Filesharing schadet der Musik nicht
Ein Ökonom der Harvard-Universität wehrt sich gegen die Klagen der Musikindustrie. Ein Textmarker
Angestrichen:Der entscheidende Punkt ist, dass wenn ein Produkt in einer Volkswirtschaft günstiger wird, die Zahlungsbereitschaft für sogenannte komplementäre Güter steigt. Das heißt, wenn Musik sehr günstig wird, nimmt meine Zahlungsbereitschaft für iPod, Konzerttickets und Merchandising-Produkte zu.

Wo steht das denn?
In einem Interview, das der US-Professor Felix Oberholzer-Gee dem ORF gegeben hat. Darin geht es um die Auswirkungen von Filesharing auf die Musikindustrie. Oberholzer-Gee betont darin, dass Tauschbörsen nicht das Ende der Musik bedeuten müssen. "In den USA, Großbritannien und Schweden sind in den letzten Jahren, das belegen Studien, die Einkommen von Musikern im Durchschnitt gestiegen, weil sie viel höhere Preise für Konzerttickets verlangen können." Schaden nehmen, so der Havard-Professor, die großen Musikunternehmen, die ihr Kerngeschäft darin sehen, Tonträger zu verkaufen. Hier schrumpfe der Markt. Allerdings nicht so, dass die Musik grundsätzlich am Ende sei. Denn in den USA, sagt der Professor, kommen "heute mehr als doppelt so viele neue Alben auf den Markt als zu Beginn der Tauschbörsenära vor zehn Jahren". Oberholzer-Gee fordert deshalb eine Reform des Urheberrechts.
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Ansonsten ein bißchen kurz der Artikel, da hätte ich gerne mehr dazu gelesen.
Teilzeitautist sagte:
@RAL2008: ?
Ansonsten ein bißchen kurz der Artikel, da hätte ich gerne mehr dazu gelesen.
der ist doch in zwei wochen wieder weg ... achte mal drauf ...
Aber sicher würde ein neues Urheberrecht der Musikbranche gut tun. Vor allem wenn man an Castingshows denkt.
RAL2008 sagte:
der ist doch in zwei wochen wieder weg ... achte mal drauf ...
Ah, deshalb das Volltextzitat, ich verstehe. Ja, das ist sehr ärgerlich, wenn Texte verschwinden, vor allem wenn sie dann als Bezahltext 2 Euro kosten. Da krieg ich ja ne ganze SZ für, und die kann ich auch noch anfassen..
Ich bin mal gespannt, ob dein Zitat mit dem Text verschwindet.








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23.06.2010 - 23:09 Uhr
RAL2008
Text: stefan-winter
Ein Ökonom der Harvard-Universität wehrt sich gegen die Klagen der Musikindustrie. Ein Textmarker
Angestrichen:
Der entscheidende Punkt ist, dass wenn ein Produkt in einer Volkswirtschaft günstiger wird, die Zahlungsbereitschaft für sogenannte komplementäre Güter steigt. Das heißt, wenn Musik sehr günstig wird, nimmt meine Zahlungsbereitschaft für iPod, Konzerttickets und Merchandising-Produkte zu.
Wo steht das denn?
In einem Interview, das der US-Professor Felix Oberholzer-Gee dem ORF gegeben hat. Darin geht es um die Auswirkungen von Filesharing auf die Musikindustrie. Oberholzer-Gee betont darin, dass Tauschbörsen nicht das Ende der Musik bedeuten müssen. "In den USA, Großbritannien und Schweden sind in den letzten Jahren, das belegen Studien, die Einkommen von Musikern im Durchschnitt gestiegen, weil sie viel höhere Preise für Konzerttickets verlangen können." Schaden nehmen, so der Havard-Professor, die großen Musikunternehmen, die ihr Kerngeschäft darin sehen, Tonträger zu verkaufen. Hier schrumpfe der Markt. Allerdings nicht so, dass die Musik grundsätzlich am Ende sei. Denn in den USA, sagt der Professor, kommen "heute mehr als doppelt so viele neue Alben auf den Markt als zu Beginn der Tauschbörsenära vor zehn Jahren". Oberholzer-Gee fordert deshalb eine Reform des Urheberrechts.
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