16.04.2010 - 18:30 Uhr

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Auf dem Banana-Pancake-Pfad 12: Billigheimer

Text: philipp-mattheis - Illustration: Katharina Bitzl

Ein Netz aus Trampelpfaden und Hotels umspannt den Planeten. Man nennt es den Banana-Pancake-Pfad. Jede Woche lernen wir ein Stück davon kennen.

Sam war mit den Nerven am Ende. Seine Buchhaltung war schwer durcheinander geraten, die letzten fünf Posten fehlten. Es war seine Schuld, er hatte vergessen, sie zu notieren. Hinzu kam dies ganze Wirrwarr mit einer Währung, von der man seiner Meinung nach am besten fünf Nullen streichen sollte und das Wechselkursdings: Der Kip hatte etwas mit dem Baht zu tun, der Baht war wohl an den Dollar gekoppelt und was das ganze dann in Euro hieß, konnte man nur erahnen. Den Anzeigen der laotischen Banken wollte er aber nicht trauen, denn die zockten seiner Meinung nach ohnehin jeden ab. Gut möglich, dass er sein Tagesbudget nun schon überschritten hatte.
Sein ganzer Selbsthass entlud sich nun auf den kleinen laotischen Wasser-Verkäufer, dem nur noch drei Schneidezähne geblieben waren, durch die er verwegen hindurch grinste. „No, no, no! Yesterday I paid for water is only 2000 Kip! Not 4000 like here.“ Der Laote mit den wenigen Zähnen sagte nichts, grinste nur und die Sonne brannte mit 35 Grad, was zu einem weiteren Schweißausbruch unter Samuels Achseln führte. Für einen Moment dachte er daran, dass das T-Shirt, das er trug und nun schon seit zwei Wochen nicht mehr gewaschen hatte. 40.000 Kip hatte die Frau für die Wäsche gewollt. 4,30 Euro hatten Samuels Berechnungen ergeben. „Over there“, sagte der Laote. „Water no cold. Here very ice! 3500 Kip“ „Bullshit“, rief Sam, drehte sich weg und ging. Dann machte er einen Fehler. Backpacker sind Billigheimer. Sie müssen es sein, aber sie wollen es auch sein. Für die wohlhabenden Mittelschichtskinder des Westens auf Stippvisite in der Armut ist die Pfennigfuchserei eine selbstauferlegte Kasteiung. Genugtuung entsteht allein daraus, am Tag einen möglichst niedrigen Betrag zu verbrauchen. Sätze wie „My budget is ten Euro a day!“ werden mit Inbrunst und Stolz vorgetragen, und antwortet das Gegenüber mit „Mine is 50 Euro a day“, hat es sich als versnobtes Weichei geoutet, das keine Ahnung vom wirklichen Leben in diesem Land hat. Wer es mit weniger Geld schafft, ist härter, authentischer, unabhängiger. Er beweist sich: Geld ist gar nicht so wichtig und um Spaß zu haben, braucht man fast nichts davon. Dass eine Phase des Verzichts im Leben niemanden schadet, ist kaum zu bestreiten. Nur sind die Opfer dieser Kasteiung nicht nur die Asketen selbst, sondern stets auch die laotischen Wasserverkäufer, bolivianischen Hotelbesitzer und indischen Marktfrauen. Bewohnern eines Dritte-Welt-Landes ist es nämlich eher schwer zu vermitteln, warum jemand, der in ihren Augen alles besitzt, ausgerechnet dann um jeden Cent feilschen muss, wenn er ihr Land besucht. Sie erkennen sehr wohl, dass die weißen Kopfhörer, die da aus dem stinkenden, zerrissenen T-Shirt des Farangs baumeln, zu einem iPod gehören und dass dieses Gerät in etwa den Wert ihres Monatseinkommens darstellt. Unangebrachte, aber menschlich verständliche Pauschalisierungen führen dann zu Schildern an Hotels und Restaurants, auf denen steht: „No Backpackers“ Sam ging schnellen Schrittes zur Mitte des kleinen Marktes. Vorbei an fliegenbesetzten Schweinehälften, matschigen Mangos und lärmenden Laoten. Das Licht war schummrig, die Luft roch nach fauligen Essensresten. Von überall her lärmte es und Sam kochte. Mit seinem Flipflop trat er in eine Pfütze, in der einiges herumschwamm; er zog es vor, nicht genauer nachzusehen. Es fühlte sich unangenehm genug an. Schließlich gelangte er zu einem steinernen Etwas, aus dem Wasser floss. Sam füllte seine Plastikflasche damit auf und trank voller Genugtuung die Hälfte davon aus. Dann ging er zurück zu dem grinsenden Laoten mit den wenigen Zähnen. „For free!“, schrie er ihn an und deutete mit dem Zeigefinger auf die etwas vergilbte Plastikflasche in seiner Hand. Die nächsten Tage verbrachte er im Bett.


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soylentyellow
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Mag ich Mag ich nicht

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16.04.2010 - 19:26 Uhr
soylentyellow

Niemand (auch kein Backpacker) hat etwas dagegen dass ein Dose Cola (am Besten noch eisgekühlt) oder eine Flasche Wasser an einer Touristenattraktion mehr kostet als im Supermarkt im Dorf. Ein moderater Preisaufschlag ist auf jeden Fall gerechtfertigt. Meist bleibt es aber nicht bei einem moderaten Preisaufschlag von, sagen wir 100-200 % sondern oft steigen die Preise in schwindelnde Höhen bei denen Sams Reaktion tatsächlich gerechtfertigt ist.

Das ist wie im Flugzeug/Zug: Ist der Preis der angebotenen Getränke/Sandwiches moderat greift man gerne zu - bei Mondpreisen nicht. Weil aber jeder denkt - oh, das wird sowieso wieder so ein Mondpreis guckt man oft erst garnicht nach...

Außerdem macht man sich nicht nur unbedingt Freu(n)de wenn man jeden Mondpreis bezahlt. Beispiel: Ich versuche etwas von dem ich weiß dass es einen fixen Preis hat zu kaufen und er Händler will 50% mehr - einfach so. Ein anderer (einheimischer) Kunde kommt herein und kauft genau das was ich auch will und bezahlt den Standardpreis den das Ding nun mal hat. Ich will das Ding auch zum gleichen Preis, nee, gibts nicht. WTF!? Schließlich argumentiert selbst der Kunde dass der Händler sich mal locker machen soll...normalerweise habe ich Händler die einmal so ein Ding abgezogen nie wieder besucht - Konkurrenz gibt es schließlich genug.

Anderes Beispiel: Auf dem Markt und diesen kleinen Wägelchen steht meist der Kilopreis der Ware auf einem kleinen Schildchen. Wir wollten also ein Kilo Orangen kaufen. "Zwanzig" meinte der Händler. Wir so, "nee, da steht vier" - so ging das eine ganze Stunde lang (OK, uns war langweilig und wir wollten sehen wie absurd es werden kann).

Verarschen lassen kann ich mich woanders - aber nicht so. Relativer Reichtum hin oder her. Idioten die im obigen Fall zwanzig bezahlen machen allen anderen (auch den Einheimischen) das Leben nur unnötig schwer!

Nebenbei bemerkt: In den meisten großen Städten kann man das Leitungswasser problemlos trinken weil das so stark gechlort ist dass man davon höchstens einen kratzigen Hals bekommt aber sicherlich keine Magenverstimmung - die kommt woanders her.

Irgendwo auf dem Dorf mag das anders sein, aber in Kairo beispielsweise konnte man das Leitungswasser problemlos trinken - was auch Sinn ergibt wenn man am Tag mehr für Flaschenwasser aus dem Supermarkt als für das Hotelzimmer ausgibt...

Cate81
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Mag ich Mag ich nicht

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16.04.2010 - 20:42 Uhr
Cate81

Ähm, was ist denn ein Farang?

Na ja, wie auch immer, ich selbst habe schon in Hostels übernachtet, war aber nie als Rucksackreisende unterwegs. Aber wenn ich den Text so lese, dann fühle ich mich als Tendentiell-eher-Pauschalurlauberin gar nicht so übel.

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Mag ich Mag ich nicht

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16.04.2010 - 20:44 Uhr
Cate81

...obwohl es natürlich auch Pauschalurlauber gibt, für die es das Geilste überhaupt ist, mit Einheimischen bis aufs Blut zu feilschen und die lächerlich stolz sind, wenn sie bei irgendwas 20 Cent gespart haben. Keine Frage.

soylentyellow
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Mag ich Mag ich nicht

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16.04.2010 - 21:26 Uhr
soylentyellow

Cate81 sagte:
Ähm, was ist denn ein Farang?



Gringo (Südamerika), Piefke (Österreich), Preuße (Bayern), Langnase (Asien?), chawaga (arabische Welt), muzungu (Afrika), wer kennt noch mehr Begriffe dafür?

Cate81
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16.04.2010 - 21:36 Uhr
Cate81

Ah! Danke!

soylentyellow
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Mag ich Mag ich nicht

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16.04.2010 - 21:44 Uhr
soylentyellow

Cate81 sagte:
...obwohl es natürlich auch Pauschalurlauber gibt, für die es das Geilste überhaupt ist, mit Einheimischen bis aufs Blut zu feilschen und die lächerlich stolz sind, wenn sie bei irgendwas 20 Cent gespart haben. Keine Frage.



Aber abzocken lassen will man sich halt auch nicht. Dazu folgende Geschichte:

Habe drei Monate in Kairo gewohnt und der Taxipreis vom Zentrum zu mir nach Hause belief sich auf vier bis sechs Pfund*, je nachdem wie großzügig man war. Bei viel Stau und Rush Hour oder wenn man sehr großzügig war vielleicht auch sieben, warum auch nicht, kann man sich ja als Ausländer auch leisten etc, aber mehr auf keinen Fall.

In Kairo steigt man für kurze bis mittlere Strecken einfach ein, fährt los und zahlt den korrekten Preis (den man halt wissen oder erfragen muss) wenn man ankommt. (Für längere Fahrten handelt man den Preis natürlich vorher aus damit die gegenseitige Enttäuschung nicht zu groß ist, aber Kurzstrecke ist Kurzstrecke, auch in Kairo)

Sieben ist fast doppelt soviel wie das untere Ende der Skala von vier Pfund. Meist habe ich sechs bis sieben Pfund bezahlt weil ich muss dem Taxifahrer ja auch nicht das leben unnötig schwer machen. Wenn dann der Taxifahrer allerdings gemeint hat es koste 20 Pfund habe ich meine sieben Pfund wieder genommen (unter dem Vorwand einen Zwanziger rauszuholen), genüsslich dreieinhalb oder vier Pfund abgezählt, ausgestiegen und gemeint er sei ein Arschloch, das habe er nun davon wenn er zu gierig sei. (Wie bei der Geschichte vom Fischer seiner Frau und dem Pisspott) Mein Mitbewohner und ich waren ein eingespieltes Team und sorry, wenn er ein gieriges Arschloch ist dann bin ich halt auch ein Arschloch, aber ein geiziges.

Aber zur Ehrenrettung der Kairoer Taxifahrer muss ich sagen dass es im Großen und Ganzen doch sehr gesittet zuging und meistens fast alles geklappt hat wie am Schnürchen. oder ich habe den Bus genommen, der hatte auch den Vorteil dass er sich nicht so oft verfahren hat wie die Taxler, von denen der ein oder andere aus Oberägypten zu kommen scheinen...


*den Preis findet man heraus indem man andere Leute fragt was denn diese Strecke koste, indem man sie mit dem vergleicht was man für vergleichbare Strecken bezahlt hat oder einfach indem man versucht den Preis so weit zu senken bis man merkt dass das wohl doch zu wenig ist...und dann beim nächsten Mal wieder 20% auf den mittleren Preis drauflegt als Komfortzuschlag sozusagen.

ThomasCrown
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Mag ich Mag ich nicht

1

16.04.2010 - 21:53 Uhr
ThomasCrown

@soylent: gojin (japan).

man gewöhnt sich ja als urlauber übrigens auch schnell an die preise. irgendwann rechnet man nicht mehr um und denkt sich "ey, 20.000 dong fürs mittagessen? an dem anderen stand hab ich nur 12.000 bezahlt? 20.000, der spinnt ja wohl!"
bis man sich dann eben bewußt macht, daß man gerade 1 euro statt 60 cent fürs mittagessen als zu teuer abgelehnt hat.

2_b
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Mag ich Mag ich nicht

-1

17.04.2010 - 00:12 Uhr
2_b

"Backpacker sind Billigheimer"

Wenn's nur so einfach wäre. Da hat man sich beim Ferienjobben oder der Arbeit zwischen den Semestern Geld verdient und möchte auch eine - von so vielen euphorisch erzählt - Auslandserfahrung machen. Jung ist man und frau und denkt auch an das, was man im Leben - hier - noch alles erreichen müsse (also allzu teuer soll es auch nicht werden). Aus den ErfahrungsBerichten der Altvorderen und eignen Überlegungen formt man seine ReiseUtensilien (DesinfektionsTabletten und solche gegen Diarrhoe), seine ReiseWeisheit (Kochsalz und Traubenzucker ins saubere Wasser, Bananen und geriebene Äpfel, wenn's dann leichter wird) und macht sich dann auf, um sein MenschenGespür zu verbessern.
Vielleicht frägt man den Taxifahrer ja, ob er einen für dumm genug hält, 20 Pfund statt 4, 5 oder 7 für die Fahrt zu bezahlen - und hört eine ?neue? Geschichte?
Jahre später denkt man ?vielleicht? neu und anders über die gleiche Situation.

soylentyellow
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Mag ich Mag ich nicht

1

17.04.2010 - 10:27 Uhr
soylentyellow

Außerdem: Nur weil ich es mir leisten könnte bedeutet ja noch lange nicht dass ich mich deshalb abzocken lassen müsste und mich dabei auch noch gut fühlen soll ("er hätte ihr die zehn Euro einfach geben sollen"):

Beispiel: Die Minibar in einem Hotel, egal wo. Klar, die Dose Cola für vierfuffzich könnte ich mir schon leisten weil ich mir einen Flug, ein Hotelzimmer etc geleistet habe und die überteuerte Dose Cola da wirklich nichts mehr ausmacht - aber wieso soll ich dann ein schlechter Mensch sein wenn ich mir denke - nö, da gehe ich doch lieber in den Supermarkt auf der anderen Straßenseite und die Dose Cola kostet nur noch einen Bruchteil...

Oder Frühstück im Hotel: Klar, wenn die Nacht sechzig, siebzig Euro kostet (+die Anreise erst) könnte ich mir auch das Frühstück für neunzehn Euro leisten. Aber warum sollte ich? Da gehe ich doch lieber ins Cafe/die Bäckerei nebenan und es schmeckt sogar besser!

Oder warum sollte ich ein Kartell unterstützen? Beispiel: In Beirut am Flughafen haben sich alle Taxifahrer zu einem Kartell zusammengeschlossen, da muss wahrscheinlich jeder was abdrücken dafür dass er da stehen darf oder was weiß ich.

Jedenfalls kostet die Taxifahrt in die Stadt dreißig Dollar oder so was ähnlich lächerliches für zwölf Minuten Autobahn (länger dauert das nämlich nicht) und einen Bus gibt es auch nicht (weil die Libanesen die sich fliegen leisten können und nie Bus fahren würden - und wie die Putzfrauen zum Flughafen kommen weiß ich nicht).

Es gibt aber Kartellbrecher auf der Abflugebene, die lungern da herum und haben einen Autoschlüssel in der Hand und dann geht das wie Drogen kaufen, lässig vorbeilaufen, "Taxi" flüstern, "ten dollars", "OK", und dann schnell in ein Taxi welches so aussieht als hätte es gerade jemanden *zum* Flughafen gebracht. Oder gleich einen Taxifahrer ansprechen der gerade einen Gast *zum* Flughafen gebracht hat und dann muss alles ganz schnell gehen weil die "Kollegen" aus dem Kartell das natürlich scheiße finden dass ihnen da jemand Konkurrenz macht, egal, Vollgas und weg da.

Sorry, aber warum sollte ich die Phantasiepreise des Kartells unterstützen und warum sollte ich mich nicht so verhalten dass ich ehrliches Verhalten unterstütze?

In Kairo habe ich immer alle Gechäfte/Restaurants/Fast Food Stände gemieden bei denen ich ein oder zweimal übers Ohr gehauen wurde und habe dann immer beim ehrlichen Kollegen eingekauft. Das führte dann dazu dass wir unser Lieblingswasserpfeifenccafe gewechselt haben und ab sofort auf der anderen Straßenseite saßen, weil auf der anderen Straßenseite die Preise Sinn ergeben haben und wenn man zweimal das gleiche bestellte kam auch der gleiche Preis raus, usw.. Weil wir gute Kunden waren die plötzlich weg blieben kam der Besitzer des ersten Cafés dann auch mal rüber und wollte von uns wissen warum wir ihn nicht mehr beehren würden. Das haben wir ihm dann auch erklärt und sorry, deswegen brauche ich kein schlechtes Gewissen zu haben, verarschen kann ich mich selber...

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Mag ich Mag ich nicht

1

17.04.2010 - 10:34 Uhr
soylentyellow

Außerdem muss ich bei diesem Thema immer an unsere Klassenfahrt Mitte der 90er nach Prag denken. Da gabs so Touri-Cafés (ganz neu) die sehr teuer waren, aber sie waren immer noch etwas günstiger als in Deutschland (ca 2/3 des Preises wie zu Hause). Viele Klassenkameraden meinten, "das sei doch nicht zu teuer" und "dafür würde man 1/3 mehr zu Hause bezahlen.

Auf meinen Einwand dass die gleiche Leistung um die Ecke nur 1/10 des Preises in Deutschland kosten würde und es außerdem viel netter sei wollte kaum jemand folgen.

Ich verstehe aber nicht warum. Auch bei späteren Besuchen in Prag haben meine Mitreisenden immer zuverlässig diese Touriabzockbuden angesteuert und sich nicht davon beirren lassen dass diese zwar absolut gesehen nicht ganz so schlimm waren aber relativ gesehen trotzdem viel zu teuer waren.

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ist jetzt-Mitarbeiter und hat diesen Beitrag verfasst.