10 Ratschläge für die Telekom
Die Telekom verteilt ungefragt 101 Leitlinien für die digitale Welt. Dabei sollte sie sich zunächst um den eigenen Stil kümmern. 10 Ratschläge retour
Die Telekom hat sich Gedanken gemacht über das Leben im Digitalen Raum. Herausgekommen ist eine eEtiquette, die als "101 Leitlinien für die Digitale Welt" verkauft werden. Das ist zwar ein wenig so als würde die Fluglinie erklären, wie man den Urlaub zu verbringen hat, aber bei der Telekom scheint man das Projekt ("von Julia Leihener geleitete ... am Creation Centers der Telekom Laboratories unter der Leitung von Raimund Schmolze") sehr wichtig zu nehmen.Dummerweise hat man in der 101-Punkte umfassenden Liste ein paar grundlegende Dinge vergessen. Deshalb helfen wir dem ehemaligen Staatsbetrieb mal auf die Sprünge. Zehn ganz einfach Regeln für das Leben mit digitaler Kommunikation:

1. Wenn jemand anruft, schickt man ihn nicht in eine mehrstündige Warteschleife und nervt ihn mit ständigem Sounddesign und dem Hinweis auf den nächsten freien Platz. Einfach rangehen und Problem lösen, wäre super!
2. Wenn ein Kunde ins Ausland in den Urlaub fährt, heißt das nicht, dass er jetzt Millionär ist und man seinen Handy-Tarif ungefragt auf dieses Einkommens-Niveau anpassen darf.
3. Kündigung bedeutet: Jemand möchte nicht mehr Kunde bei Euch sein. Ihm dann wenige Tage später eine Drückerkolone vorbei zu schicken, die was von besonders günstigen Flatrate-Angeboten erzählt, ist auch analog schlechter Stil.
4. Fehler sind menschlich. Wer aber dummerweise bei seinem Kunden zuviel Geld abbucht, sollte dieses schleunigst zurücküberweisen.

Screenshot der Leitlinien-Webseite
5. Wettbewerb heißt bessere Arbeit zu machen als die Konkurrenz.
6. Wettbewerb heißt nicht, die bessere Arbeit der Konkurrenz zu behindern.
7. Termine vereinbart man nicht pauschal für "vormittags", sondern zu einer festen Uhrzeit, die man dann auch einhält.
8. Das, liebe Telekom-Techniker, gilt auch dann, wenn es darum geht, einen Anschluss für Kunden freizuschalten, die zu einem Konkurrenz-Unternehmen wechseln wollen. (siehe dazu Punkt 6)
9. Postgeheimnis klingt vielleicht nach Staatsbetrieb, ist aber auch zu Börsenzeiten ein wichtiges Ding. Die Daten von Kunden zu missbrauchen, ist digital, analog und überhaupt nicht anständig.
10. Bevor man sich aufschwingt, anderen Tipps zu geben (zumal wenn es 101 sind), sollte man jemanden vom Creation Center (gerne auch unter Leitung von jemand anderem) damit beauftragen, vor der eigenen Haustüre zu kehren.
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Sorry, aber man kann Kinder auch nicht immer vor Stürzen bewahren. Irgendwann holt sich mal eine Schramme oder Narbe und dann weiß man es für die Zukunft hoffentlich besser.
sie sollten wenigstens dazu schreiben, daß sie bei der telekom arbeiten.
mco sagte: ich finde es schon bedenklich, eigene Befindlichkeiten in einer freien Zeitung zu veröffentlichen.
Nächstes Mal vorher über das Medium informieren, in dem du kommentierst, mco (s. eEtiquette-Leitlinie Nr. 1). Jetzt.de ist eine Befindlichkeitsplattform.
mco sagte: Ich habe vor wenigen Minuten eine Telekom-Hotline angerufen
Das klingt so sehr nach Zufall, dass sich das nichtmal eine PR-Agentur ausgedacht haben könnte.
mco sagte: Abgesehen davon, braucht das Internet guiding principles!!!
Wie lauteten nochmal die Regeln zum Zeitung lesen? Was muss ich beachten, wenn ich telefoniere? Wie verhalte ich mich in Gesellschaft? Hilfe, ich bin so hilflos!
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-1
22.07.2010 - 13:49 Uhr
mco
ich finde es schon bedenklich, eigene Befindlichkeiten in einer freien Zeitung zu veröffentlichen. Wenn Sie schlechte Erfahrungen mit der Telekom gemacht haben, dann tut mir das für Sie leid. Ihnen aber hier eine Plattform zu bieten ihren "Dampf abzulassen", finde ich sehr grenzwertig. Ich möchte auf einige, von Ihnen genannte, Punkte eingehen:
1. Es scheint Ihnen entgangen zu sein, dass die Wartezeiten imens verringert wurden. Ich habe vor wenigen Minuten eine Telekom-Hotline angerufen, Wartezeit: 20 Sekunden!!!
2. Auslandstelefonie ist durch die EU reguliert, alle Anbieter haben die gleichen Preise, schlecht recherchiert, sollten Sie wissen.
3. Drückerkolonnen gibt es bei der Telekom nicht. Außendienstmitarbeiter finden Sie auch bei Vodafone, 1&1 etc., also stellen Sie es bitte nicht so dar, als wäre es ein "Telekom-Problem"!
4. Herr Schmitz, bedenken Sie, dass die Telekom nicht Sie alleine als Kunden hat, bei manch anderen Unternehmen bekommt man sein Geld nie zurück! Und wie Sie richtig erwähnten:"Fehler sind menschlich!" Auch bei der Telekom arbeiten MENSCHEN!
5. Von der Qualität her leistet die Telekom die beste Arbeit. Viele Kunden kehren nach einem Abstecher zur vermeintlich "besseren" Konkurrenz wieder zur Telekom zurück, da es woanders ehr schlechter ist.
6. Ich denke nicht, dass die Arbeit behindert wird. Außerdem ist der Markt und somit die Leitungen reguliert und es gibt klare Vorgaben.
7. Termine können schon seit langem individuell vereinbart werden. Das scheint Ihnen leider entgangen zu sein.
8. Die Telekom ist vom Regulierer dazu verpflichtet, die Leitungen anderer Anbieter zu schalten. Meine persönliche Meinung hierzu ist: Ich empfinde dies als Unding. Wenn Sie bei C&A eine Jeans kaufen, können Sie diese auch nicht bei Peek&Cloppenburg umtauschen.
9. Aus der Datenschutzpanne wurden Konsequenzen gezogen und die Sicherheit im Konzern erhöht.
10. So einen inhaltslosen Satz muss man nicht kommentieren.
Herr Schmitz!Die Zeiten von "Wie bitte?" und Telekom-Bashing sind vorbei. Auch die Zeiten, dass die Kunden großen Spaß daran haben, die Telekom als Unternehmen schlecht zu reden, sind vorbei! Wenn Sie Spaß daran haben, bitte....
Abgesehen davon, braucht das Internet guiding principles!!!