29.06.2010 - 18:30 Uhr

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Bayerns jüngster Abiturient

Text: ulrike-schuster - Foto: privat

Nikolaus Hildebrand ist 14 Jahre alt und hat gerade Abitur gemacht - mit einer Abschlussnote von 1,1. Ein Interview

jetzt.de: Nikolaus, bist du Bayerns Klügster? Nikolaus: Das schreiben zumindest viele Boulevard-Zeitungen. Ich würde das nicht so nicht sagen. Ich sehe keinen Unterschied zu anderen, also mache ich mir darüber keine Gedanken. Was ist das für ein Gefühl? 14 Jahre jung und schon Abitur. Klasse ist das schon. Das Leben sollte genauso bleiben, wie es jetzt ist. Ich kann jetzt machen was ich will, das genieße ich. Ich bin sehr zufrieden.
Musstest du viel fürs Abitur lernen? Ich lerne nicht mehr, aber auch nicht weniger als andere. Natürlich musste ich auch Lernaufwand betreiben. Das allermeiste merke ich mir durch reines Durchlesen. Aber für die Klausuren musste ich schon strategisch vorgehen. Wie sehen deine Lernstrategien aus? Zunächst lese ich alles. Damit merke ich mir schon einmal 80 Prozent des Stoffes. Dann kommt der zeitaufwendige Teil: Ich schreibe das Lernskript. Dazu gehe ich den ganzen Stoff durch und überlege mir stichpunktartige Musterlösungen zu zu erwartenden Fragestellungen - aus der Sicht des Lehrers. Das kostet mich meist ein bis zwei Tage. Das Ganze zu lernen dauert nochmals einen halben Tag. Du hast einen Intelligenzquotienten von 147. Lebt es sich hochbegabt leichter? Mir fällt nicht immer alles leicht. Wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten. Manchmal verstehe ich nicht, was andere nicht verstehen, wo es hakt. Irgendwie ist man halt schon etwas Besonderes. Deine Klassenkollegen sind fünf Jahre älter als du. Wurdest du von denen ernst genommen? Ich wurde immer ernst genommen. Komischerweise war ich nie der Kleine. Jeder hat mir zugehört - meine Meinung hatte richtig Gewicht. Ich möchte behaupten, dass ich sogar eine ziemlich wichtige Rolle in der Kollegstufe inne hatte. Es war schon toll, oft im Mittelpunkt zu stehen. Andererseits muss man gerade dann, wenn einem viele zu hören, auch aufpassen, niemandem auf die Füße zu treten. Hast du auch gleichaltrige Freunde oder gehen da schnell die Gesprächsthemen aus? Klar, habe ich auch Freunde, die in meinem Alter sind. Meinen besten Freund zum Beispiel. Ich komme mit allen Altersgruppen super klar. Mit den Erwachsenen gehe ich erwachsen um, mit den Jugendlichen, jung. Du hast vier Klassen übersprungen. War der Unterricht so anspruchslos? Um ehrlich zu sein: ja. Ich habe mich oft gelangweilt. Oft ging es einfach zu langsam. Ich wollte vom G8 ins G9 und meine Schulzeit verkürzen. Den Stoff der übersprungenen Klassen habe ich mir einfach in den Ferien durchgelesen, um ein Basiswissen zu haben. Bist du gern zur Schule gegangen? Nein. Ich bin heilfroh, dass alles rum ist. Im Grunde habe ich mir selbst auch mehr beigebracht als die Lehrer. Die Schule ist mir nie komplett gerecht geworden. Im bin ein wissbegieriger Junge, der selbst bestimmen möchte, wann, wo und was er lernt. In der Schule sagt aber der Lehrer was zu lernen ist, obwohl man sich gerade für etwas anderes interessiert. Man weiß alles, aber bringt nicht die Fachbegriffe, die im Erwartungshorizont des Lehrers stehen oder schreibt an der Frage vorbei, weil die Frage einfach zu schwammig gestellt ist. Prompt hat man fünf Punkte. Im Grunde geht es nur darum, Wissen so darzulegen, dass der Lehrer es prüfen kann. Man soll nicht am meisten zu wissen, sondern es in die beste Form bringen. Das Positive wiederum ist, sich mit anderen auszutauschen. Nirgends lernt man mehr Leute als an der Schule kennen. Was machst du in deiner Freizeit? Ich lese sehr viel. Am liebsten Sachbücher über Chemie und Physik. Gerne klicke ich mich auch durch Wikipedia Artikel. Ansonsten höre ich Rock und Pop, gehe dreimal die Woche ins Fitnessstudio und segle gern. Nebenbei sammle ich noch ein bisschen Flirterfahrung, schließlich hab ich noch keine Freundin. Im August wirst du eine vierwöchige Forschungsarbeit in der Pharmakologie an der LMU absolvieren. Worum geht es da? Ich werde vier Wochen in der Abteilung für klinische Pharmakologie im Innenstadtklinikum bei Prof. Dr. Endres forschen. Es geht um immunologische Fragestellungen – um angeborene Immunität. Wir wollen die Entdeckung von Fremd-RNA durch RIG-I in der Zelle erforschen. Was kommt danach? Studium, Ausland? Heute habe ich meine Bewerbung für Chemie zum Wintersemester 2010 an der LMU eingeworfen. Ich hoffe durch Chemie ein „Weltverständnis“ zu bekommen. Um es mit Goethe zu sagen – zu erfahren, „was die Welt im innersten zusammenhält“. Wo siehst du dich in 10 Jahren, also mit 24? Ich habe meinen Doktor in Biochemie und arbeite an einem spannenden Forschungsprojekt in Harvard. Träumst du vom Nobelpreis? Das wäre super. Nicht aus eitlen, narzisstischen Motiven, sondern zum Nutzen der Menschheit. Am besten in Bereichen wie der Krebsforschung, der Neurologie oder der Energiefrage. Hier das Porträt von Nikolaus aus der Starnberger-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung lesen.


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eisengrau
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Mag ich Mag ich nicht

-1

30.06.2010 - 18:27 Uhr
eisengrau

taylorthelatteboy sagte:

Mit Verlaub, aber du weißt überhaupt nicht wovon du sprichst.


Oh, solche Kommentare hab ich ja besonders gern. ;-/

Soll das heißen, ich weiß nicht, was eine Schule ist oder was?

DoktorX
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Mag ich Mag ich nicht

-2

30.06.2010 - 18:37 Uhr
DoktorX

Junge gehe zum CDC, der mächtigsten Behoerde der WELT!!!!

Die sind so maechtig das sie sogar die Verfassung der USA ausser Kraft setzen koennen und somit sogar ueber die Verfuegungsgewalt des Praesidenten:

http://www.cdc.gov/


Du interessierst dich doch fuer Immunologie?

Geh direkt nach Harvard, ziehe Umengen an Forschungsgeldern ein und lande beim CDC!!!!!

jetztnamenamejetzt
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Mag ich Mag ich nicht

0

30.06.2010 - 20:36 Uhr
jetztnamenamejetzt

martin heidegger würde wohl über des abiturienten gleichsetzung von "welt" und "summe von atomen" platzen.

dann wiederum hat heidegger 'sein und zeit' aber auch hitler gewidmet und geglaubt an seiner seite der weise philosophenkönigs deutschlands zu werden.

die moral dieses beitrags? auch eine hohe intelligenz ist eben nur eine graduell höhere intelligenz im vergleich zum durchschnittsmenschen. trotzt hoher intelligenz entschlüsselt sich einem die welt nicht gleich bedeutend mehr als einem durchschnittsspacken. auch trotz hoher intelligenz denkt man noch in den fundamental gleichen konzepten wie der stammtischler; wenn auch etwas ausgefeilter. aber eben nur graduell.

fxrichter
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Mag ich Mag ich nicht

-3

30.06.2010 - 21:15 Uhr
fxrichter

Meine 4-jährige Tochter ist noch viel hochbegabter. Sie weiß, wer oder was die Welt im Innersten zusammenhält - nämlich der liebe Gott.

Der Punkt, aus dem Raum und Zeit hervorgekrochen sind (wann eigentlich, wenn es doch "vor" der Zeit ist oder war oder sein wird?), der Punkt ist ein lebendiger Punkt, ein bewusster, ein selbsinteragierender Punkt.

Die Abstraktionsfähigkeit des Menschen, vor allem des Kindes, ist eine geniale Erfindung der Evolution. Sie gipfelt in der Einsicht der Upanishaden "TAT tvam asi": "Du bist DAS." Und nur wenn Du DAS bist, weißt Du etwas. In einem Dreifaltigkeitsgedicht, das Meister Eckhard zugeschrieben wird, heißt es folglich: "Die drei sind ein, Weißt du was? Nein! ES weiß sich selber allermeist."

"Ich weiß, dass ich nicht weiß" heißt der Koan des Sokrates. (Übrigens fahre ich nicht Taxi, sondern habe ein ordentliches Studium der Naturwissenschaften absolviert.)

medscot
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Mag ich Mag ich nicht

1

30.06.2010 - 22:12 Uhr
medscot

Was soll denn der Kram mit dem feiern, ich habe auch in der Shculzeit nie gefeiert - das geht auf der Uni eh am besten. Und manch anderer hat mit 14 wohl mehr gefeiert, als manch 20jähriger. Ich find das Interview etwas nichts sagend, aber den IQ hätte ich trotzdem gern;-)
Naja, meiner ist auch nicht schlecht - das Problem ist die Sache mit der Faulheit und dem ungenutzten Potential.....
Viel Spaß noch

zabaitzu
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Mag ich Mag ich nicht

1

01.07.2010 - 08:53 Uhr
zabaitzu

fxrichter sagte:
Meine 4-jährige Tochter ist noch viel hochbegabter. Sie weiß, wer oder was die Welt im Innersten zusammenhält - nämlich der liebe Gott.

Der Punkt, aus dem Raum und Zeit hervorgekrochen sind (wann eigentlich, wenn es doch "vor" der Zeit ist oder war oder sein wird?), der Punkt ist ein lebendiger Punkt, ein bewusster, ein selbsinteragierender Punkt.

Die Abstraktionsfähigkeit des Menschen, vor allem des Kindes, ist eine geniale Erfindung der Evolution. Sie gipfelt in der Einsicht der Upanishaden "TAT tvam asi": "Du bist DAS." Und nur wenn Du DAS bist, weißt Du etwas. In einem Dreifaltigkeitsgedicht, das Meister Eckhard zugeschrieben wird, heißt es folglich: "Die drei sind ein, Weißt du was? Nein! ES weiß sich selber allermeist."

"Ich weiß, dass ich nicht weiß" heißt der Koan des Sokrates. (Übrigens fahre ich nicht Taxi, sondern habe ein ordentliches Studium der Naturwissenschaften absolviert.)


La di da.

eisengrau
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Mag ich Mag ich nicht

0

01.07.2010 - 10:17 Uhr
eisengrau

Kommt da jetzt noch was von diesem Lattenmenschen oder belässt er es bei pauschalen Andeutungen seines Wissensvorsprungs?

ChaosHamburg
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Mag ich Mag ich nicht

1

01.07.2010 - 18:25 Uhr
ChaosHamburg

Heißt "jetzt-Mitarbeiterin", dass ulrike-schuster Geld für diese Ansammlung von Rechtschreib-, Tipp- und sonstigen Fehlern bekommt? Vielleicht hätte sie das bayrische Genie mal Korrektur lesen lassen sollen.

Elitezukunft
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Mag ich Mag ich nicht

1

03.07.2010 - 10:50 Uhr
Elitezukunft

Find ich gut. Mal jemand der das Potential und das Glück hatte nicht am Schulsystem im Rahmen der Gleichmacherei "kaputtgelehrt" zu werden und seinen eigenen Weg geht.
Wünsche ihm alles Gute! Meine Bewunderung...auch für diejenigen, die sein Talent erkannt und gefördert haben.

melancholie
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Mag ich Mag ich nicht

0

03.07.2010 - 13:42 Uhr
melancholie

Elitezukunft sagte:
Find ich gut. Mal jemand der das Potential und das Glück hatte nicht am Schulsystem im Rahmen der Gleichmacherei "kaputtgelehrt" zu werden und seinen eigenen Weg geht.



ganz genau das!
...schade, daß einem der spaß am lernen durch die schule so kaputt gemacht wird...und durch zumeist inkompetente lehrer. ob sozial oder fachlich oder sogar oft beides...

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