Die Lofererdurchschreitung - wie aus 2 Gipfeln 5 wurden
08.08.2010Ich hatte heute eigentlich vor, den höchsten Gipfel der Tuxer Alpen zu gehen.
Allein.
Doch es kam anders.
Nicht nur wegen eines Freundes, der mich noch abends anrief.
Sondern auch wegen des Wetters.
Ab Nachmittag gewittrige Regenschauer von Westen aufziehend. Die Loferer liegen etwas weiter im Osten und so entschied ich noch spontan um und es ging früh morgens zum Pillersee.
St. Ulrich war unser Ausgangspunkt. Vom Parkplatz inmitten des kleinen Örtchens geht es einfach den Ausschilderungen „Mitterhorn“ folgend über einen kleine Bach hinauf.
Die ruhe des Morgens, sein weiches Licht und die noch von der Nacht ausklingende Stille hat immer eine ganz eigene, wunderbare Faszination.



Der Weg führt unten durch einen dichten Laubwald,

der sich weiter oben immer mehr zu einem Kiefernwald durchsetzt, bis man schließlich die Baumgrenze hinter sich lässt und durch Latschenkiefernbüsche mehr und mehr dem Gipfel näher kommt.


Schließlich wird das Gelände immer felsiger und eine gewisse Schwindelfreiheit sollte man schon mitbringen, auch wenn der Felsabbruch nur ein paar Meter nach unten abfällt und ein Stahlseil zur Sicherheit all jener etwas Unsicheren angebracht ist.

Der erste Gipfel, den man erreicht, ist die Heimkehrerspitze (2.050m).


Sie ist jedoch nur ein vorgelagerter Gipfel des Seehorns/Ulrichshorns (2.155m). Warum der Gipfel zwei Namen hat, weiß ich nicht, doch spielt es auch keine wirkliche Rolle. Auch wenn sich das Wetter langsam ändern sollte, war die Stimmung sehr beeindruckend und der Alpenhauptkamm unglaublich nah...

Auf dem Seehorn trafen wir eine sehr sympathische junge Frau, welche keinerlei Anstalten machte, wieder umzukehren...immerhin war es ja auch erst kurz nach 11.00 Uhr und der ganze Tag noch vor uns. Nach ein paar netten Worten zog sie eine Karte aus dem Rucksack und beschrieb, was sie noch gerne gehen wollte.

Wir schlossen uns an und so wurden aus zwei Gipfeln drei (Rothörnl - 2.394m). Aus drei, vier (gr. Rothorn - 2.409m) und schließlich mit dem Mitterhorn (2.504m) fünf.

Rothörnl
Die Überschreitung zum Mitterhorn ist sehr empfehlenswert, denn landschaftlich sehr schön...

Die schroffen Felsspalten sind jedoch nur Abseits des markierten Weges zu finden...es lohnt sich also durchaus, mal einfach am Grad entlang zu gehen...doch dabei immer mit Vorsicht.

Vom Mitterhorn ging es schließlich nicht mehr zurück zum Pillersee...


...sondern hinunter zur Schmidt-Zabirow-Hütte.

Dort kehrten wir für eine Zeit ein um uns schließlich auf den Weg hinunter nach Lofer zu machen.

Dort hatte sie für uns organisiert, dass wir gemeinsam von ihrem Großvater zurück gefahren wurden.
Eine wirklich großartige, spontane Aktion!
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20.08.2010 - 10:27 Uhr
emmy44
aber die bilder sind immer wieder traumhaft..
da kann ich schon verstehen, warum da hinauf muss :)