"Ich bin nicht immer nur dagegen"
Der Liedermacher Hans Söllner ist jetzt 54 und kifft und mault und knattert trotzdem wie in seinen besten Tagen. Ein Gespräch über seine Kinder, über Politik, Protest und natürlich das Gras
jetzt.de: Du oder sie? Hans Söllner: Du. Obwohl, wenn’s ums Kiffen geht, ist das „Sie“ vielleicht nicht schlecht. Sonst denken wieder alle, das machen nur pubertäre Rotzlöffel. Oder doch du, ach wurst. Wann hast du zum letzten mal daran gedacht, mit dem Kiffen aufzuhören? Überhaupt noch nie. Wie oft rauchst du Gras? Privat eigentlich kaum noch. Ich rauche nur vor Konzerten und Bandproben. Ich muss mich nicht in Partystimmung bringen oder so etwas. Für mich hat Kiffen eine Bedeutung, das ist nicht wie bei einem 18-Jährigen. Welche Bedeutung denn? Eine religiöse, ich bin Rastafari. Für mich ist das eine Möglichkeit, mit meinem Universum in Verbindung zu treten, eine Bewusstseinserweiterung. Du rauchst vor dem Konzert? Unmittelbar davor, also etwa zwei Minuten, bevor es losgeht, zünde ich mir meinen Spliff an. Ich kann dann mit der Gitarre gut umgehen und mir Texte besser merken. Das ist eine Art religiöse Ekstase. Mir wird dann bewusst, dass das alles ein Geschenk des Universums ist: Leute kommen und hören sich meine Musik und Texte an. Das ist eine Zeremonie wie in der Kirche; da kriegst auch deine Oblate und einen Wein dazu. Rauchen deine Kinder auch? Meine Kinder interessieren sich Gott sei Dank für so was nicht besonders. Wenn man Söllner heißt, ist eh gleich die Kacke am Dampfen. „Gott sei Dank“, sage ich aber nur, weil es verboten ist. Wäre es legal, dann wäre es mir tausendmal lieber, wenn sie rauchen, als sich ins Koma zu saufen. Hast du früher mehr geraucht? Früher, ja. Früher habe ich viel geraucht.
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Er kifft weniger, trinkt kaum, seine Kinder schon, geht nicht wählen und lässt sich immer auf´s Revier schleppen. Und baut sein Gras nicht im Garten an (SENSATION!).
Aha. Ist ja sensationell und sooooo neu. Da war ja der Bericht über seinen Bandscheiben-Krankenhausaufenthalt spannender.
DearMrSupercomputer sagte:
Der könnte doch wirklich gut in die CSU eintreten, so engstirnig und verbohrt wie der ist.
Ist Prinzipien haben und dazu stehen engstirnig und verbohrt?
Was bitte ist an seinen Ansichten CSU-konform?
Es müsste viel mehr "Verbohrte" wie Herrn Söllner geben.
DearMrSupercomputer sagte:
Welche Prinzipien?
Das kommt zwar sehr gut auch bei dem scheinbar belanglosen Interview raus, aber es ist typisch, dass manche es einfach nicht erkennen. Drum hat es auch keinen Sinn, da jetzt noch mehr Worte drüber zu verlieren.
Wir leben im Zeitalter der Windeier, Wendehälse, Opportunisten und Duckmäuser. Und viele merken nicht mal, dass sie dieses Denken schon völlig internalisiert haben. Passt Herr Söllner deiner Meinung nach auch in diese Kategorie?
Und die bekifften Rehe auf der Alm würde ich gerne mal sehen. :-)
DearMrSupercomputer sagte:
Versteh die Frage nicht so ganz, aber unter Prinzipien verstehe ich was anderes als kiffen, nicht zur Wahl gehen, zu sagen, "Ich kann nichts machen, wir müssen da durch." Er könnte sicher was machen, wenn er sich nur ein bisschen weniger doof anstellen würde.
Er ist weiß Gott nicht der einzige im Lande, der nicht zur Wahl zu gehen, zum Prinzip erhoben hat.
Auf der anderen Seite ist er schon weiter in der Politik drin, als er sich selber eingesteht. Schließlich äußert er sich öffentlich vor Publikum zu politischen Themen, wenn auch mit Musikuntermalung.
DearMrSupercomputer sagte:
Ach, irgendwie nervt mich das. Da wird jemand angehimmelt, der nichts weiter weiß als Plattitüden, der nur gegen "die Politik" wettern kann und dem es irgendwie als positiv angerechnet wird, wenn er Franz-Josef Strauß beleidigt. Und diese Bauernschläue von dem regt mich auch auf.
Wenn Dich Bauernschläue aufregt, solltest Du niemals auch nur einen Fuß nach Bayern setzen. Man kann ja hier schon froh sein, wenn man wenigstens die vorfindet.
DearMrSupercomputer sagte:
Ach, irgendwie nervt mich das. Da wird jemand angehimmelt, der nichts weiter weiß als Plattitüden, der nur gegen "die Politik" wettern kann und dem es irgendwie als positiv angerechnet wird, wenn er Franz-Josef Strauß beleidigt. Und diese Bauernschläue von dem regt mich auch auf.
queen_without_a_country sagte:
(...) läßt eine außerbayerische Geburt (bzw. eine deutlich nach 1980) vermuten ;)
eisengrau sagte:
DearMrSupercomputer sagte:
Ach, irgendwie nervt mich das. Da wird jemand angehimmelt, der nichts weiter weiß als Plattitüden, der nur gegen "die Politik" wettern kann und dem es irgendwie als positiv angerechnet wird, wenn er Franz-Josef Strauß beleidigt. Und diese Bauernschläue von dem regt mich auch auf.
Wenn Dich Bauernschläue aufregt, solltest Du niemals auch nur einen Fuß nach Bayern setzen. Man kann ja hier schon froh sein, wenn man wenigstens die vorfindet.
Aber wenn dieser Typ da ein bisschen (oder ein bisschen sehr) so ist, wie der hinterletzte Bauer in Bayern, wie kann man das gutfinden?
DearMrSupercomputer sagte:
eisengrau sagte:
DearMrSupercomputer sagte:
Ach, irgendwie nervt mich das. Da wird jemand angehimmelt, der nichts weiter weiß als Plattitüden, der nur gegen "die Politik" wettern kann und dem es irgendwie als positiv angerechnet wird, wenn er Franz-Josef Strauß beleidigt. Und diese Bauernschläue von dem regt mich auch auf.
Wenn Dich Bauernschläue aufregt, solltest Du niemals auch nur einen Fuß nach Bayern setzen. Man kann ja hier schon froh sein, wenn man wenigstens die vorfindet.
Aber wenn dieser Typ da ein bisschen (oder ein bisschen sehr) so ist, wie der hinterletzte Bauer in Bayern, wie kann man das gutfinden?
Weil der hinterletzte Bauer in Bayern mehr Arsch in der Hose hat als jeder geschniegelter, gebügelter und charakterloser FDPler.
DearMrSupercomputer sagte:
Aber wenn dieser Typ da ein bisschen (oder ein bisschen sehr) so ist, wie der hinterletzte Bauer in Bayern, wie kann man das gutfinden?
Weil ihn vom hinterletzten Bauern nicht das Formale, sondern die Einstellung unterscheidet. Solange jemand auf der richtigen Seite steht, muss er keine politischen Diskurse in namhaften Tageszeitungen veröffentlicht haben. Im Gegensatz, es kann sogar sehr nützlich sein, wenn die Rebellen auf Augenhöhe mit denen sind, gegen die sie rebellieren.
Gargoyle sagte:
Weil der hinterletzte Bauer in Bayern mehr Arsch in der Hose hat als jeder geschniegelter, gebügelter und charakterloser FDPler.
Achso, ja, jetzt hab ich's begr.... ZZzzzzzz....Oh sorry, bin gerade ganz kurz aus Versehen eingeschlafen!!
DearMrSupercomputer sagte:
Aber wenn dieser Typ da ein bisschen (oder ein bisschen sehr) so ist, wie der hinterletzte Bauer in Bayern, wie kann man das gutfinden?
Weil die bayrische Seele es im Grunde mag, wenn da einer ist, der es "denen" g'scheit sagt, aber sich nicht g'scheit macht.
alcofribas sagte:
DearMrSupercomputer sagte:
Aber wenn dieser Typ da ein bisschen (oder ein bisschen sehr) so ist, wie der hinterletzte Bauer in Bayern, wie kann man das gutfinden?
Weil die bayrische Seele es im Grunde mag, wenn da einer ist, der es "denen" g'scheit sagt, aber sich nicht g'scheit macht.
Danke, so bodenständig habe ich es nicht ausdrücken können. :-)
jurette_ sagte:
Wie der wohl beim letzten Bürgerbescheid gestimmt hat?
Na, dreimal darfst Du raten. ;-)
DearMrSupercomputer sagte:
Ach, irgendwie nervt mich das. Da wird jemand angehimmelt, der nichts weiter weiß als Plattitüden, der nur gegen "die Politik" wettern kann und dem es irgendwie als positiv angerechnet wird, wenn er Franz-Josef Strauß beleidigt. Und diese Bauernschläue von dem regt mich auch auf.
Franz Josef Strauss zu beleidigen ist grundsätzlich als positiv anzurechnen. egal wer es tut ;)
DearMrSupercomputer sagte:
Ich muss allerdings dazu sagen: Ich kenne seine Lieder nicht. Vielleicht sagt er darin ja ne Menge. Dann nehme ich natürlich alles zurück und gebe Gargoyle in allem Recht.
Wollt grade sagen. Guck mal mehr als das eine Lied hier, da wurde einfach der erste youtube-Treffer verlinkt.
DearMrSupercomputer sagte:
Ich muss allerdings dazu sagen: Ich kenne seine Lieder nicht. Vielleicht sagt er darin ja ne Menge. Dann nehme ich natürlich alles zurück und gebe Gargoyle in allem Recht.
Ja, er sagt eine Menge, allerdings natürlich nicht unbedingt immer explizit, sondern eher in Alltagsszenen verpackt. So wie ein Reinhard Mey oder ein Hannes Wader halt auch.
DearMrSupercomputer sagte:
Ich muss allerdings dazu sagen: Ich kenne seine Lieder nicht. Vielleicht sagt er darin ja ne Menge. Dann nehme ich natürlich alles zurück und gebe Gargoyle in allem Recht.
DearMrSupercomputer sagte:
Ich muss allerdings dazu sagen: Ich kenne seine Lieder nicht. Vielleicht sagt er darin ja ne Menge. Dann nehme ich natürlich alles zurück und gebe Gargoyle in allem Recht.
er funktioniert schriftlich überhaupt nicht. bissl was anhören von ihm würde helfen und wenn du des baierischen mächtig bist, sagt er - vielleicht auch dir - eine menge. ('hey staat' ist wirklich nicht die glücklichste wahl, würde ich meinen. da gibts 1. aktuelleres und 2. besseres)
DearMrSupercomputer sagte:
Also, servus und viel Spaß nachher beim Schafkopfen.
Schaffkopfen. Mit zwei f.
:)
Aber in diesem Interview wirkt er für mich wirklich nur noch verbittert und verbohrt. ich finde es auch schade, dass da auf Seiten des Interviewenden nicht mal nachgehakt wurde, warum er ausgerechnet die Jugend- und SCheidungsgesetze nennt - das überrascht mich nämlich wirklich, cih hätte gedacht, dass er andere DInge nennt
DearMrSupercomputer sagte:
Ey Leute, ich glaube, wir haben hier ganz verschiedene Ansichten, aber ich wäre sicher eurer Meinung, wenn ich aus Bayern käme. Also, servus und viel Spaß nachher beim Schafkopfen.
Nicht ärgern :)
jurette_ sagte:
Was ich persönlich an vielen kritischen Künstlern nicht mag, ist, dass sie halt nur kritisieren und zwar nicht konstruktiv, sondern destruktiv.
Kunst muss nicht konstruktiv sein. Finde ich jetzt.
DearMrSupercomputer sagte:
Ey Leute, ich glaube, wir haben hier ganz verschiedene Ansichten, aber ich wäre sicher eurer Meinung, wenn ich aus Bayern käme. Also, servus und viel Spaß nachher beim Schafkopfen.
Ja, den ganzen Tag schafkopfen und schuhplatteln und jodeln. So ist das Leben hier. Ich geh jetzt mal meinen Gamsbart pflegen ...
alcofribas sagte:
jurette_ sagte:
Was ich persönlich an vielen kritischen Künstlern nicht mag, ist, dass sie halt nur kritisieren und zwar nicht konstruktiv, sondern destruktiv.
Kunst muss nicht konstruktiv sein. Finde ich jetzt.
Muss nicht. Ich sagte nur, ich persönlich mag diese Art von Kunst nicht.
alcofribas sagte:
jurette_ sagte:
Was ich persönlich an vielen kritischen Künstlern nicht mag, ist, dass sie halt nur kritisieren und zwar nicht konstruktiv, sondern destruktiv.
Kunst muss nicht konstruktiv sein. Finde ich jetzt.
in anderer leute köpfe was verändern, halte ich durchaus für konstruktiv...
Gargoyle sagte:
Ja, den ganzen Tag schafkopfen
hach. mein geheimster traum.
MsAufziehvogel sagte:
alcofribas sagte:
jurette_ sagte:
Was ich persönlich an vielen kritischen Künstlern nicht mag, ist, dass sie halt nur kritisieren und zwar nicht konstruktiv, sondern destruktiv.
Kunst muss nicht konstruktiv sein. Finde ich jetzt.
in anderer leute köpfe was verändern, halte ich durchaus für konstruktiv...
Nicht unbedingt.
03.08.2010 - 20:57 Uhr
jurette_
alcofribas sagte:
DearMrSupercomputer sagte:
Ich muss allerdings dazu sagen: Ich kenne seine Lieder nicht. Vielleicht sagt er darin ja ne Menge. Dann nehme ich natürlich alles zurück und gebe Gargoyle in allem Recht.
ich sehe, ich habe nichts versaeumt...
Gargoyle sagte:
Wir leben im Zeitalter der Windeier, Wendehälse, Opportunisten und Duckmäuser.
Das ist zu allen Zeiten immer schon von irgendjemandem beklagt worden.
Douzitou sagte:
Gargoyle sagte:
Wir leben im Zeitalter der Windeier, Wendehälse, Opportunisten und Duckmäuser.
Das ist zu allen Zeiten immer schon von irgendjemandem beklagt worden.
Das macht es aber nicht falscher.
Gargoyle sagte:
Douzitou sagte:
Gargoyle sagte:
Wir leben im Zeitalter der Windeier, Wendehälse, Opportunisten und Duckmäuser.
Das ist zu allen Zeiten immer schon von irgendjemandem beklagt worden.
Das macht es aber nicht falscher.
Nehmen wir an, es sei auch stets zu Recht beklagt worden. Dann folgt daraus, dass alle Zeiten von „Windeiern, Wendehälsen, Opportunisten und Duckmäusern“ geprägt waren. Wenn man dann also feststellt, dass die heutigen Zeiten von „Windeiern, Wendehälsen, Opportunisten und Duckmäusern“ geprägt sind, sagt das nicht mehr aus als würde ich sagen: „wir leben in Zeiten, die davon geprägt sind, dass morgens die Sonne aufgeht und abends untergeht“.
Douzitou sagte:
Nehmen wir an, es sei auch stets zu Recht beklagt worden. Dann folgt daraus, dass alle Zeiten von „Windeiern, Wendehälsen, Opportunisten und Duckmäusern“ geprägt waren. Wenn man dann also feststellt, dass die heutigen Zeiten von „Windeiern, Wendehälsen, Opportunisten und Duckmäusern“ geprägt sind, sagt das nicht mehr aus als würde ich sagen: „wir leben in Zeiten, die davon geprägt sind, dass morgens die Sonne aufgeht und abends untergeht“.
Damit macht man es sich aber zu einfach. Ich kann etwas, was nicht in Ordnung ist, nicht abhaken, weil es schon immer so war. Außerdem gab es auch Zeiten, in denen Menschen sich noch mehr Gedanken gemacht haben als jetzt, wo nur noch "Party, Party, Party", der persönliche Vorteil und sentimentaler Weltschmerz zählt - hier im Kosmos ja oft bestens zu beobachten. Herr Söllner ist ein Überbleibsel aus dieser anderen Zeit, in der viele Menschen weniger sediert waren als jetzt und noch das Maul aufgekriegt haben für ihre Überzeugungen. Ich hoffe, dass solche Zeiten irgendwann wieder kommen ...
03.08.2010 - 21:41 Uhr
Douzitou
Douzitou sagte:
Ehrlich gesagt glaube ich, dass die Menschen in fast allen Zeiten extrem feige, bigott und angepasst waren und dass die Zeiten, die Du vielleicht meinst, eher eine Ausnahme waren. Aber selbst die 68er sind heute extrem wenig kantig, die Frage, was denn von ihnen an geistigem Erbe so übrig geblieben sei, kommt als Antwort „Tja, wir sind halt im Mainstream aufgegangen“. Ganz so, als sei nun heute alles super. Etwas dürfig, oder?
Ich wollte auch gar nicht bis zu den 68ern zurückgehen. Mir hätte es schon Anfang der 80er gereicht, als sich Leute z. B. noch gegen AKWs oder Nato-Doppelbeschlüsse gewehrt haben. Heute würde man sowas im Internet lesen und hätte es eine Minute später schon wieder vergessen. Ich wäre wirklich glücklich, wenn mal wieder ein paar mehr Leute aufwachen würden, statt nur zu sagen: "Ja, schlimm, aber von sowas will ich mir jetzt den Tag nicht verderben lassen." So wären uns Merkels und Westerwelles sicherlich erspart geblieben ...
Gargoyle sagte:
Douzitou sagte:
Ehrlich gesagt glaube ich, dass die Menschen in fast allen Zeiten extrem feige, bigott und angepasst waren und dass die Zeiten, die Du vielleicht meinst, eher eine Ausnahme waren. Aber selbst die 68er sind heute extrem wenig kantig, die Frage, was denn von ihnen an geistigem Erbe so übrig geblieben sei, kommt als Antwort „Tja, wir sind halt im Mainstream aufgegangen“. Ganz so, als sei nun heute alles super. Etwas dürfig, oder?
Ich wollte auch gar nicht bis zu den 68ern zurückgehen. Mir hätte es schon Anfang der 80er gereicht, als sich Leute z. B. noch gegen AKWs oder Nato-Doppelbeschlüsse gewehrt haben. Heute würde man sowas im Internet lesen und hätte es eine Minute später schon wieder vergessen. Ich wäre wirklich glücklich, wenn mal wieder ein paar mehr Leute aufwachen würden, statt nur zu sagen: "Ja, schlimm, aber von sowas will ich mir jetzt den Tag nicht verderben lassen." So wären uns Merkels und Westerwelles sicherlich erspart geblieben ...
Naja, einfach nur gegen etwas zu sein reicht natürlich nicht aus, man muss auch Alternativen benennen können. Wenn man wirklich etwas verändern will, muss man viele Dinge radikal neu denken. Arbeit zum Beispiel. Und man muss wahrscheinlich erst mal bei sich selbst anfangen. Schwierig genug.
Douzitou sagte:
Naja, einfach nur gegen etwas zu sein reicht natürlich nicht aus, man muss auch Alternativen benennen können. Wenn man wirklich etwas verändern will, muss man viele Dinge radikal neu denken. Arbeit zum Beispiel. Und man muss wahrscheinlich erst mal bei sich selbst anfangen. Schwierig genug.
Natürlich muss man Alternativen anbieten, das ist klar. Aber die Voraussetzung dafür ist, dass Leute erst mal überhaupt über Alternativen nachdenken, statt nur zu sagen "ist halt so". Und es müssen sich dann halt mehrere Leute zusammenfinden und gemeinsam einen Plan verfolgen, an einem Strang ziehen. Aber gegenwärtig kocht halt nur jeder sein eigenes, privates Süppchen und hofft, am Ende doch ein bisschen besser wegzukommen als die anderen. Und das Ergebnis ist eine Lähmung, die es "denen da oben" ermöglicht, alles mit uns zu machen, ohne dass irgendwann mal jemand sagt: "Es reicht!"
jurette_ sagte:
Aber in diesem Interview wirkt er für mich wirklich nur noch verbittert und verbohrt.
ah ge schmarrn, das ist nicht verbittert, das klingt nur so.
das ist...grumpy local.
bavarian style. ;)
HummelnUntermHintern sagte:
Ich komme mit ihm leider nicht klar, weil er größtenteils meckert, zwar versucht er die Menschen wach zu rütteln, weiß aber selbst nicht wie's besser laufen soll. Seine Lagerfeuer-Variente mit naiv zu beschreiben, wäre wohl deutlich untertrieben...
Ich finde "naiv" manchmal deutlich sympathischer als "abgebrüht".
Und er macht ja immer noch Kunst und regt zum Nachdenken an. Das ist doch schon was. Er muss ja nicht gleich einen fertig ausgearbeiteten neuen Gesetzentwurf vorlegen. ;-)
Gargoyle sagte:
DearMrSupercomputer sagte:
Ey Leute, ich glaube, wir haben hier ganz verschiedene Ansichten, aber ich wäre sicher eurer Meinung, wenn ich aus Bayern käme. Also, servus und viel Spaß nachher beim Schafkopfen.
Ja, den ganzen Tag schafkopfen und schuhplatteln und jodeln. So ist das Leben hier. Ich geh jetzt mal meinen Gamsbart pflegen ...
... ja, und die weißwurst für morgen vorbereiten. Nicht vergessen, gell!
kleeschnitzel sagte:
... ja, und die weißwurst für morgen vorbereiten. Nicht vergessen, gell!
Oh, das bringt meinen Plan durcheinander. Ich wollte morgen früh eigentlich einen Schweinsbraten essen und eine Halbe dazu trinken. Danach dann die Kühe durchs Dorf treiben und mich als "Urviech" mit Preißn fotografieren lassen.
jetzt stör mich ned dauernd beim schafkopfen, hab grad zwei buam ghabt, bin aber nicht vorn gesessen. geh halt ins wirtshaus!
DearMrSupercomputer sagte:
Versteh die Frage nicht so ganz, aber unter Prinzipien verstehe ich was anderes als kiffen, nicht zur Wahl gehen, zu sagen, "Ich kann nichts machen, wir müssen da durch." Er könnte sicher was machen, wenn er sich nur ein bisschen weniger doof anstellen würde.
Besteht die Möglichkeit, dass er mehr macht als du?
Beru sagte:
DearMrSupercomputer sagte:
Versteh die Frage nicht so ganz, aber unter Prinzipien verstehe ich was anderes als kiffen, nicht zur Wahl gehen, zu sagen, "Ich kann nichts machen, wir müssen da durch." Er könnte sicher was machen, wenn er sich nur ein bisschen weniger doof anstellen würde.
Besteht die Möglichkeit, dass er mehr macht als du?
Was sie macht, steht doch gar nicht zur Debatte
Gargoyle sagte:
DearMrSupercomputer sagte:
Welche Prinzipien?
...
Wir leben im Zeitalter der Windeier, Wendehälse, Opportunisten und Duckmäuser. Und viele merken nicht mal, dass sie dieses Denken schon völlig internalisiert haben. Passt Herr Söllner deiner Meinung nach auch in diese Kategorie?
Ja. Sich komplett zu verweigern anstelle sich zu engagieren hat etwas von Duckmaeusertum.
Gargoyle sagte:
DearMrSupercomputer sagte:
eisengrau sagte:
DearMrSupercomputer sagte:
Ach, irgendwie nervt mich das. Da wird jemand angehimmelt, der nichts weiter weiß als Plattitüden, der nur gegen "die Politik" wettern kann und dem es irgendwie als positiv angerechnet wird, wenn er Franz-Josef Strauß beleidigt. Und diese Bauernschläue von dem regt mich auch auf.
Wenn Dich Bauernschläue aufregt, solltest Du niemals auch nur einen Fuß nach Bayern setzen. Man kann ja hier schon froh sein, wenn man wenigstens die vorfindet.
Aber wenn dieser Typ da ein bisschen (oder ein bisschen sehr) so ist, wie der hinterletzte Bauer in Bayern, wie kann man das gutfinden?
Weil der hinterletzte Bauer in Bayern mehr Arsch in der Hose hat als jeder geschniegelter, gebügelter und charakterloser FDPler.
Tja, schade dass die FDP vermutlich mehr staatliche Willkuer politisch verhindert hat als Herr Soellner.
drolli sagte:
Tja, schade dass die FDP vermutlich mehr staatliche Willkuer politisch verhindert hat als Herr Soellner.
Auweia, das tut jetzt aber echt weh. Die FDP setzt sich glaub ich am ehesten für die persönlichen Vorteile ihrer Schickimicki-Klientel ein. Das blödsinnige Protegieren der Hotellobby fällt für dich nicht unter staatliche Willkür?
04.08.2010 - 01:23 Uhr
Gargoyle
Gargoyle sagte:
Wir leben im Zeitalter der Windeier, Wendehälse, Opportunisten und Duckmäuser. Und viele merken nicht mal, dass sie dieses Denken schon völlig internalisiert haben. Passt Herr Söllner deiner Meinung nach auch in diese Kategorie?
Die Windeier und Wendehälse sind aber auch eine Nebenwirkung der Grabenkämpfe, die sich so Leute wie Söllner und die CDU liefern. Wenn die konstruktiv miteinander reden würden, dann böten sie weit weniger Fläche zum anlehnen für solche. Und sorry, beide Seiten sind voll davon.
Der Söllner und seine Gegner haben sich solange gegenseitig angeschissen, daß sie jetzt, wo sie altersmilde werden könnten, sich in ihrem gegenseitigen Hass zu gut eingerichtet haben und nicht mehr rasukönnen. Traurig.
....benannt nach Ras Tafari Makonen, dem Despoten von Äthiopien.
Herzlichen Glückwunsch!
04.08.2010 - 01:50 Uhr
TMehr
....benannt nach Ras Tafari Makonen, dem Despoten von Äthiopien.
Herzlichen Glückwunsch!
Gargoyle sagte:
drolli sagte:
Tja, schade dass die FDP vermutlich mehr staatliche Willkuer politisch verhindert hat als Herr Soellner.
Auweia, das tut jetzt aber echt weh. Die FDP setzt sich glaub ich am ehesten für die persönlichen Vorteile ihrer Schickimicki-Klientel ein. Das blödsinnige Protegieren der Hotellobby fällt für dich nicht unter staatliche Willkür?
Nein, tut es nicht. Nur jemand, der geistig zu viel gewixt hat koennte ein unsinniges Steuergesetz (davon gibt es leider *viele*) mit Vorratsdatenspeicherrung, "Online-Durchsuchung" , und Netzsperren verwechseln. Alles Punkte, die direkt in Grundrechte eingreifen; und ohne die FDP haetten wir von all dem ein bisschen mehr.
[drolli] sagte:
und ohne die FDP haetten wir von all dem ein bisschen mehr.
Oh Herr, lass Hirn regnen...
Hey Staat, hey Staat, hey Staat,
Heit sog' da I amoi, wos I ois moch für di.
Hey Staat, hey Staat, hey Staat und dann sag' du mir moi,
was du ois machst für mi.
Hey Staat, hey Staat, hey Staat,
Hey Staat, hey Staat, hey Staat,
Heit sog' da I amoi, wos I ois moch für di.
Hey Staat, hey Staat, hey Staat und dann sag' du mir moi,
was du ois machst für mi.
I geh' in'd Schui' und lern' bloß des wos du glabst, dass I wiss'n muas.
Ob mi des int'ressiert des int'ressiert dich net, mann, des is dir total Wuarscht.
Von Anfang an probierst nix and'res als daß'd mi hibiag'st, wias'd mi brauchst.
I lass' ma's g'foin, weil I ma denk', du werst schu wissen wos du machst.
Dann geh I in'd Arweit und I bugg'l acht stund'n lang, bugg'l jed'n tog mein' scheiß Job.
Und von dem göid, das I verdieh'n ziagst ma sufort zwoa dritt'l ziagst ma ob.
Und die paar Mark, die mia nu blei'm, geh'n drauf füa Wohnung, Gas und Liacht.
Und I moch Schuid'n auf da Bank, daß I im Winta net d'afrier.
Hey Staat, hey Staat, hey Staat,
Hey Staat, hey Staat, hey Staat,
Heit sog' da I amoi, wos I ois moch für di.
Hey Staat, hey Staat, hey Staat und dann sag' du mir moi,
was du ois machst für mi.
Schreibst ma mei Kleidung vor, mein Haarschnitt.
Schreibst ma mei Bildung vor, mein Job.
Sogar mein Glaub'n schreibst mia vor,
und I Depp zöi'l und ernähr' nu eian Gott.
Der bloß mi'm Finga auf mi zoagt,
I sult'n reschpektiarn und ehrn.
A grad den, der ganze Völker ausg'rott had,
oder mit Drohungen bekeart.
Kaaf deine Drogn, Bier und Schnaps,
aba du beschimpfst mi, wenn i's nimm.
Diskriminierst mi weil I rauch',
mensch du muast 'gstaat sei, hey, du verdienst.
Durch Leit wie mi gehts dia doch guat
du missest eing'tlich dankbar sei dafür.
Daß ma di zoin für dei Geschwafel, für dei beleidigen und liang.
Hey Staat, hey Staat, hey Staat,
Hey Staat, hey Staat, hey Staat,
Heit sog' da I amoi, wos I ois moch für di.
Hey Staat, hey Staat, hey Staat und dann sag' du mir moi,
was du ois machst für mi.
I bin d' schlecht fia deine Töchta, hey Staat, geee...
Du schamst di vor andre Leit für mi.
Du nennst mi asozial und dumm.
Sei froh, dass' nu so blede gibt.
Nur durch die bleden konsequenten Schleima, die si net beschwer'n.
Di hoit su san wia's san und all'wei d' händ vor'n mund haltn wenn's re'n.
Dreiss'g Joar lang hob I mein Hois g'hoidn
und dreiss'g Joar hob I g'mocht, wos du mir sogst.
Dreiss'g Joar lang host sau guat fu mia g'lebt.
Und nit a oanzig's Moi host dank'scheee zu mia g'sogt.
Und jetz, wo I aufsteh' und mi wehr'
wal I hoid find', daß' endlich a moi langt,
nennst mi an Gradler und Vabrecha,
am liabsten steiet'st mi an'd Wand.
Oh mann hey Staat, hey Staat.
Hey Staat, hey Staat, hey Staat,
Hey Staat, hey Staat, hey Staat,
Heit sog' da I amoi, wos I ois moch für di.
Hey Staat, hey Staat, hey Staat und dann sag' du mir moi,
was du ois machst für mi.
Und heit, geee...heit steh' I am Amadeusplatz
und da sing' I ganz laut, sing' I "Blowing in se Wind".
Mit dreitausend and're steh' I da umanand, die a für'n Friedn san.
Dreitausend, die da zoang, dass 's a nu friedlich geht mit Hirn.
Aba im Fernsehn zoagst vierz'g Skinheads, die schrein und randaliern.
Du zoagst die Wackersdorf-Chaoten,
du zoagst wia Pflasterstoana fliang.
Du zoagst net die typn,
die zum Schutz vor deine Polizisten stehn's und rearn.
Und I scham' mi für die Leit, die auf der Startbahn g'schoss'n ham.
Aba du machst dass jeda glabt, dass ma olle ja su san.
Hey Staat, hey Staat, hey Staat,
Hey Staat, hey Staat, hey Staat,
Heit sog' da I amoi, wos I ois moch für di.
Hey Staat, hey Staat, hey Staat und dann sag' du mir moi,
was du ois machst für mi.
Scham du di a moi für wos, hey Staat,
vielleicht für die kloan Kinder, die g'rad ster'm.
An Leukemie und für die Eltern, die oana die Händ hoid'n und rea'n.
Dei Zeit is um und meine a und für mi mann für mi geht's sicha net dann aus geee...
Mei Bua der hod sechz'g Joar hod der voa sich und I tu ois, daß er des schafft.
Du bist koa Vorbild mehr für mi, hey Staat,
du host di raus g'fress'n vom göid,
das a andra schwar verdient,
und sogar am Hunger von der Wöid.
Host nur dein Spaß und dein Profit,
womit's dann Vökermoard betreibst.
Na mann, für des wos du da machst,
hod di von uns bestimmt nia'm'st g'wöid.
Hey Staat, hey Staat, hey Staat,
Hey Staat, hey Staat, hey Staat,
Heit sog' da I amoi, wos I ois moch für di.
Und dann, hey Staat, hey Staat,
dann sog I dir moi, wos du ois bist für mi.
Kann man dem nix anhängen?! Der ist mir schon sehr lange ein Dorn im Auge mit seinen Ansichten.
- hier sind eh (fast) nur Arschlöcher und Idioten (außer natürlich H.S.)
- Kiffen ist verboten
- seine Kinder werden in der Schule mit Müll zugeballert und Idiotenärzte wollen sie mit Ritalin betäuben
- auf Jamaica ist eh alles besser, da könnte er mit "seinem Universum" vielleicht besser in Kontakt treten
- direkte Demokratie gibts hier nicht
Gut, dass er vor den Konzerten kifft, um besser Gitarre spielen zu können, schon so kann er ja kaum mehr als 2 Akkorde gerade spielen.
Und etwas komisch ist schon, dass ein überzeugter Rastafari auf die Frage, ob seine Kinder kiffen, sagt: "Meine Kinder interessieren sich Gott sei Dank für so was nicht besonders"!
Zuviel THC macht wohl doch mit der Zeit blöd und verwirrt.
04.08.2010 - 09:02 Uhr
klabauter
Mal zusammengefasst, was fürs Auswandern spricht:
- hier sind eh (fast) nur Arschlöcher und Idioten (außer natürlich H.S.)
- Kiffen ist verboten
- seine Kinder werden in der Schule mit Müll zugeballert und Idiotenärzte wollen sie mit Ritalin betäuben
- auf Jamaica ist eh alles besser, da könnte er mit "seinem Universum" vielleicht besser in Kontakt treten
- direkte Demokratie gibts hier nicht
Gut, dass er vor den Konzerten kifft, um besser Gitarre spielen zu können, schon so kann er ja kaum mehr als 2 Akkorde gerade spielen.
Und etwas komisch ist schon, dass ein überzeugter Rastafari auf die Frage, ob seine Kinder kiffen, sagt: "Meine Kinder interessieren sich Gott sei Dank für so was nicht besonders"!
Zuviel THC macht wohl doch mit der Zeit blöd und verwirrt.
Gargoyle sagte:
Abgesehen davon: Hat die FDP, seit sie im September letzten Jahres den Mund so voll genommen hat, irgendetwas Sinnvolles erreicht? Es sei denn, man erachtet es als sinnvoll, wenn Herrn Westerwelles Lebensgefährte auch mal ein bisschen in der Weltgeschichte herumkommt und Herrn Niebels Kumpels jetzt auch ein paar wohldotierte Pöstchen abbekommen haben ...
*seufz*
warum hat es nie jemanden interessiert, wenn Steinmeier, Fischer oder wer auch immer von der liebenden Gattin begleitet wurde? das ist erstens normal und zweitens wünschenswert. ich finde es eigentlich ganz schön, wenn PolitikerInnen ihre PartnerInnen nicht nur zu Weihnachten sehen. Erdung und so.
sorry, "immer nur dagegen" mag in der jugend noch eine verständliche grundhaltung sein, aber irgendwann wirds albern.
ThomasCrown sagte:
gott ja, ein hippie. solls auch geben dürfen. aber daß ein staat von 80 mio nicht durch diskussionen am lagerfeuer zu regieren ist, haben ja selbst die letzten fundis bei den grünen kapiert.sorry, "immer nur dagegen" mag in der jugend noch eine verständliche grundhaltung sein, aber irgendwann wirds albern.
Da gings um Stadtratssitzungen und nicht um den Bundes- oder Landtag. Mir wär auch lieber, wenn die bei uns in gemütlicher Runde stattfinden würden...
04.08.2010 - 09:43 Uhr
Rudel
pollyjean21 sagte:
i mog ihn : )
Ich kenn niemanden, der ihn nicht mag :)
Mein Traum ist eine Feuerstelle in jedem Dorf, an der alle Stadtratssitzungen ausgetragen werden.
in bayern mag das ja noch klappen, aber leider leben 89% der deutschen in städten.
Mir haben seine Musik und Texte früher besser gefallen. Dieser ganze Rasta-Ragga-Jamaica-Mist geht mir auf den Senkel und die Texte treffen nicht mehr so in schwarze.
queen_without_a_country sagte:
Gargoyle sagte:
Abgesehen davon: Hat die FDP, seit sie im September letzten Jahres den Mund so voll genommen hat, irgendetwas Sinnvolles erreicht? Es sei denn, man erachtet es als sinnvoll, wenn Herrn Westerwelles Lebensgefährte auch mal ein bisschen in der Weltgeschichte herumkommt und Herrn Niebels Kumpels jetzt auch ein paar wohldotierte Pöstchen abbekommen haben ...
*seufz*
warum hat es nie jemanden interessiert, wenn Steinmeier, Fischer oder wer auch immer von der liebenden Gattin begleitet wurde? das ist erstens normal und zweitens wünschenswert. ich finde es eigentlich ganz schön, wenn PolitikerInnen ihre PartnerInnen nicht nur zu Weihnachten sehen. Erdung und so.
Ist es bei Geschäftsreisen "normaler" Arbeitnehmer auch üblich, Gattin oder Gatten ganz selbstverständlich mitzunehmen? Vor allem dann, wenn es dabei nicht nur ums Dabeisein, sondern um den Ausbau der eigennützigen Geschäftstätigkeit des Partners geht?
Apropos Erdung: Ja, da sollte sich Herr Westerwelle mal drum kümmern und sich ein bisschen umschauen, wie das Volk so lebt, für das er Außenminister spielt. Es würde ihm da tatsächlich nicht schaden, aus seinen Wichtigkeits-Höhenflügen mal ein bisschen auf den Boden zu kommen.
04.08.2010 - 11:02 Uhr
jurette_
queen_without_a_country sagte:
bei Geschäftsreisen normaler Arbeitnehmer gibt es auch keinen roten Teppich, keine Ehrengarde, keine Hymne etc. pp. worauf willst Du denn hinaus? sollen MinisterInnen mit Bus und Bahn innereuropäisch reisen, den Koffer selbst tragen und am besten im Blaumann zu STaatsbanketten (die dann aus Würstchen mit Kartoffelsalat bestehen) erscheinen? und re Geschäftsinteressen: Westerwelles Partner hat seine Teilnahme an solchen Reisen selbst abgerechnet, wieso soll er sich nicht mit Gesprächspartnern treffen?
Nein, nur die von der FDP. Und vielleicht noch die von der CSU. und die Merkel.
drolli sagte:
Tja, schade dass die FDP vermutlich mehr staatliche Willkuer politisch verhindert hat als Herr Soellner.
Eingedenk der Tatsache, dass die bayerische FDP aus über 6.000 Einzelpersonen, zwei Ministern und einer Staatssekretärin besteht und Regierungspartei ist, und Söllner alleine mit der Gitarre auf einer Bühne steht, sieht der Einfluss der FDP auf dieses Land in den letzten 25 Jahren vergleichsweise lächerlich aus. Söllner-Lieder wurden schon auf Tape getauscht, als noch gar keiner wusste, dass es in Bayern was anderes als die CSU gibt.
04.08.2010 - 11:33 Uhr
eisengrau
ThomasCrown sagte:
Mein Traum ist eine Feuerstelle in jedem Dorf, an der alle Stadtratssitzungen ausgetragen werden.
in bayern mag das ja noch klappen, aber leider leben 89% der deutschen in städten.
Auch in Städten kann man Feuer machen. :-)
was nu besser/schlimmer ist - kiffen oder saufen, sei dahingestellt. drogen und die erlangung vom rauschzuständen mittels jedweder substanzen sind so alt wie die menschheit. weitgehend drogenfrei scheint jedenfalls keiner seiner familie auszukommen. kammer nix machen.
ritalin=chemie, kiffen=pflanzen: fliegenpilze sind auch pflanzlich. sind sie deswegen nicht giftig?
aber seine anti-haltung (papa säufer, er in bayern geboren, aufgewachsen und lebend) kann man ja auch bisschen verstehen. soller nach hamburg ziehen.
reggae-jamaica-rastafari-kram: so harmlos, wie das hierzulande verklärt wird, ist diese sache ja nicht. wie immer: was weit weg ist, wird verklärt, von ho ho chi minh über den feudalen gewaltstaat tibet, bis hin zum oft gewalt verherrlichenden, oft homophoben reggae. als jugendlicher mocht ich's noch, heute net mehr. wat solln das auch...ein whity, dt. vortstadts-mittelstandskind, das auf rastafari macht!?
Der Poltiker muss Lösungen finden, nicht der Künstler. Der Künstler oder Dichter oder Philosoph darf sich darin genügen, Missstände aufzuzeigen. Die Gesellschaft, vertreten durch die Politik, muss daraus dann ihre Handlungsanweiungen ableiten.
04.08.2010 - 11:41 Uhr
eisengrau
ThomasCrown sagte:
@eisengrau: in mülltonnen, ne?
Auch. Wenn sich's gerade anbietet.
eisengrau sagte:
@jurette_, Hummelnuntermhintern, Douzitou:
Der Poltiker muss Lösungen finden, nicht der Künstler. Der Künstler oder Dichter oder Philosoph darf sich darin genügen, Missstände aufzuzeigen. Die Gesellschaft, vertreten durch die Politik, muss daraus dann ihre Handlungsanweiungen ableiten.
ja, aber ich muss solche Künstler, Dichter oder Philisophen ja nicht gut finden, oder?
jurette_ sagte:
ja, aber ich muss solche Künstler, Dichter oder Philisophen ja nicht gut finden, oder?
Nein, aber auch Du profitierst davon, dass es sie immer gab und noch gibt.
Hätte er nur auf das Kiffen betreffende Fragen geantwortet, wie im Einstieg, und ansonsten nur auf seine Texte verwiesen, stünde er jetzt besser da.
eisengrau sagte:
jurette_ sagte:
ja, aber ich muss solche Künstler, Dichter oder Philisophen ja nicht gut finden, oder?
Nein, aber auch Du profitierst davon, dass es sie immer gab und noch gibt.
ich denke, dass ich eher von denen profitiert haben, die fundierte, konstruktive Kritik geübt haben als von denen, die einfach nur granteln und meckern.
eisengrau sagte:
Tja, er hat auch den schlimmsten Fehler begangen, den man als Künstler begehen kann, nämlich sich dahin bringen zu lassen, wo der Fragengesteller ihn haben wollte und sich auf eine Frage über Politik und seine Idealvorstellungen einzulassen.
Hätte er nur auf das Kiffen betreffende Fragen geantwortet, wie im Einstieg, und ansonsten nur auf seine Texte verwiesen, stünde er jetzt besser da.
das verstehe ich nicht. wenn ich mich als Künstler auch politisch verstehe - und das tut er ja -, wieso ist es dann ein Fehler, sich auch dazu zu äußern? das klingt so nach "perfider Journalist legt Künstler aufs Kreuz". wäre Hans Söllner ein Blumenaquarelle pinselnder Emo, würde ich Dir eher zustimmen. aber die Fragen nehmen doch den von ihm selber gemachten Anspruch ernst?
eisengrau sagte:
Tja, er hat auch den schlimmsten Fehler begangen, den man als Künstler begehen kann, nämlich sich dahin bringen zu lassen, wo der Fragengesteller ihn haben wollte und sich auf eine Frage über Politik und seine Idealvorstellungen einzulassen.
Hätte er nur auf das Kiffen betreffende Fragen geantwortet, wie im Einstieg, und ansonsten nur auf seine Texte verwiesen, stünde er jetzt besser da.
Ganz genau, denn Philipp Mattheis will ja für sich und uns das Teenie-Kiffidol vom Sockel holen.
Denn vielen ist es ja schon ein bisschen ding, dass sie den Söllner mit 16 so dermaßen lässig fanden.
jurette_ sagte:
ich denke, dass ich eher von denen profitiert haben, die fundierte, konstruktive Kritik geübt haben als von denen, die einfach nur granteln und meckern.
Ich sage ja, das geht Hand in Hand: Der eine zeigt die Missstände auf, der andere reagiert und sucht Alternativen. Aber zuerst muss jemand da sein, der die Unzufriedenheit ausdrückt, das sind meistens Kabarettisten, Musiker, Künstler, Schriftsteller.
04.08.2010 - 12:26 Uhr
eisengrau
queen_without_a_country sagte:
das verstehe ich nicht. wenn ich mich als Künstler auch politisch verstehe - und das tut er ja -, wieso ist es dann ein Fehler, sich auch dazu zu äußern? das klingt so nach "perfider Journalist legt Künstler aufs Kreuz". wäre Hans Söllner ein Blumenaquarelle pinselnder Emo, würde ich Dir eher zustimmen. aber die Fragen nehmen doch den von ihm selber gemachten Anspruch ernst?
"Bilde, Künstler, rede nicht. Nur ein Hauch sei dein Gedicht." (Goethe)
Will sagen, der Künstler hat seine Mittel, sich auszudrücken, die sollte er nutzen. Wenn er sich auf das Gebiet des Theoretisierens wagt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er auf die Nase fällt, denn da beherrscht er das Handwerk nicht.
Dases Interview trieft ja nur so von Selbstmitleid zwischen den Zeilen. Der arme Söllner gegen den bösen Staat, der aufpassen muss, dass seine (Schul)kinder nicht angepasste Spießer werden. Dem scheint es richtig schlecht zu gehen in unserem System, das ihm sein ach so sinnerfülltes Motzerdasein erlaubt.
Nein, nein! Er ist selbstverständlich nicht gegen alles...
Irgendwie ist der Söllner doch wie der Knöllchen-Horst, nur ein wenig anders rum. Aber in seiner 68er-mäßigen Liberalität genauso engstirnig und borniert wie es Querulanten nun mal so an sich haben.
04.08.2010 - 12:27 Uhr
batrafen
Dases Interview trieft ja nur so von Selbstmitleid zwischen den Zeilen. Der arme Söllner gegen den bösen Staat, der aufpassen muss, dass seine (Schul)kinder nicht angepasste Spießer werden. Dem scheint es richtig schlecht zu gehen in unserem System, das ihm sein ach so sinnerfülltes Motzerdasein erlaubt.
Nein, nein! Er ist selbstverständlich nicht gegen alles...
Irgendwie ist der Söllner doch wie der Knöllchen-Horst, nur ein wenig anders rum. Aber in seiner 68er-mäßigen Liberalität genauso engstirnig und borniert wie es Querulanten nun mal so an sich haben.
http://www.sueddeutsche.de/geld/hans-soe...
http://derstandard.at/2865137
schnulk sagte:
wird seine nicht gegebene stimme ja der npd zugeteilt... labert ganz schönen blödsinn der mann, hat das kiffen doch die birne breit geschlagen!
Aha, die Stimmen von Nichtwählern werden also der NPD zugeschlagen. Wer "labert" jetzt nochmal schönen Blödsinn?
Mit der Genehmigung des Sassanidenkönigs Schapur I. (r. 240/42–270) konnte Mani seine Lehre zumindest in Babylonien und den Südwesten des Iran verbreiten. Der Sassanidenkönig Bahram I. (r. 273–276/77) ließ ihn jedoch auf Anstiften des zoroastrischen Oberpriesters Kartirs verhaften. Mani starb in der Gefangenschaft; der Grund seines Todes ist nur aus manichäischen Quellen bekannt, in denen der Tod zur Kreuzigung stilisiert wurde, was aber unzutreffend ist.[1]
Die Lehre des Mani wird des Öfteren als die der zwei Naturen (oder Substanzen, Prinzipien) und drei Zeiten (oder Epochen) bezeichnet. Die zwei Naturen sind die des Lichts und die der Finsternis, und die drei Zeiten sind die Zeit, in der beide Naturen getrennt waren, dann die Zeit, in der sie vermischt sind, und dann die Zeit, in der sie wieder (endgültig) getrennt sein werden.
Gargoyle sagte:
... und Leute, die nur wachsweich, aber borniert rumlabern, um keine Stellung beziehen zu müssen, braucht eigentlich auch kein Mensch. Genauso wenig braucht man Menschen, die sich mit rhetorischen Fragen durchs Leben hangeln, dabei ebenfalls keine Stellung beziehen, sich aber sauintelligent vorkommen. Deren Geschwätz muss man auch nicht ernstnehmen. Lieber ein geradliniger Naiver als labernde Blender.
ja, weil ja jeder, der söllner nicht supi findet, fdp wählt, ne?
ThomasCrown sagte:
Gargoyle sagte:
... und Leute, die nur wachsweich, aber borniert rumlabern, um keine Stellung beziehen zu müssen, braucht eigentlich auch kein Mensch. Genauso wenig braucht man Menschen, die sich mit rhetorischen Fragen durchs Leben hangeln, dabei ebenfalls keine Stellung beziehen, sich aber sauintelligent vorkommen. Deren Geschwätz muss man auch nicht ernstnehmen. Lieber ein geradliniger Naiver als labernde Blender.
ja, weil ja jeder, der söllner nicht supi findet, fdp wählt, ne?
Auf so einen Schmarrn muss ich jetzt nix antworten, oder?
Ich meine, wer im Jahre 2010 über die BRD von einem Polizeistaat reden, der kann für sich nicht mehr in Anspruch nehmen ernst genommen zu werden.
Ich glaube Herr Söllner ist ein typisches Beispiel des ewig unzufriedenen, Revoluzzer der am liebsten wieder Herrn Kohl als so herrlich eindeutige Feindfigur als Kanzler hätte. Das sich die Welt und damit auch der Staat um ihn herum verändert haben scheint er nicht zu merken.
ThomasCrown sagte:
@gargoyle: hast du denn eine sachliche antwort auf deine "labernde blender", "wachsweich, aber borniert", "sauintelligent vorkommen"-anfeindungen erwartet?
Von dir sicherlich nicht. Aber wenn du dich angesprochen gefühlt hast, ist es dein Problem. Oder ist in der "Anfeindung" irgendwo ein persönlicher Angriff?
http://www.parteien-online.de/thema/wahl...
unten 2. abschnitt, also sabbel nicht
ThomasCrown sagte:
@gargoyle: hast du denn eine sachliche antwort auf deine "labernde blender", "wachsweich, aber borniert", "sauintelligent vorkommen"-anfeindungen erwartet?
äh, ja...natürlich mussten thomas crown und diverse andere jetzt user und userinnen sich da persönlich angesprochen fühlen :)
in diesem falle meinte gargoyle allerdings wohl eher den typus aalglatten berufspolitiker.
an den daumentroll: lieber mal mitdiskutieren als hier nur anonym rote/grüne daumen zu verteilen, hm?
04.08.2010 - 13:12 Uhr
ThomasCrown
smaennchen sagte:
schnulk sagte:
wird seine nicht gegebene stimme ja der npd zugeteilt... labert ganz schönen blödsinn der mann, hat das kiffen doch die birne breit geschlagen!
Aha, die Stimmen von Nichtwählern werden also der NPD zugeschlagen. Wer "labert" jetzt nochmal schönen Blödsinn?
siehe meinen zweiten beitrag
ThomasCrown sagte:
@gargoyle: ich hatte das als replik auf mein posting von 12:05 verstanden, ja.
Es war aber ein allgemeines Statement, das Soellnersches geradliniges Granteln einfach nur opportunistischen Taktierern gegenüberstellt - seien sie jetzt von der FDP, um bei diesem netten Haufen zu bleiben, oder sonst woher.
Geradlinigkeit und Unverblümtheit ist mir einfach lieber als Leute, die sich hinter Phrasen und Fremdwörtern verstecken.
schnulk sagte:
jede nicht gegebene stimme wird im parteien pool aufgeteilt...
http://www.parteien-online.de/thema/wahl...
unten 2. abschnitt, also sabbel nicht
Da steht: "Die Stimmen die nicht abgegeben werden, werden auf die Parteien aufgeteilt."
Also wählt Herr Söllner mit seiner nicht abgegebenen Stimme quasi genauso alle anderen Parteien neben der NPD, richtig? Klingt jetzt nur nicht so schön skandalös und verwerflich wie bei Dir, sorry!
queen_without_a_country sagte:
eisen, das ist mir ein bißchen zu manichäisch. gerade Künstler, die mit Sprache arbeiten, können sehr oft sehr gut "theoretisieren".
Er arbeitet ja nun nicht mit besonders ausgefeilter Sprache, er macht halt einfache Mundart-Lieder.
Gargoyle sagte:
ThomasCrown sagte:
@gargoyle: ich hatte das als replik auf mein posting von 12:05 verstanden, ja.
Es war aber ein allgemeines Statement, das Soellnersches geradliniges Granteln einfach nur opportunistischen Taktierern gegenüberstellt - seien sie jetzt von der FDP, um bei diesem netten Haufen zu bleiben, oder sonst woher.
Geradlinigkeit und Unverblümtheit ist mir einfach lieber als Leute, die sich hinter Phrasen und Fremdwörtern verstecken.
solltest du eigentlich nicht beim masskrugwettstemmen sein? bin extra früher ins bett, um dich siegen zu sehn
smaennchen sagte:
schnulk sagte:
jede nicht gegebene stimme wird im parteien pool aufgeteilt...
http://www.parteien-online.de/thema/wahl...
unten 2. abschnitt, also sabbel nicht
Da steht: "Die Stimmen die nicht abgegeben werden, werden auf die Parteien aufgeteilt."
Also wählt Herr Söllner mit seiner nicht abgegebenen Stimme quasi genauso alle anderen Parteien neben der NPD, richtig? Klingt jetzt nur nicht so schön skandalös und verwerflich wie bei Dir, sorry!
sorry, nur weil der bengel künstler ist und bla bla kreativer bla bla labert der trotzdem blödsinn...
und er wählt die npd... wenn alle nicht wählen würden so wie er und meinen alter geil anarchie polizeistaat feuerkreis... dann würde das hier ganz schön aus dem ruder laufen.
ThomasCrown sagte:
gargoyle: die frage ist halt, ob "geradliniges granteln" mehr bewirkt als ein gutes gewissen beim grantler. ich meine: strauß "arschloch" zu nennen, schön und gut und berechtigt sowieso. wird strauß und die csu aber hart getroffen haben, daß sie von einem kiffenden musiker beschimpft wurden.
Wenn einer allein grantelt, bewirkt er sicher nicht so viel, außer dass er - wie Eisen schon sagte - Menschen zum Nachdenken anregt. Wenn aber viele ihren Unmut über gewisse Entwicklungen artikulieren, erhöht das den Druck, und vielleicht ergibt sich ja dann die Möglichkeit, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.
Wenn aber jeder nur um seinen eigenen Vorteil bedacht vor sich hin taktiert und keine Stellung bezieht, weil er seiner Karriere damit schaden könnte, dann wird sich wohl gar nichts bewegen. Und gemeinsame Aktionen sind so auch ungleich schwieriger, weil jeder nur sein eigenes Ziel verfolgt. Der Zustand, den wir gerade haben: Lähmung, wohin das Auge blickt.
(oder so ähnlich, da aus sicht nordroms ein fischkopp)
ThomasCrown sagte:
@gargoyle: es scheint (schon wieder) bei dir aber nur diesen beiden gegensätze zu geben: entweder jemand, der seinen unmut artikuliert oder jemand, der karrieregeiler opportunist ist. es gibt aber noch ein paar positionen zwischen (aufs parteispektrum übertragen) der linken und der fdp.
Ich sehe nicht, wo Opportunismus etwas Positives sein könnte. Also gibts da auch keine Abstufungen. Von der anderen Seite her vielleicht schon eher - nicht jeder muss es machen wie Herr Soellner - es gab ja auch in der FDP mal Leute wie Frau Hamm-Brücher beispielsweise ... ;-)
es soll ja auch - schockschwerenot! - bei der cdu engagierte menschen geben, die durchaus was für die gesellschaft tun möchten. und womöglich, nur mal ganz kurz die möglichkeit in betracht gezogen, sind auch bei der fdp nicht nur opportunisten. und vielleicht gibt es auch noch abseits der politik etliche menschen, die sich engagieren und nicht nur rumgranteln.
ThomasCrown sagte:
hrrhrr. meine güte.
es soll ja auch - schockschwerenot! - bei der cdu engagierte menschen geben, die durchaus was für die gesellschaft tun möchten. und womöglich, nur mal ganz kurz die möglichkeit in betracht gezogen, sind auch bei der fdp nicht nur opportunisten. und vielleicht gibt es auch noch abseits der politik etliche menschen, die sich engagieren und nicht nur rumgranteln.
Es ist nur erschreckend, wie wenig Einfluss die Leute mit den guten Absichten gegenwärtig zu haben scheinen. Wäre es anders, könnte ich mir die gegenwärtige Entwicklung nur schwer erklären ...
MsAufziehvogel sagte:
ich möchte an dieser stelle kurz einwerfen, dass sich herr söllner abseits vom granteln sehr wohl auch aktiv engagiert (als beispiel sei mal der einsturz der eishalle in reichenhall genannt)...
ms_aufziehvogel: ich gebe zu: mir ist söllner weitgehend unbekannt. wenn der mal irgendwo auftaucht, gehts fast immer nur ums kiffen. ich bitte also darum, den von mir aufgegriffenen "grantler" eher als stellvertreter für einen menschentypus denn als söllner zu sehen.
ThomasCrown sagte:
gargoyle: die frage ist halt, ob "geradliniges granteln" mehr bewirkt als ein gutes gewissen beim grantler. ich meine: strauß "arschloch" zu nennen, schön und gut und berechtigt sowieso. wird strauß und die csu aber hart getroffen haben, daß sie von einem kiffenden musiker beschimpft wurden.
Zunindest hat er mal ausgesprochen, was damals viele gedacht, aber nicht auszuprechen gewagt haben. Und das auch noch als jemand, der überregional und generationenübegreifend bekannt ist. So gesehen ein durchaus eine subversive Handlung und mehr als nur ein bisschen Granteln am Stammtisch.
Gesteht man ihm die Position eines Künstlers zu, was unbestritten sein sollte bei den vielen guten, oft tiefgründigen und auch nachdenklichen Liedern, die er geschrieben und gesungen hat (dabei das Unterhaltungs-, Kabarett- und Humorpotential gar nicht würdigend), dann sollte die Frage nach seiner Wirkung weiter gefasst werden. Wirkung einzig einer konstruktiven Mitarbeit zuzubilligen, ist ein recht verengter und letztendlich konformistischer Ansatz.
Wenn es Hans Söllner schafft, dass einige Zuhörer nachdenklich werden und Behörden und dem Staat allgemein eine gewisse aufmerksame Skepsis entgegenbringen, dann hat er eine große Wirkung erzielt.
Lange Haare zu haben, Politiker zu beschimpfen und sich zu Marihuana zu bekennen, war damals ein weit größerer Affront als heute, wo es sogar in Bayern fast normal ist.
Damals wurden unliebsame Satiren noch vom Bayerischen Fernsehen zensiert und für kritische Schallplatten gab es beim BR Sendeverbot.
eisengrau sagte:
Man sollte vielleicht auch nicht vergessen, dass Söllners Karriere Mitte der 80er begann.
Lange Haare zu haben, Politiker zu beschimpfen und sich zu Marihuana zu bekennen, war damals ein weit größerer Affront als heute, wo es sogar in Bayern fast normal ist.
Damals wurden unliebsame Satiren noch vom Bayerischen Fernsehen zensiert und für kritische Schallplatten gab es beim BR Sendeverbot.
und dazu muss man mM nach auch sehen das Gevatter Staat ggü. Söllner auch ganz gut die Knute rausgeholt hat über die Jahre .. . was Hausdurchsuchungen.. die Höhe von Geldstrafen und zB die dauernde Überwacherei bei Konzerten (die ich mal live als tatsächlich ziemlich lächerlich erlebte) betrifft...
also ich mag ihn (und seine Musik) muss aber auch gestehen das ich jetzt nicht von ihm erwarte das er Problemlösungen für alle Dinge die er so anspricht auf Lager hat.... Denkanstösse reichen mir an der Stelle....
Als er zu ernst wurde hab ich mehr oder weniger aufgehört ihn zu hören, auch wenn Songs mit seiner Reggae-band wie "Steh auf" oder "Loben und Preisen" schon sehr geil sind. Aber die ganzen melancholischen und "depri" Songs von ihm haben nie meiner Lebenseinstellung entsprochen, seine Ansichten gegenüber der Polizei und dem Staat aber schon.
und ich hab einfach mittlerweile zuviel von den weltverbesserer-hippie -
was weiss ich-konsorten kennengelernt die love and peace schreien,
aber für ihr kinder nicht zahlen wollen weil sie das geld lieber verkiffen oder versaufen....
doppelmoral gibts nicht nur bei der csu
bergerac sagte:
und ich hab einfach mittlerweile zuviel von den weltverbesserer-hippie -
was weiss ich-konsorten kennengelernt die love and peace schreien,
aber für ihr kinder nicht zahlen wollen weil sie das geld lieber verkiffen oder versaufen....
doppelmoral gibts nicht nur bei der csu
Naja, wieviel er für seine Kinder zahlt, geht aus dem Interview nicht hervor, aber scheinbar geht er mit seinem Sohn zum Angeln und zum Arzt und schaut gelegentlich auch in die Schulbücher seiner Kinder hinein.
Es ging nicht um ihn...
"scheinbar geht er mit seinem Sohn zum Angeln und zum Arzt"
Ist er ein Betrüger?
Malaykat sagte:
"zuviel von den weltverbesserer-hippie-was weiss ich-konsorten"
Es ging nicht um ihn...
"scheinbar geht er mit seinem Sohn zum Angeln und zum Arzt"
Ist er ein Betrüger?
hä?
04.08.2010 - 19:56 Uhr
eisengrau
Malaykat sagte:
"zuviel von den weltverbesserer-hippie-was weiss ich-konsorten"
Es ging nicht um ihn...
Sondern...? Hat sich bergerac beim Kommentieren im Artikel vertan?
Und ob er seinen Glauben tatsächlich lebt oder ob er
das einfach nur der Effekthascherei in Interviews gerne erwähnt.
RastafarIs (das I steht für "ich" oder "wir" oder "alle" und wird immer groß geschrieben) sind meiner Recherche nach eher tendenziell extremistisch anzusehen.
04.08.2010 - 23:59 Uhr
mhmnaja
nur das Alte Testament ist die Wahrheit, Gott ist Haile Selassie,
Äthiopien ist das goldene Land, Schwule handeln nicht im Namen Gottes und sind deshalb keine Menschen, Frauen werden nicht erwähnt. Aber man darf als RastafarI wohl mehrere haben, wenn man im Sinne Gottes handelt.
Hätte mich mal interessiert, wieso der Söllner n Rasta ist.
So nahe mir manche der Positionen Söllners sind, empfinde ich ihn doch als eher undifferenziert und wenig subtil. Da hilft auch der Deckmantel des Lokalen wenig.








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03.08.2010 - 18:39 Uhr
komber