Das Gespenst der Gentrifizierung
Erst wenn die letzte Altbauwohnung saniert ist, werdet ihr verstehen, dass man Szeneviertel nicht kaufen kann.
Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.- Null Punkte für die Meinungsfreiheit 25.05.2012
- Revoluzzer Ratzinger 25.05.2012
- Bürger werden künftig zur Organspende befragt 25.05.2012
- Verschwinden wir in der Nacht 25.05.2012
- Im Namen der Unbarmherzigen 24.05.2012
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- mit postmodernen Argumenten die Moderne entsorgen ist weder neu, noch "nicht-bürgerlich", eher pseudointellektuell neoliberal.
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künstler und kreative protestieren ja nicht, weil sie keinen bock auf bwler und die neuen spiesser in ihrem viertel haben, sie setzen sich an die spitze der gegenbewegung, um für die zu sprechen, die wieder mal keiner hören will. nämlich die unterschicht, die gegen ihren willen aus ihrem sozialen umfeld gedrängt werden, weil sich mit ihren wohnungen mehr geld verdienen lässt.
sich gegen gentrifizierung zu stellen, hat nicht konservativ spiessiges, sondern ist ein kampf gegen die gesellschaftliche ghettobildung, die in den usa und in frankreich schon zu äusserst hässlichen auswirkungen geführt hat. diese bewegung zu einem modetrend zwischen yuppies und kreativen zu verklären entspricht nicht der gesellschaftlichen relevanz des themas und ist eines journalisten nicht würdig.
ThomasCrown sagte:
@derwodaso: du meinst die soziale unterschicht, die in den wirklichen ghettos - köln-chorweiler und konsorten - wohnt?
derwodaso hat schon grundsätzlich recht. Die Künstler werden zur Stimme der "gesunden Mischung" - eben der Alteingesessenen. Aber es gibt sie doch eh auch schon die "Ghettos" und in Hamburg kann man die durchaus benennen. Und wenn die Crack-Dealer-Szene seit 5 Jahren nicht mehr vor der Haustür ist, dann liegt das weniger an Gentrifizierung, als an vermehrten Polizeikontrollen.
aso... ruft den doch mal wer an!
nur weil "ich" gerade verdraengt werden heisst das noch lange nicht, das "ich" nicht voerher genau das gleiche gemacht habe.
Ganz so simpel ist es nämlich auch nicht. Es geht weniger um die "Erhaltung eines romantischen Hintergrunds für das eigene Selbstbild" wie Jan Füchtjohann behauptet, als vielmehr um die Existenzbedingungen einer Kreativwirtschaft, die ständig Authentisches inszenieren muss.
und ich dachte immer, entweder man is authentisch. oder eben nicht.
und warum brauch ich um authentisch zu sein unbedingt eine "szene" um mich rum?
oder macht mich die "szene" NOCH authentischer?
Das is doch gelaber für pfosoten, die sich ihrer eigenen authentizität jede sekunde selbst verscihern müssen, weil sonst die fassade sofort risse bekommt...
my2cents.
warum sollte man alles freigeben? nur damit dann spekuliert werden kann und der mietmarkt so überheizt wie in den meisten anderen großstädten?
In Warschau gab es mal einen IKEA mitten im Centrum. Nicht mit der vollen Palette an Waren. Aber IKEA. Der hat inzwischen dicht gemacht.
das stimmt natürlich. ganz aufhalten kann man das eh nicht, denn ob mit oder ohne teure sanierungen ändern sich bewohnerstrukturen. in münchen ist es allerdings so, dass man für sozialwohnungen alle paar jahre einkommensnachweise erbringen muss und die miete dann gegebenenfalls teurer wird. auch bei genossenschaftswohnungen muss man einlagen zahlen und je nach system können die bei höherem einkommen auch noch nachträglich angehoben werden. rausgeschmissen wird keiner, darum sind diese wohnungen dann trotzdem nicht frei für leute mit wenig geld. aber es wird unattraktiv, sich solche wohnungen nebenbei zu halten (zweitwohnsitzsteuer gibt es ja jetzt auch noch).
vor allem gibt es nicht solche wahnsinnsmieten wie in so ziemlich allen europäischen städten. sogar istanbul oder kiew sind in weiten teilen teurer als münchen.
was sie als "vulgäre stadtsoziologie" bezeichnen, ist ein veritables forschungsgebiet der geographie und soziologie, das in über vier jahrzehnten eine menge erkenntnisse produziert hat. mehr dazu finden sie unter:
http://wiki.rechtaufstadt.net/index.php/...
ciao, nbo
mit 4 Parkdecks und einer Größe, die den Stadtteil platt macht.
Die Große Bergstraße, an der das neue Ikeamonster gebaut werden soll, wurde jahrelang als Schreckgespenst in der Hamburger Presse aufgebaut, das Frappantgebäude, das Ikea im Dezember abreißen will, als das "hässlichste Gebäude der Stadt" zum Abschuß freigegeben. Bisher will Ikea in Blau-Gelb, die Verkehrsprobleme werden durch eine andere Bemalung nicht verlegt.
neuimdorf sagte:
"um Platz für den weltweit ersten City-Ikea zu schaffen"
In Warschau gab es mal einen IKEA mitten im Centrum. Nicht mit der vollen Palette an Waren. Aber IKEA. Der hat inzwischen dicht gemacht.










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11.07.2010 - 20:44 Uhr
soylentyellow