diese stadt, diese tage und du
Text: reeza
wir trinken zu viel dieser tage und ich frage mich ob das wohl auch an meiner nervosität deinetwegen angesichts deiner präsenz in unserer küche in meiner gegenwart ja vielleicht sogar unsretwegen liegt...
dein lächeln weißt du das sehe ich noch. es ist nicht so dass das alles schon so weit zurückliegt weißt du ausgerechnet so ist es nicht. es ist nicht so. es ist auch nicht so weißt du als wäre das alles gestern gewesen. weißt du so ist es auch nicht.
genaugenommen wenn ich es so recht bedenke ist es eigentlich zum verrücktwerden ein kleines bisschen zumindest. zum glück fällt mir das meistens jetzt und gerade nicht so besonders auf.
manchmal bildet man sich dinge ein und biegt sie sich zurecht wie man sie gerade gerne hätte. und vielleicht war da schon etwas zwischen uns von anfang an. weiß das noch jemand und was soll eigentlich diese frage.
dass da etwas war dem ich scheinbar vermutlich versucht habe auszuweichen habe ich erst gemerkt, als du sagtest, dass ich dir nicht in die augen sehen könnte. du hattest recht damit und als ich es dann endlich konnte, ist es auch schon wieder so anders geworden. zwischen uns.
dass ich angst bekommen habe mich in dich zu verlieben und du mich dann auch noch da durchgeschickt hast dir das einfach zu sagen hat mir fast noch mehr angst gemacht aber ausgemacht hat mir das nichts. du hast mich dazu gebracht dir auch noch ganz andere dinge zu sagen. du hast mich überrascht.
du hast mich gelassen. du lässt mich hier und hier lässt du mich sein. vielleicht erdest du mich manchmal sogar ein bisschen. du bringst mich zum lachen. du bringst mich woanders hin. mit dir habe ich wieder neu gelernt die dinge manchmal einfach andersherum zu sehen. du darfst meine hand nehmen und ich würde sie dir sogar geben. das hat mich überrascht.
du verunsicherst mich und meistens macht mir das gar nichts aus. vielleicht bin ich dabei mich in dich zu verlieben. vielleicht bin ich schon. bin ich. schon. vielleicht.
was wir als nächstes tun werden, würde ich dich gerne fragen.
vielleicht möchte ich immer noch vor irgendetwas davon laufen.
***
aus mir immer noch unerfindlichen gründen habe ich angefangen dir ein kleines bisschen vertrauen zu schenken. mehr als ein anfang und das ist mehr als ich vor kurzem noch so ohne weiteres für möglich gehalten hätte. und dir. ausgerechnet.
***
tatsächlich kennst du mich manchmal sogar schon ganz gut. dass du trotzdem bis zum jetzigen zeitpunkt geblieben bist, wundert mich dann manchmal.
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