20.08.2010 - 10:09 Uhr

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Stadt der entgleisten Gefühle

Wie der Widerstand gegen den Umbau des Hauptbahnhofs langsam gefährlich für die Politiker wird.

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.


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Acuteness
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Mag ich Mag ich nicht

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20.08.2010 - 21:26 Uhr
Acuteness

Wäre nett zu erfahren, warum es so schlimm ist, wenn das projekt umgesetzt wird - leiden dann die einwohner unter lärm, ist es zu groß..?

Ioana
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Mag ich Mag ich nicht

0

20.08.2010 - 23:57 Uhr
Ioana

Acuteness sagte:
Wäre nett zu erfahren, warum es so schlimm ist, wenn das projekt umgesetzt wird - leiden dann die einwohner unter lärm, ist es zu groß..?


riesige kosten, die kaum im verhältnis zum nutzen stehen.

drolli
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Mag ich Mag ich nicht

1

21.08.2010 - 05:08 Uhr
drolli

Ioana sagte:
Acuteness sagte:
Wäre nett zu erfahren, warum es so schlimm ist, wenn das projekt umgesetzt wird - leiden dann die einwohner unter lärm, ist es zu groß..?


riesige kosten, die kaum im verhältnis zum nutzen stehen.


Naja, naja. Kommt wohl darauf an, wie mans berechnet. Wenn man davon ausgeht dass es 100 jahre haelt (nicht unrealistisch fuer verkerhsinfrastruktur), dann muessen nur 40Mio pro Jahr, d.h. ca 100000 Euro pro tag gespart werden. Das entspricht ca. 1000 Arbeitstunden. Wenn also 10000 Passagiere im Schnitt 6 Minuten sparen, kann es sich rentieren.

Purcell
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1

21.08.2010 - 10:27 Uhr
Purcell

drolli sagte:
Ioana sagte:
Acuteness sagte:
Wäre nett zu erfahren, warum es so schlimm ist, wenn das projekt umgesetzt wird - leiden dann die einwohner unter lärm, ist es zu groß..?

riesige kosten, die kaum im verhältnis zum nutzen stehen.

Naja, naja. Kommt wohl darauf an, wie mans berechnet. Wenn man davon ausgeht dass es 100 jahre haelt (nicht unrealistisch fuer verkerhsinfrastruktur), dann muessen nur 40Mio pro Jahr, d.h. ca 100000 Euro pro tag gespart werden. Das entspricht ca. 1000 Arbeitstunden. Wenn also 10000 Passagiere im Schnitt 6 Minuten sparen, kann es sich rentieren.


Und man gewinnt durch die Neuverlegung der Gleise z.B. ein wirklich riesiges Areal in absoluter Zentrumsnähe - kenne allerdings den kalkulierten Marktwert dafür nicht.

HapaxLegomenon
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-1

21.08.2010 - 12:23 Uhr
HapaxLegomenon

drolli sagte:
Naja, naja. Kommt wohl darauf an, wie mans berechnet. Wenn man davon ausgeht dass es 100 jahre haelt (nicht unrealistisch fuer verkerhsinfrastruktur), dann muessen nur 40Mio pro Jahr, d.h. ca 100000 Euro pro tag gespart werden. Das entspricht ca. 1000 Arbeitstunden. Wenn also 10000 Passagiere im Schnitt 6 Minuten sparen, kann es sich rentieren.


das mag stimmen, aber erst mal muss man irgendwo die projektierten 4 milliarden herbekommen. da es sich zum groessten teil um ein projekt der oeffentlichen hand handelt muss ausserdem eher von 5 milliarden kosten ausgegangen werden (die baufirmen planen das von vornherein ein und tiefbau steckt immer voller ueberraschungen). sorry, falls ich unsichtbare ironietags uebersehen haben sollte ...

die refinanzierung laeuft dann wahrscheinlich wie hier in darmstadt: uni und stadt wollen ein prestigeobjekt und setzen fuer gute 80millionen ein kongresszentrum in die landschaft. gekostet hat es mehr als geplant, gebucht wird es wesentlich weniger als angenommen (wenn man sich das zahlenwerk ansieht, merkt man recht schnell, dass da sehr viel phantasie drin ist). ergebnis: kompletter kahlschlag im kulturbereich, kein geld fuer die dringend notwendige strasseninstandsetzung usw. usf.
http://de.wikipedia.org/wiki/Darmstadtiu...

ich habe am rande selbst mitbekommen wie man auslastung etc. so hinbiegt, dass es gut aussieht. man veraendert einfach in der entsprechenden exceltabelle die ausgangszahlen solange bis das gewuenschte ergebnis herauskommt (dazu muessen dann zwar manchmal gewisse betraege aus einer tasche in die andere wandern, aber letztendlich bestimmt derjenige der das gutachten in auftrag gib das ergebnis oder es wird halt ein neues in auftrag gegeben). erinnert sei nur an das geschoente transrapidgutachten.

HerrIrgendwoAnders
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Mag ich Mag ich nicht

0

21.08.2010 - 13:17 Uhr
HerrIrgendwoAnders

Bezüglich der Kosten:
In Leipzig wird derzeit der City-Tunnel unter der Stadt gebaut.
http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/266...
Ursprünglich waren die Kosten auf 571,62 Millionen Euro beziffert worden. Im Augenblick geht man viel eher von 960 Millionen Euro aus. Kritiker lästern bereits, dass die 1 Milliarden Grenze mit Sicherheit genommen werden wird.

Ich will mir also gar nicht ausmahlen, wie teuer Stuttgart21 tatsächlich wird, wenn jetzt schon über 4 Milliarden Euro angesetzt sind. Die andere Geschichte ist, dass im Stuttgarter Untergrund gewaltige geologische Probleme lauern. Der Bau des Bahnhofs könnte verheerende Schäden anrichten.
http://www.sueddeutsche.de/kultur/katast...

Beru
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-1

21.08.2010 - 14:38 Uhr
Beru

Mit dem Projekt an sich weiss ich relativ wenig anzufangen. Keine Ahnung ob sich das rentiert oder nicht. Ich weiss nur, dass ich bisher auch ohne zurecht gekommen bin. Aber das natürlich nur nebenbei. Meine wirklichen Probleme damit sind, dass wie schon angedeutet bei solchen Bauprojekten vom Staat die Kosten, die von Beginng an schon hoch genug sind, regelmäßig gesprengt werden. Und das kanns nicht sein.
Der zweite Punkt, der mich aufregt, ist, dass wir uns Demokratie schimpfen, unsere Herrschaften aber immer wieder über unsere Köpfe hinweg entscheiden. Falls mal nicht, dann ist es entweder eben zufällig deckungsgleich mit unseren Interessen, es stehen Wahlen an oder wir wurden schon so eingelullt, dass wir glauben, wir wollten das auch. Sprich sie machen eigentlich was sie wollen.

Da steckt zum größten Teil der eigene Profit hinter der Motivation und nicht irgendwelche Image- oder Infrastrukturverbesserungen der Stadt. Dass sie dafür über alle Bedenken und Gutachten hinweg, die Gefährdung von Menschenleben in Kauf nehmen (beispielsweise bei einem Einsturz, siehe Köln), ist kriminell und wird anscheinend nicht bestraft.

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Mag ich Mag ich nicht

-1

21.08.2010 - 14:46 Uhr
Beru

Es ist immer das gleiche Spiel: die Großen necken die Kleinen und testen dabei immer weiter ihre Grenzen aus bis sie diese überschritten haben und es kracht bei passender Gelegenheit. Dann kommt großer Umsturz etc pp. Und das Spiel beginnt eine Stufe perfider und subtiler von vorne.

Nicht die beste Abstraktion von Weltgeschichte, aber naja. So allgemein gesprochen mal.

komber
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-1

21.08.2010 - 16:09 Uhr
komber

www.parkschützer.de
http://www.kopfbahnhof-21.de/

oben bleiben!

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Mag ich Mag ich nicht

-1

21.08.2010 - 16:14 Uhr
komber

Entgleist sind die Gefühle vielleicht in soweit, dass sich die Fronten enorm verhärtet haben. Die Leute deren Prestigeprojekt das Ganze ist, die halten unabdingbar daran fest, auch wenn sie inzwischen in Brüssel sitzen.
Neue Gutachten, die ein Probelm für den Güterverkehr beschwören und Sparpläne der Bahn die zu Lasten der Sicherheit führen werden einfach ignoriert. Sind ja auch nicht die Herren Mappus, Oettinger, Drexler und co die jeden Tag durch den schön Park laufen, mit der Bahn fahren und deren Steuergelder hier sinnlos rausgeworfen werden.

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