01.07.2010 - 18:30 Uhr

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Liebe Linke

Text: philipp-mattheis

Unser Autor ist sich seit Mittwochabend endlich sicher, dass er nie "Die Linke" wählen wird. Ein Abschiedbrief

Liebe Linke, wer behauptet, er könne seine politische Einstellung frei wählen, der lügt. Ob wir konservativ, rechts, links oder grün sind, wird meist durch unser Elternhaus bestimmt – und wenn es den Pol festsetzt, gegen den man rebelliert. Ich wuchs auf mit einem Opa, der als Bierbrauer sieben Kinder ernährte und 40 Jahre lang die SPD wählte. Mein Vater verehrte Willy Brandt und hatte Verständnis für Oskar Lafontaine, als dieser 1999 sein Amt als Finanzminister hinwarf, weil die Partei Brandts keine deutschen Soldaten ins Ausland schicken sollte. Ich fand es tragisch, dass es ausgerechnet die SPD sein musste, die mit den Hartz-Reformen die größten Einschnitte ins soziale Netz vornahm. Ich hatte Verständnis für deren Notwendigkeit, aber ich hatte mindestens ebenso viel Verständnis für Menschen, die in der SPD nun keine Heimat mehr sehen konnten und daraufhin die WASG gründeten. Mir kam Oskar Lafontaine zwar immer eitel und machtfixiert vor, aber ich gestand ihm auch Konsequenz und Geradlinigkeit zu. Ich verstehe, dass ein wirtschaftlich so vernetztes Land wie Deutschland eine internationale Verantwortung trägt und dass dies – so traurig es ist – auch manchmal Krieg bedeuten kann (oder „kriegsähnliche Zustände“). Noch besser verstehe ich aber Menschen, die der Meinung sind, deutsche Soldaten haben in den letzten 100 Jahren genug Leid verursacht. Es ist naiv und dumm, „gegen die Globalisierung“ zu sein, aber ich verstehe jeden, dem die wachsende Macht von wenigen internationalen Großkonzernen unheimlich ist. Ich weiß, dass Che Guevara ein Mörder und kein Popstar war, aber mir ist sein Gesicht auf T-Shirts immer noch lieber als Eiserne Kreuze und chauvinistische Deutschtümelei. Es ist schwierig geworden, zu definieren, was heute „links“ bedeutet, aber im Zweifel war mir das schwammige Attribut immer lieber, als mich "rechts" einzuordnen. Manchmal kamst du, liebe Linke, mir mit deinen Positionen ein bisschen nostalgisch und weltfremd vor; als gäbe es noch gute, ehrliche Arbeiter die gegen Kapitalisten mit schwarzen Zylinder kämpften. Es war, als träumtest du einen alten Traum, den andere längst aufgegeben hatten. Aber Träumer sind nicht unsympathisch und mit Gregor Gysi hast du einen der charismatischsten und klügsten Politiker dieses Landes in deinen Reihen. Ich kann mich an einige Male erinnern, an denen ich die Fragen des Wahl-O-Mats beantwortete und am Ende hatte ich nicht die meisten Übereinstimmungen mit der Partei, die ich immer wähle, sondern mit dir. Warum ich dich dann trotzdem nicht wählte, lag daran, dass ich meine Stimme nicht ehemaligen Stasi-Spitzeln und Parteibonzen geben wollte. Ich weiß, irgendwann muss man auch vergessen können und nach vorne blicken. Mit Kiesinger war ja in den Sechzigern auch ein ehemaliges NSDAP-Mitglied Bundeskanzler der BRD. Und schließlich gibt es in Deutschland seit Jahren eine Mehrheit links der Mitte und die kann nicht ewig von einer Minderheit rechts der Mitte regiert werden. Unter den Patt-Situationen in Hessen und Nordrhein-Westfalen leiden alle, am meisten aber die Wähler. Früher oder später müsste und würde es wohl eine rot-rot-grüne Koalition im Bund geben. Und diese neue Verantwortung würde die letzten Irren aus deinen Reihen realistischer werden lassen. Vorher aber wäre eine deutliche Distanzierung von Mauerschützen, Stasi-Spitzeltum, Antisemitismus und Kommunismus gut und notwendig gewesen. Was du am Mittwochabend bei der Wahl des Bundespräsidenten getan hast, war jedoch genau das Gegenteil. Joachim Gauck stand für Aufarbeitung und Neuanfang, Luc Jochimsen für Trotz und Immer-Dagegensein. Gauck ist Ostdeutscher und er steht für all die Menschen, die 1989 das Wunder vollbracht haben, den Unrechtsstaat DDR friedlich kollabieren zu lassen. Nachdem du im dritten Wahlgang darauf verzichtet hast, die Kandidatin Luc Jochimsen nochmals antreten zu lassen, stimmtest du trotzdem nicht für Joachim Gauck, sondern enthieltest dich der Stimmen. Besser hättest du dein ewiges Dagegensein nicht ausdrücken können: Deutschland hat jetzt einen konservativen Bundespräsidenten namens Christian Wulff, den niemand haben will. Anstatt endlich das notwendige Zeichen zu setzen – für ein neues, modernes Linkssein, das sich von den Betonköpfen der Vergangenheit emanzipiert hat – hast du gezeigt, wie sehr du in Ostalgie, DDR-Verklärung und Stasi-Beschönigung verhaftet bist. Du hast all den Leuten, die lange Hoffnung auf eine junge, linke Partei gesetzt hatten, gezeigt, dass du noch immer mit einem Bein in der DDR stehst und deine gesellschaftsliberalen Positionen politische Kosmetik sind. Mir wäre es am liebsten, wenn du von nun an dorthin verschwindest, wo du hingehörst: In den Sumpf unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde. Viele Grüße noch


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zEeeEeee
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Mag ich Mag ich nicht

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01.07.2010 - 18:45 Uhr
zEeeEeee

Ich werd eher nie die SPD wählen.

Gauck ist ein neoliberaler. Das die Linke ihn nicht wählt war doch klar. Es ging der SPD nur darum am linken Rand Stimmen zu gewinnen. Reines Geschachere... Mit ihrer ablehnenden Haltung gegenüber den Genossen haben sie Wulff gewählt. Die SPD wird so ewig in der Opposition bleiben. An rot-rot-grün kommen sie nicht vorbei!

cougarten
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Mag ich Mag ich nicht

8

01.07.2010 - 18:46 Uhr
cougarten

smart people think beyond partys :)

sodawasser
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Mag ich Mag ich nicht

4

01.07.2010 - 18:46 Uhr
sodawasser

ach, als allesanderealslinker meine ich: die linke war gestern wenigstens konsequent und hat sich von den grünroten nicht billigst ihren stolz abkaufen lassen.

hinez
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11

01.07.2010 - 18:49 Uhr
hinez

Als ich die Überschrift las, dachte ich noch: "Na das kann ja was werden." Der Text selbst war dann aber richtig gut. Spricht mir aus der Seele.

Dusle
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Mag ich Mag ich nicht

8

01.07.2010 - 18:49 Uhr
Dusle

Genau mit solchen Aktionen bringt die Linke (leider) diejenigen gegen sich auf, die sich eigentlich eine linkere Alternative zur SPD wünschen, aber wenig Lust haben, eine Betonfraktion zu wählen. Große Klasse der Text!

florasoft
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5

01.07.2010 - 18:50 Uhr
florasoft

Kiesinger war Bundeskanzler, nicht Präsident und die Kandidatin der Linken heißt Jochimsen, nicht Joachimsen. Ansonsten fällt mir noch der Wahlmann ein, der im ZDF die Wahl zwischen Gauck und Wulff mit einer Wahl zwischen Hitler und Stalin verglich. Äh, ja.

Dudeerino
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2

01.07.2010 - 18:52 Uhr
Dudeerino

Kiesinger war Bundeskanzler nicht Bundespräsident. Vermutlich ein kleiner Leichtsinnsfehler aufgrund des gestrigen Tages.

christina-waechter
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01.07.2010 - 19:01 Uhr
christina-waechter

ich hab jetzt mal den Präsidenten zum Kanzler gemeldet. Danke fürs aufmerksam machen...

gardenofmymind
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5

01.07.2010 - 19:06 Uhr
gardenofmymind

ich finde ja nicht, dass es etwas gibt, das krieg rechtfertigt.

tiltx
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3

01.07.2010 - 19:07 Uhr
tiltx

Wenn nicht dauernd der mediale Dauertenor von wegen "DDR-Verklärung" gefahren werden würde, wäre vielleicht auch mal Platz für Inhalte der Linkspartei. Dann sähe man, dass die diametral zu der deutlich neoliberalen Haltung Gaucks stehen. Dessen Wahl soll ein Zeichen für ein neues, modernes Linkssein sein? Bitte, streuen Sie den Jetzt-Lesern doch nicht noch weiter Sand in die Augen. Es sind schon genug Studenten politisch gleichgültig bis verdrossen eingestellt, da sollte Jetzt nicht auch noch diese Verhältnisse durch die ewig gleichen Worthülsen zementieren ("sollen sich endlich distanzieren", "ehemalige Stasi-Spitzel")

soylentyellow
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4

01.07.2010 - 19:09 Uhr
soylentyellow

Eins verstehe ich aber nicht: Wenn man davon ausgeht dass eine Partei Macht will (und natürlich Pöstchen) dann braucht sie Stimmen.

Stimmen bekommt man nur wenn man das macht was der Wähler will.

Warum haben die Linken dann nicht ihre unique selling proposition (kategorisch gegen Krieg sein - das sind noch nicht einmal die Grünen) dadurch ausgebaut dass sie glaubwürdig darlegen dass sie kein Problem mit ihrer Vergangenheit haben (Nachfolgepartei der PDS und die war Nachfolgepartei der SED) und deshalb FÜR Gauck stimmen? Na ja, dann lieber den aalglatten Wulff auch wenn der noch konservativer als Gauck ist...Hauptsache sich selbst unwählbar machen, klar, aber warum dann nicht gleich wie die FDP sich kaufen lassen (da kommt wenigsten was bei rum, siehe Hotelmehrwertsteuersenkung.

Und dann wundert sich jemand über Politkverdrossenheit...klar, die hat auch überhaupt keine Grundlage, nee die Politikverdrossenen lesen nie Zeitung - vielleicht lesen die Politikverdrossenen einfach zu viel Zeitung?

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01.07.2010 - 19:15 Uhr
soylentyellow

tiltx sagte:
Wenn nicht dauernd der mediale Dauertenor von wegen "DDR-Verklärung" gefahren werden würde, wäre vielleicht auch mal Platz für Inhalte der Linkspartei. Dann sähe man, dass die diametral zu der deutlich neoliberalen Haltung Gaucks stehen. Dessen Wahl soll ein Zeichen für ein neues, modernes Linkssein sein? Bitte, streuen Sie den Jetzt-Lesern doch nicht noch weiter Sand in die Augen. Es sind schon genug Studenten politisch gleichgültig bis verdrossen eingestellt, da sollte Jetzt nicht auch noch diese Verhältnisse durch die ewig gleichen Worthülsen zementieren ("sollen sich endlich distanzieren", "ehemalige Stasi-Spitzel")



Offiziell hat die Linke Gauck nicht gewähltweil er für Hartz IV und Afghanistankrieg ist (so habe ich das jedenfalls irgendwo gelesen) - nur dumm wenn es dann halt trotzdem so rüberkommt als habe man Gauck nicht gewählt weil der mal die Gauck-Behörde gleitet hat.

Klar, dann lieber die Wahl Wulffs durch Enthaltung zugelassen als sich seines größten PR Problems zu entledigen...tja, schön wärs gewesen weil die Linke ja wie gesagt mit ihrer Totalopposition gegen Krieg eine sehr attraktive Position vertreten - aber so - S C H A D E - wieder ein potentieller Wähler der jetzt (mal wieder) desillusioniert ist und entweder zu Hause bleibt oder würfelt weil ist ja sowieso egal.

melancholieunduebermut
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3

01.07.2010 - 19:15 Uhr
melancholieunduebermut

so sehe ich das auch.
allerdings wäre gauck auch mit allen stimmen der linken nicht bundespräsident geworden.

soylentyellow
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01.07.2010 - 19:18 Uhr
soylentyellow

Jedes Mal wenn ich den Wahl-O-Mat befrage kommen mir die Postionen der Parteien und die Wahlentscheidung recht beliebig vor weil da bekommen ca 2/3 der Parteien exakt gleich viel Punkte - das Spektrum reicht dabei von FDP bis zur Linken...

gasoline
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Mag ich Mag ich nicht

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01.07.2010 - 19:19 Uhr
gasoline

soylentyellow sagte:

Und dann wundert sich jemand über Politkverdrossenheit...klar, die hat auch überhaupt keine Grundlage, nee die Politikverdrossenen lesen nie Zeitung - vielleicht lesen die Politikverdrossenen einfach zu viel Zeitung?


Zu wahr. Man wählt etwas aus Überzeugung und muss dann mit ansehen, wie Entscheidungen gefällt werden, für die man diese Partei NIE UND NIMMER wählen würde. Wozu dann noch wählen? So muss man sich wenigstens nicht vorwerfen, dass man der Partei zur Macht verholfen hat.

vorratsdatenspeicherung
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01.07.2010 - 19:20 Uhr
vorratsdatenspeicherung

Wenn ich mal so nen ekelhaften Neoliberalen treffe, dann haue ich ihm mit nem schönem Gruss von euch voll in die Fresse.

Wo findet man die?

Sibelius
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5

01.07.2010 - 19:22 Uhr
Sibelius

allerdings, ich stimme in vielen Punkten gewiss auch nicht mit Gauck überein, aber meine Fresse, es geht um die Wahl des Bundespräsidenten, der macht keine Politik, der Repräsentiert und mahnt hier und da mal an, solange er es schafft keine pro-imperialistische Grundsatzrede zu halten kriegt man von dem im politischen Tagesgeschäft eh nicht besonders viel mit. Da finde ich wichtiger das da kein Karrierepolitiker und kein Wirtschaftsheini sitzt, als einer der einen fordernden Sozialstaat prinizipiell richtig findet.

Die_Eintagsfliege
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01.07.2010 - 19:24 Uhr
Die_Eintagsfliege

hinez sagte:
Als ich die Überschrift las, dachte ich noch: "Na das kann ja was werden." Der Text selbst war dann aber richtig gut. Spricht mir aus der Seele.


Hm. Ich fand den Text weniger gut, lediglich letzter Absatz war klasse.

Sibelius
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01.07.2010 - 19:25 Uhr
Sibelius

gasoline sagte:
soylentyellow sagte:

Und dann wundert sich jemand über Politkverdrossenheit...klar, die hat auch überhaupt keine Grundlage, nee die Politikverdrossenen lesen nie Zeitung - vielleicht lesen die Politikverdrossenen einfach zu viel Zeitung?

wenn du dich von keiner partei repräsentiert fühlst musst du in die mit dem größten gemeinsamen nenner und versuchen was zu verändern. so ein fdp ortsverein ist garnicht so groß, den hat man mit ein paar gleichgesinnten schnell unterwandert. jeder kann mitmachen, überzeugungskraft, charisma und gute argumente sind die währung...

Zu wahr. Man wählt etwas aus Überzeugung und muss dann mit ansehen, wie Entscheidungen gefällt werden, für die man diese Partei NIE UND NIMMER wählen würde. Wozu dann noch wählen? So muss man sich wenigstens nicht vorwerfen, dass man der Partei zur Macht verholfen hat.

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0

01.07.2010 - 19:26 Uhr
Sibelius

(wobei mein Text oben der mittlere Absatz ist)

tiltx
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Mag ich Mag ich nicht

6

01.07.2010 - 19:28 Uhr
tiltx

soylentyellow sagte:
Offiziell hat die Linke Gauck nicht gewähltweil er für Hartz IV und Afghanistankrieg ist (so habe ich das jedenfalls irgendwo gelesen) - nur dumm wenn es dann halt trotzdem so rüberkommt als habe man Gauck nicht gewählt weil der mal die Gauck-Behörde gleitet hat.


Genau das kritisiere ich. Wieso KOMMT es denn so rüber? Doch weil es von den Poltikern der SPD und Grünen sofort so herausposaunt wird um es in den Medien hoch und runter-eiern zu lassen und das Thema besetzt und gleich beantwortet zu haben. Der Autor kritisiert die Linksabgeordneten Pauschal als ehemalige Stasispitzel und Parteibonzen ohne zu merken, dass er in weniger als einem halben Tag 1:1 die Meinung der jetzigen Parteibonzen übernommen hat (siehe die SPD&Grünen-Meldungen zur Zeit auf sz.de).

by the way... "Offiziell" klingt ja wie als wüsstest du, das jeder der Wahlmänner und -frauen der Linkspartei in Wirklichkeit die Mauer wieder haben wollen. Das ist sehr weit aus dem Fenster gelehnt, und zeigt meiner Meinung nach wie sehr die veröffentlichte Meinung in jedermanns Kopf gedrückt wird und die Linke erfolgreich in die Rolle des Partei-Parias gedrängt wird. Hagen Rether hat dazu mal gutes gesagt.


Warum haben die Linken dann nicht ihre unique selling proposition (kategorisch gegen Krieg sein - das sind noch nicht einmal die Grünen) dadurch ausgebaut dass sie glaubwürdig darlegen dass sie kein Problem mit ihrer Vergangenheit haben (Nachfolgepartei der PDS und die war Nachfolgepartei der SED) und deshalb FÜR Gauck stimmen


Das Verstehe ich nicht, denn Gauck war a) für den Afghanistaneinsatz und b) auch recht zufrieden mit der wirtschaftlichen Richtung der jetzigen Koalition und in Verlängerung auch der der rot-grünen zuvor. Wie hätte die Linke hier mit einer Wahl Gaucks ihre USPs bewiesen?

Poca_hno_tas
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14

01.07.2010 - 19:29 Uhr
Poca_hno_tas

Gauck hätte schon im ersten Wahlgang zum Bundespräsidenten gewählt werden können, wenn die Linken anstatt für Luc Jochimsen geschlossen für ihn votiert hätten. Das wäre ein Überraschungscoup (und zugleich kluger Schachzug) gewesen, der Angela Merkel vermutlich in den vorzeitigen Ruhestand versetzt hätte.

Spätestens seit gestern aber ist die Linke für mich komplett unwählbar geworden. Die Argumente, die die Linke gegen Gauck vorgebracht hat, sind Scheinargumente, wer so borniert dagegen ist, sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen und stattdessen versucht, die Schuld auf die anderen abzuwälzen, der ist noch nicht in der Demokratie angekommen, der tritt die Demokratie mit Füßen und verhöhnt sie dabei auch noch.

Ich bin mir sicher, dass sich die Linke mit diesem selbstherrlichen Affentheater bei einem großen Teil ihrer (West-)Wähler unmöglich gemacht hat.

vorratsdatenspeicherung
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1

01.07.2010 - 19:33 Uhr
vorratsdatenspeicherung

tiltx: Natürlich wollen auch die (meisten) Linken die Mauer nicht wieder. Aber sie bräuchten sie bald, wenn sie ne Weile große Politik machen dürften.

Inko_Gnito
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4

01.07.2010 - 19:35 Uhr
Inko_Gnito

tiltx sagte:
... Das ist sehr weit aus dem Fenster gelehnt, und zeigt meiner Meinung nach wie sehr die veröffentlichte Meinung in jedermanns Kopf gedrückt wird und die Linke erfolgreich in die Rolle des Partei-Parias gedrängt wird.

Och, das haben die sehr schön alleine geschafft, und zwar sehr konsequent seit 1989.

smaennchen
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1

01.07.2010 - 19:45 Uhr
smaennchen

zEeeEeee sagte:
Gauck ist ein neoliberaler. Das die Linke ihn nicht wählt war doch klar.


Aha, Gauck wollte die Linke nicht, weil er ein Neoliberaler ist. Stattdessen machte sie dann Wulff möglich, der was ist? Ich meine, wie rechtfertigt die Linke ihre - indirekte - Wahl von Christian Wulff? Sicher nicht mit der Argumentation, dass Gauck neoliberaler ist als Wulff bzw. Wulff linker als Gauck, oder?

tiltx
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2

01.07.2010 - 19:47 Uhr
tiltx

Poca_hno_tas sagte:
Gauck hätte schon im ersten Wahlgang zum Bundespräsidenten gewählt werden können, wenn die Linken anstatt für Luc Jochimsen geschlossen für ihn votiert hätten. Das wäre ein Überraschungscoup (und zugleich kluger Schachzug) gewesen, der Angela Merkel vermutlich in den vorzeitigen Ruhestand versetzt hätte.


Merkel ist auch jetzt sturmreif geschossen worden. Womöglich sitzt sie aber noch gemütlich 3 Jahre ab, wer weiß das schon. Der Überraschungscoup ist übrigens von vornherein verhindert worden, als Gauck die Linke nochmal schön als überflüssig und verfassungsfeindlich bezeichnet hat. Nicht gerade ein Zeichen von versöhnlichem, präsidialem Gehabe, besonders nicht wenn man die Stimmen der Linken haben möchte.
Ich bin mir sicher, hätten die Linken dennoch für Gauck gestimmt, hätten genausoviele Leute "Abschiedsbriefe" geschrieben, und die Linken wären dafür von CDU-CSU-Seite angegiftet worden.

der tritt die Demokratie mit Füßen und verhöhnt sie dabei auch noch.


Ich glaube das mit dem verhöhnen der Demokratie trifft eher auf die ganze Posse seit Köhlers Rücktritt zu.

docfalcon
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-24

01.07.2010 - 19:53 Uhr
docfalcon

Lieber Mattheis.
Unreflektiertes Kleines-Dummes-Jungen-Gesabbel. Mögest du dahin verschwinden, wo du hin gehörst: In die Arbeitslosenkolonnen des "Qualitätsjournalismus". Viele Kommentatoren hier haben schon sehr deutlich erklärt, warum du auf fast allen Sachebenen in diesem Text falsch liegst: Die Sozen hatten es in der Hand, einen wahren Coup zu landen. Aber sich nun hinstellen und sagen: "Die Linke ist schuld" ist völlig deppert. Und den Schuh zieht sich z.B. Bodo Ramelow mit Recht nicht an.
Guter Rat vom Arbeitsamt: Hirn an bevor die Tastatur benutzt wird....

Bantha
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01.07.2010 - 20:05 Uhr
Bantha

Im Großen und Ganzen stimme ich dem Artikel zu. obwohl ich mich nicht zeitlebens als Linker gefühlt habe. Ich habe durchaus den Eindruck das die Linke sich geistig nicht von der DDR getrennt hat, auch viele von den West-Linken haben da merkwürdig ostalgische Ansichten. Immerhin ist rot-rot-grün in NRW gerade an der Frage gescheitert ob die DDR ein Unrechtsstaat war. Das Ende der DDR hat begonnen als die Bürgerrechtler eine massive, landesweite Wahlfälschung nachgewiesen haben, die von der Regierung gedeckt wurde. Soll das etwa ein Rechtsstaat sein?

Ich weiss nicht ob Herr Gauck zu viel für die Linken war. Laut Oskar Lafontaine liegt es ja nicht an der Gauck-Behörde oder Gauck's Ablehung für die Linken, sondern an seiner Haltung zum Afghanistankonflikt und zu den sozialen Einschnitten.

SPD und Grüne haben beidem auch zugestimmt. Wenn die Linke wegen diesen Gründen nicht Gauck wählen kann, dann kann wohl auch keine rot-rot-grüne Koalition im Bund funktionieren.

Wenn die Linke lieber ihre alten Träume träumt anstatt sich mit den Realitäten zu beschäftigen - bitte. Für mich ist sie unwählbar.

Eine vernünftige Linke wäre eine Bereicherung. Diese müsste sich aber klar von den Praktiken in der DDR lossagen und müsste weniger dogmatisch sein als sich die Westerwelle-FDP heute aufführt. Davon ist die heutige Linke aber weit entfernt.

Henriettesbimmelbahn
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01.07.2010 - 20:09 Uhr
Henriettesbimmelbahn

Die_Eintagsfliege sagte:
hinez sagte:
Als ich die Überschrift las, dachte ich noch: "Na das kann ja was werden." Der Text selbst war dann aber richtig gut. Spricht mir aus der Seele.


Hm. Ich fand den Text weniger gut, lediglich letzter Absatz war klasse.


Also ich, ich fand ja den ersten Absatz voll gut, den zweiten so mittel und beim dritten Absatz vergeb ich eine 1 mit Marienkäfer und Sternchen

bavariandude
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1

01.07.2010 - 20:13 Uhr
bavariandude

Gefällt mir!!!

herzfein
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3

01.07.2010 - 20:13 Uhr
herzfein

in der taz stand vor einer weile ein gutes interview mit gysi zu dem thema.

http://www.taz.de/1/politik/deutschland/...


vielleicht sollte man sich DAS durchlesen, um die position der linken zu verstehn?

common_sense
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2

01.07.2010 - 20:14 Uhr
common_sense

Poca_hno_tas sagte:
Gauck hätte schon im ersten Wahlgang zum Bundespräsidenten gewählt werden können, wenn die Linken anstatt für Luc Jochimsen geschlossen für ihn votiert hätten. Das wäre ein Überraschungscoup (und zugleich kluger Schachzug) gewesen, der Angela Merkel vermutlich in den vorzeitigen Ruhestand versetzt hätte.

Spätestens seit gestern aber ist die Linke für mich komplett unwählbar geworden. Die Argumente, die die Linke gegen Gauck vorgebracht hat, sind Scheinargumente, wer so borniert dagegen ist, sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen und stattdessen versucht, die Schuld auf die anderen abzuwälzen, der ist noch nicht in der Demokratie angekommen, der tritt die Demokratie mit Füßen und verhöhnt sie dabei auch noch.

Ich bin mir sicher, dass sich die Linke mit diesem selbstherrlichen Affentheater bei einem großen Teil ihrer (West-)Wähler unmöglich gemacht hat.



Hätte die Linke angekündigt Gauck zu wählen, glaubst du wirklich, dann hätte es so viele abweichler von schwarz-gelb gegeben. Nein.
Man hat im 3. Wahlgang gesehen, nachdem Jochimsen zurückgezogen hatte und man nicht wusste wie die Linke wählt, dass Schwarz -gelb plötzlich geschlossen hinter Wulff stand.

Hätte die Linke Gauck gewählt, obwohl sie Jochimsen aufgestellt hatten. Gauck hätte vielleicht gewonnen. Allerdings wär ein solches Verhalten alles andere als förderlich für den Ruf der partei.

gehirnpendler
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1

01.07.2010 - 20:24 Uhr
gehirnpendler

das die linke Gauck nicht gewählt hat ist nur konsequent, und neoliberalismus bei grüne und spd verhindert dieses nötige bündnis, nicht die linke.
immer diese vergangenheits-bewältigungsargumente, sandkastenpolitik und medienbrei. schade das so viele darauf hereinfallen.
wenn die geselschaft und die gesamte menschheit nicht komplett abkacken will muss sie sich hin zu einer humanistischen sozialkultuellen und kritischen herde entwickeln in der gemeinwohl mehr wert ist als egoismus, gewinn und wachstum...

Inko_Gnito
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7

01.07.2010 - 20:35 Uhr
Inko_Gnito

gehirnpendler sagte:
immer diese vergangenheits-bewältigungsargumente, sandkastenpolitik und medienbrei.

Ja furchtbar. Soll man doch die stalinistische Mauerschützenpartei endlich in Ruhe lassen. Sie haben schließlich seit 20 Jahren kaum noch jemanden umgebracht.

matstef
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0

01.07.2010 - 20:36 Uhr
matstef

linke=sed


ansonsten: wenn die spd keinen linksruck vollzieht, um die verloren gegangenen wähler zurückzuerobern, wird die linke der spd schwer zu schaffen machen. in einer solchen konstellation wird es nurmehr konservativ-liberale regierungen geben - auch wenn dies dem demokratisch erklärten willen des deutschen volkes diametral entgegenläuft.


ein hoch auf unser politisches system!


(was wir bräuchten, ist ein klares mehrheitswahlrecht, dann bräuchte es keine koalitionen und die spd müsste nicht die linke fürchten. erst dadurch würde die brd wieder handlungsfähig. erst dann gelänge eine einschränkung exzessiver kapitalistischer tendenzen.)

edlabyde
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1

01.07.2010 - 20:47 Uhr
edlabyde

matstef sagte:



(was wir bräuchten, ist ein klares mehrheitswahlrecht, dann bräuchte es keine koalitionen und die spd müsste nicht die linke fürchten. erst dadurch würde die brd wieder handlungsfähig. erst dann gelänge eine einschränkung exzessiver kapitalistischer tendenzen.)

Ich glaube, Du irrst. Das strenge Mehrheitswahlrecht in GB hat nicht verhindert, dass auch einem 2 ein 3-Parteiensystem wurde.

matstef
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0

01.07.2010 - 20:51 Uhr
matstef

@ edlabyde: die notwendigkeit von koalitionen ist mit mehrheitswahlrecht geringer

Inko_Gnito
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4

01.07.2010 - 20:51 Uhr
Inko_Gnito

tiltx sagte:
Der Überraschungscoup ist übrigens von vornherein verhindert worden, als Gauck die Linke nochmal schön als überflüssig und verfassungsfeindlich bezeichnet hat. Nicht gerade ein Zeichen von versöhnlichem, präsidialem Gehabe, besonders nicht wenn man die Stimmen der Linken haben möchte.

Es spricht doch absolut FÜR Gauck, dass er die Wahrheit über die Linke sagt und nicht diplomatisch rumeiert.

gasoline
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7

01.07.2010 - 20:52 Uhr
gasoline

tiltx sagte:


Merkel ist auch jetzt sturmreif geschossen worden.

Was ist denn das bitte für ein widerlicher Kriegsjargon?

Inko_Gnito
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3

01.07.2010 - 21:05 Uhr
Inko_Gnito

gasoline sagte:
tiltx sagte:


Merkel ist auch jetzt sturmreif geschossen worden.

Was ist denn das bitte für ein widerlicher Kriegsjargon?

... stalinistische Mauerschützen. Was erwartest du?

docfalcon
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Mag ich Mag ich nicht

-2

01.07.2010 - 21:07 Uhr
docfalcon

Die erste und wichtigste Frage im Interview:

"taz: Herr Gysi, warum wählt die Linkspartei Herrn Gauck nicht zum Bundespräsidenten?

Gregor Gysi: Weil er Haltungen einnimmt, die wir nicht teilen. Er war für den Irakkrieg. Er ist für den Afghanistankrieg. Und er lehnt die Einheit von politischer Freiheit und sozialer Gerechtigkeit ab. Er will den sogenannten Fürsorgestaat nicht. Meine Schlussfolgerung aus DDR und Bundesrepublik lautet, dass wir politische und soziale Freiheit nicht mehr trennen dürfen. Gauck sieht das anders. Für eine Partei, die vorwiegend sozial ausgerichtet ist, ist das schwerwiegend. "

Was ist daran so schwer zu8 begreifen, Mattheis?

medusa
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0

01.07.2010 - 21:12 Uhr
medusa

lieber autor, bist du mit tobias haberl befreundet?

common_sense
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Mag ich Mag ich nicht

0

01.07.2010 - 21:13 Uhr
common_sense

_warum
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Mag ich Mag ich nicht

0

01.07.2010 - 21:29 Uhr
_warum

Zum Thema Linke != SED: Es ist geradezu lächerlich, dass sich nur die Linke mit Stasivorwürfen und anderem herumschlagen muss. Die ehemaligen IMs, die bei FDP, CDU und SPD untergekommen sind lachen sich derweil ins Fäustchen.

Zum Thema Bundespräsidentenwahl: Hut ab, die Linke verdient Respekt, dass sie zu ihren inhaltlichen Positionen gehalten hat. Zugegebenermaßen hat Gauck ihnen das auch einfach gemacht, aber trotzdem.

Die SPD hat schließlich unter Schröder alles wofür sie steht grundlos verraten und die Vorbedingungen für die jetzige Finanzkrise durch Deregulation geschaffen. Ich erinnere dabei an Gerhard Schröders Spruch, mit ihm lasse sich keine Politik gegen die Wirtschaft machen. Seine Schwarz-Weiß-Malerei in dieser Hinsicht (a la "wer nicht für die Wirtschaft ist ist gegen sie") hat den Weg bereitet für eine krass unausgewogene Gesetzgebung zugunsten ausbeuterischer Geschäftspraktiken, sowohl was das Verhältnis Arbeitgeber/Arbeitnehmer angeht, als auch was die Übernahme und das Ausschlachten von eigentlich gesunden Unternehmen angeht (Randnotiz: es ist schon zynisch, wie Müntefering über die "Heuschrecken" gelästert hat, schließlich war es zum großen Teil die rot-grüne Regierung, die die Heuschrecken überhaupt erst in diesem Umfang möglich gemacht hat).

Die Linke besteht zum großen Teil aus Menschen, die politisch inhaltlich dort stehen, wo die SPD vor 40 Jahren stand und eben diesen Verrat der SPD nicht mitgemacht haben. Es ist ein Wunder der Beeinflussung durch Medien, dass sie trotzdem erfolgreich als des Teufels wahrgenommen werden, und es enttäuscht mich, auf jetzt.de einen Artikel zu lesen, der diese einseitige Berichterstattung weiter verstärkt.

alces
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-3

01.07.2010 - 21:29 Uhr
alces

docfalcon sagte:
Die erste und wichtigste Frage im Interview:

"taz: Herr Gysi, warum wählt die Linkspartei Herrn Gauck nicht zum Bundespräsidenten?

Gregor Gysi: Weil er Haltungen einnimmt, die wir nicht teilen. Er war für den Irakkrieg. Er ist für den Afghanistankrieg. Und er lehnt die Einheit von politischer Freiheit und sozialer Gerechtigkeit ab. Er will den sogenannten Fürsorgestaat nicht. Meine Schlussfolgerung aus DDR und Bundesrepublik lautet, dass wir politische und soziale Freiheit nicht mehr trennen dürfen. Gauck sieht das anders. Für eine Partei, die vorwiegend sozial ausgerichtet ist, ist das schwerwiegend. "

Was ist daran so schwer zu8 begreifen, Mattheis?


"Politische und soziale Freiheit" ist ein intellektuell unaufrichtiges Lügenkonstrukt, ein argumentativer Strohmann, den der Demagoge Gysi aufstellt, um von der dogmatischen Freiheitsfeindlichkeit und Verantwortungsleugnung seiner Partei abzulenken. Die "Freiheit" die die Linke propagiert ist ultima ratio nur die Freiheit von Verantwortung, in der sich der Einzelne nicht mehr fragt, wie er zum Gemeinwesen beitragen kann, sondern wie er dieses zu seinem Nutzen plündern kann. Sobald eine Mehrheit des Volkes diese parasitäre und autokratische Einstellung akzeptiert und wählt, wird das Volk alles verlieren - Freiheit und Wohlstand und Sicherheit, und wird nie wieder frei sein. Und wird es auch nicht anders verdient haben.

Ich danke Dir, daß ich hier die Gelegenheit habe, einen Text von Philipp Matheis zu verteigigen, ich hätte es kaum für möglich gehalten.

Winterzauber
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-2

01.07.2010 - 21:29 Uhr
Winterzauber

Ossis verhindern! Und am besten noch durch Ossis! Perfekt!

_warum
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1

01.07.2010 - 21:33 Uhr
_warum

alces sagte:
Die "Freiheit" die die Linke propagiert ist ultima ratio nur die Freiheit von Verantwortung, in der sich der Einzelne nicht mehr fragt, wie er zum Gemeinwesen beitragen kann, sondern wie er dieses zu seinem Nutzen plündern kann.


[citation needed]

Seriously.

Was du schreibst ist auf der Ebene von Leuten, die Hartz IV-Empfängern vorwerfen, einfach nur auf der faulen Haut zu liegen.

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4

01.07.2010 - 21:34 Uhr
_warum

Winterzauber sagte:
Ossis verhindern! Und am besten noch durch Ossis! Perfekt!

Seit wann sind Ossis eine homogene Masse? Merkel ist auch Ossi, und deren Politik ist ja nun wirklich vollkommen der Linken entgegengesetzt.

Inko_Gnito
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5

01.07.2010 - 21:39 Uhr
Inko_Gnito

_warum sagte:
Hut ab, die Linke verdient Respekt, dass sie zu ihren inhaltlichen Positionen gehalten hat.

Wenn man Totalverweigerung als inhaltliche Position akzeptiert, hast du völlig recht.

soylentyellow
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01.07.2010 - 21:41 Uhr
soylentyellow

tiltx sagte:
soylentyellow sagte:


Warum haben die Linken dann nicht ihre unique selling proposition (kategorisch gegen Krieg sein - das sind noch nicht einmal die Grünen) dadurch ausgebaut dass sie glaubwürdig darlegen dass sie kein Problem mit ihrer Vergangenheit haben (Nachfolgepartei der PDS und die war Nachfolgepartei der SED) und deshalb FÜR Gauck stimmen


Das Verstehe ich nicht, denn Gauck war a) für den Afghanistaneinsatz und b) auch recht zufrieden mit der wirtschaftlichen Richtung der jetzigen Koalition und in Verlängerung auch der der rot-grünen zuvor. Wie hätte die Linke hier mit einer Wahl Gaucks ihre USPs bewiesen?


Den USP "gegen Krieg sein" hätten sie behalten und den Vorbehalt (von mir aus: Das Vorurteil) sie hätten eine mangelnde Distanz zu ihrer Vergangenheit und zu den Schattenseiten der DDR aus dem Weg geräumt,denn bei Gauck denke sicher nicht nur ich zuerst an Gauck Behörde und nicht bzw. erst an zweiter, dritter und vierter Stelle an seine etwaige Position zum Krieg in Afghanistan und H-IV usw.

Mit einem klaren Bekenntnis zu Gauck + der bekannt ablehnenden Position zum Afghanistan Krieg hätte die Linke sicherlich viele Wähler gewinnen können. Aber so - Chance vertan, (potentielle) Wähler verloren.

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01.07.2010 - 21:43 Uhr
soylentyellow

Inko_Gnito sagte:
_warum sagte:
Hut ab, die Linke verdient Respekt, dass sie zu ihren inhaltlichen Positionen gehalten hat.

Wenn man Totalverweigerung als inhaltliche Position akzeptiert, hast du völlig recht.


Außer zu Krieg - da ist sie die einzig gute Position!

Inko_Gnito
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01.07.2010 - 21:43 Uhr
Inko_Gnito

soylentyellow sagte:
Mit einem klaren Bekenntnis zu Gauck + der bekannt ablehnenden Position zum Afghanistan Krieg hätte die Linke sicherlich viele Wähler gewinnen können. Aber so - Chance vertan, (potentielle) Wähler verloren.

Wofür man ihr nur danken kann. Auf diese Weise werden wir sie vielleicht schneller wieder los, als selbst von großen Optimisten gehofft.

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0

01.07.2010 - 21:44 Uhr
Inko_Gnito

soylentyellow sagte:
Inko_Gnito sagte:
_warum sagte:
Hut ab, die Linke verdient Respekt, dass sie zu ihren inhaltlichen Positionen gehalten hat.

Wenn man Totalverweigerung als inhaltliche Position akzeptiert, hast du völlig recht.

Außer zu Krieg - da ist sie die einzig gute Position!

Da verweigert sie sich eben auch konsequent, was in diesem Fall eher positiv kommt. Das fällt also in die Kategorie mit dem blinden Huhn und dem Korn. Prost.

Wasago
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1

01.07.2010 - 21:50 Uhr
Wasago

Naja, Machtgeilheit kann man den Linken jedenfalls nicht vorwerfen. Siehe NRW und hier, sie haben halt nicht das "geringste Übel" Gauck (aus ihrer Sicht) gewählt, um damit dann die Regierung zu destabilisieren (ob das geht, bzw. überhaupt notwendig ist, muss ja noch geklärt werden).

Auf jeden Fall war es fast so spannend wie Fußball und für den Wulff kann jetzt nur alles besser werden, so mies, wie's angefangen hat.

soylentyellow
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01.07.2010 - 21:52 Uhr
soylentyellow

Bantha sagte:

Ich weiss nicht ob Herr Gauck zu viel für die Linken war. Laut Oskar Lafontaine liegt es ja nicht an der Gauck-Behörde oder Gauck's Ablehung für die Linken, sondern an seiner Haltung zum Afghanistankonflikt und zu den sozialen Einschnitten.



Das hört sich für mich nach reiner PR an. So richtige Firmen PR. Oder wahlweise Politiker PR. Oder an der Begründung wenn die Versicherung aufgrund eines klitzekleinen Formfehlers nicht zahlen will.

*Natürlich* konnte man Gauck nicht wegen der Gauck Beörde nicht nicht wählen (dann lieber den noch konservativeren Wulff), nein, es liegt *natürlich* an seiner Haltung zum Krieg in Afghanistan und seiner Sozialpolitik.

Ist klar, ne...

_warum
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01.07.2010 - 21:55 Uhr
_warum

Inko_Gnito sagte:
_warum sagte:
Hut ab, die Linke verdient Respekt, dass sie zu ihren inhaltlichen Positionen gehalten hat.

Wenn man Totalverweigerung als inhaltliche Position akzeptiert, hast du völlig recht.

Wenn ich die Wahl habe zwischen Menschen die konsequent eine Position vertreten, mit der ich übereinstimme (Linke), Menschen die konsequent eine Position vertreten, die ich vollkommen bekloppt finde (FDP) und Fähnchen im Wind die im Namen der Kompromissbereitschaft problemlos ihre Ideale verraten (SPD), dann ist mir die erste Variante tatsächlich am liebsten. (Ja, ich übertreibe die jeweiligen Charakterzüge bewusst. Das bedeutet nicht, dass ich nicht auch Nuancen erkennen kann, aber entsprechend ausgewogene Walls of Text liest eh keiner.)

Im Übrigen kann man ja dem zitierten Interview mit Gysi auch entnehmen, dass die Linke durchaus auch bereit ist, über Positionen zu reden. In diversen Ostbundesländern scheint das ja auch ganz gut zu funktionieren.

komber
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01.07.2010 - 21:57 Uhr
komber

Danke!

soylentyellow
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0

01.07.2010 - 21:58 Uhr
soylentyellow

Inko_Gnito sagte:
soylentyellow sagte:
Inko_Gnito sagte:
_warum sagte:
Hut ab, die Linke verdient Respekt, dass sie zu ihren inhaltlichen Positionen gehalten hat.

Wenn man Totalverweigerung als inhaltliche Position akzeptiert, hast du völlig recht.

Außer zu Krieg - da ist sie die einzig gute Position!

Da verweigert sie sich eben auch konsequent, was in diesem Fall eher positiv kommt. Das fällt also in die Kategorie mit dem blinden Huhn und dem Korn. Prost.



Alternativen welche Partei ich wählen soll wenn ich absolut und kategorisch gegen den Krieg bin? V.a. jetzt wo sich die Linken ins politische Abseits manövriert haben?

Inko_Gnito
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3

01.07.2010 - 22:00 Uhr
Inko_Gnito

_warum sagte:
Wenn ich die Wahl habe zwischen Menschen die konsequent eine Position vertreten, mit der ich übereinstimme (Linke),

...

Im Übrigen kann man ja dem zitierten Interview mit Gysi auch entnehmen, dass die Linke durchaus auch bereit ist, über Positionen zu reden. In diversen Ostbundesländern scheint das ja auch ganz gut zu funktionieren.

Schlimmere Fähnchenindenwindhalter als Gysi oder Lafontaine findest du doch in anderen Parteien auch nicht. Lafontaine ist bis 98 oder 99 super mit Schröder zurechtgekommen. Gysi war auch schon in der DDR prominent. Die beiden stehen doch beispielhaft für die Anpassungsfähigkeit (andere würden sagen Wendigkeit oder Opportunismus) von machtbesessenen Politikern, die in jedem beliebigen System Karriere machen.

gasoline
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6

01.07.2010 - 22:03 Uhr
gasoline

Wasago sagte:
Naja, Machtgeilheit kann man den Linken jedenfalls nicht vorwerfen. Siehe NRW und hier, sie haben halt nicht das "geringste Übel" Gauck (aus ihrer Sicht) gewählt, um damit dann die Regierung zu destabilisieren (ob das geht, bzw. überhaupt notwendig ist, muss ja noch geklärt werden).

Auf jeden Fall war es fast so spannend wie Fußball und für den Wulff kann jetzt nur alles besser werden, so mies, wie's angefangen hat.

Aber man wird den Eindruck nicht los, dass sie sich sehr in der Rolle der Opposition gefallen. Da kann man so schön edel sein, gegen Realpolitik meckern und muss selber nicht ran und seinen Wählern Zitronen geben. Ein Großteil der Wählerschaft besteht doch aus den Enttäuschten und Verlierern der Gesellschaft und ehemaligen SED Mitgliedern, die sich so legitimiert fühlen - und genau diese Wählerschichten und Mitglieder würden sich vermutlich von der Partei abwenden, wenn diese als Regierungspartei zum Politik machen gezwungen wäre. Sieht man ja bei allen etablierten Parteien. Und vor allem muss die Linke solange sie nur in der Opposition ist auch nicht ernsthaft in ihren eigenen Reihen aufräumen.

Inko_Gnito
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6

01.07.2010 - 22:04 Uhr
Inko_Gnito

Wasago sagte:
Auf jeden Fall war es fast so spannend wie Fußball und für den Wulff kann jetzt nur alles besser werden, so mies, wie's angefangen hat.

Ich glaube die Wirkung auf Wulff wird zur Zeit übertrieben. Das Theater von gestern wird vor allem auf Merkel und die Linken negative Auswirkungen haben, nicht auf Wulff. Er hat es ja nicht zu verantworten.

Wie Wulff gesehen wird, hat er ab sofort selbst in der Hand. Eine gute Rede und er ist der beliebteste Politiker des Landes, eine verkorkste Rede und er ist der Depp der Nation. Mal abwarten.

_warum
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0

01.07.2010 - 22:04 Uhr
_warum

soylentyellow sagte:
Bantha sagte:

Ich weiss nicht ob Herr Gauck zu viel für die Linken war. Laut Oskar Lafontaine liegt es ja nicht an der Gauck-Behörde oder Gauck's Ablehung für die Linken, sondern an seiner Haltung zum Afghanistankonflikt und zu den sozialen Einschnitten.

Das hört sich für mich nach reiner PR an. So richtige Firmen PR. Oder wahlweise Politiker PR. Oder an der Begründung wenn die Versicherung aufgrund eines klitzekleinen Formfehlers nicht zahlen will.

*Natürlich* konnte man Gauck nicht wegen der Gauck Beörde nicht nicht wählen (dann lieber den noch konservativeren Wulff), nein, es liegt *natürlich* an seiner Haltung zum Krieg in Afghanistan und seiner Sozialpolitik.

Ist klar, ne...

Du ignorierst dabei natürlich praktischerweise, dass Gauck die Linke ziemlich eindeutig verbal attackiert hat, auf eine Art und Weise, die nun gar nicht zum angeblich so präsidialen Charakter passt. Ganz ehrlich, irgendwo muss mit dem christlichen Motto vom Hinhalten der zweiten Backe auch Schluss sein.

Ich fände Gauck persönlich auch besser als Wullf; mich hat schon allein die Nominierung von Wulff irritiert, bevor der Kandidat Gauck überhaupt zur Debatte stand.

Aber die Entscheidung der Linken ist strategisch klug. Sie zeigen damit, dass sie nicht alles mit sich machen lassen und setzen den Tenor für zukünftige Koalitionsgespräche ("Wir können aufeinander zugehen, aber das setzt voraus, dass sich die Parteien als ebenbürtig verhalten.") Zudem ist nunmal Fakt, dass rein vom politischen Inhalt kein großer Unterschied zwischen Gauck und Wulff besteht, der Unterschied besteht allein darin, wie die Kandidatur zustande kam, und da kann die Linke eben in beiden Fällen schlecht zustimmen.

Inko_Gnito
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0

01.07.2010 - 22:06 Uhr
Inko_Gnito

soylentyellow sagte:
Alternativen welche Partei ich wählen soll wenn ich absolut und kategorisch gegen den Krieg bin? V.a. jetzt wo sich die Linken ins politische Abseits manövriert haben?

Schwierig. Ich vermute aber auch, dass man hierzulande keine Mehrheit für "absolut gegen jeden Krieg" finden wird. Der Afghanistan-Einsatz hatte jedenfalls in den ersten Jahren eine klare Mehrheit in der Bevölkerung hinter sich.

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01.07.2010 - 22:10 Uhr
Inko_Gnito

_warum sagte:
Aber die Entscheidung der Linken ist strategisch klug. Sie zeigen damit, dass sie nicht alles mit sich machen lassen und setzen den Tenor für zukünftige Koalitionsgespräche

Das dürften auf Seiten der Linken ab jetzt in erster Linie Selbstgespräche werden.

soylentyellow
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5

01.07.2010 - 22:11 Uhr
soylentyellow

gasoline sagte:

Ein Großteil der Wählerschaft [der Linken] besteht doch aus den Enttäuschten und Verlierern der Gesellschaft...


Wenn ich die FDP wähle werde ich dann erfolgreich?

rehgehege
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-1

01.07.2010 - 22:12 Uhr
rehgehege

Ich verneige mich vor dem Autor für diesen wunderbaren Text, mit dem ich mit 100%ig identifizieren kann - vielen Dank!!!

gasoline
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2

01.07.2010 - 22:17 Uhr
gasoline

soylentyellow sagte:
gasoline sagte:

Ein Großteil der Wählerschaft [der Linken] besteht doch aus den Enttäuschten und Verlierern der Gesellschaft...


Wenn ich die FDP wähle werde ich dann erfolgreich?

Ich weiß es nicht, vermutlich bist Du es dann schon auf eine gewissen Weise. Der Anteil der selbständigen Handwerker und Gewerbetreibenden, Architekten, Ärzte, Juristen dürfte prozentual höher sein, als in anderen Parteien, wenn ich mich richtig an die Wählerzusammensetzung erinnere. Die FDP Wähler, die ich kenne, bezeichnen sich als Leistungsträger, oder halten sich für zukünftige Leistungsträger, die man am weiteren sozialen und wirtschaftlichen Aufstieg durch ihrer Ansicht nach falsche Sozialpolitik hindert.

_warum
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01.07.2010 - 22:20 Uhr
_warum

Inko_Gnito sagte:
Schlimmere Fähnchenindenwindhalter als Gysi oder Lafontaine findest du doch in anderen Parteien auch nicht. Lafontaine ist bis 98 oder 99 super mit Schröder zurechtgekommen. Gysi war auch schon in der DDR prominent. [Ich entferne mal die emotionaleren Teile.]

Gysi war in der Tat SED-Mitglied. Das heißt aber nicht unbedingt, dass er sein Fähnchen in den Wind hält. Jemand der sein Fähnchen in den Wind hält wäre z.B. jemand, der zu DDR-Zeiten den Sozialismus gepredigt hat und heutzutage voll im neoliberalen Mainstream ist. Gysi erklärt heutzutage immer noch, er verfolge den Sozialismus. Inzwischen hat sich das Wort "demokratisch" dazugeschlichen wo er zuvor eine Diktatur tolerierte, aber vergleich das mal mit SPD-Politikern, die aktiv den Sozialstaat untergraben, weil das gerade in den Medien von Lobbyorganisationen gepredigt wird. Das eine ist ein Verrat der eigenen Ideale, das andere nicht (es sei denn du kannst Quellen vorlegen, dass Gysi aktiv an der Errichtung der DDR-Diktatur beteiligt war, was ich stark bezweifle).

In der Tat muss man Gysi differenziert betrachten, aber bei Lafontaine schreibst du geradezu die Geschichte um. Lafontaine und Schröder konnten inhaltlich nie wirklich gut miteinander. Innerhalb der Partei haben sie miteinander arbeiten können, weil der eine eben den linken, der andere den rechten Flügel repräsentiert hat. Zusammen regiert haben die beiden erst ab 1998, und dann flog das Ganze ja auch fast sofort auseinander. Deine Einschätzung der Situation ist also schon eine ziemliche Verkehrung der Tatsachen ins Gegenteil.

Nikolaos
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01.07.2010 - 22:24 Uhr
Nikolaos

Wirklich lesenswert und einleuchtend begründet. Kompliment!

_warum
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01.07.2010 - 22:36 Uhr
_warum

gasoline sagte:
Aber man wird den Eindruck nicht los, dass sie sich sehr in der Rolle der Opposition gefallen. Da kann man so schön edel sein, gegen Realpolitik meckern und muss selber nicht ran und seinen Wählern Zitronen geben. Ein Großteil der Wählerschaft besteht doch aus den Enttäuschten und Verlierern der Gesellschaft und ehemaligen SED Mitgliedern, die sich so legitimiert fühlen - und genau diese Wählerschichten und Mitglieder würden sich vermutlich von der Partei abwenden, wenn diese als Regierungspartei zum Politik machen gezwungen wäre. Sieht man ja bei allen etablierten Parteien. Und vor allem muss die Linke solange sie nur in der Opposition ist auch nicht ernsthaft in ihren eigenen Reihen aufräumen.

Ich muss dir insofern Recht geben, als die Linke ein Spiel spielt, das ziemlich in die Hose gehen kann. Das Problem aus Sicht der Linken ist doch Folgendes: Wenn sie jetzt eine Koalition eingehen, bei der sie so viele Zugeständnisse machen müssen, dass ihr Programm vollkommen verwässert wird, können sie nichts tun um ihre Ziele zu erreichen. Die Konsequenz wäre, dass sich die Linke-Wähler zu recht hintergangen fühlen und sich von ihr abwenden, genau wie es den anderen Parteien ergangen ist (für diese Betrachtung ist der Stimmanteil der Nichtwählerpartei ausschlaggebend). Damit hätte sie versagt.

Ihre Strategie ist daher offenbar, konsequent zu bleiben bis sie in Koalitionsverhandlungen Kompromisse erreichen können, mit denen ein ernsthafter Politikwechsel stattfindet. Ich denk das meint Gysi, wenn er davon spricht, Stärke zu gewinnen.

Das andere Lager bestehend aus den vier anderen großen Parteien versucht, diese Strategie zu vereiteln, indem sie die Linke inhaltlich ignorieren und auf Oberflächlichkeiten pochen ("nicht regierungswillig", "nicht regierungsfähig", "Chaoten", was auch immer gerade passt). Es besteht tatsächlich die Gefahr, dass die geballte Meinungskraft dieses Lagers ausreicht, die Wähler, die eigentlich inhaltlich voll auf der Linie der Linken sind, davon abzuhalten, sie zu wählen. Bis jetzt sind sie damit einigermaßen erfolgreich und falls sie das zu lange bleiben (sagen wir, die nächsten 10-20 Jahre), dann könnte sich die Linke im Sand verlaufen und versagen.

Dir fällt vielleicht auf, dass es im Artikel und in der ganzen Diskussion hier reflexartig überhaupt nicht um inhaltliche Positionen der Linken geht sondern nur um Oberflächlichkeiten. Bis jetzt klappt die Anti-Linken-Kampagne also doch ganz gut.

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1

01.07.2010 - 22:37 Uhr
_warum

Inko_Gnito sagte:
_warum sagte:
Aber die Entscheidung der Linken ist strategisch klug. Sie zeigen damit, dass sie nicht alles mit sich machen lassen und setzen den Tenor für zukünftige Koalitionsgespräche

Das dürften auf Seiten der Linken ab jetzt in erster Linie Selbstgespräche werden.

Waren sie bis jetzt zumindest im Westen de facto sowieso...

Inko_Gnito
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1

01.07.2010 - 22:48 Uhr
Inko_Gnito

_warum sagte:
... bei Lafontaine schreibst du geradezu die Geschichte um. Lafontaine und Schröder konnten inhaltlich nie wirklich gut miteinander. Innerhalb der Partei haben sie miteinander arbeiten können, weil der eine eben den linken, der andere den rechten Flügel repräsentiert hat. Zusammen regiert haben die beiden erst ab 1998, und dann flog das Ganze ja auch fast sofort auseinander. Deine Einschätzung der Situation ist also schon eine ziemliche Verkehrung der Tatsachen ins Gegenteil.

Ganz und gar nicht. Immerhin hat Lafontaine ja eng mit Schröder kooperiert, um an die Macht zu kommen. Später hat er sich dann auch mal irgendwo zwischen ausländerfeindlich und antisemitisch geäußert (die genauen Zitate müsste ich raussuchen, aber da war sowas). Lafontaine ist meinen Augen eine ganz, ganz miese Gestalt. Er war in der SPD (und zeitweise sogar deren Vorsitzender), solange er dort Macht hatte. Als er seine Macht schwinden sah, hat er von heute auf morgen den beleidigten Köhlerhorst gegeben und sich aus dem Staub gemacht, um dann später in seiner selbstgemachten WASG zu reüssieren und sich eine neue Machtposition zu bauen. Dem Burschen würde ich wirklich alles zutrauen, um Macht zu erlangen.

Gisamaluke
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01.07.2010 - 23:23 Uhr
Gisamaluke

So wie Gauk sich vor der Wahl über die Linke geäußert hat, kann man nicht ernsthaft davon ausgehen dass es ihm je darum gegangen sei, von ihr zum BuPrä gemacht zu werden. Es ging der SPD ausschließlich darum, die Linke als das zu entlarven, was sie ist, nämlich ein Haufen Ewiggestriger, und Gauk war der ideale Kandidat dazu, denn er verfolgte seit Jahrzehnten die selben Ziele.

Harhar
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01.07.2010 - 23:28 Uhr
Harhar

Guter Text!

jurette_
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6

01.07.2010 - 23:59 Uhr
jurette_

vorratsdatenspeicherung sagte:
Wenn ich mal so nen ekelhaften Neoliberalen treffe, dann haue ich ihm mit nem schönem Gruss von euch voll in die Fresse.

Wo findet man die?


Genau. Kauft nicht beim Neoliberalen!

Mannheimer
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02.07.2010 - 00:33 Uhr
Mannheimer

gähn..., gibt es mal was neues? eure kindischen streitereien langweilen mich doch sehr.
kommt nichts dabei raus, sehr schade.

AbiMuse
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02.07.2010 - 00:58 Uhr
AbiMuse

Oh, wie gut ich das kenne "Ich kann mich an einige Male erinnern, an denen ich die Fragen des Wahl-O-Mats beantwortete und am Ende hatte ich nicht die meisten Übereinstimmungen mit der Partei, die ich immer wähle, sondern mit dir.". Danke für den wunderbaren Text. Spricht mir aus der Seele!

lotta_zzora
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02.07.2010 - 01:25 Uhr
lotta_zzora

wirklich gut geschriebener text! daumen hoch!

Poison2
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02.07.2010 - 01:52 Uhr
Poison2

soviel Unfug in einem Kommentar paßt gut zur SZ

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02.07.2010 - 01:52 Uhr
Poison2

soviel Unfug in einem Kommentar paßt gut zur SZ

alces
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2

02.07.2010 - 02:48 Uhr
alces

Mhh, ja. Toll eigestiegen, Linke-Jubelperser.

Firekin
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1

02.07.2010 - 03:28 Uhr
Firekin

soylentyellow sagte:

Alternativen welche Partei ich wählen soll wenn ich absolut und kategorisch gegen den Krieg bin? V.a. jetzt wo sich die Linken ins politische Abseits manövriert haben?


Also ich wähle inzwischen nur noch eine sehr kleine pazifistische Partei, die kaum Chancen hat, in den nächsten Jahren über die 5%-Hürde zu kommen.

Verschenke ich damit meine Stimme? Mein Kreuz auf dem Wahlzettel bedeutet für diese kleine Partei nicht nur Motivation und steigende Glaubwürdigkeit, sondern sogar bares Geld.

Und ich geh nach jedem Wahltag mit dem guten Gefühl nach Hause, meiner Bürgerpflicht nachgegangen zu sein und zugleich für eine Sache eingestanden zu haben, an die ich glauben kann.

Für mich allemal besser und stimmiger als nicht zu wählen (was im Grunde der besprochenen bockigen "Dagegen"-Mentalität entspricht) oder aus taktischen Gründen Leute zu wählen, für deren Unsinn ich mich dann mitverantwortlich fühlen muss.

FliccC
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-3

02.07.2010 - 07:30 Uhr
FliccC

Was ein unglaublich schlechter Text.

Die Linke steht seit Jahren im Kreuzfeuer der Medien und der anderen Parteien. Es sind die anderen Parteien, die sich im Umgang mit der Linken disqualifizieren.

Die PDS hat sich stets mit der Aufarbeitung ihrer Vergangenheit beschäftigt und in dieser Tradition steht auch die Linke. Dass sich die Parteimitglieder immer wieder aufs Neue von DDR und Stasi distanzieren müssen, wenn sie öffentlich zu Wort kommen wollen ist übelste Schikane der Parteien und eine große Verleumdungskampagne der Medien.

Beispiel NRW: Bei den Koalitionsverhandlungen haben sich SPD/GRÜNE mit der Linken überhaupt nicht über Inhalte außeinandergesetzt, die SPD hat lediglich ein Verhör zum Thema DDR/STASI geführt, und das obwohl sie es da mit WESTLinken zu tun hatte!!

Natürlich ist es für die SPD einfach sich öffentlich von der DDR zu distanzieren, dass jedoch als Instrument zu benutzen um die Linke in den Medien schlecht aussehen zu lassen anstelle von vernünftiger Politik zu machen halte ich für äußerst undemokratisch und unvernünftig. Dass die Linke ein differenziertes Bild zu dem Thema hat, bedeutet erst Recht dass sie sich mit dem Thema viel intensiver auseinandergesetzt hat.

Es wird Zeit, dass die anderen Parteien und auch die Medien endlich anerkennen, dass die Linke eine vollwertige Partei ist, und dass man sich mit Ihren Inhalten auseinandersetzen muss. Wofür steht die Linkspartei? Warum wird sie gewählt? Was wollen die Bürger?

Im Umgang mit der Linken demonstriert die SPD seit Jahren bestenfalls rein Machtpolitisches denken, die CDU zeigt absolute Unfähigkeit der Selbstreflexion und die FDP ein angsteinjagend undemokratisches und volksverhetzende Verhalten gegenüber einer regulär gewählten Partei. Das schlimme ist, dass das von den Medien auchnoch unterstützt wird, wie zum Beispiel hier bei jezt.de

PS: Gauck wäre der bessere Präsident gewesen, da er unabhängiger ist als es ein Wulff je sein könnte. Die Jochimsen als Kandidaten vorzuschlagen ist schon ein starkes Stück. Aber gerade Gauck ist für nichts anderes als eine rückwärtsgewandte Weltsicht bekannt, ich denke nicht dass es das ist was Deutschland braucht. Das einzig interessante an ihm war doch, dass seine Wahl womöglich den Fall der Kanzlerin herbeigeführt hätte.

Zylex
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02.07.2010 - 07:38 Uhr
Zylex

Danke für diesen netten Kommentar, er spricht mir aus den Seele.

Die Linke hat sich nun völlig disqualifiziert. Ansich hätte es eine gute Alternative werden können, geführt von Betonköpfen und ewig Gestrigen kann es aber nie etwas werden. Ich hoffe inständig, daß den ganzen Protestwählern nun die Augen geöffnet wurden was das für eine Truppe ist und sie sich eine echte Alternative zu den großen Parteien suchen, die auch Willens ist, wirklich was zu bewegen.

Inko_Gnito
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1

02.07.2010 - 07:39 Uhr
Inko_Gnito

FliccC sagte:
Die PDS hat sich stets mit der Aufarbeitung ihrer Vergangenheit beschäftigt und in dieser Tradition steht auch die Linke. Dass sich die Parteimitglieder immer wieder aufs Neue von DDR und Stasi distanzieren müssen, wenn sie öffentlich zu Wort kommen wollen ist übelste Schikane der Parteien und eine große Verleumdungskampagne der Medien.

*pruuuuuuuuuuuust!*

You made my day. Selten so früh am Morgen so herzlich gelacht.
Hast du früher im DDR-Propagandaministerium gearbeitet?

i_am_the_slime
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1

02.07.2010 - 07:41 Uhr
i_am_the_slime

alces sagte:
Mhh, ja. Toll eigestiegen, Linke-Jubelperser.


das ist sogar auf zwei arten selbstironisch :D :D :D :D :D :D :D

gasoline
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3

02.07.2010 - 07:44 Uhr
gasoline

FliccC sagte:

Aber gerade Gauck ist für nichts anderes als eine rückwärtsgewandte Weltsicht bekannt, ich denke nicht dass es das ist was Deutschland braucht. Das einzig interessante an ihm war doch, dass seine Wahl womöglich den Fall der Kanzlerin herbeigeführt hätte.

Hätte man sowas auch über Menschen gesagt, die 1965 die Aufklärung von Naziverbrechen verlangt hätten? Das hätte dann auch die Mehrzahl der Studentenprotestler getroffen. Ich denke nicht, dass es für derartige Verbrechen eine moralische Verjährungsfrist gibt.

i_am_the_slime
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0

02.07.2010 - 07:54 Uhr
i_am_the_slime

gasoline sagte:
FliccC sagte:

Aber gerade Gauck ist für nichts anderes als eine rückwärtsgewandte Weltsicht bekannt, ich denke nicht dass es das ist was Deutschland braucht. Das einzig interessante an ihm war doch, dass seine Wahl womöglich den Fall der Kanzlerin herbeigeführt hätte.
Hätte man sowas auch über Menschen gesagt, die 1965 die Aufklärung von Naziverbrechen verlangt hätten? Das hätte dann auch die Mehrzahl der Studentenprotestler getroffen. Ich denke nicht, dass es für derartige Verbrechen eine moralische Verjährungsfrist gibt.


der unterschied ist wohl dass die aufarbeitung des dritten reiches erkämpft werden musste, während die aufarbeitung der ddr staatsräson der brd ist.

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0

02.07.2010 - 07:56 Uhr
i_am_the_slime

wäre aber auch wohl zuviel verlangt von bwl und jurastudenten zu verlangen dafür auf die straße zu gehen.

Inko_Gnito
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2

02.07.2010 - 08:03 Uhr
Inko_Gnito

i_am_the_slime sagte:
der unterschied ist wohl dass die aufarbeitung des dritten reiches erkämpft werden musste, während die aufarbeitung der ddr staatsräson der brd ist.

Das ist ja wohl ein bißchen albern, was? Oder wie erklärt man es sich sonst, dass die SED als Trägerin der DDR-Diktatur nie verboten wurde sondern sich erst in SED-PDS, dann in PDS, Linkspartei-PDS und schließlich nach Aufnahme von ein paar durchgenallten Westlern in Die Linke umbenennen unter weiter existieren durfte?

gasoline
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2

02.07.2010 - 08:03 Uhr
gasoline

Die Aufarbeitung in Deutschland wurde erst durch die 1968 erkämpft. Vorher war es eine mehr oder weniger aufdoktrinierte Zwangsaufklärung der Alliierten. Und im Zuge des KAlten Krieges verzichtete man da ganz schnell drauf. Man wollte nicht mehr darüber reden, man wollte das Wirtschaftswunder und basta. Was meinst Du, wie es kam, dass es soviele ehemalige Nazis in öffentlichen Positionen und in wirtschaftlichen Spitzenpositionen gab? Warum so wenig tatsächlich in den großen Konzernen aufgearbeitet wurde? Und sagt Dir der Name Globke etwas? Als die SPD im Wahlkampf den Staatssekretär Adenauers aufgrund seiner tiefsten Verstrickungen in der Nazi Zeit zum Thema machen wollte, drohte die CDU damit, Brandt aufgrund seines Exils in Norwegen als Vaterlandsverräter öfentlich zu denunzieren. Das war 1961 noch so ein schwerwiegender Vorwurf, dass die SPD davon absah, die Person Globke zum Thema zu machen. Und der Mann war maßgeblich an der Verfassung der Rassengesetze beteiligt.

bikez
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3

02.07.2010 - 08:05 Uhr
bikez

Hätte ich nicht besser ausdrücken können. Die Linken "spielen" doch bloss Politik. Als Ersatz für realistische Inhalte sind sie einfach mal "dagegen" - egal gegen was.

i_am_the_slime
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02.07.2010 - 08:09 Uhr
i_am_the_slime

Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
der unterschied ist wohl dass die aufarbeitung des dritten reiches erkämpft werden musste, während die aufarbeitung der ddr staatsräson der brd ist.
Das ist ja wohl ein bißchen albern, was? Oder wie erklärt man es sich sonst, dass die SED als Trägerin der DDR-Diktatur nie verboten wurde sondern sich erst in SED-PDS, dann in PDS, Linkspartei-PDS und schließlich nach Aufnahme von ein paar durchgenallten Westlern in Die Linke umbenennen unter weiter existieren durfte?


siehst du irgendwelche volksmassen dafür demonstrieren dass man die ddrgeschichte endlich ans licht kehren soll und unsere latent weiterbestehenden ddrstrukturen klären sollte?

oder fordern das die politiker durch die bank weg von grüne bis fdp?

alcofribas
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4

02.07.2010 - 08:11 Uhr
alcofribas

FliccC sagte: Aber gerade Gauck ist für nichts anderes als eine rückwärtsgewandte Weltsicht bekannt, ich denke nicht dass es das ist was Deutschland braucht.


Doch, genau das, was du als rückwärtsgewandt bezeichnest, braucht "Deutschland". Die DDR wurde für meinen Geschmack zu schnell "abgearbeitet". Eine wirkliche Auseinandersetzung und umfassende Aufarbeitung hat m.E. nicht stattgefunden, es gibt diese - vielleicht zu Recht polemisch genannte - Auflistung: nach 1990 wurden im Zusammenhang mit DDR-Unrecht ca. 75 000 Ermittlungsverfahren gegen 105 000 Beschuldigte eingeleitet, daraus entstanden 1021 Anklagen gegen 1737 Angeklagte. Daraus resultierten nach Verfahrenseinstellungen, Geldstrafen und zur Bewährung ausgesetzten Freiheitsstrafen genau 46 Freiheitsstrafen ohne Bewährung.

ich verstehe in der Tat nicht, warum man einem Gauck "Rückwärtsgewandtheit" vorwirft, wenn sich viele, die heute an entscheidenden Stellen Verantwortung tragen noch nicht restlos zu ihrer Rolle und Haltung in der DDR erklärt haben.

Dasselbe hat man - viel zu spät - auch von denen eingefordert, die sich im sog. "Dritten Reich" schuldig gemacht haben, ich würde mir ein "'68" auch für die alten DDR-Kader wünschen.

Inko_Gnito
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4

02.07.2010 - 08:12 Uhr
Inko_Gnito

i_am_the_slime sagte:
siehst du irgendwelche volksmassen dafür demonstrieren dass man die ddrgeschichte endlich ans licht kehren soll und unsere latent weiterbestehenden ddrstrukturen klären sollte?

oder fordern das die politiker durch die bank weg von grüne bis fdp?

Eine Verbrecherbande wird ja wohl nicht erst dadurch eine Verbrecherbande, dass Volksmassen gegen sie demonstrieren.

i_am_the_slime
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0

02.07.2010 - 08:13 Uhr
i_am_the_slime

Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
siehst du irgendwelche volksmassen dafür demonstrieren dass man die ddrgeschichte endlich ans licht kehren soll und unsere latent weiterbestehenden ddrstrukturen klären sollte?

oder fordern das die politiker durch die bank weg von grüne bis fdp?
Eine Verbrecherbande wird ja wohl nicht erst dadurch eine Verbrecherbande, dass Volksmassen gegen sie demonstrieren.


habe ich irgendwo gesagt dass die ddr kein unrechtsstaat war?

WolfB
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-8

02.07.2010 - 08:20 Uhr
WolfB

Ach Philli, so jung und schon so dumm, Du kennst doch den alten Gauck-Opa mit seinem verrosteten Stasi-Jäger-Messer garnicht, hätte die Bildzeitung nicht die Gauck-Behörde (der lange Name passte nicht auf die Seiten) erfunden, wüßte keiner, was das ist: ein Gauck???

gruß wolf

edlabyde
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7

02.07.2010 - 08:22 Uhr
edlabyde

WolfB sagte:
Ach Philli, so jung und schon so dumm, Du kennst doch den alten Gauck-Opa mit seinem verrosteten Stasi-Jäger-Messer garnicht, hätte die Bildzeitung nicht die Gauck-Behörde (der lange Name passte nicht auf die Seiten) erfunden, wüßte keiner, was das ist: ein Gauck???

gruß wolf

Und wäre er nicht Leiter der "Gauck-Behörde" gewesen, hätten ihn die Linken locker gewählt, gell?

gasoline
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-2

02.07.2010 - 08:22 Uhr
gasoline

Die DDR ausschließlich als Unrechtsstaat darzustellen, wird den Menschen, die in dem System lebten, aber auch nicht gerecht. Eine Integration kann doch nur stattfinden, wenn man persönliche Biographien und Lebensleistungen betrachtet.

TomJones
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3

02.07.2010 - 08:27 Uhr
TomJones

Die Kommunisten sind unwählbar, ist das was neues?
Und klar, dass die jemanden nicht wählen, der in der DDR gegen sie und ihre Terrordiktatur gekämpft hat. Die ganzen alten IMs in dieser "Partei" wissen das doch noch, und die jungen Kommunisten marschieren stramm auf Parteilinie.

Inko_Gnito
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0

02.07.2010 - 08:27 Uhr
Inko_Gnito

i_am_the_slime sagte:
habe ich irgendwo gesagt dass die ddr kein unrechtsstaat war?

Umso besser. Dann sind wir uns doch einig.

alcofribas
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8

02.07.2010 - 08:28 Uhr
alcofribas

gasoline sagte:
Die DDR ausschließlich als Unrechtsstaat darzustellen, wird den Menschen, die in dem System lebten, aber auch nicht gerecht. Eine Integration kann doch nur stattfinden, wenn man persönliche Biographien und Lebensleistungen betrachtet.


Einen Staat als Unrechtsstaat zu bezeichnen, diskreditiert doch nicht dessen Bürger.
Und natürlich war die DDR ein "Unrechtsstaat", das steht doch außerhalb jeder Diskussion. Wenn man "Unrechtsstaat" nämlich als die Umkehrung von "Rechtsstaat" begreift. Ein Rechtsstaat hat zumindest die Grundrechte zu wahren und zu verteidigen, Unverletzlichkeit der Wohnung, Versammlungs-, meinungs- und Pressefreiheit, freie Wahlen, Freizügigkeit, freie Berufswahl etc. pp. Die DDR hat diese Grundrechte ja wohl nicht verteidigt, sondern eingeschränkt und beschnitten.

i_am_the_slime
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-2

02.07.2010 - 08:28 Uhr
i_am_the_slime

gasoline sagte:
Die DDR ausschließlich als Unrechtsstaat darzustellen, wird den Menschen, die in dem System lebten, aber auch nicht gerecht. Eine Integration kann doch nur stattfinden, wenn man persönliche Biographien und Lebensleistungen betrachtet.


was ein unrechtsstaat ist und was nicht hängt letztendlich nur davon ab was für einen rechtsbegriff man hat.

SSR
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1

02.07.2010 - 08:29 Uhr
SSR

Leben und dazu zähle ich auch politisches Handeln ist in letzter Konsequenz von Pragmatismus geprägt und bedeutet somit auch ideologische Gräben zu überwinden. Davon war bei den Linken ihm Rahmen dieser Wahl nichts zu sehen. Ansonsten spricht mir der Atikel aus er Seele, mit dem kleinen Unterschied, dass meine politische Prägung im Freundeskreis stattfand.
Grüsse S. R.

Inko_Gnito
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2

02.07.2010 - 08:30 Uhr
Inko_Gnito

gasoline sagte:
Die DDR ausschließlich als Unrechtsstaat darzustellen, wird den Menschen, die in dem System lebten, aber auch nicht gerecht. Eine Integration kann doch nur stattfinden, wenn man persönliche Biographien und Lebensleistungen betrachtet.

Das eine schließt das andere ja nicht aus. In einem Unrechtsstaat leben ja für gewöhnlich nicht nur Verbrecher sondern auch diejenigen, an denen die Verbrechen begangen werden. Das gilt für die DDR genauso wie für das 3. Reich.

i_am_the_slime
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0

02.07.2010 - 08:31 Uhr
i_am_the_slime

Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
habe ich irgendwo gesagt dass die ddr kein unrechtsstaat war?
Umso besser. Dann sind wir uns doch einig.


eigentlich nicht, weil die streitfrage eigentlich war, ob die ddraufarbeitung staatsräson in der brd ist oder nicht. hab noch keine argumente dagegen gehört.

Inko_Gnito
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2

02.07.2010 - 08:31 Uhr
Inko_Gnito

i_am_the_slime sagte:
was ein unrechtsstaat ist und was nicht hängt letztendlich nur davon ab was für einen rechtsbegriff man hat.

Das kann man so sehen, allerdings müsste man dann auch das 3. Reich als Rechtsstaat betrachten. Es gab dort schließlich auch ein System aus Rechten und Gesetzen.

edlabyde
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3

02.07.2010 - 08:36 Uhr
edlabyde

i_am_the_slime sagte:
eigentlich nicht, weil die streitfrage eigentlich war, ob die ddraufarbeitung staatsräson in der brd ist oder nicht. hab noch keine argumente dagegen gehört.

Und was, wenn die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit tatsächlich Staatsraison ist? Über die Art und Weise kann man sicher streiten, aber dass sich unser Staat überhaupt mit Menschenrechtsverstössen aus der DDR-Zeit auseinandersetzt, kann ich nicht verurteilen.

i_am_the_slime
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-1

02.07.2010 - 08:37 Uhr
i_am_the_slime

Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
was ein unrechtsstaat ist und was nicht hängt letztendlich nur davon ab was für einen rechtsbegriff man hat.
Das kann man so sehen, allerdings müsste man dann auch das 3. Reich als Rechtsstaat betrachten. Es gab dort schließlich auch ein System aus Rechten und Gesetzen.


da muss man wohl erstmal zwischen recht und gerechtigkeit trennen. mit unrechtsstaat ist meines empfindens nach auch immer mehr die systematische ungerechtigkeit gemeint und nicht dass es keine rechtssicherheit gibt. also eigentlich: was ein unrechtsstaat ist hängt letztendlich vom eigenen bzw zeitgeistigen gerechtigkeitsempfinden ab.

alcofribas
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7

02.07.2010 - 08:38 Uhr
alcofribas

i_am_the_slime sagte:
was ein unrechtsstaat ist und was nicht hängt letztendlich nur davon ab was für einen rechtsbegriff man hat.


Gut erkannt. Siehe oben. Natürlich gabs in der DDR "Recht und Gesetz" z.B. im Sinne unserer Gesetze, aber was bringt mir ein okayes Friedhofsrecht, wenn ich Mikros hinter der Tapete habe?

i_am_the_slime
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-7

02.07.2010 - 08:40 Uhr
i_am_the_slime

edlabyde sagte:
i_am_the_slime sagte:
eigentlich nicht, weil die streitfrage eigentlich war, ob die ddraufarbeitung staatsräson in der brd ist oder nicht. hab noch keine argumente dagegen gehört.
Und was, wenn die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit tatsächlich Staatsraison ist? Über die Art und Weise kann man sicher streiten, aber dass sich unser Staat überhaupt mit Menschenrechtsverstössen aus der DDR-Zeit auseinandersetzt, kann ich nicht verurteilen.


natürlich macht die brd das aber nicht weil sie so humanistisch ist, sondern um sich selbst zu legitimieren, weil er die ddr ja absorbiert hat. außerdem ist es nützlich um die linke, gerechtfertigt oder nicht, zu diskreditieren.

Quanta
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5

02.07.2010 - 08:41 Uhr
Quanta

Danke, dass es einmal in solcher Deutlichkeit gesagt wird. Ich habe meine Jugend in der DDR verbracht und kann NIEMANDEN verstehen, der heute noch die SED-Nachfolger wählt, egal unter welchem Namen diese auftreten.
Selbstverständlich war Gauck nicht wählbar. Warum sollten die Schafe auch den Wolf wählen? Auch wenn die Schafe hier eher die Raubtiere sind.

In einem Punkt jedoch muss ich dem Autor widersprechen:
Gysi ist kein intellektueller Redner, sondern ein verdrängender Publizist, welcher jede Veröffentlichung seiner eindeutigen DDR-Vergangenheit durch Klagen verdrängt. Man schaue sich nur die "Pressekonferenz" vor dem dritten Wahlgang an. Hier hat er wieder einmal die Maske fallen lassen.

edlabyde
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2

02.07.2010 - 08:45 Uhr
edlabyde

i_am_the_slime sagte:
natürlich macht die brd das aber nicht weil sie so humanistisch ist, sondern um sich selbst zu legitimieren, weil er die ddr ja absorbiert hat. außerdem ist es nützlich um die linke, gerechtfertigt oder nicht, zu diskreditieren.

Wenn Du das sagst.

i_am_the_slime
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-2

02.07.2010 - 08:46 Uhr
i_am_the_slime

alcofribas sagte:
i_am_the_slime sagte:
was ein unrechtsstaat ist und was nicht hängt letztendlich nur davon ab was für einen rechtsbegriff man hat.

Gut erkannt. Siehe oben. Natürlich gabs in der DDR "Recht und Gesetz" z.B. im Sinne unserer Gesetze, aber was bringt mir ein okayes Friedhofsrecht, wenn ich Mikros hinter der Tapete habe?


Natürlich gibt es in der BRD "Recht und Gesetz" aber was bringt mir ein okayes Friedhofsrecht, wenn ich Bundestrojaner auf meinem PC habe?
oh oh oh welche tür habe ich da aufgestoßen?

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0

02.07.2010 - 08:47 Uhr
i_am_the_slime

edlabyde sagte:
i_am_the_slime sagte:
natürlich macht die brd das aber nicht weil sie so humanistisch ist, sondern um sich selbst zu legitimieren, weil er die ddr ja absorbiert hat. außerdem ist es nützlich um die linke, gerechtfertigt oder nicht, zu diskreditieren.
Wenn Du das sagst.


danke für die diskussion.

edlabyde
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3

02.07.2010 - 08:52 Uhr
edlabyde

i_am_the_slime sagte:
edlabyde sagte:
i_am_the_slime sagte:
natürlich macht die brd das aber nicht weil sie so humanistisch ist, sondern um sich selbst zu legitimieren, weil er die ddr ja absorbiert hat. außerdem ist es nützlich um die linke, gerechtfertigt oder nicht, zu diskreditieren.
Wenn Du das sagst.


danke für die diskussion.

Von was willst Du mich überzeugen? Dass die BRD nicht besser ist als die DDR und die "DDR-Aufarbeitung" nur dazu dient, das untergegangene System nachträglich nochmal so richtig schlecht zu machen? Und einen unbequemen politischen Gegner klein zu halten, der aber in der Hochzeit der Aufarbeitung auch im Osten noch sehr sehr bescheidene Wahlergebnisse vorzuweisen hatte? Mir kommt das alles ein bißchen weit hergeholt vor, um es ernst zu nehmen.
slime... bist Du noch da? Hat Dich der Verfassungsschutz wegen Deiner Trojaner-Äußerung schon zu einer Befragung abgeholt? Nein? Dann noch einen schönen Freitag.

Inko_Gnito
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2

02.07.2010 - 08:52 Uhr
Inko_Gnito

i_am_the_slime sagte:
da muss man wohl erstmal zwischen recht und gerechtigkeit trennen. mit unrechtsstaat ist meines empfindens nach auch immer mehr die systematische ungerechtigkeit gemeint und nicht dass es keine rechtssicherheit gibt. also eigentlich: was ein unrechtsstaat ist hängt letztendlich vom eigenen bzw zeitgeistigen gerechtigkeitsempfinden ab.

Rechtssicherheit gab es in der DDR auch ... wenn man das Land unerlaubt verlassen wollte, konnte man sicher sein, verhaftet oder erschossen zu werden ...

_warum
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-4

02.07.2010 - 08:52 Uhr
_warum

Mich erstaunt immer wieder die Naivität, die aus diesen Beiträgen über die Stasi-Vergangenheit spricht. Glauben die Autoren dieser Kommentare ernsthaft, dass es in anderen Parteien keine ehemaligen IMs & co. gibt?

Es würde mich nicht erstaunen, wenn die Linke in dieser Hinsicht sogar eine reinere Weste als die anderen Parteien hätte eben weil sie ständig unter Beobachtung steht, während die Ex-Stasimitarbeiter in anderen Parteien unentdeckt bleiben können.

gasoline
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02.07.2010 - 08:54 Uhr
gasoline

alcofribas sagte:


Einen Staat als Unrechtsstaat zu bezeichnen, diskreditiert doch nicht dessen Bürger.

Aber die DDR wird darauf reduziert Und wie Du schon sagst, was nützt ein Recht, wenn man Mikros hinter der Tapete hat. Das ist doch genau die Art, mit der alles, was in der DDR geschah - außer vielleicht der direkte Widerstand einzelner Bürger - abgehandelt wird. Kindergärten? Sozialistische Zwangserziehung. DDR Abitur? Pah, alles FDJler mit staatskonformen Eltern...

Inko_Gnito
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3

02.07.2010 - 08:56 Uhr
Inko_Gnito

i_am_the_slime sagte:
natürlich macht die brd das aber nicht weil sie so humanistisch ist, sondern um sich selbst zu legitimieren, weil er die ddr ja absorbiert hat. außerdem ist es nützlich um die linke, gerechtfertigt oder nicht, zu diskreditieren.

Leider macht Deutschland das nicht, oder zumindest bei weitem nicht ausreichend. Die DDR wurde nach ihrem Beitritt irgendwie unter den Teppich der Geschichte gekehrt, vermutlich weil sich einfach keiner mit diesem Müllhaufen beschäftigen wollte.

"Absorbiert" ist übrigens ein schlechter Ausdruck. Die Länder der DDR sind aufgrund eines Grundgesetzartikels aus freien Stücken der Bundesrepublik beigetreten, weil sie das Recht dazu hatten.

i_am_the_slime
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-2

02.07.2010 - 08:57 Uhr
i_am_the_slime

edlabyde sagte:
i_am_the_slime sagte:
edlabyde sagte:
i_am_the_slime sagte:
natürlich macht die brd das aber nicht weil sie so humanistisch ist, sondern um sich selbst zu legitimieren, weil er die ddr ja absorbiert hat. außerdem ist es nützlich um die linke, gerechtfertigt oder nicht, zu diskreditieren.
Wenn Du das sagst.

danke für die diskussion.
Von was willst Du mich überzeugen? Dass die BRD nicht besser ist als die DDR und die "DDR-Aufarbeitung" nur dazu dient, das untergegangene System nachträglich nochmal so richtig schlecht zu machen? Und einen unbequemen politischen Gegner klein zu halten, der aber in der Hochzeit der Aufarbeitung auch im Osten noch sehr sehr bescheidene Wahlergebnisse vorzuweisen hatte? Mir kommt das alles ein bißchen weit hergeholt vor, um es ernst zu nehmen.
slime... bist Du noch da? Hat Dich der Verfassungsschutz wegen Deiner Trojaner-Äußerung schon zu einer Befragung abgeholt? Nein? Dann noch einen schönen Freitag.


oh, bin ich deinem weltbild zu nahe getreten?

Inko_Gnito
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1

02.07.2010 - 08:57 Uhr
Inko_Gnito

i_am_the_slime sagte:
Natürlich gibt es in der BRD "Recht und Gesetz" aber was bringt mir ein okayes Friedhofsrecht, wenn ich Bundestrojaner auf meinem PC habe?

Hast du?

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1

02.07.2010 - 09:00 Uhr
Inko_Gnito

_warum sagte:
Mich erstaunt immer wieder die Naivität, die aus diesen Beiträgen über die Stasi-Vergangenheit spricht. Glauben die Autoren dieser Kommentare ernsthaft, dass es in anderen Parteien keine ehemaligen IMs & co. gibt?

Möglich dass es da vereinzelt welche gibt, aber die Linke hat unter ihrem alten Namen SED die Stasi erfunden, aufgebaut und bis zum Ende geleitet. Das macht für mich einen Risenunterschied.
Es würde mich nicht erstaunen, wenn die Linke in dieser Hinsicht sogar eine reinere Weste als die anderen Parteien hätte eben weil sie ständig unter Beobachtung steht, während die Ex-Stasimitarbeiter in anderen Parteien unentdeckt bleiben können.

Nochmal herzlich gelacht, obwohl so ein Kommentar eher zum Weinen und Kotzen ist.

i_am_the_slime
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02.07.2010 - 09:00 Uhr
i_am_the_slime

Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
natürlich macht die brd das aber nicht weil sie so humanistisch ist, sondern um sich selbst zu legitimieren, weil er die ddr ja absorbiert hat. außerdem ist es nützlich um die linke, gerechtfertigt oder nicht, zu diskreditieren.
Leider macht Deutschland das nicht, oder zumindest bei weitem nicht ausreichend. Die DDR wurde nach ihrem Beitritt irgendwie unter den Teppich der Geschichte gekehrt, vermutlich weil sich einfach keiner mit diesem Müllhaufen beschäftigen wollte.

"Absorbiert" ist übrigens ein schlechter Ausdruck. Die Länder der DDR sind aufgrund eines Grundgesetzartikels aus freien Stücken der Bundesrepublik beigetreten, weil sie das Recht dazu hatten.


wenn du dich an der aufarbeitung der ddr störst, dann unternimm doch etwas dafür, sie zu verbessern.
stimmt, mit der absorption hast du recht.

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-2

02.07.2010 - 09:01 Uhr
i_am_the_slime

Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
Natürlich gibt es in der BRD "Recht und Gesetz" aber was bringt mir ein okayes Friedhofsrecht, wenn ich Bundestrojaner auf meinem PC habe?

Hast du?


hast du miros der stasi hinter deiner tapete?

edlabyde
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02.07.2010 - 09:02 Uhr
edlabyde

i_am_the_slime sagte:
oh, bin ich deinem weltbild zu nahe getreten?

Nein, baby. Du schwebst Meilenweit darüber.

i_am_the_slime
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-2

02.07.2010 - 09:04 Uhr
i_am_the_slime

edlabyde sagte:
i_am_the_slime sagte:
oh, bin ich deinem weltbild zu nahe getreten?
Nein, baby. Du schwebst Meilenweit darüber.


von hier oben sieht es so mickrig aus. alles eine frage der perspektive, nehme ich an.

Inko_Gnito
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02.07.2010 - 09:06 Uhr
Inko_Gnito

i_am_the_slime sagte:
Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
Natürlich gibt es in der BRD "Recht und Gesetz" aber was bringt mir ein okayes Friedhofsrecht, wenn ich Bundestrojaner auf meinem PC habe?

Hast du?

hast du miros der stasi hinter deiner tapete?

Ich nicht, aber ich kenne welche, die welche hatten.

(ist Klose eigentlich ein Miro der Stasi, weil er aus Polen kommt? :->)

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1

02.07.2010 - 09:07 Uhr
Inko_Gnito

i_am_the_slime sagte:
wenn du dich an der aufarbeitung der ddr störst, dann unternimm doch etwas dafür, sie zu verbessern.

Das mache ich, indem ich u.a. hier und anderswo immer wieder darauf hinweise.

edlabyde
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2

02.07.2010 - 09:08 Uhr
edlabyde

i_am_the_slime sagte:
edlabyde sagte:
i_am_the_slime sagte:
oh, bin ich deinem weltbild zu nahe getreten?
Nein, baby. Du schwebst Meilenweit darüber.


von hier oben sieht es so mickrig aus. alles eine frage der perspektive, nehme ich an.

Dann schweb mal schön weiter.

i_am_the_slime
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-2

02.07.2010 - 09:11 Uhr
i_am_the_slime

edlabyde sagte:
i_am_the_slime sagte:
edlabyde sagte:
i_am_the_slime sagte:
oh, bin ich deinem weltbild zu nahe getreten?
Nein, baby. Du schwebst Meilenweit darüber.

von hier oben sieht es so mickrig aus. alles eine frage der perspektive, nehme ich an.
Dann schweb mal schön weiter.


und dir viel spaß im ameisenbau.

Quanta
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8

02.07.2010 - 09:12 Uhr
Quanta

_warum sagte:
Mich erstaunt immer wieder die Naivität, die aus diesen Beiträgen über die Stasi-Vergangenheit spricht. Glauben die Autoren dieser Kommentare ernsthaft, dass es in anderen Parteien keine ehemaligen IMs & co. gibt?


Daran ist durchaus etwas Wahres. Im Osten sind noch heute unzählige Posten in Politik, an Gerichten und in Unternehmensspitzen von Stasi- Genossen besetzt. Das alte System ist dort noch mehr als aktiv.
Doch es gibt quasi keine Aufarbeitung, zumal ein Großteil der Akten vernichtet sind. Und frei nach dem Motto "Wenn man nix findet, war da auch nix" wurden viele Täter förmlich freigesprochen. Wenn überhaupt danach gesucht wurde ....

Aber die Linke vertritt laut und öffentlich eine Verharmlosung der DDR. Und dies ist in keiner Weise akzeptabel. Vor allem die Verklärung von Erstwählern, welche durch mangelnde geschichtliche Aufarbeitung in den Schulen keinerlei Ahnung von dem "Wahren Ich" dieser Partei haben, welche offenkundig einfach "nur links" ist.

i_am_the_slime
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-3

02.07.2010 - 09:14 Uhr
i_am_the_slime

Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
Natürlich gibt es in der BRD "Recht und Gesetz" aber was bringt mir ein okayes Friedhofsrecht, wenn ich Bundestrojaner auf meinem PC habe?

Hast du?
hast du miros der stasi hinter deiner tapete?
Ich nicht, aber ich kenne welche, die welche hatten.

(ist Klose eigentlich ein Miro der Stasi, weil er aus Polen kommt? :->)


ich kenn zwar keine autonomen, aber die sind glaube ich genauso systemfeindlich wie deine freunde mit den kloses hinter der tapete.
wäre bestimmt interessant mit solchen leuten zu reden, aber ich weiß ja von vorneherein, das sind alles zecken und krawallmacher, nestbeschmutzer und denen kann man eh nicht glauben.

Mazine
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7

02.07.2010 - 09:14 Uhr
Mazine

Ich bin selber ein Kind der DDR und sehe es genau so!

Die Linke hat wieder einmal gezeigt, dass sie nicht wählbar ist für junge Menschen, die sich einen sozialeren aber trotzdem gerechten Staat wünschen.

Wacht endlich auf, die Mauer ist seit 21 Jahren nicht mehr da!!!
Und wird auch nie wieder kommen...

Nick_ko
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2

02.07.2010 - 09:16 Uhr
Nick_ko

Philip, du sprichst mir aus der Seele.

Die SPD hat ihr Profil verloren, die PDS hat es verpasst, den Platz zwischen Linksextrem und politischer Mitte zu füllen.

Das haben sie bei der Wahl auf ein Neues überdeutlich gezeigt.

Noch dazu haben viele Bürger verständlicherweise kein Verständnis dafür, dass die Linke ihnen mit ihrer Blockade und daraus resultierenden 3 Wahlgängen den ganzen Fernsehabend versaut haben. :)

alcofribas
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2

02.07.2010 - 09:18 Uhr
alcofribas

Quanta sagte:
Daran ist durchaus etwas Wahres. Im Osten sind noch heute unzählige Posten in Politik, an Gerichten und in Unternehmensspitzen von Stasi- Genossen besetzt..


In der Tat, wir bräuchten eher mehr als weniger Gaucks.

Inko_Gnito
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1

02.07.2010 - 09:19 Uhr
Inko_Gnito

i_am_the_slime sagte:
ich kenn zwar keine autonomen, aber die sind glaube ich genauso systemfeindlich wie deine freunde mit den kloses hinter der tapete.
wäre bestimmt interessant mit solchen leuten zu reden, aber ich weiß ja von vorneherein, das sind alles zecken und krawallmacher, nestbeschmutzer und denen kann man eh nicht glauben.

Wenn du so voreingenommen bist, kann ich dir leider auch nicht helfen ...

i_am_the_slime
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0

02.07.2010 - 09:21 Uhr
i_am_the_slime

Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
ich kenn zwar keine autonomen, aber die sind glaube ich genauso systemfeindlich wie deine freunde mit den kloses hinter der tapete.
wäre bestimmt interessant mit solchen leuten zu reden, aber ich weiß ja von vorneherein, das sind alles zecken und krawallmacher, nestbeschmutzer und denen kann man eh nicht glauben.
Wenn du so voreingenommen bist, kann ich dir leider auch nicht helfen ...


das war ironie ;[

Inko_Gnito
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0

02.07.2010 - 09:22 Uhr
Inko_Gnito

i_am_the_slime sagte:
das war ironie ;[

meins auch. ;-)

edlabyde
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1

02.07.2010 - 09:23 Uhr
edlabyde

i_am_the_slime sagte:
Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
ich kenn zwar keine autonomen, aber die sind glaube ich genauso systemfeindlich wie deine freunde mit den kloses hinter der tapete.
wäre bestimmt interessant mit solchen leuten zu reden, aber ich weiß ja von vorneherein, das sind alles zecken und krawallmacher, nestbeschmutzer und denen kann man eh nicht glauben.
Wenn du so voreingenommen bist, kann ich dir leider auch nicht helfen ...


das war ironie ;[

Das, lieber slime, dürfte der maskierte Rächer schon vertanden haben, das macht es ja so schlimm.

javansejonge
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-3

02.07.2010 - 09:25 Uhr
javansejonge

Herzlichen Glückwunsch lieber Autor,
noch einer der auf den Bloßstellungsversuch von SPD/Grüne reingefallen ist.

Gauck ist christlich Konservativ
Gauck ist Neoliberal
Gauck ist für den Afghanistaneinsatz.

Alles Mängel die die LINKE dazu bewegen dürfen, den Mann nicht zu wählen. Und nein sie müssen es auch nicht um Merkel eins auszuwischen, denn das sind Parteitaktische Spielchen und solche Verlogenheiten können die anderen Parteien ohne sie Linke machen. Wenn sie Gauck für nicht wählbar halten, wählen sie ihn nicht!


Achso und ehemalige Stasispitzel und Parteibonzen aus der SED gibt es übrigens auch in anderen Parteien, immerhin hatte die SED ja auch einen Liberale, Christlich-Konservative und Sozialdemokratische Lager, die PDS ist lediglich der NAchfolger des sozialistischen Blocks in der SED.

i_am_the_slime
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0

02.07.2010 - 09:27 Uhr
i_am_the_slime

edlabyde sagte:
i_am_the_slime sagte:
Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
ich kenn zwar keine autonomen, aber die sind glaube ich genauso systemfeindlich wie deine freunde mit den kloses hinter der tapete.
wäre bestimmt interessant mit solchen leuten zu reden, aber ich weiß ja von vorneherein, das sind alles zecken und krawallmacher, nestbeschmutzer und denen kann man eh nicht glauben.
Wenn du so voreingenommen bist, kann ich dir leider auch nicht helfen ...

das war ironie ;[
Das, lieber slime, dürfte der maskierte Rächer schon vertanden haben, das macht es ja so schlimm.


man, ich fasziniere dich ja scheinbar so sehr, dass du auf solche gelegenheiten lauerst. :D

alcofribas
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6

02.07.2010 - 09:28 Uhr
alcofribas

javansejonge sagte:
immerhin hatte die SED ja auch (...) Sozialdemokratische Lager, .


Ja, vor allem in netten Orten wie Bautzen.

i_am_the_slime
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02.07.2010 - 09:28 Uhr
i_am_the_slime

Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
das war ironie ;[
meins auch. ;-)


ach ...

und wie gehts weiter?

Inko_Gnito
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5

02.07.2010 - 09:29 Uhr
Inko_Gnito

javansejonge sagte:
Gauck ist für den Afghanistaneinsatz.

Alles Mängel die die LINKE dazu bewegen dürfen, den Mann nicht zu wählen. ...

Als sie noch SED hieß, hatte die Linke nichts gegen Militäreinsätze einzuwenden, nicht gegen ihre eigene Bevölkerung und nicht gegen den der Sowjetunion in Afghanistan. Dieses pazifistische Gehabe ist also rein opportunistische Heuchelei.

edlabyde
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0

02.07.2010 - 09:30 Uhr
edlabyde

i_am_the_slime sagte:

man, ich fasziniere dich ja scheinbar so sehr, dass du auf solche gelegenheiten lauerst. :D

Nö, bin nur in Krawallstimmung.

i_am_the_slime
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02.07.2010 - 09:33 Uhr
i_am_the_slime

edlabyde sagte:
i_am_the_slime sagte:

man, ich fasziniere dich ja scheinbar so sehr, dass du auf solche gelegenheiten lauerst. :D
Nö, bin nur in Krawallstimmung.


hoffentlich bin ich ursächlich dafür, das würde mir sehr schmeicheln.
und dabei hast du dich schon verabschiedet.

edlabyde
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0

02.07.2010 - 09:35 Uhr
edlabyde

Zugegeben, Deine Ignoranz ist provokant.

i_am_the_slime
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-2

02.07.2010 - 09:35 Uhr
i_am_the_slime

Inko_Gnito sagte:
javansejonge sagte:
Gauck ist für den Afghanistaneinsatz.

Alles Mängel die die LINKE dazu bewegen dürfen, den Mann nicht zu wählen. ...
Als sie noch SED hieß, hatte die Linke nichts gegen Militäreinsätze einzuwenden, nicht gegen ihre eigene Bevölkerung und nicht gegen den der Sowjetunion in Afghanistan. Dieses pazifistische Gehabe ist also rein opportunistische Heuchelei.


welche partei wählt man, wenn man gemerkt hat, dass politik als system so funktioniert? die mir den größten vorteil bringt?

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0

02.07.2010 - 09:36 Uhr
i_am_the_slime

edlabyde sagte:
Zugegeben, Deine Ignoranz ist provokant.


deine ignoranz hingegen finde ich niedlich.

zizou2010
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0

02.07.2010 - 09:44 Uhr
zizou2010

Hallo, an die Kommentatoren, die nicht lesen können,

1. schreibt der Autor zu Kiesinger "Mit Kiesinger war ja in den Sechzigern auch ein ehemaliges NSDAP-Mitglied Bundeskanzler der BRD"
2. schreibt er zu Jochimsen: "Luc Jochimsen für Trotz und Immer-Dagegensein"

richtig lesen können hilft!
Der Text ist klasse, er sagt ALLES!

linksistderrechteweg
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-1

02.07.2010 - 09:49 Uhr
linksistderrechteweg

@zEeeEeee

Realpolitik ist nunmal auch "Geschacher" und das Totalverweigerertum der Linken ist für deren Wähler nicht zu vereinbaren. Ich kann doch als Wähler keine Partei wählen, die aufgrund Ihrer grundsatzphilosophischen Betonköpfe meine realpolitischen Interessen als Wähler nicht durchsetzen kann. Und das führt dazu, dass mehr und mehr Wähler Ihre Konsequenzen ziehen werden ! Daher kannst man getrost davon ausgehen, dass die SPD sicherlich nicht ewig in der Opposition bleiben wird.

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1

02.07.2010 - 09:55 Uhr
linksistderrechteweg

javansejonge sagte:

Achso und ehemalige Stasispitzel und Parteibonzen aus der SED gibt es übrigens auch in anderen Parteien, immerhin hatte die SED ja auch einen Liberale, Christlich-Konservative und Sozialdemokratische Lager, die PDS ist lediglich der NAchfolger des sozialistischen Blocks in der SED.


Prinzipiell richtig und die grösste von allen Ex-Parteikader/Wendehälsen ist jetzt Bundeskanzlerin ;)

Inko_Gnito
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0

02.07.2010 - 09:57 Uhr
Inko_Gnito

@zizou2010: ... und das bezieht sich auf wen?

synthie_und_roma
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0

02.07.2010 - 09:57 Uhr
synthie_und_roma

Ich kann die Linke voll und ganz verstehen. Warum sollen die Gauck wählen? Das war nicht ihr Kandidat und in zentralen Themen wie Aghanistaneinsatz oder Hartz 4 überhaupt nicht auf ihrer politischen Linie.

Das hat für mich überhaupt nichts mit Vergangenheitsbewältigung zu tun. Das holt die SPD nur raus, um jetzt Stimmung gegen die Linke zu machen.

Ich finde es konsequent, dass die nicht auf Gauck umgeschwenkt sind nur um Wullf zu verhindern. Denn das wäre doch genau das gewesen, was der Autor kritisiert:

Nur weil sie GEGEN Wullf sind hätte sie FÜR Gauck gestimmt. Da stimmt doch dann auch etwas nicht, denn das ist genau die gegen etwas sein mentalität, die da oben so beweint wird.

und außerdem: wer den hampelmann im schloss bellevue macht ist letztlich total egal.

strikingback
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0

02.07.2010 - 09:58 Uhr
strikingback

jenseits vom pol. inhalt: es gibt fast nichts was an diesem text gut ist. er strotzt nur so vor pauschalurteilen und, vorsichtig gesagt, sehr einfachen Gedanken zum pol. Geschehen.

linksistderrechteweg
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2

02.07.2010 - 10:01 Uhr
linksistderrechteweg

strikingback sagte:
jenseits vom pol. inhalt: es gibt fast nichts was an diesem text gut ist. er strotzt nur so vor pauschalurteilen und, vorsichtig gesagt, sehr einfachen Gedanken zum pol. Geschehen.


Das ist ja mal ein Pauschalurteil und sehr simpler Gedanke zum Text ! ;)
Gönnst du uns auch den Luxus eines Argumentes bzw. Beispiels ???

jurette_
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0

02.07.2010 - 10:04 Uhr
jurette_

zizou2010 sagte:
Hallo, an die Kommentatoren, die nicht lesen können,

1. schreibt der Autor zu Kiesinger "Mit Kiesinger war ja in den Sechzigern auch ein ehemaliges NSDAP-Mitglied Bundeskanzler der BRD"
2. schreibt er zu Jochimsen: "Luc Jochimsen für Trotz und Immer-Dagegensein"

richtig lesen können hilft!
Der Text ist klasse, er sagt ALLES!


Und Du solltest mal einen kommentar weiterlesen - da steht nämlich, dass das nachträglich von christina Wächter geändert wurde.

_warum
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-3

02.07.2010 - 10:04 Uhr
_warum

Quanta sagte:
Aber die Linke vertritt laut und öffentlich eine Verharmlosung der DDR. Und dies ist in keiner Weise akzeptabel. Vor allem die Verklärung von Erstwählern, welche durch mangelnde geschichtliche Aufarbeitung in den Schulen keinerlei Ahnung von dem "Wahren Ich" dieser Partei haben, welche offenkundig einfach "nur links" ist.

Ich stimme dir absolut zu, dass Verharmlosung der DDR nicht okay ist, aber ich bin absolut nicht überzeugt, dass das in der Linken Mainstream ist. Ich bitte dich, doch einmal genauer hinzusehen, *was* in der Linken an der DDR gut gefunden wird und lass es mich vielleicht mit einer Analogie versuchen.

Der Bau der Autobahnen in Deutschland wurde im Dritten Reich begonnen. Das Dritte Reich war zweifellos ein Unrechtsstaat. Sind Autobahnen deswegen schlecht? Verharmlost der ADAC das Dritte Reich wenn er den Ausbau von Autobahnen fordert?

Natürlich nicht. Das zu behaupten wäre ein typischer logischer Fehlschluss, Guilt by Association.

Ich denke, du siehst schon, worauf mein Kommentar hinausläuft: Guilt by Association spielt auch bei der Auseinandersetzung mit der Linken eine wichtige Rolle.

Was waren denn die Punkte, die die DDR zu einem Unrechtsstaat machten? Einschränkung der Freizügigkeit, der Berufswahl; Bespitzelung durch die Stasi; das sind sicherlich die Hauptpunkte.

Ein anderer zentraler Aspekt der DDR war der (zum Scheitern verdammte) Versuch, einen sozialistischen Staat aufzubauen. Aber dieser Aspekt hat die DDR nicht zu einem Unrechtsstaat gemacht.

Man kann laut und öffentlich Sozialismus gut finden, genauso wie man laut und öffentlich Autobahnen gut finden kann. Mit Verharmlosung von Unrechtsstaaten hat das nur in den Köpfen derjenigen zu tun, die eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema scheuen.

(Als Nachsatz muss ich eingestehen, dass es in der Linken auch Spinner gibt, die tatsächlich weiter gehen. Aber dann sollte man zumindest nicht mit verschiedenem Maß messen und anerkennen, das man über manche Aussagen bei anderen Parteien auch ziemlich den Kopf schütteln muss, wenn sich z.B. SPDler dazu hinreissen lassen zu sagen, dass man im Zweifelsfall dann eben das Grundgesetz ignorieren muss; von den Julis, Jusos, JU und Grünen Jugend ganz zu schweigen)

i_am_the_slime
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0

02.07.2010 - 10:05 Uhr
i_am_the_slime

synthie_und_roma sagte:
Ich kann die Linke voll und ganz verstehen. Warum sollen die Gauck wählen? Das war nicht ihr Kandidat und in zentralen Themen wie Aghanistaneinsatz oder Hartz 4 überhaupt nicht auf ihrer politischen Linie.

Das hat für mich überhaupt nichts mit Vergangenheitsbewältigung zu tun. Das holt die SPD nur raus, um jetzt Stimmung gegen die Linke zu machen.

Ich finde es konsequent, dass die nicht auf Gauck umgeschwenkt sind nur um Wullf zu verhindern. Denn das wäre doch genau das gewesen, was der Autor kritisiert:

Nur weil sie GEGEN Wullf sind hätte sie FÜR Gauck gestimmt. Da stimmt doch dann auch etwas nicht, denn das ist genau die gegen etwas sein mentalität, die da oben so beweint wird.

und außerdem: wer den hampelmann im schloss bellevue macht ist letztlich total egal.


stichwort politikverdrossenheit, hehe
suchen wir unser heil im konsum oder politik?

strikingback
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1

02.07.2010 - 10:06 Uhr
strikingback

es gibt zwei maximen die bei der LINKEN immer noch sehr viel wert sind: raus aus afghanistan, d.h. keine Auslandseinsätze der Bundeswehr generell, und weg mit Hartz 4.

Wegen dieser Maximen wurde sie immer wieder gewählt. Wie unglaubwürdig hätte sie sich denn jetzt gemacht, wenn sie einen Gegner ihrer Forderungen unterstützt hätte?

Und, btw: diese beiden Maximen galten vor 1998 auch für die Grünen und die SPD. Schaut euch mal die Wahlprogramme von damals an. Da stand bestimmt nicht drin: "Ja, und wir finden es ganz cool, demnächst unsere grünen Jungs überall um den Globus zu schicken und bisschen Krieg zu spielen und außerdem wollen wir den Sozialstaat radikal um und abbauen, schließlich will die Armee ja finanziert werden."

Die Linke hätte nie solche Wahlerfolge gefeiert wenn SPD und Grüne nicht in so entscheidender Weise von ihren Grundsätzen abgewichen wäre.

alcofribas
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5

02.07.2010 - 10:09 Uhr
alcofribas

@_warum:

richtig gesagt, gerade weil ich mich als Linken sehe, finde ich ein System wie das der DDR ziemlich [hier sollte ein Fäkalausdruck stehen]. Die DDR stand in der Traditionslinie des preußischen Obrigkeitsstaates und der Nazidiktatur, zwar vielleicht nicht dem behaupteten Anspruch, wohl aber dem Menschenbild und dem Habitus nach.

i_am_the_slime
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0

02.07.2010 - 10:09 Uhr
i_am_the_slime

_warum sagte:
Quanta sagte:
Aber die Linke vertritt laut und öffentlich eine Verharmlosung der DDR. Und dies ist in keiner Weise akzeptabel. Vor allem die Verklärung von Erstwählern, welche durch mangelnde geschichtliche Aufarbeitung in den Schulen keinerlei Ahnung von dem "Wahren Ich" dieser Partei haben, welche offenkundig einfach "nur links" ist.
Ich stimme dir absolut zu, dass Verharmlosung der DDR nicht okay ist, aber ich bin absolut nicht überzeugt, dass das in der Linken Mainstream ist. Ich bitte dich, doch einmal genauer hinzusehen, *was* in der Linken an der DDR gut gefunden wird und lass es mich vielleicht mit einer Analogie versuchen.

Der Bau der Autobahnen in Deutschland wurde im Dritten Reich begonnen. Das Dritte Reich war zweifellos ein Unrechtsstaat. Sind Autobahnen deswegen schlecht? Verharmlost der ADAC das Dritte Reich wenn er den Ausbau von Autobahnen fordert?

Natürlich nicht. Das zu behaupten wäre ein typischer logischer Fehlschluss, Guilt by Association.

Ich denke, du siehst schon, worauf mein Kommentar hinausläuft: Guilt by Association spielt auch bei der Auseinandersetzung mit der Linken eine wichtige Rolle.

Was waren denn die Punkte, die die DDR zu einem Unrechtsstaat machten? Einschränkung der Freizügigkeit, der Berufswahl; Bespitzelung durch die Stasi; das sind sicherlich die Hauptpunkte.

Ein anderer zentraler Aspekt der DDR war der (zum Scheitern verdammte) Versuch, einen sozialistischen Staat aufzubauen. Aber dieser Aspekt hat die DDR nicht zu einem Unrechtsstaat gemacht.

Man kann laut und öffentlich Sozialismus gut finden, genauso wie man laut und öffentlich Autobahnen gut finden kann. Mit Verharmlosung von Unrechtsstaaten hat das nur in den Köpfen derjenigen zu tun, die eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema scheuen.

(Als Nachsatz muss ich eingestehen, dass es in der Linken auch Spinner gibt, die tatsächlich weiter gehen. Aber dann sollte man zumindest nicht mit verschiedenem Maß messen und anerkennen, das man über manche Aussagen bei anderen Parteien auch ziemlich den Kopf schütteln muss, wenn sich z.B. SPDler dazu hinreissen lassen zu sagen, dass man im Zweifelsfall dann eben das Grundgesetz ignorieren muss; von den Julis, Jusos, JU und Grünen Jugend ganz zu schweigen)


danke für den differenzierten kommentar, aber autobahnen sind trotzdem blöd.

Inko_Gnito
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1

02.07.2010 - 10:11 Uhr
Inko_Gnito

strikingback sagte:
es gibt zwei maximen die bei der LINKEN immer noch sehr viel wert sind: raus aus afghanistan, d.h. keine Auslandseinsätze der Bundeswehr generell, und weg mit Hartz 4.

Weg mit Hartz 4 fände ich gemein. Dann hätten die Bedürftigsten ja gar nichts mehr zum Leben!

jurette_
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6

02.07.2010 - 10:11 Uhr
jurette_

Im Übrigen gibt es auch andere Gründe als die DDR-Verklärung und fehlende Vergangenheitsbewältigung der Linken, die die Partei für mich unwählbar macht, ihr politisches Programm oder zumindest das, von dem sie behaupten, es sei ihr politisches Programm. Das hat ja alces schon auf seine unnachahmliche Art und Weise ausgeführt

IM NRW-Nationalkampf haben sie gefordert, große Unternehmen zu enteignen und ins Volkseigentum zu überführen. Das allein lehne ich schon ab, aber da werdem einige mir hier widersprechen.

Aber eigentlich nervt mich an der Forderung, dass dies nicht mal erfüllt werden kann, wenn die Linke der MP in NRW stellt und sie erst ganz kleinlaut nach der Wahl eingestanden haben, dass das auf Landesebene dann doch nicht möglich sei.

Alles in allen ein Beispiel dafür, dass die Partei mit populistischen Methoden Wähler such und dabei nicht davor zurückschreckt, den Wähler für blöd zu verkaufen. UNd das sie ganz offensichtlich keine Interesse hat zu regieren.

Und das ist nur ein Gund von vielen.

Ich bin aber trotzdem der Auffassung, dass es nicht ungerecht ist, wenn die Linke mitglieder dazu aufgefordert werdet, sich von der DDR und dem furchtbaren System da zu distanzieren. Schließlich sind sie die Nachfolgepartei der SED, die anderen Parteien sind das nicht.

i_am_the_slime
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-3

02.07.2010 - 10:13 Uhr
i_am_the_slime

Inko_Gnito sagte:
strikingback sagte:
es gibt zwei maximen die bei der LINKEN immer noch sehr viel wert sind: raus aus afghanistan, d.h. keine Auslandseinsätze der Bundeswehr generell, und weg mit Hartz 4.
Weg mit Hartz 4 fände ich gemein. Dann hätten die Bedürftigsten ja gar nichts mehr zum Leben!


die werden schon ruhig vor sich hinsterben und das problem ist gelöst!

synthie_und_roma
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0

02.07.2010 - 10:14 Uhr
synthie_und_roma

nehmen wir mal an die linke hätte en kandidaten aus dem hut gezaubert, der ein linker gauck gewesen wäre. wo alle gesagt hätten: super-typ. diverse facebookgruppen hätten sich gegründet um diesen mann ins amt zu hieven.

leider war er in zentralen politisch-gesellschaftlichen fragen nicht der meinung der spd und der grünen.

niemals hätte die spd oder die grünen den gewählt. weil man doch selbst einen total überzeugenden kandiaten hatte. das ist einfach bigotterie.

und wenn das einzige argument ist: wählt den gauck, damit nächstes jahr der gabriel bundeskanzler ist - also ich hätte als linker den auch nicht gewählt. denn wer gauck gewählt hätte, hätte eben auch gabriel gewählt. und nur darum ging es der spd - nicht um gauck und dessen untadeligkeit. das alles war nur geheuchel pur. gut das die linke da nicht mitgemacht hat.

Inko_Gnito
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2

02.07.2010 - 10:14 Uhr
Inko_Gnito

strikingback sagte:
Die Linke hätte nie solche Wahlerfolge gefeiert wenn SPD und Grüne nicht in so entscheidender Weise von ihren Grundsätzen abgewichen wäre.

Die Linke hätte vor allem nie solche Wahlerfolge gefeiert, wenn sie nicht auf so dreiste Weise den Leuten die Hucke vollügen, völlig unrealistische Forderungen stellen würde und damit auch noch noch unverständlicherweise auf offene Ohren treffen würde.

strikingback
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02.07.2010 - 10:15 Uhr
strikingback

welches problem?

_warum
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0

02.07.2010 - 10:15 Uhr
_warum

i_am_the_slime sagte: danke für den differenzierten kommentar, aber autobahnen sind trotzdem blöd.

Ich fahr auch lieber Zug. Lang lebe die Umwelt! :)

i_am_the_slime
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-3

02.07.2010 - 10:16 Uhr
i_am_the_slime

jurette_ sagte:
Im Übrigen gibt es auch andere Gründe als die DDR-Verklärung und fehlende Vergangenheitsbewältigung der Linken, die die Partei für mich unwählbar macht, ihr politisches Programm oder zumindest das, von dem sie behaupten, es sei ihr politisches Programm. Das hat ja alces schon auf seine unnachahmliche Art und Weise ausgeführt

IM NRW-Nationalkampf haben sie gefordert, große Unternehmen zu enteignen und ins Volkseigentum zu überführen. Das allein lehne ich schon ab, aber da werdem einige mir hier widersprechen.

Aber eigentlich nervt mich an der Forderung, dass dies nicht mal erfüllt werden kann, wenn die Linke der MP in NRW stellt und sie erst ganz kleinlaut nach der Wahl eingestanden haben, dass das auf Landesebene dann doch nicht möglich sei.

Alles in allen ein Beispiel dafür, dass die Partei mit populistischen Methoden Wähler such und dabei nicht davor zurückschreckt, den Wähler für blöd zu verkaufen. UNd das sie ganz offensichtlich keine Interesse hat zu regieren.

Und das ist nur ein Gund von vielen.

Ich bin aber trotzdem der Auffassung, dass es nicht ungerecht ist, wenn die Linke mitglieder dazu aufgefordert werdet, sich von der DDR und dem furchtbaren System da zu distanzieren. Schließlich sind sie die Nachfolgepartei der SED, die anderen Parteien sind das nicht.


und dass die anderen parteien nicht weniger heuchlerisch sind und klientelpolitik betreiben stört dich dabei weniger weil du dich zu ihrer klientel zählst?

swlabrbadge
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-3

02.07.2010 - 10:17 Uhr
swlabrbadge

Lieber Philipp,

Dich hat die SZ schon gut eingenordet. Mach weiter so, dann wirst du in der Presse gute Karriere machen. Du hast mindestens das Zeug zu Ressortchef.

Kurz zur Sache: Die Linke hatte die Wahl zwischen Gauck, einem explizit neoliberalen Schroeder-Anhänger, dessen einziger Verdienst ist, dass er mal die Stasi-Akten verwaltet hat und dem von CDU/FDP vorgeschlagenen Wulff.

Die Linke hat fairerweise beschlossen, ihre Kandidatin zurückzuziehen und (sehr demokratisch) ihren Wahlleuten die Entscheidung komplett freizugeben. Diese habe sich logischerweise für keinen der Kandidaten begeistern können und sich enthalten. Was ist daran irgendwie zu kritisieren ?

Von dir als zukünftigen Karrieristen bei der Presse (und höchstwahrscheinlich Millionär) ist auch ohne deine Begründung nicht zu erwarten, dass du Die Linke wählst. Das wäre ja gegen deine Interessen.

synthie_und_roma
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02.07.2010 - 10:17 Uhr
synthie_und_roma

Inko_Gnito sagte:
strikingback sagte:
Die Linke hätte nie solche Wahlerfolge gefeiert wenn SPD und Grüne nicht in so entscheidender Weise von ihren Grundsätzen abgewichen wäre.

Die Linke hätte vor allem nie solche Wahlerfolge gefeiert, wenn sie nicht auf so dreiste Weise den Leuten die Hucke vollügen, völlig unrealistische Forderungen stellen würde und damit auch noch noch unverständlicherweise auf offene Ohren treffen würde.


unrealistische forderungen in der opposition zu stellen - das macht jeder. unrealitische forderungen in der regierung zu stellen - das macht nur die fdp.

strikingback
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02.07.2010 - 10:18 Uhr
strikingback

naja ein Spitzensteuersatz wie unter Helmut Kohl is ja auch die unrealistischste aller Forderungen. Und wie gesagt, vor 1998 forderten auch SPD und Grüne völlig Unrealistisches wie keine Auslandseinsätze der Bundeswehr. Brauchten sie aber gar nicht, denn die CDU/FDP-Regierung in den 90ern machte die unrealistischste Außenpolitik überhaupt: Ohne Soldaten im Ausland.

i_am_the_slime
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02.07.2010 - 10:18 Uhr
i_am_the_slime

synthie_und_roma sagte:
nehmen wir mal an die linke hätte en kandidaten aus dem hut gezaubert, der ein linker gauck gewesen wäre. wo alle gesagt hätten: super-typ. diverse facebookgruppen hätten sich gegründet um diesen mann ins amt zu hieven.

leider war er in zentralen politisch-gesellschaftlichen fragen nicht der meinung der spd und der grünen.

niemals hätte die spd oder die grünen den gewählt. weil man doch selbst einen total überzeugenden kandiaten hatte. das ist einfach bigotterie.

und wenn das einzige argument ist: wählt den gauck, damit nächstes jahr der gabriel bundeskanzler ist - also ich hätte als linker den auch nicht gewählt. denn wer gauck gewählt hätte, hätte eben auch gabriel gewählt. und nur darum ging es der spd - nicht um gauck und dessen untadeligkeit. das alles war nur geheuchel pur. gut das die linke da nicht mitgemacht hat.


ich bin für mehr heuchelei, vielleicht muss man sich dann weniger verblendetes blabla durchlesen.

alcofribas
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02.07.2010 - 10:18 Uhr
alcofribas

swlabrbadge sagte:
?Von dir als zukünftigen Karrieristen bei der Presse (und höchstwahrscheinlich Millionär)


Ach endlich weiß ich, warum ich keine goldenen Kloschüsseln habe. Weil ich nix "mit Medien" mache.

i_am_the_slime
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02.07.2010 - 10:19 Uhr
i_am_the_slime

_warum sagte:
i_am_the_slime sagte: danke für den differenzierten kommentar, aber autobahnen sind trotzdem blöd.
Ich fahr auch lieber Zug. Lang lebe die Umwelt! :)


da sieht man wenigstens mal wie deutschland wirklich aussieht, die ganzen schönen städte :D

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02.07.2010 - 10:20 Uhr
i_am_the_slime

Inko_Gnito sagte:
strikingback sagte:
Die Linke hätte nie solche Wahlerfolge gefeiert wenn SPD und Grüne nicht in so entscheidender Weise von ihren Grundsätzen abgewichen wäre.
Die Linke hätte vor allem nie solche Wahlerfolge gefeiert, wenn sie nicht auf so dreiste Weise den Leuten die Hucke vollügen, völlig unrealistische Forderungen stellen würde und damit auch noch noch unverständlicherweise auf offene Ohren treffen würde.


und wieder die frage, welche partei ist besser?

Inko_Gnito
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02.07.2010 - 10:20 Uhr
Inko_Gnito

synthie_und_roma sagte:
nehmen wir mal an die linke hätte en kandidaten aus dem hut gezaubert, der ein linker gauck gewesen wäre. wo alle gesagt hätten: super-typ. diverse facebookgruppen hätten sich gegründet um diesen mann ins amt zu hieven.

leider war er in zentralen politisch-gesellschaftlichen fragen nicht der meinung der spd und der grünen.

Oder einen grün-gelb gestreiften Schimpansen mit IQ 150. Das wäre realistischer.
niemals hätte die spd oder die grünen den gewählt. weil man doch selbst einen total überzeugenden kandiaten hatte.

..., den man dann ja vor lauter Überzeugung zurückgezogen hat, wie Frau Jochimsen, die man lieber im 3. Wahlgang nicht hat antreten lassen.

jurette_
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7

02.07.2010 - 10:22 Uhr
jurette_

Ich finde, dass die anderen Parteien nicht so heuchlerisch sind. Und ich erwarte zu einem gewissen Maß auch, dass die Partei, die ich wähle, meine Interessen verfolgt. Du möchtest doch auch , dass die Partei, die Du wählst, das tut, was Du möchtest.

Und natürlich sind die anderen Parteien auch keine Waisenkinder, ich bin auch dafür, dass die Privilegien der Parteien stark beschnitten werden - angefangen mit dieser unsäglichen Parteienfinanzierung.

Aber abgesehen davon, dass ich nicht glaube, dass der Sozialismus ohne Zwang eingeführt werden kann, ich diesen Zwang ablehne und deshalb keine sozialistische Partei wählen würde, finde ich, dass die Linke die anderen Parteien toppt. Und das gerade einer Partei, in der alte SEDler und StasiGrößen eine politische Heimat gefunden haben und das, ohne dass sie sich in irgeneiner Form von ihrer früheren Tätigkeit distanzieren müssen, die also aus einem durch und durch korrupten System stammenm sich beschweren, dass andere Parteien Klientelpolitik machen, finde ich mehr als lächerlich.

Inko_Gnito
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3

02.07.2010 - 10:22 Uhr
Inko_Gnito

i_am_the_slime sagte:
und wieder die frage, welche partei ist besser?

Im Vergleich mit der Linken jede.

_warum
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-2

02.07.2010 - 10:24 Uhr
_warum

jurette_ sagte:
IM NRW-Nationalkampf haben sie gefordert, große Unternehmen zu enteignen und ins Volkseigentum zu überführen. Das allein lehne ich schon ab, aber da werdem einige mir hier widersprechen.

Es ist natürlich dein Recht, gegen die Überführung von Unternehmen in Gemeinschaftseigentum zu sein, und ja, ich bin da ganz deutlich anderer Meinung. Auf eins muss ich aber hinweisen: die Linke steht mit ihrer Forderung mehr oder weniger dort, wo die verfassungsgebende Versammlung NRWs vor 60 Jahren stand!

Artikel 27, Abs. 1 der Verfassung von NRW sagt: "Großbetriebe der Grundstoffindustrie und Unternehmen, die wegen ihrer monopolartigen Stellung besondere Bedeutung haben, sollen in Gemeineigentum überführt werden."

Verblüffend, was? Die Linke ist gar nicht so weit links, wie immer behauptet wird, die anderen Parteien haben sich nur so weit vom Zentrum entfernt, dass so ein Eindruck entstehen kann...

i_am_the_slime
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-1

02.07.2010 - 10:26 Uhr
i_am_the_slime

jurette_ sagte:
Ich finde, dass die anderen Parteien nicht so heuchlerisch sind. Und ich erwarte zu einem gewissen Maß auch, dass die Partei, die ich wähle, meine Interessen verfolgt. Du möchtest doch auch , dass die Partei, die Du wählst, das tut, was Du möchtest.

Und natürlich sind die anderen Parteien auch keine Waisenkinder, ich bin auch dafür, dass die Privilegien der Parteien stark beschnitten werden - angefangen mit dieser unsäglichen Parteienfinanzierung.

Aber abgesehen davon, dass ich nicht glaube, dass der Sozialismus ohne Zwang eingeführt werden kann, ich diesen Zwang ablehne und deshalb keine sozialistische Partei wählen würde, finde ich, dass die Linke die anderen Parteien toppt. Und das gerade einer Partei, in der alte SEDler und StasiGrößen eine politische Heimat gefunden haben und das, ohne dass sie sich in irgeneiner Form von ihrer früheren Tätigkeit distanzieren müssen, die also aus einem durch und durch korrupten System stammenm sich beschweren, dass andere Parteien Klientelpolitik machen, finde ich mehr als lächerlich.


also wählst du die die am wenigsten heuchelt und dir die meisten vorteile bringt in kombination? ganz schön zynisch dafür, dass du so moralisierst.

der zwang zum sozialismus ist dir also weniger lieb als die aktuelle gegebenen systemzwänge? ist doch bloße geschmackfrage, also wieder, warum so moralisierend?

Inko_Gnito
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02.07.2010 - 10:26 Uhr
Inko_Gnito

_warum sagte:
die Linke steht mit ihrer Forderung mehr oder weniger dort, wo die verfassungsgebende Versammlung NRWs vor 60 Jahren stand!

Schön dass du zugibst, dass die Linke 60 Jahre zurück ist.

soylentyellow
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02.07.2010 - 10:27 Uhr
soylentyellow

Firekin sagte:
soylentyellow sagte:

Alternativen welche Partei ich wählen soll wenn ich absolut und kategorisch gegen den Krieg bin? V.a. jetzt wo sich die Linken ins politische Abseits manövriert haben?


Also ich wähle inzwischen nur noch eine sehr kleine pazifistische Partei, die kaum Chancen hat, in den nächsten Jahren über die 5%-Hürde zu kommen.



Hat die auch einen Namen?

jurette_
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02.07.2010 - 10:27 Uhr
jurette_

wort: bundestroianer), ar die DDR ein besserer Staat?

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1

02.07.2010 - 10:27 Uhr
jurette_

hups, sorry, ich wollte eigentlich fragen: Macht der Bundetroianer die DDR zu einem besseren Staat?

cooldog
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-4

02.07.2010 - 10:28 Uhr
cooldog

Soso, Philip Mattheis, da hast Du also nie die Linke gewaehlt aber ab jetzt wirst
Du sie schon zweimal nicht waehlen - wie sollen die das bloss ueberleben? Dabei
haettest Du doch so gerne mitskandiert "Yes we Gauck!" wie es Dir die Bild-Zeitung
so schoen vorgemacht hat - und dann haben die boesen Linken Dir den schoenen
event versaut - wie grausam.... Geh Guido waehlen, Philip, oder die Gruenen, die
sind mittlerweile auch schon so geistig tot dass sie fuer Dich ok sind, und wo Du
jetzt schon weisst das Che Guevara ein Moerder war, musst Du bloss noch lernen
das Pinochet Chile vor dem Kommunismus gerettet hat, dann kannst Du auch
in die CDU .

gasoline
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3

02.07.2010 - 10:28 Uhr
gasoline

_warum sagte:

Verblüffend, was? Die Linke ist gar nicht so weit links, wie immer behauptet wird, die anderen Parteien haben sich nur so weit vom Zentrum entfernt, dass so ein Eindruck entstehen kann...


Ich würde die Situation im Nachkriegsdeutschland mit den Erfahrungen der IG Farben Vergangenheit und Co kaum als "Mitte" bezeichnen. Man hat sich dann auch sehr schnell unter den Entwicklungen des Kalten Kriegs und im Zuge des Wiederaufbaus gegen eine Verstaatlichung entschieden.

i_am_the_slime
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02.07.2010 - 10:28 Uhr
i_am_the_slime

Inko_Gnito sagte:
_warum sagte:
die Linke steht mit ihrer Forderung mehr oder weniger dort, wo die verfassungsgebende Versammlung NRWs vor 60 Jahren stand!
Schön dass du zugibst, dass die Linke 60 Jahre zurück ist.


die demokratie hatte 1789 auch schon einiges aufm buckel

_warum
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-3

02.07.2010 - 10:29 Uhr
_warum

Inko_Gnito sagte:
_warum sagte:
die Linke steht mit ihrer Forderung mehr oder weniger dort, wo die verfassungsgebende Versammlung NRWs vor 60 Jahren stand!

Schön dass du zugibst, dass die Linke 60 Jahre zurück ist.

Guten morgen, lieber Troll.

i_am_the_slime
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-3

02.07.2010 - 10:29 Uhr
i_am_the_slime

jurette_ sagte:
hups, sorry, ich wollte eigentlich fragen: Macht der Bundetroianer die DDR zu einem besseren Staat?


es geht eher darum, ob die brd soviel besser ist.

strikingback
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2

02.07.2010 - 10:31 Uhr
strikingback

Leute ihr müsst da auch differenzieren. Im östlichen Bundesländern ist die Linke ne Volkspartei, so wie die CSU in Bayern. Da kann man sich wirklich fragen, warum Ex-DDR-Rentner Ex-DDR-Funktionäre wählen.

Im Westen ist das ein Sammelsurium aus Altlinken, West-PDS-Leuten, von der SPD enttäuschten Gewerkschaftern, eben solche Ex-Grüne etc.

Und eigentlich ist es verwunderlich dass nicht noch mehr Leute links wählen. Wer vertritt denn die Interessen der Arbeitnehmer in D ? Schaut euch doch die Statistiken an, Lohnentwicklung i.d. letzten zehn Jahren. Die SPD hat sich hier disqualifiziert, Hartz 4 löste einen unglaublichen Druck auf die lohnabhängig Beschäftigten aus. Klar stellen die keine Forderungen mehr nach Lohnerhöhung und Arbeitszeitverkürzung wenn sie wissen wie schnell jetzt der Abstieg auf Sozialhilfe-Niveau droht - EGAL wie viele Jahre sie zuvor malocht haben.

Und da ist interessant dass z.B. in Hessen konservative Arbeiter Koch wählen. Nur deswegen ist die CDU hier schon so lange an der Macht. Ähnliches gilt für die Tea-Party-Bewegung i.d. USA. Die dümmsten Kälber wählen hier ihre eignen Metzger selber und sind weit davon entfernt, dass zu verstehen. Sie hören lieber auf die markigen Worte der beeindruckenden großen Männer...

TomJones
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-2

02.07.2010 - 10:32 Uhr
TomJones

Die haben den Roland gewählt, weil er ganz klar der richtige Mann für Hessen ist!

Inko_Gnito
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2

02.07.2010 - 10:32 Uhr
Inko_Gnito

i_am_the_slime sagte:
jurette_ sagte:
hups, sorry, ich wollte eigentlich fragen: Macht der Bundetroianer die DDR zu einem besseren Staat?


es geht eher darum, ob die brd soviel besser ist.

Im Vergleich zur DDR auf jeden Fall. Was soll die Frage?

strikingback
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0

02.07.2010 - 10:33 Uhr
strikingback

so link gefunden... dieser artikel ist wirklich lesenswert

http://www.freitag.de/politik/1024-die-h...

gasoline
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5

02.07.2010 - 10:33 Uhr
gasoline

i_am_the_slime sagte:
jurette_ sagte:
hups, sorry, ich wollte eigentlich fragen: Macht der Bundetroianer die DDR zu einem besseren Staat?


es geht eher darum, ob die brd soviel besser ist.

Machst Du Witze? Hast Du Dich mal mit jemanden unterhalten, der da tatsächlich gelebt hat?

i_am_the_slime
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-4

02.07.2010 - 10:34 Uhr
i_am_the_slime

Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
jurette_ sagte:
hups, sorry, ich wollte eigentlich fragen: Macht der Bundetroianer die DDR zu einem besseren Staat?

es geht eher darum, ob die brd soviel besser ist.
Im Vergleich zur DDR auf jeden Fall. Was soll die Frage?


nur ne klarstellung.
ich leb auch lieber in einem schön dekorierten gefängnis mit netten wärtern und internetanschluss als in einem drecksloch. bleibt beides ein gefängnis.

_warum
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-1

02.07.2010 - 10:34 Uhr
_warum

gasoline sagte:
_warum sagte:
Verblüffend, was? Die Linke ist gar nicht so weit links, wie immer behauptet wird, die anderen Parteien haben sich nur so weit vom Zentrum entfernt, dass so ein Eindruck entstehen kann...

Ich würde die Situation im Nachkriegsdeutschland mit den Erfahrungen der IG Farben Vergangenheit und Co kaum als "Mitte" bezeichnen. Man hat sich dann auch sehr schnell unter den Entwicklungen des Kalten Kriegs und im Zuge des Wiederaufbaus gegen eine Verstaatlichung entschieden.

Ich würde den Satz in der NRW-Verfassung persönlich (wenn ich dürfte) auch umschreiben von "... sollen in Gemeineigentum überführt werden" zu "... können in Gemeineigentum überführt werden" zumindest was die Grundstoffindustrie angeht. Monopole dagegen sind grundsätzlich schlecht und sollten entweder Gemeineigentum oder zerschlagen werden - dafür spricht sogar die Grundidee vom freien Markt.

Dass es keine dumme Idee ist, sich die Option einer Überführung in Gemeineigentum offen zu halten, sollte aber gerade angesichts der aktuellen Lage klar sein. Das Thema der außer Kontrolle geratenen Konzerne ist ja nun wirklich brandaktuell.

gasoline
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1

02.07.2010 - 10:35 Uhr
gasoline

i_am_the_slime sagte:

nur ne klarstellung.
ich leb auch lieber in einem schön dekorierten gefängnis mit netten wärtern und internetanschluss als in einem drecksloch. bleibt beides ein gefängnis.

BITTE?

jurette_
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02.07.2010 - 10:35 Uhr
jurette_

i_am_the_slime sagte:

also wählst du die die am wenigsten heuchelt und dir die meisten vorteile bringt in kombination? ganz schön zynisch dafür, dass du so moralisierst.


Nein, das habe ich nicht gesagt. Ich wähle die Partei, die das umsetzen möchte, was ich für richtig halte, und der ich von allen Parteien am ehesten zutraue, dass sie dies tut.

Warum wählst Du denn eine Partei?

Ich moralisiere auch nicht. Ich finde lediglich, dass so eine Partei nicht wählbar ist. Ich spreche dabei für mich allein. Was ist daran denn moralisieren?

(Ich wäre Dir sehr verbunden, wenn Du es unterlassen würdest, mir meine Worte im Mund zu verdrehen, mich persönlich anzugreifen und bösartige Unterstellungen vorzunehmen. Das würde die Diskussion mit Dir angenehmer machen. So habe ich da nämlich keine Lust dazu)

i_am_the_slime sagte: der zwang zum sozialismus ist dir also weniger lieb als die aktuelle gegebenen systemzwänge? ist doch bloße geschmackfrage, also wieder, warum so moralisierend?


Ja, das ist so, mir ist der Zwang zum Kommunismus weniger lieb als die jetzigen Systemzwänge. Und nein, ich halte das nicht nur für Geschmacksfrage. Aber darüber möchte ich jetzt auch nicht diskutieren.

(Und wieder Frage ich, was daran moralisierend ist. )

Der_Klabautermann
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02.07.2010 - 10:35 Uhr
Der_Klabautermann

Geht doch nach drüben.
Schade, drüben gibt es ja nicht mehr!

Inko_Gnito
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02.07.2010 - 10:36 Uhr
Inko_Gnito

strikingback sagte:
Leute ihr müsst da auch differenzieren. Im östlichen Bundesländern ist die Linke ne Volkspartei, so wie die CSU in Bayern. Da kann man sich wirklich fragen, warum Ex-DDR-Rentner Ex-DDR-Funktionäre wählen.

An den Ergebnissen im Osten sieht man ganz einfach, wer von der DDR profitierte. Die wählen eben heute noch SED.

synthie_und_roma
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2

02.07.2010 - 10:36 Uhr
synthie_und_roma

hätten die grünen einen kandidaten gewählt, der sich für die laufzeitverlängerung von atomkraftwerken stark macht, nur weil der sonst en superschnöffter typ ist?

claudia roth: ihre stimme bitte!

i_am_the_slime
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-2

02.07.2010 - 10:36 Uhr
i_am_the_slime

gasoline sagte:
i_am_the_slime sagte:

nur ne klarstellung.
ich leb auch lieber in einem schön dekorierten gefängnis mit netten wärtern und internetanschluss als in einem drecksloch. bleibt beides ein gefängnis.
BITTE?



was verstehst du nicht?

alcofribas
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4

02.07.2010 - 10:37 Uhr
alcofribas

strikingback sagte:
Leute ihr müsst da auch differenzieren. Im östlichen Bundesländern ist die Linke ne Volkspartei, so wie die CSU in Bayern. (...) Im Westen ist das ein Sammelsurium aus Altlinken, West-PDS-Leuten, von der SPD enttäuschten Gewerkschaftern, eben solche Ex-Grüne etc.


Und ebendiese Kombi macht die sog. "Linke" für mich unwählbar. Vor allem der Status der "Volkspartei" im Osten. Und ja, die Linke im Osten ist vom soziologischen Milieu durchaus mit der CSU vergleichbar (ich darf das sagen, ich kenn beides recht gut). Deren Mitglieder-, Sympathisanten- und Wählerschaft ist zu 80% alles andere als "links".

Inko_Gnito
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02.07.2010 - 10:37 Uhr
Inko_Gnito

i_am_the_slime sagte:
nur ne klarstellung.
ich leb auch lieber in einem schön dekorierten gefängnis mit netten wärtern und internetanschluss als in einem drecksloch. bleibt beides ein gefängnis.

Ach so, du lebst im Gefängnis. Da erklärt natürlich einiges. Wie lange hast du noch?

i_am_the_slime
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-1

02.07.2010 - 10:38 Uhr
i_am_the_slime

jurette_ sagte:
i_am_the_slime sagte:

also wählst du die die am wenigsten heuchelt und dir die meisten vorteile bringt in kombination? ganz schön zynisch dafür, dass du so moralisierst.

Nein, das habe ich nicht gesagt. Ich wähle die Partei, die das umsetzen möchte, was ich für richtig halte, und der ich von allen Parteien am ehesten zutraue, dass sie dies tut.

Warum wählst Du denn eine Partei?

Ich moralisiere auch nicht. Ich finde lediglich, dass so eine Partei nicht wählbar ist. Ich spreche dabei für mich allein. Was ist daran denn moralisieren?

(Ich wäre Dir sehr verbunden, wenn Du es unterlassen würdest, mir meine Worte im Mund zu verdrehen, mich persönlich anzugreifen und bösartige Unterstellungen vorzunehmen. Das würde die Diskussion mit Dir angenehmer machen. So habe ich da nämlich keine Lust dazu)

i_am_the_slime sagte: der zwang zum sozialismus ist dir also weniger lieb als die aktuelle gegebenen systemzwänge? ist doch bloße geschmackfrage, also wieder, warum so moralisierend?

Ja, das ist so, mir ist der Zwang zum Kommunismus weniger lieb als die jetzigen Systemzwänge. Und nein, ich halte das nicht nur für Geschmacksfrage. Aber darüber möchte ich jetzt auch nicht diskutieren.

(Und wieder Frage ich, was daran moralisierend ist. )


moralisierend insofern, dass du zugibst dass es auch hier zwänge gibt. aber der sozialismus kann nicht eingeführt werden weil es mit zwang geschähe. warum ist der eine zwang gut und der andere schlecht?

jurette_
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02.07.2010 - 10:39 Uhr
jurette_

_warum sagte:
jurette_ sagte:
IM NRW-Nationalkampf haben sie gefordert, große Unternehmen zu enteignen und ins Volkseigentum zu überführen. Das allein lehne ich schon ab, aber da werdem einige mir hier widersprechen.

Es ist natürlich dein Recht, gegen die Überführung von Unternehmen in Gemeinschaftseigentum zu sein, und ja, ich bin da ganz deutlich anderer Meinung. Auf eins muss ich aber hinweisen: die Linke steht mit ihrer Forderung mehr oder weniger dort, wo die verfassungsgebende Versammlung NRWs vor 60 Jahren stand!

Artikel 27, Abs. 1 der Verfassung von NRW sagt: "Großbetriebe der Grundstoffindustrie und Unternehmen, die wegen ihrer monopolartigen Stellung besondere Bedeutung haben, sollen in Gemeineigentum überführt werden."

Verblüffend, was? Die Linke ist gar nicht so weit links, wie immer behauptet wird, die anderen Parteien haben sich nur so weit vom Zentrum entfernt, dass so ein Eindruck entstehen kann...


Mir ist durchaus bekannt, dass früher linksradikale Positionen wesentlich mehr geduldet waren als jetzt. Das macht die Positionen aber nicht besser.

Aber ob das jetzt richtig oder falsch ist, darüber möchte ich nicht diskutieren.

TomJones
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02.07.2010 - 10:39 Uhr
TomJones

Stecksten rein und Dresden.

i_am_the_slime
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02.07.2010 - 10:39 Uhr
i_am_the_slime

synthie_und_roma sagte:
hätten die grünen einen kandidaten gewählt, der sich für die laufzeitverlängerung von atomkraftwerken stark macht, nur weil der sonst en superschnöffter typ ist?

claudia roth: ihre stimme bitte!


den hätten sie doch nur nicht gewählt weil er was gegen die rote armee fraktion gesagt hat!

synthie_und_roma
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02.07.2010 - 10:40 Uhr
synthie_und_roma

geile google-anzeige auf jetzt.de:

NPD-Wochenbrief
Kostenlos jeden Samstag per EMail objektiv über die NPD informieren
NPD-Wochenbrief.de

muss man das zulassen?

i_am_the_slime
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-5

02.07.2010 - 10:40 Uhr
i_am_the_slime

Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
nur ne klarstellung.
ich leb auch lieber in einem schön dekorierten gefängnis mit netten wärtern und internetanschluss als in einem drecksloch. bleibt beides ein gefängnis.
Ach so, du lebst im Gefängnis. Da erklärt natürlich einiges. Wie lange hast du noch?


vergleich doch mal die strukturellen ähnlichkeiten eines gefängnisses mit unseren schulen, kindergärten, kasernen, krankenhäusern etc. sagt dir foucalt was?

jurette_
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6

02.07.2010 - 10:41 Uhr
jurette_

i_am_the_slime sagte:
Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
jurette_ sagte:
hups, sorry, ich wollte eigentlich fragen: Macht der Bundetroianer die DDR zu einem besseren Staat?

es geht eher darum, ob die brd soviel besser ist.
Im Vergleich zur DDR auf jeden Fall. Was soll die Frage?


nur ne klarstellung.
ich leb auch lieber in einem schön dekorierten gefängnis mit netten wärtern und internetanschluss als in einem drecksloch. bleibt beides ein gefängnis.


Ich werde auf Deine weiteren Posts nicht mehr eingehen, weil wir ganz offensichtlich eine vollkommen unterschiedliche Auffassung darüber haben, wie wir leben und wie wir leben sollen.

Ich halte eine Diskussion nicht für sinnvoll.

gasoline
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02.07.2010 - 10:42 Uhr
gasoline

synthie_und_roma sagte:
geile google-anzeige auf jetzt.de:

NPD-Wochenbrief
Kostenlos jeden Samstag per EMail objektiv über die NPD informieren
NPD-Wochenbrief.de

muss man das zulassen?

Ach doch? Und ich dachte schon, ich hätte nicht richtig gesehen. Bitte Redaktion, macht da was.

Aristipp
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2

02.07.2010 - 10:43 Uhr
Aristipp

strikingback sagte:
es gibt zwei maximen die bei der LINKEN immer noch sehr viel wert sind: raus aus afghanistan, d.h. keine Auslandseinsätze der Bundeswehr generell, und weg mit Hartz 4.


Und wovon sollen die Arbeitslosen dann leben? ;-)

i_am_the_slime
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0

02.07.2010 - 10:44 Uhr
i_am_the_slime

jurette_ sagte:
i_am_the_slime sagte:
Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
jurette_ sagte:
hups, sorry, ich wollte eigentlich fragen: Macht der Bundetroianer die DDR zu einem besseren Staat?

es geht eher darum, ob die brd soviel besser ist.
Im Vergleich zur DDR auf jeden Fall. Was soll die Frage?

nur ne klarstellung.
ich leb auch lieber in einem schön dekorierten gefängnis mit netten wärtern und internetanschluss als in einem drecksloch. bleibt beides ein gefängnis.

Ich werde auf Deine weiteren Posts nicht mehr eingehen, weil wir ganz offensichtlich eine vollkommen unterschiedliche Auffassung darüber haben, wie wir leben und wie wir leben sollen.

Ich halte eine Diskussion nicht für sinnvoll.


schade, ich hätte gerne weiter mit dir geredet.

dylan51
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-4

02.07.2010 - 10:44 Uhr
dylan51

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind. - Albert Einstein

Merkst Du was , Du kleiner kopfkissenzerwühlender Westentaschen-McCarthy?

Inko_Gnito
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4

02.07.2010 - 10:46 Uhr
Inko_Gnito

i_am_the_slime sagte:
Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
nur ne klarstellung.
ich leb auch lieber in einem schön dekorierten gefängnis mit netten wärtern und internetanschluss als in einem drecksloch. bleibt beides ein gefängnis.
Ach so, du lebst im Gefängnis. Da erklärt natürlich einiges. Wie lange hast du noch?


vergleich doch mal die strukturellen ähnlichkeiten eines gefängnisses mit unseren schulen, kindergärten, kasernen, krankenhäusern etc. sagt dir foucalt was?

Ok, ich merke, du bist nicht ganz dicht. Ich breche das Gespräch mit dir an dieser Stelle ab. Unglaublich.

Ioana
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7

02.07.2010 - 10:47 Uhr
Ioana

zwaenge, zwaenge, les hier nur zwaenge. gibts in den schulen und kindergaerten abhoergeraete? wurde irgendjemand am studieren gehindert weil sein opa nicht die merkel gewaehlt hat? habt ihr angst von euren eltern und lebenspartnern bei ner autoritaet denunziert zu werden? wurdet ihr von der polizei vermoebelt weil ihr nen auslaendischen freund habt? wart ihr irgendwo deportiert? also ich nicht. meine eltern und grosseltern ja.

jurette_
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4

02.07.2010 - 10:48 Uhr
jurette_

slime, sorry, aber abgesehen von dem, was ich bereits ausgeführt habe, lasse ich mich von meinen Diskussionspartnern ungern als zynisch und moralisierend bezeichnen. Insbesondere, wenn sie dann nicht auf das eingehen, was ich schreibe.

Inko_Gnito
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0

02.07.2010 - 10:48 Uhr
Inko_Gnito

Ioana sagte:
zwaenge, zwaenge, les hier nur zwaenge. gibts in den schulen und kindergaerten abhoergeraete? wurde irgendjemand am studieren gehindert weil sein opa nicht die merkel gewaehlt hat? habt ihr angst von euren eltern und lebenspartnern bei ner autoritaet denunziert zu werden? wurdet ihr von der polizei vermoebelt weil ihr nen auslaendischen freund habt? wart ihr irgendwo deportiert? also ich nicht. meine eltern und grosseltern ja.

Ah, Ioana, übernehmen Sie! :-D

Aristipp
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1

02.07.2010 - 10:50 Uhr
Aristipp

gasoline sagte:
Die Aufarbeitung in Deutschland wurde erst durch die 1968 erkämpft.


Diesen Mythos hat der Historiker Götz Aly in seinem lesenswerten Buch "Unser Kampf" gründlich widerlegt. Er erinnert daran, dass spätestens seit den Auschwitzprozessen Anfang/Mitte der 60er Jahre in der Öffentlichkeit ausgiebig über die Naziverbrechen diskutiert wurde. Und daran, dass es den 68ern, wenn sie von "Faschismus" sprachen, gar nicht um Nazizeit und Holocaust ging, sondern um die gegenwärtige Gesellschaft, und wie es gerade linksliberale, jüdische Emigranten wie Adorno oder Ernst Fraenkel waren, die vehement vor der 68er-Bewegung gewarnt haben, wegen deren Begeisterung für Gewalt und Diktatoren wie Mao. Sie fühlten sich dadurch an die nationalsozialistischen Studentenmmassen von 1933 erinnert, die sie persönlich miterlebt hatten.

jurette_
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3

02.07.2010 - 10:51 Uhr
jurette_

Aber um noch mal auf die Linke und Gauck zurückzukommen. Ich stimme da syntie volkommen zu, warum soll die Linke umschwenken und einen Kandidaten wählen, den sie nicht unterstützt (aus welchen gründen auch immer). Insbesondere stimme ich synthie hierbei zu:

synthie_und_roma sagte:

und außerdem: wer den hampelmann im schloss bellevue macht ist letztlich total egal.

gasoline
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4

02.07.2010 - 10:51 Uhr
gasoline

Ioana sagte:
zwaenge, zwaenge, les hier nur zwaenge. gibts in den schulen und kindergaerten abhoergeraete? wurde irgendjemand am studieren gehindert weil sein opa nicht die merkel gewaehlt hat? habt ihr angst von euren eltern und lebenspartnern bei ner autoritaet denunziert zu werden? wurdet ihr von der polizei vermoebelt weil ihr nen auslaendischen freund habt? wart ihr irgendwo deportiert? also ich nicht. meine eltern und grosseltern ja.

Bekommt ihr ausreichend Lebensmittel und normale Konsumgüter wie Waschmaschinen, Wandfarbe oder Kochtöpfe nur, wenn ihr mit der Verkäuferin der örtlichen HO verwandt seid?

i_am_the_slime
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-3

02.07.2010 - 10:52 Uhr
i_am_the_slime

Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
nur ne klarstellung.
ich leb auch lieber in einem schön dekorierten gefängnis mit netten wärtern und internetanschluss als in einem drecksloch. bleibt beides ein gefängnis.
Ach so, du lebst im Gefängnis. Da erklärt natürlich einiges. Wie lange hast du noch?

vergleich doch mal die strukturellen ähnlichkeiten eines gefängnisses mit unseren schulen, kindergärten, kasernen, krankenhäusern etc. sagt dir foucalt was?
Ok, ich merke, du bist nicht ganz dicht. Ich breche das Gespräch mit dir an dieser Stelle ab. Unglaublich.


wow, ich entwickel mich ja zu einem richtigen dissidenten hier :)
schade, warum hast du angst?

kiwikawa
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1

02.07.2010 - 10:53 Uhr
kiwikawa

Man muss doch mal ganz klar sagen: Entweder man will lieber Wullf oder lieber Gauck als Präsidenten. Und dann muss man entsprechend wählen. Den Schwachsinn mit Jochimsen hätte sich die Linke sparen können, auch wenn sie dann vielleicht von der SPD und den Grünen "benutzt" worden wäre. Immerhin wäre dann derjenige Präsident geworden, den sich das Volk gewünscht hat. Und zwar gleich beim ersten Wahlgang.

_warum
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-1

02.07.2010 - 10:55 Uhr
_warum

jurette_ sagte:
_warum sagte:
jurette_ sagte:
IM NRW-Nationalkampf haben sie gefordert, große Unternehmen zu enteignen und ins Volkseigentum zu überführen. Das allein lehne ich schon ab, aber da werdem einige mir hier widersprechen.

Es ist natürlich dein Recht, gegen die Überführung von Unternehmen in Gemeinschaftseigentum zu sein, und ja, ich bin da ganz deutlich anderer Meinung. Auf eins muss ich aber hinweisen: die Linke steht mit ihrer Forderung mehr oder weniger dort, wo die verfassungsgebende Versammlung NRWs vor 60 Jahren stand!

Artikel 27, Abs. 1 der Verfassung von NRW sagt: "Großbetriebe der Grundstoffindustrie und Unternehmen, die wegen ihrer monopolartigen Stellung besondere Bedeutung haben, sollen in Gemeineigentum überführt werden."

Verblüffend, was? Die Linke ist gar nicht so weit links, wie immer behauptet wird, die anderen Parteien haben sich nur so weit vom Zentrum entfernt, dass so ein Eindruck entstehen kann...


Mir ist durchaus bekannt, dass früher linksradikale Positionen wesentlich mehr geduldet waren als jetzt. Das macht die Positionen aber nicht besser.

Aber ob das jetzt richtig oder falsch ist, darüber möchte ich nicht diskutieren.

An diesem Kommentar sieht man sehr schön das zentrale Problem im Zusammenhang mit der Linken. Alle (?) Politiker (und viele Anhänger) des anderen Lagers ignorieren die inhaltlichen Positionen der Linken und krallen sich reflexartig an Oberflächlichkeiten fest.

Wir *brauchen* die Diskussion darüber, ob Gemeineigentum gut ist und gestärkt werden soll. Auf Kommunalebene sehen das ja sogar Politiker der CDU, die an sogenannten Rekommunalisierungsprojekten der Energieversorgung beteiligt sind.

Dadurch, dass sich die Medien (aber eben auch viele Einzelpersonen) gerade dieser Diskussion widersetzen, wird die politische Landschaft in Deutschland verzerrt. Ich vermute, dass das auch zu einem großen Teil der Politikverdrossenheit beiträgt. Die zunehmde Masse der Nichtwähler kann das leider nur nicht klar artikulieren.

Inko_Gnito
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2

02.07.2010 - 10:55 Uhr
Inko_Gnito

i_am_the_slime sagte:
wow, ich entwickel mich ja zu einem richtigen dissidenten hier :)
schade, warum hast du angst?

Dissidenten sind im Allgemeinen intelligente Leute, die mit dem bestehenden System Probleme haben. Wenn man deine letzten Äußerungen zugrundelegt, bist du ein armer Irrer, mit dem es nicht lohnt zu diskutieren. Warum sollte man vor so jemandem Angst haben?

gasoline
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-1

02.07.2010 - 10:56 Uhr
gasoline

Aristipp sagte:
gasoline sagte:
Die Aufarbeitung in Deutschland wurde erst durch die 1968 erkämpft.


Diesen Mythos hat der Historiker Götz Aly in seinem lesenswerten Buch "Unser Kampf" gründlich widerlegt. Er erinnert daran, dass spätestens seit den Auschwitzprozessen Anfang/Mitte der 60er Jahre in der Öffentlichkeit ausgiebig über die Naziverbrechen diskutiert wurde. Und daran, dass es den 68ern, wenn sie von "Faschismus" sprachen, gar nicht um Nazizeit und Holocaust ging, sondern um die gegenwärtige Gesellschaft, und wie es gerade linksliberale, jüdische Emigranten wie Adorno oder Ernst Fraenkel waren, die vehement vor der 68er-Bewegung gewarnt haben, wegen deren Begeisterung für Gewalt und Diktatoren wie Mao. Sie fühlten sich dadurch an die nationalsozialistischen Studentenmmassen von 1933 erinnert, die sie persönlich miterlebt hatten.

Ach? Ist das die aktuelle Fassung der revidierenden, neuen rechtskonservativen Geschichtsschreibung? Die Studentenbewegung ist mit der faschistischen Studentenbewegung gleichzusetzen und weil man die NS Zeit nicht komplett verschweigen konnte, und NAchrichtenmagazine wie der Spiegel mmer wieder darauf hinwiesen, wieviel NSDAP Mitglieder - auch der höheren Ränge - sich in den politisch und wirtschaftlich wichtigen Bereichen ungehindert betätigen konnten, darf man das nun als ausreichende Aufarbeitung sehen? Interessant.

edlabyde
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0

02.07.2010 - 10:57 Uhr
edlabyde

kiwikawa sagte:
Man muss doch mal ganz klar sagen: Entweder man will lieber Wullf oder lieber Gauck als Präsidenten. Und dann muss man entsprechend wählen. Den Schwachsinn mit Jochimsen hätte sich die Linke sparen können, auch wenn sie dann vielleicht von der SPD und den Grünen "benutzt" worden wäre. Immerhin wäre dann derjenige Präsident geworden, den sich das Volk gewünscht hat. Und zwar gleich beim ersten Wahlgang.

Na so einfach ist es aber auch wieder nicht. Ich muss micht doch nicht automatisch zwischen den Kandidaten der anderen Fraktionen entscheiden, nur weil meine Fraktion chancenlos klein ist. Und wenn die Mitglieder meiner Fraktion keinen der beiden gut finden, dann müssen die auch nicht. Dass sie es nicht getan haben, hat den Linken viele Sympathien gekostet, aber ich denke, das war ihnen klar und eine bewußte Entscheidung.

i_am_the_slime
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-2

02.07.2010 - 11:00 Uhr
i_am_the_slime

Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
wow, ich entwickel mich ja zu einem richtigen dissidenten hier :)
schade, warum hast du angst?
Dissidenten sind im Allgemeinen intelligente Leute, die mit dem bestehenden System Probleme haben. Wenn man deine letzten Äußerungen zugrundelegt, bist du ein armer Irrer, mit dem es nicht lohnt zu diskutieren. Warum sollte man vor so jemandem Angst haben?


ich lass das einfach mal so stehen.

alcofribas
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0

02.07.2010 - 11:00 Uhr
alcofribas

@_warum:

Wir *brauchen* die Diskussion darüber, ob Gemeineigentum gut ist und gestärkt werden soll. Auf Kommunalebene sehen das ja sogar Politiker der CDU, die an sogenannten Rekommunalisierungsprojekten der Energieversorgung beteiligt sind."

ich denke, diese Diskussion bekommen wir ganz gut ohne die sog. "Linke" hin.

soylentyellow
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0

02.07.2010 - 11:00 Uhr
soylentyellow

gasoline sagte:
synthie_und_roma sagte:
geile google-anzeige auf jetzt.de:

NPD-Wochenbrief
Kostenlos jeden Samstag per EMail objektiv über die NPD informieren
NPD-Wochenbrief.de

muss man das zulassen?

Ach doch? Und ich dachte schon, ich hätte nicht richtig gesehen. Bitte Redaktion, macht da was.


Selber machen - Ad Block zum Firefox und weg ist sie die Werbung. Außerdem ist das hier doch die falsche Zielgruppe,also fleißig draufklicken und damit der NPD das Geld aus der Tasche ziehen. Davon profitieren alle außer der NPD. (Abgesehen davon gab es ja auch einen NPD Kandidaten der aber von allen unter den Teppich gekehrt wird, zu Recht, mit weniger als drei Promille der Stimmen....)

strikingback
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0

02.07.2010 - 11:01 Uhr
strikingback

Gysi i.d. Taz zu Gauck:

"Dann hat er den schwerwiegenden Fehler begangen, Nazidiktatur und SED-Regime fast gleichzusetzen."

alcofribas
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1

02.07.2010 - 11:01 Uhr
alcofribas

im Übrigen war die "Linke" hier in Berlin auch nicht gerade vom Geist sozialistischen Gestaltungswillens durchdrungen, als der Privatisierung städtischer Wohnungsbaugesellschaften zugestimmt wurde.

_warum
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-1

02.07.2010 - 11:01 Uhr
_warum

Aristipp sagte:
strikingback sagte:
es gibt zwei maximen die bei der LINKEN immer noch sehr viel wert sind: raus aus afghanistan, d.h. keine Auslandseinsätze der Bundeswehr generell, und weg mit Hartz 4.


Und wovon sollen die Arbeitslosen dann leben? ;-)

Auch das ein typisches Phänomen des kränkelnden politischen "Diskurses" in Deutschland.: Jeder hört nur auf Stichwörter, ohne sich mit dem eigentlichen Inhalt auseinandersetzen.

In meiner Jugend (also, als Hartz IV noch jung war) hat mich genau das, was du ansprichst auch irritiert, bis ich verstanden habe, was hier eigentlich passiert.

Konkret gibt es in Deutschland leicht vereinfacht zwei Lager, die gegen Hartz IV sind: Auf der einen Seite die Linken, die die Unmenschlichkeit und die negativen Effekte von Hartz IV auf den Arbeitsmarkt kritisieren und sich ein stärkeres Absicherungssystem wünschen. Auf der anderen Seite die Marktradikalen, die am liebsten gar kein Arbeitslosengeld hätten.

Innerhalb beider Lager ruft man sich gegenseitig Parolen "Gegen Hartz IV" zu und nickt und prostet sich wissend zu. Wenn die beiden Lager dann zusammenkommen wird die Verwirrung groß, weil sie mit "Gegen Hartz IV" vollkommen verschiedene Dinge verbinden.

Aber darüber diskutiert ja keiner. Es ist viel einfacher zu behaupten, die Linke sei Regierungsunfähigkeit und sich dann mit einem selbstzufriedenen Lächeln zurückzuziehen, bis man überrascht feststellt, dass die Wahlbeteiligung noch weiter gesunken wird, und dann ist das Geheule wieder groß.

alcofribas
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1

02.07.2010 - 11:02 Uhr
alcofribas

strikingback sagte:
Gysi i.d. Taz zu Gauck:"Dann hat er den schwerwiegenden Fehler begangen, Nazidiktatur und SED-Regime fast gleichzusetzen."


Und was sagt Gysi zu diesem Dieter Dehm?

edlabyde
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2

02.07.2010 - 11:02 Uhr
edlabyde

strikingback sagte:
Gysi i.d. Taz zu Gauck:

"Dann hat er den schwerwiegenden Fehler begangen, Nazidiktatur und SED-Regime fast gleichzusetzen."

Soll uns dieses Zitat wa über Gauck oder Gysi verraten?

gasoline
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0

02.07.2010 - 11:03 Uhr
gasoline

Ich habe weniger Probleme mit der Entscheidung der Linken. Die ist logisch und hat einfach nur noch mal klar gemacht, dass die Partei sich nicht mit der eigenen Vergangenheit auseinandersetzen will. Mir macht der Fraktionszwang und der maximale Wille zum Machterhalt der Regierung viel mehr Bauchschmerzen. Gauck durfte nicht gewählt werden, weil es als Todesstoß für die derzeitige Regierung hätte gewertet werden müssen. Tatsächlich war es wohl so, dass die Kanzlerin keine kritische - und vielleicht auch sehr unberechenbare, taktlose Stimme als Präsidenten haben möchte. Ein höflicher Parteisoldat ohne großartiges Profil. Christlich, politisch ehrgeizig und nach außen hin ein Biedermann mit hübschen, blonden Anhängsel. Ungefährlich, repräsentativ. Das war das, was Frau Merkel wollte - und bekommen hat.

jurette_
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5

02.07.2010 - 11:04 Uhr
jurette_

_warum sagte:

Dadurch, dass sich die Medien (aber eben auch viele Einzelpersonen) gerade dieser Diskussion widersetzen, wird die politische Landschaft in Deutschland verzerrt. Ich vermute, dass das auch zu einem großen Teil der Politikverdrossenheit beiträgt. Die zunehmde Masse der Nichtwähler kann das leider nur nicht klar artikulieren.



Ich möchte das hier aus zwei gründen nicht diskutieren:

1. Habe ich nur in einem Nebensatz erwähnt, dass für mich persönlich die Linke wegen ihrer politischen Forderungen nicht wählbar ist. Mein Hauptargument war aber nicht, dass ich den Inhalt der Forderung ablehne, sondern den Umstand, dass diese Forderung auf Landesebene offensichtlich nicht realisierbar ist und die Linke das auch wusste. Ich möchte die Diskussion nicht auf einen Nebenkriegsschauplatz führen

2. Halte ich das nicht für den geeigneten Ort das zu diskutieren. Ich kenne Dich nicht, ich weiß wenig über Deinen Diskussionstil. Aber ich habe hier die Erfahrung gemacht, dass man mit den meisten Personen nicht so diskutieren kann, dass es Spaß macht, sondern die Diskussion schnell ins unsachliche und polemische abgleitet.

Ich glaube jetzt nicht, dass Du das auch immer so handhabst, aber allein der Umstand, dass Du aus meiner Aussage, ich möchte das jetzt nicht diskutieren, schließt, ich verweigere mich einer inhaltlichen Diskussion, stimmt mich nicht hoffnungsvoll. Ich war selber in meiner Jugend stramm links und bin durch viele Diskussionen von dieser Linie abgeschwenkt. Und ich möchte hier jetzt nicht eine Diskussion über ein Thema aufmachen, dass ich schon bis zum Erbrechen diskutiert habe. DAs bringt mich nicht weiter.

_warum
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02.07.2010 - 11:05 Uhr
_warum

alcofribas sagte:
@_warum:

Wir *brauchen* die Diskussion darüber, ob Gemeineigentum gut ist und gestärkt werden soll. Auf Kommunalebene sehen das ja sogar Politiker der CDU, die an sogenannten Rekommunalisierungsprojekten der Energieversorgung beteiligt sind."

ich denke, diese Diskussion bekommen wir ganz gut ohne die sog. "Linke" hin.

Von wo kommen denn, außer von der Linken, Vorstöße in diese Richtung?

alcofribas
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1

02.07.2010 - 11:06 Uhr
alcofribas

_warum sagte:
.Von wo kommen denn, außer von der Linken, Vorstöße in diese Richtung?


na du verweist ja selber auf Kommunalpolitiker anderer Parteien.

edlabyde
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0

02.07.2010 - 11:06 Uhr
edlabyde

_warum sagte:

Wir *brauchen* die Diskussion darüber, ob Gemeineigentum gut ist und gestärkt werden soll. Auf Kommunalebene sehen das ja sogar Politiker der CDU, die an sogenannten Rekommunalisierungsprojekten der Energieversorgung beteiligt sind.

Viele Rekommunalisierungsprojekte werden vor allem aus steuerlichen Gründen durchgeführt. Viel zu diskutieren gibt es da glaube ich nicht.

Aristipp
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2

02.07.2010 - 11:07 Uhr
Aristipp

gasoline sagte:
Ach? Ist das die aktuelle Fassung der revidierenden, neuen rechtskonservativen Geschichtsschreibung?


Wenn Adorno und Ernst Fraenkel (und Max Horkheimer und Richard Löwenthal - allesamt Linke, Juden, Sozialdemokraten, die von den Nazis ins Exil getrieben wurden) rechtskonservative Revisionisten sind, dann sicherlich.

Inko_Gnito
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-1

02.07.2010 - 11:07 Uhr
Inko_Gnito

i_am_the_slime sagte:
Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
wow, ich entwickel mich ja zu einem richtigen dissidenten hier :)
schade, warum hast du angst?
Dissidenten sind im Allgemeinen intelligente Leute, die mit dem bestehenden System Probleme haben. Wenn man deine letzten Äußerungen zugrundelegt, bist du ein armer Irrer, mit dem es nicht lohnt zu diskutieren. Warum sollte man vor so jemandem Angst haben?

ich lass das einfach mal so stehen.

Warum auch nicht? :-)

i_am_the_slime
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0

02.07.2010 - 11:07 Uhr
i_am_the_slime

Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
wow, ich entwickel mich ja zu einem richtigen dissidenten hier :)
schade, warum hast du angst?
Dissidenten sind im Allgemeinen intelligente Leute, die mit dem bestehenden System Probleme haben. Wenn man deine letzten Äußerungen zugrundelegt, bist du ein armer Irrer, mit dem es nicht lohnt zu diskutieren. Warum sollte man vor so jemandem Angst haben?


ach jetzt les ich erst, dass ich irre bin. willst du mich auch in die klapse stecken?

gasoline
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02.07.2010 - 11:10 Uhr
gasoline

Aristipp sagte:
gasoline sagte:
Ach? Ist das die aktuelle Fassung der revidierenden, neuen rechtskonservativen Geschichtsschreibung?


Wenn Adorno und Ernst Fraenkel (und Max Horkheimer und Richard Löwenthal - allesamt Linke, Juden, Sozialdemokraten, die von den Nazis ins Exil getrieben wurden) rechtskonservative Revisionisten sind, dann sicherlich.

Es wundert mich nur, dass sie HEUTE mit damals ZEITAKTUELLEN Beobachtungen als Kronzeugen angeführt werden, um eine historisch rückbetrachtenden (Ab-)Wertung der Studentenbewegung vorzunehmen. Ich farge mich, ob sich diese Personen nicht gegen eine derartige Lesart heute wehren würden.

Inko_Gnito
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02.07.2010 - 11:10 Uhr
Inko_Gnito

i_am_the_slime sagte:
ach jetzt les ich erst, dass ich irre bin. willst du mich auch in die klapse stecken?

Nö, du bist doch schon im Gefängnis, hast du oben gesagt.

Sammerof69
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-4

02.07.2010 - 11:12 Uhr
Sammerof69

Lieber Philipp-Mattheis, (ist das ein Doppelname oder Vor- und Nachname in neuer Form?)

Schade, dass Du wie so viele andere auch den Verlautbarungen der sog. Mainstreammedien aufsitzt.

Bitte lies einmal die Meinungen zum Thema Linke und BP-Wahl unter http://www.nachdenkseiten.de/?p=6065. Das ist schlüssig und könnte Dich und vielleicht auch andere wieder auf den Pfad der Tugend zurückholen und eine Verbreitung von Legenden Einhalt gebieten.

In diesem Sinne schönen Gruß,

Sammerof69

i_am_the_slime
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02.07.2010 - 11:12 Uhr
i_am_the_slime

Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
ach jetzt les ich erst, dass ich irre bin. willst du mich auch in die klapse stecken?
Nö, du bist doch schon im Gefängnis, hast du oben gesagt.


aber mit verrückten sollte man nicht sprechen, das ist ja hoffnungslos, ne?

_warum
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1

02.07.2010 - 11:13 Uhr
_warum

jurette_ sagte:
_warum sagte:

Dadurch, dass sich die Medien (aber eben auch viele Einzelpersonen) gerade dieser Diskussion widersetzen, wird die politische Landschaft in Deutschland verzerrt. Ich vermute, dass das auch zu einem großen Teil der Politikverdrossenheit beiträgt. Die zunehmde Masse der Nichtwähler kann das leider nur nicht klar artikulieren.



Ich möchte das hier aus zwei gründen nicht diskutieren:

1. Habe ich nur in einem Nebensatz erwähnt, dass für mich persönlich die Linke wegen ihrer politischen Forderungen nicht wählbar ist. Mein Hauptargument war aber nicht, dass ich den Inhalt der Forderung ablehne, sondern den Umstand, dass diese Forderung auf Landesebene offensichtlich nicht realisierbar ist und die Linke das auch wusste. Ich möchte die Diskussion nicht auf einen Nebenkriegsschauplatz führen

2. Halte ich das nicht für den geeigneten Ort das zu diskutieren. Ich kenne Dich nicht, ich weiß wenig über Deinen Diskussionstil. Aber ich habe hier die Erfahrung gemacht, dass man mit den meisten Personen nicht so diskutieren kann, dass es Spaß macht, sondern die Diskussion schnell ins unsachliche und polemische abgleitet.

Ich glaube jetzt nicht, dass Du das auch immer so handhabst, aber allein der Umstand, dass Du aus meiner Aussage, ich möchte das jetzt nicht diskutieren, schließt, ich verweigere mich einer inhaltlichen Diskussion, stimmt mich nicht hoffnungsvoll. Ich war selber in meiner Jugend stramm links und bin durch viele Diskussionen von dieser Linie abgeschwenkt. Und ich möchte hier jetzt nicht eine Diskussion über ein Thema aufmachen, dass ich schon bis zum Erbrechen diskutiert habe. DAs bringt mich nicht weiter.

Danke für die sehr zivilisierte Antwort. Wir werden da wohl uneinig bleiben müssen, denn aus meiner Sicht: Solange man sich auf Internetforen beschränkt, was könnte ein besserer Platz für eine inhaltliche Diskussion über die Linken sein als die Diskussion zu einem Artikel, in dem der Autor erklärt, weshalb er die Linken nicht wählen will?

Die Frustration über unsachliche Diskussionen kann ich sehr gut verstehen, aber das rechtfertigt es in meinen Augen nicht, sich an den Oberflächlichkeiten zu beteiligen und sich gleichzeitig dem Inhaltlichen (in diesem Forum) zu verweigern, denn dadurch trägt man ja nur dazu bei, das Problem (in diesem Forum) zu verstärken.

Gegenrede sei dir gegönnt, aber ich werde sie wohl frühestens heute Abend lesen ;)

Inko_Gnito
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-1

02.07.2010 - 11:14 Uhr
Inko_Gnito

i_am_the_slime sagte:
aber mit verrückten sollte man nicht sprechen, das ist ja hoffnungslos, ne?

Genau. Außer man ist Psychiater und professionell daran interessiert.

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-1

02.07.2010 - 11:15 Uhr
Inko_Gnito

PS; Sprechen schon, aber nicht diskutieren. Feiner Unterschied. ;-)

Aristipp
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1

02.07.2010 - 11:15 Uhr
Aristipp

gasoline sagte:
Aristipp sagte:
gasoline sagte:
Ach? Ist das die aktuelle Fassung der revidierenden, neuen rechtskonservativen Geschichtsschreibung?


Wenn Adorno und Ernst Fraenkel (und Max Horkheimer und Richard Löwenthal - allesamt Linke, Juden, Sozialdemokraten, die von den Nazis ins Exil getrieben wurden) rechtskonservative Revisionisten sind, dann sicherlich.

Es wundert mich nur, dass sie HEUTE mit damals ZEITAKTUELLEN Beobachtungen als Kronzeugen angeführt werden, um eine historisch rückbetrachtenden (Ab-)Wertung der Studentenbewegung vorzunehmen. Ich farge mich, ob sich diese Personen nicht gegen eine derartige Lesart heute wehren würden.


Das magst du dir wünschen, aber ich bin sicher, sie würden dich da enttäuschen. Und was soll falsch daran sein, bei einer heutigen Bewertung der Studentenbewegung auf die Kritik von Zeitzeugen zurückzugreifen, die ja immerhin den Vorteil hatten, unmittelbare Beobachter zu sein?

jurette_
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2

02.07.2010 - 11:16 Uhr
jurette_

gasoline sagte:
[
Es wundert mich nur, dass sie HEUTE mit damals ZEITAKTUELLEN Beobachtungen als Kronzeugen angeführt werden, um eine historisch rückbetrachtenden (Ab-)Wertung der Studentenbewegung vorzunehmen. Ich farge mich, ob sich diese Personen nicht gegen eine derartige Lesart heute wehren würden.


Jetzt bin ich verwirrt - warum sind denn zeitaktuelle Betrachtungen weniger geeignet, die Studentenbewegung zu bewerten?

(Im Übrigen finde ich die Ausschwitzprozesse und die Änderungen der Gesetzgebung in sonstigen Bereichen ein Argument dafür, dass nicht allein die 68er gesellschaftliche Änderungen herbeigeführt haben, sondern dass es schon eine gesellschaftliche Entwicklung gab, die in diese Richtung ging. Und wenn ich mit Zeitzeugen spreche (Studenten Anfang der 60er in München) bestätigen dies.)

i_am_the_slime
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0

02.07.2010 - 11:17 Uhr
i_am_the_slime

Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
aber mit verrückten sollte man nicht sprechen, das ist ja hoffnungslos, ne?
Genau. Außer man ist Psychiater und professionell daran interessiert.


komisch, ich komm mir jetzt nur noch mehr vor wie ein dissident.
aber die gibts heute ja gar nicht, schließlich sind wir alle extrem frei von jeglicher beeinflussung und kontrolle, also gibts auch keine dissidenten.

Inko_Gnito
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0

02.07.2010 - 11:18 Uhr
Inko_Gnito

i_am_the_slime sagte:
komisch, ich komm mir jetzt nur noch mehr vor wie ein dissident.

Kein Problem. Andere halten sich für Elvis, John Lennon oder Jesus Christus ...

jurette_
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1

02.07.2010 - 11:19 Uhr
jurette_

_warum sagte:

Danke für die sehr zivilisierte Antwort. Wir werden da wohl uneinig bleiben müssen, denn aus meiner Sicht: Solange man sich auf Internetforen beschränkt, was könnte ein besserer Platz für eine inhaltliche Diskussion über die Linken sein als die Diskussion zu einem Artikel, in dem der Autor erklärt, weshalb er die Linken nicht wählen will?


Weil es bei jetzt.de ist. :)

_warum sagte:

Die Frustration über unsachliche Diskussionen kann ich sehr gut verstehen, aber das rechtfertigt es in meinen Augen nicht, sich an den Oberflächlichkeiten zu beteiligen und sich gleichzeitig dem Inhaltlichen (in diesem Forum) zu verweigern, denn dadurch trägt man ja nur dazu bei, das Problem (in diesem Forum) zu verstärken.

Gegenrede sei dir gegönnt, aber ich werde sie wohl frühestens heute Abend lesen ;)


Das Problem ist für mich aber nicht das Oberflächliche, sondern das Unsachliche und Polemische. Ich finde auch nicht, dass ich nur oberflächlich bin und mich dem inhaltlichen verweigere, nur weil ich einen bestimmten Aspekt nicht diskutieren möchte. Über andere inhaltliche Aspekt diskutiere ich ja durchaus.

i_am_the_slime
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02.07.2010 - 11:20 Uhr
i_am_the_slime

Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
komisch, ich komm mir jetzt nur noch mehr vor wie ein dissident.
Kein Problem. Andere halten sich für Elvis, John Lennon oder Jesus Christus ...


das sind einzelpersonen und keine rollen. feiner unterschied ;-)

Mama_Leone
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1

02.07.2010 - 11:23 Uhr
Mama_Leone

Na, wer den einen alles verzeiht, tendiert natürlich dazu, den anderen alles anzukreiden. Man kennt den Typus. Auch wenn man sich wünscht, der Text wäre ironisch intendiert, fürchte ich, er ist es nicht. Weiterhin sehe ich klein Land in Deutschlands Medienwelt.

Tappy
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02.07.2010 - 11:24 Uhr
Tappy

Lieber Philipp,

wenn Du mal älter bist wirst Du das was passiert ist auch verstehen. Die Linke ist keine Fundamentalopposition, die immer dagegen ist - denk mal an 2004 Gesine Schwan, eine "rechte" SPD-Frau bekam die Stimmen der PDS als die Animositäten mit der SPD noch größer waren.

Wulff zu verhindern war nie im Bereich des politisch Machbaren. Was machbar war, das war der Koalition den "Sieg über die Opposition" zu nehmen, durch die Enthaltungen. Ein Gewinn ohne Gegenwehr ist nur ein Resultat aber kein Sieg.

LG Tappy

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02.07.2010 - 11:24 Uhr
Tappy

Lieber Philipp,

wenn Du mal älter bist wirst Du das was passiert ist auch verstehen. Die Linke ist keine Fundamentalopposition, die immer dagegen ist - denk mal an 2004 Gesine Schwan, eine "rechte" SPD-Frau bekam die Stimmen der PDS als die Animositäten mit der SPD noch größer waren.

Wulff zu verhindern war nie im Bereich des politisch Machbaren. Was machbar war, das war der Koalition den "Sieg über die Opposition" zu nehmen, durch die Enthaltungen. Ein Gewinn ohne Gegenwehr ist nur ein Resultat aber kein Sieg.

LG Tappy

Inko_Gnito
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02.07.2010 - 11:27 Uhr
Inko_Gnito

i_am_the_slime sagte:
das sind einzelpersonen und keine rollen. feiner unterschied ;-)

Egal. Solche Spitzfindigkeiten bestätigen nur meinen Eindruck. :-)

gasoline
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02.07.2010 - 11:30 Uhr
gasoline

Aristipp sagte:

Das magst du dir wünschen, aber ich bin sicher, sie würden dich da enttäuschen. Und was soll falsch daran sein, bei einer heutigen Bewertung der Studentenbewegung auf die Kritik von Zeitzeugen zurückzugreifen, die ja immerhin den Vorteil hatten, unmittelbare Beobachter zu sein?


Du bist Dir sicher? Wie kannst Du Dir da sicher sein?
Und natürlich ist es legitim, Zeitzeugenaussagen heranzuziehen - es ist sogar unumgänglich - nur sollte man sie auch im Kontext der Zeit sehen und nicht als abschließendes Urteil heranziehen. Dasverlangt schon die Methodologie. Indem Du darauf hinweist, dass es sich dabei um Juden und Sozialdemokraten handelte, suggerierst Du klar, dass Opfer des Faschismus die Studentenbewegung als quasi faschistisch verurteilt haben - und diese daher illegitime Ziele verfolgte. Denn Juden und Sozialdemokraten sind ja über jeden Verdacht erhaben, wenn es darum geht, Faschismus zu verharmlosen. Aber an den Aussagen der Zeitzeugen kann man lediglich festmachen, dass sich Opfer des Faschismus durch die Art der Proteste und der Hinwendung zu totalitären Strukturen an die Anfänge des Faschismus erinnert fühlten und diese daher kritisch betrachteten oder sogar ablehnten.

i_am_the_slime
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02.07.2010 - 11:34 Uhr
i_am_the_slime

Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
das sind einzelpersonen und keine rollen. feiner unterschied ;-)
Egal. Solche Spitzfindigkeiten bestätigen nur meinen Eindruck. :-)


ach das hast du doch davor genau so gebracht.

natural_born_chiller
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02.07.2010 - 11:34 Uhr
natural_born_chiller

Sprichst mir aus der Seele ! Danke !

gasoline
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02.07.2010 - 11:35 Uhr
gasoline

jurette_ sagte:


(Im Übrigen finde ich die Ausschwitzprozesse und die Änderungen der Gesetzgebung in sonstigen Bereichen ein Argument dafür, dass nicht allein die 68er gesellschaftliche Änderungen herbeigeführt haben, sondern dass es schon eine gesellschaftliche Entwicklung gab, die in diese Richtung ging. Und wenn ich mit Zeitzeugen spreche (Studenten Anfang der 60er in München) bestätigen dies.)


Ich habe nie behauptet, dass allein die 68er zur Aufarbeitung beigetragen haben. Ich habe lediglich festgestellt, dass die 68er sich dagegen wehrten, das Kapitel "Aufarbeitung des Faschismus" als nicht mehr relevant akzeptieren zu müssen.
Und der Verweis auf die Ausschwitzprozesse bestätigt im Grunde nur, dass eine Aufarbeitung nur bis zu einer gewissen Machtebene stattfand. Das ist vergleicbar mit den Mauerschützenprozessen. Abgesehen von den Verhaftungen und Hinrichtungen der unmittelbaren Nachkriegszeit wurde später niemand Systemrelevantes angeklagt und verurteilt. Und natürlich war das nicht eine allein deutsche Entscheidung - die Machtinteressen im Kalten Krieg haben da auch die Alliierten beide Augen zudrücken lassen, wenn es um NSDAP oder Zentrum Mitglieder ging.

ChildinTime
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02.07.2010 - 11:37 Uhr
ChildinTime

Danke! Sie sprechen mir aus der Seele - für mich waren das Abstimmungsveralten der Linken und vor allem auch die Äußerungen der Kandidatin der absolute Schlusspunkt. Dieser Partei kann ich kein Vertrauen entgegen bringen.

Aristipp
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02.07.2010 - 11:37 Uhr
Aristipp

gasoline sagte:
Du bist Dir sicher? Wie kannst Du Dir da sicher sein?


Weil ich keinen Grund sehe, warum die Genannten die 68er heute anders einschätzen sollten als sie es damals taten.

gasoline sagte:
Aber an den Aussagen der Zeitzeugen kann man lediglich festmachen, dass sich Opfer des Faschismus durch die Art der Proteste und der Hinwendung zu totalitären Strukturen an die Anfänge des Faschismus erinnert fühlten und diese daher kritisch betrachteten oder sogar ablehnten.


Und das bedeutet nichts, oder was? Die heutigen 68er-Schönredner (häufig genug selbst alte 68er, die natürlich viel objektiver sind), die wissen es natürlich besser als irgendsolche voreingenommenen NS-Opfer.

gasoline
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02.07.2010 - 11:37 Uhr
gasoline

Und jetzt werde ich wieder in die Bibliothek gehen, die ist bei diesem Wetter immer so schön leer. Viel Spaß noch beim diskutieren.

jurette_
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02.07.2010 - 11:38 Uhr
jurette_

Dann habe ich Dich missverstanden, als Du schriebst, die 68er hätten die Nazizeit aufgearbeitet, sorry.

Und ja, sie fand bis zu diesem zeitpunkt nur auf einer gewissen Machtebene statt - ich sprach ja auch von einer gesellschaftlichen Entwicklung und nicht, dass vorher schon alles abgeschlossen war. Ich sage auch nicht, dass die 68er nicht relevant waren - ich sage nur, dass ihr Beitrag nicht so relevant war, wie viele von ihnen es gerne hätten.

Inko_Gnito
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02.07.2010 - 11:39 Uhr
Inko_Gnito

i_am_the_slime sagte:
Inko_Gnito sagte:
i_am_the_slime sagte:
das sind einzelpersonen und keine rollen. feiner unterschied ;-)
Egal. Solche Spitzfindigkeiten bestätigen nur meinen Eindruck. :-)


ach das hast du doch davor genau so gebracht.

Nein, wenn ich deine erste Bemerkung ("mit Irren spricht man nicht") uneingeschränkt bestätigt hätte, dürfte ich dir ja gar nicht mehr antworten. ;-)

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-2

02.07.2010 - 11:42 Uhr
Inko_Gnito

So, und ich werde mich so langsam ins Wochenende begeben.
Erholt euch gut, und viel Spaß beim Fußball!

gasoline
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02.07.2010 - 11:45 Uhr
gasoline

jurette_ sagte:
Dann habe ich Dich missverstanden, als Du schriebst, die 68er hätten die Nazizeit aufgearbeitet, sorry.

Und ja, sie fand bis zu diesem zeitpunkt nur auf einer gewissen Machtebene statt - ich sprach ja auch von einer gesellschaftlichen Entwicklung und nicht, dass vorher schon alles abgeschlossen war. Ich sage auch nicht, dass die 68er nicht relevant waren - ich sage nur, dass ihr Beitrag nicht so relevant war, wie viele von ihnen es gerne hätten.

Da stimm ich Dir voll zu. Die Verklärung der kommunistischen Regime ist ein Grundproblem der 68er Bewegung gewesen. Zwar war das exakte Ausmaß der Diktaturen von außen nicht abschätzbar - aber allein das, was man von außen in Erfahrung bringen konnte, hätte ausreichen müssen, sich gegen diese Regime auszusprechen. Da wurden sehr viele eklatante Menschenrechtsverletzungen in Kauf genommen für ein vermeintlich höheres Wohl in der Zukunft. Was man aber sagen kann ist, dass es ohne die Studentenbewegung keine Grünen gegeben hätte, die ja als Impusgeber für neuen Themen in der Politik der 80er Jahre nicht zu unterschätzen sind.

skaraberg
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-2

02.07.2010 - 11:56 Uhr
skaraberg

Der Artikel spricht mir aus der Seele. Ich fühle mich auch eher "links", aber nachdem sich die Linke enthalten und damit ja Wulff gewählt hat, werde ich meine Stimmer sicher einer anderen Partei geben. Da scheinen doch zu viele ewig gestrige zu sein.

vorratsdatenspeicherung
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02.07.2010 - 11:59 Uhr
vorratsdatenspeicherung

Kapitalistische Heuchelei bringt seltsamerweise stets edlere Frucht als sozialistische Ehrlichkeit.

Ehrlich und konsequent gegen den menschlichen Wunsch nach persönlicher Weiterentwicklung zu protestieren bringt noch etwas weniger als gegen das Wetter zu sein.

jurette_
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02.07.2010 - 12:03 Uhr
jurette_

vorratsdatenspeicherung sagte:
Kapitalistische Heuchelei bringt seltsamerweise stets edlere Frucht als sozialistische Ehrlichkeit.

Ehrlich und konsequent gegen den menschlichen Wunsch nach persönlicher Weiterentwicklung zu protestieren bringt noch etwas weniger als gegen das Wetter zu sein.


Ich wusste es.

Onkelzgraf
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02.07.2010 - 12:12 Uhr
Onkelzgraf

gasoline sagte:
soylentyellow sagte: Und dann wundert sich jemand über Politkverdrossenheit...klar, die hat auch überhaupt keine Grundlage, nee die Politikverdrossenen lesen nie Zeitung - vielleicht lesen die Politikverdrossenen einfach zu viel Zeitung?

Zu wahr. Man wählt etwas aus Überzeugung und muss dann mit ansehen, wie Entscheidungen gefällt werden, für die man diese Partei NIE UND NIMMER wählen würde. Wozu dann noch wählen? So muss man sich wenigstens nicht vorwerfen, dass man der Partei zur Macht verholfen hat.


doch gerade durchs nichtwählen verhilfst du ja dehnen zur Macht.
Wenn sich alle "Nichtwähler" mal auf eine "Sonstige" Partei einigen könnten und die dann alle wählen gehn würden, dann hätten wir garnicht diese dummen Diskusionen und schon gar kein schwarz-gelb rot-grün debackel das für mich auch nur Not gegen Elend ist!

bin überzeugter Sonstigen Wähler! aber kein brauner (sei hier mal klargestellt: ich geh wählen damit schwarz-gelb rot-grün bissl gegenwind von unten bekommen und damit braun garnicht erst ansatzweise in 5% Regionen kommt.)

antimon
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-3

02.07.2010 - 12:13 Uhr
antimon

Luc Jochimsen als ehemalige ARD-Reporterin und Trägerin des Hessischen Verdienstordens (verliehen übrigens von Roland Koch) steht also für Trotz und ewiges Dagegensein. Das "moderne" Linkssein des Autors hingegen beinhaltet die weitere Umverteilung von unten nach oben, konservative Geschichtspolitik (Che Guevara: Mörder; Kiesinger: nur NSDAP-Mitglied) sowie das Verständnis für bewaffnete Demokratisierungsszenarien mit lageabhängiger Abschlachtungs- und Schändungsoption: also Krieg. Phillip Mattheis sollte wirklich nicht die LINKE wählen - denn er ist ein bornierter Kretin, der vielleicht eine Meinung hat, aber keine Ahnung.

Flushmo
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2

02.07.2010 - 12:14 Uhr
Flushmo

Der Autor hat doch keine Ahnung. Er geht überhaupt nicht auf die Argumente ein, die gegen Gauck sprechen. So wie alle anderen Mainstream-Medien hat auch er sich nicht die Mühe gemacht, jenseits des Anti-Stasi-Totschlags-Arguments zu denken...Schade...Schlimmer noch: In der SZ war immerhin ein guter Kommentar: http://www.sueddeutsche.de/politik/praes...
Also bitte besser informieren, statt einfach nur nachzuquatschen...

jetztmumu
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-3

02.07.2010 - 12:40 Uhr
jetztmumu

"Gauck ist Ostdeutscher und er steht für all die Menschen, die 1989 das Wunder vollbracht haben, den Unrechtsstaat DDR friedlich kollabieren zu lassen." So ein Unsinn! Wer glaubt, dass alle Ossi-Revolutionäre über einen Leisten geschlagen werden können, hat die letzten zwanzig Jahre einfach geschlafen. Gauck hat im Unterschied zu vielen Vernünftigen immer einer holzschnitzartigen Vergangenheitsbewältigung in der Ex-DDR das Wort geredet. Hier gut, da Böse (= Stasi oder noch schlimmer). Das mag demokratisch in Ordnung sein, rechtsstaatlich ist es sicher nicht. Im Osten weiss man das, viele Wessis haben aber Schwierigkeiten mit dieser Wahrheit, da sie zu kompliziert für sie ist und sie lieber weiter glauben wollen, was man ihnen einst über Dunkeldeutschland in der Schule ins Hirn gesch... hat.

John_Rebus
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-2

02.07.2010 - 12:57 Uhr
John_Rebus

Gratulation an Philipp fuer den mutigen Artikel.

Er fasst die Beobachtung zusammen, dass die Linkspartei, ehemals PDS, ehemals SED, ehemals KP eben nicht eine demokratische Partei mit linkem Lebensgefuehl ist.

Im Gegensatz zu SPD und Gruenen, die beide fest auf dem Grundgesetz, der Demokratie, der sozialen Marktwirtschaft stehen, will die Linke etwas anderes. Eine andere Gesellschaft, einen Sozialismus 2.0. Sie hat sich deshalb auch nie vom Sozialismus 1.0 auf deutschem Boden, der DDR, distanziert.

Lieber Philipp, in 3 Jahren wirst Du uns an dieser Stelle erklaeren, warum Du trotz einiger Bedenken die FDP gewaehlt haben wirst. - Aus Sorge um deine Freiheit, die von der LINKEN bedroht wird und von SPD/Gruenen aus Machtwillen an die LINKE verraten wird.

:)

voiceofregret
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02.07.2010 - 13:10 Uhr
voiceofregret

John_Rebus sagte:
Lieber Philipp, in 3 Jahren wirst Du uns an dieser Stelle erklaeren, warum Du trotz einiger Bedenken die FDP gewaehlt haben wirst. - Aus Sorge um deine Freiheit, die von der LINKEN bedroht wird und von SPD/Gruenen aus Machtwillen an die LINKE verraten wird.

:)



ich liebe jetzt.de realsatire! :-)

Erdbeerfee
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02.07.2010 - 13:13 Uhr
Erdbeerfee

Danke für diesen absolut tollen, zutreffenden Abschiedsbrief. Er spricht mir aus der Seele!
Die Linke macht sich landauf, landab absolut unglaubwürdig. Jede Stimme für die Linke ist eine vergeudete!

BraunerFinger
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02.07.2010 - 13:16 Uhr
BraunerFinger

@gardenofmymind: Wenn du findest, dass es nichts gibt das Krieg rechtfertigt, hast du leider ein mangelhaftes Vorstellungsvermögen. Mir fallen da ungefähr 1000 Dinge ein, die Krieg rechtfertigen. Genozid zum Beispiel. Kennst du den Holocaust?

Es gibt leider auch 1 Mio. falsche Gründe, wieso Kriege geführt werden aber mit so einer pauschalen, bequem-pazifistischen Haltung, werden Konflikte leider nicht gelöst.

Raul
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-4

02.07.2010 - 13:42 Uhr
Raul

schon allein dass SPD und CDU umdenken müssen und wieder sozialer werden ist ein Argument warum wir die Linke im Bundestag brauchen.

Ohne die Linke wäre die SPD so schwarz wie die CDU und die CDU so gelb wie die FDP. Und wie wichtig die FDP für Deutschland ist sieht man ja. Außer den Hoteliers hat die nichts zustande gebracht.

Diese Forderung der SPD an die Linken: "wir sagen uns von der DDR los - bitte unterschreiben"grenzt schon fast an Nationalismus. Erst letzte Woche habe ich die Papiere der Wehrmacht meines Großvaters gefunden. Auf einem stand - "hiermit versicher ich dass ich kein Jude bin".

Zum Glück leben wir in einer Demokratie. Und genau bei dieser Präsidentschaftswahl hat die Linke bewiesen, dass sie als einzige Partei dieses System verstanden hat und nicht der Macht-Willen abgestimmt hat:
Wahlen sind frei und geheim. Und nur weil eine SPD/Grüne der CDU eins auswischen wollten muss "die Linke" dies nicht unterstützen.

An diesem Mittwoch bekam Frau Merkel einen Schlag ins Gesicht aus den eigenen Reihen. Die SPD einen Schlag auf den Hinterkopf von den Linken. Vielleicht rüttelt dies die SPD endlich wach um zu ihren Wurzeln zurück zu finden.

Für mich ist die SPD nicht wählbar weil ich dann die asozialste aller Parteien wählen würde.

Andre_Boine
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-1

02.07.2010 - 13:43 Uhr
Andre_Boine

Wer behauptet, dass Gauck gewählt hätte werden können, kann schlicht nicht rechnen. Gauck hatte nur eine Chance: die Linke stellt offiziell eine Präsidentschaftskandidatin und wählt im ersten Wahlgang dennoch geschlossen Gauck. Diese Verarsche der Wähler und insbesondere der Wahlmänner, muss man jemandem ersteinmal verkaufen können. Jede Wette: danach wären die Medien wieder über diese "böse" Verräterpartei hergefallen.

Und wäre die Linke von Anfang an für Gauck gewesen, wäre Wulff bereits im ersten Wahlgang durchgekommen, den CDU/CSU/FDP verfügten in der Bundesversammlung nun mal über mehr Stimmen als SPD/Grüne/Linke.

Darüber hinaus hätte sich die Linke genauso prostituiert wie SPD und Grüne, die Gauck lediglich aufgestellt haben, um Angela Merkel eins reinzudrücken, aber nicht, weil er Ihren Grundüberzeugungen entspricht.

Den Vorwurf, die eigene Vergangenheit nicht zu bewältigen, darf sich die Linke seit Jahren anhören, allein als ständiges Mantra, der Vorwurf wird dadurch nicht besser, er zeigt lediglich die Dummheit/Ignoranz desjenigen, der ihn verbreitet. Wenn man natürlich nur reguläre Medien liest, muss man sich nicht wundern, wenn man in Dummheit sterben darf. Es gibt derzeit in der Bundesrepublik keine Partei, die sich ständig so intensiv mit Ihrer Vergangenheit auseinandersetzt, wie die Linke. Das würd ich gern mal bei den Anderen sehen.

Im Gegensatz zu manchen Wendehälsen, die ja nach der Wende mit fliegenden Fahnen zu CDU/SPD/Grünen gewechselt sind, wo ist hier eigentlich die Aufarbeitung?, hat sich die Linke eben nicht aufgelöst/neu gegründet, sondern als PDS ihre Arbeit fortgeführt. Dazu zu stehen, zwingt mir mehr Respekt ab, als sein Fähnchen nach dem Wind zu hängen und aus Partei-taktischen Gründen einen Kandidaten aufzustellen, der verheizt werden soll.

Wären SPD/Grünen ein Bundespräsidentenkandidat wirklich als echte Alternative wert gewesen, hätten sie im Vorfeld mit der Linken auf Augenhöhe einen Dialog geführt. Es war klar, das die Wahlmänner/Wahlfrauen von CDU/FDP niemals die derzeitige Regierung gefähren würden.

Gauck ist im übrigen keine Alternative zu Wulff. Wer aber nur zum Schaden anderer handeln will, so wie SPD/Grüne ist in der derzeitigen Situation unseres Landes alles andere als regierungsfähig.

gasoline
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02.07.2010 - 13:49 Uhr
gasoline

Raul sagte:


Diese Forderung der SPD an die Linken: "wir sagen uns von der DDR los - bitte unterschreiben"grenzt schon fast an Nationalismus. Erst letzte Woche habe ich die Papiere der Wehrmacht meines Großvaters gefunden. Auf einem stand - "hiermit versicher ich dass ich kein Jude bin".



Bitte? Die Aufforderung sich von einem Unrechtsstaat zu distanzieren setzt Du gleich mit der nationalsozialistischen Rassenverfolgung?

linksistderrechteweg
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02.07.2010 - 13:49 Uhr
linksistderrechteweg

jetztmumu sagte:
"... Gauck hat im Unterschied zu vielen Vernünftigen immer einer holzschnitzartigen Vergangenheitsbewältigung in der Ex-DDR das Wort geredet. Hier gut, da Böse (= Stasi oder noch schlimmer). Das mag demokratisch in Ordnung sein, rechtsstaatlich ist es sicher nicht. Im Osten weiss man das, viele Wessis haben aber Schwierigkeiten mit dieser Wahrheit, da sie zu kompliziert für sie ist und sie lieber weiter glauben wollen, was man ihnen einst über Dunkeldeutschland in der Schule ins Hirn gesch... hat.


Was soll denn an der persönlichen Einstellung Herrn Gaucks hier nicht rechtsstaatlich sein ???
Und nur weil man in einem Unrechtsstaat gelebt hat, heisst das nicht automatisch, das "die im Osten" besser wissen was grauzonen zwischen Gut und Böse sind ! Aber das entlarvt dich ja nur als pseudo-intellektuellen "besser-Ossi" ! Ich frage mich da wer wem ins Gehirn ... ;)

sodawasser
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02.07.2010 - 13:50 Uhr
sodawasser

putzig, wie viele frühpensionierte "nachdenkseiten"-verschwörungshonks, die schon seit jahren die sz-online-kommentarseiten vollredundieren, sich nun hier extra angemeldet haben. um dem phillipp als neolib zu beschimpfen. :-)

Quanta
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02.07.2010 - 13:54 Uhr
Quanta

Es ist erfrischend, wie wir Otto-Normal-Bürger uns von unserem bescheidenen Sichtpunkt auf Bildzeitungsniveau die Köpfe heiss reden.

Ich möchte daher einmal eine parteipolitische Frage einstreuen:

WARUM HABEN SPD/GRÜNE ÜBERHAUPT GAUCK AUFGESTELLT?

Antwortoption 1:
Sie haben nie mit der Unterstützung der Linken gerechnet. Obwohl vor der Wahl sehr wohl Kontakt zur Linken aufgenommen wurde (auch wenn das nun immer so gern bestritten wird und als Totschlägerargument zieht).

Antwortoption 2:
Sie haben tatsächlich geglaubt, dass die SED-Nachfolger sich von dem vermeintlich ungerechtfertigtem Pranger loslösen wollen. Und zumindest im 3. Wahlgang das Symbol für Stasi-Aufarbeitung wählen. Um danach mit einer rehabilitierten Partei in Koalition zu treten.


Meiner Auffassung nach war Gauck eine Handreichung der SPD, um Rot-Rot auf Bundesebene zu ermöglichen. Umso mehr freue ich mich über das Ergebnis. Die Linke ist zurück auf ihre Wurzeln gegangen.

gasoline
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2

02.07.2010 - 13:59 Uhr
gasoline

Ich schätze eher, dass SPD und Grüne darauf gehofft haben, dass es in der Koalition genug Unzufriedene gibt, die sich für Gauck entscheiden würden.

strikingback
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02.07.2010 - 13:59 Uhr
strikingback

was wäre denn die deutsche medienlandschaft ohne die nachdenkseiten? außer dem freitag gibts da nicht viel an aufkärerischem...

auch wenn die nachdenkseiten natürlich auch zu kritisieren sind.

vorratsdatenspeicherung
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-3

02.07.2010 - 14:03 Uhr
vorratsdatenspeicherung

strikingback sagte:
was wäre denn die deutsche medienlandschaft ohne die nachdenkseiten?


Weniger verblendet?

eisengrau
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02.07.2010 - 14:09 Uhr
eisengrau

sodawasser sagte:
putzig, wie viele frühpensionierte "nachdenkseiten"-verschwörungshonks, die schon seit jahren die sz-online-kommentarseiten vollredundieren, sich nun hier extra angemeldet haben. um dem phillipp als neolib zu beschimpfen. :-)


Das Schlimme ist, wir müssen sie alle aufnehmen, weil es keine sicheren Drittseiten gibt, an die man sie abschieben kann. Aber vielleicht können wir sie in Heimen unterbringen.

edoza
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02.07.2010 - 14:14 Uhr
edoza

"modernes links sein" ist das neue rechts-sein.

synthie_und_roma
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02.07.2010 - 14:31 Uhr
synthie_und_roma

Ich finde es trotzdem zu kurz gegriffen einfach zu sagen:

Die Linke hat eine Chance verspielt. Muss die Linke springen, wenn SPD und Grüne - für eine vollkommen SPD/Grüne zentrierte Machtposition - dies wünschen?

Nein.

Vor allem wenn der Kandidat von SPD/Grüne in zentralen Fragen diametral andere Auffassungen hat als die Linke.

Warum soll die Linke bei den Machtspielchen der SPD mitmachen, wenn sie weiss, dass sie nur benutzt wird. Denn SPD/Grüne würden ja nie zusammen mit den Linken arbeiten, wenn sie es nicht müssten. Wenn es für rot/grün alleine reicht, denkt niemand mehr an die Linken. Aber jetzt wurden sie gebraucht. Und weil Gauck mal Leiter der Stasiakten-Behörde war, lässt sich das gut instrumentalisieren: die Linke ist eine Bande unverbesserlicher Betonköpfe, die mit ihrer Vergangenheit nicht aufräumt.

Um diese Frage ging es aber gar nicht. Es ging darum über Gauck Gabriel für eine mögliche Neuwahl zu positionieren. Ganz SPD egoistisch. Der Gutmensch-Gauck war nur ein machtpolitischer Steigbügelhalter für den Gabriel. Mehr nicht.

Und für die Linke ist es im Endeffekt gleich, ob Wullf oder Gauch Präsident wird. Die sind beide nicht wählbar für die Linke.

2differ
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02.07.2010 - 14:36 Uhr
2differ

stimme ich zu.

aus meiner sicht hat sich das sechsparteiensystem im bt auch deshalb heruasgebildet, weil sich unter den bedingungen der neuen und allgegenwärtigen medien die fiktion von volksparteien nur sehr schwer durchhalten lässt. und weil der versuch, vorzugaukeln, man sei und handele als volkspartei, rasch durchschaut wird.
also ist es konsequent, sich in den inhaltlichen positionen mehr an den interessen der eigenen wählerklientel auszurichten.
die linke tut genau das.

sodawasser
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02.07.2010 - 14:52 Uhr
sodawasser

synthie_und_roma sagte:
Ich finde es trotzdem zu kurz gegriffen einfach zu sagen:Die Linke hat eine Chance verspielt. Muss die Linke springen, wenn SPD und Grüne - für eine vollkommen SPD/Grüne zentrierte Machtposition - dies wünschen?Nein.Vor allem wenn der Kandidat von SPD/Grüne in zentralen Fragen diametral andere Auffassungen hat als die Linke. Warum soll die Linke bei den Machtspielchen der SPD mitmachen, wenn sie weiss, dass sie nur benutzt wird. Denn SPD/Grüne würden ja nie zusammen mit den Linken arbeiten, wenn sie es nicht müssten. Wenn es für rot/grün alleine reicht, denkt niemand mehr an die Linken. Aber jetzt wurden sie gebraucht. Und weil Gauck mal Leiter der Stasiakten-Behörde war, lässt sich das gut instrumentalisieren: die Linke ist eine Bande unverbesserlicher Betonköpfe, die mit ihrer Vergangenheit nicht aufräumt. Um diese Frage ging es aber gar nicht. Es ging darum über Gauck Gabriel für eine mögliche Neuwahl zu positionieren. Ganz SPD egoistisch. Der Gutmensch-Gauck war nur ein machtpolitischer Steigbügelhalter für den Gabriel. Mehr nicht.Und für die Linke ist es im Endeffekt gleich, ob Wullf oder Gauch Präsident wird. Die sind beide nicht wählbar für die Linke.


sehr gut. genau so seh ichs auch.

querdenker1982
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02.07.2010 - 14:58 Uhr
querdenker1982

Es geht nicht um Ostalgie oder Stasibeschönigung, sondern um die Frage nach der politischen Ausrichtung der Republik: Wollen wir in einem Land leben, in dem die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird? In einem Land, dass seine Finanzprobleme auf dem Rücken der Armen und Schwachen löst? Oder wollen wir ein wirtschaftlich starkes Land, in dem aber dennoch Werte wie Soldarität und Mitmenschlichkeit zählen? Und ich denke, dass sich die Linke unglaubwürdig gemacht hätte, wenn sie einen Politiker unterstützt, der so stark in Opposition zu sozialer Gerechtigkeit steht. Herr Gauck ist ein Unterzeichner, der auch in SPD-Kreisen umstrittenen Prager Erklärung. Es ist ein Neoliberaler, der in sinnlosen Krieg in Afghanistan immer noch rechtfertigt. Dass die Linke durch ihre mangelnde Unterstützung (möglicherweise) Wulff ermöglicht hat, ist tragisch, ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass Gauck letztlich für die gleiche neoliberale Politik wie CDU und FDP steht.

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02.07.2010 - 14:59 Uhr
querdenker1982

Es geht nicht um Ostalgie oder Stasibeschönigung, sondern um die Frage nach der politischen Ausrichtung der Republik: Wollen wir in einem Land leben, in dem die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird? In einem Land, dass seine Finanzprobleme auf dem Rücken der Armen und Schwachen löst? Oder wollen wir ein wirtschaftlich starkes Land, in dem aber dennoch Werte wie Soldarität und Mitmenschlichkeit zählen? Und ich denke, dass sich die Linke unglaubwürdig gemacht hätte, wenn sie einen Politiker unterstützt, der so stark in Opposition zu sozialer Gerechtigkeit steht. Herr Gauck ist ein Unterzeichner, der auch in SPD-Kreisen umstrittenen Prager Erklärung. Es ist ein Neoliberaler, der in sinnlosen Krieg in Afghanistan immer noch rechtfertigt. Dass die Linke durch ihre mangelnde Unterstützung (möglicherweise) Wulff ermöglicht hat, ist tragisch, ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass Gauck letztlich für die gleiche neoliberale Politik wie CDU und FDP steht.

philipgeisler
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02.07.2010 - 15:01 Uhr
philipgeisler

Der Text verkennt einige Fakten und ist schon sehr pauschalisierend. Wulff ist kein "Präsident, den keiner haben will" - er hat in der Bundesversammlung eine Mehrheit UND er hat nach dem aktuellen Deutschlandtrend in der Bevölkerung jetzt eine Mehrheit, darüber hinaus war er vorab nahezu gleichauf mit Gauck in Umfragen. Allerdings, das mag stimmen, waren seine Unterstützer stiller als diejenigen Gaucks.

Obwohl ich es als eine eminente Chance und gute Botschaft begriffen hätte, wenn heute Gauck das Sommerfest vor Schloss Bellevue ausrichtete: Die Linke hat sich zunächst einmal auch einem konservativen Kandidaten verwehrt, der nun einmal in keinster Weise ihren - fragwürdigen - politischen Positionen entspricht. Die Enthaltung ist deswegen der demokratischste (weil sicherlich ihrem Wählerklientel naheste) und integerste Weg, sich zu positionieren. Auch wenn in der Konsequenz eben einer der beiden Konservativen für die Linke nicht wählbaren Kandidaten dann zum Präsidenten wurde.

John_Rebus
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02.07.2010 - 15:19 Uhr
John_Rebus

querdenker1982 sagte:
Wollen wir in einem Land leben, in dem die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird?



Besser eine grosse Schere weit oben auf hohem Niveau als keine Schere in Armut.

_warum
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02.07.2010 - 15:42 Uhr
_warum

John_Rebus sagte:
querdenker1982 sagte:
Wollen wir in einem Land leben, in dem die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird?



Besser eine grosse Schere weit oben auf hohem Niveau als keine Schere in Armut.


http://en.wikipedia.org/wiki/False_dilem...

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02.07.2010 - 15:45 Uhr
_warum

Abgesehen davon dass es ein falsches Dilemma ist, ist es tatsächlich oft besser, keine Schere in Armut zu haben als eine große Schere auf hohem Niveau. Natürlich ist das eine Frage der Qualität, aber es ist in der Tat so, dass in sehr ungleichen Gesellschaften auch die Reichen im Schnitt unglücklicher sind als in gleicheren Gesellschaften.

Die Welt ist nunmal nicht schwarz-weiß.

Ayquinho
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02.07.2010 - 16:13 Uhr
Ayquinho

Der Autor reiht sich ein in das aktuell trendige Linke-Bashing. Grundsätzlich ist mir sowas immer suspekt. Da es ab und an auch mal richtig sein kann was der medial kontrollierte Mainstream meint, muss man die Voreingenommenheit des Autoren beweisen.

Sugestion des Autoren: er wäre ein potentieller Linke-Wähler, den die Linke mit dem Verhalten bei der BP-Wahl vergrault hat.

Meine These: er verhält sich wie ein verbitterter Anti-Kommunist, der hinter allem Linken aus der ehem. DDR, was ihm nicht gefällt Stasi, Stalin, Mauermörder usw., also Kommunisten zu erkennen glaubt. Seine angebliche potentielle Bereitschaft die Linke zu wählen ist fake. Eine Ablehnung ist schon lange vorhanden. Die Enttäuschung vorgegeben, da man nur von Parteien/Menschen enttäuscht sein kann, auf die man vorher vertraut hat.

Hier die Zitate, die eine Meinungsänderung von gestern auf heute unmöglich erscheinen lassen, sondern vielmehr eine länger gehegte Einstellung belegen. Kein Mensch ist gestern noch potentiell pro-Linke und schimpft die Linke heute (wegen einer vergleichsweise poliztisch kleinen Sache wie der BP-Wahl) Stasi, Mauermörder usw..

"Warum ich dich dann trotzdem nicht wählte, lag daran, dass ich meine Stimme nicht ehemaligen Stasi-Spitzeln und Parteibonzen geben wollte."

"Vorher aber wäre eine deutliche Distanzierung von Mauerschützen, Stasi-Spitzeltum, Antisemitismus und Kommunismus gut und notwendig gewesen."

"Anstatt endlich das notwendige Zeichen zu setzen – für ein neues, modernes Linkssein, ... hast du gezeigt, wie sehr du in Ostalgie, DDR-Verklärung und Stasi-Beschönigung verhaftet bist. Partei gesetzt hatten, gezeigt, dass du noch immer mit einem Bein in der DDR stehst und deine gesellschaftsliberalen Positionen politische Kosmetik sind. Mir wäre es am liebsten, wenn du von nun an dorthin verschwindest, wo du hingehörst: In den Sumpf unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde. "

Ich bin übrigens auch SPD-Wähler (wenn ich nicht gerade enttäuscht bin, andere Parteien inkl. Linke, finde ich aus verschiedendsten Gründen unwählbar: Linke ist zB anti-deutsch), aber Lug, Manipulation und Rote-Socken-Kampagne finde ich billig und für die Demokratie gefährlich.

Die Linke hat sich am Mittwoch korrekt verhalten. In seinem Stern-Interview hat Werner Schulz (Grüne) zugegeben, dass man von Rot-Grün sich absichtlich nicht mit der Linken vor der Wahl abgesprochen hat, da man KEINEN Kompromis eingehen wollte (sinnhaft: dann wäre es jemand anderes als Gauck geworden) - erst zwischem 2. und 3. Wahlgang ging man drohend auf die Linke zu (sonst Medienkampagne - voilá). Billig ist natürlich auch der Vorwurf (auch im Schulze-Interview geäußert) die Linke hätte Gauck wegen seiner Stasi-Behörden-Tätigkeit nicht gewählt. Der Grund war ein anderer.
Die Idee von Rot-Grün war Merkel als führungsschwach darstehen zu lassen, deshalb stellte man einen Konservativen und Neoliberalen auf (Pro-Afghanistan-Krieg, Pro-Hartz4, Pro-Liberale Wirtschaft), der gleichzeitig noch ein guter Freund von Merkel und Westerwelle ist. Gauck ist sympathisch. Und ich persönlich finde seine Meinung nicht ehrabschneidend, aber sie ist absolut nicht links, in keinster weise. Außerdem äußert er bei jeder Gelegenheit seinen Hass auf die Linke (nicht regierungsfähig, undemokratisch usw. - lange vor der Wahl). Und die Linke hat entsprechend ihn nicht gewählt. Es gab übrigens auch das Wahlversprechen der Linken keinem seine Stimme zu geben der für Hartz4 ist.

Aber das alles setzt politisches Interesse, politischen Geist und Objektivität voraus. Das kann man natürlich nicht von einem jetzt.de-Autoren (wer macht die eigentlich dazu) erwarten. Hauptsache "believe the hype".

night_fever
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02.07.2010 - 16:17 Uhr
night_fever

hinez und Dusle sprechen genau das aus, was ich über den text denke.
der text an sich ist groß, sehr groß, weil sehr ehrlich und wahr

iFriese
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-2

02.07.2010 - 16:19 Uhr
iFriese

Interessant für alle Gauck-Verehrer:

"Menschen, die nach 1933 aus rassischen oder politischen Gründen emigrieren mussten und sich nach 1945 für das nach Gaucks „Geschmack“ falsche Deutschland entschieden, im Kalten Krieg auf der anderen Seite landeten, finden sich hier zwangsvereinigt in der Gesellschaft der NS-Täter oder Mitläufer wieder, also derer, von denen sie oder ihre Eltern, Familien, Freunde einst gejagt, aus Deutschland vertrieben oder ermordet wurden. Gleichgesetzt mit denen, die dies alles nach 1933 und dann nach 1945 wiederum „kommunikativ beschwiegen“ (Hermann Lübbe)."

http://blaetter.de/archiv/jahrgaenge/201...

Peinlich für Rot-Grün und alle die den Axel-Springer-Kandidaten unrecherchiert zum Messias gemacht haben! Auch ein Armutszeugnis für unsere Medienwelt!

satansbraten
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02.07.2010 - 16:53 Uhr
satansbraten

dem text kann ich nur 2 daumen hoch geben.

imwandelderzeit
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02.07.2010 - 17:05 Uhr
imwandelderzeit

Irgendjemand muss doch dagegen sein ? Schlimm, wenn man überall nur Ja-Sager hat. Oder? Die Linke in ihrer konsequenten Haltung immer nur mit dem Klischee der ewigen Gestrigkeit abzustrafen, bezeugt, wie sehr die vermeintlichen Kritiker dieses Politikstils unfähig sind mit Dissens umzugehen. Demokratie bedeutet gerade eben nicht, dass man zu allem und jedem nur aufgrund einer Nützlichkeitserwägung Ja zu sagen hat. Möglicherweise hat hier der Autor auch keinen Abschied genommen, weil man sich nur trennen kann, wenn es eine Beziehung gab. Das scheint hier auch nicht der Fall.

iFriese
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02.07.2010 - 17:18 Uhr
iFriese

imwandelderzeit sagte:
Irgendjemand muss doch dagegen sein ? Schlimm, wenn man überall nur Ja-Sager hat. Oder? Die Linke in ihrer konsequenten Haltung immer nur mit dem Klischee der ewigen Gestrigkeit abzustrafen, bezeugt, wie sehr die vermeintlichen Kritiker dieses Politikstils unfähig sind mit Dissens umzugehen. Demokratie bedeutet gerade eben nicht, dass man zu allem und jedem nur aufgrund einer Nützlichkeitserwägung Ja zu sagen hat. Möglicherweise hat hier der Autor auch keinen Abschied genommen, weil man sich nur trennen kann, wenn es eine Beziehung gab. Das scheint hier auch nicht der Fall.


Sehr richtig. Zumal man wirklich auch mal betonen muss, dass gerade die etablierten (oder besser ALTEN) Parteien am wenigsten mit dieser NEUEN Situation klarkommen. Ironischerweise sind sie die eigentlich ewig "Gestrigen", wenn sie so vehement versuchen das alte bundesrepublikanische vier Parteien System wiederherzustellen.

Und dafür benutzen SPD und Grüne komischerweise Phrasen und Mittel, welche in der Vergangenheit auch schon gegen sie selbst verwendet wurden! Einfach nur peinlich!

Und während die vier Parteien am liebsten alles wieder so hätten, wie vor der Finanzkrise, ist es die Linke die ständig mutige Forderungen und Anträge stellt, die dann zuerst extrem bekämpft und lächerlich gemacht werden ... dann aber früher oder später von anderen Parteien übernommen werden. Natürlich ohne Verweis auf die Linken.

leiderschonvergebenistleiderschonvergeben
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02.07.2010 - 17:48 Uhr
leiderschonvergebenis…

zEeeEeee: Gauck ist ein Neoliberaler - so wie Karl Max ein Science Fiction Autor ist - grosse Komik, Respekt, kleiner Titanic-Troll du ...

Inko_Gnito
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02.07.2010 - 18:29 Uhr
Inko_Gnito

jetztmumu sagte:
"Gauck ist Ostdeutscher und er steht für all die Menschen, die 1989 das Wunder vollbracht haben, den Unrechtsstaat DDR friedlich kollabieren zu lassen." So ein Unsinn! Wer glaubt, dass alle Ossi-Revolutionäre über einen Leisten geschlagen werden können, hat die letzten zwanzig Jahre einfach geschlafen. Gauck hat im Unterschied zu vielen Vernünftigen immer einer holzschnitzartigen Vergangenheitsbewältigung in der Ex-DDR das Wort geredet. Hier gut, da Böse (= Stasi oder noch schlimmer). Das mag demokratisch in Ordnung sein, rechtsstaatlich ist es sicher nicht. Im Osten weiss man das, viele Wessis haben aber Schwierigkeiten mit dieser Wahrheit, da sie zu kompliziert für sie ist und sie lieber weiter glauben wollen, was man ihnen einst über Dunkeldeutschland in der Schule ins Hirn gesch... hat.

Im Westen muss und will man sich auch nicht differenzierter als nötig mit der DDR auseinandersetzen. Wir wissen, dass die DDR von der SED vor allem mit dem Instrument der Stasi diktatorisch geführt wurde und dass die meisten DDR-Bürger ihren Staat loswerden wollten. Das genügt uns im Westen völlig. Detaillierter interessiert uns gewöhnlich nicht, was da so gelaufen ist. Deshalb haben wir auch keinen Grund, irgendwas Positives an der SED/PDS/Linken zu sehen.

luke5strings
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02.07.2010 - 18:49 Uhr
luke5strings

Dann erklär mir doch mal, lieber Philipp, warum die Linke einen Kandidaten wählen soll, der (a) ein erbitterter Gegner dieser Partei ist und (b) dessen Kandidatur nicht mit ihnen abgestimmt wurde. Mit Ostalgie hat das überhaupt nichts zu tun. Gauck ist darüber hinaus mindestens so "konservativ" wie Wulff. Eine bessere Analyse findet sich unter http://www.spiegelfechter.com/wordpress/...

Raoul_Bakunin
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02.07.2010 - 18:51 Uhr
Raoul_Bakunin

Abschiedsbrief? Wieso nur? Abschied wovon? Angesichts der blödsinnigen Stasi- und Mauerschützen-Theorien der Meinungsmacher, die Sie hier herunterbeten, scheinen Sie sich mit der Linken bisher nicht wirklich auseinandergesetzt zu haben und hätten Sie vermutlich eh nie gewählt.
Auch sonst ist Ihr Text herzlich überflüssig. Sie wiederholen doch nur die bescheuerte Interpretation, die von Rot-Grün in die Welt gesetzt und von den Medien gebetsmühlenartig wiederholt wurde: Die Linke ist schuld, dass Gauck nicht BP geworden ist. Trotz aller Wiederholung wird das nicht wahrer. Gauck hatte nie eine Mehrheit, auch nicht mit der Linken. Dass es im ersten Wahlgang ein paar Abweichler im schwarz-gelben Lager gab, die Merkel etwas ärgern wollten, lag nur daran, dass sie wussten, dass Wulff trotzdem vorne liegen würde. Ernsthaft hätten die Wulff nie gefährdet. Schließlich hat er im dritten Wahlgang dann doch seine absolute Mehrheit bekommen. Und hätte die Linke im ersten Wahlgang mit Rot-Grün gestimmt, hätts die Abweichler auch nicht gegeben.
Hier möchte ich auch eine ganz interessante Aussage von Gregor Gysi einstreuen:
SPD und Grünen sei es nie darum gegangen, mit den Linken gemeinsame Sache zu machen, sagt Gysi: "Die wollten keinen gemeinsamen Oppositionskandidaten, die wollten uns vorführen." Er müsse einräumen, dass das gelungen sei. Sollten SPD und Grünen aber glauben, sie hätten das Feld als Sieger verlassen, "dann irren sie sich. Sie sind auch beschädigt, weil sie dem spielerischen Vorführelement mehr Bedeutung beigemessen haben als der Verständigung" auf einen rot-rot-grünen Kandidaten." Quelle: FR.

Und das Herrn Wulff "niemand haben will" ist auch schlichtweg eine Lüge. Siehe aktueller Deutschlandtrend:
http://www.tagesschau.de/multimedia/bild...
Auch wenn von der Medienmaschinerie eine beispiellose Gauck-o-manie betrieben wurde, ist es weitaus nicht so, dass "niemand" Wulff wollen würde. Kann man finden, wie man will. Ist aber leider so.

_warum
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02.07.2010 - 18:52 Uhr
_warum

Vielleicht noch ein kleiner Gedanke für den Einstieg ins Wochenende, mit dem man sich die Fußballpausen vertreiben mag. Es gibt ein ganz einfaches Mittel, die Linken loszuwerden, nämlich: ihre inhaltlichen Positionen untergraben, indem man sie zu einem gewissen Grad ins eigene Programm übernimmt. Die CSU hat das Jahrzehnte lang erfolgreich in Bayern gemacht, so dumm kann die Idee also nicht sein ;)

Beim Thema Arbeits"markt" gibt es zum Beispiel genügend Probleme, bei denen man Gutes tun könnte. Siehe zum Beispiel die Zeitarbeit, an der man sehr schön sieht, wie der sogenannte "Markt" versagt. Ein Zeitarbeiter hat ein erhöhtes Risiko wegen mangelndem Kündigungsschutz, also müsste er eigentlich logischerweise mehr verdienen als ein fest angestellter Arbeiter. Oder aber die Zeitarbeitsfirma müsste dem Zeitarbeiter Kündigungssicherheit bieten, indem sie ihn auch dann weiterbezahlt, wenn er gerade nicht irgendwo vor Ort eingesetzt wird.

Anderes Beispiel für fehlenden Markt ist die Subvention von Dumpinglöhnen durch Zuschüsse des Staates (entweder durch Aufstocken oder durch explizite Zuschüsse an Firmen, die Leute neu einstellen). Ganz zu schweigen davon, dass man nicht vollwertige Stellen eigentlich als de facto Arbeitslose in die Statistik aufnehmen müsste.

Reflexartig kommt dann natürlich die Reaktion aus bestimmten Wirtschaftszweigen, dadurch würden Arbeitsplätze verloren gehen, schwer vermittelbare würden nicht mehr unterzukriegen sein. Diese Effekte existieren sicherlich.

Genau so richtig ist aber, dass die Stagnation der Löhne in Deutschland durch eine systematische Schwächung der Verhandlungsposition der Arbeitnehmer politisch erzeugt ist. Dagegen müsste man vorgehen, nicht nur durch Eingreifen in den Arbeitsmarkt, sondern zum Beispiel auch durch Stärkung der Belegschaften von Unternehmen.

Natürlich muss man einzelne Maßnahmen gut durchdenken. Das Wichtigste dabei ist aber, dass sich die Politik dabei nicht von der Wirtschaft einschüchtern lassen darf. Es ist klar, dass der Nein-Ruf bei progressiven Vorhaben von Seiten der Industrie- und Arbeitgeberverbände ganz bestimmt kommt, das ist wie das Amen in der Kirche. Aber diese Verbände haben eben nicht das Wohl der Gesellschaft als Ganzes und auch nicht das Wohl der Demokratie zum Ziel, und das muss man relativierend in die Überlegungen mit einbeziehen. Ein wenig Arbeitsplatzverlust kann man verkraften, wenn die Arbeitnehmer danach mit einer gestärkten Position in den nächsten Aufschwung kommen und dadurch endlich angemessene Lohnerhöhungen herausschlagen können.

Es ist einfach an der Zeit, dass Politiker aller Parteien ohne Scheuklappen alle möglichen Instrumente ernsthaft erwägen, und vor allem das Primat der Politik gegenüber der Wirtschaft wiederherstellen.

Wenn die anderen Parteien das konsequent durchziehen würden, würde die Linke sicherlich relativ schnell zu einer Randnotiz verkümmern, und die Kriegstreiber könnten sogar problemlos in Afghanistan weitermachen ohne etwas zu ändern. Aber nein, das wäre ja vernünftige Politik zum Wohl des Volkes, das kann man sich nicht erlauben.

Raoul_Bakunin
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02.07.2010 - 18:57 Uhr
Raoul_Bakunin

Abschiedsbrief? Wieso nur? Abschied wovon? Angesichts der realitätsfernen Stasi- und Mauerschützen-Theorien der Meinungsmacher, die Sie hier herunterbeten, scheinen Sie sich mit der Linken bisher nicht wirklich auseinandergesetzt zu haben und hätten Sie vermutlich eh nie gewählt.
Auch sonst ist Ihr Text herzlich überflüssig. Sie wiederholen doch nur die tolle Interpretation, die von Rot-Grün in die Welt gesetzt und von den Medien gebetsmühlenartig wiederholt wurde: Die Linke ist schuld, dass Gauck nicht BP geworden ist. Kann man überall nachlesen, hätten Sie nicht auch nochmal mit eigenen Worten schreiben müssen.
Trotz aller Wiederholung wird das übrigens nicht wahrer. Gauck hatte nie eine Mehrheit, auch nicht mit der Linken. Dass es im ersten und zweiten Wahlgang ein paar Abweichler im schwarz-gelben Lager gab, die Merkel etwas ärgern wollten, lag nur daran, dass sie wussten, dass Wulff trotzdem vorne liegen würde. Ernsthaft hätten die Wulff nie gefährdet. Schließlich hat er im dritten Wahlgang dann doch seine absolute Mehrheit bekommen. Und hätte die Linke im ersten Wahlgang mit Rot-Grün gestimmt, hätts die Abweichler auch nicht gegeben.
Hier möchte ich auch eine ganz interessante Aussage von Gregor Gysi einstreuen, die es imho sehr gut trifft:

"SPD und Grünen sei es nie darum gegangen, mit den Linken gemeinsame Sache zu machen, sagt Gysi: "Die wollten keinen gemeinsamen Oppositionskandidaten, die wollten uns vorführen." Er müsse einräumen, dass das gelungen sei. Sollten SPD und Grünen aber glauben, sie hätten das Feld als Sieger verlassen, "dann irren sie sich. Sie sind auch beschädigt, weil sie dem spielerischen Vorführelement mehr Bedeutung beigemessen haben als der Verständigung" auf einen rot-rot-grünen Kandidaten." Quelle: FR.

Dass die Linke Gauck nicht wählen sollte, war von Rot-Grün vollkommen gewollt. Rot-Grün hat ne Falle der Linken ne Falle gestellt, die Linke ist reingetappt. Wer ist nun (mehr) schuld? Sollten Sie wohl besser auch nicht mehr SPD und Grüne wählen.

Und das Herrn Wulff "niemand haben will" ist auch schlichtweg eine Lüge. Das glauben Sie doch wohl selber nicht. Siehe aktueller Deutschlandtrend:
http://www.tagesschau.de/multimedia/bild...
Auch wenn von der Medienmaschinerie eine beispiellose Gauck-o-manie betrieben wurde, ist es weitaus nicht so, dass "niemand" Wulff wollen würde, auch wenn ein paar tausend (von 82 mio.) Menschen ihre Mausklick-Solidarität mit ihm auf Facebook kundgetan haben. Kann man nun finden, wie man will. Ist aber einfach Fakt.

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02.07.2010 - 18:59 Uhr
Raoul_Bakunin

Oh pardon, nun ist mein Kommentar aus irgendeinem Grunde zweimal drin. Bitte einmal löschen.

pilzator
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02.07.2010 - 21:13 Uhr
pilzator

Wow! Klasse Beitrag, Respekt!

transworld
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02.07.2010 - 21:37 Uhr
transworld

es spielt doch überhaupt gar keine rolle was zB. jetzt.de leser und forianer von der linken denken oder schreiben, ihr (oder wir) sind doch gar nicht das klientel der LINKEn.

egal ob gauck oder nicht, die zeit spielt für die linke

das klientel der linken ist der massiv wachsende anteil der bevölkerung, die nicht mehr am wohlstand teilhaben kann(darf)

durch de-regulierung, mini jobs, aushöhlung der tarifveträge, mechanisierung und auslagerung gibt es immer weniger arbeit bzw. immer mehr extrem schlecht bezahlte arbeit, und diese entwicklung trifft dann nicht die "facharbeiter" oder studierten, sondern zum grössten teil die schlechter ausgebildeten menschen, und die machen auch in zukunft einen grossteil der bevölkerung aus.

und diese leute interessieren sich einen scheissdreck um die stasivergangenheit der LINKEn oder deren gauck verweigerung,
dieser teil der bevölkerung wird die linke wählen, weil sie glaubhaft (bis jetzt) versprechen sich um ihre interessen zu kümmern.

bevor spd oder cdu wieder über 40% kommen wird die linke über 20 kommen und die NPD im reichstag sitzen

felix_berlin
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02.07.2010 - 21:52 Uhr
felix_berlin

ich finde den text erschreckend traurig und mit selbstgerechtigkeit getränkt - man könnte meinen der spiegel schreibt hier. schade bei so einem jungen menschen! die thesen sind es so gut wie nicht wert weiter diskutiert zu werden. egonzentrismus ist die falsche basis einer auseinandersetzung, wenn dann auch noch die stringenz flöten geht und halbwissen drunter gemischt wird, dann kann ich nur sagen, wähl sie einfach weiterhin nicht und lass einen mit dem senf in ruhe.

stevetheoneandonly
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02.07.2010 - 23:17 Uhr
stevetheoneandonly

So ein Schwachsinn. Was hier abgezogen wird ist eine typisch deutsche idiotische Debatte. Welche Funktion und Aufgabe hat schon der Bundespräsident? Dieses Amt ist doch so gut wie unbedeutend. Welche Macht hat denn der Bundespräsident ? So gut wie gar keine. Im Bundestag werden die Gesetze gemacht. Ob da der Repräsentant Gauck oder Wulff heißt ist doch für die große Mehrheit der deutschen Bürger vollkommen irrelevant. Wer nicht verstehen kann das man nicht sein Ja für den Kandidaten der Grünen und SPD gegen will der ist einfach ein politischer Irrläufer der keine Ahnung von Demokratie hat. Dieser Gauck ist mir vollkommen egal. Er ist angepasst und seine Leistungen für eine gerechtere oder demokratischere Gesellschaft sind gleich NULL. Er hat sich um selbsternannten Verfechter der Demokratie gemacht, doch seine Ansichten sind altbekannt und werden von FDP und CDU sowieso seit Jahrzehnten vertreten. Was soll also das Geschrei. Die Linke braucht keine mittelmäßigen Mittläufertypen die für andere Parteien abstimmt bloss weil es ihnen gerade opportun erscheint. Gut gemacht Linke. Ihr seid wenigstens ehrlich.

Anhaltiner
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03.07.2010 - 00:19 Uhr
Anhaltiner

Das "Die Linke" einen Stasi-Jäger nicht wählen kann, hätte man bei der SPD wissen können. Aber vielleicht wusste man es ja - es ging nicht pro "links" sondern contra "Merkel"! (und das nicht ohne Erfolg) Vielleicht hat ja die SPD aus der Vergangenheit gelernt sie wurde ja schon mal von der kleineren KPD geschluckt.

_warum
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03.07.2010 - 00:50 Uhr
_warum

transworld sagte:
es spielt doch überhaupt gar keine rolle was zB. jetzt.de leser und forianer von der linken denken oder schreiben, ihr (oder wir) sind doch gar nicht das klientel der LINKEn.

egal ob gauck oder nicht, die zeit spielt für die linke

das klientel der linken ist der massiv wachsende anteil der bevölkerung, die nicht mehr am wohlstand teilhaben kann(darf)

Ich denke, da hast du Recht, aber eigentlich ist es eine Schande. Jedem, dem echt an der Zukunft unserer Gesellschaft gelegen ist, darf es nicht egal sein, was mit dem unteren Drittel passiert. Dass die Probleme dieses unteren Drittels nur von einer Partei echt (also über Sonntagsreden hinaus) aufgegriffen werden und diese Partei von allen anderen ausgegrenzt wird, ist ein ziemlich düsteres Zeichen für unsere Gesellschaft.


bevor spd oder cdu wieder über 40% kommen wird die linke über 20 kommen und die NPD im reichstag sitzen

Ich denke, dass dem nicht zwangsläufig so ist, aber dafür müssten die anderen Parteien endlich aufwachen. Dafür ist es nicht zu spät, glaube ich, aber die Chancen dafür stehen realistisch gesehen eher schlecht.

Mannheimer
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03.07.2010 - 01:29 Uhr
Mannheimer

transworld sagte:
as klientel der linken ist der massiv wachsende anteil der bevölkerung, die nicht mehr am wohlstand teilhaben kann(darf)durch de-regulierung, mini jobs, aushöhlung der tarifveträge, mechanisierung und auslagerung gibt es immer weniger arbeit bzw. immer mehr extrem schlecht bezahlte arbeit,

und du glaubst das wirklich? den linken geht es um dieses klientel wie du sagst?
politik heutzutage dreht sich um macht, ämter und posten. da sind die einen nicht besser als die anderen.

ach, geld hatte ich vergessen. wobei, den gysi finde ich ja knuddelig.
würde ihn aber nicht wählen.

i_am_the_slime
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03.07.2010 - 03:00 Uhr
i_am_the_slime

Mannheimer sagte:
transworld sagte:
as klientel der linken ist der massiv wachsende anteil der bevölkerung, die nicht mehr am wohlstand teilhaben kann(darf)durch de-regulierung, mini jobs, aushöhlung der tarifveträge, mechanisierung und auslagerung gibt es immer weniger arbeit bzw. immer mehr extrem schlecht bezahlte arbeit,
und du glaubst das wirklich? den linken geht es um dieses klientel wie du sagst?
politik heutzutage dreht sich um macht, ämter und posten. da sind die einen nicht besser als die anderen.

ach, geld hatte ich vergessen. wobei, den gysi finde ich ja knuddelig.
würde ihn aber nicht wählen.


wann war das je anders?

testmann
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03.07.2010 - 08:18 Uhr
testmann

Stimme diesem Artikel voll zu ... hatte mit der Linken schon öfter geliebäugelt, aber nach der BP-Wahl sind sie für mich unwählbar geworden. Sie hatten es in der Hand statt einem Partei-Mitläufer-Bonzen einen Mann der Gesellschaft zu wählen. Sie haben absolut versagt und verdienen keine politische Verantwortung mehr!

Arghhh
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03.07.2010 - 11:11 Uhr
Arghhh

Komisch, mir war die "Linke" noch nie sympathisch, schon allein wegen den Toten an der Mauer und den Millionen Gulag-Toten.

Aber bloß wegen der BP-Wahl - urplötzlich - sind die alt-Stalinisten unsympathisch? Einfach lachhaft, lieber Autor!

Harpagonos
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-1

03.07.2010 - 11:51 Uhr
Harpagonos

Der Ausdruck "neoliberal" ist genauso schwammig wie der Ausdruck "links", nur dass er ausschließlich von linken als Kampfausdruck verwendet wird.

Soziale Absicherung ist notwendig und wichtig, aber sie kann nicht dauerhaft einen Lebensstandard sichern, für den arbeitende Menschen sich den Rücken krumm schuften!

Die Linke hat zudem noch viel zu viele Irre in ihren Reihen, die Enteignungsphantasien und ähnlichen Faschismen anhängen. Sie sollte in Deutschland nach allem, was sie hier angerichtet hat verboten werden!

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03.07.2010 - 11:55 Uhr
Harpagonos

@tiltx: "Wenn nicht dauernd der mediale Dauertenor von wegen "DDR-Verklärung" gefahren werden würde, wäre vielleicht auch mal Platz für Inhalte der Linkspartei"

Da gibt es nicht viel zu füllen außer dumpfen Rattenfängerparolen wie "Reichtum für alle" (Wenn Reichtum Trabi und Plattenbauwohnung ist) oder "Mehr soziale Gerechtigkeit" (Wenn Gerechtigkeit konsequent mit Gleichmacherei verwechselt wird).

Die SED hätte auch mit Umbenennung nach der DDR nicht weitermachen dürfen! Die WASG wäre für die SPD vielleicht der notwendige Denkzettel gewesen, um sich nach erfolgter Korrektur wieder zu vereinigen.
Stattdessen vereinigten sie sich mit den Rotnazis und hat ihnen den Weg nach Westen geöffnet.
Und in schwierigen Zeiten bekommen Rattenfänger oft auch mehr Stimmen, wie man sieht.

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-1

03.07.2010 - 11:57 Uhr
Harpagonos

"Ich weiß, dass Che Guevara ein Mörder und kein Popstar war, aber mir ist sein Gesicht auf T-Shirts immer noch lieber als Eiserne Kreuze und chauvinistische Deutschtümelei."

So? Den Grund hätte ich auch gerne mal erfahren. Guevara hat eigenhändig aufgrund der Ideologie, die die "Linke" heute noch vertritt, über 300 Menschen erschossen! Castro persönlich musste dem Einhalt gebieten.

Mord bleibt Mord und ich habe da durchaus lieber denjenigen, der ein wenig Stolz auf ein paar gute deutsche Eigenheiten ist (Fleiß, Präzision, Perfektionismus und liebe zu gut gemachter Arbeit) als denjenigen, der ein paar Marx-Texte liest und dann jeden exekutiert, der dem Unsinn nicht zustimmt.

_warum
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03.07.2010 - 12:43 Uhr
_warum

Harpagonos sagte:
Der Ausdruck "neoliberal" ist genauso schwammig wie der Ausdruck "links", nur dass er ausschließlich von linken als Kampfausdruck verwendet wird.

Dass der Begriff "neoliberal" schwammig ist, ist richtig, dass er nur als Kampfausdruck verwendet wird ist falsch.

Man muss diese radikale Ausprägung des Marktliberalismus ja irgendwie benennen, wenn man sich mit ihr auseinandersetzt. "Neoliberal" ist da zumindest griffiger und kürzer als "radikaler Marktliberalismus", und wird durchaus neutral von Beobachtern verwendet. Wenn du einen besseren Begriff dafür kennst, immer raus damit!

Richtig ist aber natürlich, dass sich Neoliberale nie selbst als solche bezeichnen, und sie sich auch davor hüten, selbst ein deskriptives Label für das zu erfinden, was sie repräsentieren. Das ist eine sehr clevere Strategie die darauf abzielt den Eindruck zu erwecken, eine neoliberale Geisteshaltung käme aus der Mitte der Gesellschaft und wäre der Normalzustand.

Das geht Hand in Hand mit TINA (There Is No Alternative) und ähnlichen Strategien. Man muss schon sagen, Hut ab, strategisch agieren die Neoliberalen extremt geschickt. Dummerweise kann sich nur ein kleiner Teil der Menschen eine neoliberale "Gesellschaft" wirklich leisten.

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-3

03.07.2010 - 12:45 Uhr
_warum

Zu den anderen Kommentaren zur Linken bleibt primär zu sagen, dass du offenbar einfach nicht informiert genug bist - was natürlich nicht unbedingt deine Schuld ist, schließlich werden die ernsthaften Forderungen der Linken in den Medien ja weitestgehend ignoriert.

Da ich dazu eigentlich schon genug geschrieben habe in dieser Diskussion spare ich mir, mich selbst zu wiederholen.

Inko_Gnito
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-1

03.07.2010 - 13:16 Uhr
Inko_Gnito

_warum sagte:
Zu den anderen Kommentaren zur Linken bleibt primär zu sagen, dass du offenbar einfach nicht informiert genug bist - was natürlich nicht unbedingt deine Schuld ist, schließlich werden die ernsthaften Forderungen der Linken in den Medien ja weitestgehend ignoriert.

Hehe, ein Klassiker! Die anderen sind einfach nicht genug informiert, um die "genialen Ideen" der Mauerpartei zu verstehen. Das war vermutlich auch der Grund, warum so viele das SED-Linke-Land verlassen wollten: Sie waren einfach zu blöd, zu kapieren, dass sie im tollsten Staat der Welt lebten. :->
Da ich dazu eigentlich schon genug geschrieben habe in dieser Diskussion spare ich mir, mich selbst zu wiederholen.

100 % Zustimmung in dem Punkt.

jurette_
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03.07.2010 - 13:27 Uhr
jurette_

Die als neoliberal beschimpften Personen nennen sich sicher nicht neoliberal. Neoliberalismus ist nämlich keinesfalls die radikaler Marktliberalismus.

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1

03.07.2010 - 13:28 Uhr
jurette_

Auch wenn der Begriff mittlerweile von den Linken so genutzt wird.

Inko_Gnito
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03.07.2010 - 13:49 Uhr
Inko_Gnito

jurette_ sagte:
Die als neoliberal beschimpften Personen nennen sich sicher nicht neoliberal. Neoliberalismus ist nämlich keinesfalls die radikaler Marktliberalismus.

Ich weiß da von ein paar radikal Marktliberalen, die würden es gar nicht schätzen, wenn man sie neoliberal nennt ... :->

@die Linken unter uns: "neo" ist griechisch und bedeutet "neu" (im Gegensatz zu "archäo" = "alt").

kritikus
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03.07.2010 - 14:35 Uhr
kritikus

Ob der Author dieses Briefes die Linke wählen wird oder nicht ist völlig unerheblich, denn die Linke existiert und wird gewählt wegen ihrer INHALTE und die verschwinden nicht.
Das Wahlverhalten der Linken war absolut richtig und klug:
sie hat widerstanden, sich vorführen zu lassen, und sie hat den weiter rechts stehenden Kadidaten Gauck (nach E. Stoiber) nicht gewählt.
Gabriel-Trittin hatten mit dem Gauck-coup genial auf Stimmen aus der scharzgelben Ecke gepokert, das war ja auch teilweise gelungen. Als es dennoch schief ging, hatten sie schnell die Linken verantwortlich gemacht, die den Giftknochen nicht gegessen haben. Wer einigermaßen denken kann, durchschaut dies.
Übrigens Kommentatoren aus dem Westen: Mal informieren, Gauck ist im Osten einfach nicht wählbar- er wäre bei einer Direktwahl im Osten wahrscheinlich unter 10 % geblieben (wie W. Schulz bei der OB-Wahl in Leipzig: mit 8 % weit abgeschlagen).

Inko_Gnito
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03.07.2010 - 15:29 Uhr
Inko_Gnito

kritikus sagte:
Übrigens Kommentatoren aus dem Westen: Mal informieren, Gauck ist im Osten einfach nicht wählbar- er wäre bei einer Direktwahl im Osten wahrscheinlich unter 10 % geblieben (wie W. Schulz bei der OB-Wahl in Leipzig: mit 8 % weit abgeschlagen).

Wenn das stimmt, liegt darin einer der Gründe, warum Westen und Osten nicht sobald zusammenkommen werden. Dann sollte man sich vielleicht als erstes mal vom unsäglichen "Aufbau Ost" verabschieden und den Soli einstampfen.

michanism
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3

03.07.2010 - 16:06 Uhr
michanism

Lieber Philipp,
leider bist Du niav und hast nichts kapiert. Dich würde ich auch nicht wählen.

Vielleicht liest Du trotzdem mal das hier:
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/...
oder wenigstens das:
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/p...

Viele Grüße noch

habron
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03.07.2010 - 18:16 Uhr
habron

So so, Verständnis für die Notwendigkeit von Hartz-IV!?

Könnte es sein, dass hier das Herz schon immer konservativ schlug?

Und jetzt in einem "selbstaufreibend" schönen Abschiedsbrief das von sich geben, was man schon immer mal veröffentlicht sehen wollte.

Mir bricht das Herz vor soviel später Erkenntnis.

Liebe Grüße und ein schönes selbstgerechtes Leben noch!

_gladio_
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03.07.2010 - 19:39 Uhr
_gladio_

Warum Abschied? Der Autor hat doch nie die Linkspartei gewählt.

Die Wähler der Linkspartei sind sehr zufrieden mit dem Abstimmungsverhalten. Sauer sind nur die Gegner, sollen sie ;)

weltherrrschaft
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3

03.07.2010 - 19:42 Uhr
weltherrrschaft

Lieber Philipp Mattheis,

seit wann ist Herr Gauck links bzw. nicht konservativ?

chibihikari
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-2

03.07.2010 - 21:29 Uhr
chibihikari

tss, da ist sie wieder, die deutsche Doppelmoral.

Einfach zu erkennen: Die Aufarbeitung der NS-Zeit, die zig Millionen unterdrückt hat, anderen Millionen das Leben gekostet hat und Abermillionen um ein Friedlichen Leben betrogen hat, wurde in Deutschland halbherzig aufgearbeitet.

Warum? Weil nach dem Krieg zum Großteil diesselben Leute das Sagen hatten wir vorher, trotz Entnazifizierung. Man war auf sie angewiesen (Fachkompetenz in Verwaltung und Wirtschaftsführung), also hat man sie laufen und wieder Einfluss gewinnen lassen.

40 Jahre später: Die DDR wurde beseitigt und mit ihr eine Regierung (inklusive Geheimdienst), die als Klassenfeind von den nachtretenden Gewinnern weiter instrumentalisiert werden sollte.

Selbst 20 Jahre nach Ende der DDR, wird diese Sau durch's Dorf getrieben, um beim (zumeist westdeutschen) Pöbel Wählerstimmen zu fangen. Alle DDRler waren Stasi-Mitarbeiter und jetzt nutzen diese Schmarotzer euch nur aus.

Herr Gauck gehört ohne jeden Zweifel zu dieser Sorte Mensch. Statt zu versöhnen kann und will er nicht von seinem am Boden liegenden Feind(bild) ablassen, selbst eine Generation nach dem aussteren seines Feindes. Gut, dass er nicht den obersten aller Posten bekommen hat.
Wer nicht versteht warum ein Herr Gauck für die Linke unwählbar ist, hat absolut nichts begriffen. Neben seinem Abscheu für die Partei die LINKE steht er zugleich auch noch für ein neo-liberales (iSv wirtschaftlich liberal) Weltbild - also genau das, was die LINKE am vehementesten bekämpft.

Natürlich war es klug von der SPD Gauck zu nominieren. Und genauso klug war es die LINKE in diese Entscheidung zu keinem Zeitpunkt einzubeziehen. Sie wussten, dass sie diese Wahl verlieren, da kann man ja zumindest noch ordentlich gegen den Feind im eigenen Lager ankämpfen und hoffen, dass so schwindende Wähler zurückkehren.
Und das alles unter dem Deckmantel der Aufarbeitung und Vergangenheitsbewältigung.

Die Hälfte der Mitglieder der LINKEN sind nicht mal Osten geboren, ein Großteil der restlichen Mitglieder viel zu jung, um jemals als IM gearbeitet haben zu können. Und selbst vom Rest kann bestenfalls eine verschwindende Minderheit für die STASI tätig gewesen sein, sonst hätte Herr Gauck und seine Behörde dafür gesorgt, dass diese Menschen im Gefängnis säßen oder keine politischen Ämter mehr ausüben können.

Man merke: Nazi sein oder Mitglied einer Partei, ist kein Problem, solange man anschließend bei Gelb oder schwarz unter kommt.
Für die StaSi zu arbeiten wird einem ein Leben lang nachhängen, selbst wenn man selbst nie für sie gearbeitet hat und nur einer Partei angehört, in der es potentiell IMs gibt. Außer die Partei heißt natürlich CDU (nachweislich hat diese von allen Parteien die meisten höheren StaSi-Mitarbeiter übernommen).

Apropo StaSi: Hat jemand eine Vorstellung davon welche Taten die westdeutschen Geheimdienste während der DDR-Zeit bis einschließlich heut nach dieser Ära begeht? Die sind keinen Deut besser, aber das ist ja ok, sind ja schließlich die Guten Verbrecher, keine Kommunisten.

Diese ewige Siegerjustiz und Volksverdummung kotzt einen manchmal einfach nur an!


btw, der obrige Text ist nett geschrieben, aber inhaltlich natürlich kompletter Blödsinn.

_warum
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04.07.2010 - 00:48 Uhr
_warum

jurette_ sagte:
Die als neoliberal beschimpften Personen nennen sich sicher nicht neoliberal. Neoliberalismus ist nämlich keinesfalls die radikaler Marktliberalismus.

Dann klär mich doch auf. Welchen Begriff würdest du denn für die Art der Politik verwenden, der z.B. von der INSM propagiert wird? Oder von der Bertelsmann-Stiftung? Oder von ähnlichen Institutionen?

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-2

04.07.2010 - 00:58 Uhr
_warum

Inko_Gnito sagte:
_warum sagte:
Zu den anderen Kommentaren zur Linken bleibt primär zu sagen, dass du offenbar einfach nicht informiert genug bist - was natürlich nicht unbedingt deine Schuld ist, schließlich werden die ernsthaften Forderungen der Linken in den Medien ja weitestgehend ignoriert.

Hehe, ein Klassiker! Die anderen sind einfach nicht genug informiert, um die "genialen Ideen" der Mauerpartei zu verstehen. Das war vermutlich auch der Grund, warum so viele das SED-Linke-Land verlassen wollten: Sie waren einfach zu blöd, zu kapieren, dass sie im tollsten Staat der Welt lebten.

Wow, da hat aber jemand Giftreflexe. Hier liegt offenbar ein ziemliches Missverständnis vor. Ich habe ja auf Harpagonos' Kommentar geantwortet. Dieser schrieb:
Harpagonos sagte:
Da gibt es nicht viel zu füllen außer dumpfen Rattenfängerparolen wie "Reichtum für alle" (Wenn Reichtum Trabi und Plattenbauwohnung ist) oder "Mehr soziale Gerechtigkeit" (Wenn Gerechtigkeit konsequent mit Gleichmacherei verwechselt wird).

Das kann nun wirklich nur jemand schreiben, der nicht nachgeschaut hat, was die Linke eigentlich will. Von der Linken kommen nämlich auch sehr konkrete Änderungsvorschläge (in einem früheren Kommentar erwähnte ich zum Beispiel die Stärkung der Mitbestimmungsrechte der Belegschaften). Mit diesen Vorschlägen muss man - auch wenn man gut informiert ist - nicht unbedingt einverstanden sein, aber die Vorschläge sind da. Wer anderes behauptet ist uninformiert (oder versucht mutwillig eine produktive Diskussion zu verhindern), dazu stehe ich.

Mannheimer
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-1

04.07.2010 - 03:19 Uhr
Mannheimer

sorry, ihr habt ja alle ein rad ab.
muss man mitte zwanzig sein um sich über dieses thema aufzuregen?

jurette_
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04.07.2010 - 11:18 Uhr
jurette_

_warum sagte:
jurette_ sagte:
Die als neoliberal beschimpften Personen nennen sich sicher nicht neoliberal. Neoliberalismus ist nämlich keinesfalls die radikaler Marktliberalismus.

Dann klär mich doch auf. Welchen Begriff würdest du denn für die Art der Politik verwenden, der z.B. von der INSM propagiert wird? Oder von der Bertelsmann-Stiftung? Oder von ähnlichen Institutionen?


Sicher nicht als marktradikal.

Es finde sich im Internet eine Reihe von Informationen zu den einzelnen Spielarten des Liberalismus, die relativ einfach zu finden sind. Man könnte z. B. mit wiki anfangen. Das hast Du sicher genauso schnell gelesen wie meine Ausführungen. Ich frage Dich hier ja auch nicht nach den einzelnen Spielarten "linker" Politik.

Ich habe auch Verständnis dafür, dass die Personen, die klassische neoliberale Positionen vertreten (also die für eine soziale Marktwirtschaft im klassischen Sinne eintreten wie z. B. Erhard), sich heute nicht mehr als neoliberal bezeichen, da das ja mittlerweile in seiner Bedeutung verkehrt und zum Schimpfwort verkommen.

Ich denke, ich habe mich jetzt hinreichend dazu geäußert. Wie ich vorhin schon schrieb, möchte ich nicht über einzelne politische Positionen streiten, ich werde auf weitere Aussagen zu diesem Thema nicht eingehen

Inko_Gnito
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2

04.07.2010 - 11:21 Uhr
Inko_Gnito

_warum sagte:
Wow, da hat aber jemand Giftreflexe.

Gute Reflexe haben noch niemandem geschadet. ;-)

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04.07.2010 - 11:24 Uhr
Inko_Gnito

_warum sagte:
Von der Linken kommen nämlich auch sehr konkrete Änderungsvorschläge (in einem früheren Kommentar erwähnte ich zum Beispiel die Stärkung der Mitbestimmungsrechte der Belegschaften). Mit diesen Vorschlägen muss man - auch wenn man gut informiert ist - nicht unbedingt einverstanden sein, aber die Vorschläge sind da. Wer anderes behauptet ist uninformiert (oder versucht mutwillig eine produktive Diskussion zu verhindern), dazu stehe ich.

Ach weißt du, man muss nicht alle Vorschläge jeder unbedeutenden politischen Splittergruppe und jeder kriminellen Bande kennen, um trotzdem gut informiert zu sein. ;-)

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0

04.07.2010 - 11:25 Uhr
Inko_Gnito

... und selbst wenn man sie kennt, muss man sich nicht näher mit ihnen beschäftigen, wenn einen schon die Gruppe als solche abstößt.

graik
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0

04.07.2010 - 11:54 Uhr
graik

Mein Eindruck war eher, dass der alte Gauck ein Problem mit seiner eigenen Vergangenheitsbewältigung hatte. Bis unmittelbar vor der Wahl hat er keine Gelegenheit ausgelassen, die Linke zu verunglimpfen. Die Linke sei nicht regierungsfähig, undemokratisch und gehörte weiter unter Verfassungschutz-Beobachtung (wovon der Verfassungsschutz selbst kaum noch überzeugt ist) und Stimmen erwarte er von 'denen' eh keine.

Kann man es den Abgeordneten dieser Partei dann wirklich so melodramatisch (Abschiedsbrief!) übel nehmen, wenn sie dieser Person nicht freudig ins Amt verhelfen? Ganz offensichtlich ist die Parteitaktik von SPD und Grünen wunderbar aufgegangen. Sie haben sowohl Merkel als auch der Linken eine Kröte vorgesetzt, die beide beim besten Willen nicht schlucken konnten. Und genauso war das auch gedacht.

ewass
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1

04.07.2010 - 12:35 Uhr
ewass

Hätte ich auch nicht besser sagen können
Bei diesem ganzen ekligen Pozedre kam mir nicht nur das Essen, sondern auch wieder die Erinnerung daran hoch, wie die Zonen-Grenz-Kontrollorgane aus dem Arbeiter und Bauernstaat, gerade uns Arbeiter, bei ein und Ausreisen schikaniert haben.
Und nun regieren sie schon wieder mit, es wird einem übel.
Man sollte die Dreckstonne in denen sich dieser ganze stinkende Kommunistische Abfall Deutschlands befindet, samt Oskar zulöten und zum Mond schießen.

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04.07.2010 - 12:37 Uhr
ewass

Hätte ich auch nicht besser sagen können
Bei diesem ganzen ekligen Pozedre kam mir nicht nur das Essen, sondern auch wieder die Erinnerung daran hoch, wie die Zonen-Grenz-Kontrollorgane aus dem Arbeiter und Bauernstaat, gerade uns Arbeiter, bei ein und Ausreisen schikaniert haben.
Ich hatte das schon fast vergessen, leider.
Man sollte die Drecktonne in denen sich der ganze stinkende Kommunistische Abfall befindet, samt Oskar zulöten und zum Mond schießen.

transworld
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-4

04.07.2010 - 12:40 Uhr
transworld

das ist ja fast volksverhetzung

KALAX
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0

04.07.2010 - 14:13 Uhr
KALAX

Die Linke hat keinen Wortbruch begangen. Herr Müntefering meinte ja mal , was man vor der Wahl vwerspricht, muß man nicht einhalten, das nenne ich Wortbruch. Ich gratuliere der Linken Fraktion zu ihrer Standfestigkeit. Wie dumm sind die Leute bie SPD und Grünen eigentlich?Wäre ein anderer Kandidat dagewesen und die Linke hätte sich dann auf dessen Seite geschlagen, das hätte einen Azfschrei der Empörung gegeben. Regierungsfähig sind doch SPD und Grüne nicht, die das töten in Afgahanistan befürworten

KALA

BananenBill
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1

04.07.2010 - 15:07 Uhr
BananenBill

Wusstet ihr, dass Wähler der linkspartei einen höheren durchnittlichen Bildungsquotienten haben, als Wähler der anderen deutschen Parteien? ... Woran das wohl liegen mag?

Inko_Gnito
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-2

04.07.2010 - 15:12 Uhr
Inko_Gnito

BananenBill sagte:
Wusstet ihr, dass Wähler der linkspartei einen höheren durchnittlichen Bildungsquotienten haben, als Wähler der anderen deutschen Parteien? ... Woran das wohl liegen mag?

Vielleicht daran, dass der Begriff "Bildung" sehr weit gefasst ist?

_warum
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04.07.2010 - 15:17 Uhr
_warum

jurette_ sagte:
_warum sagte:
jurette_ sagte:
Die als neoliberal beschimpften Personen nennen sich sicher nicht neoliberal. Neoliberalismus ist nämlich keinesfalls die radikaler Marktliberalismus.

Dann klär mich doch auf. Welchen Begriff würdest du denn für die Art der Politik verwenden, der z.B. von der INSM propagiert wird? Oder von der Bertelsmann-Stiftung? Oder von ähnlichen Institutionen?


Sicher nicht als marktradikal.

Ich rede offenbar mit dem Geist, der stets verneint.

Es interessiert mich nicht, wie du die Geisteshaltung z.B. der INSM *nicht* nennen würdest, da kommen wir nämlich nie zu Ende (ich gehe z.B. davon aus, dass du die Einstellung der INSM nicht als radikalislamistisch bezeichnen würdest - und da würde ich natürlich auch zustimmen, aber das bringt uns nicht weiter). Mich interessiert, wie du - oder andere Kommentatoren hier, die den Begriff "neoliberal" schlecht finden - sie stattdessen nennen würden.

Das ist nicht zu viel verlangt, denke ich, denn schliesslich braucht man dafür höchstens einen Absatz Text. Jedenfalls zeugt es nicht gerade von produktiver Diskussionskultur, wenn man sich dem Begriff "neoliberal" verweigert aber es gleichzeitig unterlässt, eine bessere Alternative vorzuschlagen.

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1

04.07.2010 - 15:24 Uhr
_warum

Inko_Gnito sagte:
_warum sagte:
Von der Linken kommen nämlich auch sehr konkrete Änderungsvorschläge (in einem früheren Kommentar erwähnte ich zum Beispiel die Stärkung der Mitbestimmungsrechte der Belegschaften). Mit diesen Vorschlägen muss man - auch wenn man gut informiert ist - nicht unbedingt einverstanden sein, aber die Vorschläge sind da. Wer anderes behauptet ist uninformiert (oder versucht mutwillig eine produktive Diskussion zu verhindern), dazu stehe ich.

Ach weißt du, man muss nicht alle Vorschläge jeder unbedeutenden politischen Splittergruppe und jeder kriminellen Bande kennen, um trotzdem gut informiert zu sein. ;-)

Dummerweise ist die Linke weder eine unbedeutende politische Splittergruppe noch eine kriminelle Bande :-P

Im Übrigen würde ich dir auch abgesehen davon widersprechen. Ich gebe zum Beispiel offen zu, dass ich die Forderungen der Grauen Panther nicht kenne, obwohl ich ansonsten einigermassen gut informiert bin. Aber es wäre verlogen von mir zu behaupten, die Grauen Panther hätten ausser Rattenfängerparolen nichts zu bieten, wo ich doch in Wirklichkeit keine Ahnung habe. Genau das habe ich an Harpagonos Beitrag kritisiert.

Im zweiten Übrigen nehme ich es keinem übel, wenn er oder sie sich mit der Linken nicht auskennt - niemand kann alles wissen. Was ich jedoch übelnehme ist, wenn jemand urbane Legenden über die Linke nachplappert und dabei sein Unwissen weiterverbreitet. Ehrlichkeit, gerade bezüglich der Grenzen des eigenen Wissens, ist eine Tugend.

Inko_Gnito
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-1

04.07.2010 - 15:30 Uhr
Inko_Gnito

_warum sagte:
Dummerweise ist die Linke weder eine unbedeutende politische Splittergruppe noch eine kriminelle Bande :-P

Doch. :-)

transworld
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04.07.2010 - 15:32 Uhr
transworld

doch, doch, doch......

jurette_
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04.07.2010 - 15:36 Uhr
jurette_

_warum sagte:


Ich rede offenbar mit dem Geist, der stets verneint.

Es interessiert mich nicht, wie du die Geisteshaltung z.B. der INSM *nicht* nennen würdest, da kommen wir nämlich nie zu Ende (ich gehe z.B. davon aus, dass du die Einstellung der INSM nicht als radikalislamistisch bezeichnen würdest - und da würde ich natürlich auch zustimmen, aber das bringt uns nicht weiter). Mich interessiert, wie du - oder andere Kommentatoren hier, die den Begriff "neoliberal" schlecht finden - sie stattdessen nennen würden.

Das ist nicht zu viel verlangt, denke ich, denn schliesslich braucht man dafür höchstens einen Absatz Text. Jedenfalls zeugt es nicht gerade von produktiver Diskussionskultur, wenn man sich dem Begriff "neoliberal" verweigert aber es gleichzeitig unterlässt, eine bessere Alternative vorzuschlagen.

Ich verweigere mich nicht dem Begriff neoliberal. Ich habe Dich darauf hingewiesen, wo Du ausreichend Definitionen dieses Begriffs findet - viel besser beschrieben als ich es jemals könnte. Und ich habe ja schon angedeutet, was da so drunter fällt (Soziale Marktwirtschaft, Erhard und eben nicht Marktradikalität).

Ich entnahm Deinen Aussagen, dass Du der Auffassung bist, die INSM habe eine neoliberale Haltung, würde diese selber aber nicht als eine solche bezeichnen. Und dass und warum ich dafür Verständnis habe, das habe ich ja schon erläutert.

Es ist also total irrelevant, mit welchem Etikett ich die Haltung der INSM versehen würde und deswegen für eine produktive Diskussion nicht notwendig. Denn würde ich sagen: Ja, die ISMN vertritt neoliberale Positionen, hätte ich ja schon gesagt, dass ich das nicht schlimm fände, wenn sie das nicht bei jeder Gelegenheit rausposaunen würde. Und wenn sie diese Haltung nicht haben, dann ist es für mich ja sowieso eindeutig, warum sie nicht behaupten, sie verträten solche Positionen.

Ich vermute eher, dass Du mich, wie Du es vorher schon versucht hast, auf einen Nebenkriegsschauplatz führen willst. Und das halte ich wiederum einer positiven Diskussionskultur nicht zuträglich.

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04.07.2010 - 15:37 Uhr
jurette_

Sorry, die Formatierung ist verrutscht, aber _warum wir denke ich zurechtkommen.

Noch zu Ergänzung, _warum:

Warum stellst Du mir denn diese Fragen? Worauf möchtest Du hinaus?

MartinL
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-3

04.07.2010 - 16:42 Uhr
MartinL

Klugscheißer!

Sonderbar: Die Skandaldemokraten und die – na, wie heißen die denn noch, die aus den Primärfarben der Feigen Demokraten, Gelb und Blau, entstanden sind – richtig, die Grünen und selbst die schwarzen Kriechdemokraten verlautbaren: Die Wahl des zehnten deutschen Bundespräsidenten war frei und geheim. Geheim!

Aber Lütt Matten, de Has, de makt sich 'n Spaß und behauptet dummdreist, die Linke habe sich unisono der Stimme enthalten.
Dass die Feier Wähler aus Bayern es getan haben könnten und einige von jenen, die die Dame aus Templin verstümmelt am Wegrand zurückgelassen hat, ganz zu schweigen von Konsumdemokraten, die sich gedacht haben, das schieben wir den Roten in die Schuhe, darauf ist der jetzt-Leitartikler nicht gekommen.

Er weiß nur, dass Oskar Lafontaine eitel und machtgeil ist. Während Frau Merkel, Herr Westerwelle, Herr Seehofer & Konsorten von solcherlei menschlichem Fehlverhalten frei sind.

Ach ja, Luc Jochimsen, von der er mit Sicherheit nichts weiß, absolut nichts – schon gar nicht, dass von ihr der wunderbare Satz stammt: Niemand fragt, Politiker antworten, ist eine rückwärtsgewandte Neinsagerin.

Dazu sage ich: Das passt alles in die Qualitätszeitung aus München.

mangeder
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04.07.2010 - 16:56 Uhr
mangeder

Wahlen sind kein Wunschkonzert aus der perfekten Traumwelt, sondern Realität - und in der Realität muß man auch mal begfreifen, dass man eben KEINE 100% perfekte Wahlmöglichkeit hat, sondern sich entweder für DAS KLEINERE ÜBEL entscheiden muß oder einfach nur jemanden wählt UM ANDERE ZU VERHINDERN.

Die Wahl ist nunmal keine Bezeugung von 100%-iger Liebe und Verehrung einer Person, sondern ein politische Mittel der Gestaltung und wenn man sich immer nur fundamentalistisch gibt und meint "den wähl ich nicht, weil er nicht perfekt ist" ist man leider ein naiver Idiot.

Selbst im privaten Leben findet man keine 100-ige Perfektion - viele von uns "wählen" eine Freundin oder Ehefrau, nicht deswegen weil sie absolut perfekt und ohne Fehler ist, sondern einfach die bestmögliche Wahl.

Diejenigen, die auf die perfekte Frau/den perfekten Mann warten, werden ihr ganzes Leben lang allein bleiben und von Zweisamkeit immer nur träumen können!!! Genauso wird es den Linken gehen, wenn sie ihre Fundamental-Opposition nicht ändern und einmal den harten Realitäten ins Auge sehen und begreifen, dass die Welt und das Leben NIE pefekt ist und man auch mal strategisch klug handeln muß, statt fundamentalistisch-naiv.

Widerspruch
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0

04.07.2010 - 17:18 Uhr
Widerspruch

Als ehemaliger Anhänger von Rot-Grün geht es mir jetzt umgedreht: Ich werde nie wieder SPD oder Grüne wählen. Wer aus reinem Machtkalkül einen Kandidaten aufstellt, der in seinen Überzeugungen meilenweit von den eigenen Grundsätzen entfernt ist, dem vertraue ich auch sonst nicht mehr.

ihlkawimsns
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1

04.07.2010 - 17:19 Uhr
ihlkawimsns

Leider besteht Mattheis' Kommentar an entscheidenden Stellen aus ideologischen Phrasen, die unbelegt in den Raum gestellt werden. Mich würde einmal interessieren, woran der Autor es fest macht,

- dass die Hartz-Reformen notwendig waren,
- dass sich Deutschland aus "internationaler Verantwortung" an Kriegen beteiligen muss,
- dass Joachim Gauck für einen Neuanfang steht (und welcher soll das eigentlich sein und warum ist das gut?)
- dass man Ostalgiker ist, wenn man keinen Bundespräsident Gauck möchte.
- dass sich die Linke bewegen muss, um politische Bündnisse mit SPD und Grünen zu ermöglichen (für letztere gilt das nicht?).

Wenn man sich mit diesen Fragen auseinandersetzt, kann man erkennen, wo sich der wirkliche "Frontverlauf" in unserer Parteienlandschaft befindet.

Trabelschuter
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04.07.2010 - 17:48 Uhr
Trabelschuter

Als linkes liberales CDU-Mitglied spricht mir der liebe Phillip aus dem Herzen. Die Linke ist so mit der (negativen) DDR-Wahrnehmung verbunden, dass sie eben nicht in der Lage ist mit den (normalen) Linken zu koalieren. Solange man nicht versucht Schießbefehl und Politterror etc. klar zu verdammen und sich davon zu distanzieren bleibt die Linke eine unwählbare Partei für jeden normal denkenden Menschen. Die Stimmen, die diese bekommen, sind in erster Linie Ausdruck von Protest gegen die Politik der etablierten Parteien. Ich bin mir sicher, dass es schlimm um Deutschland bestimmt ist, aber soviele Idioten hatt es hier doch auch nicht. Oder doch wieder?

lafemme
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04.07.2010 - 19:59 Uhr
lafemme

grandios, herr mattheis, grandios.....

vorratsdatenspeicherung
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04.07.2010 - 20:05 Uhr
vorratsdatenspeicherung

Wenn 10 Freunde zusammenkommen und darüber abstimmen, ob sie den reichsten unter ihnen ausrauben dürfen, dann ist das demokratisch, aber nicht gerecht.

herola
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1

04.07.2010 - 20:57 Uhr
herola

Kann man das besser auf den Punkt bringen als in diesem Artikel?
Links ist nicht links der SPD, sondern links im aus - gegen alles, ohne Plan. Glücklicherweise hat die SPD irgendwann gelernt, dass mit der Linken kein Regierungsbündnis möglich ist. So wie manche die NPD wählen, um Ihre Unzufriedenheit mit der aktuellen Politik zum Ausdruck zu bringen, dient die Linke ebenfalls nur zu diesem Zweck. Ich hoffe nach der nächsten Wahl findet sich die Linke genauso wie die Rechte in den Niederungen der Kleiner-5%-Parteien wieder. Gegen alles, aber für nichts - vor allem nicht für einen (ach so wichtigen) Schritt nach vorne.
Man muss nicht Gauck-Fan sein, aber dass Merkels Kasperl-Theater durch Wulff gekrönt wird, das verdanken wir den Linken. Armes Land, was musst Du noch alles Ertragen!

Danone
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1

04.07.2010 - 21:59 Uhr
Danone

Einen schlechteren Text habe ich hier lange nicht gelesen.
Schon erschreckend, dass man mit solchen Beiträgen auch noch Geld verdienen kann...

NoggerDirEinen
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04.07.2010 - 22:24 Uhr
NoggerDirEinen

"Der Mensch hat neben dem Trieb der Fortpflanzung und dem, zu essen und zu trinken, zwei Leidenschaften: Krach zu machen und nicht zuzuhören."

Kurt Tucholsky

Inko_Gnito
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04.07.2010 - 22:52 Uhr
Inko_Gnito

ihlkawimsns sagte:
Wenn man sich mit diesen Fragen auseinandersetzt, kann man erkennen, wo sich der wirkliche "Frontverlauf" in unserer Parteienlandschaft befindet.

Sehr richtig. Und der Wähler wird sich deshalb in Zukunft immer mehr fragen müssen, ob er seine Stimme einer Partei "die Linke" gibt, die sozusagen außer Konkurrenz mitläuft, sich an keiner Regierung beteiligen wird und deren Stimmen der Mehrheit der unter den übrigen Parteien an die Macht verhilft, oder ob er aktiv ins Wahlergebnis eingreift.

junh
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04.07.2010 - 23:48 Uhr
junh

Lieber Philipp Mattheis,
bitte schreiben Sie doch keinen Abschiedsbrief, Leute wie Sie haben Die Link noch nie gewählt.
Weswegen sollten Sie sich dann verabschieden?
Eine wie Gauck steht leider eben nicht für Aufklärung, SPD/Grüne haben nur einen gesucht, mit dem sie gegen CDU/FDP möglichst viel getöse machen können.
Das ist billige Polemik, mit der man dem Problem nicht gerecht wird...

GG_Art26
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05.07.2010 - 00:35 Uhr
GG_Art26

Lieber Philipp Matthais,
Deine Rechtfertigung deutscher Wirtschaftskriege der Moderne ist ein sehr anschaulicher Beitrag zur Deutschtümelei der Stammwählerschaft der Oliv-Grünen des 21. Jahrhunderts. Man kann im Interesse unseres Landes nur hoffen, dass die inhaltlichen Diskussionen innerhalb des sog. "linken" Lagers angesichts des angekündigten Sozialraubs und weiterer Zinnsärge (gefallen für unsere Exportquote) aus Afghanistan den unsäglich gepuschten Personenkult um einen beim genaueren Hinsehen themenlosen, doch phrasenreichen alten Mann des neoliberalen Zeitgeistes aus einer Ära, in der Dir wie mir in Schule und Hochschule, in BILD und SZ, die Unfehlbarkeit des Freien Marktes gepredigt wurde.

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05.07.2010 - 00:36 Uhr
GG_Art26

Lieber Philipp Matthais,
Deine Rechtfertigung deutscher Wirtschaftskriege der Moderne ist ein sehr anschaulicher Beitrag zur Deutschtümelei der Stammwählerschaft der Oliv-Grünen des 21. Jahrhunderts. Man kann im Interesse unseres Landes nur hoffen, dass die inhaltlichen Diskussionen innerhalb des sog. "linken" Lagers angesichts des angekündigten Sozialraubs und weiterer Zinnsärge (gefallen für unsere Exportquote) aus Afghanistan den unsäglich gepuschten Personenkult um einen beim genaueren Hinsehen themenlosen, doch phrasenreichen alten Mann des neoliberalen Zeitgeistes aus einer Ära, in der Dir wie mir in Schule und Hochschule, in BILD und SZ, die Unfehlbarkeit des Freien Marktes gepredigt wurde.

Pampa
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05.07.2010 - 06:41 Uhr
Pampa

Ja, die Linke hatte es in der Hand, dass das Volk den Bundespresidenten bekommt den sie wollten. Ich bin aber auch von den Abgeordneten enttäuscht, sie sollten in erster linie dem Volk verpflichtet sein und wieder einmal haben sie die Parteiinteressen über die des Volkes gestellt.
Wir wollten den Wulf nicht.

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05.07.2010 - 07:54 Uhr
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So einen Quatsch liest man selten. Wofür Herr Mattheis nicht alles Verständnis hat: Für Krieg, für Hartz IV. Konsequenterweise ist er daher auch für Herrn Gauck. Worin der sich von Herrn Wulff unterscheiden soll, diese Erklärung bleibt Herr Mattheis schuldig. Geradezu hirnrissig: Wie kann man sich von einer Partei verabschieden, die man nach eigenem Bekunden ohnehin nie gewählt hat? Es wäre interessant ,ob unser lieber Herr Mattheis auch Menachem Begin als Mörder bezeichnet. Gibt es tatsächlich Menschen, die für einen solch verwursteten Unsinn, wie ihn Herr Mattheis abgesondert hat, Geld bezahlen? Wer einen solchen Unsinn zu Papier bringt, war nie links.

bieblacher
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05.07.2010 - 08:03 Uhr
bieblacher

Ich bin entsetzt darüber wie gern die Aussagen der Medien übernommen und die eigene Meinungsbildung ausgeschaltet wird. Das kann man hier sehr deutlich erkennen. Die Behauptung der Medien das die Linke einen Bundespräsidenten Gauck verhindert und einen Bundespräsidenten Wulf durch Stimmenthaltung an die Macht gehievt hätte, wird nicht hinterfragt und als Gültige Wahrheit verkauf.

Mit simpler Mathematik kann man feststellen das Gauck nie den Hauch einer Chance hatte, selbst wenn die Linke im dritten Wahlgang ihre Stimmen dem SPD Kandidaten gegeben hätten währe ein Bundespräsident Gauck nicht möglich gewesen.


CDU/ CSU 496
FDP 148
SPD 333
Grüne 129
Linke 124
Sonstige 14

Gesamt. 1244

Wulf reichten 623 Stimmen um Bundespräsident zu werden!!! Er erreichte aber 625 Stimmen, wobei man feststellen muss dass ihm 19 Stimmen aus den eigenen Reihen fehlten um die möglichen 644 Stimmen aus CDU/ CSU und FDP zu erhalten.
Und nun schauen wir uns doch einmal an wie das bei Herrn Gauck ausgesehen hätte.
Aus den Reihen von SPD und Grünen hätte er 462 Stimmen erhalten können, mit allen Stimmen der Linken wäre er auf 586 Stimmen gekommen, nehmen wir jetzt noch die 14 Stimmen der Sonstigen dazu und die 19 Stimmen der Abweichler aus dem Wulf Lager dann hätte Gauck 619 Stimmen erhalten können und das hätte als Mehrheit eben nicht gereicht.

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05.07.2010 - 08:05 Uhr
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So einen Quatsch liest man selten. Wofür Herr Mattheis nicht alles Verständnis hat: Für Krieg, für Hartz IV. Konsequenterweise ist er daher auch für Herrn Gauck. Worin der sich von Herrn Wulff unterscheiden soll, diese Erklärung bleibt Herr Mattheis schuldig. Geradezu hirnrissig: Wie kann man sich von einer Partei verabschieden, die man nach eigenem Bekunden ohnehin nie gewählt hat? Es wäre interessant ,ob unser lieber Herr Mattheis auch Menachem Begin als Mörder bezeichnet. Gibt es tatsächlich Menschen, die für einen solch verwursteten Unsinn, wie ihn Herr Mattheis abgesondert hat, Geld bezahlen? Wer einen solchen Unsinn zu Papier bringt, war nie links.

Fruehstarter
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05.07.2010 - 08:23 Uhr
Fruehstarter

Warum sollte die Linke den erzkonservativen Kommunistenfresser Gauck wählen? Der ist doch geistig in den 50ern hängen geblieben und alles andere als aufgeschlossener, noch vorne orientierter Mensch. Und was hätte das bewirken sollen? Der Sturz von Frau Merkel ist Aufgabe der CDU und die Beförderung von Steinmeier zum Vizekanzler ist auch nicht Sache der Linken.
Die meisten medialen Äußerungen zu diesem Thema hören sich an, wie Meldungen aus den Schützengräben des "Kalten Krieges" - soll das wirklich den Weg in die Zukunft weisen?

Inko_Gnito
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05.07.2010 - 08:29 Uhr
Inko_Gnito

Glückwunsch an die Linken! Ihr schafft es, fast genauso viele User/Tag wie Scientology anzumelden. Oder ist das auch immer derselbe? Könnte sogar derselbe wie bei Scientology sein, wenn man das Niveau betrachtet.

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05.07.2010 - 08:45 Uhr
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Hallo Inkognito, ich muß Dich leider enttäuschen. Ich bin nicht Mitglied der Linken. Daß mein Kommentar zweimal erscheint, war keine Absicht, sondern technisch bedingt.

cooldog
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-1

05.07.2010 - 08:46 Uhr
cooldog

Vor paar Jahren war im 'Time Magazine' mal ein Artikel der
die jaehrlichen Arbeitsstunden in den USA und in Europa verglich.
Das Ergebnis: 'freie' Amerikaner arbeiten etwa 300 Stunden/Jahr
mehr als 'entmuendigte' Europaeer. Drollig war die Begruendung
die 'Time Magazine' dafuer gab: Amerikaner, so konnte man lesen,
seien 'stolz auf ihre Arbeit'. Das ist natuerlich in keinster weise
der Grund, warum Amerikaner mehrere Wochen im Jahr mehr
arbeiten. Der wirkliche Grund ist, dass amerikanische Waehler
schlicht und einfach zu beschraenkt sind ihre Interessen zu
vertreten und dass man in den USA Wahlkaempfe mit Themen
wie Schwulenehe, Waffenbesitz oder Todesstrafe gewinnen kann.
Was das ganze mit dem Artikel zu tun hat? Nun, Herr Matheiss und
viele Kommentatoren zeigen, dass es noch ein Volk gibt, das
ebenfalls ueberfordert damit ist seine Interessen zu vertreten:
naemlich die Deutschen....

Inko_Gnito
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-5

05.07.2010 - 09:31 Uhr
Inko_Gnito

Kommentar sagte:
Hallo Inkognito, ich muß Dich leider enttäuschen. Ich bin nicht Mitglied der Linken.

Kein Problem, Ohneglied zählt auch.

mosi
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05.07.2010 - 09:52 Uhr
mosi

Sich für ein Bundespräsidialamt unter Wert zu verkaufen ist doch einfach nur billig.
Damit sich Frau Nahles nach der verpatzten Wahl wie so häufig hinstellt und in billigster SPD Polemik (Partei ist nicht regierungsfähig ... blablabla ... wolle keine Macht übernehemen, wo denn wusste gar nicht, dass der Bundespräsident parteilich eingegliedert ist, lächerlich) ergiesst, pah. Wer braucht die schon. Ausserdem was folgt als Konsequenz aus einer solchen Aktion. Die SPD könnte sich damit schmücken nicht mehr nur die linksliberalen Kasten zu vertreten, sondern auch wieder das linke Spektrum inne zu haben. Was die Linke auf lange Sicht obsolet machen würde.
Auch wenn Gauck mit Sicherheit die bessere Wahl gewesen wäre.
Nun ja jetzt ist er das Bauernopfer.

Dosenknall_mit_Ueberschall
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-2

05.07.2010 - 10:33 Uhr
Dosenknall_mit_Uebers…

ach mattheis. naja, bei DER sozialisation kanner ja fast nix dafür, glaubt man an seinen gedanken der prägung durch das elternhaus.

und es hat tatsächlich bis zur bundespräsidentenwahl gebraucht, damit er merkt, dass "dielinke" nicht wählbar ist!? respekt!!

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05.07.2010 - 11:24 Uhr
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Hallo Inkognito, Du hast ja so recht. Ich gehöre zu einer Geheimgruppe der Partei Die Linke. Meine Aufgabe besteht darin, den ganzen Tag das Internet nach schwachsinnigen Texten zu durchsuchen, die nicht auf Parteilinie liegen und diese dann entsprechend zu kommentieren. Kann es sein, daß Du von Dir auf andere schließt? Wer nicht Deiner Meinung ist, muß für Die Linke arbeiten? Mit dieser Paranoia hast Du gute Voraussetzungen, um beim Verfassungsschutz zu arbeiten. Philipp Matheis und Inkognito, vielleicht seid ihr ja dieselbe Person? Du bist der Leser, den Herr Matheis, der Herrn Kiesinger en passant zum Bundespräsidenten gemacht hat (Qualitätsjournalismus eben), verdient.

Inko_Gnito
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05.07.2010 - 11:37 Uhr
Inko_Gnito

@Kommentar: Liest und verstehst du eigentlich, was du selbst und andere schreiben?

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05.07.2010 - 11:41 Uhr
Inko_Gnito

Kommentar sagte:
Du bist der Leser, den Herr Matheis, der Herrn Kiesinger en passant zum Bundespräsidenten gemacht hat (Qualitätsjournalismus eben), verdient.

Ich bin der Leser, der Herrn Mattheis per Botschaft (nicht per öffentlichem Kommentar) darauf aufmerksam gemacht, dass er sich an zwei Stellen verschrieben (u.a. Präsident/Kanzler). Ansonsten stimme ich in fast allen Punkten mit dem Text überein.

Tekk
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05.07.2010 - 13:41 Uhr
Tekk

Das Totschlagsargument der SPD das die Linke ihre Vergangenheit nicht bewältigt hat ist armselig. Da es merkwürdiger weise nur heraus gekrammt wird wenn es der SPD passt. Die Kandidatin der Linken ist jemand aus den alten Bundesländern gewesen, was hat das mit der SED Vergangenheit zu tun?
Ich finde es gut das die Linke hier Selbstbewusstsein zeigt und sich nicht auf die falschen Spielchen der der SPD einlässt. Damit hat sie in letzter Zeit oft genug schlechte Erfahrungen gemacht.
Im Wahlkampf macht die SPD gerne auf Links doch wenn es um die Regierung geht macht sie mit der CDU gemeinsame Sache.

alces
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05.07.2010 - 13:46 Uhr
alces

Hei, hier ist aber viel passiert. Naja, da sie tendenziell den parasitär-unproduktiven Millieus angehören, haben Unterstützer der Linken ja viel Zeit für so online-Schlachten.

ossiator
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05.07.2010 - 13:54 Uhr
ossiator

... außer Mainstream und Müll - nichts was lesenswert wäre.
Schade um die Zeit für das Verfassen des Artikels
und der Kommentare.

freedi
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05.07.2010 - 13:56 Uhr
freedi

Für die absolute Mehrheit in der Bundesversammlung waren 625 Stimmen notwendig. SPD/Grüne/Linke hätten zusammen 618 Stimmen gehabt.

Selbst wenn die Linke sich und ihren Wählern untreu geworden wäre, bleibt 618 weniger als 625.

Die Linke hat weder Pest noch Cholera gewählt. Die Stimmenthaltung der Linken war zweifach konsequent, da Gauck für das Gegenteil linker Politik, nämlich Sozialabbau und Afghanistan-Krieg steht, und weil Gauck der Linken hämisch grinsend und ungefragt präsentiert wurde. Welchen Grund soll sie haben, vor den Opportunisten zu Kreuze zu kriechen? Hätten Grüne und SPD einen Kandidaten mit der Linken - wie zwischen erwachsenen Menschen üblich - vorher gemeinsam besprochen, hätte es eine gemeinsame Linie geben können.

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05.07.2010 - 13:57 Uhr
freedi

Für die absolute Mehrheit in der Bundesversammlung waren 625 Stimmen notwendig. SPD/Grüne/Linke hätten zusammen 618 Stimmen gehabt.

Selbst wenn die Linke sich und ihren Wählern untreu geworden wäre, bleibt 618 weniger als 625.

Die Linke hat weder Pest noch Cholera gewählt. Die Stimmenthaltung der Linken war zweifach konsequent, da Gauck für das Gegenteil linker Politik, nämlich Sozialabbau und Afghanistan-Krieg steht, und weil Gauck der Linken hämisch grinsend und ungefragt präsentiert wurde. Welchen Grund soll sie haben, vor den Opportunisten zu Kreuze zu kriechen? Hätten Grüne und SPD einen Kandidaten mit der Linken - wie zwischen erwachsenen Menschen üblich - vorher gemeinsam besprochen, hätte es eine gemeinsame Linie geben können.

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05.07.2010 - 13:58 Uhr
freedi

Für die absolute Mehrheit in der Bundesversammlung waren 625 Stimmen notwendig. SPD/Grüne/Linke hätten zusammen 618 Stimmen gehabt.

Selbst wenn die Linke sich und ihren Wählern untreu geworden wäre, bleibt 618 weniger als 625.

Die Linke hat weder Pest noch Cholera gewählt.

Die Stimmenthaltung der Linken war zweifach konsequent, da Gauck für das Gegenteil linker Politik, nämlich Sozialabbau und Afghanistan-Krieg steht, und weil Gauck der Linken hämisch grinsend und ungefragt präsentiert wurde. Welchen Grund soll sie haben, vor den Opportunisten zu Kreuze zu kriechen? Hätten Grüne und SPD einen Kandidaten mit der Linken - wie zwischen erwachsenen Menschen üblich - vorher gemeinsam besprochen, hätte es eine gemeinsame Linie geben können.

NoggerDirEinen
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05.07.2010 - 15:11 Uhr
NoggerDirEinen

alces sagte:
Hei, hier ist aber viel passiert. Naja, da sie tendenziell den parasitär-unproduktiven Millieus angehören, haben Unterstützer der Linken ja viel Zeit für so online-Schlachten.


"Bei gleicher Geistlosigkeit kommt es auf den Unterschied der Körperfülle an. Ein Dummkopf sollte nicht zu viel Raum einnehmen."

Karl Kraus

Inko_Gnito
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05.07.2010 - 16:37 Uhr
Inko_Gnito

freedi sagte:
Die Linke hat weder Pest noch Cholera gewählt.

Wenn Wulff und Gauck Pest und Cholera sind, ist die Linke dann Leberkrebs mit AIDS?
Die Stimmenthaltung der Linken war zweifach konsequent, da Gauck für das Gegenteil linker Politik, nämlich Sozialabbau und Afghanistan-Krieg steht, und weil Gauck der Linken hämisch grinsend und ungefragt präsentiert wurde. Welchen Grund soll sie haben, vor den Opportunisten zu Kreuze zu kriechen? Hätten Grüne und SPD einen Kandidaten mit der Linken - wie zwischen erwachsenen Menschen üblich - vorher gemeinsam besprochen, hätte es eine gemeinsame Linie geben können.

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05.07.2010 - 16:38 Uhr
Inko_Gnito

(das zwiete Zitat bitte steichen. Da steht eh nur Blödsinn drin.)

Nuwanda2
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2

05.07.2010 - 17:06 Uhr
Nuwanda2

Zunächst müssen folgende Annahmen getroffen werden:
1. Politiker sind an Macht interessiert
2. Politiker sind nicht dumm.
Eines war der SPD klar: Ihr Kandidat kann die Wahl nicht gewinnen, da dies ein Armutszeugnis für CDU/CSU und FDP gewesen wäre, die die Mehrheit der Wahlfrauen und Männer stellten. Da dann ggf. sogar die Regierung in Gefahr gewesen wäre (was gegen Annahme 1 verstoßen hätte) war der Wahlerfolg der SPD ausgeschlossen - dies zeigte auch der dritte Wahlgang, bei dem CDU und FDP auf Nummer sicher gingen (die Linke hätte es sich aj doch noch überlegen können) und Wulff mit absoluter Mehrheit wählten. Wie aber konnte die SPD aus der Wahl Kapital schlagen (S. Annahme 2). Der größte Politische Gegener der SPD ist Die Linke, denn die ist es, die ihnen die Stimmen klaut. Also einfach einen Kandidaten aufstellen, den die Linke niemals wählen würde und gleich den passenden Grund mitliefern. Der Mann war für die STASI-Akten zuständig. Dass Die Linke den Herren aber nicht wählen würde war klar, da Herr Gauck ein Konservativer ist und locker auch ein CDU-Kandidat hätte sein können. Nur diesen Grund mag keiner hören, so dass die SPD die willkommene Gelegenheit hatte, die Vorwürfe (vielleicht sogar Vorurteile - die DDR gibt's seit 20 Jahren nicht mehr) gegen die Linke weiter ins Bewusstsein der Bevölkerung zu prügeln. Genialer Schachzug (s. Annahme 2). Der Beitrag beweist den Erfolg.

_warum
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05.07.2010 - 17:45 Uhr
_warum

jurette_ sagte:
Warum stellst Du mir denn diese Fragen? Worauf möchtest Du hinaus?

Worauf ich hinaus will ist dass ich eben nicht glaube, dass Namen nur ein "Nebenkriegsschauplatz" sind.

Ich stelle mir das gerne an folgendem Bild vor. Nehmen wir eine Gesellschaft, die durchgehend einer bestimmten Religion folgt, sagen wir dem Pastafarianismus. Die Gesellschaft kennt aber weder das Wort "Religion", noch das Wort "Pastafarianismus". Für diese Gesellschaft wäre die Entdeckung des Wortes "Religion" eine wahrlich dramatische Erfindung, denn sie würde einhergehen mit der Erkenntnis, dass der die Gesellschaft durchdringende Glaube an ein fliegendes Spaghettimonster keinesfalls naturgegeben und unverrückbar sein muss, sondern nur eine Option unter sehr vielen ist. Der Gedanke und die Erkenntnis, dass der Glaube an das FSM nicht alternativlos unverrückbar ist geht Hand in Hand mit den sprachlichen Werkzeugen, um dies zu beschreiben.

Eine Geisteshaltung, die Wettbewerb und Markt in jedem Lebensbereich sieht bzw. in jeden Lebensbereich hineintragen will, ist genauso verrückbar und hat genauso Alternativen wie der Pastafarianismus. Deswegen benötigt man Worte, um sie zu beschreiben, das ist es, worauf ich hinaus will.

Ich beharre darauf unter anderem deshalb so sehr, weil einer der beliebten rhetorischen Mittel von INSM & co. ja ist, ihre Geisteshaltung als unverrückbares Naturgesetz zu verkaufen. Dies geschieht unter anderem durch das Vermeiden von deskriptiven Labels für ihr "Glaubenssystem".

Was den Begriff "neoliberal" angeht muss ich mich entschuldigen, ich glaube, ich verstehe jetzt besser, wo das Problem liegt (aber korrigiere mich, wenn ich dich falsch verstanden habe). Der Begriff "neoliberal" hat einen Bedeutungswandel durchgemacht (oder macht diesen noch durch). Ich habe damit kein Problem, weil mein erster Kontakt mit dem Begriff "neoliberal" schon gemäss der neueren Bedeutung war.

Ich kann aber verstehen, dass dich diese Bedeutungsänderung ärgert, falls deine persönliche Geschichte mit dem Begriff eine andere ist. Mir geht das so mit dem Begriff "Hacker", der ja auch einen ziemlich drastischen Bedeutungswandel durchgemacht hat. Ich verwende "Hacker" auch immer noch in der ursprünglichen Bedeutung und ernte dafür manchmal das ein oder andere Kopfschütteln.

Ich denke, es gibt zwei Möglichkeiten, mit solchen Bedeutungswandeln umzugehen. Entweder, man gibt sich geschlagen; oder aber, man versucht denjenigen, die den Begriff "falsch" (also in veränderter Bedeutung) verwenden, einen besseren, alternativen Begriff zu geben. Denn die Nachfrage nach einem Begriff ist ja offensichtlich da, mit dem richtigen Angebot kann man die Sprachentwicklung vielleicht in bessere Bahnen lenken. Im Fall von "Hacker" wird das, zugegebenermassen nicht sehr erfolgreich, mit Alternativen wie "Cracker" und spezifischeren Begriffen zur Abgrenzung wie "Black Hat" versucht.

In diesem Sinne war meine Frage danach, wie du die Dinge nennen würdest, durchaus auch als Friedensangebot gedacht. (Pure Neugier war es übrigens auch.)

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05.07.2010 - 17:48 Uhr
Kommentar

@alfes: Dumm nur, daß Inkognito sich öfters und umfangreicher auf dieser site geäußert hat als ich.

_warum
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05.07.2010 - 17:53 Uhr
_warum

alces sagte:
Hei, hier ist aber viel passiert. Naja, da sie tendenziell den parasitär-unproduktiven Millieus angehören, haben Unterstützer der Linken ja viel Zeit für so online-Schlachten.

Zu einem Streit gehören immer mindestens zwei, du unproduktiver Parasit! ;-)

(Ich bin neugierig: War das ein bewusster Troll deinerseits oder hast du die offensichtliche Spiegelung deiner Aussage nicht bedacht? Oder war es am Ende Humor?)

0815Info
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05.07.2010 - 17:57 Uhr
0815Info

Um auf all das einzugehen, was im o.g. Kommentar falsch dargestellt ist, reicht hier der Platz nicht aus. Ausführlich deshalb hier: • http://www.0815-info.de/News-file-articl...

queen_without_a_country
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05.07.2010 - 18:03 Uhr
queen_without_a_country

_warum sagte:
alces sagte:
Hei, hier ist aber viel passiert. Naja, da sie tendenziell den parasitär-unproduktiven Millieus angehören, haben Unterstützer der Linken ja viel Zeit für so online-Schlachten.

Zu einem Streit gehören immer mindestens zwei, du unproduktiver Parasit! ;-)

(Ich bin neugierig: War das ein bewusster Troll deinerseits oder hast du die offensichtliche Spiegelung deiner Aussage nicht bedacht? Oder war es am Ende Humor?)


Humor ist bei alces nie so völlig auszuschließen.

alces
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05.07.2010 - 19:08 Uhr
alces

queen_without_a_country sagte:
_warum sagte:
alces sagte:
Hei, hier ist aber viel passiert. Naja, da sie tendenziell den parasitär-unproduktiven Millieus angehören, haben Unterstützer der Linken ja viel Zeit für so online-Schlachten.

Zu einem Streit gehören immer mindestens zwei, du unproduktiver Parasit! ;-)

(Ich bin neugierig: War das ein bewusster Troll deinerseits oder hast du die offensichtliche Spiegelung deiner Aussage nicht bedacht? Oder war es am Ende Humor?)


Humor ist bei alces nie so völlig auszuschließen.

Meinst Du? Hier wollte ich eigentlich humorfrei bleiben. Mein nächster Streich argumentativer Schachzug wäre nun gewesen - angesichts der jüngsten Entscheidung des obersten Gerichtshofs in den USA - auch für Deutschland eine Lockerung des Waffenrechts zu fordern. Denn wenn man die Demographie der Erschossenen auch übertragen, also gewährleisten könnte, daß sich primär Arme, Kriminelle und Langzeitarbeitslose gegenseitig erschießen... dann wäre das ja irgendwie sozialverträglich und würde die Linke auf dauerhaftest-mögliche Art Wähler kosten.

Euroass
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05.07.2010 - 19:25 Uhr
Euroass

Die Linke hat einen bedeutenden Augenblick versäumt zu zeigen, das sie wählbar ist. Statt dessen nimmt sie Rücksicht auf ein Klientel, das mit Gauck, naturgemäß, keine gute Erfahrung gemacht hat. Diese Verweigerung der Verantwortung und die Unlust zur Macht läß die Linke als unwählbar dastehen. Wer soll so was wählen. Wenn sie mal dran sind treiben sie es schlimmer als die Derzeitigen! Hat es nicht die DDR Führungsriege gezeigt? In Sau und Braus wurde da am Arbeiter vorbei gelebt im Arbeiter und Bauernstaat. Oder hat hier jemand Situations-Demens? Erinnerungslücken? Totalausfall? Sind da wieder Rattenfänger unterwegs?

jurette_
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06.07.2010 - 00:27 Uhr
jurette_

_warum sagte:

Worauf ich hinaus will ist dass ich eben nicht glaube, dass Namen nur ein "Nebenkriegsschauplatz" sind.

Ich stelle mir das gerne an folgendem Bild vor. Nehmen wir eine Gesellschaft, die durchgehend einer bestimmten Religion folgt, sagen wir dem Pastafarianismus. Die Gesellschaft kennt aber weder das Wort "Religion", noch das Wort "Pastafarianismus". Für diese Gesellschaft wäre die Entdeckung des Wortes "Religion" eine wahrlich dramatische Erfindung, denn sie würde einhergehen mit der Erkenntnis, dass der die Gesellschaft durchdringende Glaube an ein fliegendes Spaghettimonster keinesfalls naturgegeben und unverrückbar sein muss, sondern nur eine Option unter sehr vielen ist. Der Gedanke und die Erkenntnis, dass der Glaube an das FSM nicht alternativlos unverrückbar ist geht Hand in Hand mit den sprachlichen Werkzeugen, um dies zu beschreiben.

Eine Geisteshaltung, die Wettbewerb und Markt in jedem Lebensbereich sieht bzw. in jeden Lebensbereich hineintragen will, ist genauso verrückbar und hat genauso Alternativen wie der Pastafarianismus. Deswegen benötigt man Worte, um sie zu beschreiben, das ist es, worauf ich hinaus will.

Ich beharre darauf unter anderem deshalb so sehr, weil einer der beliebten rhetorischen Mittel von INSM & co. ja ist, ihre Geisteshaltung als unverrückbares Naturgesetz zu verkaufen. Dies geschieht unter anderem durch das Vermeiden von deskriptiven Labels für ihr "Glaubenssystem".


Hast Du gelesen, was ich in meiner ersten Antwort an Dich geschrieben habe? Dan weißt Du, warum ich dadrauf nicht eingehen werde.


_warum sagte:
Was den Begriff "neoliberal" angeht muss ich mich entschuldigen, ich glaube, ich verstehe jetzt besser, wo das Problem liegt (aber korrigiere mich, wenn ich dich falsch verstanden habe). Der Begriff "neoliberal" hat einen Bedeutungswandel durchgemacht (oder macht diesen noch durch). Ich habe damit kein Problem, weil mein erster Kontakt mit dem Begriff "neoliberal" schon gemäss der neueren Bedeutung war.

Ich kann aber verstehen, dass dich diese Bedeutungsänderung ärgert, falls deine persönliche Geschichte mit dem Begriff eine andere ist. Mir geht das so mit dem Begriff "Hacker", der ja auch einen ziemlich drastischen Bedeutungswandel durchgemacht hat. Ich verwende "Hacker" auch immer noch in der ursprünglichen Bedeutung und ernte dafür manchmal das ein oder andere Kopfschütteln.

Ich denke, es gibt zwei Möglichkeiten, mit solchen Bedeutungswandeln umzugehen. Entweder, man gibt sich geschlagen; oder aber, man versucht denjenigen, die den Begriff "falsch" (also in veränderter Bedeutung) verwenden, einen besseren, alternativen Begriff zu geben. Denn die Nachfrage nach einem Begriff ist ja offensichtlich da, mit dem richtigen Angebot kann man die Sprachentwicklung vielleicht in bessere Bahnen lenken. Im Fall von "Hacker" wird das, zugegebenermassen nicht sehr erfolgreich, mit Alternativen wie "Cracker" und spezifischeren Begriffen zur Abgrenzung wie "Black Hat" versucht.

In diesem Sinne war meine Frage danach, wie du die Dinge nennen würdest, durchaus auch als Friedensangebot gedacht. (Pure Neugier war es übrigens auch.)


ich ärgere mich nicht, ich äußere nur eine Vermutung, warum viele ihre Ansichten nicht als neoliberal bezeichnen.

_warum
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06.07.2010 - 18:37 Uhr
_warum

Ja, ich erinnere mich. Trotzdem scheinen wir ziemlich aneinander vorbeizureden.

Das ist zwar schade, aber letztendlich auch nicht weltbewegend. Mein Fazit aus dem Ganzen ist einfach, dass ich den Begriff "neoliberal" weiterhin so verwenden werde, wie ich das bis jetzt getan habe, denn vernünftige Alternativen scheint es ja nicht zu geben.


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