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02.07.2010 - 18:30 Uhr

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Wir brauchen Männerarbeit!

dpa

Bei all der Mädchen- und Frauenförderung dieser Tage dürfen die Männer nicht vergessen werden. Immerhin ist es doch bei beiden Geschlechtern das Ziel, die Fixierung auf tradierte Rollenmuster zu überwinden.

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.


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deezain
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Mag ich Mag ich nicht

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02.07.2010 - 19:06 Uhr
deezain

"... das Ziel aufzugeben, eine >>>Gleichheit

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02.07.2010 - 19:07 Uhr
deezain

na toll - diese blöde webseite spinnt auch jeden tag mehr ...

"... das Ziel aufzugeben, eine Gleichheit der beiden Geschlechter zu erreichen."

das soll hoffentlich gleichberechtigung statt gleichheit heissen.

Ventrikel
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02.07.2010 - 21:30 Uhr
Ventrikel

... interessanter artikel, von denen es noch ein paar mehr geben sollte. etwas überrascht bin ich über den autor. er ist also professor an der hertie school of governance in berlin. das kling fast so wie "mcdonalds universität münchen", oder so, und erweckt nicht gerade den eindruck besonderer kompetenz :-).

karin-gespenst
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02.07.2010 - 23:26 Uhr
karin-gespenst

es gibt hier einen Verein für Jungen- und Männerarbeit, dessen Mitarbeiter ausgezeichnete Arbeit leisten und der dennoch ums Überleben kämpft.

Rezensorin
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02.07.2010 - 23:28 Uhr
Rezensorin

Ventrikel sagte:
das kling fast so wie "mcdonalds universität münchen", oder so, und erweckt nicht gerade den eindruck besonderer kompetenz :-).


na ja, der artikel ist auch denkbar schlecht geschrieben. insbesondere der anfang ist schlecht formuliert und wirkt ziemlich aufgeblasen. Z.b. hier:

>>Wenn junge Frauen heute besser mit sozialen und kulturellen Lebensanforderungen zu Recht kommen als junge Männer, dann hat das gesellschaftliche Ursachen, auch wenn sich die darin verwobenen ökonomischen und technischen Antriebskräfte mitunter nur schwer bändigen lassen und sich zu verselbständigen scheinen.

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02.07.2010 - 23:29 Uhr
Rezensorin

@karin-gespenst: was willst du damit sagen? ich finde es auch ganz gut, dass der autor dieses thema aufgreift ...

karin-gespenst
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02.07.2010 - 23:37 Uhr
karin-gespenst

ich will sagen, dass es bereits Männerarbeit gibt, die aber nicht den Status hat, den sie haben sollte.

Rezensorin
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03.07.2010 - 00:19 Uhr
Rezensorin

karin-gespenst sagte:
ich will sagen, dass es bereits Männerarbeit gibt, die aber nicht den Status hat, den sie haben sollte.


jetzt versteh ich :-).

John_Rebus
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03.07.2010 - 09:19 Uhr
John_Rebus

Sozialingeneure, die den neuen Mann und die neue Frau designen wollen. Baeh.

trachtenjankerl
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03.07.2010 - 13:45 Uhr
trachtenjankerl

Ich frage mich nur, was für eine "Männerarbeit" sich der Autor da konkret vorstellt, und woher er glaubt, daß Frauen da schon so viel weiter sind?

Frauen haben heute zwar teilweise den "männlichen" Karrieretick übernommen, aber sie weigern sich weiter, irgendwelche "Männerberufe" wie Ingenieur oder Maurer zu ergreifen, und "harte" Naturwissenschaften werden auch nur in Betracht gezogen, wenn irgendwie "Bio" drin ist.

Bangshou
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04.07.2010 - 14:41 Uhr
Bangshou

"Ziel der Männerarbeit muss es sein, die Gestaltung der Geschlechtsrolle in die Regie jedes Einzelnen zu geben."

Zum Thema tradierte Rollenmuster hatte ich auch schon mal was geschrieben:

http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzei...

Nur_ein_Mann
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-1

04.07.2010 - 17:00 Uhr
Nur_ein_Mann

Ja bitte, wir brauchen noch mehr, die auf den Jammer-Zug aufspringen und behaupten, Jungen/Männer bräuchten mittlerweile Förderung.

Schon mal daran gedacht, dass es nicht sinnvoll ist, Männer zu fördern? Es wird damit enden, dass in zehn Jahren wieder die Frauen krähen, dass sie ja auch/erneut so schlimm vernachlässigt wurden. Ein ewiger Kreislauf ist die Folge der NIE für Gleichberechtigung sorgen wird!

Oder ist es etwa Gleichberechtigung, wenn ich aufgrund einer Quote einer Frau den Vortritt lassen muss? Wenn ich zum Bund/Zivi muss, während madame ein Jahr früher studiert? Wenn ich nicht ins women-only fitness darf, aber Frauen jederzeit zum Gaffen ins normale fitness kommen?

Ohnehin; was soll der aprubte Ideologien-Wechsel? Letztes Jahr wurde noch auf hohem Niveau gejammert, dass Miss Karriere es ja so schwer habe, sich sozial zu integrieren, da sie auch noch Kinder kriegen will und beides anscheinend nicht hinbekommt... sehr verwunderlich, dass es die weibl. Generationen der 60-70er Jahre locker geschafft haben, Studium, Kinderkriegen & Karriere unter einen Hut zu bekommen, noch bevor sie 30 wurden. Und das ganze ohne "Frauenförderung"!

Ich frag daher mal ganz provokativ; wenn das früher nicht nötig war und es die Damenwelt heute mit Förderung nicht mal ansatzweise so gut hinbekommt... an wem liegt es dann; an der Frauenförderung? Oder den verwöhnt/verzogenen Damen selbst?
Natürlich sind am Ende wieder die Männer Schuld...

Bangshou
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04.07.2010 - 18:39 Uhr
Bangshou

Nur_ein_Mann sagte:
Ja bitte, wir brauchen noch mehr, die auf den Jammer-Zug aufspringen und behaupten, Jungen/Männer bräuchten mittlerweile Förderung.Schon mal daran gedacht, dass es nicht sinnvoll ist, Männer zu fördern? Es wird damit enden, dass in zehn Jahren wieder die Frauen krähen, dass sie ja auch/erneut so schlimm vernachlässigt wurden. Ein ewiger Kreislauf ist die Folge der NIE für Gleichberechtigung sorgen wird!Oder ist es etwa Gleichberechtigung, wenn ich aufgrund einer Quote einer Frau den Vortritt lassen muss? Wenn ich zum Bund/Zivi muss, während madame ein Jahr früher studiert? Wenn ich nicht ins women-only fitness darf, aber Frauen jederzeit zum Gaffen ins normale fitness kommen?Ohnehin; was soll der aprubte Ideologien-Wechsel? Letztes Jahr wurde noch auf hohem Niveau gejammert, dass Miss Karriere es ja so schwer habe, sich sozial zu integrieren, da sie auch noch Kinder kriegen will und beides anscheinend nicht hinbekommt... sehr verwunderlich, dass es die weibl. Generationen der 60-70er Jahre locker geschafft haben, Studium, Kinderkriegen & Karriere unter einen Hut zu bekommen, noch bevor sie 30 wurden. Und das ganze ohne "Frauenförderung"!Ich frag daher mal ganz provokativ; wenn das früher nicht nötig war und es die Damenwelt heute mit Förderung nicht mal ansatzweise so gut hinbekommt... an wem liegt es dann; an der Frauenförderung? Oder den verwöhnt/verzogenen Damen selbst?Natürlich sind am Ende wieder die Männer Schuld...


Man sollte hier unterscheiden zwischen irgendwelchen Quoten und Förderprogramen und -töpfen, mit denen Organisationen finanziert werden wollen und die mehr Bürokratie schaffen auf der einen Seite und dem realen Problem der Befreiung von Rollenbildern und -zwängen auf der anderen Seite.

(Was das Erreichen der Frauenquote in den 60ern und 70ern anbelangt, kann ich frei nach "Titanic" nur zustimmen, dass diese bereits erreicht wurde: "Null Prozent ist auch eine Frauenquote.")

pechsache
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05.07.2010 - 11:16 Uhr
pechsache

was für ein artikel...

ok. ich weiß, dass er auf wissenschaftlichen studien beruht.
man sollte auch wissen, dass es im internationalen vergleich ähnlich aussieht (OECD), dass in deutschland aber ein extrem schlechtes abschneiden männlicher migrantenkinder die statistik sehr verfälscht. (also jungs HIER, falls ihr euch gerade benachteiligt fühlt, ihr seid NICHT gemeint).
man weiß auch, dass trotz allem die jungen, die das abitur in diesem ungerechten bildungssystem irgendwie erlangen, danach bei gleicher begabung ihre ach so übermäßig geförderten mitschülerinnen in einem rasenden tempo überholen und karriere machen.

aber jetzt wüsste ich gerne noch, wie mehr männer im bildungssystem diese probleme ganz nebenbei lösen sollen!
denn danach schreien ja immer alle.
mehr männliche erzieher (haha, welcher ambitionierte mann, der den "trägen" jungs zum vorbild taugt, will sein leben mit einem erziehergehalt bestreiten?) und mehr männliche grundschullehrer werden von politischer seite gefordert. und mehr lehrer mit migrationshintergrund natürlich, nicht vergessen.

jaja... da sollte man eine männer-/migrations-quote einrichten.
und dann wird ganz nebenbei die gesellschaft völlig umgekrempelt,
die machen das dann schon. nein, wie geil.

Digital_Data
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06.07.2010 - 16:59 Uhr
Digital_Data

Ihre Väter machen sich rar, und auch in den Kindergärten und Grundschulen verläuft sich das kleine Häuflein männlicher Erzieher. Es fehlen Modelle, wie man heute Mann sein kann. Die Mehrheit orientiert sich am überkommenen Männerbild, obwohl viele ahnen, damit in einer veränderten Umwelt nicht mehr weit zu kommen.


Dies hat auch dramatische Auswirkungen auf Dating und Beziehung. Ein Mann muss eben ein Modell Mann leben, dass Frauen akzeptabel finden, nur das wird ihm nicht beigebracht. Ihm wird beigebracht für alle weiblichen Eskapaden Verständnis zu haben und wird dadurch zu "soft".

Gerade dies ist ein extrem wichtiger Punkt, den ich hier immer wieder anreiße und Männern versuche die richtige Linie vorzugeben, wie man Mann sein kann und trotzdem kein Arsch.

Entscheidend an den noch vorhandenen Problemen auch der Frau ist, dass die Ausbildung zwar feminisiert wurde, die gesellschaft aber weiter eine männliche ist. Gerechte Lohnforderung selbst erstreiten, Streik (Arbeitskampf), viele Überstunden, viel unterwegs sein für die Karriere, große Flexibilität, um nur einige zu nennen, sind männliche Modelle, die in ein weibliches Leben so gar nicht reinpassen wollen. So lange sich aber an diesen grundsätzlichen Lebens-/Karrierevorstellungen nichts ändert, können wir Quote haben so viel wir wollen, wir werden keine Frauen finden, die dies für akzeptabel halten.

Digital_Data

farvour
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1

10.07.2010 - 14:01 Uhr
farvour

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BeutekunstAmBau
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11.07.2010 - 22:00 Uhr
BeutekunstAmBau

pechsache sagte:
was für ein artikel...

ok. ich weiß, dass er auf wissenschaftlichen studien beruht.
man sollte auch wissen, dass es im internationalen vergleich ähnlich aussieht (OECD), dass in deutschland aber ein extrem schlechtes abschneiden männlicher migrantenkinder die statistik sehr verfälscht. (also jungs HIER, falls ihr euch gerade benachteiligt fühlt, ihr seid NICHT gemeint).
also auch nicht die männlichen migrantenkinder unter uns?

Roboter2000
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13.07.2010 - 05:37 Uhr
Roboter2000

Die unterschiedliche Förderung von z.B. Schülerinnen und Schülern anhand des Merkmals des Geschlechts ist meiner Meinung nach nicht geeignet sozialen Unfrieden zu beseitigen und die Leistung der Einzelnen zu erhöhen.

Im Gegenteil! In jedem Fall der geschlechtsbezogenen Förderung muss man sich mit einer aufgesetzten Neiddebatte auseinandersetzen (warum kriegt die was und ich nicht?) und durch das Anwenden eines brachial-simplen Unterscheidungsmerkmals (Mann vs. Frau) wird der Vielschichtigkeit unserer Gesellschaft in keinster Weise Rechnung getragen, sondern es fallen einfach nur viel zu viele durch das Raster, was die Gerechtigkeit einer derartigen Maßnahme zu Recht in Zweifel zieht.

Meiner Meinung nach sind das auch die Gründe warum über Quoten, Frauenförderung und Ähnliches auch nicht sachlich diskutiert werden kann.

Das System hat zu viele Macken und Fehler, sodass man es nicht mal als „halbwegs fair“ akzeptieren kann.

Wenn man derartige Untersuchungen in Schulen oder in der Arbeitswelt anstellt, aber nicht nach Geschlecht sondern z.B. nach Migrationshintergrund, ethnischer Herkunft oder Milieau-Herkunft, alte/neue Bundesländer unterscheidet, ergeben sich teils viel extremere Gegensätze und Unterschiede, die jedoch niemals den selben Widerhall oder die selbe Beachtung gefunden haben.

Ich finde, dass man sich – gerade in der Schule – von diesen Merkmalen Junge/Mädchen, arm/reich, Migrant/Deutscher verabschieden muss und jeden Schüler individuell betrachtet und ein Leistungsbild erstellt, nach dem man individuell fördern (für die Schwachen) und fordern (für die Starken) kann.

Aber leider ist das sicherlich sehr kompliziert und kostet Geld, bedarf auch des Engagements und der Aufopferung der Lehrerinnen und Lehrer an den Schulen und lässt sich nicht so einfach propagieren, wie geschlechtsbezogene Förderung. Schade eigentlich...

pechsache
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Mag ich Mag ich nicht

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21.07.2010 - 13:38 Uhr
pechsache

hey,
@beutekunstambau

also doch klar natürlich. war wohl unglücklich formuliert.
also männliche migrantenkinder ohne schulabschluss auf jeden fall.
ansonsten spricht roboter2000 mir auf jeden fall aus der seele.


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