Nach dem Diplom kommt der Gerichtsvollzieher
Ein Interview über den Boykott von Studiengebühren und die Konsequenzen, die dem Kunststudenten Max deswegen drohen.
Über 50 Studierenden der Hamburger „Hochschule für bildende Künste“ (HfbK Hamburg) steht die Pfändung ihres Eigentums bevor. Vollstreckungsbeamte suchten in den letzten 14 Tagen wiederholt Studierende in ihren Wohnungen auf, um ausstehende Studiengebühren einzutreiben. Der Auslöser für die eingeleiteten Vollstreckungsverfahren liegt in dem seit 2007 an der HfbK Hamburg laufenden Boykott der Allgemeinen Studiengebühren. Jetzt.de sprach mit dem 26 Jahre alten Maximilian Wondrak, der seit seinem HfbK-Abschluss in Berlin lebt.
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06.07.2010 - 01:01 Uhr
dreamteam
Aber ich hab ihn dir dennoch weggemacht ;-)
06.07.2010 - 01:05 Uhr
dreamteam
Dann weis ich wenigstens wieviele meinen Kommentar scheiße fanden und wieviele den Kommentar gut fanden.
Aporia sagte:
Was für eine traurige und langweilige Welt wäre das, die nur von Wirtschaftlichkeitsgedanken geprägt wäre?
Ja, für die Abkehr von der Langweiligkeit sind Privatvermögen da, die es ja systembedingt unweigerlich gibt. Der Steuerzahler sollte schon ein Recht darauf haben, dass die allgemein zur Verfügung gestellten Mittel auch der Allgemeinheit dienlich sind. Das bedeutet nicht, dass Wirtschaftlichkeitsdenken des Staates einem Verbot von Kreativität gleichkommt. Ich sehe nur eben kein Recht auf Kunst, die keinen interessiert ("nicht arbeitsmarkttauglich").
Eigentlich sollte eine Journalistin ihren Interviewpartner schützen und nicht bloßstellen. Dies insbesondere, wenn es sich um einen frisch gebackenen und wenig presseerfahrenen Absolventen handelt.
Viele Studenten aller möglichen Fachrichtungen empfinden ihr Studium dann, wenn sie in die Praxis, also das Arbeitsleben übertreten, zunächst als überflüssig und manchmal sogar als fehlerhaft oder irreführend. Hierfür ist die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis verantwortlich, die erste Frage hat sich also eigentlich erübrigt, die Antwort ist missverständlich dargestellt.
Das Kunststudium kostet weit mehr als 5.000 €, so müssen der entgangene Verdienstausfall sowie weitere Kosten über die Studiengebühren hinaus berechnet werden. So eine Aussage, die leider falsch ist, lässt man nicht unkommentiert stehen.
Es muss auch Gelegenheit gegeben werden zu erklären, warum die Studenten mit diesem Studium unzufrieden sind. Hier sehe ich übrigens Handlungsbedarf bei der Hochschule, die sich entweder darum kümmern müßte, das das von ihnen angebotene Studium nicht in die Arbeitslosigkeit führt, oder sich darum zu bemühen hat, dass ihre Diplomanden einen Weg in die Beschäftigung finden. Mit welcher Rechtfertigung wird sonst eine derartige Ausbildung angeboten?
Dass hier einige Studenten und Studentinnen versuchten, für Ihre Kommilitonen - und auch für sich - die Studiengebühren in Frage zu stellen, und ihnen außer dem Boykott keine andere Möglichkeit erfolgversprechend erschien, ist i. O. und eigentlich eine studententypische Aktion. Interessant ist hier, daß die Leitung der Hochschule zunächst lasch und später unberechenbar handelte. Eine rasche Entscheidung mit allen Kosequenzen wäre richtig gewesen. Jetzt plötzlich mit Pfändung zu reagieren ist ein zweifelhaftes und nicht nachzuvollziehendes Vorgehen.
Das gesamte Interview ist leider so angelegt, dass die eigentlichen Anliegen des Interviewten nicht erkennbar wurden. Von den Kommentatoren wird man dann schnell ungerecht behandelt und und sogar beschimpft. Das war kein guter Journalismus.
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06.07.2010 - 01:00 Uhr
dreamteam
Aber ich hab ihn dir dennoch weggemacht ;-)