30.07.2010 - 18:30 Uhr

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Textmarker: Dein Baby in meiner Bar

Text: christina-waechter - Bild: dpa

Darf man sein Kind in eine Bar mitnehmen? Muss man als kinderloser Mensch aushalten, dass man sein Feierabend-Bier in Gesellschaft von Kleinkindern trinkt?

Angestrichen: „you do not have a right to child free spaces. (...)my daughter, aza, is a person. a three year old person. a funny, cute, bad-ass, curly haired person who loves to dance and draw, wearing short skirts, watching pink videos, and talking on the phone. frankly, she is probably cooler than you are. she is definitely cooler than i am. but even if she wasnt you dont have the right to discriminate against her based on her age. or her race. or her gender. or her nationality, etc. sometimes she is loud. but frankly, she is normally one of the quieter people in a room full of inebriated souls. and since she is a person, and not a thing, it is not my job as her mother to ‘control’ her.“
Wo steht das denn? In einem Gastbeitrag der Userin „Maia“ auf dem Blog Feministe, der wie ein Brandbeschleuniger für die im amerikanischen Internet eh schon recht aufgeregt geführte Diskussion um „Child Free Spaces“ wirkt. Im Kern geht es bei dieser Debatte um die Frage, ob coole junge Mütter und Väter ihre Kleinkinder in coole Sauf-Locations mitnehmen dürfen oder nicht. Die Befürworter der „Child-Free-Spaces“ sind der Meinung, dass Kinder in Bars und anderen Locations, wo in erster Linie getrunken wird, nichts zu tun haben. Sie haben keine Lust auf Gegreine zum Cocktail, sie wollen keine Ketchup-Hände auf ihren Klamotten und sie wollen sich keine missbilligenden Seitenblicke von besorgten Eltern einholen, wenn ihnen gegen Ende des Abends das Vokabular oder die Lautstärke mal ausrutschen. Die Gegner wiederum sind meist Eltern, die ihr Leben gerne so weiterleben würden, wie vor der Geburt ihres Kindes und die nicht verstehen, geschweige denn akzeptieren wollen, dass es so viele Bereiche im Alltag gibt, in denen Kinder unerwünscht sind. Die Tatsache, dass sie nun Eltern geworden sind, ist für sie nicht gleichbedeutend mit einem Abschied aus ihrem alten Leben. Im Gegenteil. In Amerika kocht diese Diskussion vor allem bei Bewohnern von gentrifiziert-hippen Stadtvierteln, wie Brooklyn oder North Hollywood hoch. Die Menschen, die sich dort vor Jahren niedergelassen haben, befinden sich mittlerweile im fortpflanzungswilligen Alter und befördern einen Strukturwandel, der sich unter anderem darin ausdrückt, dass Orte, die bisher eher für Exzesse und wilde Partys bekannt waren, nun von eben diesen Eltern mit ihren Kindern erobert und dementsprechend dadurch verändert werden. Und das gefällt, ebenso wie die Gentrifizierung, einigen Leuten nicht.


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trachtenjankerl
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Mag ich Mag ich nicht

1

30.07.2010 - 18:43 Uhr
trachtenjankerl

Das Problem dürfte sein, daß Eltern, die ein Problem damit haben, in ihrer in-Bar nicht mehr die Zielgruppe zu sein, eher nicht die Eltern sind, die ihre Kinder, weil problemlos, problemlos in eine Bar mitnehmen könnte. ;-)

Cate81
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Mag ich Mag ich nicht

8

30.07.2010 - 18:57 Uhr
Cate81

Warum soll man sein Kind nicht tagsüber mit ins Café nehmen? Andererseits würde ich als Kinderlose wohl Cafés meiden, in der sich ausschließlich irgendwelche Bugaboo-Mütter samt Nachwuchs befinden.
Und Kleinkinder, womöglich Säuglinge, abends in der Bar - nein. Um Gottes Willen. Um was geht es diesen Eltern denn bitte? "Auch mit Kind bin ich immer noch cool genug, um in meiner alten Stammsiffkneipe abzuhängen?", "Schaut mal her, ich hab mir jetzt auch so ein cooles Acc..., äh, Kind zugelegt"? Die armen Kinder.

alcofribas
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Mag ich Mag ich nicht

3

30.07.2010 - 19:02 Uhr
alcofribas

Dumdidum.

valeri
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Mag ich Mag ich nicht

1

30.07.2010 - 19:14 Uhr
valeri

und nun? das war doch nur eine einleitung...

alcofribas
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Mag ich Mag ich nicht

8

30.07.2010 - 19:15 Uhr
alcofribas

valeri sagte:
und nun? das war doch nur eine einleitung...


Der Text ist der Eimer mit Aalköpfen, der ins Haifischbecken gekippt wird.

melancholie
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Mag ich Mag ich nicht

0

30.07.2010 - 19:19 Uhr
melancholie

alcofribas sagte:
valeri sagte:
und nun? das war doch nur eine einleitung...


Der Text ist der Eimer mit Aalköpfen, der ins Haifischbecken gekippt wird.


chrchr

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Mag ich Mag ich nicht

4

30.07.2010 - 19:20 Uhr
melancholie

also...feierabendbier heißt so...gegen 18 - 20 uhr? da ists doch ok.
ab 22 uhr fänd ich es komisch, da die lütten doch so grantig sein können, wenn sie müde sind.

schokoprinzessin
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Mag ich Mag ich nicht

0

30.07.2010 - 19:37 Uhr
schokoprinzessin

Ist doch klar wie das hier laufen wird. Hipster mit Kindern werden empört schreien, ihre Kinder haben einen Recht zum Saufen mitgenommen zu werden! Hipster ohne Kinder werden empört zurückmotzen, sie möchten ihren Wodka-Apfel ohne Kindergeschrei und ohne die mal nippen lassen zu müssen trinken wollen.

Als Kinderloser Nichthipster sage ich dazu: Bitte ein Volksentscheid!

errorlog
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Mag ich Mag ich nicht

2

30.07.2010 - 19:41 Uhr
errorlog

ich kippt da mal ein wenig öl ins feuer.
kleinkinder in einer kneipe muss nun wirklich nicht sein. gilt auch für stadien oder konzerte. eltern sein bedeutet auch, kompromisse eingehen zu müssen.
ausserdem nehmen sich solche mütter und väter etwas, die möglichkeit, auch wenn diese nur kurz ist, dem eltern-alltag zu entfliehen.
als vater kann und darf ich sowas sagen. natürlich ist es eine umstellung, natürlich fehlt da irgendwas, aber als erkenntnis daraus kann ich nur sagen, man verpasst nicht wirklich was.

fraeuleiningeborg
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Mag ich Mag ich nicht

21

30.07.2010 - 19:42 Uhr
fraeuleiningeborg

"...it is not my job as her mother to ‘control’ her.“
Und da liegt das Problem.

Robbiesch
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Mag ich Mag ich nicht

1

30.07.2010 - 19:48 Uhr
Robbiesch

Cate81 sagte:
Und Kleinkinder, womöglich Säuglinge, abends in der Bar - nein. Um Gottes Willen. Um was geht es diesen Eltern denn bitte? "Auch mit Kind bin ich immer noch cool genug, um in meiner alten Stammsiffkneipe abzuhängen?", "Schaut mal her, ich hab mir jetzt auch so ein cooles Acc..., äh, Kind zugelegt"? Die armen Kinder.

Das sehe ich auch so. Solche Eltern sollten vielleicht nicht nur anprangern, dass manche Leute keine Lust auf Gegreine zum Cocktail haben, sondern sich vielleicht auch mal fragen, ob solche Lokalitäten für Kinder das Wahre sind.

mockingbird
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Mag ich Mag ich nicht

5

30.07.2010 - 20:04 Uhr
mockingbird

Tja, you cannot eat AND keep the cake.

melancholie
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Mag ich Mag ich nicht

1

30.07.2010 - 20:45 Uhr
melancholie

ich sehe dauernd kinder auf festivals und bei konzerten, jedenfalls an der luft, und wenn es den kindern gefällt, ists doch fein.
solange man sie nicht gegen ihren willen mitschleift, weil man unbedingt da hin will, gibts nichts dagegen zu sagen, denke ich.
aber...kinder gegen ihren willen irgendwo hinschleifen finde ich sowieso demütigend für die jungen menschen, egal ob kneipe oder konzertsaal usw.
amen.

ThomasCrown
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Mag ich Mag ich nicht

1

30.07.2010 - 20:49 Uhr
ThomasCrown

fraeuleiningeborg sagte:
"...it is not my job as her mother to ‘control’ her.“
Und da liegt das Problem.


exakt. früher nannte man es erziehung, heute kontrollwahn, oder wie? weil die dreijährige aber so cool ist, darf sie halt machen, was sie will? das arme kind.

melancholie
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Mag ich Mag ich nicht

-2

30.07.2010 - 20:51 Uhr
melancholie

erziehung ist kontrolle. erziehung ist kinder in die richtung lenken, die einem am besten paßt.
...my thoughts.

ThomasCrown
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Mag ich Mag ich nicht

3

30.07.2010 - 20:58 Uhr
ThomasCrown

melancholie sagte:
erziehung ist kontrolle. erziehung ist kinder in die richtung lenken, die einem am besten paßt.
...my thoughts.


und was ist die alternative? dreijährige durch die gegend marodieren lassen, die dann andere gegens schienbein treten, anderen kindern die schäufelchen wegnehmen und mit fingern in die torte beim bäcker greifen (zur besseren polemik zugespitzt)?

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0

30.07.2010 - 20:59 Uhr
ThomasCrown

(und ja: alles schon erlebt.)

John_Rebus
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Mag ich Mag ich nicht

3

30.07.2010 - 21:01 Uhr
John_Rebus

Ein Kind hat in einer Bar (erstmal) nichts zu suchen.

Wie bei den Kampfhunden liegt das Problem am anderen Ende der Nabelschnur, pardon, Hundeleine. Wer nicht in der Lage ist, mit einem Kind kindgerecht umzugehen, sollte entweder keins bekommen oder sich ein Kindermaedchen leisten. Beim Adel hat das ja tausende Jahre lang bestens funktioniert.

melancholie
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Mag ich Mag ich nicht

0

30.07.2010 - 21:01 Uhr
melancholie

ThomasCrown sagte:
melancholie sagte:
erziehung ist kontrolle. erziehung ist kinder in die richtung lenken, die einem am besten paßt.
...my thoughts.


und was ist die alternative? dreijährige durch die gegend marodieren lassen, die dann andere gegens schienbein treten, anderen kindern die schäufelchen wegnehmen und mit fingern in die torte beim bäcker greifen (zur besseren polemik zugespitzt)?


schwarz-weiß-sehen ist ja immer einfach.
es geht auch ohne erziehungskontrolle und ohne gleichzeitige anarchie.
miteinander...den anderen ernst nehmen und respektieren, das bekommt man von seinem kind auch zurück.
und solche dinge wie treten bekommt man auch geregelt ohne die stille ecke.
ich spreche da aus eigener nicht-erziehungserfahrung.
muß man so nicht machen, auch wenn es respektvoll ist und eine absolute win-win-situation, aber man muß andere deswegen auch nicht dafür tadeln.

John_Rebus
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Mag ich Mag ich nicht

0

30.07.2010 - 21:03 Uhr
John_Rebus

Ach, herrlich. Der Kosmos entdeckt seine wertkonservative Seite.

*Chipstueteaufmach*

hinez
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Mag ich Mag ich nicht

7

30.07.2010 - 21:07 Uhr
hinez

Ich versteh das Problem jetzt nicht so richtig. Gibt es wirklich Leute, die ihre Kinder mit in Bars nehmen wollen? Also solche wo richtig getrunken wird? Darf da nicht ab 10 eh kein Minderjähriger mehr drin sein? Und wenn doch: Warum sollte man seinem Kind das antun wollen?

melancholie
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Mag ich Mag ich nicht

1

30.07.2010 - 21:08 Uhr
melancholie

ich geh nun feiern, ohne kind.
ha!

susette
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Mag ich Mag ich nicht

4

30.07.2010 - 21:42 Uhr
susette

hm, ich hab nur einmal gedacht, dass ich mein kind in ein bierrestaurant mitnehmen möchte (ausnahmesituation, kondolieren gehen, hinterbliebenen wodka ausgeben). das war eine große ausnahme, denn kinder langweilen sich fürchterlich, wenn eltern sich festsitzen, und gelangweilte kinder ... puh. also: dass die kids davon nichts haben, ist klar, aber den eltern macht das doch auch keinen spaß?! wenn schon auszeit, dann aber richtig.

taylorthelatteboy
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Mag ich Mag ich nicht

9

30.07.2010 - 21:54 Uhr
taylorthelatteboy

"and since she is a person, and not a thing, it is not my job as her mother to ‘control’ her."

Bitch, that's exactly your fucking job. It's called being a parent.

jinxjordan
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Mag ich Mag ich nicht

3

30.07.2010 - 23:06 Uhr
jinxjordan

wohl kein geld für einen babysitter?
geh ich mit schnaps und kippen am nachmittag zum kinderspielplatz und knutsche mit meiner neusten eroberung?

munli
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Mag ich Mag ich nicht

2

30.07.2010 - 23:37 Uhr
munli

mhmmhmmhmhmhm..alle die vorhaben meine rente zu bezahlen dürfen sich auch gerne in der gleichen bar aufhalten wie ich

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Mag ich Mag ich nicht

2

30.07.2010 - 23:38 Uhr
munli

und auf meinem kinderspielplatz seinerzeit haben sich immer menschen mit schnaps und kippen aufgehalten

Besuch
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Mag ich Mag ich nicht

2

30.07.2010 - 23:54 Uhr
Besuch

Wieso schreibt diese Mutter eigentlich zeilenlang wie cool ihre dreijährige Tochter ist und warum? Das tut doch gar nichts zur Sache, oder? Mal davon abgesehen finde ich die Verwendung des Wortes "cool" zur Beschreibung einer Dreijährigen auch ein bißchen seltsam, ehrlich gesagt. Ich würde mal behaupten Dreijährige sind zu "Coolness" überhaupt nicht fähig und das zum Glück.

ThomasCrown
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Mag ich Mag ich nicht

5

31.07.2010 - 00:29 Uhr
ThomasCrown

seit dreijährige stilikonen sein müssen (vgl. dingensvon madonna und dingens von holmes/cruise), müssen die anderen dreijährigen von wohl zumindest cool sein. nicht auszudenken, wenn man bloß einen ganz normalen rotzlöffel zur welt gebracht hätte!

siehe dazu auch diese bildergalerie, bei denen man den eltern links und rechts eine runterhauen will (das beißt sich nur scheinbar mit meinen anderen aussagen):
http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/...

mini-me war wohl das wort für dieses phänomen.

Besuch
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Mag ich Mag ich nicht

2

31.07.2010 - 00:34 Uhr
Besuch

@ThomasCrown
Oh ja! Diese Fotoserie fand ich auch zum Gruseln. Allerdings auch wegen der Bilder mit den Sachen, die sich die Kinder angeblich selbst ausgesucht haben.

ThomasCrown
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Mag ich Mag ich nicht

1

31.07.2010 - 00:36 Uhr
ThomasCrown

selbst ausgesucht bestimmt. was man halt so aussucht, wenn man im kleiderschrank vom sz-magazin wühlen darf.

alcofribas
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Mag ich Mag ich nicht

0

31.07.2010 - 00:39 Uhr
alcofribas

fraeuleiningeborg sagte:
"...it is not my job as her mother to ‘control’ her.“
Und da liegt das Problem.


ha! und ich sag dann immer: für die Erziehung ihrer Kinder sind SIE verantwortlich. ich muss weder auf meine Sprache noch auf meinen Nikotinkonsum achten, wenn SIE mich als schlechtes Beispiel nehmen: gern.

drolli
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Mag ich Mag ich nicht

6

31.07.2010 - 05:15 Uhr
drolli

Ich wuerde einfach mal sagen: klar darf man seine Kinder ueberall hin mitnehmen. Dann sollte man den anderen aber auch keine Vorschriften machen die ueber das gewaehrleisten der koerperlichen unversehrtheit der kleinen (gluecklicherweise habe wir ja Rauchverbot) hinausgehen. Mich stoeren Kinder nicht. Kindergeschrei in der Freizeit zu ertragen gehoert, so es einen denn stoert, zum allgemeinen Lebensrisiko. Wenn die Eltern allerdings gerne haetten dass ihr Kind schlaeft dann sollten sie nicht versuchen die Bars umzugestalten, sondern das Kind halt nicht dort hinbringen. Ich versuche auch nicht in einer Bar zu schlafen.

owejessen
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Mag ich Mag ich nicht

-3

31.07.2010 - 11:33 Uhr
owejessen

(Klein-)Kinder haben nichts in Kneipen zu suchen, aber auch nichts in Kirchen, Konzerten usw. usf. wo sie garantiert Krach machen (um die Aufmerksamktei der Eltern zu bekommen) und alle anderen stören.

melancholie
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Mag ich Mag ich nicht

3

31.07.2010 - 12:40 Uhr
melancholie

kinder gehören zum leben dazu!
nicht in kirchen?! und auf konzerten keinen krach machen, wo es da ja auch immer totenstill ist.
haha. wie absurd.
kinder dürfen also nur zu hause, auf den spielplatz und in die kita.
super. das nenne ich mal am leben seiner eltern teilhaben.
oiweh.
menschen, die kinder nicht mögen, sind wirklich suspekt.

alcofribas
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Mag ich Mag ich nicht

8

31.07.2010 - 12:55 Uhr
alcofribas

melancholie sagte:

menschen, die kinder nicht mögen, sind wirklich suspekt.


ich glaube, es gibt hier keinen, der Kinder nicht mag.
Problematisch sehe ich das Anspruchsdenken der Eltern (alles muss mir auch offenstehen, wenn ich Kinder habe, von der Bar nachts um zehn bis hin zu meinem Wunsch- / Traumberuf). Und damit wird die Umwelt - bis hin zu politischen Entscheidungsträgern - manchmal doch recht strapaziert.

Meinen Eltern wäre es im Traum nicht eingefallen, mich im Kinderwagen mit in die Kneipe zu schleppen, weil man ja sein soziales Umfeld pflegen muss. Und gleichzeitig scheint mir auch, dass es hier und dain der Tat einen Paradigmenwechsel in der Erziehung gibt. Zumindest in meiner Kindheit war klar, wenn die Großen reden, haben die Kleinen Pause. Dieses kulturelle Wissen scheint z.B. bei meiner Nachbarin verloren gegangen zu sein, als ich mich gestern fünf Minuten mit ihr unterhalten habe, kam das Kind dreimal an und wollte BRAUSE!!!, die restliche Zeit hat es eine recht laute Tröte bedient, so dass ein Gespräch fast unmöglich war.

melancholie
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Mag ich Mag ich nicht

4

31.07.2010 - 12:59 Uhr
melancholie

alcofribas sagte:
melancholie sagte:

menschen, die kinder nicht mögen, sind wirklich suspekt.


ich glaube, es gibt hier keinen, der Kinder nicht mag.
Problematisch sehe ich das Anspruchsdenken der Eltern (alles muss mir auch offenstehen, wenn ich Kinder habe, von der Bar nachts um zehn bis hin zu meinem Wunsch- / Traumberuf). Und damit wird die Umwelt - bis hin zu politischen Entscheidungsträgern - manchmal doch recht strapaziert.

Meinen Eltern wäre es im Traum nicht eingefallen, mich im Kinderwagen mit in die Kneipe zu schleppen, weil man ja sein soziales Umfeld pflegen muss. Und gleichzeitig scheint mir auch, dass es hier und dain der Tat einen Paradigmenwechsel in der Erziehung gibt. Zumindest in meiner Kindheit war klar, wenn die Großen reden, haben die Kleinen Pause. Dieses kulturelle Wissen scheint z.B. bei meiner Nachbarin verloren gegangen zu sein, als ich mich gestern fünf Minuten mit ihr unterhalten habe, kam das Kind dreimal an und wollte BRAUSE!!!, die restliche Zeit hat es eine recht laute Tröte bedient, so dass ein Gespräch fast unmöglich war.


wenn jemand sagt, kinder gehören nicht auf konzerte oder in die kirche etc...dann hat dieser mensch ein gewaltiges problem.
kinder gehören in unserer gesellschaft scheinbar nicht zum alltäglichen leben dazu, sie sind unerwünscht!
selbst wenn sie sich einfach wie normale kinder verhalten, die mal laut sind, mal quengeln etc. mein gott, so ist das eben.
das wird irgendwie vergessen. kinder sind keine erwachsenen in miniausgabe. nicht so viel geduld usw.
in anderen ländern sind kinder sehr gern gesehen, weil sie eben einfach dazugehören. es ist normal!
das mit dem unterbrechen einer unterhaltung hat gründe nichtsmit der von dir wohl gemeinten "unerzogenheit" zu tun oder mangelnden rücksicht.
und früher wurden kinder auch geprügelt, wenn sie nicht gehorcht haben. DAS ging ein glück verloren...größtenteils.

klinsmaus
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Mag ich Mag ich nicht

4

31.07.2010 - 13:14 Uhr
klinsmaus

Naja, es macht schon noch einen Unterschied, ob man sein Kind in den Biergarten mitnimmt oder in eine Bar. Ersterer ist für alle da, auch für plärrende Kinder, und in der Bar wollen Erwachsene halt unter sich sein. Ich finde das völlig okay so. Kinder müssen doch nicht zwangsweise überall hingeschleppt werden.

vielseitiger
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Mag ich Mag ich nicht

7

31.07.2010 - 13:30 Uhr
vielseitiger

melancholie sagte:
[..]
nicht in kirchen?! und auf konzerten keinen krach machen, wo es da ja auch immer totenstill ist.
haha. wie absurd.
[..]

du warst schonmal auf einem klassischen konzert mit schreienden kindern? und konntest dich an der musik noch erfreuen? herzlichen glückwunsch.

1400 andere, ebenfalls zahlende besucher vielleicht nicht so sehr ;)

mal ganz abgesehen davon, daß ein kind, das schreit meist gerade ausdrücken möchte, daß ihm die aktuelle situation nicht so sehr gefällt. evtl. ist dann ein klassisches konzert nicht das richtige für dieses kind und die eltern wären mit ihm auf dem spielplatz tatsächlich besser aufgehoben.

Robbiesch
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11

31.07.2010 - 14:27 Uhr
Robbiesch

melancholie sagte:
wenn jemand sagt, kinder gehören nicht auf konzerte oder in die kirche etc...dann hat dieser mensch ein gewaltiges problem.
kinder gehören in unserer gesellschaft scheinbar nicht zum alltäglichen leben dazu, sie sind unerwünscht!

Dass Kinder zum Leben und zur Gesellschaft dazugehören, bedeutet aber nicht, dass man sie überall hin mitnehmen sollte oder können muss. Jemand hat ja schon das Beispiel eines klassischen Konzertes angeführt. Anderes Beispiel: der Lesesaal einer (Uni-)Bibliothek, wo das Gebot der absoluten Ruhe herrscht, ist eben auch kein Platz für schreiende oder quengelnde Kinder. Das ist nicht nur für alle, die dort in Ruhe lesen oder etwas ausarbeiten wollen, eine Zumutung, sondern auch für das Kind, das sich dort einfach nur langweilt. Und auch sonst gibt es Orte und Anlässe, zu denen man seine Kinder nicht unbedingt mitschleifen muss, nicht nur aus Rücksichtnahme auf andere Menschen, sondern auch aus Verantwortung dem Kind gegenüber.

Inko_Gnito
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Mag ich Mag ich nicht

-1

31.07.2010 - 14:56 Uhr
Inko_Gnito

Auf die Idee, Kleinkinder in eine Kneipe mitzunehmen, kommen doch nur ein paar durchgeknallte Extremisten in den USA. Dort findet man ja selbst für den abgefahrensten Blödsinn ein paar Anhänger. Das will doch im wahren Leben kein Mensch, am wenigsten die jungen Eltern, die nicht auch noch in der Kneipe ihre Ableger um sich haben wollen.

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Mag ich Mag ich nicht

1

31.07.2010 - 14:58 Uhr
Inko_Gnito

PS: Umgekehrt wwerden die Kinder ja in 15 Jahren ihre Eltern auch nicht in ihre Lieblingskneipe mitnehmen, wenn sie sich dort mit den anderen Jugendlichen treffen.

MadActor
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3

31.07.2010 - 16:09 Uhr
MadActor

Interessant...in Italien z.B. stellt sich diese Frage nicht. Kinder können so ziemlich überall mit hin und es ist mehr als üblich. Dementsprechend werden sie auch ganz einfach "geduldet". Es gehört eben einfach dazu, dass ganze Familien Abends ausgehen - wohin auch immer. Discotheken sind nach wie vor die Ausnahmen, was ja auch Sinn ergibt.

Ist vermutlich eine kulturelle Geschichte :-)

Cate81
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5

31.07.2010 - 16:18 Uhr
Cate81

Ich glaube, wenn es tatsächlich sowas gibt wie Intoleranz Kindern gegenüber, dann hat das auch viel mit der heutigen Erziehung dieser Kinder zu tun.
Viele derzeitige junge Eltern scheinen "erziehen" gleichzusetzen mit "mein Kind soll sich völlig frei entfalten, ohne Einschränkungen".

Das führt dann zu solchen Dingen, wie es mir letztens wieder mal passiert ist. Auf einer vierstündigen Zugfahrt in einem fast leeren Waggon - es hätte himmlisch ruhig sein können! - befanden sich zwei Kinder im Grundschulalter, wahrscheinlich Geschwister, mit ihrer Mutter. Die kompletten vier Stunden über brüllten, plärrten, stritten, kreischten, tobten und rannten diese zwei Bratzen im Zug rum. Als ein Fahrgast die Mutter höflich und sachlich darauf ansprach, dass die Kinder doch recht laut seien, reagierte diese deutlich angesäuert und sagte irgendwas von wegen Kinderfeindlichkeit.

Ganz ehrlich, in solchen Situationen habe ich auch andere Gedanken als, "Ach, wie niedlich, die kleinen Racker mit ihrer unbändigen Energie".

keos
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0

31.07.2010 - 17:13 Uhr
keos

huh.
ich denke, die frage, ob man kinder irgendwohin mitnimmt hängt nicht in erster linie vom ort ab, sondern vom alter der kinder und ob dieser ort kindern in diesem alter guttut. für bars ab späterem abend gilt: kinder unter 15 gehören da definitiv nicht hin.
wenn man sich immer zuerst überlegt, ob es dem kind spass macht, an einen ort mitgenommen zu werden, dann würde der blödsinn mit kleinen kindern in der kirche, an konzerten und in bars ganz schnell aufhören. aber heute denken offenbar zu viele eltern zuerst an sich und dann an ihre kinder.

afrirali
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4

31.07.2010 - 17:31 Uhr
afrirali

puh, hier wird ja echt ein unsinn geschrieben... kinder gehören zum alltag, ja, aber nicht alle orte sind alltagsorte -- die genannten etwa. es gibt ja orte, die ganz speziell für kinder da sind, und gleichermaßen gibt es orte, die eben nicht für kinder da sind. es gibt einen unterschied zwischen wünschen und bedürfnissen von kindern und erwachsenen, und das sollte man wahrnehmen. und erwachsene sollten kindern grenzen setzen, die u.a. auch damit zu tun haben, dass sie ihre eignen wünsche haben.

alcofribas
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3

31.07.2010 - 17:38 Uhr
alcofribas

Das mit den achso toleranten Südländern, was Kinder angeht, ist im Übrigen nur die halbe Wahrheit (und eine bestimmte Art von Rassismus auch), ich habe im "Süden" (wo fängt der überhaupt an?) zwar durchaus lebhafte Kinder gesehen, auch spätabends und auch an äh "Erwachsenenorten". Allerdings war der Geräsuchpegel um einiges niedriger, die Eltern aber auch nicht von der schluffigen mirdochegalwasermacht-Einstellung durchtränkt. Das ist durchaus ein kultureller Unterschied, ja, einem französischen Kind wird in der Regel beigebracht, dass ein Restaurant kein Spielplatz ist.

Melden!
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0

31.07.2010 - 17:41 Uhr
alcofribas

Und ich erwarte einfach von den Eltern, dass sich sich entweder vorher Gedanken machen, wo man Kinder mitbringen kann, und wo nicht. Da brauchts halt dann ein über den reinen Egoismus hinausgehendes Gespür. Oder einen Babysitter. Ich sage z.B. nicht, dass Kinder grundsätzlich nicht in die Kirche gehören, da ist eine Hochzeit was anderes als eine Orchestermesse.

Gelegenheitsente
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6

31.07.2010 - 17:51 Uhr
Gelegenheitsente

Diesen Unfug gibt's aber auch noch nicht so lange, und ich denke, es wird sich sehr schnell regulieren, wenn den momentanen Eltern die Kinder momentaner anderer Eltern auf die Nerven gehen.

Man muß die Kinder weder auf eine Himalajaexpedition noch auf ein Popkonzert (oder zur Loveparade!) mitnehmen, ich hab es auch geschafft, das Kind bei (Weihnachtes)Einkäufen bei der Nachbarin zu lassen ... ich kann es beim besten Willen nicht verstehen, wie diese so gut vernetzte Generation von jungen Eltern ihre Kinder nicht betreuen / hüten /beim Kumpel übernachten lassen kann, wenn sie was nicht-kindspezifisches unternehmen wollen.
(Mal gaz davon abgesehen wollte ich, bei aller überbordenden Liebe, das Kind nicht überall dabeihaben)

Renaissance_Man
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Mag ich Mag ich nicht

2

31.07.2010 - 17:53 Uhr
Renaissance_Man

man soll die leute einfach machen lassen, dann passt sich das angebot dementsprechend an. wenn die einstigen "in-locations" gentrifiziert und voll mit kindern sind, dann enstehen halt neue läden, in denen die leute mit kindern in der minderheit sind. es existiert doch gar kein problem: beide gruppen, die hippie eltern und die exzessiv feiernde jugend, haben im grunde keinen bock aufeinander, also werden sie sich auch ganz von alleine aufteilen.

Gelegenheitsente
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Mag ich Mag ich nicht

0

31.07.2010 - 17:55 Uhr
Gelegenheitsente

Nein, denn wenn man jeden machen läßt, wie er gerade will, muß niemand Rücksicht lernen / andere akzeptieren.
Wo das letztendlich hinführt, zeigt uns die unselige Rauchergeschichte.

ThomasCrown
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Mag ich Mag ich nicht

0

31.07.2010 - 17:57 Uhr
ThomasCrown

kinder auf (pop/rock)konzerten führen dazu, daß ich die eltern verklagen möchte. kinderohren sind empfindlicher als die von erwachsenen, die sich schon ein drittel ihres gehörs zerstört haben, weil sie ohrstöpsel albern fanden.

(und kinder mit diesem baustellen-ohrschutz auf: ehrlich, warum genau nimmt man die kinder dann überhaupt mit?)




eltern, die kinder überall mit hinnehmen wollen, sind ja nicht tolerant und ums kindeswohl besorgt, sondern denken nur an sich. man kann aber mit kindern nicht einfach weiterleben wie bisher.

alcofribas
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2

31.07.2010 - 17:59 Uhr
alcofribas

Gelegenheitsente sagte:
Diesen Unfug gibt's aber auch noch nicht so lange, und ich denke, es wird sich sehr schnell regulieren, wenn den momentanen Eltern die Kinder momentaner anderer Eltern auf die Nerven gehen.



ohne dich jetzt altersmäßig auch nur im entferntesten in ihre Nähe zu rücken: meine Mutter sagt dasselbe. Der geht angesichts der heutigen Eltern, mancher Auswüchse und dem, was die "Erziehung" nennen, auch sehr gern der Hut hoch. Meinen Eltern (zwei Kinder, beide gesund an Körper und Geist) war klar, dass es in manchen Lebensbereichen mit Einschränkungen verbunden ist, wenn man Kinder hat. Ob das Sozialkontakte, Freizeitbetätigungen, "Finanzstatus" oder berufliches Fortkommen angeht. Meine Eltern benennen das auch ungeschminkt als "Egoismus" - alles haben zu wollen und vor allem, alles gleichzeitig haben zu wollen.

(waren aber wahrscheinlich nur von dem damals herrschenden strukturellen Patriarchat verblendet und verdummt. die Armen.)

Gelegenheitsente
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31.07.2010 - 18:01 Uhr
Gelegenheitsente

Herr Crown, man muß aber nicht jeden Abend zuhause bleiben, bis das Kind Abitur hat...
aber, wie gesagt, es gibt x Möglichkeiten, das Kind versorgt zu wissen, während man Erwachsenenprogramm macht
(geht schonmal damit los, daß man nicht zwangsläufig als Elternpaar ausgehen muß).

ThomasCrown
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0

31.07.2010 - 18:03 Uhr
ThomasCrown

@ente: dafür wurden ja babysitter erfunden.
(ich wollte nicht den ewigen verzicht aufs eigene leben predigen, keine sorge. die richtige balance machts halt, ne?)

Gelegenheitsente
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31.07.2010 - 18:05 Uhr
Gelegenheitsente

alco, es ist, glaube ich gar nicht so sehr Egoismus, der diese sonderbaren Erziehungsstile hervoerbringt, es ist eine unselige Mischung aus Affenliebe und Planlosigkeit.
Wäre Egoismus im Spiel, würden (um es scharf zu formulieren) die Kinder viel eher irgendwo abgegeben. Aber das müßte man ja schon organisieren..

phili
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31.07.2010 - 18:05 Uhr
phili

alcofribas sagte:
Problematisch sehe ich das Anspruchsdenken der Eltern (alles muss mir auch offenstehen, wenn ich Kinder habe, von der Bar nachts um zehn bis hin zu meinem Wunsch- / Traumberuf). Und damit wird die Umwelt - bis hin zu politischen Entscheidungsträgern - manchmal doch recht strapaziert.

Zumindest in meiner Kindheit war klar, wenn die Großen reden, haben die Kleinen Pause. Dieses kulturelle Wissen scheint z.B. bei meiner Nachbarin verloren gegangen zu sein, als ich mich gestern fünf Minuten mit ihr unterhalten habe, kam das Kind dreimal an und wollte BRAUSE!!!, die restliche Zeit hat es eine recht laute Tröte bedient, so dass ein Gespräch fast unmöglich war.


Wow, und du hast dich als Kind IMMER dran gehalten "wenn die Großen reden, haben die Kleinen Pause". Das war nicht zufällig etwas, dass du lernen musstest. Und während dieser Lernphase noch nicht so ganz drauf hattest....und damit auf die Geduld deiner Mitmenschen angewiesen warst.

Ich kenne nicht wenige Erwachsene, die es nicht beherrschen und andern gerne ins Gespräch quatschen. Besonders gerne Männer in Paarbeziehungen, die ihre Partnerin monopolisieren wollen.

Und zu der politischen Dimension finde ich es ziemlich deutsch zu meinen, Familie bedeute in dieser Gesellschaft, man solle gefälligst in Zukunft zurückstecken.

ThomasCrown
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31.07.2010 - 18:08 Uhr
ThomasCrown

phili sagte:
Und zu der politischen Dimension finde ich es ziemlich deutsch zu meinen, Familie bedeute in dieser Gesellschaft, man solle gefälligst in Zukunft zurückstecken.


ähm, ja. der vorwurf fehlte noch. in anderen ländern müssen eltern also keine kompromisse machen, wenn sie ausgehen wollen, was das finanzielle angeht (ich habe gehört, daß kinder geld kosten), daß man auch beim urlaub andere kriterien beachten muß uswusf..?

Gelegenheitsente
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4

31.07.2010 - 18:08 Uhr
Gelegenheitsente

ThomasCrown sagte:
@ente: dafür wurden ja babysitter erfunden.
(ich wollte nicht den ewigen verzicht aufs eigene leben predigen, keine sorge. die richtige balance machts halt, ne?)


Oder, wie bei uns, hatte man einen Pool von ca 6 Familien, wo sich das Kind wie zu Hause fühlten, abends im Schlafanzug mit Bettzeug abgegeben und am nächsten Tag irgendwann wieder geholt wurde. Ab und zu waren halt auch andere Kinder hier zum Schlafen... gab nie Ärger oder Tränen.

alcofribas
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-5

31.07.2010 - 18:09 Uhr
alcofribas

Gelegenheitsente sagte:
alco, es ist, glaube ich gar nicht so sehr Egoismus, der diese sonderbaren Erziehungsstile hervoerbringt, es ist eine unselige Mischung aus Affenliebe und Planlosigkeit.


najaa. ein wenig "Egoismus" ist da schon zu vermuten, wenn man - ich unterstelle das nicht allen - sich Kinder "zulegt" (heutzutage geschieht das ja mit Vorsatz), um die Beziehung quasi abzurunden. Und dann merkt man irgendwann, dass die nicht nur drei Stunden am Tag niedlich sind, sondern die restlichen 21 Stunden Hunger haben, quengelig sind, zahnen, die Windeln vollmachen oder die Tapete anmalen. Bei manchen Eltern vermute ich durchaus Überforderung.

Gelegenheitsente
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3

31.07.2010 - 18:16 Uhr
Gelegenheitsente

alcofribas sagte:
Und dann merkt man irgendwann, dass die nicht nur drei Stunden am Tag niedlich sind, sondern die restlichen 21 Stunden Hunger haben, quengelig sind, zahnen, die Windeln vollmachen oder die Tapete anmalen. Bei manchen Eltern vermute ich durchaus Überforderung.


Auch das. Und da greift das, was ich neulich im Zusammenhang mit Unzufriedenheit im Job (in der Beziehung) angemerkt habe. natürlich nervt es manchmal, man ist müde, vorher war doch alles viel schöner, auch die Beziehung ... aber da sollte man durch, auch weil's einem jedes Mal das Herz überläuft, wenn einem morgens dieser schlafwarme Zwerg seine Speckärmchen entgegenstreckt.

Ein Kind ist kein Kleidungsstück, also per se nicht 'pflegeleicht', wer das erwartet oder womöglich forcieren will, hat's schwer.

phili
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31.07.2010 - 19:28 Uhr
phili

ThomasCrown sagte:
phili sagte:
Und zu der politischen Dimension finde ich es ziemlich deutsch zu meinen, Familie bedeute in dieser Gesellschaft, man solle gefälligst in Zukunft zurückstecken.


ähm, ja. der vorwurf fehlte noch. in anderen ländern müssen eltern also keine kompromisse machen, wenn sie ausgehen wollen, was das finanzielle angeht (ich habe gehört, daß kinder geld kosten), daß man auch beim urlaub andere kriterien beachten muß uswusf..?


Tja, in anderen Ländern wird es fasziniert beäugt, wie schwer es z.B. ARbeitnehmer mit Familie in Deutschland haben; z.B. wieviele dumme Sprüche sich Männer anhören müssen, die Elternzeit nehmen oder wieviel Frauen Teilzeit arbeiten, weil es aufgrund von mangelnder Kinderbetreuung nicht anders möglich ist.

okkasionalsozialist
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-4

31.07.2010 - 20:00 Uhr
okkasionalsozialist

meine mutter hat mich phasenweise schon im kleinstkindalter überall mit hingeschleift (hingeschliffen?). darunter waren ziemlich kindungerechte örtlichkeiten, aber sie hat es mir als privileg verkauft - und so hab ichs damals auch empfunden. und hat es mir geschadet? naja, die einen sagen so, die anderen...meine kinder wären jedenfalls ne spur behüteter, aber....beware of overbehütung!

und der staat soll nicht diese und jene falschen anreize für eine 'kindgerechte gesellschaft' (eine der nie erreichbaren karotten vor dem wahlesel) schaffen, die bereits 'andere länder' in noch größere bettel- und raubsteuerstaaten verwandelt haben als wir es schon selbst sind. sondern die leute einfach machen lassen. kinder kriegt man nicht für 'die gesellschaft', sondern für sich selbst.

melancholie
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31.07.2010 - 20:18 Uhr
melancholie

am lustigsten sind immer die kommentare von kinderlosen "besserwissern".
ich darf eine pädagogin zitieren: "i was such a great parent before i had a kid."

Inko_Gnito
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3

31.07.2010 - 20:20 Uhr
Inko_Gnito

okkasionalsozialist sagte:
der staat soll nicht diese und jene falschen anreize für eine 'kindgerechte gesellschaft' (eine der nie erreichbaren karotten vor dem wahlesel) schaffen, die bereits 'andere länder' in noch größere bettel- und raubsteuerstaaten verwandelt haben als wir es schon selbst sind.

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass man Carthago zerstören muss.

okkasionalsozialist
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31.07.2010 - 20:24 Uhr
okkasionalsozialist

melancholie sagte:
am lustigsten sind immer die kommentare von kinderlosen "besserwissern".
ich darf eine pädagogin zitieren: "i was such a great parent before i had a kid."


ich weiss es nicht besser. ich hab nur eine prognose meiner ersten versuchsanordnung abgegeben, die anhand der praxis genauer justiert wird. ich habe nicht prognostiziert, damit größeren erfolg zu haben als irgendwelche anderen eltern.

melancholie
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9

31.07.2010 - 21:04 Uhr
melancholie

ich meinte das nicht einmal auf dich bezogen, okka, sondern generell.
menschen ohne kinder wissen immer gaaaanz genau, wie man mit kindern umzugehen hat.
wenn sie dann irgendwann selbst welche haben, ändert sich diese meinung oft.
aber hey...wenn menschen ohne kinder meinen, sie wüßten besser als ich, wie ich mit meinem kind umzugehen habe, bin ich da ganz entspannt, weil ich früher genau den gleichen quatsch von mir gegeben habe.
und sicher gibt es eltern, die nicht gut mit ihren eltern umgehen, die selber rücksichtslos sind und ihren kindern das vorleben und diese es somit adaptieren.
mir mißfällt schlicht, daß es generell heißt, kinder sollten erwachsenenveranstaltungen meiden. das ist unsinn!
und ich war mit meinem sohn bereits auf einem klassischen konzert, weil er klassische musik liebt. und er war leise, weil es ihn interessierte. hätte er keinen spaß dran gehabt, wären wir einfachh gegangen. c'est tout.
jedoch von vornherein die nase zu rümpfen, nur weil ein kind ein konzert besucht ist ja so vorurteilsbehaftet wie nur irgendwas.
es predigen doch immer alle toleranz und vorurteilsfreiheit.
wieso hört das beim thema kinder plötzlich auf?
komisch wie erzkonservativ sich manche da entpuppen...ich schweife ab.

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1

31.07.2010 - 21:15 Uhr
melancholie

okkasionalsozialist sagte:
meine mutter hat mich phasenweise schon im kleinstkindalter überall mit hingeschleift (hingeschliffen?). darunter waren ziemlich kindungerechte örtlichkeiten, aber sie hat es mir als privileg verkauft - und so hab ichs damals auch empfunden. und hat es mir geschadet? naja, die einen sagen so, die anderen...meine kinder wären jedenfalls ne spur behüteter, aber....beware of overbehütung!

und der staat soll nicht diese und jene falschen anreize für eine 'kindgerechte gesellschaft' (eine der nie erreichbaren karotten vor dem wahlesel) schaffen, die bereits 'andere länder' in noch größere bettel- und raubsteuerstaaten verwandelt haben als wir es schon selbst sind. sondern die leute einfach machen lassen. kinder kriegt man nicht für 'die gesellschaft', sondern für sich selbst.


ohne nachwuchs gibt es demographische probleme...fehlende steuerzahler nämlich.
somit ist dem staat sehr damit gedient, wenn die geburtenrate in deutschland mal stiege.

taylorthelatteboy
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0

31.07.2010 - 22:58 Uhr
taylorthelatteboy

melancholie sagte:
menschen ohne kinder wissen immer gaaaanz genau, wie man mit kindern umzugehen hat.


Man kann auch wissen wie man mit Kindern umzugehen hat, ohne selbst welche auf die Welt gebracht zu haben. Oft reichen dafür kleine Geschwister, Zivildienst, oder Ausbildung. Und nur weil jemand ein Kind produziert hat wird der-/diejenige nicht automatisch zum allwissenden Erziehungsgott. Ich sehe jeden Tag Eltern auf der Straße, die offensichtlich keine Ahnung haben, wie sie ihre Kinder zu behandeln haben.

jahrgang2009
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3

31.07.2010 - 23:24 Uhr
jahrgang2009

Ich würde mal ganz großspurig behaupten, dass Geschwister, der Zivildienst oder eine Ausbildung, nicht annähernd das gleiche sind, wie eigene Kinder zu haben. (Und dieser Vergleich kann - entschuldige - auch nur von einem Kinderlosen kommen) Zwei Stunden Supernanny in der Woche machens auch nicht. Das mal dazu.

Grundsätzlich möchte ich hier mal Melancholie den Rücken stärken - auch wenn sie's offensichtlich nicht braucht. Abgesehen davon, dass ich meine Tochter auch nicht in eine Bar mitschleppen würde, finde ich es doch echt anstrengend in Deutschland mit Kind. Viele der AUssagen hier spiegeln das wieder. Wenn ich mein Kind bei einer 3 Stunden Zugfahrt nicht schaffe komplett ruhig zu halten, und mir dann Kommentare anhören muss, denke ich echt, in was für einem Land leben wir eigentlich?

BlueGreen
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2

01.08.2010 - 01:24 Uhr
BlueGreen

Also als Mutter einer 2-jährigen Tochter muss ich sagen. Kind mitnehmen immer gerne, aber alles so, dass es mir UND dem Kind zugute kommt. Ein kleines Kind hat abends um 22 Uhr nix mehr in Kneipen oder auf Festivals oder ähnlichem verloren, sondern hat selig zu schlafen.

melancholie
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01.08.2010 - 11:26 Uhr
melancholie

taylorthelatteboy sagte:
melancholie sagte:
menschen ohne kinder wissen immer gaaaanz genau, wie man mit kindern umzugehen hat.


Man kann auch wissen wie man mit Kindern umzugehen hat, ohne selbst welche auf die Welt gebracht zu haben. Oft reichen dafür kleine Geschwister, Zivildienst, oder Ausbildung. Und nur weil jemand ein Kind produziert hat wird der-/diejenige nicht automatisch zum allwissenden Erziehungsgott. Ich sehe jeden Tag Eltern auf der Straße, die offensichtlich keine Ahnung haben, wie sie ihre Kinder zu behandeln haben.



haha...entschuldige, daß ich lache...

eine ausbildung reicht, um professionell kinder zu betreuen. ja.
das war es dann aber auch.
abgesehen davon, daß kinder, die den ganzen tag pädagogisiert werden, irgendwann durchdrehen.
pädagogen sind doch nicht die besseren eltern. das ist wirklich skurril, so zu denken.
in einer familie ist es warm, es gibt reibungswärme oder schmelzwärme, aber es ist warm.
pädagogik ist kühl.
das nur mal am rande.
ich habe geschwister, sogar mehr als 3. ha! und trotzdem weiß ich erst, was es bedeutet, mutter zu sein, seitdem ich auch eine bin.

amen.

ThomasCrown
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0

01.08.2010 - 11:28 Uhr
ThomasCrown

pädagogen sind doch nicht die besseren eltern.


und eltern sind nicht die besseren pädagogen. das spiel können wir ewig weiterspielen.

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0

01.08.2010 - 11:31 Uhr
ThomasCrown

phili sagte:
ThomasCrown sagte:
ähm, ja. der vorwurf fehlte noch. in anderen ländern müssen eltern also keine kompromisse machen, wenn sie ausgehen wollen, was das finanzielle angeht (ich habe gehört, daß kinder geld kosten), daß man auch beim urlaub andere kriterien beachten muß uswusf..?


Tja, in anderen Ländern wird es fasziniert beäugt, wie schwer es z.B. ARbeitnehmer mit Familie in Deutschland haben; z.B. wieviele dumme Sprüche sich Männer anhören müssen, die Elternzeit nehmen oder wieviel Frauen Teilzeit arbeiten, weil es aufgrund von mangelnder Kinderbetreuung nicht anders möglich ist.



du sagst arbeitnehmer, ich bezog mich allerdings auf freizeitverhalten, urlaub und finanzielles.

(und wieviele männer nehmen denn in italien, polen oder den usa elternzeit?)

melancholie
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-3

01.08.2010 - 11:54 Uhr
melancholie

eltern sind eltern und lieben ihre kinder. pädagogen lieben nicht ihre "patienten".
somit liegt für mich der vorteil klar auf elternseite.
sollte ein pädagoge nötig sein, dann bitte. solange dies nicht der fall ist, braucht das kein kind.

Cate81
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4

01.08.2010 - 12:16 Uhr
Cate81

@ Jahrgang2009:

Nein, das Kind muss nicht drei Stunden am Stück ruhig sein. Aber ich finde nicht, dass es für die Erziehungskompetenz der Eltern spricht, wenn es einem Kind im Grundschulalter noch nicht einmal gelingt, sich einfach mal zehn Minuten am Stück still zu beschäftigen.

jahrgang2009
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1

01.08.2010 - 13:18 Uhr
jahrgang2009

Ich will hier auch keine Lanze für die Tohuwabohu-Kinder brechen (ob jetzt Elternverschuldet oder nicht) Aber dass der Bewegungs- und Spieldrang von Kindern größer ist als von Erwachsenen ist ja kein Geheimnis. In Zügen oder in Wartezimmern oder was weiß ich wo, prallen Welten aufeinander. Aber ehrlich, wo so viel Verständnis für das Ruhebedürfnis der Eltern ist, ist es mit dem Verständnis für das Laufen, Springen, Lärmen der Kinder eher dürftig bestellt. Und Erziehungskompetenz hin oder her, Kinder sind nun mal laut, wild, ungehemmt. Sie darin immer einschränken zu wollen finde ich fast so frech wie die Tohuwabohukinder selbst.

keos
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4

01.08.2010 - 13:56 Uhr
keos

melancholie sagte:
eltern sind eltern und lieben ihre kinder. pädagogen lieben nicht ihre "patienten".
somit liegt für mich der vorteil klar auf elternseite.
sollte ein pädagoge nötig sein, dann bitte. solange dies nicht der fall ist, braucht das kein kind.


hui, aber "patienten" ist ja dann wohl mal wirklich das verkehrte wort hier.
ich will jetzt nicht eltern und pädagogen irgendwie gegeneinander ausspielen, denn es ist - zumindest für mich (keine eigenen kinder, aber pädagogin) - absolut klar, dass eltern und pädagogen unterschiedliche aufgaben haben.
dass eltern ihre kinder lieben sollte zumindest so sein, aber pädagogik einfach mal so pauschal als "kalt" zu bezeichnen, wie du es in einem deiner anderen kommentare tust, finde ich nicht richtig - und es entspricht nach meinem erleben absolut nicht den tatsachen. schulen oder andere pädagogische einrichtungen sollen, können und dürfen meiner ansicht nach die familie nicht ersetzen, aber sie haben wichtige aufgaben, von denen auch jedes kind profitieren kann.

pädagogen sind ganz sicher nicht pauschal die besseren eltern. aber pädagogen sind anderen eltern in der theorie einen schritt voraus, sie haben zum beispiel entwicklungspsychologisches wissen, was andere eltern nicht haben und was enorm wichtig sein kann, um zu verstehen, welche entwicklungsschritte ein kind (und später ein teenager, von wegen pubertäts-probleme) in welchem alter macht und mit welchen schwierigkeiten das einhergeht.

ich kriege zum beispiel regelmässig die krise, wenn ich eltern sehe, die ihren grundschulkindern gegenüber ironische anmerkungen machen - und davon ausgehen, dass die kinder das verstehen. ist nur ein beispiel, aber ein pädagoge weiss, dass das nicht funktioniert.

ThomasCrown
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1

01.08.2010 - 18:03 Uhr
ThomasCrown

ab wann können kinder denn ironie erkennen? muß ich mir schon mal merken.

mandelkrokant
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01.08.2010 - 18:29 Uhr
mandelkrokant

nur weil aus robbie williams ein superstar geworden und er jetzt steinreich ist, muss ja nicht jedes kind ständig in ner bar rumhängen.

ich find´s völlig okay sein kind mit ins café zu nehmen. ich selbst geh oft mit meiner cousine mathilda (für die ich sowas wie ne zweitmutter bin) in ein café, wenn ich auf sie aufpasse und das wetter z.b. einfach mal nicht mitspielt. und ich finde auch, dass man kinder eigentlich auch sonst überall hin mitnehmen darf und kann.

aber es gibt eben orte, an denen ich mathilda bzw. später mal meine eigenen kinder, ungern haben möchte. ich möchte nicht mit ihr in einer bar sitzen, während alle um mich rum cocktails schlürfen, weil ich weiß, dass das ein kind in ihrem alter (2 1/2) schrecklich langweilen kann und weil ich in einer bar gerne trinken möchte, mich ganz und gar den menschen widmen will, mit denen ich dort bin und eben nicht mutti spielen möchte...

man muss sich eben auf ein kind einstellen.

und es gibt orte, an denen man gerne auch einfach mal wieder nur frau oder mann sein will und nicht in erster linie mutter oder vater.

und jedes hipster-eltern paar kann sich dafür einfach maln babysitter holen. dann können sie auch gern in ihrer lieblingsbar ungestört den gin tonic leeren, ist auch viel entspannter.

aber wir reden hier irgendwie alle fröhlich von bars, was sind denn nun eigentlich alles child free spaces?

alcofribas
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01.08.2010 - 18:45 Uhr
alcofribas

mandelkrokant sagte:

aber wir reden hier irgendwie alle fröhlich von bars, was sind denn nun eigentlich alles child free spaces?


ganz einfach, überall da, wo ein Kind über das normale "Lebensrisiko" (wie das hier genannt wurde) hinaus stört. Wo Leute z.B. Eintritt gezahlt haben, um sich ein Konzert, Ausstellung, Lesung, etc. pp. anzusehen oder sonst einen erklecklichen Batzen Geld z.B. für ein schönes Essen oder eines dieser schauerlichen "Wellness-Wochenenden" lassen. Das ist aber eine Frage, die nicht - etwa von mir - definiert werden kann oder soll, sondern die sich die Eltern verdammt nochmal vorher Gedanken machen sollen.

mandelkrokant
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01.08.2010 - 19:06 Uhr
mandelkrokant

das heißt also: essen gehen nur, wenn mein kind nicht dabei ist?

ich weiß, dass es anders durchaus möglich ist.

hm...okay...wahrscheinlich wäre mir eine liste derer, die diese plätze ausrufen lieber.

mockingbird
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01.08.2010 - 19:10 Uhr
mockingbird

nein, essen gehen in ein richtige srestaurant mit tischdecken und besteck mit kind nur, wenn es weiß, wie mit besteck umgegangen wird und es schafft, am tisch sitzen zu bleiben. meine neffen konnten das schon mit drei, weil sie einfach wahnsinnig gerne gutes essen mochten. da konnte die auch nichts ablenken. aber da sollten eletrn auch in der lage sein, ihr kind selber einzuschätzen.

alcofribas
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01.08.2010 - 19:28 Uhr
alcofribas

mockingbird sagte:
nein, essen gehen in ein richtige srestaurant mit tischdecken und besteck mit kind nur, wenn es weiß, wie mit besteck umgegangen wird und es schafft, am tisch sitzen zu bleiben. meine neffen konnten das schon mit drei, weil sie einfach wahnsinnig gerne gutes essen mochten. da konnte die auch nichts ablenken. aber da sollten eletrn auch in der lage sein, ihr kind selber einzuschätzen.


meine Rede.

melancholie
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01.08.2010 - 21:16 Uhr
melancholie

also verzeih, aber um eine gute mutter/ein guter vater zu sein, muß man nicht so viel theorie wissen, man sollte sein kind einfach mal so nehmen, wie es ist und es auch so respektieren.
sicher hilft es in manchen situationen z.b. ruhig zu bleiben, wenn man weiß, wieso das kind so handelt, wie es das tut oder vice versa, jedoch muß ich dafür nicht pädagogik studiert haben.
ich habe das z.b. nicht, und dennoch weiß ich meiner meinung nach gut über die psychischen entwicklungsstadien von kindern bescheid, denn es interessiert mich.
das kann ich mir alles ergooglen, wenn ich das möchte.

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01.08.2010 - 21:22 Uhr
melancholie

also ich sehe jedenfalls, daß viele hier nicht über psychische, psychologische entwicklungsstadien eines kindes informiert sind und sich dennoch als hobbypädagogen betätigen.
und das ist wiederum ärgerlich.
daher ist es einem unangenehm, wenn das kind einen wutanfall im supermarkt bekommt, was bei jedem kind vorkommt. weil einen alle anstarren und denken "was ist das für eine schlechte mutter, daß ihr kind sich SO aufführt."
das ist traurig.

taylorthelatteboy
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01.08.2010 - 22:42 Uhr
taylorthelatteboy

melancholie sagte:
also ich sehe jedenfalls, daß viele hier nicht über psychische, psychologische entwicklungsstadien eines kindes informiert sind und sich dennoch als hobbypädagogen betätigen.


Entschuldigung, aber du machst mich grade ein bisschen aggressiv. Wer ist denn hier die Hobbypädagogin, die vier Millimeter weiter oben noch erklärt, sich eh "alles ergooglen" zu können und damit auf einen Schlag diversen Berufsständen das Existenzrecht abspricht? Komm mal von deinem hohen Ross runter, du Klugscheißerin.
Übrigens, zum Thema "das Kind so nehmen wie es ist": Der Charakter deines Kindes? Newsflash: Per default erstmal nicht vorhanden. Charakter ist, was die Eltern (nicht) draus machen.

melancholie
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01.08.2010 - 22:48 Uhr
melancholie

taylorthelatteboy sagte:
melancholie sagte:
also ich sehe jedenfalls, daß viele hier nicht über psychische, psychologische entwicklungsstadien eines kindes informiert sind und sich dennoch als hobbypädagogen betätigen.


Entschuldigung, aber du machst mich grade ein bisschen aggressiv. Wer ist denn hier die Hobbypädagogin, die vier Millimeter weiter oben noch erklärt, sich eh "alles ergooglen" zu können und damit auf einen Schlag diversen Berufsständen das Existenzrecht abspricht? Komm mal von deinem hohen Ross runter, du Klugscheißerin.
Übrigens, zum Thema "das Kind so nehmen wie es ist": Der Charakter deines Kindes? Newsflash: Per default erstmal nicht vorhanden. Charakter ist, was die Eltern (nicht) draus machen.


dann bist du wohl nicht auf dem neuesten stand. ein kind ist ein unbeschriebenes blatt oder ein klumpen ton, den man formen muß.
da würde dir googlen sehr helfen.

darüberhinaus behaupte ich nicht, daß ich pädagogin bin, sondern ich bin weiterhin überzeugt, daß man das nicht sein muß, um seine elternrolle zu erfüllen.

an deiner art zu diskutieren merkt man dann wohl, was deine eltern angeblich (nicht) draus gemacht haben, um mich mal auf dein niveau zu begeben.

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01.08.2010 - 22:49 Uhr
melancholie

*kein unbeschriebenes blatt

keos
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02.08.2010 - 00:07 Uhr
keos

@ThomasCrown: das hängt natürlich von vielen faktoren ab, sicher auch davon, wie offensichtlich die ironie ist, wenn es zum beispiel heftig regnet, und die mutter "was für tolles wetter" sagt, werden das auch schon jüngere kinder verstehen. bei "erwachsener" ironie geht man aber davon aus, dass kinder das ab 10 jahren anfangen zu verstehen. es gibt viele beispiele dieser art, wo eltern oft davon ausgehen, dass kinder denken wie erwachsene, zum beispiel auvh beim verständnis von moral, von richtig oder falsch.

@melancholie: ich will dir da auch gar nicht widersprechen, man kann als eltern sicher vieles intuitiv richtig machen - und erfahrung macht bestimmt auch einiges aus. es ist nur nicht in ordnung, die pädagogik so grundsätzlich zu verteufeln. wie bereits gesagt haben eltern und pädagogen unterschiedliche aufgaben, die sich im idealfall ergänzen.

dude123
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02.08.2010 - 07:18 Uhr
dude123

Ich habe kein Problem damit, wenn Leute ihre Kinder an einen Kinder-unubelichen Ort mit hinnehmen. (Auch wenn ich nicht weiss, ob Sauf-Locations fuer Kinder wirklich der richtige Ort sind.)

Was ich dann aber in jedem Fall erwarte, ist, dass die Eltern nicht erwarten, dass man sein Verhalten aendert, nur weil jemand meint, seine Kinder mitbringen zu muessen.
(Ich kann mich an ein Fussballspiel erinnern, wo mir eine Mutter mit Kind im Stehplatzbereich das Rauchen verbieten wollte. Dafuer habe ich kein Verstaendnis.)

Wenn man sein Kind (oder irgendeinen anderen Menschen) irgendwo mit hinnimmt, muss man sich immer gut ueberlegen, welches spiel dort gespielt wird und sich darauf einstellen. wenn ein opernfan in ein metal-konzert geht, kann er sich auch schlecht beschweren, dass es dort zugeht, wie es eben auf einem metal-konzert zugeht.

Zusammengefasst: ihr kinderlein kommet - aber erwartet keine extrawuerste. ihr werdet genauso behandelt wie jeder andere mensch auch an eben diesem ort behandelt wird, wo ihr hingeht.
muetter/vaeter, schreibt euch das hinter die ohren, und erst dann trefft eine entscheidung.

edlabyde
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02.08.2010 - 09:39 Uhr
edlabyde

Mal eine Frage an alle anwesenden Hobby- und Vollzeipädagogen: Ich habe zwei Kinder. Das ältere ist drei, liebt Orgelmusik und kann sich beim Essen, wenn es gut drauf ist, schon sehr gut benehmen. Ich nehme es gerne mit in die Kirche und ins Restaurant. Das kleinere Geschwister kommt langsam in ein Alter, wo alles erstrebenswert ist, was auch das Große macht. Allerdings klappt die Besteckhandhabung bei einem 1-jährigen noch nicht annähernd und Kirche ist langweilig und wird mit lautem Geschrei quittiert. So lange meine Frau und ich die Kinder trennen, können wir jedes nach seinen individuellen Fähigkeiten und Vorlieben in das Erwachsenenleben einbinden, was ich bis zu einem gewissen Grad auch für wichtig erachte. Aber wie sollen wir gemeinsam in die Kirche oder ins Restaurant gehen, oder ins Fußballstadion, wenn eines der beiden Kinder immer unzufrieden ist und mault? Wie viel Toleranz kann von anderen Erwachsenen erwartet werden? Wie handhabe ich diese Problemstellung, wenn ein drittes oder viertes Kind dazu kommt?

querspieler
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3

02.08.2010 - 09:51 Uhr
querspieler

Als kinderloser Nichtpädagoge möchte ich zu bedenken geben, dass es immer einen ersten Restaurantbesuch mit Kind gibt, bei dem man nicht weiß, wie er ausgehen wird. Genauso wie unvorhersehbare Stimmungsschwankungen. Generell glaub ich auch nicht, dass man mit Bezahlung eines Eintrittspreises ein Recht auf völlig ungestörten Genuß gekauft hat - letztens hat in der Oper jemand hinter mir geschnarcht und die Dame neben mir mit ihrer Klimperkette gespielt und Husten tut auch ständig jemand. Wär zwar schön, wenn die aus Rücksicht alle daheimbleiben würden, tun sie aber nicht.
Klar seh ich das Problem, dass man den Eindruck hat, Eltern erziehen ihre Kinder nicht mehr sondern kämpfen mit allen Mitteln um das Recht auf freie Entfaltung der mehr oder weniger liebenswerten Persönlichkeit ihres Sprößlings. Andererseits sollten Kinder nicht versteckt werden müssen - irgendwie scheint man sich dafür entschuldigen zu müssen, dass Kinder nun mal anders sind.
Schwierig. Wahrscheinlich braucht es auch eine gesetzliche Regelung ;)

mockingbird
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02.08.2010 - 10:26 Uhr
mockingbird

Ich darf ja auch nicht auf Kinderspielplätze, was ist damit? Ich würde auch gerne schaukeln.

Gelegenheitsente
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2

02.08.2010 - 10:27 Uhr
Gelegenheitsente

Es gibt ja auch bei Restaurants Unterschiede, was den Grad an weihevoller Stille angeht... in einem ganz normalen Lokal beschallen einen ja schon auch mal Nebentische mit ihren Urlaubserlebnissen, warum also keine Familie mit maulendem Kind.
Außerdem kann man ja ein neues Bilderbuch oder ein neues Schnickschnackspielzeug aus der Tasche zaubern.
Wie gesagt, man sollte Gesellschaft und Kinder schon einander zumuten dürfen, alles andere ist unnatürlich.

(und @Konzert: Es ist unfaßbar, warum Leute nicht im Stande sind, ihre SCHEISSHANDYS auszuschalten!)

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02.08.2010 - 10:33 Uhr
Gelegenheitsente

@edlabyde: wenn sich keine befriedigende Lösung finden läßt, gilt, wie immer in Sachen Kinder: abwarten. In zwei/ sechs/ acht Monaten ist wieder alles ganz anders.

zabaitzu
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02.08.2010 - 11:48 Uhr
zabaitzu

ich werde mein kind mal nur in designer klamotten kleiden und es dann schimpfen, wenn ein mini fleck droben ist.
"Jason-Igor! So kann ich dich doch nie in_die Hipster Bar mitnehmen. Maaan, du bist so ein chaoskopf. But I don't want to control my kids"

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02.08.2010 - 11:48 Uhr
zabaitzu

In diesem Sinne, Prost!

pechsache
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1

02.08.2010 - 12:51 Uhr
pechsache

ey maaan, warum können nicht alle mal ein bisschen entspannter mit dem thema kinder umgehen. die gehören nunmal zum leben komplett dazu. jeder einzelne von uns war mal eins.
warum sehen so viele menschen kinder als störfaktor?
also ich finde das richtig traurig.

und traurig finde ich zugegebenermaßen auch, wenn eltern ihre kleenen nur als hippe accessoires mitschlören und sich sonst kaum um die kindlichen interessen scheren.
kinder, die genügend gelegenheit haben, sich auszutoben, kann man generell auch mal im zaum halten und dann können die auch ins restaurant/kino/theater/museum/bars usw. mit.

und babys in bars... also wen stören die bitteschön? die pennen doch eh nur in ihrer karre. wenn nicht geraucht wird... ist doch super.
ich hab beobachtet, dass viel mehr leute ihre babys und kleinkinder mitnehmen können, seitdem nicht mehr soviel geraucht werden darf. das zeigt doch, dass auch mamas und papas rausgehen wollen. ich find's toll.

und dass kinder ein klumpen ton sind, die man nach belieben formen können soll - ....autsch!!!
was soll so eine bemerkung?
kinder sind so individuell und liebenswert und mit SICHERHEIT mehr, als die summe der erziehungsfehler ihrer eltern.
damn!!!

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02.08.2010 - 12:52 Uhr
pechsache

und warum heult das baby auf dem bild?
als wenn babys immer nur heulen würden....
so ein shice

alcofribas
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0

02.08.2010 - 14:51 Uhr
alcofribas

pechsache sagte: und babys in bars... also wen stören die bitteschön? die pennen doch eh nur in ihrer karre. wenn nicht geraucht wird... ist doch super.ich hab beobachtet, dass viel mehr leute ihre babys und kleinkinder mitnehmen können, seitdem nicht mehr soviel geraucht werden darf. das zeigt doch, dass auch mamas und papas rausgehen wollen.


Uff, und ich fürchtete schon, die Fischabfälle wären aus.

melancholie
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02.08.2010 - 20:44 Uhr
melancholie

es wird wirklich außer acht gelassen, wie oft man sich über erwachsene ärgert, die es ja eigentlich besser wissen sollten als ganz junge menschen und sich dennoch dauernd daneben benehmen. z.b. mir o.meinem kind auf die füße treten, mich o. meinen sohn schubsen, mich o. meinen sohn dumm anquatschen, sich vordrängeln, lauthals telefonieren...und die liste wäre noch seeeehr lang fortzuführen.
als seien kinder eine unterart, die zur gattung mensch gehören.
es sind junge menschen, mehr nicht, die lernen und jeden tag mehr erfahrungen machen.
und mich ärgern erwachsene, die sich rücksichtslos benehmen viel mehr, weil die bereits alle institutionellen sozialisierungsstationen durchlaufen haben, und DENNOCH sich wie die axt im walde benehmen. da sehe ich wesentlich mehr empathie und rücksicht bei meinem 5-jährigen sohn als bei den meisten erwachsenen...
ja, das ärgert mich eigentlich am meisten.

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1

02.08.2010 - 20:48 Uhr
melancholie

alcofribas sagte:
pechsache sagte: und babys in bars... also wen stören die bitteschön? die pennen doch eh nur in ihrer karre. wenn nicht geraucht wird... ist doch super.ich hab beobachtet, dass viel mehr leute ihre babys und kleinkinder mitnehmen können, seitdem nicht mehr soviel geraucht werden darf. das zeigt doch, dass auch mamas und papas rausgehen wollen.


oder man als schwangere auch mal in eine bar gehen kann, oder als stillende mama z.b. oder als normaler nicht-raucher.

ich finde es selbst als raucherin angenehm, wenn ich NICHT nach qualm stinke, wenn ich nachts tanzen war.
aber gut, anderes thema.

fraeuleiningeborg
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1

02.08.2010 - 22:31 Uhr
fraeuleiningeborg

melancholie sagte:
als seien kinder eine unterart, die zur gattung mensch gehören.
es sind junge menschen, mehr nicht, die lernen und jeden tag mehr erfahrungen machen.


Sehr richtig, aber wie machen Kinder denn Erfahrungen? Du lässt sie doch wohl kaum auf einer vierspurigen Autobahn dem verlorenen Ball hinterherlaufen? Ich habe überhaupt nichts gegen Kinder, die in meiner Anwesenheit laut schreiend fangen spielen oder dergleichen, aber ich habe etwas gegen Eltern, die ihre Kinder anderen Leuten kommentarlos gegen das Schienbein treten (wortwörtlich so geschehen) oder Schubladen ausräumen lassen.

mockingbird
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2

02.08.2010 - 22:49 Uhr
mockingbird

manche machen sich halt lieber bei anderen erwachsen unbeliebt, als bei ihren kindern durch erzieherische maßnahmen.

melancholie
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1

02.08.2010 - 23:24 Uhr
melancholie

fraeuleiningeborg sagte:
Sehr richtig, aber wie machen Kinder denn Erfahrungen? Du lässt sie doch wohl kaum auf einer vierspurigen Autobahn dem verlorenen Ball hinterherlaufen? Ich habe überhaupt nichts gegen Kinder, die in meiner Anwesenheit laut schreiend fangen spielen oder dergleichen, aber ich habe etwas gegen Eltern, die ihre Kinder anderen Leuten kommentarlos gegen das Schienbein treten (wortwörtlich so geschehen) oder Schubladen ausräumen lassen.



fein. doch bitte erhebe diese paar eltern nicht zur mehrheit.
ich finde, im gegenteil, daß die meisten eltern viel zu bemüht sind, es der allgemeinheit recht zu machen.
...negativbeispiele bleiben einem vll einfach eher im gedächtnis, als die vielen "normalen" eltern...?

tonnitonni
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-1

02.08.2010 - 23:30 Uhr
tonnitonni

Meine Güte was ist hier denn los? Ist jetzt.de der angesagte (Kinder)Hort der neuen Bürgerlichkeit? Alles Neo(n)-Spießer hier oder was? Winterhoff-Bueb-Leser? Jungunionisten und solche die heimlich CDU/CSU wählen? Oder ist dieser fabrizierte Schwachsinn dem Übermut gerade-aus-der-Pubertät-Entlassener über die erfolgreiche Integration in die Gesellschaft der Erwachsenen geschuldet? Über soviel Wertkonservativismus bin ich erschüttert.
Was solls. Warum über ein paar (Münchner??/Bayrische??/Süddeutsche??/Deutsche??) Adoleszenten aufregen? Ich lass morgen einfach meine 1,5 Jährige Tochter im Freibad in den Schuh von einem vermeintlichen JUler pissen. Sie pisst mit Vorliebe in Schuhe. Gut erzogen, was?

fraeuleiningeborg
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02.08.2010 - 23:42 Uhr
fraeuleiningeborg

Ich hab doch nie behauptet, dass der eine oder andere Teil der Eltern die Mehrheit ist.
Ich meine nur, dass der Teil der Eltern, die (wie im Text) irgendwas von "der Persönlichkeit" ihrer Kinder erzählen, eben verkennen, dass die noch keine fertige Persönlichkeiten sind. Klar dürfen Kinder auch was falsch machen und einem auf die Nerven gehen. Aber dann kann man ja auch mal eingreifen.


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