Die spinnen, die Eltern
Wie Angst und Ehrgeiz die Kindheit auffressen: Viele Eltern überfordern sich und ihre Kinder mit ihren überhöhten Ansprüchen an Sicherheit und Leistung
Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.- Null Punkte für die Meinungsfreiheit 25.05.2012
- Revoluzzer Ratzinger 25.05.2012
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- Verschwinden wir in der Nacht 25.05.2012
- Im Namen der Unbarmherzigen 24.05.2012
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und was spricht gegen veganes essen in Schulen?
montgomeryjones sagte:
was ist ein Flaucher?
und was spricht gegen veganes essen in Schulen?
schätze eher praktische gründe, da es sich um eine ziemlich aufgewogene ernährung handeln müsste, evtl mit nahrungsergänzungspreparaten. wäre schon ne sehr spezielle schule die sowas anbieten würde.
Ioana sagte:
montgomeryjones sagte: was ist ein Flaucher?und was spricht gegen veganes essen in Schulen?schätze eher praktische gründe, da es sich um eine ziemlich aufgewogene ernährung handeln müsste, evtl mit nahrungsergänzungspreparaten. wäre schon ne sehr spezielle schule die sowas anbieten würde.
wieso? niemand braucht tierische produkte
montgomeryjones sagte:
Ioana sagte:
wieso? niemand braucht tierische produkte
klar. niemand dessen organismus auch ohne vitamin b&d auskommt. :)
Sicherlich wird es solche Eltern geben, aber dabei handelt es sich wohl kaum um ein Massenphänomen, sondern eher um Angehörige ganz bestimmter, eher großstädtischer Submilieus: z.B. die blondierte Vollzeitmama Anfang 30, die mit Dior-Sonnenbrille im Straßencafé sitzt und einen Latte Machiato trinkt, während der Nachwuchs in einem Status-Kinderwagen schlummert und einen Strampler aus fair gehandelter Bio-Baumwolle trägt, auf dem handgestickt "Terrorzwerg" oder "Mini-Zicke" oder sonst irgendein Scheiß in der Richtung steht.
Auch wenn es wie das letzte Klischee klingt: Ich wohne gerade seit langem wieder auf dem Land und habe das Gefühl, dass die jungen Eltern hier um einiges lockerer sind als in den Städten. Vermutlich auch deshalb, weil es hier Angebote wie Baby-Yoga, französischsprachige Kindergärten und weiß der Geier was einfach nicht gibt.
SZ sagte:
Es ist schlichtweg nicht zu erklären, wie all diese Menschen ihre Kindheit überlebt haben: Saßen unangeschnallt auf dem VW-Rücksitz. Trugen keine Helme beim Radfahren.
SZ sagte:
Wer jetzt sagt, in früherer Zeit habe es aber auch weniger Autos gegeben und weniger Missbrauchsfälle, der irrt: Es gibt zwar heute mehr Autos, aber es sterben weit weniger Kinder im Straßenverkehr als zum Beispiel in den siebziger Jahren.
So sehr ich diesem Text ansonsten auch zustimmem mag, aber bei den beiden genannten Zitaten kann ich eigentlich nur ein trockenes "Merkste wat?" anbringen.
09.04.2010 - 21:55 Uhr
kein_koks_fuer_sherlo…
"Wenn du nach 1980 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun, aber du kannst es trotzdem lesen!
..........................
Wenn du als Kind in den 60er oder 70er Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, dass du so lange überleben konntest!
Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags.
Unsere Bettchen waren angemalt mit Farben voller Blei und Cadmium.
Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit dem Bleichmittel.
Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen und auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm.
Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen. Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.
Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen.
Niemand wusste, wo wir waren und wir hatten nicht mal ein Handy dabei!
Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld außer wir selbst.
Keiner fragte nach "Aufsichtspflicht". Kannst du dich noch an "Unfälle" erinnern?
Wir kämpften und schlugen einander manchmal grün und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte die Erwachsenen nicht besonders.
Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter, tranken sehr viel und wurden
trotzdem nicht zu dick.
Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen.
Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64
Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms.
Wir hatten Freunde!
Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße. Oder wir marschierten einfach zu denen Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns...
Wie war das nur möglich?
Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer.
Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in
unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöcken stachen wir auch nicht besonders viele Augen aus.
Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, musste lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen.
Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte damals nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung.
Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken.
Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat, war klar, dass die Eltern ihn nicht automatisch aus dem Schlamassel heraushauen. Im Gegenteil: Sie waren oft der gleichen Meinung wie die Polizei!
Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und
Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht.
Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem
wussten wir umzugehen!
Und DU gehörst auch dazu?
Herzlichen Glückwunsch !"
09.04.2010 - 21:59 Uhr
kein_koks_fuer_sherlo…
und bei einzelnen punkten wie z.B. sitzenbleiben bzw. schulbildung sollte man vllt. auch beachten, dass man sich früher meist noch einen job zwischen mehreren stellen aussuchen konnte und heute froh sein kann, wenn man überhaupt etwas findet.
da sind die reaktionen heute verständlicherweise etwas emotionaler.
montgomeryjones sagte:
was ist ein Flaucher?
Flaucher ist ein Bach/Fluss irgendwo in Bayern bzw. wahrscheinlich sogar in München. Eignet sich auch zum Bier kühlen, das ist jedenfalls die Assoziation die sich in meinem Gedächtnis zum Thema Flaucher findet. Und Sandbänke. Vielleicht kennt sich da jemand genauer aus?
09.04.2010 - 22:30 Uhr
soylentyellow
Diese Betrachtungsweise mag opportun sein, trifft aber meist nicht zu. Andersherum gefragt: vieviele Kinder tragen denn eine Brille?
kein_koks_fuer_sherlock_holmes sagte:
dazu fällt mir noch ein mailtext ein, der mir mal zugesendet wurde, den ich hier mal (völlig wertungsfrei) einstellen möchte, hier ist er:
"Wenn du nach 1980 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun, aber du kannst es trotzdem lesen!
..........................
Wenn du als Kind in den 60er oder 70er Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, dass du so lange überleben konntest!
Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags.
Unsere Bettchen waren angemalt mit Farben voller Blei und Cadmium.
Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit dem Bleichmittel.
Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen und auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm.
Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen. Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.
Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen.
Niemand wusste, wo wir waren und wir hatten nicht mal ein Handy dabei!
Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld außer wir selbst.
Keiner fragte nach "Aufsichtspflicht". Kannst du dich noch an "Unfälle" erinnern?
Wir kämpften und schlugen einander manchmal grün und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte die Erwachsenen nicht besonders.
Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter, tranken sehr viel und wurden
trotzdem nicht zu dick.
Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen.
Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64
Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms.
Wir hatten Freunde!
Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße. Oder wir marschierten einfach zu denen Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns...
Wie war das nur möglich?
Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer.
Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in
unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöcken stachen wir auch nicht besonders viele Augen aus.
Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, musste lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen.
Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte damals nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung.
Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken.
Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat, war klar, dass die Eltern ihn nicht automatisch aus dem Schlamassel heraushauen. Im Gegenteil: Sie waren oft der gleichen Meinung wie die Polizei!
Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und
Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht.
Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem
wussten wir umzugehen!
Und DU gehörst auch dazu?
Herzlichen Glückwunsch !"
besonders ironisch fand ich ja immer an dem text, dass er von und für leute ist die vor 1980 geboren sind, sprich: die generation, die damit selbst die erziehung, die sie uns angeblich angedeihen haben lassen, kritisieren. und das merken die noch nicht mal. :))
SZ sagt:
Saßen unangeschnallt auf dem VW-Rücksitz. Trugen keine Helme beim Radfahren. [...]
Es gibt zwar heute mehr Autos, aber es sterben weit weniger Kinder im Straßenverkehr als zum Beispiel in den siebziger Jahren.
Scheint als hätten diese Maßnahmen doch was gebracht!!! *SCHRECK*
Wie Ioana bereits andeutete sind es die Konsumenten, die die Nachfrage nach Sicherheitssystemen antreiben. Ich verwette meinen Arsch darauf, dass der Autor, so ironisch der das auch alles meinte im Zweifelsfall, seine Kinder anschnallt, wenn er welche hat. Und das nehm ich ihm, im Gegensatz zu ihm selbst anscheinend, nicht mal übel.
Ganz davon abgesehen ist es für jemanden, der als Kind in den 60er und 70er Jahren des 12. Jahrhunderts lebte, wohl kaum zu glauben, dass er ohne Autos und Apotheken und Bravos ... *beliebigesGeblubberEinsetzen* .... und mit abgehakten Händen wegen Mundraubs.... so lange überleben konnte!
Ja wozu entwickeln wir uns überhaupt weiter? War doch alles prima damals, als man sich noch mit dem Schwert rasierte und ohne Kondome poppte. Aids? Pfff....
Alzheimer? Pfff... hat man auch nicht mehr erlebt. Richtige Pussies sind wir anscheinend geworden.
Ha, und ich verwette wiederum meinen Arsch drauf, dass die Eltern der ironisch-verträumten Autoren der damaligen Zeit auch nur allzu gern auf solche Mittel, wie es sie heute gibt, zurückgegriffen hätten, wenn sie die Möglichkeit dazu gehabt hätten! Denn was die abenteuerlichen wilden Burschen 20 Jahre nach Erreichen der Volljährigkeit immernoch nicht kapiert zu haben scheinen (oder es zumindest verwegen keck vorgeben) sind die unguten Gefühle der Eltern, wenn das Kind tatsächlich einmal 20 Minuten später heimgekommen sein sollte, als man es gewohnt war. Gut, ich übertreibe vielleicht, ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, weil ich selbst keine Kinder habe, aber ich besitze immerhin genügend Vorstellungskraft und Einfühlungsvermögen. :P
Zum ADHS/Kinderschänder/Depressionen/Unfälle-Problem kann ich vielleicht folgendes Beitragen:
Zeiten ändern sich. Die Welt ändert sich. Die Bevölkerungszahlen steigen. Von den Seiteneffekten, die das hat mal abgesehen, wären bei gleichem Prozentsatz von Betroffenen, in absoluten Zahlen gesehen, einfach mehr Menschen betroffen als früher.
Ioana sagte:
montgomeryjones sagte:
Ioana sagte:
wieso? niemand braucht tierische produkte
klar. niemand dessen organismus auch ohne vitamin b&d auskommt. :)
Niemand braucht Diktatoren, die anderen aufzwingen, was sie brauchen und was sie nicht brauchen.
Und nicht jeder braucht Vitamin B und D und Q und R, um ein Leben führen zu können..... da bin ich ausnahmsweise ganz beim Autor ;)
Was noch fehlt: Modediagnose Hochbegabung.
Was ich aber gerne noch loswerden möchte, ist, dass der Autor hier, glaube ich, den Begriff Kindheit und Sicherheitssysteme ziemlich weit fasst. Ich glaube kaum, dass jemand Baumhäuser gebaut und Lagerfeuer entfacht hat, als er so alt war, wie die Kinder auf dem Bild, oder wie die Kinder der Eltern, die durch die Babyphon-Geschichten angesprochen werden sollen. Auch nicht in den 70ern.
Zudem muss man das Ganze auch im Zeichen der Zeit sehen, wie ich bereits mehrfach angedeutet habe. Man vergleiche die Zeit zwischen 1970 und 2010 und lache darüber. Aber man vergleiche dann auch bitte die Zeit der Hippie-Kinder mit der Zeit der Wehrmachtskinder, und überlege dann, ob man immernoch so ne harte Socke ist.
Beru sagte:
Ioana sagte:
montgomeryjones sagte:
Ioana sagte:
wieso? niemand braucht tierische produkte
klar. niemand dessen organismus auch ohne vitamin b&d auskommt. :)
Niemand braucht Diktatoren, die anderen aufzwingen, was sie brauchen und was sie nicht brauchen.
Und nicht jeder braucht Vitamin B und D und Q und R, um ein Leben führen zu können..... da bin ich ausnahmsweise ganz beim Autor ;)
ahm...das ist ja dann wohl ironisch gemeint, oder? :) leider leben wir halt in und mit und aus einem diktator der uns vorschreibt wann wir zu schlafen, was wir zu essen und wo wir was zu tun haben. sorry, wenn ich jetzt antivegetarisch geklungen hab: ich persönlich finde es nicht schlimm kinder vegetarisch zu ernähren, jedenfalls um klassen besser als eltern, die ihre kinder mit wurst und hamburgern zustopfen, so gammelfleisch eben. das problem ist halt dass die ernährungsansprüche von kindern anders sind als die von erwachsenen und es ist halt nicht zu leugnen, dass es bei dem einen oder anderen wichtigen ernährungsbaustein zu engpässen kommen würde. was ja auch kein problem ist, heute kann man das ja mit einer ausgeglichenen diät und evtl vitaminpreparaten ausgleichen. ob das nun eine schule anbietet, halte ich für unwahrscheinlich, zumindest was veganes essen betrifft (vegetarische alternativen hat glaub ich fast jede schule im speiseplan...unsere wenigstens hatte es), einfach weil die nachfrage ziemlich eingeschränkt wäre (soviele eltern, die ihre kinder vegan ernähren gibts halt dann doch nicht) und weil die veganische kost sicher kosten- und zeitaufweniger sein wird und schulessen ist sowieso so eine sache: auf der einen seite solls gesund sein, auf der anderen seite auch für kinder aus ärmeren haushalten zugänglich sein. ich persönlich finde vegetarische kost lecker und gesund und wer so eine diät aus ethischen oder gesundheitlichen gründen bevorzugt handelt wirklich gut, aber sowas wie: "fleisch enthält keine nennenswerte nahrungsbestandteile und man kann darauf ohne weiteres verzichten" ist einfach sachlich falsch und zeugt nicht gerade von einer ethischen und unideologischen sichtweise. klar kann man auf fleisch verzichten, sollte diesen verzicht aber in seinem speiseplan, oder zumindest im speiseplan seiner kinder berücksichtigen. ist ja auch kein ding zu sagen: aufgrund meiner vegetarichen/veganen ernährung mangelts mir evtl an eisen, deswegen ess ich halt mehr nüsse. :)
Äh... also, ich kann Dir nur sagen wie ich dazu stehe. Mein Kind wird später einmal ganz sicher keine "ausgeglichene diät" machen, wenn es nicht durch eine Krankheit oder Ähnlichem erforderlich wird. Bevor mein Kind Vitaminpräperate schlucken muss, weil jemand aus der Familie meint es vegan zu ernähren, brat ich ihm lieber den Osterhasen.
Ich halte allgemein nicht viel von Tabletten. Ich nehm nur welche, wenns nicht mehr anders geht. Wer saufen kann, kann auch einen Kater aushalten. Oder den Schnupfen ne Woche ertragen. So synthetisches Zeug ist von Menschen gemacht und ich glaube kaum, dass die alle Nebenwirkungen etc überblicken oder gar umgehen können. Da verlass ich mich doch lieber auf zig Millionen Jahre Evolution und schone das Abwasser.
Beru sagte:
@Ioana
Äh... also, ich kann Dir nur sagen wie ich dazu stehe. Mein Kind wird später einmal ganz sicher keine "ausgeglichene diät" machen, wenn es nicht durch eine Krankheit oder Ähnlichem erforderlich wird. Bevor mein Kind Vitaminpräperate schlucken muss, weil jemand aus der Familie meint es vegan zu ernähren, brat ich ihm lieber den Osterhasen.
Ich halte allgemein nicht viel von Tabletten. Ich nehm nur welche, wenns nicht mehr anders geht. Wer saufen kann, kann auch einen Kater aushalten. Oder den Schnupfen ne Woche ertragen. So synthetisches Zeug ist von Menschen gemacht und ich glaube kaum, dass die alle Nebenwirkungen etc überblicken oder gar umgehen können. Da verlass ich mich doch lieber auf zig Millionen Jahre Evolution und schone das Abwasser.
joa, soll jeder machen wie er meint. ich glaub könnt meinem kind auch nicht nen schokoriegel verweigern weil da ja ausbeuterisches milchpulver drin ist oder so. zumal das dann eventuell dann einen rückschlag gibt wenn das kind dann in die trotzphase kommt bzw in die pubertät.
Beru sagte:
montgomeryjones sagte:
Ioana sagte: wieso? niemand braucht tierische produkteklar. niemand dessen organismus auch ohne vitamin b&d auskommt. :)Niemand braucht Diktatoren, die anderen aufzwingen, was sie brauchen und was sie nicht brauchen.Und nicht jeder braucht Vitamin B und D und Q und R, um ein Leben führen zu können..... da bin ich ausnahmsweise ganz beim Autor ;)
von was für Diktatoren sprichst du?
Ich bin in den 70ern geboren. Ich hab all solchen Blödsinn gemacht und genossen und wünsche sie allen Kindern heute, trauere auch manch verlorener Freiheit nach. Aber: Unsere Lehrer waren auf Trauerfeiern für 18jährige, die sich auf den Landstrassen totgefahren haben, und es ist verdammt gut, dass das heute seltener ist. Da war ein Kind in der Klasse, heute würde ich sagen, ADHS; damals zwang ihn ein fieser Lehrer auf dem Stuhl vor der ganzen Klasse rumzusitzen, damit alle sein Gezappel sehen konnten. Damals waren Klassen mit 20 Schülern große Klassen. Heute ist der Lehrer-Schüler-Schlüssel NOCH schlechter.
Gönn doch den Eltern heute die gefühlte Sicherheit, die sie mit all diesen Sicherheits- und Fördermaßnahmen bekommen. Und verunsicher sie nicht noch, indem du ihnen dieses Sicherheitsgetue vorwirfst. Wenn ich eins als Kind und als Eltern gelernt habe, dann ist es, dass es sehr viele Wege gibt, etwas richtig zu tun. Jedem seinen Weg.
Last not least: Jetzt schaut doch mal bitte weg von der Gruppe der laut schreienden und medienpräsenten Mittel/Oberklasse-Familien und hin zu denen, die's verdammt nochmal nicht so gut haben in Deutschland. Kinderarmut? ne Schande
10.04.2010 - 21:03 Uhr
phili
SZ sagte:
Hier mal drei Erziehungsratschläge aus acht Jahren Elternschaft: Zeit. Zeit. Zeit. Zu füllen ist diese Zeit mit Nichtstun, vorlesen, zuhören. Oder einem Spaziergang am langen, ruhigen Fluss des Lebens - am besten ohne die Kinder. Die spielen nämlich gerade irgendwo, weit dahinten, am Flaucher.
ach ja, in bezug auf arme kinder ist "zeit zeit zeit" ein gutes Stichwort. Geringverdiener können sich keine Teilzeit leisten. Und arbeitslose alleinerziehende Mütter (die klassische Elterngruppe armer Kinder) habens verdammt schwer, in ihrem armutsgeprägten Alltag die Energie aufzubringen, sich ihren Kindern zuzuwenden. Hut ab vor denen, denen das gelingt
www.gunwalt.de/blog/2010/04/uberall-ist-der-feind/
Beru sagte:
Und nicht jeder braucht Vitamin B und D und Q und R, um ein Leben führen zu können..... da bin ich ausnahmsweise ganz beim Autor ;)
äh - doch. ohne vitamin b und vor allem d wird's recht schwierig mit dem leben.
@kein_koks:
also gut, von mir aus.










0
09.04.2010 - 19:22 Uhr
Ioana
grundsätzlich find ich den artikel ja sehr aufschlussreich. eventuell ist sogar an dieser anmerkung was wahres dran, nur: kann es nicht sein, dass das einfach das produkt einer erhöhten aufmerksamkeit und besseren erfassungsmöglichkeiten? wie auch im artikel angemerkt: das gabs schon früher, wurde nur nie thematisiert. ich finds ja übertrieben wenn eltern die in ihren augen ungenügenden leistungen des kindes mithilfe einer depressions- oder autismusstörung zu erklären versuchen, aber das sagt ja nichts über den leidensdruck der kinder, die dann tatsächlich unter so einer störung leiden. da frage ich mich halt ob das nicht ein legitimer preis dafür ist, das kinder, die unter solchen erkrankungen leiden, früher entdeckt und behandelt werden.