Stadt der entgleisten Gefühle
Wie der Widerstand gegen den Umbau des Hauptbahnhofs langsam gefährlich für die Politiker wird.
Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.- Das Feuer der Wut vor 12 Std.
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Acuteness sagte:
Wäre nett zu erfahren, warum es so schlimm ist, wenn das projekt umgesetzt wird - leiden dann die einwohner unter lärm, ist es zu groß..?
riesige kosten, die kaum im verhältnis zum nutzen stehen.
Ioana sagte:
Acuteness sagte:
Wäre nett zu erfahren, warum es so schlimm ist, wenn das projekt umgesetzt wird - leiden dann die einwohner unter lärm, ist es zu groß..?
riesige kosten, die kaum im verhältnis zum nutzen stehen.
Naja, naja. Kommt wohl darauf an, wie mans berechnet. Wenn man davon ausgeht dass es 100 jahre haelt (nicht unrealistisch fuer verkerhsinfrastruktur), dann muessen nur 40Mio pro Jahr, d.h. ca 100000 Euro pro tag gespart werden. Das entspricht ca. 1000 Arbeitstunden. Wenn also 10000 Passagiere im Schnitt 6 Minuten sparen, kann es sich rentieren.
drolli sagte:
Ioana sagte:
Acuteness sagte:
Wäre nett zu erfahren, warum es so schlimm ist, wenn das projekt umgesetzt wird - leiden dann die einwohner unter lärm, ist es zu groß..?
riesige kosten, die kaum im verhältnis zum nutzen stehen.
Naja, naja. Kommt wohl darauf an, wie mans berechnet. Wenn man davon ausgeht dass es 100 jahre haelt (nicht unrealistisch fuer verkerhsinfrastruktur), dann muessen nur 40Mio pro Jahr, d.h. ca 100000 Euro pro tag gespart werden. Das entspricht ca. 1000 Arbeitstunden. Wenn also 10000 Passagiere im Schnitt 6 Minuten sparen, kann es sich rentieren.
Und man gewinnt durch die Neuverlegung der Gleise z.B. ein wirklich riesiges Areal in absoluter Zentrumsnähe - kenne allerdings den kalkulierten Marktwert dafür nicht.
drolli sagte:
Naja, naja. Kommt wohl darauf an, wie mans berechnet. Wenn man davon ausgeht dass es 100 jahre haelt (nicht unrealistisch fuer verkerhsinfrastruktur), dann muessen nur 40Mio pro Jahr, d.h. ca 100000 Euro pro tag gespart werden. Das entspricht ca. 1000 Arbeitstunden. Wenn also 10000 Passagiere im Schnitt 6 Minuten sparen, kann es sich rentieren.
das mag stimmen, aber erst mal muss man irgendwo die projektierten 4 milliarden herbekommen. da es sich zum groessten teil um ein projekt der oeffentlichen hand handelt muss ausserdem eher von 5 milliarden kosten ausgegangen werden (die baufirmen planen das von vornherein ein und tiefbau steckt immer voller ueberraschungen). sorry, falls ich unsichtbare ironietags uebersehen haben sollte ...
die refinanzierung laeuft dann wahrscheinlich wie hier in darmstadt: uni und stadt wollen ein prestigeobjekt und setzen fuer gute 80millionen ein kongresszentrum in die landschaft. gekostet hat es mehr als geplant, gebucht wird es wesentlich weniger als angenommen (wenn man sich das zahlenwerk ansieht, merkt man recht schnell, dass da sehr viel phantasie drin ist). ergebnis: kompletter kahlschlag im kulturbereich, kein geld fuer die dringend notwendige strasseninstandsetzung usw. usf.
http://de.wikipedia.org/wiki/Darmstadtiu...
ich habe am rande selbst mitbekommen wie man auslastung etc. so hinbiegt, dass es gut aussieht. man veraendert einfach in der entsprechenden exceltabelle die ausgangszahlen solange bis das gewuenschte ergebnis herauskommt (dazu muessen dann zwar manchmal gewisse betraege aus einer tasche in die andere wandern, aber letztendlich bestimmt derjenige der das gutachten in auftrag gib das ergebnis oder es wird halt ein neues in auftrag gegeben). erinnert sei nur an das geschoente transrapidgutachten.
In Leipzig wird derzeit der City-Tunnel unter der Stadt gebaut.
http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/266...
Ursprünglich waren die Kosten auf 571,62 Millionen Euro beziffert worden. Im Augenblick geht man viel eher von 960 Millionen Euro aus. Kritiker lästern bereits, dass die 1 Milliarden Grenze mit Sicherheit genommen werden wird.
Ich will mir also gar nicht ausmahlen, wie teuer Stuttgart21 tatsächlich wird, wenn jetzt schon über 4 Milliarden Euro angesetzt sind. Die andere Geschichte ist, dass im Stuttgarter Untergrund gewaltige geologische Probleme lauern. Der Bau des Bahnhofs könnte verheerende Schäden anrichten.
http://www.sueddeutsche.de/kultur/katast...
Der zweite Punkt, der mich aufregt, ist, dass wir uns Demokratie schimpfen, unsere Herrschaften aber immer wieder über unsere Köpfe hinweg entscheiden. Falls mal nicht, dann ist es entweder eben zufällig deckungsgleich mit unseren Interessen, es stehen Wahlen an oder wir wurden schon so eingelullt, dass wir glauben, wir wollten das auch. Sprich sie machen eigentlich was sie wollen.
Da steckt zum größten Teil der eigene Profit hinter der Motivation und nicht irgendwelche Image- oder Infrastrukturverbesserungen der Stadt. Dass sie dafür über alle Bedenken und Gutachten hinweg, die Gefährdung von Menschenleben in Kauf nehmen (beispielsweise bei einem Einsturz, siehe Köln), ist kriminell und wird anscheinend nicht bestraft.
21.08.2010 - 14:46 Uhr
Beru
Nicht die beste Abstraktion von Weltgeschichte, aber naja. So allgemein gesprochen mal.
21.08.2010 - 16:14 Uhr
komber
Neue Gutachten, die ein Probelm für den Güterverkehr beschwören und Sparpläne der Bahn die zu Lasten der Sicherheit führen werden einfach ignoriert. Sind ja auch nicht die Herren Mappus, Oettinger, Drexler und co die jeden Tag durch den schön Park laufen, mit der Bahn fahren und deren Steuergelder hier sinnlos rausgeworfen werden.
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20.08.2010 - 21:26 Uhr
Acuteness