11.06.2010 - 18:30 Uhr

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Bring deine Finanzen in Ordnung!

Text: maria-freilich

Der Satz "Ich kann einfach nicht mit Geld umgehen" gehört zum guten Ton. Dabei gibt es kaum etwas Blöderes

Michele wühlt in ihrem Geldbeutel, das Kleingeld klimpert, noch einmal blickt sie in das Scheinefach ihres roten Geldbeutels aus Leder, den sie auf einem Londoner Flohmarkt letzte Ostern gekauft hat. Die Schlange bewegt sich Richtung Kasse, Krüge klirren, Bier schwappt über Hände. „Eine Maß? Alles?“, schrillt die Stimme der Biergartenverkäuferin. „Macht 6,80 Euro plus ein Euro Pfand“ Michele wühlt und kramt noch etwas, stöhnt, dann legt sie den zerknüllten Fünfer und acht Münzen auf den Tisch. Im Geldbeutel aus London bleiben nur Kupfermünzen zurück. „Mei, Wahnsinn“, sagt sie zu Thorben auf dem Weg zurück zur Bierbank. „Das Geld für den Monat ist schon wieder weg. Irgendwie kann ich einfach nicht mit Geld umgehen.“ „Ich auch nicht“, sagt Thorben. „Mein Dispo ist schon wieder am Limit.“ Darauf stoßen beide sogleich an. Seit ich die zwei kenne, jammern sie darüber, zu wenig Geld zu haben. Andererseits weiß ich auch: Selbst wenn Michele 3000 Euro auf der hohen Kante hätte, würde sie jammern. Sie würde sagen: „Ich habe ja fast gar keine Ersparnisse wie die anderen.“
Über wenig Geld zu jammern, gehört zum guten Ton. Wer so tut, als sei er arm, glaubt, dadurch auch sexy zu sein. Ein bis zum Anschlag ausgereizter Dispo soll signalisieren: Hey, ich lebe voll im Jetzt. Ich mache einfach, was mir Spaß macht. Auf Geld kommt es doch eh nicht an. Diese Einstellung soll sympathisch wirken, mit dem Loch im Geldbeutel wollen sich Michele und Thorben von Goldkettchen-Prolls und großkotzigen Rosa-Polohemden-Trägern distanzieren. Sie wollen sagen: Uns sind Spaß und gute Freunde wichtiger als teure Autos und Longdrinks in Nobeldissen. Das ist prinzipiell ein ehrenwertes Anliegen und mir sind solche Leute lieber als ebensolche Großkotze und Prolls. Nur: Muss für diese Koketterie immer der Geldbeutel herhalten? Wem gehts hier wirklich schlecht? Vor einigen Wochen erschien in der FAZ ein Artikel mit Überschrift: Generation 30 – Hört auf zu jammern! Die Autorin Bettina Weiguny forderte endlich ein Ende der Miese-Stimmung unter jungen Akademikern, die es angeblich heute so viel schwerer haben als ihre Akademiker-Eltern. 4156 Euro im Schnitt verdiene ein Berufsanfänger heute, 1980 sei dies auch inflationsbereinigt nur die Hälfte gewesen. Unsere Eltern seien einfach nicht jede Woche in ein Restaurant gegangen. Was für 30-Jährige zutrifft, gilt auf einem niedrigerem Level auch für 20-Jährige. Natürlich gibt es Studenten und Schüler, die wenig Geld haben: 2,4 Millionen Kinder in Deutschland gelten laut Bundesfamilienministerium als armutsgefährdet. Das ist ein gesellschaftlicher Missstand, für den Kinder nichts können. Nur gibt es auf der anderen Seite eben auch genug Studenten wie Thorben und Michele, die monatlich 500 Euro von Papa überwiesen bekommen, zwei mal die Woche in einem Cafe bedienen und so nochmals 800 Euro verdienen und außerdem noch alle drei Monate 500 Euro von Omi zugesteckt bekommen. Sie fliegen in den Semesterferien nach Thailand und haben an sich den Anspruch, stets modisch gekleidet zu sein. Sie könnten, würden sie sich nur ein klein wenig einschränken, jeden Monat 200 Euro zurücklegen. Aber genau diejenigen sind es, die ständig mit ihrem ausgereiztem Dispo kokettieren und mit einem charmanten Grinsen sagen: „Ich kann einfach nicht mit Geld umgehen.“ Dahinter steckt letztlich die Weigerung, Verantwortung für sich zu übernehmen. Was die Pseudo-Arm-aber-sexy-Fraktion vergisst: Es ist nicht cool, nicht für sich selbst sorgen zu können. Man ist auch nicht freier, weil hinter dem Kontostand ein großes „S“ ist. Wenn Studenten jahrelang im Minus sind, hat das meistens mit Bocklosigkeit, mangelnder Selbstdisziplin und Koketterie zu tun. Und das ist eigentlich gegenüber denjenigen, die tatsächlich kein Geld haben, viel arroganter als die Goldketten-Großkotzigkeit.


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querspieler
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Mag ich Mag ich nicht

2

10.06.2010 - 20:56 Uhr
querspieler

Zur Abwechslung mal eine ganz brauchbare Theorie!

matstef
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Mag ich Mag ich nicht

1

10.06.2010 - 21:14 Uhr
matstef

wohl wahr der artikel.

pechsache
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Mag ich Mag ich nicht

0

11.06.2010 - 10:59 Uhr
pechsache

hmm,...
michelle und thorben SAGEN ja nur, dass sie nicht mit
geld umgehen können. ist ja nicht so, dass solche leute
ernsthaft in der "schuldenfalle" landen oder enden.
solange sie sich das leisten können ist doch alles in butter.
oder wer will da meckern?

querspieler
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Mag ich Mag ich nicht

6

11.06.2010 - 11:04 Uhr
querspieler

@pechsache, ich glaub das ist genau der Punkt dieser "Theorie": Es ist kein "Eure Armut kotzt mich an" sondern "Euer kokettieren mit eurer angeblichen Unfähigkeit mit Geld umzugehen kotzt mich an"-Artikel.

getwhatiwant
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Mag ich Mag ich nicht

11

11.06.2010 - 18:51 Uhr
getwhatiwant

4156 Euro? wer verdient das bitte?

123_321
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0

11.06.2010 - 19:26 Uhr
123_321

*finger heb* (und ich kenn auch noch diverse andre, dafür hat man halt kein leben mehr und kann gar nicht jeden tag essen gehen wenn man ewig auf arbeit sitzt...)
das rumkokettieren fand ich schon in meinen uni-zeiten scheiße - wer dann immer mit der fetten karre ortsrunden fahren musste, hatte am ende eben kein geld mehr, und statt jeden abend pizza (vom italienier) kann man ja auch mal selber eine machen. ich find den artikel gut. basta.
jetzt hab ich gespart und kauf ein haus, mal schaun, vielleicht seh ich thorben dann ja in der schuldenfalle :)

tenke
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Mag ich Mag ich nicht

1

11.06.2010 - 19:38 Uhr
tenke

4156 Euro kann ich aber auch nicht glauben. Freundin von mit verdient mit 1,1 Abschluss in Kommunikationswissenschaft hart erkämpfte 2800 brutto im ersten Job. 4156 gilt glaub ich nur für Dipl. Ing. und co.

Purcell
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0

11.06.2010 - 19:42 Uhr
Purcell

Gut, auch Geisteswissenschaftler können mal auf über 4000 Brutto kommen - aber in Ausnahmfällen. Und auch nicht jeder Maschinenbauer oder Arzt steigt zwangsläufig mit einem solchen Gehalt ein. Die Rechnung würde mich also interessieren (obwohl ich dem Artikel an und für sich voll zustimmen würde).

ThomasCrown
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4

11.06.2010 - 19:55 Uhr
ThomasCrown

einiges richtig am artikel, aber verdient man mit zweimal die woche kellnern wirklich 800€? dann schule ich nämlich doch noch um.


und natürlich machen sich die im artikel beschriebenen personen keine großen gedanken, weil sie genau wissen: im notfall bügelns die eltern aus.

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Mag ich Mag ich nicht

4

11.06.2010 - 19:56 Uhr
ThomasCrown

(4.156€ im schnitt fällt mir jetzt erst auf. für berufsanfänger? what the fuck? das gilt wohl nur für faz-leser)

alcofribas
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Mag ich Mag ich nicht

6

11.06.2010 - 20:00 Uhr
alcofribas

ThomasCrown sagte:
(4.156€ im schnitt fällt mir jetzt erst auf. für berufsanfänger? what the fuck? das gilt wohl nur für faz-leser)


ich gehe davon aus, Grundlage der Erhebung waren Drogenhändler oder ähnliches. Soweit ich mich im Bilde glaube, kenne ich keinen, der als Berufsanfänger das verdient (hat)

ThomasCrown
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Mag ich Mag ich nicht

0

11.06.2010 - 20:04 Uhr
ThomasCrown

naja, das gibts bestimmt - aber eben als oberes maximum und nicht als schnitt.

Douzitou
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0

11.06.2010 - 20:10 Uhr
Douzitou

Keine Verantwortung für sich selbst übernehmen zu können ist sooooo unsexy!

Purcell
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0

11.06.2010 - 20:12 Uhr
Purcell

Also ich kennen tatsächlich Leute, deren (vierstelliges) Einstiegsgehalt mit einer 6 begann. Aber die kamen aus keiner geisteswissenschaftlichen Fakultät, und die erklären den angeblichen Schnitt von 4156 Euro in keiner Weise.

Hunter_S_Thompson
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0

11.06.2010 - 20:26 Uhr
Hunter_S_Thompson

Guter Artikel, gefällt mir. Vor allem der Satz, dass man mit einem "S" hinter dem Kontostand auch nicht freier ist. Genau das Gegenteil ist nämlich der Fall. Bleibt nur noch zu sagen:

"Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts."

erben
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0

11.06.2010 - 21:11 Uhr
erben

Ich habe das Papa- und Omageld beiseite gelegt und in eine Wohnung investiert. Lobt mich.

HartImNehmen
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Mag ich Mag ich nicht

4

11.06.2010 - 21:12 Uhr
HartImNehmen

Am Anfang dachte ich: Endlich schreibt das mal einer! ... aber dann ging's in die Thailand- und 500-Euro-von-Omi-Schiene, und da war klar: Da werden wieder nur plumpe Vorurteile bedient. Denn diese "reichen" Studenten sind wieder nur eine kleine Minderheit, über die man sich trefflich aufregen kann.

Wie wäre es hingegen mal mit ehrlicher Kritik? Nämlich, daß man mit Unter-Bafög-Einkommen in den meisten Städten prima leben und noch sparen kann? Oder gar - Skandal! - mit der Feststellung, daß die heutigen "Armen" inflationsbereinigt um x% reicher sind als vor 30 Jahren, aber daß wir heute schlicht unverdient anspruchsvoller sind und daß z.B. Farbfernseher, Computer, Snacks unterwegs usw. idR als selbstverständlich angesehen werden... jedenfalls bei denen, die immer jammern!

Aber das ist natürlich kein so bequemer Gedanke.

cougarten
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3

11.06.2010 - 22:00 Uhr
cougarten

800 Euro für 2 tage die Woche Arbeit?
Da will ich auch kelnern.

soylentyellow
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Mag ich Mag ich nicht

0

12.06.2010 - 00:16 Uhr
soylentyellow

HartImNehmen sagte:
daß z.B. Farbfernseher


Farbfernseher? Flachbildfernseher!

teilzeitirrer
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Mag ich Mag ich nicht

0

12.06.2010 - 00:21 Uhr
teilzeitirrer

schwarz/weiß reicht doch wohl auch!

ThomasCrown
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Mag ich Mag ich nicht

0

12.06.2010 - 00:27 Uhr
ThomasCrown

teilzeitirrer sagte:
schwarz/weiß reicht doch wohl auch!


aber nur in 3d!

soylentyellow
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Mag ich Mag ich nicht

3

12.06.2010 - 00:27 Uhr
soylentyellow

alcofribas sagte:
ThomasCrown sagte:
(4.156€ im schnitt fällt mir jetzt erst auf. für berufsanfänger? what the fuck? das gilt wohl nur für faz-leser)


ich gehe davon aus, Grundlage der Erhebung waren Drogenhändler oder ähnliches. Soweit ich mich im Bilde glaube, kenne ich keinen, der als Berufsanfänger das verdient (hat)


Im Zweifel hilft der Blick in die Quelle:

Aus der FAZ: "Im Schnitt verdient ein Akademiker heute 4156 Euro im Monat, 1980, als seine Eltern den Berufseinstieg probierten, war nicht einmal die Hälfte üblich - selbst bei herausgerechneter Inflation ergibt das ein erkleckliches Plus."

D.h. NICHT dass ein studierter Berufsanfänger durchschnittlich 4156 Euro verdient sondern dass ein Akademiker (von "frisch von der Uni" bis zu "geht morgen in Rente") im Schnitt diesen Betrag verdient.

Viel schlauer macht mich diese Tatsache aber nicht denn das höchste Gehalt gibt es in der Regel kurz vor der Rente und genau das bekommt nun mal die Elterngeneration.

Es wir der Anschein erweckt als würden Einstiegsgehälter verglichen werden was aber genau nicht geschieht da Durchschnittsgehälter verglichen werden...zwar wird die Zahl stimmen aber wirklich informativ ist sie deshalb noch lange nicht...

ThomasCrown
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Mag ich Mag ich nicht

1

12.06.2010 - 00:31 Uhr
ThomasCrown

oh, okay. ich hätte mir den artikel angucken sollen. böser schnitzer der autorin.

soylentyellow
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Mag ich Mag ich nicht

1

12.06.2010 - 00:31 Uhr
soylentyellow

Apropos Quelle: Da hat aber jemand (bei jetzt.de) nicht richtig zitiert und/oder den Text nicht aufmerksam gelesen:

"4156 Euro im Schnitt verdiene ein Berufsanfänger heute"

Klar dass dies zu Irritationen führt weil falsch (siehe Originalzitat bei der FAZ).

ThomasCrown
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0

12.06.2010 - 00:33 Uhr
ThomasCrown

ich habs maria freilich mal ins gb geschrieben.

soylentyellow
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0

12.06.2010 - 00:41 Uhr
soylentyellow

ThomasCrown sagte:
ich habs maria freilich mal ins gb geschrieben.


Die wird sicher so gucken wie Dein Profilbild ;)

Sibelius
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0

12.06.2010 - 01:08 Uhr
Sibelius

ThomasCrown sagte:
einiges richtig am artikel, aber verdient man mit zweimal die woche kellnern wirklich 800€? dann schule ich nämlich doch noch um.


schätze die Autorin lebt in München, in Berlin oder so müsste man dafür schon 4x die Woche Kellnern...

timniklas
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0

12.06.2010 - 01:19 Uhr
timniklas

die 4000 nochwas euro erscheinen mir etwas hoch, ich kenne sehr wenig die das bekommen und sehr viele die das nicht (bei weitem nicht) bekommen.
mir gefällt der artikel, ich glaube was schonmal aufkam, nämlich in der schule ein unterrichtsfach "finanzen" einzurichten würde vielen, inklusive mir, helfen.
allerdings sehe ich den vergleich mit den reichen kidies von starnberg und co. nicht gerne. die wachsen mit einer deutlich kapitalistischeren einstellung auf (einige, nicht alle!), was sie mehr aufs geld achten lässt, allerdings geben sie deshalb dem biss-verkäufer trotzdem glaube ich nicht die 1,80 für seine arbeit, die leute die noch zwei euro im geldbeutel haben und dann sagen ich kann nicht mit geld umgehen schon eher. ua, vergleiche sind was unwiderstehlich widerliches..

Froschhonigkuchenpferd
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0

12.06.2010 - 01:32 Uhr
Froschhonigkuchenpferd

den letzten Absatz find ich ok, den Rest teils ein bisserl an den Haaren herbeigezogen, v.a. die etwas überzogenen Beispiele

mit der Grundaussage bin ich aber voll einverstanden. Jammern auf hohem Niveau ist ätzend.

ShesSoHigh
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Mag ich Mag ich nicht

0

12.06.2010 - 01:34 Uhr
ShesSoHigh

auch dass AKADEMIKER im SCHNITT über 4000 Brutto verdienen lässt mich absolut sprachlos und kopfschüttelnd zurück.

ThomasCrown
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Mag ich Mag ich nicht

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12.06.2010 - 01:36 Uhr
ThomasCrown

warum? das bekommt man doch schon als lehrer oder beamter gegen ende der karriere - von all den ingenieuren und managern mal ganz zu schweigen.

Froschhonigkuchenpferd
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1

12.06.2010 - 01:42 Uhr
Froschhonigkuchenpferd

für so unrealistisch halt ich die zahl auch nicht. außerdem: mal nachgerechnet, was 4156 bei steuerklasse 1 netto sind? ...

(ich finde vielmehr die thesen und protagonisten dieses liebe-arme-faz-leser-akademiker-elterngeneration-die-ihr-eure-kinderchen-die-nicht-erwachsen-werden-wollen-weiter-durchfüttert-und-die-ihr-es-doch-früher-so-viel-schwerer-hattet-FAZ-artikels ziemlich ätzend. so.)

DiplPhys
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2

12.06.2010 - 01:50 Uhr
DiplPhys

Hey, ich hab als Dipl.-Phys. mit knapp 4400 € p. Monat + 0,7 Monatsgehalt extra p.a. (UG + WG) angefangen (2008, Festanstellung im guten schwäbischen Maschbau). Es ist nicht so unrealistisch, ich hoffe aber auch nicht der Durchschnitt sonst werd ich diesen Artikel meinem Chef vorlegen müssen :)

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0

12.06.2010 - 01:50 Uhr
DiplPhys

Hey, ich hab als Dipl.-Phys. mit knapp 4400 € p. Monat + 0,7 Monatsgehalt extra p.a. (UG + WG) angefangen (2008, Festanstellung im guten schwäbischen Maschbau). Es ist nicht so unrealistisch, ich hoffe aber auch nicht der Durchschnitt sonst werd ich diesen Artikel meinem Chef vorlegen müssen :)

misone
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0

12.06.2010 - 06:19 Uhr
misone

Ich kenne mehrere Leute, die nicht richtig mit Geld umgehen können. Und zwar nicht nur Studenten, sondern in allen Sparten: Student, Arbeitslos, Angestellt und Selbständig. Teilweise krankhaft und teilweise eher unachtsam und disziplinlos wie im Artikel beschrieben.
Dass es so viele Leute gibt, die eher disziplinlos sind, wundert mich allerdings nicht wirklich, man wird ja von der Bank regelrecht eingeladen sich Geld zu leihen und zu "leben". Vor Jahren gab es mal eine Werbung für Studenten (!) von der Berliner Sparkasse die in etwa lautete "Club-Taxi-Club-Taxi-Club-Taxi-Schlüsseldienst" - "Wir regeln das für Dich".
Seit ich regelmäßige Einkünfte habe, habe ich auch schon Post von meiner Bank bekommen a la "wollen Sie nicht ein Auto, eine neue Küche, o.ä. kaufen", Kredit alles kein Problem, sprechen Sie mit Ihrem Berater. Ich glaube, dass war früher auch anders.

Shorebilly
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3

12.06.2010 - 08:14 Uhr
Shorebilly

ShesSoHigh sagte:
auch dass AKADEMIKER im SCHNITT über 4000 Brutto verdienen lässt mich absolut sprachlos und kopfschüttelnd zurück.


wieso? akademiker sind ja nicht nur geisteswissenschafter, es gibt eben auch genug natur- und wirtschaftswissenschaftler, bei denen 4000+ euro brutto/monat spaetestens nach ein paar jahren im beruf die regel sein duerfte.

drolli
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0

12.06.2010 - 08:48 Uhr
drolli

tenke sagte:
4156 Euro kann ich aber auch nicht glauben. Freundin von mit verdient mit 1,1 Abschluss in Kommunikationswissenschaft hart erkämpfte 2800 brutto im ersten Job. 4156 gilt glaub ich nur für Dipl. Ing. und co.


Naja, vielleicht wenn man die promovierten einrechnet.

zyra
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0

12.06.2010 - 09:47 Uhr
zyra

Mit zweimal die Woche kellnern verdient man auch in München nicht 800 Euro. Zumal man so viel gar nicht verdienen darf, wenn man sich nicht selber versichern und Steuern zahlen will. Stellen doch alle nur auf 400-Euro-Job-Basis ein.

drolli
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0

12.06.2010 - 10:05 Uhr
drolli

zyra sagte:
Mit zweimal die Woche kellnern verdient man auch in München nicht 800 Euro. Zumal man so viel gar nicht verdienen darf, wenn man sich nicht selber versichern und Steuern zahlen will. Stellen doch alle nur auf 400-Euro-Job-Basis ein.


Trinkgeld?

Renaissance_Man
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1

12.06.2010 - 11:20 Uhr
Renaissance_Man

eigentlich wäre es für studenten absolut sinnvoll, während des studiums einen fetten konsumkredit aufzunehmen. wenn man davon ausgeht, dass man zum glücklichsein geld und zeit braucht, sollten die beiden faktoren optimalerweise ausgewogen sein. jetzt man hat man viel zeit, aber kein geld, später (relativ) viel geld aber keine zeit.
deshalb ist es völlig rational, sich jetzt zu verschulden, auch zu konsumzwecken. 500€ mehr im monat sind für studenten eine menge geld und bedeuten viel lebensqualität, 500€ weniger bei 2500 netto machen das leben eines berufsanfänger dagegen nicht viel schlechter.

ThomasCrown
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12.06.2010 - 11:22 Uhr
ThomasCrown

....wenn man denn mit 2500 netto bei berufsstart rechnen kann. das können aber vielleicht 5% der studenten.

patacreprix
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12.06.2010 - 11:23 Uhr
patacreprix

wer das geschrieben hat, hat offensichtlich noch nie gekellnert.

vorratsdatenspeicherung
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12.06.2010 - 11:57 Uhr
vorratsdatenspeicherung

Es geht nicht um die Höhe des Einkommens. Auch ein absehbar niedriges Einkommen rechtfertigt es nicht, seine Finanzen grundsätzlich nicht im Griff zu haben.

Trotz aller Vorsicht unverschuldet in Not geraten kann jeder, aber das ist was anderes als die Kalkulationsgrundlagen des eigenen Einkommens dauerhaft zu ignorieren, weil Andere mehr verdienen.

wayward_boy
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0

12.06.2010 - 12:04 Uhr
wayward_boy

Die zahlen erscheinen mir jetzt auch nicht wirklich realistisch für nen Berufseinstieg zu sein. Aber den Artikel finde ich trotzdem gut.

Schneemann2
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12.06.2010 - 12:06 Uhr
Schneemann2

Keiner der Akademiker, mich eingeschlossen, die ich kenne, sind in Deutschland mit auch nur näherungsweise mit über 4000 eingesteigen. 3000, manche 3500. Berufsgebiete sind da Lehrer, MaschBauer, Info, Ärzte.
Wer kommt auf solche Zahlen?

Davon abgesehn kenne ich darunter niemanden, der ständig oder überhaupt im Dispo lebt und da sind einige Familien mit 2 Kindern und Haus dabei.

jurette_
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1

12.06.2010 - 12:12 Uhr
jurette_

ThomasCrown sagte:
....wenn man denn mit 2500 netto bei berufsstart rechnen kann. das können aber vielleicht 5% der studenten.

ThomasCrown sagte:
....wenn man denn mit 2500 netto bei berufsstart rechnen kann. das können aber vielleicht 5% der studenten.


Würde ich gar nicht mal sagen - ich kenne einige, die das verdient haben. Und als Lehrer oder Beamter kratzt Du an dieser Grenze auch recht schnell.

soylentyellow
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12.06.2010 - 12:43 Uhr
soylentyellow

wayward_boy sagte:
Die zahlen erscheinen mir jetzt auch nicht wirklich realistisch für nen Berufseinstieg zu sein.


Die Zahlen erscheinen nicht realistisch weil sie es nicht sind.

Die besagten 4156 Euro sind der Durchschnittsverdienst ALLER Akademiker, vom ersten Arbeitstag bis zum Tag vor der Rente. Geisteswissenschaftler bis Ingenieur. (Steht so in der angegeben Quelle).

Das hat die FAZ missverständlich geschrieben (sicher absichtlich, weil es ja so schön zum Text passt und trotzdem nicht falsch ist) und jetzt.de ist prompt darauf reingefallen und hat falsch zitiert.

Daher kommt die Verwirrung hier.

wayward_boy
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0

12.06.2010 - 12:49 Uhr
wayward_boy

Das klingt dann doch irgendwie deutlich überzeugender.

JanisGuhd
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1

12.06.2010 - 14:02 Uhr
JanisGuhd

Was ich hasse, sind Leute, die behaupten chronisch pleite zu sein und behaupten sich deshalb "wichtige" Anschaffungen im Bereich von 50-100 Euro nicht leisten zu können (und mich damit zuschwallen), ABER jeden Tag n Café und was zu Essen beim Bäcker kaufen. WTF?

Awokado
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1

12.06.2010 - 14:32 Uhr
Awokado

Habe gerade den Original-FAZ-Artikel gelesen. Ich glaube die 4156 wurden missverstanden. Meiner Ansicht nach handelt es sich nicht um ein Einstiegsgehalt. Allerdings ist das Original nicht ganz eindeutig. Dort steht: "Im Schnitt verdient ein Akademiker heute 4156 Euro im Monat". Dort taucht das Wort Einstiegsgehalt nicht auf. Der ganze Satz lautet: "Im Schnitt verdient ein Akademiker heute 4156 Euro im Monat, 1980, als seine Eltern den Berufseinstieg probierten, war nicht einmal die Hälfte üblich - selbst bei herausgerechneter Inflation ergibt das ein erkleckliches Plus.".

Ganz grundsätzlich hätte die FAZ aber durchaus eine Quelle angeben können, finde ich.

John_Rebus
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-1

12.06.2010 - 15:35 Uhr
John_Rebus


Dahinter steckt letztlich die Weigerung, Verantwortung für sich zu übernehmen.


Trifft auf gute 2/3 des Kosmos zu.

Ioana
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Mag ich Mag ich nicht

3

12.06.2010 - 17:04 Uhr
Ioana

aeh? also ich versteh ja nicht was euch an dem artikel so gefaellt.
von dem faz-artikel wird erstmal ein moerderbogen gespannt um ihn auch irgendwie auf die 20jaehrigen zurueckzufuehren. das ist dann so: die starnberger-reiche-papa-kinder sind verschwendungssuechtig, koennen nichts auf die lange bank legen und dann kommts ganz dicke: die geben auch damit an! und die repraesentieren dann unsere generation! skandal! da machen wir nicht mit! suendenbock gefunden, alles in butter. klar muss dann obligatorisch sympathie mit den armen kindern in deutschland demonstriert werden und keiner kommt irgendwie auf die idee, dass gerade diese einstellung verantwortlich fuer die "arm-aber-sexy-fraktion" bildet. wo ist denn bitte der unterschied zwischen michele und franzie aus gutem elternhaus, die in der asta engagiert und vor dem hintergrund der "armen studenten aus arbeiterhaushalt" gegen studiengebuehren ist? wer reich wirkt oder auch nur den anschein gibt ein wenig geld auf der langen bank zu haben ist doch sofort in der "polohemd-egoisten-neoliberalen-bwlstudenten" fraktion. arm zu sein ist absolut nicht sexy. damit zu kokettieren sicher. da hat man wenigstens einen vorwand zu glauben, tatsaechlich seine lebensziele selbststaendig und ohne mithilfe erreicht zu haben.

afrirali
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Mag ich Mag ich nicht

0

12.06.2010 - 17:12 Uhr
afrirali

zum einstiegsgehalt für akademiker über 4,000 euro: das problem liegt in der lesefähigkeit von frau freilich. in der faz heißt es:

Im Schnitt verdient ein Akademiker heute 4156 Euro im Monat, 1980, als seine Eltern den Berufseinstieg probierten, war nicht einmal die Hälfte üblich - selbst bei herausgerechneter Inflation ergibt das ein erkleckliches Plus.

da steht nichts von "berufseinsteiger". und dann erscheint die zahl auch schon um einiges realistischer.

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Mag ich Mag ich nicht

0

12.06.2010 - 17:14 Uhr
afrirali

oh, ich hätte die anderen kommentare zu ende lesen sollen ...

soylentyellow
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Mag ich Mag ich nicht

0

12.06.2010 - 17:19 Uhr
soylentyellow

Genau - das Wort "Berufseinstieg" kommt nur in Zusammenhang mit 1980 vor (um zu erklären warum man dieses Jahr als Vergleichspunkt genommen hat), nicht im Zusammenhang mit Wort "(Durchschnitts)Verdienst".

Renaissance_Man
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Mag ich Mag ich nicht

0

12.06.2010 - 17:31 Uhr
Renaissance_Man

afrirali sagte:

Im Schnitt verdient ein Akademiker heute 4156 Euro im Monat, 1980, als seine Eltern den Berufseinstieg probierten, war nicht einmal die Hälfte üblich - selbst bei herausgerechneter Inflation ergibt das ein erkleckliches Plus.

nicht wirklich, 4000€ heute sind ziemlich genau wie 2000€ 1980 bei durchschnittlich 2,3% inflation.

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12.06.2010 - 17:32 Uhr
Renaissance_Man

ups, das war ja eigentlich ein zitat aus dem text, hab ich übersehen.

cail
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12.06.2010 - 18:44 Uhr
cail

"4156 Euro im Schnitt verdiene ein Berufsanfänger heute" - was???

ich mein ich weiß ja, dass ich net viel verdien. aber wenn die zahl allen ernstes stimmt krieg ich jetzt sofort n heulkrampf. welche jobs bitte ziehen diesen durchschnitt so nach oben?

ThomasCrown
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3

12.06.2010 - 18:52 Uhr
ThomasCrown

LIEBE KOMMENTATOREN; LEST DOCH BITTE AUCH DIE ANDEREN POSTINGS UNTER DEM TEXT!!!

Karamelleis
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12.06.2010 - 19:59 Uhr
Karamelleis

John_Rebus sagte:

Dahinter steckt letztlich die Weigerung, Verantwortung für sich zu übernehmen.


Trifft auf gute 2/3 des Kosmos zu.

das weißt du doch nur aus dem letzten psychotest ;)

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12.06.2010 - 20:04 Uhr
Karamelleis

mir scheint es maria-freilich ist eher neidisch auf ihre freunde.

rousseau
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12.06.2010 - 21:16 Uhr
rousseau

Dieser Text ist vollkommener ***.

Eine überhebliche Frechheit, geschrieben von Menschen, die kein halbes Jahr mit Hartz-IV klarkommen würden.

Meiner Meinung nach sinnlos verbrauchter Platz.

kein_koks_fuer_sherlock_holmes
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1

13.06.2010 - 00:44 Uhr
kein_koks_fuer_sherlo…

500 euro von papa, 800 euro aus einem zweitagediewochenebenjob und dann noch so monster-almosen von der oma in regelmäßigen abständen - da kannte und kenne ich keinen einzigen studenten, der da auch nur annähernd rankommt.
ich darf schon für 400 € im monat jedes wochenende um fünf aufstehen, um in der frühschicht mein geld zu verdienen, und 500 € von meinen eltern würde ich gar nicht annehmen wollen.
auch alle in meinem freundeskreis verdienen sich ihr studium mit 400€-jobs und bekommen von den eltern - wenn überhaupt - bestenfalls noch einen mietzuschuss.

von den recherchefehlern jetzt mal ganz zu schweigen.

Teilzeitautist
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1

13.06.2010 - 01:50 Uhr
Teilzeitautist

Arm sein ist nicht sexy, sondern Scheiße.

drolli
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13.06.2010 - 05:48 Uhr
drolli

Renaissance_Man sagte:
afrirali sagte:

Im Schnitt verdient ein Akademiker heute 4156 Euro im Monat, 1980, als seine Eltern den Berufseinstieg probierten, war nicht einmal die Hälfte üblich - selbst bei herausgerechneter Inflation ergibt das ein erkleckliches Plus.

nicht wirklich, 4000€ heute sind ziemlich genau wie 2000€ 1980 bei durchschnittlich 2,3% inflation.


Stimmt. habe ich unanhaengig auch so ausgerechnet.

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13.06.2010 - 05:49 Uhr
drolli

Karamelleis sagte:
John_Rebus sagte:

Dahinter steckt letztlich die Weigerung, Verantwortung für sich zu übernehmen.


Trifft auf gute 2/3 des Kosmos zu.

das weißt du doch nur aus dem letzten psychotest ;)


Aehem.... nein...

blubb123
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13.06.2010 - 10:49 Uhr
blubb123

ich denke, dass die meisten Studenten Unterstützung von den Eltern bekommen und 500 euro sind da ehr no wenig, so wie ich das kenne. Die Eltern sind ja eig auch verpflichtet so viel zu bezahelne, dass man den Bafög-Höchstsatz hat. Ob man seine Eltern darauf verklagen möchte ist natürlich ne andere Frage.

Renaissance_Man
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13.06.2010 - 11:36 Uhr
Renaissance_Man

um mal die rechtliche seite zu klären:
http://www.olg-duesseldorf.nrw.de/07serv...

also sogar ein alleinverdiener mit 3000 netto soll seinem erwachsenen kind mindestens 600euro im monat zahlen. die meisten studenten sind akademikerkinder und die meisten akademikereltern verdienen in dem alter schon wesentlich mehr als 3000 netto, also sind die 500 im text noch ein echtes schnäppchen für vati.

_goldrush
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13.06.2010 - 15:43 Uhr
_goldrush

Wirklich brauchbar..und zum an die eigene Nase fassen;)

MichiAndre88
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13.06.2010 - 16:56 Uhr
MichiAndre88

4156 Euro? wer verdient das bitte?
als Lehrer werd ich wohl nicht so ein Vermögen einsacken...

jurette_
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1

13.06.2010 - 17:41 Uhr
jurette_

MichiAndre88 sagte:
4156 Euro? wer verdient das bitte?
als Lehrer werd ich wohl nicht so ein Vermögen einsacken...


Na, aber nettto kriegst Du nicht viel weniger raus - sofern Du verbeamtet wirst.

taq
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13.06.2010 - 18:59 Uhr
taq

Wie sich alle an irgendwelchen blöden Zahlen aufhängen... schlussendlich geht es doch darum, dass die Leute eigentlich genug Geld haben, aber ständig nur am Jammern sind oder es halt wissentlich zum Fenster rausschmeissen und dann so tun, als wäre das ne kleine sympathische Macke von ihnen - in der Wirklichkeit ist es einfach nur doof!

Kenne genug Leute, bei denen echt nicht viel Kohle da ist... die schaffen es aber teilweise besser, damit umzugehen, als andere. Wenn mir dann ein Student sagt, dass er nichtmal 500 € auf der hohen Kante hat, obwohl er ständig am Arbeiten ist (trotz der 800 € von den Eltern im Monat oder so), dann kann ich auch nur mit dem Kopf schütteln.

Digital_Data
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13.06.2010 - 19:47 Uhr
Digital_Data

@Renaissance_Man

Also wenn die 4156 Euro stimmen, dann ist das entsprechende Netto bei 2 Kindern (mit Freibeträgen), mit Kirchensteuer und Steuerklasse III bei 2803,49 Euro. Also kann die Aussage die Mehrheit verdient über 3.000 Euro nicht wirklich stimmen.

Dazu kommt, dass uns der Staat eigentlich beim Netto betrügt. Also Praxisgebühr zählt eigentlich zur Krankenversicherung müsste also das Netto reduzieren, gleiches gilt für Riester oder andere private Altersvorsorge. Es genügt also grundsätzlich überhaupt nicht einfach nur die Inflation zum Vergleich zu verwenden.

Grundsätzlich ist es so, dass man bis etwa 30 Jahre im Verdienst und in den persönlichen finanziellen Möglichkeiten zulegt bis man jobmäßig etabliert ist. Bei den meisten Etablierten nun, geringe Ausnahmen ausgeklammert kann man pauschal sagen, dass die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung grundsätzlich in den letzten Jahren abgenommen haben. Man geht weniger Essen, weniger weg, leistet sich weniger als früher. Das verfügbare Einkommen wird für alle weniger, sowohl für Arbeitnehmer, für Freiberufler als auch für Rentner. ich kenne kaum jemand der sich mehr leisten kann als Mitte der 90er.

Der_Digital_Data (jetzt in 3D)

ThomasCrown
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13.06.2010 - 20:11 Uhr
ThomasCrown

Digital_Data sagte:
Grundsätzlich ist es so, dass man bis etwa 30 Jahre im Verdienst und in den persönlichen finanziellen Möglichkeiten zulegt bis man jobmäßig etabliert ist.


pfff. als du 30 warst vielleicht.

TinoForce
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13.06.2010 - 23:39 Uhr
TinoForce

Werd ich nie. Will ich aber auch garnicht. :)

Thorben

MrKite
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14.06.2010 - 01:37 Uhr
MrKite

Also das Cafe in dem man mit nur 2 Tagesschichten/Woche 800€/Monat verdient musst du mir zeigen ^^ Rumheulen weil man kein Geld hat oder wegen sonst irgendwas ist eigentlich nie sexy, deutet nur darauf hin das man lieber resigniert und auf Rettung wartet, anstatt selbst was zu unternehmen. Das weiß ich aus Erfahrung ^^

2differ
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14.06.2010 - 11:02 Uhr
2differ

Also meine Eltern hatten 1980 schon deshalb leicht das Doppelte, weil sie noch die gute alte DM hatten.

Hauptschulabbrecher_ohne_Studium
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14.06.2010 - 11:57 Uhr
Hauptschulabbrecher_o…

"Trotz der Wirtschaftskrise sind die Gehälter für Hochschulabsolventen zuletzt leicht angestiegen. Dies ergibt eine Studie des Personaldienstleisters Alma Mater GmbH aus Stuttgart. Die Absolventen von Universitäten und Fachhochschulen konnten bis Februar 2009 mit einem durchschnittlichen Gehaltsangebot von über 40.000 Euro für das erste Berufsjahr rechnen – mit eingerechnet 13. Monatsgehalt, Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Prämien oder sonstige Zuschläge.

Das macht im Monat rund 3300 Euro brutto. Bei einem kinderlosen Single (Steuerklasse I, gesetzlich versichert) kommen dabei netto knapp 1900 Euro heraus. "

http://www.welt.de/finanzen/article36876...

ja, das im artikel genannte einstiegsgalt kann nur ein tagtraum eines studenten/einer studentin sein, der/die keine ahnung vom arbeitsmarkt und -leben hat.

pfff...ärgerlich, ja. alles.

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-2

14.06.2010 - 12:01 Uhr
Hauptschulabbrecher_o…

aber auch jurette hat keine ahnung. schwer, zw. brutto und netto zu unterscheiden, nech!?

A12 Lehrer in der Primarstufe oder Sekundarstufe I (an Grund- und Hauptschulen, Realschulen, Gesamtschulen und Gymnasien) ( = gehobener Dienst)

gehaltstabelle A12: 2656,45
2955,15
3377,45
3748,25
4227,20


muss man schon n paar jahre absitzen um auf die höchste stufe zu kommen. frag mal alcofribas..

soylentyellow
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14.06.2010 - 12:27 Uhr
soylentyellow

Nochmal für alle zum mitschreiben welche sich an den Zahlen aufhängen: Jetzt.de hat die missverständliche Formulierung der FAZ falsch abgeschrieben.

Die viertauseneinhundertnochwas Euro sind der Durchschnittsverdienst ALLER Akademiker, vom Berufseinsteiger bis zum Fast-Rentner, NICHT das Durchscnittseinstiegsgehalt eines akademischen Berufseinsteigers.

Dieses liegt niedriger, wie Hauptschulabbrecher_ohne_Studium korrekt herausgefunden hat.

(Tipp: Die angegebene Quelle lesen, dann wirds klar)

jurette_
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14.06.2010 - 12:34 Uhr
jurette_

Hauptschulabbrecher_ohne_Studium sagte:
aber auch jurette hat keine ahnung. schwer, zw. brutto und netto zu unterscheiden, nech!?

A12 Lehrer in der Primarstufe oder Sekundarstufe I (an Grund- und Hauptschulen, Realschulen, Gesamtschulen und Gymnasien) ( = gehobener Dienst)

gehaltstabelle A12: 2656,45
2955,15
3377,45
3748,25
4227,20


muss man schon n paar jahre absitzen um auf die höchste stufe zu kommen. frag mal alcofribas..


Ja, das mit dem Brutto und Netto ist nicht so einfach, nicht? ich sprach nämlich nur vom Netto-Gehalt eines verbeamteten Lehrers und nicht vom Bruttogehalt.

Und netto sind das eben auch bei der geringsten Stufe von a12 2.164 Euro - und bei einem Gynasiallehrer mit A13 schon entsprechend mehr, nämlich 2.375. (Bei der von Dir zugrundegelegten veralteten Besoldungstabelle, jetzt ist es aber nur minimal mehr)

Und als Angestellter, der der vollen Sozialversichungspflicht unterliegt,, aber dafür 4160 Euro verdient, bleiben netto noch 2.389 Euro übrig.

Also ist meine Aussage, dass man als verbeamteter Lehrer netto nicht so viel weniger raus kriegt als ein Angestellter, der 4.156 Euro verdient, nicht vollkommen falsch, nech?

Hauptschulabbrecher_ohne_Studium
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14.06.2010 - 13:29 Uhr
Hauptschulabbrecher_o…

jurette_ sagte:
MichiAndre88 sagte: 4156 Euro? wer verdient das bitte? als Lehrer werd ich wohl nicht so ein Vermögen einsacken...Na, aber nettto kriegst Du nicht viel weniger raus - sofern Du verbeamtet wirst.


das klingt aber so, dass du davon ausgehen würdest, dass die 4156 euro, die user michandre88 oben nennt, für ein nettogehlt häst.

zitat joghurette:"Na, aber nettto kriegst Du nicht viel weniger raus - sofern Du verbeamtet wirst."

nech!?

was du weiter unten schreibtst, hört sich schon ganz anders an, nech!?

jurette_
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-1

14.06.2010 - 13:58 Uhr
jurette_

Jaja, Du hast recht, ich habe meine Ruhe.

alces
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14.06.2010 - 14:49 Uhr
alces

Ach, diese olle Kamelle schon wieder. Ich kichere.

und_jetzt
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15.06.2010 - 23:22 Uhr
und_jetzt

Ich kann einfach nicht mit Geld umgehen sagte der Chef von Lehmann und reichte Konkurs der Bank ein. Warum sollten wir es können? Bankenpleite, Staatspleite, und Europleite? Expertenwissen erscheint gleich Null! Ist noch ein positiver Wert! Also, nicht –1 im Wert. Ist dies eine Hoffnung?

Arghhh
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03.07.2010 - 10:56 Uhr
Arghhh

Seit wann studiert ein Geisteswissenschaftler, um viel Geld zu verdienen??
:-D

janoschNo2
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06.08.2010 - 15:41 Uhr
janoschNo2

Immer schön Vorurteile schieben zum armen Studenten.
Man hat das auch selber in der Hand, wenn man weiß wo man hin will.
Ich mache meinen MBA neben dem Beruf, nach B.A. Studium Psychologie und immer schön in der Firma geknechtet.
Dadurch rund 800 Euronen im Monat für 26 Stunden die Woche während des Psychologiestudiums
Ist hart aber machbar. Nächstes Jahr mit MBA im 3. Berufsjahr nach B.A. Arbeit krieg ich als Führungskraft ein "Einstiegsgehalt" von 60.000 brutto.
Geld ist nicht alles, macht aber einiges leichter;-)


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