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11.07.2010 - 20:32 Uhr

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Das Gespenst der Gentrifizierung

Erst wenn die letzte Altbauwohnung saniert ist, werdet ihr verstehen, dass man Szeneviertel nicht kaufen kann.

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.


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hosgeldiniz
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Mag ich Mag ich nicht

2

12.07.2010 - 13:43 Uhr
hosgeldiniz

Hier der Link zum zitierten Artikel aus dem HATE Magazin: http://wordpress.hate-mag.com/?p=174

Ganz so simpel ist es nämlich auch nicht. Es geht weniger um die "Erhaltung eines romantischen Hintergrunds für das eigene Selbstbild" wie Jan Füchtjohann behauptet, als vielmehr um die Existenzbedingungen einer Kreativwirtschaft, die ständig Authentisches inszenieren muss.

satansbraten
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Mag ich Mag ich nicht

0

12.07.2010 - 15:03 Uhr
satansbraten

"...Existenzbedingungen einer Kreativwirtschaft, die ständig Authentisches inszenieren muss."

und ich dachte immer, entweder man is authentisch. oder eben nicht.
und warum brauch ich um authentisch zu sein unbedingt eine "szene" um mich rum?
oder macht mich die "szene" NOCH authentischer?
Das is doch gelaber für pfosoten, die sich ihrer eigenen authentizität jede sekunde selbst verscihern müssen, weil sonst die fassade sofort risse bekommt...

my2cents.

irrgaertnerin
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12.07.2010 - 16:30 Uhr
irrgaertnerin

moment. ist mit city-ikea ein ikea in der stadt gemeint? dann möchte ich an dieser stelle auf essen verweisen. dort gibts sowas schon lange.

utti
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4

12.07.2010 - 18:08 Uhr
utti

komisch, dass immer so getan wird, als ob man gegen gentrifizierung nichts machen kann. wie das vonstatten geht ist eine klare politische entscheidung. viertel dürfen ruhig saniert werden und bewohnerstrukturen bleiben nie zementiert, das ganze kann man aber an bedingungen knüpfen. mietpreisbindung, ein anteil sozialwohnungen, genossenschaftswohnungen etc. in einer solchen struktur können auch alteingesessene bewohner ohne dicken geldbeutel ihren platz finden. saniert wird ja dann auch, nur wenige luxus.

warum sollte man alles freigeben? nur damit dann spekuliert werden kann und der mietmarkt so überheizt wie in den meisten anderen großstädten?

mockingbird
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14.07.2010 - 17:59 Uhr
mockingbird

@ utti - funktioniert leider auch nur bedingt. in hamburg war das mal so gedacht - wunderschöne kleine altbauwohnungen in bester lage, mitten in eppendorf, 2 zkb perfekt denkmalgerecht sanierte genossenschaftswohnungen 300 euro warm. problem: keine mietstaffelung nach einkommen. so manche meiner ehemaligen nachbarn, damals auch studenten, die sich noch über die chance auf günstigen wohnraum freuten, halten sich die wohnungen heute als zweitwohnung, als gästewohnung oder als büro. da hätte eine ortsübliche miete für normalverdiener sinn gemacht.

neuimdorf
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14.07.2010 - 18:17 Uhr
neuimdorf

"um Platz für den weltweit ersten City-Ikea zu schaffen"

In Warschau gab es mal einen IKEA mitten im Centrum. Nicht mit der vollen Palette an Waren. Aber IKEA. Der hat inzwischen dicht gemacht.

utti
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Mag ich Mag ich nicht

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15.07.2010 - 17:42 Uhr
utti

@ mockingbird

das stimmt natürlich. ganz aufhalten kann man das eh nicht, denn ob mit oder ohne teure sanierungen ändern sich bewohnerstrukturen. in münchen ist es allerdings so, dass man für sozialwohnungen alle paar jahre einkommensnachweise erbringen muss und die miete dann gegebenenfalls teurer wird. auch bei genossenschaftswohnungen muss man einlagen zahlen und je nach system können die bei höherem einkommen auch noch nachträglich angehoben werden. rausgeschmissen wird keiner, darum sind diese wohnungen dann trotzdem nicht frei für leute mit wenig geld. aber es wird unattraktiv, sich solche wohnungen nebenbei zu halten (zweitwohnsitzsteuer gibt es ja jetzt auch noch).

vor allem gibt es nicht solche wahnsinnsmieten wie in so ziemlich allen europäischen städten. sogar istanbul oder kiew sind in weiten teilen teurer als münchen.

nbo
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Mag ich Mag ich nicht

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16.07.2010 - 10:18 Uhr
nbo

lieber jan füchtjohann,

was sie als "vulgäre stadtsoziologie" bezeichnen, ist ein veritables forschungsgebiet der geographie und soziologie, das in über vier jahrzehnten eine menge erkenntnisse produziert hat. mehr dazu finden sie unter:

http://wiki.rechtaufstadt.net/index.php/...

ciao, nbo

whoknowsh
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16.07.2010 - 11:32 Uhr
whoknowsh

In Hamburg Altona soll es eine Ikea-Vollsortimentlfiliale werden,
mit 4 Parkdecks und einer Größe, die den Stadtteil platt macht.
Die Große Bergstraße, an der das neue Ikeamonster gebaut werden soll, wurde jahrelang als Schreckgespenst in der Hamburger Presse aufgebaut, das Frappantgebäude, das Ikea im Dezember abreißen will, als das "hässlichste Gebäude der Stadt" zum Abschuß freigegeben. Bisher will Ikea in Blau-Gelb, die Verkehrsprobleme werden durch eine andere Bemalung nicht verlegt.

neuimdorf sagte:
"um Platz für den weltweit ersten City-Ikea zu schaffen"

In Warschau gab es mal einen IKEA mitten im Centrum. Nicht mit der vollen Palette an Waren. Aber IKEA. Der hat inzwischen dicht gemacht.

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