle nicht als andere menschen wahr, aber durch diese abgrenzung vermittelst du, daß "ihr" oder "wir" anders sind. wie soll es da zur normalität werden?
dass du nicht unbedingt repräsentativ für alle heteros bist, kommt dir nicht in den sinn? und dass in diesem falle eine gruppenidentität stärkend wirken kann und das von vielen noch gebraucht wird, um sich überhaupt zu trauen, sich offen zu bekennen? nicht überall ist hip berlin. nicht überall sind es die menschen gewohnt, dass in ihrer umgebung schwule und lesben leben. ich finde es schon ein bisschen seltsam, dass du hier eine junge lesbe derart kritisierst und dir diese kritik von deiner perspektive als aufgeklärte hete herausnimmst. ich finde es völlig akzeptabel, dass identitäten, die sich erst einmal in so etwas grundsätzlichen wie der eigenen sexualität finden müssen kleidung und gruppenrahmen als sicherheitsleine benutzen. ausgerechnet diese gruppen aus der sicherheit der norm zu kritisieren, das sit schon eine interessante geistige volte.
aelskling sagte:
ich bin der Meinung, dass diese 'junge lesbe' wie du sie so schön nennst, kritisiert werden muss. denn nur so kann sie weiterentwickeln was noch nicht so ausgeprägt zu sein scheint: Toleranz!
und das ist unsere/ deine aufgabe? ihr das beibringen? ich find es immer wieder faszinierend, wie man oftmals diskriminierte minderheiten anklagen kann, intolerant zu sein.
mockingbird sagte:
dass du nicht unbedingt repräsentativ für alle heteros bist, kommt dir nicht in den sinn? und dass in diesem falle eine gruppenidentität stärkend wirken kann und das von vielen noch gebraucht wird, um sich überhaupt zu trauen, sich offen zu bekennen? nicht überall ist hip berlin. nicht überall sind es die menschen gewohnt, dass in ihrer umgebung schwule und lesben leben. ich finde es schon ein bisschen seltsam, dass du hier eine junge lesbe derart kritisierst und dir diese kritik von deiner perspektive als aufgeklärte hete herausnimmst. ich finde es völlig akzeptabel, dass identitäten, die sich erst einmal in so etwas grundsätzlichen wie der eigenen sexualität finden müssen kleidung und gruppenrahmen als sicherheitsleine benutzen. ausgerechnet diese gruppen aus der sicherheit der norm zu kritisieren, das sit schon eine interessante geistige volte.
sicherlich bin ich nicht repräsentativ für alle heteros. ich würde mich auch nie als hetero bezeichnen. wieso gehst du davon aus, daß ich hetero bin?
was ich kritisiere sind die widersprüche, in die sie sich verstrickt. und das sind dinge, die die welt leider nicht besser machen.
gruppenidentitäten sind eben eine schwierige sache und tragen meiner meinung nach nicht zur aufklärung bei, sondern schaffen grenzen. das schafft mehr probleme als sie aus der welt zu schaffen. zumindest in der art und weise wie das hier und auch von ihr beschrieben wird.
mockingbird sagte:
ich find es immer wieder faszinierend, wie man oftmals diskriminierte minderheiten anklagen kann, intolerant zu sein.
Und? Ist es so undenkbar, dass auch diskriminierte Minderheiten ihrerseits andere Menschen diskriminieren? Darf man das dann nicht ansprechen?
(jetzt krieg ich bestimmt schläge...)
mockingbird sagte:
das ist wie mit der frauenbewegung.
Frauen sind grundsätzlich schon mal von vorneherein diskriminiert. Wie auch aktuell am Umgang der Justiz mit den Fällen Benaissa und Kachelmann zu sehen ist.
Terpsichore sagte:
gruppenidentitäten sind eben eine schwierige sache und tragen meiner meinung nach nicht zur aufklärung bei, sondern schaffen grenzen.
eine art gruppenidentität haben alle homosexuellen. ebenso wie hetterosexuelle. letztere nehmen sie nur nicht so bewusst war, da ihre sexuelle identität von der mehrheit geteilt und akzeptiert wird. homosexuelle erleben diese gruppenidentität stärker und gehen mit ihr oft auch offensiver um. das ist aber wohl aufgrund von schwieriger sexueller selbstfindung und erfahrener diskriminierung (ja, die gibt es. und ja, auch in berlin) nicht verwunderlich.
und wenn man auf toleranz stoßen will, schafft man das einfach nicht, wenn man sich intolerant benimmt.
es geht in diesem artikel übrigens nicht um gesellschaftliche ziele, sondern um mode...
Gargoyle sagte:
mockingbird sagte:
das ist wie mit der frauenbewegung.
Frauen sind grundsätzlich schon mal von vorneherein diskriminiert. Wie auch aktuell am Umgang der Justiz mit den Fällen Benaissa und Kachelmann zu sehen ist.
und dieser kommentar ist hilfreich und relevant weil?
Das ist eine dermaßen beliebige Aussage -
mockingbird sagte:
und dieser kommentar ist hilfreich und relevant weil?
Weil er zeigt, dass Schwarzweißdenken nicht weiterhilft. Frauen sind genausowenig ständig nur Opfer wie Schwule und Lesben überall automatisch immer gleich diskriminiert werden. Und die Forderung nach Toleranz darf eben auch an diskriminierte Minderheiten gestellt werden. Er gilt für alle Menschen gleichermaßen, sonst könnte ich mich ja immer schön auf meinem Außenseiterdasein ausruhen.
Ich spare mir weitere Antworten zu deinem leider etwas sinnfreiem Gehetze, da Du offensichtlich arge Probleme hast, wenn sich jemand fernab der Klischees es wagt, dazu zu äussern. Die schlechten Bewertungen deiner Kommentare sagen genug aus.
Statt nur an Meinungen anderer herumzumäkeln, könntest Du ja mal versuchen, selbst ein sinnvolles Statement abzugeben.
@Terpsichore:
Danke für den Hinweis, war nicht so gemeint und mir nicht bewusst, daß ich das so schreibe. Interessant auch für mich selbst, ich lese mir das unter dem Aspekt nochmal durch.
Ich denke, es könnte daher kommen, daß man doch manchmal nach einem Outing, freiwillig oder nicht, sich hier und da dann doch anders behandelt fühlt danach. Manche sind danach regelrecht entspannter, weil sie es vielleicht schon gedacht haben, andere wiederum nehmen dann eine künstliche Distanz auf, weil sie evtl Berührungsängste damit haben. Ich glaube, daß ich mich da sicher hier und da als 'die Anderen' gefühlt habe, weil man natürlich nicht wahrhaben will, daß es doch noch viele gibt, die damit ein Problem haben.
Meine Theorie ist, daß wir sowieso niemals eine echte Gleichberechtigung aller Menschen haben werden, so wünschenswert das auch wäre, weil der Mensch letzten Endes als Egotier dazu nie in der Lage wäre und zuviele monetäre Interessen dagegen stehen. Leider.
in der politischen scene ist sowas, mit anderen hintergrund, weit verbreitet. da kann man recht normale aktuelle mode tragen und trotzdem weiss die umgebung bescheid.
es geht auch vor allem mehr um das abschaffen von grenzen. vor allem im kopf. und die werden eben von beiden seiten errichtet. und irgendwer sollte mal anfangen, die abzuschaffen, wenn es besser werden soll.
Terpsichore sagte:
wenn man sich selbst als "unnormal" behandelt, wie sollen einen dann andere als "normal" behandeln? bzw. will man das überhaupt? sie sagt ja auch gar nicht, was sie überhaupt will.
und wenn man auf toleranz stoßen will, schafft man das einfach nicht, wenn man sich intolerant benimmt.
es geht in diesem artikel übrigens nicht um gesellschaftliche ziele, sondern um mode...
es geht doch, mit verlaub, um beides, und die frage, was die dame gerne anzieht, hat bei ihr anscheinend einen gesellschaftspolitischen aspekt. ich persönlich finde sowas ja einfach anstrengend. ich möchte menschen nicht an ihrer kleidung ihre sexuellen präferenzen ansehen, weil sie mir in 99% der fälle egal sind und ich mit ihnen unabhängig ihrer sexuellen präferenzen interagieren will.
06.09.2010 - 14:23 Uhr
afrirali
mockingbird sagte:
er ist insoweit in der machtposition, dass er sowas rufen kann, ohne sofort und überall dafür den unmut aller übrigen umstehenden zu ernten. es ist ok, sich über frauen lustig zu machen, die nicht weiblich aussehen. es ist ja "nur ein witz". die frau, die sich sowas anhören muss, ist automatisch in der defensive.
quatsch. es kommt halt drauf an, wo du bist. aber jede wette, in einer unimensa zB würde ein solcher typ eine menge böser blicke und worte abbekommen.
afrirali sagte:
es geht doch, mit verlaub, um beides, und die frage, was die dame gerne anzieht, hat bei ihr anscheinend einen gesellschaftspolitischen aspekt. ich persönlich finde sowas ja einfach anstrengend. ich möchte menschen nicht an ihrer kleidung ihre sexuellen präferenzen ansehen, weil sie mir in 99% der fälle egal sind und ich mit ihnen unabhängig ihrer sexuellen präferenzen interagieren will.
ich glaube, es geht bei ihr um identitätsbildende aspekte, nicht um gesellschaftspolitische.
ich dachte, es waere erstrebenswert, dass sexuelle vorlieben egal sind und nicht, dass sie durch den kleidungsstil sofort erkennbar sind.
und wo isn auf den fotos der "radikale iro"??
so wie die autorin auf den fotos sehen doch heutztutage ganz ganz viele maedchen und frauen aus...ohne lesbisch zu sein.
ich bin verwirrt...
mockingbird sagte:
er ist insoweit in der machtposition, dass er sowas rufen kann, ohne sofort und überall dafür den unmut aller übrigen umstehenden zu ernten. es ist ok, sich über frauen lustig zu machen, die nicht weiblich aussehen. es ist ja "nur ein witz". die frau, die sich sowas anhören muss, ist automatisch in der defensive.
meine güte, dann dreh ich mich halt um und ruf was blödes zurück. dafür werd ich dann auch nicht gesteinigt und habe mindestens genauso viele sympathien auf meiner seite. man muß es doch auch nicht übertreiben. außerdem wette ich mit dir, daß ein solcher kommentar von nem typ (oder auch von ner frau) unmut bei anderen erzeugt. rumpöbeln ist halt rumpöbeln.
anmerken möchte ich noch, daß es in dem beispiel bei ihr gar nicht darum ging, daß sie "diskriminiert" wurde, weil sie lesbisch ist, sondern weil sie kurze haare hat und hemd trägt.
Als ich so jung war hab ichs auch drauf angelegt dass mir jeder schon an der Nasenspitze ansieht dass ich ne Lesbe bin...mittlerweile hat sich das gegeben. :) Also, lasst sie doch in Hemden rumlaufen wenn sie mag.
Ob sie dann integrierter ist als vorher mit Rock und langen Haaren ist die andere Frage.
06.09.2010 - 14:43 Uhr
synthie_und_roma
06.09.2010 - 14:47 Uhr
synthie_und_roma
http://www.xing.com/profile/Annemarie_Ga...
Terpsichore sagte:
meine güte, dann dreh ich mich halt um und ruf was blödes zurück. dafür werd ich dann auch nicht gesteinigt und habe mindestens genauso viele sympathien auf meiner seite.
Probiers doch einfach mal aus, du wirst dich wundern, wie wenig Sympathisanten da sind. Ich entscheide mich inzwischen lieber für Kopf einziehen und schnell weitergehen, wenn ich alleine unterwegs bin. Und ich achte auch drauf, wo ich mit meiner Freundin bin, bevor wir uns als Pärchen zu erkennen geben. Aber vielleicht ist Berlin ja wirklich anders.
titter sagte:
Probiers doch einfach mal aus, du wirst dich wundern, wie wenig Sympathisanten da sind. Ich entscheide mich inzwischen lieber für Kopf einziehen und schnell weitergehen, wenn ich alleine unterwegs bin. Und ich achte auch drauf, wo ich mit meiner Freundin bin, bevor wir uns als Pärchen zu erkennen geben. Aber vielleicht ist Berlin ja wirklich anders.
ich war mehrfach in der situation. und nicht nur in berlin. wenn man sich kleinmachen will, ist das nicht so schwer, opfer zu sein. in so einer läppischen situation zumindest.
Nur weil sie kurze Haare hat und außerdem flache Schuhe und weiter geschnittene Jeans trägt muss sie doch längst nicht homosexuell sein. Das finde ich in etwa so abwegig wie die Vermutung, dass jeder Mann, der gerne rosafarbene Hemden trägt, schwul sein muss.
JaKamb sagte:
@aelskling:
Ich spare mir weitere Antworten zu deinem leider etwas sinnfreiem Gehetze, da Du offensichtlich arge Probleme hast, wenn sich jemand fernab der Klischees es wagt, dazu zu äussern. Die schlechten Bewertungen deiner Kommentare sagen genug aus.
um das hier abzukürzen, denn da gibt es (zumindest von meiner seite aus) keinen konsens:
ich finde es unter aller sau, dass du andere Lesben ihres Äußeren wegen diskriminierst und als Freaks bezeichnest. zumal du es eben besser wissen müsstest.
06.09.2010 - 15:21 Uhr
aelskling
donatella1979 sagte:
Dnke für den Satz "Sängerin Pink, wenn auch nur bi, ist mit ihrem Look auch ein beliebtes Lesbenvorbild." Das "nur" bi impliziert recht hübsch, daß man offensichtlich nur als Lesbe ein vollwertiger Mensch ist....und als bi-Frau immerhin ein bißchen auf dem rechten Weg? Wer Toleranz fordert, sollte mal bei sich selbst anfangen mit der Toleranz anderen sexuellen Orientierungen gegenüber. Und, ja, ob's die Autorin glaubt oder nicht: Ich find's als Heterofrau auch anstrengend, von "Kampflesben" beim Tanzen angegraben zu werden - und auch da gibt's welche, die ihre Anstrengungen vervielfachen, wenn man sich sexuell outet ;-)
Frauen sind halt auch nur Männer. ;-)
Ich glaube, "nur bi" heißt in diesem Fall nicht "kein vollwertiger Mensch", sondern eher "nicht ausschließlich lesbisch".
alces sagte:
Was ist denn "Kampflesbe" für ein unglücklicher Begriff? Und entspricht nicht jeder Mensch irgendeinem Klischee?
alces sagte:
Was ist denn "Kampflesbe" für ein unglücklicher Begriff? Und entspricht nicht jeder Mensch irgendeinem Klischee?
Ja, absolut beknackt und diffamierend.
Ich denke nicht, dass jeder Mensch von Grund auf einem Klischee entspricht!
Klischees entstehen m.A. erst, wenn Mensch über Mensch urteilt, einen Begriff definiert/formuliert und der von einer Gesellschaft oder einer Gruppe von Menschen kolportiert wird.
Die "Kategorie der Homosexuellen" gehört abgeschafft, und nicht auch noch zwanghaft in der Mode gefestigt, was letztendlich nicht nur denen Freiheit verschafft, die sich jetzt zu dieser Kategorie zählen, sonder nauch denen, die es nicht tun.
alces sagte:
Was ist denn "Kampflesbe" für ein unglücklicher Begriff? Und entspricht nicht jeder Mensch irgendeinem Klischee?
Ach, den gibt's doch schon ewig. Und wenn ich mich an diverse Aktivistinnen in der linksautonomen Szene zurückerinnere und an das Frauen- und Lesbenreferat an der Uni, muss ich sagen: in manchen Fällen passt er aber auch.
eisengrau sagte:
alces sagte:
Was ist denn "Kampflesbe" für ein unglücklicher Begriff? Und entspricht nicht jeder Mensch irgendeinem Klischee?
Ach, den gibt's doch schon ewig. Und wenn ich mich an diverse Aktivistinnen in der linksautonomen Szene zurückerinnere und an das Frauen- und Lesbenreferat an der Uni, muss ich sagen: in manchen Fällen passt er aber auch.
hach, die wilden neunziger, als das lesbenreferat im neunten stock tagte und daher die drei fahrstühle als no go area für männer erklärte wurde und die armen informatiker zu fuß in den elften stock hoch mussten.
la_seduzione sagte:
alces sagte:
Was ist denn "Kampflesbe" für ein unglücklicher Begriff? Und entspricht nicht jeder Mensch irgendeinem Klischee?
Ja, absolut beknackt und diffamierend.
Ich denke nicht, dass jeder Mensch von Grund auf einem Klischee entspricht!
Klischees entstehen m.A. erst, wenn Mensch über Mensch urteilt, einen Begriff definiert/formuliert und der von einer Gesellschaft oder einer Gruppe von Menschen kolportiert wird.
...oder irgendein Merkmal von irgendeiner Bevölkerungsgruppe so augenscheinlich eingesetzt wird, dass man gar nicht anders kann, als mit dem Merkmal diese Gruppe zu assoziieren (z.B. Männerklamotten an lesbischen Frauen, die die Autorin ja offenbar auch schon getragen hat).
Klischees entstehen ja nicht nur aus haltlosen Verleumdungen heraus, sondern auch aus Wiedererkennung.
willhimtell sagte:
Der Text erscheint mir inkonsistent, da er zwischen Abschaffung und der Anerkennung der Kategorie „lesbisch“ schwankt. Aber genau darin liegt die Essenz des Problems: weil eine Mehrheit implizit Heterosexualität voraussetzt, ist das Outing zwangsläufig vorhanden. Ist es vorhanden, muss damit „gearbeitet“ werden, also etwas Neues daraus gemacht werden, bzw. eine Eigendefinition geschaffen werden, die die Anerkennung der „sozialen Kategorie“ ermöglicht, um sie dann abzuschaffen bzw. gleichzustellen. Kann nichts zugleich sein und nicht sein? Fraglich, ob das ganze tatsächlich ein erkenntnistheoretisches oder eher ein gesellschaftliches Puzzle ist. Regt zum Nachdenken an.
Hä? ;-)
btw, der androgyne look, so habe ich festgestellt, ist auch bei jungen muttis sehr beliebt. mit den hosen und den weiten hemden ist man mit baby einfach besser unterwegs... :D soviel zur aussagekraft des looks. der mainstream hat ihn sich nämlich schon längst einverleibt...
mockingbird sagte:
eisengrau sagte:
alces sagte:
Was ist denn "Kampflesbe" für ein unglücklicher Begriff? Und entspricht nicht jeder Mensch irgendeinem Klischee?
Ach, den gibt's doch schon ewig. Und wenn ich mich an diverse Aktivistinnen in der linksautonomen Szene zurückerinnere und an das Frauen- und Lesbenreferat an der Uni, muss ich sagen: in manchen Fällen passt er aber auch.
hach, die wilden neunziger, als das lesbenreferat im neunten stock tagte und daher die drei fahrstühle als no go area für männer erklärte wurde und die armen informatiker zu fuß in den elften stock hoch mussten.
in meiner erinnerung was das groesste feindbild im lesbenrefarat damals allerdings schwule. nicht informatiker.
Zum einen, weil es gar nicht zutrifft (Männer=toll, nur noch nie verliebt. Hab ich auch nicht vor, denn ich heirate ja bald und möchte "danach" niemand anderen lieben), zum anderen, weil das in den Köpfen vorherrschende Bild einer Lesbe immer noch ein hässliches ist (heisst: Lesbe=hässlich).
Zudem habe ich einen rasierten Kopf, damit würde ich in Gstar ja dem Klischee entsprechen. Das mag ich zum einen nicht, zum anderen fühle ich mich in femininer Kleidung einfach wohler. Damit bin ich für die, die es "wissen wollen", aber trotzdem als Lesbe zu erkennen. Das liegt einfach am Umgang mit anderen Frauen und an dem 1/10sek längeren Blick, den man gern umher wirft.
Auch möchte ich nicht über meine Kleidung oder meine Frisur geoutet werden. Neulich an der Supermarktkasse (da gerade in tatsächlich in Gstar, wenn auch Skinny aus der Damenabteilung) hat mir eine alt 68Lesbe einen Flyer für eine lesbische Veranstaltung in die Hand gedrückt. Mit Programmpunkterklärung in voller Lautstärke. WARUM? Und warum lädt man nicht auch heterosexuell aussehende Frauen dazu ein, und warum nicht einen heterosexuellen Mann, eventuell noch mit Migrantenhintergrund. Das Outing fand ich unverschämt. Auf so was stehe ich nicht.
Und noch eine kleine Anekdote: neulich beim Shoppen habe ich sehr darauf geachtet, dachte ich zumindest, betont weibliche Kleidung auszusuchen. Aus oben genannten Gründen. Meine Freundin, um ihre Meinung gebeten, meinte dann: schönes Lesbenshirt. Hallöchen?
habe dieses jahr bei der augspurg heymann preisverleihung gearbeitet. und das war echt erfrischend. klar gabs da bilderbuchlesben, aber insgesamt war ich sehr überrascht, wie unterschiedlich die frauen da waren.
das thema erübrigt sich mit den wechseljahren eh: da nehmen auch viele heterofrauen abstand von dezidiert femininen outfits.
Sendlinger sagte:
möglicherweise ist die autorin noch sehr jung?
Zweifellos. Und es ist ja halt mal so, zur Identitätsfindung gehört die sexuelle Identität dazu, und da muss man sich als jemand, der anders ist als die Mehrheit, irgendwann mal zu verhalten. Wenn ihr Weg der ist, sich erstmal abzugrenzen, ist das doch nur normal. Ich versteh da die Kritik nicht, die hier teilweise geäußert wird.
fraeuleiningeborg sagte:
Sendlinger sagte: möglicherweise ist die autorin noch sehr jung?Zweifellos. Und es ist ja halt mal so, zur Identitätsfindung gehört die sexuelle Identität dazu, und da muss man sich als jemand, der anders ist als die Mehrheit, irgendwann mal zu verhalten. Wenn ihr Weg der ist, sich erstmal abzugrenzen, ist das doch nur normal. Ich versteh da die Kritik nicht, die hier teilweise geäußert wird.
geht mir ähnlich, was ich nur nicht verstehe, warum macht sie ihr ding nicht einfach? es an mode aufzuhängen? ne, das ist mir zu doof.
die lesben in meinem bekanntenkreis haben diese probleme nicht, sind aber auch ein bisschen älter. vielleicht deshalb.
auf die zähne beiß..
nein, ich muss es loswerden, daumt mich dafür, aber männerhemden passen ihr doch ganz gut.
Eben, eine Frage des Alters.
Und doe Hemden passen ihr ja wirklich, wenn sie nur nicht so bös gucken würde... :D
und ja ich kann das ja begrenzt sogar nachvollziehen: wenn ich zwei küssende männer sehe (was ich im übrigen in der öffentlichkeit noch _nie_ gesehen habe) dann denke ich mir auch: "brr", ganz einfach weil sich bei mir nichts regt beim gedanken an bartstoppeln beim küssen.
im gegensatz zu dir gefällt mir das aber überhaupt nicht. dieses empfinden ist mir eigentlich sogar peinlich und so "normal" das für dich auch sein mag, in dem moment find ich mich richtig scheisse.
ganz einfach weil es mich nicht zu interessieren hat und ich so ganz allgemein liebe für ne sehr gute und wünschenswerte institution halte. und sobald dann dieser erste reflex, von welchen instinkten oder prägungen er auch herrühren mag, überwunden ist, kommt man doch als latent liberaler mensch zu dem schluss dass man nicht das recht hat zu urteilen, oder? Ich hoffe, ehrlich.
ich mein es muss doch unstrittig sein, dass homosexuelle die gleichen rechte haben sich zu küssen wie heteropaare.
Mal ganz davon abgesehen, dass das beispiel nicht haltbar ist. beim fkk wird schließlich kein unterschied gemacht: ob schwarz, weiß, groß, oder klein - niemand darf sich öffentlich ausziehen, ob das jetzt schwachsinn oder nicht - geschenkt. auf jeden fall wird nicht unterschieden und das kann man dementsprechend auch beim öffentlichen küssen, welches ja gemeinhin hingenommen wird, auch nicht tun.
wenn ich für alles rücksicht und zurückhaltung einfordern würde, was ich nich kapiere. owh. freiwillig keine volksmusik in sendern mit bildungsauftrag. selbstauferlegtes schreibverbot für 90% aller spon user... aber ich tus nicht weil ich weiß das es quatsch ist.
hoffe geholfen zu haben.
Digital_Data sagte:
Und hier denke ich kommen wir an einen Punkt, wo wir neben aller Toleranz darüber reden müssen, dass Minderheiten bzw. Menschen mit anderen Wertvorstellungen, die eben neben dem Mainstream laufen, auch etwas rücksichtsvoller mit dem Ausleben dieser Orientierungen umzugehen haben.
hell, no.
ziemlich blöd für dich. dass du so homophob bist.
diese Diskussion - so lebhaft sie geführt wurde - ist mit den letzten Kommentaren nach unserer Auffassung aus dem Ruder geraten, weshalb wir uns entschieden haben, Kommentare zu löschen, in denen Zärtlichkeitsbekundungen von Homosexuellen als Belästigung bezeichnet werden und mit an die Wand pinkeln gleichgesetzt wurden.
Von Anfang an ist uns in dieser Diskussion ziemlich übel aufgestoßen, dass Dutzende anonyme angebliche Expertinnen und Experten unserer Autorin erklärt haben, wie sie sich als homosexuelle Frau anzuziehen hat und wie nicht.
Wir haben uns lange in der Redaktion überlegt, wie wir in diesem Fall angemessen reagieren können und haben uns dazu entschieden, nur punktuell einzugreifen und das große Ganze, so unglücklich es sich zum Teil entwickelt hat, so stehen zu lassen.
Grundsätzlich gilt bei diesem Text, wie überall sonst auf jetzt.de, dass jeder Kommentator die AGBs und Netiquette zu beachten hat und darüber hinaus seinen eigenen gesunden Menschenverstand auch gerne eingeschalten lassen kann und soll. Aber das ist ja eigentlich eh klar...
Grüße,
Christina
Ich finde diesen Artikel ziemlich daneben, denn er erweckt den Eindruck, dass Mode und Style einzig dazu da ist, eine Schublade zu bedienen, in die man gesteckt werden kann. Welch ein Schwachsinn! Es wirkt auf mich, als ob Annemarie auf die Unsicherheit und Kommunikationsprobleme (wie wäre es mit fragen nach der sexuellen Orientierung oder es einfach lassen und schweigend Respekt und Toleranz an den Tag legen?) der Heteros im Umgang mit Schrägen aller Art einsteigt und einen "Leitfaden zum tieferen Verständnis der Welt der Lesben" in ihre Meinung, warum sie als Lesbe (auch das wirkt auf mich ehrlich gesagt wie ein Selbstversuch "1 Tag als Lesbe" - sorry vielmals, falls ich dir damit Unrecht tu, Annemarie!) erkannt werden möchte; gleichzeitig beharrt sie auf ihre Individualität. Das ist nicht glaubwürdig!
Klamotten und Haarschnitte sind nicht dazu da, die sexuelle Orientierung nach außen zu tragen. Sie sollen gefallen und Spaß machen egal ob aus Herren- oder Damenabteilung und mit oder ohne Haarband um die Haare aus dem Gesicht zu halten!
christina-waechter sagte:
Hallo,diese Diskussion - so lebhaft sie geführt wurde - ist mit den letzten Kommentaren nach unserer Auffassung aus dem Ruder geraten, weshalb wir uns entschieden haben, Kommentare zu löschen, in denen Zärtlichkeitsbekundungen von Homosexuellen als Belästigung bezeichnet werden und mit an die Wand pinkeln gleichgesetzt wurden.
danke.
ich fand den homophoben kommentar (an die wand pinkeln etc.) auch beschämend und zuviel des guten.
07.09.2010 - 14:24 Uhr
CptnTrash
kaizerin sagte:
Klamotten und Haarschnitte sind nicht dazu da, die sexuelle Orientierung nach außen zu tragen. Sie sollen gefallen und Spaß machen egal ob aus Herren- oder Damenabteilung und mit oder ohne Haarband um die Haare aus dem Gesicht zu halten!
klamotten und haarschnitte haben keine bestimmten daseinsgrund. die einen wollen spaß daran haben, die anderen etwas ausdrücken. und beides halte ich für legitim.
beim csd sucht man für berichte die schrillen personen, wie bei der loveparade auch, beim fussballspiel die lustig verkleideten fans usw.
das hat nichts mit klischeedenken zu tun, sondern vielmehr mit dem erregen von aufmerksamkeit.
beth ditto wird auch nicht auf dem cover eines magazins sein, weil sie typisch lesbisch oder einfach nur lesbisch ist, sondern weil sie erfolgreich und sehr dick ist.
und warum müssen lesben nach lesbischen modischen vorbildern suchen? ist das nicht auch schon wieder sexistisch?
ich denke den meisten ist es egal welche sexuelle orientierung ein modisches vorbild hat, es geht um den style. bei männern wie bei frauen.
07.09.2010 - 16:30 Uhr
chris_tino
wenn die gute autorin einen artiekl verfasst bei dem es um _ihre_ modischen vorlieben geht, die sie mit ihrer sexualität begründet. ja was soll dann in den kommentare geschehen? sollen leute nicht sagen dass sie das für schwachsinn halten?, oder es vielleicht gut finden? wie oft werden autoren in dein kommentaren viel heftiger angegagen als hier. muss man eben mit umgehen könn. ganz im gegenteil zu den privatleuten beim klamottenpaar. in der rubrik habe ich noch nie eine autorin eingreifen sehen und sei es nur per beiträgen wie:"bei dieser diskussion hat die readaktion bauchschmerzen".
christina-waechter sagte:
Aber das ist ja eigentlich eh klar...
nein, ist es ganz und gar nicht. Danke, Christina!
Digital_Data sagte:
@christina-waechter
@ThomasCrown
@TinoForce
§183a StGB sagt:
Wer öffentlich sexuelle Handlungen vornimmt und dadurch absichtlich oder wissentlich ein Ärgernis erregt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 183 mit Strafe bedroht ist.
Wenn sich aber Männer bewusst provokant mit Zunge küssen, dann fällt dies zumindest für mich unter 183a.
wenn sich männer mit zunge küssen, ist es also bewusst provokant. bei heteropärchen ist das aber kein problem?
Wenn ich aber, auch aufgrund meiner sexuellen Prägung, einen Kuss unter Männern durchweg problematischer empfinde als zwischen Mann und Frau, dann ist das ein absolut identischer Fall, in dem von mir aber eine höhere Toleranz eingefordert wird, weil es sich um eine Minderheit handelt. Sorry, aber mit welcher Berechtigung ?
es gibt in diesem land (und anderswo) eine schöne demokratische errungenschaft, die nennt sich minderheitenschutz. wenn jemand toleranz gegenüber moslems, politisch andersdenkenden, ausländern oder behinderten einfordert, fragst du dann auch nach der berechtigung, weil es sich ja nur um eine minderheit handle und deine toleranz in diesem fall begrenzter sei?
Wenn wir von Personen, damit sie sich der Diskriminierung nicht schuldig machen, beim Umgang mit Minderheiten eine höhere Toleranz einfordern als beim "Mainstream", dann leisten wir der Andersbehandlung sogar Vorschub. Wir müssen diese Gleichbehandlung daher auch im Negativum einfordern.
wer genau fordert denn eine höhere toleranz? die "höhere" toleranz ist ja nur bei leuten wie dir gefordert, die sich küssende männer eklig finden. also bei homophoben. wenn man von ausländerfeindlichen menschen also eine höhere toleranz beim umgang mit türken/italienern/chinesen fordert, leistet man der andersbehandlung dann vorschub? oder fordert man nur in einer demokratie, die auf gleichbehandlung aller bürger aufgebaut ist, selbstverständliches?
Wenn es denn also für einen guten Zweck ist, dann kann ich machen was ich will ? Gerade diese dauernden Tabu-Brüche ohne Rücksicht auf das Empfinden der anderen zeugt selbst von nur wenig Toleranz gegenüber diesen anderen und leistet in unserer Gesellschaft einen Bärendienst, da es zu einer Verrohung und zur Verschiebung von Rücksicht und Werten führt, die so von einer großen Anzahl von Personen nicht akzeptiert werden. Leider merken hier viele nicht, dass man vielleicht in den Medien damit eine gewisse Akzeptanz erreicht, in der breiten Masse aber sehr oft eine verstärkte Abneigung erzeugt. Und ich unterstelle mal, dass die Medien gerade dies bei der Berichterstattung ausnützen. Insofern würde ich den Homosexuellen allgemein einen wesentlich dezenteren Umgang empfehlen, der natürlich im Widerspruch dazu, "ich will als Lesbe erkannt werden", steht.
verrohung der werte also, weil ein paar männer sich küssen. wenn du dir einen lesbenporno anschaust, ist das vermutlich etwas komplett anderes, oder? ach stimmt, das ist aufgrund deiner sexuellen orientierung ja nicht eklig.
und deine lehre daraus, daß angeblich eine breite masse (wie breit darf bzw. muss sie denn sein?) zur verstärkten abneigung tendiert, ist also, daß schwule sich etwas dezenter verhalten sollten? also bitte nicht in der öffentlichkeit küssen, händchenhalten oder gar schlimmeres? hast du sie noch alle?
Im übrigen hat dieses Auftreten im öffentlichen Raum und das Einhalten gewisser moralischer Aspekte nichts damit zu tun, dass natürlich absolut keinerlei Diskriminierung in Bezug auf Arbeitsplatz, Geschäftsleben oder andere Aktivitäten statt zu finden hat. Es geht letzten Endes um die Rücksicht vor anders denkenden und um die Toleranz denen gegenüber, die dies nicht akzeptieren wollen und zwar selbst wenn diese in der Minderheit wären !!
Denn alles andere ist Intoleranz und Diskriminierung dieser anders denkenden.
du verbringst etliche absätze damit, deine homophobie, intoleranz und rückständige weltsicht zu belegen und willst dann von toleranz gegenüber einer minderheit reden? sorry, das recht hast du gerade verwirkt.
als ich in der gedruckten Zeitung die Überschrift las, dachte ich: geht denn das überhaupt?
als ich das Foto sah, dachte ich: attraktive, selbstbewußte Frau
nur ich bin nicht auf den Gedanken, aus dem Foto auf eine sexuelle Orientierung zu schließen.
Nach dem Lesen des Artikels bin ich entäuscht und erschrocken.
Ich habe seit 30 Jahren eine lesbische gute Freundin. Sie lebt und lebte schon zu DDR- Zeiten ihre lesbischen Bedürfnisse aus. Während in den Jahren, so wohl bei Ihr wie auch bei mir, mehrere Beziehungen brachen hält diese Freundschaft.
Grundlage dieser Beziehung ist Akzeptanz, Respekt und gegenseitige Achtung. Als es begann war ich in sie richtig verliebt, hatte eine Beziehung beendet um für sie dazusein ohne von ihren anderen Bedürfnissen zu wissen.
Ich wäre nie auf die Idee gekommen sie "umpolen" (was für ein bösartiger Begriff) zu wollen.
Heute liebe ich sie immer noch, wohl wissend das es eine einseitige Liebe ist. Sie weiß es auch und hat wohl keine Probleme damit. So ist das Leben :-)
"In diesem Moment brennt im männlichen Gehirn die Sicherung durch.. Sie verdoppeln – ach was – vervierfachen ihre Anstrengungen und ich kann nur noch die Flucht ergreifen."
Solche Sprüche sind dumm und falsch. Es ist erschreckend, wenn ein junger Mensch so etwas auch noch aufschreibt. Es ist erschreckend zu lesen, das heute noch die selben Vorurteile wie zu Großmutters Zeiten, unter anderen Vorzeichen, benutzt werden.
Genau wie gleichgeschlechtliche Liebe keine Krankheit ist, knallt dem Mann nicht krankhaft die Sicherung durch.
Ich glaube nicht, das die Mehrzahl der Lesben, Ihre Sexualität über Kleidung definieren oder nach außen demonstrieren wollen, was sie mögen.
Meine Erfahrungen sind andere. Im Umfeld meiner Freundin habe ich beobachtet, das viele Lesben den Spagat zwischen Boots, Jeans und Abendkleid perfekt beherrschen. Aber die meisten wählen ihre Kleidung nach Kriterien wie Anlass, Wohlbefinden und Begleitung.
Was ich nicht feststellen konnte war eine bewußte vordergründige Bekleidungswahl um die Zugehörigkeit zur Lesbenszene nach außen zu zeigen.
(ich war auch sicher nicht immer dabei:-))
Man sollte vielleicht auch mal überlegen, das so explizites Verknüpfen von Bekleidung und sexueller Orientierung auch einen ausgrenzenden Effekt hat. Es besteht dann die Gefahr positive Erfahrungen und Bekanntschaften vor der Sex- Frage zu verpassen.
Anderseits, wer im Umgang mit anderen Menschen rücksichtslos ist, wird sich auch nicht durch einen betont lesbischen Stil abschrecken lassen. Das soll aber nicht bedeuten, daß man seinen Stil nach anderen ausrichtet, sondern man muss wissen, das der eigene Stil von anderen auch verstanden werden muss, sonst wird man Negativerlebnisse haben, die Grunde nur auf einem Miss- oder Nichtverstehen basieren. das verstärkt dann solche Vorurteile wie oben zitiert.
Gruß
TK
maaaan, dd, dir brennt wohl echt der hut, merkst du's eigentlich noch?!!
ich finde, daß eine auseinandersetzung mit ihm durchaus sinnvoll sein kann und eine löschung nicht unbedingt notwendig wäre. sinnlos rumpöbeln wäre was anderes, aber wer seine intoleranz belegt und diskutieren will, dem kann man entgegentreten. unter den diversen islamdiskussionen gibts da wesentlich mehr beiträge, die zur löschung anlaß gäben, mit den leuten kann man ja sowieso nicht mehr diskutieren. d_d ist einfach der alttägliche homophobe, mit dem sich schwule/lesben vermutlich sowieso jeden zweiten tag auseinandersetzen müssen. ein verweis in der diskussion von euch, daß ihr das beobachtet, aber die löschung erst bei schlimmen beleidigungen vornehmt, wäre vielleicht angebrachter gewesen.
War androgyn nicht etwas anderes als weite Jeans und Chucks in allen Farben?
Und was war noch gleich die Antwort auf die Frage, warum sie an der Kleidung als Lesbe erkannt werden will?
Und: jeder, der diesen Skinny-Scheiß nicht mehr kauft, kriegt sowieso mal Daumen hoch.
ThomasCrown sagte:
ich kopier mal meinen gb-eintrag bei mercedes bezüglich löschung hier rein:
ich finde, daß eine auseinandersetzung mit ihm durchaus sinnvoll sein kann und eine löschung nicht unbedingt notwendig wäre. sinnlos rumpöbeln wäre was anderes, aber wer seine intoleranz belegt und diskutieren will, dem kann man entgegentreten. unter den diversen islamdiskussionen gibts da wesentlich mehr beiträge, die zur löschung anlaß gäben, mit den leuten kann man ja sowieso nicht mehr diskutieren. d_d ist einfach der alttägliche homophobe, mit dem sich schwule/lesben vermutlich sowieso jeden zweiten tag auseinandersetzen müssen. ein verweis in der diskussion von euch, daß ihr das beobachtet, aber die löschung erst bei schlimmen beleidigungen vornehmt, wäre vielleicht angebrachter gewesen.
So seh ich das auch. Ein Verstoß gegen den guten Ton ist ein Grund für eine Löschung, eine kontroverse Haltung ist zunächst mal nur eine kontroverse Haltung. Und wenn D_D schildert, was er beim Anblick von etwas empfindet, ist das auch nicht gleich eine Beleidigung. (wenngleich die Vergleichsebene wirklich etwas derb war, aber da hätte es eine Rüge auch getan)
Zum Thema selbst: Den Gedanken an einen Zungenkuss unter Männern finde ich jetzt auch nicht so prickelnd, aber man kann ja ebenso wie bei Heteros auch mal diskret wegschauen.
zum Text möcht ich eigentlich nichts sagen, ist wirklich eine persönliche Entscheidung mit der ich nicht viel anfangen kann.
09.09.2010 - 15:17 Uhr
querspieler
eisengrau sagte:
Zum Thema selbst: Den Gedanken an einen Zungenkuss unter Männern finde ich jetzt auch nicht so prickelnd, aber man kann ja ebenso wie bei Heteros auch mal diskret wegschauen.
ich finde auch zungenküsse bei heteros in der öffentlichkeit eklig. und würde über ein verbot nachdenken.
mockingbird sagte:
ich finde auch zungenküsse bei heteros in der öffentlichkeit eklig. und würde über ein verbot nachdenken.
Nun, da gibt es zwar weitaus ekligere Sachen, die Menschen in der Öffentlichkeit tun, und die auch nicht unter Strafe stehen, aber wie gesagt: Man kann auch wegschauen.
09.09.2010 - 16:53 Uhr
eisengrau
ThomasCrown sagte:
dabei haben wir das verbot der homosexualität doch gerade erst abgeschafft...
birdie will ja auch eher die Heterosexualität eindämmen. ;-)
wenn thomascrown sagt:“d_d ist einfach der alttägliche homophobe, mit dem sich schwule/lesben vermutlich sowieso jeden zweiten tag auseinandersetzen müssen.“, dann hat er damit recht. nur ist es nicht so, dass da ein gewöhnungseffekt eintritt. es ist jedes mal aufs neue beleidigend. die löschung der beiträge ist ein klares statement dafür, dass minderheiten auf jetzt.de nicht beliebig beleidigt werden können.
@ einsengrau: du schreibst: „Und wenn D_D schildert, was er beim Anblick von etwas empfindet, ist das auch nicht gleich eine Beleidigung. (wenngleich die Vergleichsebene wirklich etwas derb war, aber da hätte es eine Rüge auch getan)“. m.a.n war es nicht nur die derbe darstellung seiner empfindungen. vielmehr leitete d_d hier eine handlungsaufforderung an alle lesben und schwule ab, die für heterosexuelle aber nicht zu gelten hat. im zweiten beitrag hat er auch noch versucht, dass durch einen paragraphen zu untermauern. vergisst dabei aber, dass vor dem gesetz dann doch alle gleich sind….
mockingbird sagte:
nee ich will die im kino schlabbernden teenager abschaffen.
ich will teenager überhaupt abschaffen!!
chocolatecat sagte:
mockingbird sagte:
nee ich will die im kino schlabbernden teenager abschaffen.
ich will teenager überhaupt abschaffen!!
Ich möchte Menschen abschaffen, die nach Schweiß oder ungewaschenen Füßen stinken und fettige Haare haben.
Man könnte das aber auch positiv angehen: Ähnlich wie Kondome auf Festivals könnte man auch in der Fußgängerzone kostenloses Deo und Haarshampoo verteilen. ;-)
chocolatecat sagte:
ja das ist aber auch schwierig weil es leider so ekelhafte deos gibt, die stinken fast noch schlimmer.
Für die Auswahl eines geruchsneutralen Deos kann man ja dann eine EU-Kommission einsetzen.
davon abgesehen trage ich auch gern sportlich, legére kleidung, immer chuck-ähnliches und bequemes schuhwerk..und wenn mir danach ist (selten) auch mal ein kleid oder nen rock.
die autorin finde ich sehr attraktiv!!
..bin ich jetzt lesbisch?
Es gibt verdammt viele die sich bewusst männlich kleiden, um ihr Lesbisch-sein auszustrahlen...
Bestimmt gibt es hier auch Heten, die sich männlich kleiden, aber diese gehören eher zur Minderheit... oder etwa nicht?








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05.09.2010 - 18:37 Uhr
wollmops