25.06.2010 - 18:30 Uhr

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Jungs, warum seid ihr als Single so unerträglich?

Text: penni-dreyer

Immer zum Wochenende: Jungs fragen Mädchen fragen Jungs. Weil manches kapiert man einfach nicht, bei denen.

Diese Beobachtungen von mir sind beileibe keine neuen, aber noch immer irritiert es mich enorm, wenn ich meinen männlichen Freunden dabei zuschaue, wie sie sich in den Tagen, Wochen, Monaten zwischen zwei Beziehungen benehmen. Aus einem mir unbekannten Grund, benehmt ihr Jungs euch in euren Single-Phasen nämlich recht oft ziemlich bekloppt. Ich will euch wirklich nicht alle über einen Kamm scheren, aber unter den Männern in meinem Bekanntenkreis gibt es eine recht große männliche Gruppe von Immer-mal-wieder-Singles, die alle dieselben folgenden Verhaltensweisen aufzeigen: Kaum ist ihre Beziehung beendet, beginnt eine Phase des manischen „Socialising“ –inklusive täglichen Anrufen bei Freunden, mit denen sie sonst nur im Halbjahresturnus zu tun hatten. Dazu kommt eine reichlich freche Anspruchshaltung an den engeren Freundeskreis, jetzt mal echt in die Bresche zu springen für die abwesende weibliche Hälfte. Das Ganze in Kombination mit einem konstanten Gejammer und Gegreine, wenn sie nach zwei Monaten immer noch keinen billigen Ersatz für den Menschen gefunden haben, mit dem sie Jahre, Wohnung und Herz geteilt haben. Dieses selbstgerechte Aufgerege, wenn auch nach wiederholtem Fingergeschnipse immer noch nichts „hergeht“, obwohl sie es sich wirklich wünschen! Und wenn sie sich zu Langzeitsingles erklären, obwohl noch nicht mal eine Monatsfrist verstrichen ist, seit die Ex ihre Sachen gepackt hat. All das in Kombination mit der Tatsache, dass diese Heuler dann meist nach zwei Monaten mit einer neuen Uschi daherkommen, bei deren Anblick man sich über die reichlich zurückhaltenden Anwendung irgendwelcher Maßstäbe leise wundert, bringt mich zur heutigen Mädchenfrage: Jungs, warum könnt ihr eure Single-Phasen nicht mit Anstand leben? Denn die Mädchen in meinem Bekanntenkreis, die nicht liiert sind, schaffen das ziemlich gut. Klar gibt es Krisen und manchmal auch einen Anflug von Torschlusspanik. Aber nichts, was nicht ein Napf voller Latschenkieferschnaps oder ein gutes Gespräch mit dem Spiegelbild nicht wieder richten könnte. Liegt es daran, dass wir tendenziell eher Bestätigung von Fremden bekommen, die uns unsere erotische Selbstsicherheit erhält? Ist es die Tatsache, dass uns nicht von klein auf diese Anspruchshaltung ans Leben eingebimst wurde, dass wir das gute Leben VERDIENEN? Oder ist es eure Unfähigkeit, euch mehr als zehn Minuten mit euch selbst zu beschäftigen? Oder ist es mal wieder ganz etwas anderes? penny-dreyer Auf der nächsten Seite kannst du die Jungsantwort lesen.
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ist jetzt-Mitarbeiterin und hat diesen Beitrag verfasst.